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DE102008005489A1 - Befestigungshülse - Google Patents

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DE102008005489A1
DE102008005489A1 DE102008005489A DE102008005489A DE102008005489A1 DE 102008005489 A1 DE102008005489 A1 DE 102008005489A1 DE 102008005489 A DE102008005489 A DE 102008005489A DE 102008005489 A DE102008005489 A DE 102008005489A DE 102008005489 A1 DE102008005489 A1 DE 102008005489A1
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Germany
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adhesive
mounting sleeve
fastening
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DE102008005489A
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Inventor
Rolf Herbstreit
Klaus Kaupp
Simon Moser
Alexander Zanocco
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Fischerwerke GmbH and Co KG
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Fischerwerke GmbH and Co KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B13/00Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose
    • F16B13/04Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose with parts gripping in the hole or behind the reverse side of the wall after inserting from the front
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B13/00Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose
    • F16B13/14Non-metallic plugs or sleeves; Use of liquid, loose solid or kneadable material therefor
    • F16B13/141Fixing plugs in holes by the use of settable material

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  • Dowels (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Befestigungshülse (1) mit einer Aufnahmeaussparung (2) für ein Verbindungselement und eine Klebstoffaustrittsöffnung (3) Damit die Befestigungshülse (1) unmittelbar nach dem Einsetzen in eine Sandwichplatte (30) belastet werden kann, ohne dass auf ein Aushärten des Klebstoffes gewartet werden muss, ist an der Befestigungshülse (1) mindestens ein Spreizelement (4) vorgesehen, um eine Deckschicht (31) der Sandwichplatte (30) zu hintergreifen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Befestigungshülse gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Aus der WO 2006/106131 A1 ist eine Befestigungshülse für Sandwichplatten bekannt, die zur stoffschlüssigen Verankerung von Verbindungselementen, insbesondere von Schrauben, dient. Sandwichplatten weisen zwei Deckschichten auf, zwischen denen ein Kern mit geringer mechanischer Festigkeit angeordnet ist. Der Kern kann beispielsweise aus einem Schaum oder aus Waben bestehen. Die mechanische Festigkeit des Kerns reicht nicht für eine stabile Verankerung der Verbindungselemente aus. Daher ist die Befestigungshülse erforderlich. Die Befestigungshülse weist einen Hohlbolzen mit einem Kopf und eine um den Hohlbolzen angeordnete Hülse auf. Ein Innendurchmesser der Hülse ist größer als ein Außendurchmesser des Hohlbolzens, so dass ein Ringspalt zwischen Hülse und Hohlbolzen ausgebildet ist. Die Befestigungshülse wird in ein Loch in der Sandwichplatte eingesetzt, bis sich der Kopf in der Deckschicht befindet und bündig mit ihr abschließt. Anschließend wird Klebstoff oder ein Bindemittel in den Hohlbolzen eingebracht, der bzw. das durch radiale Öffnungen aus dem Hohlbolzen austritt und in den Ringspalt zwischen der Hülse und dem Hohlbolzen eintritt. Wenn der Einfachheit halber im Folgenden „Klebstoff"q geschrieben wird, so ist immer Klebstoff oder ein Bindemittel oder dgl. gemeint. Der Klebstoff verteilt sich im Ringspalt und tritt an beiden Enden der Hülse aus und verbindet die Befestigungshülse an den Innenseiten der Deckschichten. Auch im Kopf weist der Hohlbolzen Austrittsöffnungen auf, aus denen Klebstoff austritt und den Kopf mit der hinteren Deckschicht verklebt.
  • Ein Nachteil der bekannten Befestigungshülse liegt darin, dass ein langer Zeitraum benötigt wird, bis der Klebstoff aushärtet. Vor dem Aushärten ist die Befestigungshülse jedoch nicht belastbar. Dies stellt insbesondere beim industriellen Zusammenbau von Möbeln in Montagelinien ein Problem dar, da das Aushärten des Klebstoffs zu Verzögerungen zwischen Stationen der Montagelinie führt und daher zusätzliche Kosten verursacht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungshülse zur stoffschlüssigen Anbringung eines Verbindungselements in einer Sandwichplatte zu schaffen, wobei das Verbindungselement unmittelbar nach dem Einsetzen vorfixiert ist und zumindest leicht belastet werden kann, ohne dass auf das Aushärten des Klebstoffes gewartet werden muss.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch eine Befestigungshülse mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Die Erfindung betrifft eine Befestigungshülse mit einer Aufnahmeaussparung für ein Verbindungselement und einer Klebstoffaustrittsöffnung, wobei an der Befestigungshülse mindestens ein Spreizelement vorgesehen ist, um eine in Einbringrichtung hintere Deckschicht der Sandwichplatte zu hintergreifen. Die Aufnahmeaussparung verläuft axial durch die Befestigungshülse und kann am vorderen Ende geschlossen sein. Das Spreizelement wird mit einem vorderen Ende voraus in ein gebohrtes Loch in der Sandwichplatte eingesetzt. Hierbei wird das Spreizelement von der Wand des Lochs an die Befestigungshülse gedrückt. Nach dem Einsetzen spreizt sich das Spreizelement aufgrund einer elastischen Vorspannung auf und hintergreift die Innenseite der hinteren Deckschicht der Sandwichplatte. Nun wird Klebstoff in die Aufnahmeaussparung gespritzt und ein Verbindungselement, beispielsweise eine Schraube, vor, während oder nach dem Aushärten in die Aufnahmeaussparung eingeführt. Durch das Spreizelement wird die Befestigungshülse sofort in der Sandwichplatte gehalten, ohne dass der Klebstoff ausgehärtet ist. Die Sandwichplatte kann nun weiter verarbeitet werden. Das Spreizelement kann alternativ so vorgespannt sein, dass es ohne eine äußere Krafteinwirkung an der Befestigungshülse anliegt bzw. in ihr aufgenommen ist. Die Spreizung erfolgt dann dadurch, dass die in die Aufnahmeaussparung eingeführte Schraube oder der austretende Klebstoff das Spreizelement nach außen drückt. Die beiden Alternativen zur Ausspreizung des Spreizelements können auch miteinander kombiniert werden. Ein weiterer Vorteil des Spreizelements ist, dass es ggf. den in die Aufnahmeaussparung eingespritzten und aus Klebstoffaustrittsöffnungen austretenden Klebstoff zurückhält. Dieser verläuft dadurch nicht und bleibt besser an der hinteren Deckschicht haften, wodurch die Befestigungshülse sicherer in der Sandwichplatte verankert wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Spreizelement an einer Wand der Befestigungshülse gelenkig angeformt, vorzugsweise mittels eines Filmscharniers. Durch die Anformung an die Wand ist eine kostengünstige Herstellung möglich. Das Filmscharnier kann elastisch so vorgespannt sein, dass das Spreizelement ohne äußere Krafteinwirkung an der Wand der Befestigungshülse anliegt und sich dann nach dem Einsetzen der Befestigungshülse in eine Öffnung in der Sandwichplatte aufgrund einer auf das Spreizelement ausgeübten Kraft aufspreizt. Es ist auch möglich, dass das Spreizelement ohne äußere Krafteinwirkung aufgespreizt ist, also von der Wand der Befestigungshülse absteht, dann während des Einsetzens an die Wand des Lochs gedrückt wird und sich danach durch seine elastische Vorspannung wieder aufspreizt und so die Deckschicht der Sandwichplatte hintergreift. Die Rückstellkraft des Spreizelements kann durch unterschiedliche Wandstärken oder unterschiedliche Stärken des Filmscharniers eingestellt werden.
  • In einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform ist die Klebstoffaustrittsöffnung in Einbringrichtung hinter dem Spreizelement vorgesehen. Durch den aus der Klebstoffaustrittsöffnung austretenden Klebstoff wird zum einen die Befestigungshülse mit der hinteren, durchbohrten Deckschicht der Sandwichplatte verklebt. Zum anderen kann das Spreizelement von dem austretenden Klebstoff nach außen gedrückt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Klebstoff ggf. von dem Spreizelement zurückgehalten wird, so dass er die hintere Deckschicht besser verklebt.
  • In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform ist die Befestigungshülse, insbesondere die Klebstoffaustrittsöffnung so vorgesehen, dass das mindestens eine Spreizelement in ihr aufnehmbar ist. Dadurch kann das Spreizelement leicht in das Loch in der hinteren Deckschicht eingeführt werden.
  • In noch einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform ist eine vordere Klebstoffaustrittsöffnung vorgesehen. Hierdurch wird die Befestigungshülse mit der vorderen Deckschicht verklebt. Dies kann alternativ oder zusätzlich zu einer Verklebung an der hinteren Deckschicht erfolgen, d. h. es kann zusätzlich eine Klebstoffaustrittsöffnung hinter dem Spreizelement vorgesehen sein.
  • In noch einer bevorzugten Ausführungsform ist das Spreizelement im aufgespreizten Zustand schirmförmig ausgebildet. Beim Einsetzen in das Loch der Sandwichplatte faltet sich der Schirm zusammen. Ist die Befestigungshülse in das Loch eingesetzt, dann spreizt sich der Schirm auf, das heißt, er entfaltet sich wieder. Im aufgespreizten Zustand hält das schirmförmig ausgebildete Spreizelement den aus einer Klebstofföffnung hinter dem Spreizelement austretenden Klebstoff besser zurück. Dieser verläuft dadurch nicht und bleibt besser an der in Einbringrichtung hinteren Deckschicht haften, wodurch die Befestigungshülse sicherer in der Sandwichplatte verankert wird.
  • In einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsformen ist eine Durchflussdrossel hinter der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung vorgesehen. Die Durchflussdrossel kann insbesondere als eine Lochblende ausgebildet sein. Die Durchflussdrossel bewirkt eine Stauung des eingefüllten Klebstoffs, damit auch eine ausreichende Klebstoffmenge aus denjenigen Klebstoffaustrittsöffnungen austritt, die hinter der Durchflussdrossel angeordnet sind.
  • In noch einer bevorzugten Ausführungsform ist hinten an der Befestigungshülse ein Gewinde oder eine Riffelung vorgesehen. Das Gewinde oder die Riffelung dient als Führung für den aus der Klebstoffaustrittsöffnung austretenden Klebstoff und hält das Gewinde in der Sandwichplatte. Der Klebstoff läuft entlang des Gewindes oder der Riffelung und verteilt sich dadurch besser in dem Loch in der Sandwichplatte. Der auf der Innenseite der hinteren Deckschicht austretende Klebstoff verklebt die Befestigungshülse dort mit der Sandwichplatte, wodurch die Festigkeit der Verklebung weiter gesteigert wird. Das Gewinde kann auch so ausgebildet sein, dass es sich beim Eindrehen selbst ein Gewinde in die Deckschicht schneidet. Hierdurch wird die Befestigungshülse zusätzlich in der Sandwichplatte gehalten und verankert.
  • In noch einer bevorzugten Ausführungsform weist die Befestigungshülse eine Längenanpassungseinrichtung auf. Hierdurch kann die Befestigungshülse in unterschiedlich starke Sandwichplatten eingesetzt werden, ohne dass der Klebstoff vollkommen ungeleitet aus der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung austritt.
  • In einer Weiterbildung der letztgenannten bevorzugten Ausführungsform besteht die Längenanpassungseinrichtung aus sich radial erstreckenden Falten, welche elastisch oder plastisch, beispielsweise balgartig, verformbar sind. Eine derartige Längenanpassungseinrichtung kann den Klebstoff besonders gut zurückhalten.
  • In einer alternativen Weiterbildung der letztgenannten bevorzugten Ausführungsform weist die Längenanpassungseinrichtung ein oder insbesondere mehrere Biegeelemente auf. Die Biegeelemente sind vorne an der Befestigungshülse ausgebildet und nach innen und/oder außen biegbar. Wenn die Befestigungshülse mit den Biegeelementen gegen die Innenseite der vorderen Deckschicht stößt, biegen sich die Biegeelemente nach außen oder nach innen und passen die Befestigungshülse so der Stärke der Sandwichplatte an. Der Klebstoff tritt aus den Freiräumen aus, die zwischen den benachbarten Biegeelementen ausgebildet sind. Es wird eine besonders gute Verklebung an der vorderen Deckschicht erreicht.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1A eine perspektivische Ansicht einer Befestigungshülse gemäß einer ersten Ausführungsform in einem aufgespreizten Zustand;
  • 1B eine Schnittansicht einer Befestigungshülse gemäß der ersten Ausführungsform während des Einsetzens in ein Loch in einer Sandwichplatte;
  • 1C eine Schnittansicht einer Befestigungshülse gemäß der ersten Ausführungsform, die in das Loch in der Sandwichplatte eingesetzt ist; und
  • 2 eine Schnittansicht einer Befestigungshülse gemäß einer zweiten Ausführungsform.
  • 1A zeigt eine perspektivische Ansicht einer Befestigungshülse 1 gemäß einer ersten Ausführungsform in einem aufgespreizten Zustand. Die Befestigungshülse 1 dient dazu, Schrauben oder dergleichen in einer Sandwichplatte zu befestigen, wie sie für Möbel verwendet wird. Die Befestigungshülse 1 besteht aus einem im Wesentlichen zylinderförmigen Grundkörper. Der zylinderförmige Grundkörper weist eine Aufnahmeaussparung 2, die sich durchgehend von seiner Hinterseite bis zu seiner Vorderseite in axialer Richtung erstreckt, mehrere Klebstoffaustrittöffnungen 3, 8, zwei oder auch mehrere Spreizelemente 4 und in Einbringrichtung mehrere Biegeelemente 11 auf. Die Spreizelemente 4 haben eine flügelartige, etwa dreieckige Form. Jedes Spreizelement 4 ist an einer Wand 5 der Befestigungshülse 1 über ein Filmscharnier 6 befestigt. Die Biegeelemente 11 sind an der Wand 5 als kurze, etwas nach außen weisende Fortsätze 11 angeformt. Die Fortsätze 11 verjüngen sich nach vorne, so dass zwischen ihnen Spalten ausgebildet sind. Am in Einbringrichtung hinteren Ende der Befestigungshülse 1 ist an dem Umfang der Wand 5 eine Riffelung 20 vorgesehen. Die gesamte Befestigungshülse 1 ist einteilig im Spritzgussverfahren hergestellt.
  • 1B zeigt eine Schnittansicht der Befestigungshülse 1 gemäß der ersten Ausführungsform während des Einsetzens in ein Loch 34 in einer Sandwichplatte 30. Die Sandwichplatte 30 besteht aus einer hinteren Deckschicht 31, einer vorderen Deckschicht 32 und einer Zwischenschicht 33, wobei sich die Begriffe „vorne" und „hinten" wiederum auf die Einbringrichtung der Befestigungshülse 1 beziehen. Die beiden Deckschichten 31, 32 bestehen aus Holz. Die Zwischenschicht 33 besteht aus einem Material geringer Dichte und Festigkeit, wie beispielsweise einer Wabenstruktur. Das Loch 34 ist ein Sackloch, welches die hintere Deckschicht 31 und die Zwischenschicht 33 durchdringt. Die vordere Deckschicht 32 ist nicht durchbohrt, sie könnte aber angebohrt sein. Die Aufnahmeaussparung 2 verläuft axial von der Hinterseite zu der Vorderseite der Befestigungshülse 1 und mündet vorne in eine stirnseitige, vordere Klebstoffaustrittsöffnung 8. Die vordere Klebstoffaustrittsöffnung 8 kann auch als Teil der durchgehenden Aufnahmeaussparung 2 aufgefasst werden. In der Aufnahmeaussparung 2 ist zwischen der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung 8 und Klebstoffaustrittsöffnungen 3, die hinter den Spreizelementen 4 angeordnet sind, eine Durchflussdrossel 9 angeordnet. Die Durchflussdrossel 9 ist als eine Lochblende ausgebildet. Die Filmscharniere 6 sind elastisch vorgespannt, so dass die Spreizelemente 4 ohne äußere Krafteinwirkung aufgespreizt sind, die Spreizelemente 4 können auch als Federrasten aufgefasst werden. Die Rückstellkraft des Filmscharniers 6 kann durch dessen unterschiedliche Stärken eingestellt werden. Die Spreizelemente 4 stoßen gegen die Wand des Lochs in der Sandwichplatte 30 und werden um die Filmscharniere 6 in Öffnungen 7 geklappt, die oberhalb der Filmscharniere 6 an der Wand 5 der Befestigungshülse 1 ausgebildet sind. Die Öffnungen 7 dienen ebenfalls als Klebstoffaustrittsöffnungen.
  • 1C zeigt eine Schnittansicht der Befestigungshülse 1 gemäß der ersten Ausführungsform, die in das Loch 34 in der Sandwichplatte 30 eingesetzt ist. Die Spreizelemente 4 haben sich aufgrund einer elastischen Vorspannung der Filmscharniere 6 wieder aufgespreizt und hintergreifen die hintere Deckschicht 31 der Sandwichplatte 30. Dadurch ist die Befestigungshülse 1 bereits ohne Klebstoff fest in der Sandwichplatte 30 verankert. In die Befestigungshülse 1 kann bereits eine Schraube eingeschraubt werden, um an der Sandwichplatte 30 weitere Bauteile anzumontieren. Eine zusätzliche Befestigung kann sich durch eine Riffelung 20 ergeben, durch welche die Befestigungshülse 1 in der Deckschicht 31 der Sandwichplatte 30 bei einem engeren Bohrloch gehalten wird. Klebstoff, der von hinten in die Aufnahmeaussparung 2 eingespritzt wird, tritt aus den hinteren Klebstoffaustrittsöffnungen 3 und aus der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung 8 wieder aus, in der die Aufnahmeaussparung 2 mündet. Die Klebstoffaustrittsöffnungen 3, 8 sind wie oben beschrieben in verschiedenen Bereichen der Befestigungshülse 1 vorgesehen und haben dementsprechend unterschiedliche Funktionen. So verklebt Klebstoff, der aus den Klebstoffaustrittsöffnungen 3 austritt, die Befestigungshülse 1 mit der hinteren Deckschicht 31. Klebstoff, der aus der vorderen stirnseitigen Klebstoffaustrittsöffnung 8 austritt, verklebt die Befestigungshülse 1 zusätzlich auch mit der vorderen Deckschicht 32. Auch im mittleren Bereich der Befestigungshülse 1 kann eine weitere Klebstoffaustrittsöffnung vorgesehen sein, die als Überlauf für überschüssigen Klebstoff dient. Die Durchflussdrossel 9 bewirkt eine Stauung des eingefüllten Klebstoffs und sorgt dafür, dass der Klebstoff gleichmäßig aus allen Öffnungen 3, 7, 8 austritt. Die Biegeelemente 11 sind mit ihren Enden gegen die Innenseite der vorderen Deckschicht 32 gestoßen. Hierdurch werden sie weiter nach außen gebogen. Die Länge der Befestigungshülse 1 ist an die Stärke der Sandwichplatte 30 angepasst. Ein Auslaufen des Klebstoffs aus der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung 8 wird durch die Biegeelemente 11 begrenzt. Die Riffelung 20 am hinteren Ende der Befestigungshülse 1 dient einerseits der besseren Klebstoffverteilung. Andererseits greifen die Erhebungen der Riffelung 20 im Falle einer engeren Bohrung in das Material der Deckschicht 31 ein und halten die Befestigungshülse 1 zusätzlich in der Sandwichplatte 30 fest. Statt der Riffelung 20 kann auch ein Gewinde vorgesehen sein, so dass sich die Befestigungshülse 1 beim Eindrehen in die Deckschicht 31 einschneidet. Befestigungshülse 1, Klebstoff und Sandwichplatte 30 bilden gemeinsam eine Befestigungsanordnung.
  • 2 zeigt eine Schnittansicht einer Befestigungshülse gemäß einer zweiten Ausführungsform. Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform ist das Spreizelement 4 im aufgespreizten Zustand schirmförmig ausgebildet. Das Spreizelement 4 ist rotationssymmetrisch ausgebildet und umgibt den gesamten Umfang der im Wesentlichen zylindrischen Befestigungshülse 1. Beim Einsetzen in ein Loch in einer Sandwichplatte faltet sich das Spreizelement 4 zusammen. Ist die Befestigungshülse in das Loch 34 eingesetzt, dann spreizt sich das Spreizelement 4 auf, das heißt, er entfaltet sich wieder. Im aufgespreizten Zustand wirkt das schirmförmig ausgebildete Spreizelement 4 wie eine Auffangschüssel und hält aus den Klebstoffaustrittsöffnungen 3 austretenden Klebstoff zurück. Wie bei der ersten Ausführungsform hintergreift das Spreizelement 4 außerdem die hintere Deckschicht. Zur Längenanpassung ist im mittleren Bereich der Befestigungshülse 1 eine Faltenstruktur vorgesehen, welche mehrere um den gesamten Umfang der Befestigungshülse 1 verlaufende Falten 10 aufweist, die axial zusammenfaltbar sind. Vor der Faltenstruktur sind Klebstoffaustrittsöffnungen 12 vorgesehen, die als Überlauf dienen, falls die vordere Klebstoffaustrittsöffnung 8 verstopft ist. Wie bei der ersten Ausführungsform sind auch im vorderen Bereich, also oberhalb des Spreizelements 4 Klebstoffaustrittsöffnungen 3 vorgesehen. In diesem Bereich ist auf der Außenfläche der Wand 5 ein Gewinde 21 ausgebildet. Das Gewinde 21 schneidet sich beim Eindrehen selbst in die hintere Deckschicht. Hierdurch wird die Befestigungshülse 1 zusätzlich in der Sandwichplatte 30 gehalten und verankert. Außerdem fließt aus den Klebstoffaustrittsöffnungen 3 austretender Klebstoff entlang des Gewindes 21 und verteilt sich dadurch besser.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 2006/106131 A1 [0002]

Claims (11)

  1. Befestigungshülse (1) zum Befestigen in einer Sandwichplatte (30), wobei die Sandwichplatte (30) eine Deckschicht (31) aufweist, mit einer Aufnahmeaussparung (2) für ein Verbindungselement und einer Klebstoffaustrittsöffnung (3, 7, 8), dadurch gekennzeichnet, dass an der Befestigungshülse (1) mindestens ein Spreizelement (4) derart vorgesehen ist, dass beim Setzen der Befestigungshülse in einem Loch (34) in der Deckschicht (31) einer Sandwichplatte (30) die Deckschicht (31) mit dem Spreizelement (4) hintergriffen wird.
  2. Befestigungshülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizelement (4) an einer Wand (5) der Befestigungshülse (1) gelenkig angeformt ist, insbesondere mittels eines Filmscharniers (6).
  3. Befestigungshülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffaustrittsöffnung (3) in Einbringrichtung hinter dem Spreizelement (4) vorgesehen ist.
  4. Befestigungshülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungshülse (1), insbesondere eine Klebstoffaustrittsöffnung (7) der Befestigungshülse (1) so ausgebildet ist, dass das mindestens eine Spreizelement (4) in ihr aufnehmbar ist.
  5. Befestigungshülse nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizelement (4) im aufgespreizten Zustand schirmförmig ausgebildet ist.
  6. Befestigungshülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Einbringrichtung vordere Klebstoffaustrittsöffnung (8) vorgesehen ist.
  7. Befestigungshülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahmeaussparung (2) hinter der vorderen Klebstoffaustrittsöffnung (8) eine Durchflussdrossel (9) vorgesehen ist.
  8. Befestigungshülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Einbringrichtung hinten an der Befestigungshülse (1) ein Gewinde oder eine Riffelung vorgesehen ist.
  9. Befestigungshülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungshülse (1) eine Längenanpassungseinrichtung (10, 11) aufweist.
  10. Befestigungshülse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenanpassungseinrichtung aus sich radial erstreckenden Falten (10) besteht, welche verformbar sind.
  11. Befestigungshülse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenanpassungseinrichtung ein Biegeelement (11) aufweist.
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