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Die
Erfindung betrifft einen Fernantrieb zur Betätigung eines
elektrischen Schalters.
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Aus
der
DE 30 14 826 A1 ist
ein Fernantrieb bekannt, der mit einem Antriebsmotor, mit einem
Getriebe und mit einem beweglichen Schaltschlitten ausgestattet
ist. Das Getriebe ist als Kurbeltrieb ausgebildet, der eine Drehung
des Antriebsmotors in eine translatorische Bewegung des Schaltschlittens umwandelt.
Der Schaltschlitten weist dabei eine fensterartige Öffnung
auf, in die ein Betätigungselement des Schalters in Form
eines Kipphebels greift. Mit dem Antriebsmotor, mit dem Kurbeltrieb
und dem Schaltschlitten lässt sich der Kipphebel von einer EIN-Stellung
in eine AUS-Stellung und von der AUS-Stellung in die EIN-Stellung
schalten. Zur Steuerung des Antriebsmotors sind Endschalter vorgesehen,
die den Antriebsmotor bei Erreichen von Endpositionen (AUS-Position,
EIN-Position) des Schaltschlittens abschalten. Fällt einer
dieser Endschalter aus, läuft der Antriebsmotor bei Erreichen
einer Endposition weiter, wodurch die erreichte EIN-Stellung oder
AUS-Stellung des elektrischen Schalters durchlaufen wird, aber nicht
mehr gehalten werden kann.
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Aus
der
DE 102 16 055
A1 ist ein Fernantrieb zur Betätigung eines elektrischen
Schalters bekannt, der zum Bewegen des Betätigungselements
des Schalters in die EIN-Stellung einen Federkraftspeicher aufweist,
durch den der Einschaltvorgang schlagartig durchgeführt
werden kann. Zum Schalten des Betätigungselements in dessen
AUS-Stellung ist ein Antriebsmotor vorgesehen, der auch zum Spannen
des Federkraftspeichers zuständig ist. Der Fernantrieb
weist einen komplizierten Aufbau mit vielen Einzelteilen auf, so
dass dessen Herstellung vergleichsweise aufwendig ist.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fernbetrieb für
elektrische Schalter bereitzustellen, wobei der Fernantrieb einfach
aufgebaut sein soll und eine besonders zuverlässige Betätigung
des elektrischen Schalters zulassen soll.
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Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mit Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung können
den Unteransprüchen entnommen werden.
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Der
Fernantrieb gemäß Anspruch 1 zeichnet sich dadurch
aus, dass Aktivierungsmittel zum Öffnen und Schließen
einer durch das Getriebe gebildeten Übertragungskette zwischen
Antriebsmotor und Schaltschlitten vorgesehen sind, wobei bei einer
geöffneten Übertragungskette eine fortlaufende
Drehung des Antriebsmotors keinen Einfluss auf die Position des
Schaltschlittens hat. Dies bedeutet, dass bei einer geöffneten
oder unterbrochenen Übertragungskette der Antriebsmotor
beliebig lang weiterlaufen kann, ohne dass sich dadurch die Position
des Schaltschlittens ändern würde. Durch die Aktivierungsmittel
kann somit die Gefahr reduziert werden, dass bei einer fehlerhaften
Ansteuerung des Antriebsmotors (Antriebsmotor schaltet nicht ab)
eine einmal erreichte Stellung des Betätigungselementes des
elektrischen Schalters unbeabsichtigt wieder verlassen wird.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst das Getriebe
ein Planetenradgetriebe, das ein Sonnenrad, einen Planetenträger
mit Planetenrädern und ein Hohlrad aufweist. Des Weiteren
kann das Getriebe eine bewegbar gelagerte Schaltmechanik umfassen,
die durch eine Antriebswelle angetrieben werden kann und mit dem
Schaltschlitten verbunden ist.
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Das
Sonnenrad kann mit einem Ritzel des Antriebsmotors in Eingriff stehen,
wobei das Hohlrad drehfest mit der Antriebswelle verbunden sein
kann. Das Sonnenrad kann dabei als Zahnrad mit einer Außenverzahnung
ausgeführt sein, die mittelbar oder unmittelbar mit dem
Ritzel des Antriebsmotors kämmt. Beispielsweise kann ein
Zwischenrad zwischen Ritzel und Sonnenrad angeordnet sein, um einerseits
die Übersetzung zwischen Antriebsmotor und Sonnenrad und
auch die Drehrichtung des Sonnenrads zu beeinflussen.
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Die Übertragungskette
zwischen Antriebsmotor und Schaltschlitten kann dabei wie folgt
aufgebaut sein. Der Antriebsmotor treibt über sein Ritzel das
Sonnenrad an. Das Sonnenrad kämmt dabei mit den Planetenrädern,
die vom Planetenträger gehalten werden. Die Planetenräder
wiederum stehen mit dem Hohlrad in Eingriff, das eine Innenverzahnung aufweist.
Wenn der Planetenträger in Drehrichtung arretiert ist,
wird vom Antriebsmotor über das Sonnenrad und die Planetenräder
ein Drehmoment auf das Hohlrad übertragen. Die mit dem
Hohlrad drehfest verbundene Antriebswelle treibt dann eine Schaltmechanik
an, die die Drehung der Antriebswelle in eine vorzugsweise translatorische
oder im Wesentlichen translatorische Bewegung des Schaltschlittens
umwandelt. Kann sich der Planetenträger in Umfangsrichtung
frei bewegen, ist die Übertragungskette zwischen Antriebsmotor
und Antriebswelle unterbrochen, da eine Drehung des Antriebsmotors
bzw. des Sonnenrads nicht zu einer Drehung des Hohlrads führt.
Vielmehr laufen die Planetenräder frei im Hohlrad um, ohne
aufgrund der fehlenden Abstützung durch den Planetenträger
ein Drehmoment auf das Hohlrad übertragen zu können.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen die Aktivierungsmittel
eine erste Sperrklinge und eine zweite Sperrklinge auf. Mit jeweils
einer dieser Sperrklingen lässt sich die Drehung des Planetenträgers
blockieren. Ist der Planetenträger in Umfangsrichtung blockiert
oder arretiert, ist die Übertragungskette zwischen Antriebsmotor
und Antriebswelle geschlossen. Das Unterbrechen der Übertragungskette
setzt somit an der Drehbarkeit des Planetenträgers an.
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Die
erste Sperrklinge kann durch ein äußeres Signal
betätigt werden, wobei bei Nichtanliegen des äußeren
Signals sich die erste Sperrklinge in einer Ruhestellung befindet,
in der sie das Drehen des Planetenträgers nicht blockiert.
Liegt hingegen das äußere Signal an, so greift
die Sperrklinge in der Gestalt in den Planetenträger ein,
dass dieser nicht mehr gedreht werden kann.
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Vorzugsweise
kann die erste Sperrklinge durch einen ansteuerbaren Magneten betätigbar sein.
Das äußere Signal kann dabei ein Strom sein, durch
den ein bewegbarer Anker oder Kern mit Kraft verschoben wird, wodurch
die erste Sperrklinge aus der Ruhestellung gedrückt wird.
Die Ruhestellung kann dabei federbelastet sein, so dass die ers te Sperrklinge
selbsttätig in die Ruhestellung zurückfindet,
wenn der Strom bzw. das äußere Signal abgeschaltet
wird.
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Die
zweite Sperrklinge kann durch eine Feder in eine Sperrstellung gedrückt
werden, in der die zweite Sperrklinge ein Drehen des Planetenträgers blockiert.
Durch eine Steuerkurve an dem Hohlrad kann die zweite Sperrklinge
aus der Sperrstellung gegen die Kraft der Feder in eine Stellung
gedrückt werden, in der der Eingriff zwischen zweiter Sperrklinge und
Planetenträger gelöst ist und die zweite Sperrklinge
ein Drehen des Planetenträgers zulässt. Zusätzlich
oder alternativ kann die erste Sperrklinge ebenfalls mit der Steuerkurve
an dem Hohlrad zusammenwirken, wobei der Verlauf der Steuerkurve von
einer Drehwinkelstellung des Hohlrads abhängt. So kann
die Steuerkurve für bestimmte Drehwinkelstellungen des
Hohlrads ein Blockieren der Drehung des Planetenträgers
durch die erste und/oder die zweite Sperrklinge zulassen oder verhindern.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die zweite Sperrklinge
durch die Steuerkurve aus der Sperrstellung gedrückt, wenn
sich der Schaltschlitten in einer EIN-Position befindet, mit der
die EIN-Stellung des Betätigungselementes vorgegeben werden
kann. Beim Schalten von der AUS-Stellung in die EIN-Stellung des
Betätigungselementes kann somit bei Erreichen der EIN-Position
des Schaltschlittens bzw. in der Nähe dieser EIN-Position
die Sperrklinge aus der Sperrstellung gedrückt werden,
so dass auch bei weiterlaufendem Antriebsmotor und nun unterbrochener Übertragungskette
der Schaltschlitten das Betätigungselement nicht mehr aus
der EIN-Stellung drückt.
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Zusätzlich
oder alternativ kann die Steuerkurve an dem Hohlrad die zweite Sperrklinge
aus der Sperrstellung drücken, wenn sich der Schaltschlitten in
einer AUS-Position befindet, mit der die AUS-Stellung des Betätigungselementes
vorgegeben werden kann. Auch hier wieder wird die Gefahr gebannt,
dass bei weiterlaufendem Antriebsmotor das Betätigungselement
unbeabsichtigt aus der AUS-Stellung gedrückt wird.
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Der
Fernantrieb kann eine Überlaufsperre aufweisen, durch die
eine Drehung des Hohlrads blockiert werden kann. Vorzugsweise ist
die Überlaufsperre derart ausgebildet, dass bei einem bestimmten
Drehwinkel oder bei bestimmten Drehwinkeln eine weitere Drehung
des Hohlrads nicht mehr möglich ist. Somit lassen sich
exakt Drehpositionen des Hohlrads erreichen, ohne dass aufgrund
etwaiger rotatorischer Massenträgheitsmomenten des Getriebes
es zu Positionsungenauigkeiten kommt.
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In
einer bevorzugten Ausführung umfasst die Überlaufsperre
eine Überlaufsperrklinge und einen Absatz an einem Außenumfang
des Hohlrads. Vorzugsweise bilden die Überlaufsperrklinge
und die erste Sperrklinge eine bewegbare Einheit. Die Überlaufsperrklinge
kann dabei mit dem Absatz an dem Außenumfang des Hohlrads
in Eingriff stehen, wenn sich die erste Sperrklinge bzw. die gesamte
bewegbare Einheit in der Ruhestellung befindet, also in einer Stellung,
in der die Drehung des Planetenträgers nicht durch die
erste Sperrklinge blockiert wird.
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Anhand
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
soll die Erfindung näher erläutert werden. Es
zeigen:
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1 Eine
perspektivische Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen
Fernantriebs;
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2 Eine
weitere Explosionsdarstellung des Fernantriebs;
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3 Perspektivisch
eine Schaltmechanik, eine Antriebswelle und einen Schaltschlitten
des Fernantriebs;
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4 Eine
Draufsicht des Fernantriebs ohne Haube;
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5 Den
Fernantrieb von vorne ohne Sonnenrad;
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6 Einen
Schnitt entlang der Linie AX-AX der 4 bei einer
ersten Drehwinkelstellung;
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7 Einen
Schnitt entlang der Linie AY-AY der 4 bei der
ersten Drehwinkelstellung;
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8 Den
Fernantrieb von hinten bei der ersten Drehwinkelstellung;
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9 Einen
Schnitt entlang der Linie AX-AX der 4 bei einer
zweiten Drehwinkelstellung;
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10 Einen
Schnitt entlang der Linie AY-AY der 4 bei der
zweiten Drehwinkelstellung;
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11 Einen
Schnitt entlang der Linie AX-AX der 4 bei einer
dritten Drehwinkelstellung; und
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12 Einen
Schnitt entlang der Achse AY-AY der 4 bei der
dritten Drehwinkelstellung.
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Die 1 und 2 zeigen
in Explosionsdarstellung mit unterschiedlichen Blickwinkeln einen Fernantrieb,
der in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnet wird. Der Fernantrieb 1 umfasst
einen Antriebsmotor 2, ein Planetenradgetriebe 3 und
eine Antriebswelle 4. Des Weiteren umfasst der Fernantrieb 1 eine
Schaltmechanik 5 und einen Schaltschlitten 6, die
in der Darstellung der 1 und 2 zwar verdeckt
sind, aber zusammen mit der Antriebswelle 4 in 3 gezeigt
sind. Des Weiteren umfasst der Fernantrieb 1 eine Montageplatte
und eine mit der Montageplatte 7 verbindbare Haube 8.
Des Weiteren ist in 1 ein Auslösemagnet
zu erkennen, der mit dem Bezugszeichen 9 gekennzeichnet
ist.
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Ein
Antriebsritzel 10 des Antriebsmotors 2 kämmt – im
zusammengebauten Zustand des Fernantriebs 1 – mit
einem Zwischenrad 11, das wiederum mit einem Sonnenrad 12 des
Planetenradgetriebes 3 kämmt. Wie der 2 zu
entnehmen ist, weist das Sonnenrad 12 zwei Außenverzahnungen
auf, nämlich eine Außenverzahnung 13 mit
großem Durchmesser und eine Außenverzahnung 14 mit
kleinem Durchmesser. Die Außenverzahnung 13 mit großem
Durchmesser kämmt dabei mit dem Zwischenrad 11,
während die Außenverzahnung mit kleinem Durchmesser
mit drei Planetenrädern 15 kämmt, die
durch einen Planetenträger 16 miteinander verbunden
sind. Der Planetenträger 16 weist dabei an einem
Umfang eine Vielzahl von Zähnen oder Zacken 17 auf,
die mit einer ersten Sperrklinge 18 und/oder einer zweiten
Sperrklinge 19 in Eingriff gebracht werden können.
Da die Sperrklingen 18, 19 in 1 kaum
zu erkennen sind, sei im Vorgriff auf die 5 ff verwiesen,
aus denen der Aufbau und die Funktion der Sperrklingen 18, 19 deutlich
werden.
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Jedes
Planetenrad weist eine Außenverzahnung 20 mit
größerem Durchmesser und eine Außenverzahnung 21 mit
kleinerem Durchmesser auf. Die Außenverzahnung 20 mit
größerem Durchmesser kämmt dabei mit
der kleinen Außenverzahnung 14 des Sonnenrads 12.
Die Außenverzahnung 21 der Planetenräder 15 stehen
mit einer Innenverzahnung 22 eines Hohlrads 23 in
Eingriff. Das Hohlrad 23 sitzt auf der Antriebswelle 4 und
ist mit dieser drehfest verbunden.
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In
einem nicht blockierten Zustand des Planetenträgers 16 wird
kein Drehmoment von dem Antriebsmotor 2 auf die Antriebswelle 4 übertragen.
Bei nicht blockiertem Planetenträger 16 steht
das Hohlrad 23 still, auch wenn sich das Sonnenrad 12 dreht, da
der Planetenträger 16 in Umfangsrichtung keine Abstützung
findet, durch die ein Drehmoment auf das Hohlrad 23 übertragbar
wäre. Durch die Sperrklingen 18, 19 lässt
sich jedoch der Planetenträger 16 gezielt in Umfangsrichtung
blockieren, so dass dann ein Antriebsmoment von dem Antriebsmotor 2 auf
zur Antriebswelle 4 übertragen wird.
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Das
Zusammenwirken von der Schaltmechanik 5, der Antriebswelle 4 und
dem Schaltschlitten 6, wie sie in 3 perspektivisch
dargestellt sind, kann auch den 7, 10 und 12 entnommen
werden. An der Antriebswelle 4 sind drehfest zwei zueinander
beabstandete Spannkurven 24 (siehe 3) angebracht,
die bei Drehung der Antriebswelle 4 mit einer unteren Querstrebe 25 und
einer oberen Querstrebe 26 der Schaltmechanik 5 in
Eingriff kommen. Dies führt zu einer Schwenkbewegung der
Schaltmechanik 5 um eine Schwenkachse 27 (siehe
insbesondere 7). An einem von der Schwenkachse 27 entfernten
Ende 28 ist die Schaltmechanik mit dem Schaltschlitten 6 verbunden.
Bei Drehung der Schaltmechanik 5 um die Schwenkachse 27 führt
zumindest ein Teil des Schaltschlittens 6 eine Bewegung
auf einer Kreisbahn aus.
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4 zeigt
den Fernantrieb 1 ohne Haube 8 von oben. Zu erkennen
sind der Antriebsmotor 2 sowie der Auslösemagnet 9.
In der 4 sind zwei Schnittlinien AX-AX und AY-AY eingezeichnet,
deren korrespondierende Schnitte den 6, 9 und 11 einerseits
und den 7, 10 und 12 andererseits
entnommen werden können. Die 6, 9 und 11 bzw. 7, 10, 12 zeigen
den Fernantrieb mit unterschiedlichen Dreh winkelstellungen des Hohlrads 23 bzw.
der damit drehfest verbundenen Antriebswelle 4.
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Die 6 und 7 zeigen
den Fernantrieb in einer ersten Drehwinkelstellung der Antriebswelle 4.
Die Drehwinkelstellung in den 6 und 7 soll 0
Grad betragen. Wie der 7 entnommen werden kann, lässt
sich die Drehwinkelstellung an der Lage Spannkurve 24 festmachen.
Die Horizontale H ist die Bezugslinie für die Drehwinkelstellung
der Antriebswelle 4.
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In 7 (und
auch in anderen Figuren) ist ein Betätigungselement 29 des
hier nicht weiter dargestellten elektrischen Schalters zu erkennen.
Bei der ersten Drehwinkelstellung soll sich das Betätigungselement 29 in
einer AUS-Stellung befinden. Die Schwenkachse 27 der Schaltmechanik 5 verläuft wie
die Drehachse der Antriebswelle 4 bei den 5 bis 12 senkrecht
zur Zeichenebene. Wird die Schaltmechanik 5 gegen den Uhrzeigersinn
um die Schwenkachse 27 geschwenkt, so bewegt sich das von
der Schwenkachse entfernte Ende 28 und somit der Schaltschlitten 6 in
der Darstellung der 7 nach rechts und nimmt dabei
das Betätigungselement 29 des elektrischen Schalters
mit. Das Betätigungselement 29 ist dabei zwischen
zwei Rollen 30, 31 des Schlittens 6 angeordnet,
wobei die Rolle 30 in einem Langloch 32 geführt
ist. Somit vollführt bei Drehung der Schaltmechanik 5 um
die Schwenkachse 27 die Rolle 30 eine translatorische
Bewegung, während die Rolle 31 des Schlittens 6 eine
Drehbewegung vollführt. Der Schaltschlitten 6 wird
also bei seiner Verschiebung leicht gekippt.
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Wie
oben bereits erwähnt, soll bei der ersten Drehwinkelstellung
sich das Betätigungselement 29 in der AUS-Stellung
befinden. Diese AUS-Stellung korrespondiert mit einer AUS-Position
des Schaltschlittens 6, so wie sie 7 zu entnehmen
ist. Um nun das Betätigungselement 29 aus der
dargestellten AUS-Stellung in eine davon abweichende Stellung zu
schalten, wird ein Strom auf den Antriebsmotor 2 geschaltet,
der dann das Antriebsritzel 10 sowie das Zwischenrad 11 und
das Sonnenrad 12 in Drehung versetzt. Zudem wird der Auslösemagnet 9 angesteuert,
so dass die erste Sperrklinge 18 um eine Klingenachse 33 (siehe 5)
im Uhrzeigersinn nach unten gedrückt wird, wodurch den
Planetenträger 16 mit seinen Zacken 17 sich
nicht mehr wie das von dem Antriebsmotor 2 angetriebene
Sonnenrad drehen kann. Durch den in Umfangsrichtung fixierten Planetenträger 16 überträgt
das Planetenradgetriebe 3 das Drehmoment des Antriebsmotors 2 auf
die Antriebswelle 4, die sich mit den Spannkurven 24 in
entgegengesetzter Richtung zum Sonnenrad 12, also im Uhrzeigersinn,
dreht.
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Treibt
nun der Antriebsmotor 2 die Antriebswelle 4 an,
drehen sich die Spannkurven 24 um die Drehachse der Antriebswelle 4 und
stoßen bei einer Drehwinkelstellung von ca. 30 Grad an
die obere Querstrebe 26 an. Ab dieser Drehwinkelstellung
bewirkt die Drehung der Antriebswelle 4 eine Schwenkbewegung
der Schaltmechanik 4, bis beispielsweise eine zweite Drehwinkelstellung
der Antriebswelle 4 mit den Spannkurven 24 von
ca. 75 Grad erreicht wird (siehe 10). In
dieser zweiten Drehwinkelstellung liegen die Spannkurven 24 weiterhin
an der oberen Querstrebe 26 der Schaltmechanik 5 an,
so dass bei einer weiteren Drehung der Antriebswelle 4 im
Uhrzeigersinn die Schaltmechanik in der Darstellung der 10 immer
weiter nach rechts verschwenkt wird und dabei über den
Schaltschlitten 6 das Betätigungselement 29 von
einer in der 10 dargestellten Zwischenstellung
in eine EIN-Stellung drückt, wie sie in 12 dargestellt
ist. Die in der 12 gezeigte Stellung der Spannkurven 24 soll eine
dritte Drehwinkelstellung darstellen, die einen Wert von ca. 160
Grad bezogen auf die Horizontale H aufweist.
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Wie
den 10 und 12 in
Zusammenschau zu entnehmen ist, gleitet bei Drehung der Spannkurven 24 die
obere Querstrebe 26 an einer gerundeten Anlagefläche 35 der
Spannkurven 24 entlang, wobei die obere Querstrebe 26 von
der Drehachse der Antriebswelle 4 betrachtet an der Anlagefläche 35 immer
weiter nach außen wandert, bis die Spannkurven 24 unter
der oberen Querstrebe 26 hindurch gleiten können
und dann nicht mehr mit der oberen Querstrebe 26 in Eingriff
stehen. Dies bedeutet, dass bei einer weiteren Drehung der Spannkurven 24 die
Schaltmechanik 5 zunächst nicht mehr bewegt wird,
bis die Anlagefläche 35 der Spannkurven 24 auf
die untere Querstrebe 25 trifft. Bei einer Drehwinkelstellung
von ca. 250–260° der Spannkurven 24 wird
der Schaltschlitten 6 und somit auch das Betätigungselement 29 in
der Darstellung der 12 nach links, d. h. wieder
in Richtung der AUS-Stellung gedrückt.
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Wie
oben bereits ausgeführt, befindet sich das Betätigungselement 29 in 12 in
einer EIN-Stellung. Erfährt nun der elektrische Schalter eine Überlast,
so kann dieser selbsttätig auslösen, wobei die
Kontakte des elektrischen Schalters geöffnet werden und
dabei das Betätigungselement 29 von der EIN-Stellung
in eine hier nicht dargestell te AUSGELÖST-Stellung springt,
die zwischen der EIN-Stellung und der AUS-Stellung liegt. Dies bedeutet,
dass beim Auslösen des elektrischen Schalters mit dem Betätigungselement 29 auch
der Schaltschlitten 6 und somit auch die Schaltmechanik 5 in der
Darstellung der 12 nach links bewegt werden.
Aufgrund der Anordnung der Spannkurven 24 und der Querstreben 25, 26 stehen
die Spannkurven 24 einer entsprechenden Bewegung der Schaltmechanik 5 beim
Auslösen des Schalters nicht entgegen.
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Die
zweite Sperrklinge 19, die wie die erste Sperrklinge 18 um
eine Klingenachse 34 verschwenkbar gelagert ist, wird durch
eine in 5 zum größten
Teil verdeckte Feder 36 in Richtung Planetenträger 16 gedrückt.
Wie jedoch 6 zu entnehmen ist, liegt in
der ersten Drehwinkelstellung der Spannkurve 24 bzw. der
Antriebswelle 4 die zweite Sperrklinge an einer Erhöhung 37 einer
Steuerkurve 38 an, die einstückig mit dem Hohlrad 23 verbunden ist.
Die erste Erhöhung 37 verhindert, dass die zweite Sperrklinge 19 mit
den Zacken 17 des Planetenträgers 16 in
Eingriff kommen. Dies bedeutet, dass in der ersten Drehwinkelstellung
die zweite Sperrklinge den Planetenträger 16 in
Umfangsrichtung nicht blockieren kann.
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Wird
jedoch der Auslösemagnet 9 geschaltet und dabei
die erste Sperrklinge 18 in Richtung Planetenträger 16 gedrückt,
kommt die erste Sperrklinge mit den Zacken 17 des Planetenträgers 16 in
Eingriff (siehe insbesondere 5). Die
erste Sperrklinge 18 liegt dabei auf der Steuerkurve 38 in
einem Bereich auf, in dem bei der ersten Drehwinkelstellung keine Erhöhung
vorgesehen ist. In dieser ersten Drehwinkelstellung ermöglicht
die Steuerkurve 38 einen Eingriff der ersten Sperrklinge 18 mit
dem Planetenträger 16, um diesen in Umfangsrichtung
zu blockieren.
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Aufgrund
des blockierten Planetenträgers 16 dreht sich
das Hohlrad 23 und somit auch die Steuerkurve 38 im
Uhrzeigersinn, so dass auch die erste Erhöhung im Uhrzeigersinn
gedreht wird, bis die zweite Sperrklinge 19 nicht mehr
an der ersten Erhöhung anliegt (siehe 9).
In diesem Fall drückt die Feder 36 die zweite
Sperrklinge weiter in Richtung Planetenträger 16,
so dass nun die zweite Sperrklinge 19 und die Zacken 17 des
Planetenträgers 16 in Eingriff kommen. Dies bedeutet,
dass nun die zweite Sperrklinge 19 die Drehung des Planetenträgers 16 verhindert.
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Bei
der zweiten Drehwinkelstellung (siehe 9) kommt
die erste Erhöhung 37 mit der ersten Sperrklinge 18 in
Eingriff und drückt diese wieder nach oben, wobei dann
die erste Sperrklinge nicht mehr den Planetenträger 16 in
Umfangsrichtung blockiert. Dieser ist, wie oben bereits ausgeführt,
nun durch die zweite Sperrklinge 19 arretiert.
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Aufgrund
des Zusammenspiels der ersten Sperrklinge 18 und der zweiten
Sperrklinge 19 bedarf es zum Schalten von der AUS-Stellung
in die EIN-Stellung nur eines zeitlich begrenzten Stroms für den
Auslösemagnet 9, da ab einer bestimmten Drehwinkelstellung
die zweite, federbelastete Sperrklinge 19 das Blockieren
des Planetenträgers 16 selbsttätig übernimmt.
Diese Arretierung durch die zweite Sperrklinge 19 erfolgt,
bis die dritte Drehwinkelstellung erreicht wird (siehe 11).
Bei dieser dritten Drehwinkelstellung kommt die Sperrklinge 19 mit
einer zweiten Erhöhung 39 der Steuerkurve 38 in
Eingriff und wird durch diese zweite Erhöhung 39 gegen
die Kraft der Feder 36 von dem Planetenträger 16 weggedrückt.
Dies hat zur Folge, dass nun der Planetenträger 16 frei
drehen kann und kein Drehmoment mehr zwischen Antriebsmotor 2 und
Antriebswelle 4 übertragen wird.
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Um
nun das Betätigungselement 29 von der EIN-Stellung,
die mit der dritten Drehwinkelstellung korrespondiert, wieder in
die AUS-Stellung zu schalten, bedarf es neben einem sich drehenden
Antriebsmotor 2 auch wieder eine Betätigung des
Auslösemagnets 9, damit die erste Sperrklinge 18 die
Drehung des Planetenträgers 16 blockiert. Das
Hohlrad 23 und somit auch die Steuerkurve 38 beginnen
sich im Uhrzeigersinn zu drehen, so dass die zweite Erhöhung 39 an
der zweiten Sperrklinge 19 vorbei gleitet. Ab einer bestimmten
Drehwinkelstellung, in der die zweite Erhöhung die zweite
Sperrklinge 19 vollständig passiert hat, drückt
die Feder 36 die zweite Sperrklinge in Richtung Planetenträger,
so dass nun die zweite Sperrklinge die Drehung des Planetenträgers 16 blockiert.
Ab dieser Drehwinkelstellung ist eine Ansteuerung des Auslösemagnets 9 nicht
mehr notwendig.
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8 zeigt
den Fernantrieb 1 von hinten. An der Rückseite
des Fernantriebs 1 sind Hilfsschalter 40 angeordnet,
die über drehfest mit der Antriebswelle 4 verbundene
Nockenkurven 41 die augenblickliche Drehwinkelstellung
des Fernantriebs abgreifen können.
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- 1
- Fernantrieb
- 2
- Antriebsmotor
- 3
- Planentenradgetriebe
- 4
- Antriebswelle
- 5
- Schaltmechanik
- 6
- Schaltschlitten
- 7
- Monatageplatte
- 8
- Haube
- 9
- Auslösemagnet
- 10
- Ritzel
- 11
- Zwischenrad
- 12
- Sonnenrad
- 13
- Außenverzahnung
- 14
- Außenverzahnung
- 15
- Planetenrad
- 16
- Planetenträger
- 17
- Zahn,
Zacke
- 18
- Erste
Sperrklinge
- 19
- Zweite
Sperrklinge
- 20
- Außenverzahnung
- 21
- Außenverzahnung
- 22
- Innenverzahnung
- 23
- Hohlrad
- 24
- Spannkurve
- 25
- Querstrebe
- 26
- Querstrebe
- 27
- Schwenkachse
- 28
- Ende
- 29
- Betätigungselement
- 30
- Rolle
- 31
- Rolle
- 32
- Langloch
- 33
- Klingenachse
- 34
- Klingenachse
- 35
- Anlagefläche
- 36
- Feder
- 37
- Erste
Erhöhung
- 38
- Steuerkurve
- 39
- Zweite
Erhöhung
- 40
- Hilfsschalter
- 41
- Nockenkurve
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3014826
A1 [0002]
- - DE 10216055 A1 [0003]