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DE102008004237A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Filtern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Filtern Download PDF

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DE102008004237A1
DE102008004237A1 DE200810004237 DE102008004237A DE102008004237A1 DE 102008004237 A1 DE102008004237 A1 DE 102008004237A1 DE 200810004237 DE200810004237 DE 200810004237 DE 102008004237 A DE102008004237 A DE 102008004237A DE 102008004237 A1 DE102008004237 A1 DE 102008004237A1
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Germany
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membrane
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DE200810004237
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Peter Dr.-Ing. Schirg
Patrick Dipl.-Chem.-Ing. Wissler
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PS PROZESSTECHNIK GmbH
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PS PROZESSTECHNIK GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Separieren bzw. Filtrieren eines Produktes, insbesondere eines Produktstromes, bei dem in einem Filtrationsbereich eine Filter- bzw. Membranfläche über dem Produkt bzw. Produktstrom positioniert und die spezifische leichtere Komponente nach oben durch die Filterfläche abgeführt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Separieren verschiedener Produkte, insbesondere Produktströme.
  • Bei der Filtration ist es bekannt, einen unter Druck in den Filtrationsbereich zugeführten Produktstrom über eine unter dem Produktstrom angeordnete Filterfläche oder eine Membran zu führen, wobei die eine abzutrennende Komponente durch den Filter nach unten austritt und als Permeat abgeführt wird, während die über dem Filter zurückgehaltene Komponente den Filterbereich als Retentat verlässt und gegebenenfalls zurückgeführt wird. Damit sich die zurückgehaltene Komponente nicht auf der Filterfläche absetzt und die Filterwirkung beeinträchtigt, kann ein Rührwerk verwendet werden, das über der Filterfläche angeordnet wird, um die zurückgehaltene Komponente im Produktstrom in Bewegung zu halten, damit sie mit der Strömung wieder abgeführt wird. Bei der in der Membranfiltration (Mikro-, Ultra-, Nanofiltration und Umkehrosmose) üblichen Querstromfiltration wird meist eine schnelle Überströmung der Filterfläche durch Pumpen vorgesehen, um eine Akkumulation der zurückgehaltenen Komponente auf der Membran (Konzentrationspolarisation) zu begrenzen. Diese Überströmung der Filterfläche beträgt ein Vielfaches des Permeatflusses durch den Filter. Hierdurch ist ein erhöhter Energieaufwand erforderlich, der nur zum Teil z. B. durch eine Turbine in Retentatstrom, wie dies bei großen Meerwasserentsalzungsanlagen der Fall ist, zurückgewonnen werden kann oder durch Einsatz einer getrennten Druckerzeugungs- und Überströmungspumpe reduziert werden kann. In beiden Fällen ist ein relativ hoher technischer Aufwand erforderlich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Filtervorgang so zu gestalten, dass ohne großen apparativen Aufwand gute Filterergebnisse erzielt werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale in den Ansprüchen 1 und 5 gelöst. Dadurch, dass das zu filternde Produkt nicht über, sondern unter der Filterfläche zugeführt wird bzw. unter der Filterfläche längs dieser entlang strömt, häuft sich an der Filterfläche kein Retentat ab, das üblicherweise eine höhere Dichte hat, sondern geht zurück in den Produktstrom, sodass es mit dieser aus dem Filterbereich ausgetragen werden kann, während andererseits durch den im Produktstrom vorhandenen Druck das Permeat ungehindert nach oben durch den Filter tritt.
  • Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • 1 schematisch eine Anordnung bei der herkömmlichen Querstromfiltration,
  • 2 schematisch den Filterbereich nach der erfindungsgemäßen Ausgestaltung,
  • 3 eine Anordnung entsprechend 2 mit einer Rühreinrichtung, und
  • 4 schematisch übereinander angeordnete Plattenmodule,
  • 5 eine Filterzelle, und
  • 6 eine Filtervorrichtung für die Membrankristallisation.
  • In 1 ist mit 1 ein Behälter mit einem zu filtrierenden Suspension oder Lösung bzw. einem Produkt bezeichnet, das durch eine Pumpe 2 einem Filterbereich 3, z. B. einer Filterkammer, zugeführt wird, in dem bzw. in der eine ebene Filterfläche oder eine Membran 4 in Strömungsrichtung des Produktstromes P unter diesem angeordnet ist, sodass das durch den Filter tretende Permeat F in den Bereich unter dem Filter 4 austritt und durch eine Leitung 3a abgeführt werden kann, während die, zurückgehaltene Komponente bzw. das Retentat R durch eine Leitung 5 abgeführt und gegebenenfalls in den Behälter 1 über ein Druckhalteventil 5a zurückgeleitet wird. Es kann wird über dem Filter 4 ein Rührwerk 6 im Filterbereich 3 vorgesehen werden, damit sich das Retentat R, das eine höhere Dichte hat als das Permeat, nicht auf der Filterfläche 4 absetzt.
  • Bei dieser bekannten Querstromfiltration kann zur Verringerung des Energieeinsatzes an der Pumpe 2 auch eine zusätzliche Pumpe 7 zwischen Retentatstrom in der Leitung 5 und dem zum Filterbereich 3 strömenden Produktstrom vorgesehen werden, damit die Pumpe 2 im Wesentlichen nur für den Druckaufbau eingesetzt werden kann und die Förderung von Retentatdurchsatz durch die Pumpe 7 übernommen wird.
  • Bei der erfindungsgemäßen Filtration wird der Produktstrom P unter dem Filter 4 in den Filterbereich 3 geführt, sodass der Permeatstrom bei 3a aus dem Bereich über dem Filter 4 abgeführt werden muss. Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass auf diese Weise ohne zusätzliche Maßnahmen eine Verbesserung der Filterleistung erreicht wird, wie die nachfolgend wiedergegebenen Vergleichsbeispiele 1 bis 3 zeigen. Dies ist offensichtlich darauf zurückzuführen, dass sich der schwerere Retentatanteil des Produktstromes nicht an der Filterfläche ansetzt, sondern die Tendenz hat, sich durch Sedimentation vom Filter 4 abzusetzen. Hierdurch wird die Konzentrationsüberhöhung an der Filterfläche während des gesamten Filtervorgangs begrenzt, sodass aufgrund des im Produktstrom vorhandenen Drucks das Permeat ungestört nach oben durch den Filter 4 treten kann und durch die geringere Konzentration an der Membran auch die Permeatkonzentration geringer ist.
  • Anstelle eines im Produkt bzw. Produktstrom vorhandenen Drucks kann auch ein Unterdruck auf der Oberseite der Filterfläche 4 herrschen, sodass im Produktstrom selbst kein höherer Druck zu herrschen braucht.
  • Überraschenderweise werden die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht nur bei Suspensionen, sodass auch bei Lösungen erzielt, die keine schwereren Anteile im Produktstrom enthalten.
  • Auch hat sich überraschenderweise gezeigt, dass bei bestimmten Produkten die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung der Filterfläche über dem Produkt auch dann erreicht werden, wenn keine oder keine dauernde Strömung längs der Filterfläche stattfindet. Dies ist z. B. bei der nachfolgend näher erläuterten Membrankristallisation der Fall.
  • 3 zeigt ein Rührelement 8 unter dem Filter 4 im Produktstrom im Filterbereich 3, um ein Absetzen von Retentat am geschlossenen Boden des Filterbereichs zu verhindern. Das Rührelement kann durch eine von unten in den Filterbereich 3 eingeführte Welle angetrieben werden. Vorzugsweise wird ein magnetisches Rührelement 8 vorgesehen, das durch eine entsprechende Magneteinrichtung 8a von außen angetrieben werden kann, ohne dass eine Welle in den unten geschlossenen Filtrationsbereich eingeführt wird, die entsprechend dem im Produktstrom herrschenden Druck abgedichtet werden müsste.
  • Der Magnetrührer 8 wird vorzugsweise im geschlossenen Boden des Filtrationsbereichs 3 so gelagert, dass er einen ausreichenden Abstand von der Filterfläche 4 aufweist und diese nicht berührt.
  • Anhand der 2 und 3 wird lediglich der Grundaufbau einer erfindungsgemäßen Filtervorrichtung für die Filtration erläutert, die z. B. in einer Anordnung nach 1 eingesetzt werden kann, wobei die druckerzeugende Pumpe dann nur noch soviel fördern muss, dass die Konzentration am Austritt des Filter- oder Membranmoduls nicht zu hoch ansteigt. Es sind verschiedene Abwandlungen möglich.
  • So kann beispielsweise der Filterbereich 3 als Plattenmodul 30 ausgebildet werden, sodass mehrere derartige Plattenmodule 30 übereinander gestapelt werden können, wie 4 zeigt, wobei in jedem Filterbereich eines Plattenmoduls eine über dem Produktstrom liegende ebene Filterfläche 4 vorgesehen ist, die in einem Abstand über einem geschlossenen Boden des Filterbereichs 30 liegt.
  • Die Filterfläche 4 kann gegenüber der dargestellten waagrechten Anordnung auch leicht geneigt zur Waagrechten angeordnet sein, vorzugsweise so, dass sich die Filterfläche 4 in Strömungsrichtung zur Strömung hin neigt. Weiterhin kann die Filterfläche auch quer zur Strömung gewölbt ausgebildet sein. Die Geometrie des Filtrationsbereichs kann an die jeweiligen Erfordernisse bzw. Produkte angepasst werden.
  • Im Falle eines rohrförmigen Filtrationsbereichs würde die untere Hälfte des Rohres geschlossen und die obere Hälfte oder ein Abschnitt der oberen Hälfte des Rohres als Filter- bzw. Membran ausgebildet im Gegensatz zu einem über den ganzen Umfang aus Filtermaterial ausgebildeten Rohr.
  • Weiterhin kann es zweckmäßig sein, die Pumpe, mittels der das Produkt in den Filtrationsbereich 3 zugeführt wird, pulsierend zu betreiben. Durch die pulsierende Zufuhr des Produkts bzw. Produktstromes kann die Filtrationswirkung verbessert werden.
  • Die beschriebene Filtervorrichtung ist vielfältig einsetzbar beispielsweise für Umkehrosmose z. B. im Meerwasserentsalzungsbereich, für Nanofiltration z. B. zur Aufkonzentrierung und Entsalzung von Produktlösungen, für die Ultrafiltration im Lebensmittelbereich z. B. von Milchprodukten oder Trinkwasser oder auch für die Mikrofiltration sowie für Pervaporation.
  • Für einige Anwendungen ergibt sich durch das erfindungsgemäße Verfahren ein besonderer Nutzen.
  • Es eignet sich für die Miniaturisierung von Filtervorrichtungen, weil ein Rührwerk entfallen kann, sodass sehr kleine Anlagen realisiert werden können.
  • Bei der Membrankristallisation wird soweit konzentriert, dass die Lösung übersättigt ist und Kristalle ausfallen. Im herkömmlichen Querstrombetrieb werden die Kristalle durch die nötige hohe Überströmung der Filterfläche klein geschlagen und spätestens bei der Expansion durch das Druckhalteventil 5a in 1 zerkleinert. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist diese Überströmung nicht nötig. Der Abzug der Kristalle kann unter der Filterfläche diskontinuierlich erfolgen. In der übrigen Zeit kann der zugeführte Produktstrom nur so hoch eingestellt werden, dass der Permeatstrom kompensiert wird. Es ist also kein Querstrombetrieb im üblichen Sinn erforderlich. Eine hierfür geeignete Vorrichtung ist in 6 gezeigt, bei der der Filterbereich 300 unterhalb der Membranfläche 40 trichterförmig ausgestaltet ist, um die an der Membran ausgefallenen Kristalle aufzunehmen, die als Suspension bei 31 abgeführt werden. Bei dieser Filtervorrichtung tritt keine Querströmung längs der Membranfläche auf, wie dies bei der Querstromfiltration der Fall ist.
  • 6 zeigt einen Membranaufbau 40 mit einem oben liegenden porösen Support 42 und einer darunter liegenden Trennschicht 41. Mit 43 ist eine Dichtung bezeichnet, mittels der die Membran 40 in einem zweiteiligen Gehäuse 44, 45 eingespannt ist.
  • Bei der osmotischen Energiegewinnung aus Meerwasser wird ein Filter bzw. eine Membran auf einer Seite mit Süßwasser und auf der anderen Seite mit Meerwasser überströmt. Wenn das Membranmodul als Plattenmodul ausgeführt ist und jeweils die Membran nur auf der Kanaloberseite angeordnet ist, ergeben sich folgende Vorteile:
    Die im herkömmlichen Querstrombetrieb nötige hohe Überströmung sowohl der Süßwasserseite wie auch der Meerwasserseite entfällt.
  • Erfindungsgemäß wird Süßwasser nur unter der Membran und Meerwasser nur über der Membran geführt. Die jeweiligen Ströme müssen nur hoch genug sein, um genügend frisches Medium zuzuführen. Süßwasser diffundiert durch die Membran nach oben in die Salzlösung und steigt darin auf. Etwas Salz diffundiert in das Süßwasser und sinkt darin ab.
  • Insbesondere eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren auch für sehr empfindliche Produkte, weil auch ohne Rührwerk oder Überströmung gute Filtrationsleistungen erreicht werden.
  • Bei der Konzentrierung von Produkten oder Produktströmen muss bei der herkömmlichen Querstromfiltration eine hohe Überströmung der Filtermembran bewirkt werden. Das führt bei kontinuierlichen Anlagen dazu, dass Aufkonzentrierfaktor und Überströmung gekoppelt sind. Es müssen Modulanordnungen in der so genannten Tannenbaumstruktur oder mit vielen Rezirkulationspumpen aufgebaut werden. Bei der erfindungsgemäßen Membrananordnung ist diese Überströmung nicht nötig, daher kann der Konzentrierfaktor beliebig mit dem Verhältnis von Produktstrom zu Permeatstrom eingestellt werden.
  • Insgesamt werden durch das erfindungsgemäße Verfahren Vorteile insbesondere hinsichtlich geringem apparativem und energetischem Aufwand erzielt, die durch die herkömmliche Anordnung der Filter bzw. Membranfläche unter dem zu filternden Produkt nicht oder nur mit höheren Aufwand erzielt werden können.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • 5 zeigt eine Testzelle ohne Rührer mit einem Filtrationsbereich 3 in einem zweiteiligen Gehäuse 44, 45, wobei der Membranaufbau 40 dem in 6 beschriebenen entspricht. Diese Testzelle ist mit einer aktiven Membranfläche 4 von 28 cm2 versehen. Es wird eine Lösung MgSO4 mit einer Konzentration von 4 g/l in einem Volumenstrom von 8 ml/min bei einem Betriebsdruck von 30 bar als Produktstrom P zugeführt.
  • Wenn die Membranfläche 4 nach 2 über dem Produktstrom angeordnet wird, ergibt sich ein Permeatstrom von 2 ml/min bei einer Permeatkonzentration von 0,04 g/l und einer Retentatkonzentration von 5,3 g/l.
  • Bei herkömmlicher Anordnung der Membran 4 in der Testzelle nach 1 unter dem Produktstrom ergibt sich unter sonst gleichen Bedingungen (ohne Rühreinrichtung) schon nach 30 Minuten ein Permeatstrom von nur 0,4 ml/min, wobei die Permeatkonzentration auf 0,4 g/l steigt.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • In der gleichen Anordnung wie im Beispiel 1 wurde eine Farbstofflösung (Gelöstfarbstoff Remazol schwarz) eingesetzt.
  • Bei Betrieb mit Membran über dem Produktstrom von 8 ml/min und einer Produktkonzentration von 200.000 ppm ergab sich nach zehn Stunden Betrieb eine Permeatkonzentration von 12 ppm und ein Permeatfluss von 0,5 ml/min. Der Betriebsdruck betrug 30 bar.
  • Wenn dagegen in der üblichen Weise die Membran unter dem Produktstrom angeordnet wurde, ergab sich bei sonst gleichen Betriebsbedingungen ein rapider Abfall des Permeatflusses. Nach einer Stunde wurde ein Permeatfluss von 0,04 ml/min gemessen. Die Permeatkonzentration war auf 104 ppm gestiegen. Selbst eine Steigerung des Druckes auf 60 bar brachte keine Verbesserung.
  • Bei diesem Vergleichsbeispiel ergibt sich durch die erfindungsgemäße Anordnung ein zehnfach höherer Permeatfluss, wobei die Permeatkonzentration achtmal kleiner war als bei der herkömmlichen Anordnung.
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Eine Rührzelle mit kleinem Betriebsvolumen ist mit einem Magnetrührer 8 nach 3 versehen.
  • Wenn man bei der herkömmlichen Anordnung der Filterfläche 4 unter dem Produktstrom bzw. unter dem Rührer 8 den Magnetrührer abstellt, so bricht die Filtration nach kurzer Zeit zusammen, weil sich Retentat auf der Filterfläche absetzt.
  • Wenn dagegen erfindungsgemäß die Filterfläche über dem Produktstrom angeordnet ist und der Magnetrührer 8 entsprechend 3 unter der Filterfläche angeordnet wird, ergibt sich auch dann noch ein Permeatstrom nach oben durch die Filterfläche, wenn der Magnetrührer 8 abgestellt wird.

Claims (8)

  1. Verfahren zum Separieren bzw. Filtrieren eines Produktes, insbesondere eines Produktstromes, wobei in einem Filtrationsbereich (3) eine Filter- bzw. Membranfläche (4) über dem Produkt bzw. Produktstrom (P) positioniert und die spezifische leichtere Komponente nach oben durch die Filterfläche (4) abgeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Produktstrom mit geringer Strömungsgeschwindigkeit unter der Filter- bzw. Membranfläche (4) entlang geführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Produkt bzw. der Produktstrom (P) unterhalb der Filterfläche (4) durch ein Rührelement (8) gerührt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei ein durch ein magnetisches oder elektrisches Feld antreibbares Rührelement (8) verwendet wird.
  5. Vorrichtung zum Filtern eines Produktes, insbesondere eines Produktstromes, umfassend eine im Wesentlichen horizontal angeordnete Filterfläche bzw. Membranfläche (4) in einem Filtrationsbereich (3), wobei die Filterfläche (4) über dem Produkt bzw. Produktstrom (P) angeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei unter der Filterfläche (4) ein Rührelement (8) angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei das Rührelement magnetisch ausgebildet ist, sodass es durch ein magnetisches Feld von außerhalb des Filtrationsbereichs (3) antreibbar ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Filtrationsbereich (3) als Plattenmodul ausgebildet ist.
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