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DE102007063479A1 - Verfahren und Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines eine Endlage eines Elektromagneten anzeigenden Signals - Google Patents

Verfahren und Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines eine Endlage eines Elektromagneten anzeigenden Signals Download PDF

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DE102007063479A1
DE102007063479A1 DE102007063479A DE102007063479A DE102007063479A1 DE 102007063479 A1 DE102007063479 A1 DE 102007063479A1 DE 102007063479 A DE102007063479 A DE 102007063479A DE 102007063479 A DE102007063479 A DE 102007063479A DE 102007063479 A1 DE102007063479 A1 DE 102007063479A1
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electromagnet
voltage
armature
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DE102007063479A
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English (en)
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Uwe Dipl.-Ing. Hering
Frank Dipl.-Ing. Ulbrich
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines Signals (19), das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten (2) eine Endlage erreicht hat, wobei bei dem Verfahren ein durch den Elektromagneten (2) fließender Strom fortlaufend gemessen (11) wird, die Messwerte des Stroms daraufhin überwacht (13, 17) werden, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird, und bei Auftreten einer solchen Vergrößerung der Stromstärke das Signal (19) ausgegeben wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Schaltungsanordnung.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Signals, das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten eine Endlage erreicht hat.
  • Elektromagneten umfassen üblicherweise mindesten eine Spule und einen im Magnetfeld der Spule beweglich angeordneten Anker aus einem weichmagnetischen Material. Beim Beaufschlagen der Spule mit einem elektrischen Strom verursacht das entstehende Magnetfeld der Spule eine Bewegung des Ankers. Üblicherweise bewegt sich der Anker so lange, bis er einen mechanischen Anschlag berührt und damit seine Endlage erreicht.
  • Man unterscheidet monostabile Elektromagneten (das sind solche Elektromagneten, die lediglich eine stabile Ruhelage des Ankers aufweisen, die der Anker im stromlosen Zustand einnimmt) und bistabile Elektromagneten (das sind solche Elektromagneten mit zwei stabilen Ruhelagen des Ankers, die der Anker im stromlosen Zustand einnehmen kann). Bei einem monostabilen Elektromagneten ist die Endlage des Ankers instabil, d. h. im stromlosen Zustand fällt der Anker in seine stabile Ruhelage zurück. Bei einem bistabilen Elektromagneten entsprechen die beiden bistabilen Ruhelagen den beiden Endlagen des Ankers.
  • Sobald der Anker eines monostabilen Elektromagneten nach Bestromung der Spule des Elektromagneten seine Endlage erreicht hat, kann der Strom durch diesen Elektromagneten von dem zum Einschalten notwendigen Einschaltstrom auf den zum Verharren des Ankers in der Endlage notwendigen sogenannten Haltestrom verringert werden. Durch diese Verringerung des Stroms wird eine unerwünschte Erwärmung des Elektromagneten vermieden sowie aufgrund des gegenüber dem Einschaltstrom geringeren Haltestroms Energie gespart.
  • Sobald bei einem bistabilen Elektromagnet der Anker seine mechanische Endlage erreicht hat, kann der durch den Elektromagneten fließende elektrische Strom auf Null verringert, d. h. abgeschaltet werden, da der Anker auch ohne weitere Bestromung des Elektromagneten in dieser (stabilen) Endlage verharrt.
  • Zum Erkennen, ob und wann der Elektromagnet seine Endlage erreicht hat (genauer gesagt: wann der Anker des Elektromagneten seine Endlage erreicht hat), ist es denkbar, Schalter oder Lagesensoren einzusetzen. Beispielsweise kann der Anker beim Erreichen seiner Endlage einen Schalter in Form eines Grenztasters betätigen. Alternativ kann mittels eines z. B. induktiven Näherungssensors, in dessen Erfassungsbereich der Anker beim Erreichen seiner Endlage gerät, festgestellt werden, wann der Anker seine Endlage erreicht. Grenztaster schalten jedoch in der Regel recht ungenau; genau umschaltende Grenztaster oder spezielle Näherungssensoren sind vergleichsweise teuer. Außerdem müssen solche Sensoren bzw. Schalter exakt eingestellt und/oder kalibriert werden, um das Erreichen der Endlage durch den Anker exakt festzustellen. Dadurch sind derartige Lösungen relativ kostenaufwendig.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung anzugeben, mit denen sicher und kostengünstig das Erreichen der Endlage durch einen Anker eines Elektromagneten erkannt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich ihres Verfahrensaspektes gelöst durch ein Verfahren zum Erzeugen eines Signals, das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten eine Endlage erreicht hat, wobei bei dem Verfahren ein durch den Elektromagneten fließender Strom fortlaufend gemessen wird, die Messwerte des Stroms daraufhin überwacht werden, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke (des Stromes) kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird, und bei Auftreten einer solchen Stromstärken-Vergrößerung das Signal ausgegeben wird. Bei diesem Verfahren ist besonders vorteilhaft, dass kein Lage- bzw. Näherungssensor zum Erkennen der Endlage notwendig ist. Vielmehr wird vorteilhafterweise anhand des durch die Spule des Elektromagneten fließenden Stroms erkannt, wann sich der Anker des Elektromagnets in der Endlage befindet; daraufhin wird das die Endlage anzeigende Signal ausgegeben. Die Strommessung und eine Auswertung des zeitlichen Verlaufs des gemessenen Stroms sind heute z. B. mittels mikroelektronischer Bauelemente sehr genau und kostengünstig möglich.
  • Dieses Verfahren kann insbesondere so ablaufen, dass die Messwerte des Stroms mittels eines Differenzierglieds daraufhin überwacht werden, ob die Stromstärke wieder größer wird. Mittels eines als solches bereits bekannten Differenzierglieds können die Messwerte des Stroms besonders einfach daraufhin überwacht werden, ob die Stromstärke wieder größer wird.
  • Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass fortlaufend mittels eines Strom-Spannungs-Wandlers eine zu dem Strom proportionale Spannung erzeugt wird, mittels des Differenzierglieds die Größe (und Richtung, d. h. das Vorzeichen) der zeitlichen Änderung der Spannung ermittelt wird, und festgestellt wird, dass die Stromstärke wieder größer wird, wenn die zeitliche Änderung der Spannung von negativen Werten zu positiven Werten übergeht. Diese Ausgestaltungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens lässt sich technisch besonders einfach und damit kostengünstig realisieren, weil eine große Auswahl an genau arbeitenden Strom-Spannungs-Wandlern erhältlich ist und sich die dem Strom proportionale Spannung vergleichsweise einfacher weiterverarbeiten lässt als der durch die Spule des Elektromagneten fließende Strom.
  • Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass festgestellt wird, dass die Stromstärke wieder größer wird, wenn die zeitliche Änderung der Spannung einen vorgewählten Mindestwert erreicht hat. Dann ist nämlich die Stromstärke um einen vorgewählten Schwellwert, der von dem vorgewählten Mindestwert abhängt, größer geworden. Dadurch wird ein besonders störsicheres Verfahren ermöglicht, da unterhalb des vorgewählten Mindestwertes liegende zeitliche Änderungen der Spannung, welche beispielsweise auf Störeinstrahlungen beruhen können, den Verfahrensablauf nicht beeinträchtigen.
  • Die oben genannte Aufgabe wird hinsichtlich ihres Anordnungsaspektes gelöst durch eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Signals, das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten eine Endlage erreicht hat, mit Messmitteln zum fortlaufenden Messen eines durch den Elektromagneten fließenden Stroms und mit Überwachungsmitteln zum Überwachen der Messwerte daraufhin, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird.
  • Diese Schaltungsanordnung kann so ausgestaltet sein, dass die Überwachungsmittel ein Differenzierglied aufweisen.
  • Die Schaltungsanordnung kann so realisiert werden, dass die Messmittel einen Strom-Spannungs-Wandler zum fortlaufenden Erzeugen einer zu dem Strom proportionalen Spannung aufweisen, und die Überwachungsmittel ein Differenzierglied aufweisen zum Ermitteln der Größe der zeitlichen Änderung der Spannung und zum Überwachen, ob die zeitliche Änderung der Spannung von negativen Werten zu positiven Werten übergeht.
  • Die Schaltungsanordnung kann auch so aufgebaut sein, dass die Überwachungsmittel einen Komparator aufweisen zum Ermitteln, ob die zeitliche Änderung der Spannung einen vorgewählten Mindestwert erreicht hat.
  • Die vorstehend genannten Schaltungsanordnungen weisen Vorteile auf, welche denen der vorstehend beschriebenen Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen.
  • Die Schaltungsanordnung kann auch so ausgestaltet sein, dass die Überwachungsmittel einen Microcontroller aufweisen. Mittels eines Microcontrollers lässt sich der Strom besonders einfach und kostengünstig überwachen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung können insbesondere bei einem Gleichstrommagneten, also einem mit Gleichstrom betriebenen Elektromagneten (Gleichstrom-Elektromagnet), angewendet werden.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dazu ist in
  • 1 der zeitliche Verlauf eines durch einen Elektromagneten fließenden Stroms und einer Bewegung des Ankers des Elektromagneten und in
  • 2 ein Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines eine Endlage des Ankers des Elektromagneten anzeigenden Signals dargestellt.
  • In 1 sind in Diagrammform der zeitliche Verlauf eines durch eine Spule eines Elektromagneten fließenden Stroms i(t) sowie der zeitliche Verlauf der Bewegung des Ankers s(t) dargestellt, wie sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung auftreten. Diese Diagrammdarstellung stellt also ein kombiniertes Weg-Zeit- und Strom-Zeit-Diagramm dar. Der Elektromagnet ist im Ausführungsbeispiel ein Gleichstrommagnet. Dieser Gleichstrommagnet weist einen bistabilen Charakter auf, d. h. dieser bistabile Gleichstrommagnet weist zwei stabile Endlagen des Ankers auf, wobei der Anker mittels Permanentmagneten auch im stromlosen Zustand in diesen Endlagen festgehalten wird.
  • Bis zum Zeitpunkt t0 fließt kein Strom durch die Spule des Elektromagneten. Folglich bewegt sich der Anker nicht und verharrt am Ort s = 0. Zum Zeitpunkt t0 wird die Spule des Elektromagneten mit einer Spannung beaufschlagt, daher steigt der Strom i(t) für Zeiten t > t0 steil an. Der Anker des bistabilen Gleichstrommagneten verharrt jedoch zunächst in seiner ursprünglichen Lage bei s = 0. Durch den Strom i(t) muss nämlich zunächst ein Magnetfeld in der Spule des bistabilen Elektromagneten aufgebaut werden, welches das Magnetfeld der Permanentmagneten (welches den Anker in seiner ursprünglichen Lage bei s = 0 festhält) kompensiert. Zum Zeitpunkt t1 hat das Magnetfeld der Spule das Magnetfeld des Permanentmagneten kompensiert und der Anker beginnt sich zu bewegen: Die Lage des Ankers s(t) nimmt Werte größer Null an. Durch die Relativbewegung des Ankers zur magnetfelder zeugenden Spule wird in der Spule eine Spannung induziert, welche der den ursprünglichen Strom i(t) treibenden Spannung entgegengerichtet ist. Durch diese sog. Gegenspannung nimmt ab dem Zeitpunkt t1 der durch die Spule fließende Strom i(t) wieder ab.
  • Zum Zeitpunkt t2 erreicht der Anker des Elektromagneten seine Endlage sE, der Anker stößt beispielsweise an einen mechanischen Anschlag an und kann sich folglich nicht weiter bewegen. Daraufhin wird keine Gegenspannung mehr in der Spule induziert, woraufhin der Strom i(t) wieder ansteigt. In der Zeitspanne zwischen t1 und t2 ist die Stromstärke des durch die Spule fließenden Stromes i(t) also kleiner geworden, die Stromstärke erreicht zum Zeitpunkt t2 ihren lokalen Minimalwert iMIN. Ab dem Zeitpunkt t2 steigt die Stromstärke des Stromes i(t) wieder an, d. h. sie wird wieder größer. Dieser Umkehrpunkt des Stromes bei t2, d. h. der Übergang des zunächst kleiner werdenden Stromes in einen wieder größer werdenden Strom (lokales Minimum des Stroms) wird erfindungsgemäß dafür genutzt, zu erkennen, dass der Anker des Elektromagneten seine Endlage erreicht hat.
  • Nach dem Zeitpunkt t2 kann optional der zeitliche Verlauf des Stromes daraufhin untersucht bzw. überwacht werden, wann die zeitliche Änderung des Stroms einen vorgewählten Mindestwert erreicht. Dies ist im Ausführungsbeispiel zum Zeitpunkt t3 der Fall. Daraufhin wird zum Zeitpunkt t3 ein Signal erzeugt, welches anzeigt, dass der Anker des Elektromagneten seine Endlage erreicht hat. Auf dieses Signal hin wird der Strom i(t) abgeschaltet, dieser geht (aufgrund von Ausgleichsvorgängen verzögert) auf Null zurück.
  • Es ist darauf hinzuweisen, dass in dem Diagramm der 1 aus Gründen der deutlichen Erkennbarkeit ein sehr großer zeitlicher Abstand zwischen t2 und t3 gewählt wurde. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der vorgewählte Mindestwert der zeitlichen Änderung des Stromes auch so gewählt werden, dass der Abstand t3 zeitlich sehr kurz nach dem Zeitpunkt t2 folgt. Das hat zur Folge, dass der Strom i(t) nur minimal über das bei t2 liegende lokale Stromminimum wieder ansteigt und dann sehr kurzzeitig nach dem Zeitpunkt t2 abgeschaltet wird. Alternativ kann auch auf die Überwachung, wann die zeitliche Änderung des Stromes den vorgewählten Mindestwert erreicht, verzichtet werden. Dann wird unmittelbar bei Wiederansteigen des Stroms erkannt, dass der Anker seine Endlage erreicht hat, daraufhin wird das Signal ausgegeben.
  • In 2 ist eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Signals dargestellt, welches anzeigt, dass der Anker eines Elektromagneten eine Endlage erreicht hat. Die Schaltungsanordnung weist einen Energiespeicher 1 in Form eines Kondensators auf, welcher die für den Betrieb eines Elektromagneten 2 notwendige Energie zur Verfügung stellt. Bei dem Elektromagnet handelt es sich im Ausführungsbeispiel um einen bistabilen Gleichstrommagneten, welcher mindestens eine Spule, einen Anker und Permanentmagneten umfasst. Der Anker dieses Gleichstrommagneten lässt sich mittels entgegengesetzt durch die Spule des Elektromagneten fließender Ströme (Stromrichtungsumkehr) in beide Richtungen bewegen. Der Elektromagnet 2 ist mittels einer aus vier Schaltern oder elektronischen Ventilen 4, 5, 6 und 7 bestehenden Brückenschaltung mit dem Kondensator 1 verbunden. Die Schalter bzw. elektronischen Ventile 4, 5, 6 und 7 werden durch eine Steuerschaltung (Steuerung) 9 angesteuert. Bei dieser Ansteuerung werden jeweils nur zwei Schalter der Brückenschaltung derart geschlossen, dass der von dem Kondensator 1 stammende elektrische Gleichstrom entweder in einer Richtung (in der Figur von oben nach unten) oder in entgegengesetzter Richtung (in der Figur von unten nach oben) durch die Spule des Elektromagneten 2 fließt. Wenn die Schalter 5 und 6 geschlossen und die Schalter 4 und 7 offen sind, dann fließt der Strom in der einen Richtung, also in der Figur von oben nach unten durch die Spule des Elektromagneten 2. Wenn die Schalter 4 und 7 geschlossen sind, die Schalter 5 und 6 jedoch offen, dann fließt der Strom in entgegen gesetzter Richtung, also von unten nach oben, durch die Spule des Elektromagneten 2. Dadurch wird erreicht, dass sich der Anker des Elektromagneten 2 entweder in die eine oder in die andere Richtung bewegt.
  • Der durch die Spule des Elektromagneten 2 fließende Strom i(t) wird mittels eines Strom-Spannungs-Wandlers 11 fortlaufend (kontinuierlich) gemessen. Am Ausgang 12 des Strom-Spannungs-Wandlers 11 wird als Messwert fortlaufend eine Spannung u(t) ausgegeben, deren Größe proportional zu der Stromstärke des durch die Spule des Elektromagneten 2 fließenden Stroms i(t) ist. Der Ausgang 12 des Strom-Spannungs-Wandlers 11 ist mit dem Eingang eines Differenziergliedes 13 verbunden. Dieses Differenzierglied 13 ermittelt die Größe der zeitlichen Änderung (d. h. die zeitliche Ableitung du(t)/dt) der Spannung u(t). Mit diesem Differenzierglied wird also sowohl die Geschwindigkeit/Höhe der Änderung als auch die Richtung der Änderung (Größer/kleiner, d. h das Vorzeichen der Änderung) erfasst. Da die Spannung u(t) proportional zum Strom i(t) ist, entspricht die Größe der zeitlichen Änderung du(t)/dt der Spannung u(t) der Größe der zeitlichen Änderung di(t)/dt des Stromes i(t).
  • Das Differenzierglied 13 ist so ausgestaltet, dass an dessen Ausgang 15 ein Ausgangssignal der Größe Null ausgegeben wird, so lange die zeitliche Änderung der Spannung du(t)/dt kleiner oder gleich Null ist. Erst wenn die zeitliche Ände rung der Spannung einen Wert größer Null annimmt, dann wird dieser Wert am Ausgang 15 ausgegeben. Der Ausgang 15 des Differenziergliedes 13 ist mit einem Eingang eines Komparators 17 verbunden. Dieser Komparator vergleicht den Wert der zeitlichen Änderung der Spannung, der am Ausgang des Differenziergliedes 15 ausgegeben wird, mit einem vorgegebenen (vorgewählten) Mindestwert (z. B. 0,2 V/ms) und gibt erst dann an einem Ausgang 19 des Komparators 17 ein Signal aus, wenn die am Eingang 15 anliegende zeitliche Änderung der Spannung den vorgewählten Mindestwert erreicht hat (und wenn der Komparator zusätzlich ein Freigabesignal erhalten hat, wie unten erläutert werden wird). Dieses am Ausgang 19 des Komparators 17 ausgegebene Signal zeigt an, dass der Anker des Elektromagneten die Endlage erreicht hat. Dieses Signal wird zur Steuerschaltung 9 weitergeleitet. Die Steuerschaltung 9 schaltet daraufhin den durch den Elektromagneten 2 fließenden Strom i(t) ab, indem sie mindestens einen Schalter des stromführenden Zweigs der Brückenschaltung (oder auch alle vier Schalter 4, 5, 6 und 7) öffnet.
  • Die Überwachung der Messwerte des Stroms daraufhin, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird, erfolgt im Ausführungsbeispiel also unter Nutzung einer Spannung, welche proportional zur Stromstärke ist. Diese Spannung wird von dem Strom-Spannungs-Wandler 11 bereitgestellt. Da die Spannung proportional zum Strom ist, entspricht die Überwachung der am Ausgang des Stromspannungswandlers 11 auftretenden Spannung u(t) der Überwachung des durch den Elektromagneten 2 fließenden Stromes i(t). Wenn also beispielsweise mittels des Differenzierglieds 13 die Größe der zeitlichen Änderung der Spannung du(t)/dt ermittelt wird, entspricht diese der Größe der zeitlichen Änderung des Stroms di(t)/dt.
  • Der Strom-Spannungs-Wandler 11 gehört zu Messmitteln, welche fortlaufend den durch den Elektromagnet 2 fließenden Strom messen. Das Differenzierglied 13 und der Komparator 17 gehören zu Überwachungsmitteln, welche (durch Überwachung der proportionalen Spannung u(t)) die Messwerte des Stromes daraufhin überwachen, ob nach dem Absinken des Stromes der Strom wieder ansteigt, d. h. ob nach der Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird.
  • Weiterhin weist die Schaltungsanordnung zwei Grenztaster 21 und 23 auf. Der Grenztaster 21 wird geschlossen, wenn der Anker des Elektromagneten 2 in die Nähe seiner einen Endlage kommt, während der Grenztaster 23 geschlossen wird, wenn der Anker des Elektromagneten 2 in die Nähe seiner anderen Endlage kommt. Im Ausführungsbeispiel wird der Grenztaster 21 dann geschlossen, wenn der Anker des Elektromagneten 2 in die Nähe seiner linken Endlage kommt, während der Grenztaster 23 dann geschlossen wird, wenn der Anker des Elektromagneten 2 in die Nähe seiner rechten Endlage kommt. Diese Grenztaster können im Ausführungsbeispiel relativ einfach aufgebaut sein und daher auch ungenau arbeiten. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass der jeweilige Grenztaster schon kurz, bevor der Anker seine jeweilige Endlage erreicht, schließt (vgl. 1: der Grenztaster muss also bereits innerhalb des Zeitintervalls zwischen t1 und t2 schließen, d. h. wenn der Anker seine Endlage noch nicht erreicht hat). Einfach aufgebaute und kostengünstige Grenztaster, die nicht exakt eingestellt oder kalibriert zu werden brauchen, sind also völlig ausreichend.
  • Die beiden Grenztaster 21 und 23 dienen der Freigabe des Komparators. Freigabe bedeutet, dass der Komparator 17 erst dann an seinem Ausgang 19 ein Signal ausgibt, wenn zusätz lich zu einem entsprechenden Eingangssignal entweder der Grenztaster 21 oder der Grenztaster 23 geschlossen ist und demzufolge entweder an einem ersten Freigabeeingang 25 oder an einem zweiten Freigabeeingang 27 ein Freigabesignal anliegt. Damit wird erreicht, dass der Komparator 17 zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 (vgl. 1) freigegeben (aktiviert) wird, wenn der durch den Elektromagneten fließende Strom i(t) bereits durch die Bewegung des Ankers kleiner wird. Dadurch wird verhindert, dass bereits zu Zeitpunkten t < t1 aufgrund des dort ansteigenden Stroms i(t) am Ausgang des Komparators 17 fälschlicherweise das Signal ausgegeben wird, welches anzeigt, dass sich der Anker des Elektromagneten in seiner Endlage befindet.
  • Die Freigabe des Komparators kann jedoch auch auf andere Weise als mittels zweier Grenztaster 21 und 23 erfolgen. Beispielsweise kann auch eine einfache Zeitsteuerung vorgesehen werden, welche so aufgebaut ist, dass sie zu einem nahezu beliebigen Zeitpunkt zwischen t1 und t2 den Komparator freigibt, vor dem Zeitpunkt t1 jedoch kein Freigabesignal an den Komparator sendet, d. h. den Komparator sperrt, abschaltet. Diese Zeitsteuerung kann z. B. kurz nach Erreichen des Maximalwertes des Stroms, d. h. kurz nach dem Zeitpunkt t1, ein Freigabesignal an einen der Freigabeeingänge des Komparators ausgeben.
  • In einem anderen Ausführungsbeispiel können die Messwerte des Stroms auch folgendermaßen überwacht werden: Der Stromverlauf kann einfach und kostengünstig durch einen Mikrocontroller, der einen Analog-Digital-Wandler enthält, überwacht werden. Solche Mikrocontroller sind sehr preisgünstig verfügbar und benötigen als zusätzliche Bauelemente im Wesentlichen nur einen Schwingquarz und einen Widerstand zur Strom-Spannungs-Wandlung. Mit einem solchen Controller kann die Stromüberwachung auf verschiedene Arten erfolgen:
    • A) Die Zeit nach Einschalten des durch den Elektromagneten fließenden Stroms (d. h. die Zeit nach erfolgter Magnetansteuerung) wird gemessen. Nach Ablauf einer vorgewählten Zeitspanne – die dem ersten Stromanstieg entspricht, vgl. 1 – erfolgt ein Vergleich der dann folgenden Messwerte (Abtastwerte) untereinander und es wird ermittelt, ob die Stromwerte fallen oder steigen, d. h. kleiner oder größer werden.
    • B) Nach erfolgter Magnetansteuerung erfolgt fortlaufend ein Vergleich der Messwerte und es wird festgestellt, ob die Messwerte fallen oder steigen, d. h. kleiner oder größer werden. Das Signal wird ausgegeben, wenn zum zweiten Mal ein größer werdender Stromverlauf erkannt wird, d. h. wenn nach dem abfallenden Stromverlauf wieder ein ansteigender Stromverlauf erkannt wird.
    • C) Nach erfolgter Magnetansteuerung werden die Messwerte fortlaufend überwacht und durch Vergleich der Messwerte untereinander wird der Umkehrpunkt (relatives Minimum der Spannung bzw. des Stroms) erkannt. Bei einem darauf folgenden Anstieg der Spannung bzw. des Stroms wird das Signal ausgegeben und daraufhin der Magnetstrom abgeschaltet.
    • D) Der Microcontroller vergleicht die Messwerte des Stroms mit in einem Speicher des Microcontrollers abgespeicherten Referenzwerten (Referenzkurve des Stroms).
  • Das beschriebene Verfahren und die beschriebene Schaltungsanordnung lassen sich auch für andere Arten von Elektromagneten anwenden: Beispielsweise für monostabile Elektromagneten, die ohne Stromrichtungsumkehr z. B. bei elektromagnetischen Relais verwendet werden. In diesem Fall würde der Strom bei Erreichen der Endlage des Ankers nicht abgeschaltet, sondern nur vom Einschaltstrom auf den Haltestrom redu ziert werden. Weiterhin lässt sich das beschriebene Verfahren und die beschriebene Schaltungsanordnung auch für Elektromagneten mit mehreren Spulen einsetzen, indem der Strom durch jede der Spulen separat gemessen und überwacht wird.
  • Das genaue Erkennen des Erreichens der Endlage des Ankers und das daraufhin erfolgende Abschalten bzw. Reduzieren des Stroms weist eine Reihe von Vorteilen auf: das Schalten des Elektromagnets erfolgt mit nur geringem Energieverbrauch, mit einer gegebenen Energiemenge kann daher der Elektromagnet zeitnah eine große Anzahl von Schaltungen vornehmen (dies ist insb. vorteilhaft, wenn die Energie einem nur langsam nachzuladendem Kondensator entnommen wird) und eine unnötige Erwärmung der Spule des Elektromagneten wird vermieden.
  • Mit dem beschriebenen Verfahren und der beschriebenen Schaltungsanordnung kann einfach, sicher und kostengünstig erkannt werden, dass der Anker des Elektromagneten eine Endlage erreicht hat, und es kann ein entsprechendes Signal ausgegeben werden. Diese Endlagenerkennung kann sowohl bei Elektromagneten eingesetzt werden, um eine Endlage des Ankers zu erkennen als auch um zwei verschiedene Endlagen des Ankers zu erkennen (vgl. Ausführungsbeispiel der 2: sowohl die linke als auch die rechte Endlage des Ankers wird erkannt). Nach Erkennen, dass der Anker des Elektromagneten seine Endlage erreicht hat, kann auf das Signal hin der Strom durch die Spule des Elektromagneten sofort abgeschaltet (bzw. bei monostabilen Elektromagneten reduziert) werden, wodurch der Energiebedarf zum Schalten des Elektromagneten sehr gering ist. Vorteilhafterweise ist zum Erkennen, wann der Anker seine Endlage erreicht hat, kein genau arbeitender Grenztaster bzw. kein genau arbeitender Lagesensor für den Anker notwendig, vielmehr wird anhand des durch die Spule des Elektromagneten fließenden Stromes ermittelt, wann der Anker seine Endlage erreicht. Da relativ ungenau funktionierende Grenztaster jedoch aus Sicherheitsgründen oftmals bei Elektromagneten sowieso vorhanden sind, lassen sich diese vorteilhafterweise zur Freigabe bzw. Aktivierung der Schaltungsanordnung einsetzen, dadurch werden für die Freigabe keine zusätzlichen Bauteile benötigt (Minimierung des Bauteileaufwands). Die Schaltungsanordnung lässt sich aber auch ohne solche Grenztaster realisieren, beispielsweise mittels einer Zeitsteuerung, an deren Genauigkeit keine großen Anforderungen gestellt zu werden brauchen.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Erzeugen eines Signals (19), das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten (2) eine Endlage erreicht hat, wobei bei dem Verfahren – ein durch den Elektromagneten (2) fließender Strom fortlaufend gemessen (11) wird, – die Messwerte des Stroms daraufhin überwacht (13, 17) werden, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird, und – bei Auftreten einer solchen Vergrößerung der Stromstärke das Signal (19) ausgegeben wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte des Stroms mittels eines Differenzierglieds (13) daraufhin überwacht werden, ob die Stromstärke wieder größer wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass – fortlaufend mittels eines Strom-Spannungs-Wandlers (11) eine zu dem Strom proportionale Spannung (12) erzeugt wird, – mittels des Differenzierglieds (13) die Größe der zeitlichen Änderung der Spannung ermittelt wird, und – festgestellt wird, dass die Stromstärke wieder größer wird, wenn die zeitliche Änderung der Spannung von negativen Werten zu positiven Werten übergeht.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass festgestellt wird, dass die Stromstärke wieder größer wird, wenn die zeitliche Änderung der Spannung einen vorgewählten Mindestwert erreicht hat.
  5. Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Signals (19), das anzeigt, dass ein Anker eines Elektromagneten (2) eine Endlage erreicht hat, mit – Messmitteln (11) zum fortlaufenden Messen eines durch den Elektromagneten (2) fließenden Stroms, und – Überwachungsmitteln (13, 17) zum Überwachen der Messwerte daraufhin, ob nach einer Zeitspanne, in der die Stromstärke kleiner geworden ist, die Stromstärke wieder größer wird.
  6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungsmittel ein Differenzierglied (13) aufweisen.
  7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass – die Messmittel einen Strom-Spannungs-Wandler (11) zum fortlaufenden Erzeugen einer zu dem Strom proportionalen Spannung (12) aufweisen, und – die Überwachungsmittel ein Differenzierglied (13) aufweisen zum Ermitteln der Größe der zeitlichen Änderung der Spannung und zum Überwachen, ob die zeitliche Änderung der Spannung von negativen Werten zu positiven Werten übergeht.
  8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungsmittel einen Komparator (17) aufweisen zum Ermitteln, ob die zeitliche Änderung der Spannung einen vorgewählten Mindestwert erreicht hat.
  9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungsmittel einen Microcontroller aufweisen.
DE102007063479A 2007-12-20 2007-12-20 Verfahren und Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines eine Endlage eines Elektromagneten anzeigenden Signals Ceased DE102007063479A1 (de)

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