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Die
Erfindung betrifft eine Anordnung zum Kühlen von elektrischen
und elektronischen Bauteilen und Moduleinheiten in Geräteschränken
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die
Erfindung ist insbesondere für Serverschränke
und für Geräte- und Netzwerkschränke
geeignet, welche in Computerräumen, Rechenzentren und dergleichen
in einer relativ großen Anzahl und in einer vorgebbaren
Anordnung, insbesondere als Schrankreihen, angeordnet sind.
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Um
die von den in den Geräteschränken angeordneten
Geräten, Bauteilen und Moduleinheiten, insbesondere hochleistungsfähigen
Servern, entwickelte Verlustwärme abführen zu
können, sind Kühlanordnungen mit einem geschlossenen
oder offenen System sowie mit Teilkühlleistungen bekannt.
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In
DE 10 2005 005 296
B3 ist eine für ein offenes System ausgebildete
Kühlungsanordnung bekannt. An der Rückseite eines
Geräte- oder Netzwerkschrankes sind ein Luft-Flüssigkeit-Wärmetauscher
und eine Ventilatorentür angeordnet, welche als nachrüstbare
Einheiten ausgebildet sind und eine Hochleistungskühlung
ermöglichen. Die übereinander angeordneten Lüfter
der Ventilatorentür sind dem Wärmetauscher, welcher
fest installiert ist und vorteilhaft an das Kaltwassernetz des Gebäudes
angeschlossen werden kann, vorgeschaltet. Die Zuführung
von Kühlluft in den Schrank erfolgt frontseitig aus der
Umgebung des Schrankes, und die mit der Verlustwärme beaufschlagte
Abluft wird von den Lüftern der Ventilatorentür
angesaugt und vor Abgabe in die Umgebung des Schrankes zur Entwärmung durch
den Luft-Flüssigkeit-Wärmetauscher gelei tet. Eine
Anpassung an veränderte Kühlanforderungen ist
mit der bekannten Anordnung nur bedingt möglich.
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Aus
DE 10 2004 008 460
B4 ist eine Anordnung zum Kühlen von in wenigstens
einem Schaltschrank eingebauten elektrischen Einbauten bekannt,
welche ein Kühlgerät aufweist. Das Kühlgerät ist
an einer Seitenfläche des Schaltschrankes angebaut und
erstreckt sich insbesondere über die Höhe des
Schaltschrankes, wobei es mit dem Innenraum des Schaltschrankes über
wenigstens einen Lufteinlass und wenigstens eine Ausblasöffnung
in Verbindung steht. Der Aufnahmeraum des Kühlgerätes
ist in übereinander angeordnete Teil-Aufnahmeräume für
ein Kühlmodul unterteilt, wobei das Kühlmodul aus
einer Wärmetauschereinheit und einer Lüftereinheit
zusammengesetzt ist. Die Lüfter sind jeweils lufttechnisch
den Wärmetauschern vorgeschaltet und saugen die Warmluft
horizontal aus dem Geräteschrank über den Lufteinlass
an. Die im Wärmetauscher abgekühlte Kaltluft wird über
die Ausblasöffnung im Wesentlichen horizontal dem Innenraum
des Schaltschrankes wieder zugeführt, so dass ein geschlossener,
horizontaler Kreislauf gebildet ist.
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Die
Anordnung einzelner Wärmetauscher-Lüfter-Einheiten
in den Teil-Aufnahmeräumen des Kühlgerätes
ermöglicht eine Anpassung an unterschiedlich bestückte
Geräteschränke und daraus resultierende Kühlanforderungen.
Die einzelnen Wärmetauscher der Kühlmodule erfordern
jedoch eine Vielzahl von Wasserverteilelementen, und aufgrund der
möglichen Leckagen besteht ein Sicherheitsrisiko.
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In
dem Katalog „VARiSTAR LHX 20 – Schrankplattform
mit wassergekühltem Wärmetauscher bis 20 KW" der
Firma Schroff GmbH ist beschrieben, dass zur Abführung
der Verlustwärme von in einem Geräteschrank angeordneten
AdvancedTCA-Baugruppe, Servern und dergleichen ein Luft-Wasser-Wärmetauscher
als Modul seitlich in einen Schrank angeordnet wird und die Kühlluft
mittels übereinander angeordneter Ventilatoren in einem
geschlossenen Luftkreislauf geführt wird. Dabei sind die Ventilatoren
dem Wärmetauscher nachgeschaltet, und die aus dem Wärmetauscher
abgesaugte Kaltluft wird frontseitig den im Schrank angeordneten
Moduleinheiten wieder zugeführt. Durch die Integration des
Wärmetauschers und der Lüfter in den Schrank ist
eine variable Entwärmung entsprechend der jeweiligen Bestückung
des Schrankes nicht möglich. Bei Leckagen kann das Kondensat
in den Bereich der Moduleinheiten gelangen, und bei Ausfall eines Ventilators
besteht die Gefahr eines luftseitigen Kurzschlusses.
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Aus
WO 2007/084489 A2 ist
ein System zur Kühlung eines Rechenzentrums mit einer Vielzahl von
Geräteschränken und Kühlracks, welche
jeweils zwischen zwei Geräteschränken und mit
diesen fluchtend angeordnet sind, bekannt. Die Kühlracks weisen
einen Luft-Flüssigkeit-Wärmetauscher und, bezogen
auf die Luftströmung, nachgeordnete Ventilatoren, welche
für eine Durchzugsströmung ausgelegt sind, auf.
Das Kühlrack ist derart ausgebildet, dass Warmluft aus
einem Warmgang mit Hilfe der Ventilatoren angesaugt, in dem Wärmetauscher
abgekühlt und in einen Kaltgang ausgeblasen wird. Alternativ
kann das Kühlrack über seitliche Öffnungen an
der Front- und Rückseite mit dem Geräteschrank in
Verbindung stehen, so dass neben einem offenen Luftkreislauf, bei
welchem die Umgebung der Geräteschränke, insbesondere
ein Warmgang und ein Kaltgang, eingeschlossen sind, auch ein geschlossener
Kühlluftkreislauf realisierbar ist, bei welchem die warme
Abluft aus dem Geräteschrank dem Kühlrack und
dem hier angeordneten Wärmetauscher zugeführt
und die abgekühlte Luft mit Hilfe der Ventilatoren frontseitig
dem Geräteschrank wieder zugeführt wird. Die Ausbildung
beziehungsweise Anordnung von Kalt- oder Warmgängen ist
in
WO 2006/124240 A2 und
US 6,672,955 B2 beschrieben.
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Der
Wärmetauscher eines Kühlgerätes besteht
aus einer oberen und einer unteren Wärmetauschereinheit
und die Anschlusseinrichtungen für die Kühlflüssigkeit
können bodenseitig oder in einem oberen Bereich des Kühlgerätes
vorgesehen sein. Ein Nachteil des bekannten Kühlsystems
ist eine relativ aufwändige Rohrleitungsinstallation auch
im Kühlrack aufgrund der Anordnung von zwei Wärmetauschereinheiten.
Die im Kühlrack montierten Ventilatoren sorgen für
einen relativ hohen Schallpegel. Außerdem besteht die Gefahr
eines luftseitigen Kurzschlusses bei Ausfall eines Ventilators.
Des Weiteren sind Teilkühlleistungen sowohl für
eine Schrankkühlung als auch für eine Raumkühlung
nicht möglich.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühlungsanordnung
zu schaffen, welche eine Kühlung von Geräteschränken,
insbesondere Serverschränken, und eine Raumkühlung
in einem frei wählbaren offenen oder geschlossenen System
ermöglicht, Beschädigungen durch Leckagen vermeidet,
und entsprechend den Erfordernissen Teilkühlleistungen
sowohl zur Schrankkühlung als auch zur Raumkühlung
ermöglicht.
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Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen und in der Figurenbeschreibung enthalten.
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Ein
Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, eine Kühleinheit
mit einem durchgehenden Wärmetauscher und mit Ventilatormodulen
zu versehen, welche unabhängig von dem Wärmetauscher
in der Kühleinheit positionierbar sind und jeweils eine
Einrichtung zur Verhinderung einer Rezirkulation sowie eine Einrichtung
zum gerichteten Verteilen der im Wärmetauscher abgekühlten
und aus den Ventilatoren ausströmenden Luft aufweist.
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Indem
nur ein Wärmetauscher in der Kühleinheit angeordnet
wird, ist die Anzahl von Wasserverteilelementen und damit das Leckagerisiko
reduziert. Die Anordnung der Ventilatoren in Ventilatormodulen mit
einer bevorzugt integrierten Einrichtung zur Verhinderung der Rezirkulation
der im Wärmetauscher abgekühlten und aus den Ventilatoren
austretenden Kaltluft und der ebenfalls vorzugsweise integrierten
Einrichtung zum gerichteten Verteilen dieser Kaltluft ist eine Einheit
Wärmetauscher-Ventilator vermieden und können
Trennbleche beziehungsweise Fachböden zwischen den Ventilatormodulen
entfallen. Eine schädliche Rezirkulation der Kaltluft bei Ausfall
eines Ventilators beziehungsweise eines Ventilatormoduls wird durch
die entsprechende Einrichtung, vorzugsweise eine Rückschlagklappe,
verhindert.
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Die
Einrichtung zum gerichteten Verteilen der aus dem Wärmetauscher
angesaugten Kaltluft kann bevorzugt als eine Verteilerjalousie,
welche insbesondere vertikal ausgerichtete Lamellen aufweist, ausgebildet
sein. Durch unterschiedliche Verstellwinkel dieser Lamellen können
die gewünschten Strömungsrichtungen und der Teilvolumina
der Kaltluft reguliert werden.
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Es
ist vorteilhaft, dass die Ventilatormodule nur einen Montagerahmen
für die Befestigung der Ventilatoren, insbesondere Diagonalventilatoren,
der Rückschlagklappe und der Verteilerjalousie aufweisen.
Mit Hilfe des Montagerahmens ist ein relativ einfacher Ein- und
Ausbau der Ventilatormodule in die beziehungsweise aus der Kühleinheit
möglich. Bevorzugt sind die Ventilatormodule in die Kühleinheit einschiebbar
und lösbar befestigt.
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Für
eine variable Schrank- und Raumkühlung ist es von Vorteil,
dass die Anzahl der Ventilatormodule, welche, bezogen auf die Luftströmung,
nach dem Wärmetauscher angeordnet sind, entsprechend dem
jeweils erforderlichen Kühlluftvolumenstrom variiert werden
kann. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Ventilatormodule
in Abhängigkeit von der Bestückung des angrenzenden
Geräteschrankes zu positionieren.
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Bevorzugt
ist die Kühleinheit schrankartig ausgebildet und bezüglich
ihrer Höhe und Tiefe den Geräteschränken
angepasst, so dass sie fluchtend mit den Geräteschränken
in Schrankreihen angeordnet werden können. Der Wärmetauscher
reicht nahezu über die gesamte Höhe der Kühleinheit
und damit auch etwa über den Aufnahmeraum eines Geräteschrankes.
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Zweckmäßigerweise
ist zur Anpassung der Ventilatormodule an unterschiedliche Tiefen
der Geräteschränke und damit der Kühleinheit
ein Passstück vorgesehen. Das Passstück ist rohrförmig
mit einem kreisförmigen oder mit einem rechteckigen Querschnitt
ausgebildet und zwischen dem Ventilator und der Rückschlagklappe
angeordnet.
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Die
Ansaugung der im Wärmetauscher abgekühlten Luft
erfolgt über Ansaugdüsen, welche mit einem relativ
geringen Abstand vom Wärmetauscher in der Kühleinheit
befestigt sind. Zweckmäßigerweise ist an den Ventilatormodulen
jeweils ein Verbindungsstutzen angeordnet. Wenn an der Ansaugdüse eine
Doppeldichtung vorgesehen ist, kann die Verbindung des Ventilatormoduls
mit der Ansaugdüse durch Einschieben hergestellt werden.
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Zweckmäßigerweise
werden die Ventilatormodule derart in der Kühleinheit positioniert,
dass frontseitig ein Kaltluftkanal für die im Wärmetauscher abgekühlte
und mit Hilfe der Ventilatormodule gerichtet austretenden Kaltluft
und rückseitig ein Warmluftkanal für die mit der
Verlustwärme beaufschlagte Warmluft aus wenigstens einem
Geräteschrank gebildet sind. Der vertikale Kaltluftkanal
der Kühleinheit ist mit einem Zuluftkanal an der Frontseite
der Moduleinheiten wenigstens eines Geräteschrankes verbunden,
so dass die Kaltluft aus der Kühleinheit in den Geräteschrank
und zu den Moduleinheiten beziehungsweise Bauteilen gelangen kann.
Der Warmluftkanal der Kühleinheit erstreckt sich zwischen
dem Wärmetauscher und einer rückseitigen Wand
oder Tür sowie Seitenwänden der Kühleinheit.
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Um
Teilluftströme zu realisieren und eine Entwärmung
des Aufstellungsraums und/oder wenigstens eines Geräteschrankes
beziehungsweise ein offenes oder geschlossenes System zu realisieren,
sind Strömungsventile im Bereich des Warmluftkanals, insbe sondere
in der rückseitigen Wand oder Tür und in den Seitenwänden
vorgesehen. Diese Strömungsventile können als
Schlitzschieber oder Drosselbleche ausgebildet und im Bereich von
Ausnehmungen in den Seitenwänden beziehungsweise der rückseitigen
Tür oder Wand der Kühleinheit angeordnet und individuell
verstellbar sein. Zur Verstellung können Führungsstifte
und Stellschrauben vorgesehen sein.
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Als
Wärmetauscher ist in der Kühleinheit ein Luft-Flüssig-
oder ein Luft-Fluid/Gasgemisch-Wärmetauscher zweckmäßigerweise
eingesetzt. Der Anschluss der Kühlflüssigkeit
kann von oben oder auch von unten erfolgen. Wenn dem Wärmetauscher
ein Tropfenabscheider nachgeordnet wird, welcher dann zwischen dem
Wärmetauscher und den Lüftermodulen angeordnet
ist, kann der Wärmetauscher auch unterhalb der Taupunkttemperatur
betrieben werden.
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Unterhalb
des Wärmetauschers und des Tropfenabscheiders sowie einer
Anschlusseinrichtung für die Kühlflüssigkeit
ist zweckmäßigerweise eine Kondensatwanne angeordnet.
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Ein
Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht
in der Möglichkeit, Teilkühlleistungen aus der
Kühleinheit sowohl zur Schrankkühlung als auch
zur Raumkühlung realisieren zu können. Die jeweils
benötigten Teilluftvolumenströme können
mit Hilfe der Strömungsventile aus dem Luftvolumenstrom
der Kühleinheit gebildet werden. Die Verteilerjalousien
der Ventilatormodule ermöglichen eine gerichtete Lenkung
des Luftvolumenstroms und eine Optimierung der Luftführung
bei Verringerung des hydraulischen Widerstandes im Kühlluftstrom.
Durch den Wegfall von Fachböden beziehungsweise Unterteilungsblechen
für eine Lufttrennung besteht die Möglichkeit,
dass eine Kühleinheit für eine unterschiedliche
Anzahl von Ventilatormodulen verwendet werden kann.
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Ein
weiterer Vorteil ist ein relativ geringer Schallpegel, welcher durch
eine Schall dämmende Schicht im Bereich der Strömungsventile
zusätzlich verringert werden kann. Die Hauptwärmemenge
wird am Ort der Entstehung abgeführt. Gleichzeitig kann eine
freie Kühlkapazität zur Raumkühlung eingesetzt werden.
Es wurde festgestellt, dass zum Erreichen der maximalen Kühlleistung
einer Schrankreihe gegebenenfalls eine Kaltgangeinhausung entfallen kann.
Vorteilhaft ist des Weiteren die variable Anordnung einer oder mehrerer
Kühleinheiten in einer Schrankreihe und die mögliche
Nachrüstung eines Rechenzentrums, Computerraums und dergleichen mit
einer oder mehreren Kühleinheiten. Bei Anordnung von Kühleinheiten
zwischen den einzelnen Gerä teschränken einer Schrankreihe
ist eine Redundanz möglich. Des Weiteren werden die Arbeitsbedingungen
für das Personal eines Rechenzentrums beziehungsweise Computerraums
verbessert.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter erläutert;
in dieser zeigen stark schematisiert
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1 eine
Seitenansicht einer Kühleinheit der erfindungsgemäßen
Kühlungsanordnung;
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2 eine
perspektivische Darstellung eines Ventilatormoduls;
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3 eine
Seitenansicht des Ventilatormodus;
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4 eine Ansicht (4a) und
einen Längsschnitt (4b) eines
Strömungsventils;
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5 eine
erfindungsgemäße Kühlungsanordnung mit
einem Geräteschrank und einer angrenzenden Kühleinheit
(geschlossenes System);
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6 die
erfindungsgemäße Kühlungsanordnung gemäß 5 (offenes
System);
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7 eine
erfindungsgemäße Kühlungsanordnung mit
einer Kühleinheit zwischen zwei Geräteschränken
(offenes System);
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8 eine
erfindungsgemäße Kühlungsanordnung mit
einer Schrankreihe und einer Kühleinheit zwischen den Geräteschränken
(geschlossenes System); und
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9 eine
erfindungsgemäße Kühlungsanordnung mit
zwei Schrankreihen und Kühleinheiten in einer Schrankreihe
(offenes System).
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In 1 ist
eine Kühleinheit 5 der erfindungsgemäßen
Kühlungsanordnung stark schematisiert gezeigt, wobei von
der schrankartigen Ausbildung eine rückseitige Wand oder
Tür 32, eine fronseitige Tür 35,
eine obere Abdeckung 27 und eine bodenseitige Abdeckung 38 sowie
Teile eines Rahmengestells 34 gezeigt sind. Die Kühleinheit 5 ist
zur seitlichen Anordnung an einen Geräteschrank 2 beziehungsweise
zwischen zwei Geräteschränken 2, 4 ausgebildet
und weist in etwa die gleiche Höhe und Tiefe, jedoch eine
geringere Breite als der oder die Geräteschränke 2, 4 auf
(siehe 5 bis 9).
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In
der Kühleinheit 5 ist ein Wärmetauscher 6, welcher über
nahezu die gesamte Höhe der Kühleinheit 5 reicht,
angeordnet. Der Wärmetauscher 6 ist ein Luft-Wasser-Wärmetauscher
und über eine bodenseitig angeordnete Anschlusseinrichtung 26 mit dem
Kühlwassernetz des Gebäudes verbunden. Dem Wärmetauscher 6 nachgeschaltet
ist ein Tropfenabscheider 19, welcher Wasseraerosole aus
dem abgekühlten Luftstrom entfernt. Unterhalb des Wärmetauschers 6 sowie
des Tropfenabscheiders 19 und einer Anschlusseinrichtung 26 for
das Kaltwasser ist eine Kondensatwanne 29 angeordnet, so
dass Schäden durch Leckagen weitgehend vermieden werden.
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Räumlich
getrennt vom Wärmetauscher 6 und diesem nachgeordnet
sind Ventilatormodule 10 in der Kühleinheit 5 angeordnet
(siehe hierzu 2 und 3). Jedes
Ventilatormodul 10 weist einen Ventilator 7, beispielsweise
einen Diagonal- oder Radialventilator, eine Einrichtung zum Verhindern
einer Rezirkulation der im Wärmetauscher 6 abgekühlten und
aus dem Ventilator 7 austretenden Kaltluft 9,
insbesondere eine Rückschlagklappe 11, sowie eine Einrichtung
zum gerichteten Verteilen der im Wärmetauscher 6 abgekühlten
und aus den Ventilatoren 7 austretenden Kaltluft 9,
insbesondere eine Verteilerjalousie 12, auf.
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Zur
Anpassung der Ventilatormodule 10 an unterschiedliche Tiefen
der Kühleinheit 5 beziehungsweise der Geräteschränke 2 ist
ein Passstück 14 zwischen dem Ventilator 7 und
der Rückschlagklappe 11 vorgesehen.
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Die
von den Ventilatoren 7 der Ventilatormodule 10 aus
dem Wärmetauscher 6 angesaugte Kaltluft 9 gelangt über
eine Ansaugdüse 15, welche in der Kühleinheit 5 befestigt
wird, in das Ventilatormodul 10. An dem Ventilatormodul 10 ist
ein Verbindungsstutzen 16 angeordnet, mit welchem das Ventilatormodul 10 in
eine Doppeldichtung 44 der Ansaugdüse 15 eingeschoben
werden kann.
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Die
Kühleinheit 5 weist frontseitig einen Warmluftkanal 18 und
rückseitig einen Kaltluftkanal 17 auf, welche
im Zusammenhang mit den 4 bis 7 noch
weiter erläutert werden.
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Die
Ventilatormodule 10 weisen einen rechteckigen Montagerahmen 13 auf,
mit welchem sie vorteilhaft in die Kühleinheit 5 eingeschoben
und in dieser befestigt werden können. Die Anzahl der übereinander
angeordneten Ventilatormodule 10 kann entsprechend der
erforderlichen Kühlleistung variieren.
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In
den 2 und 3 sind die vorgenannten Merkmale
der Ventilatormodule 10 perspektivisch (2)
und vergrößert gezeigt. 3 verdeutlicht mit
dem Pfeil 9 für die Kaltluft, dass die Ventilatormodule 10 unabhängig
vom Wärmetauscher 6 und diesem nachgeordnet in
der Kühleinheit 5 angeordnet werden.
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In
den 5 und 6 ist eine Kühlungsanordnung
für einen Geräteschrank 2 mit einer seitlich angrenzenden
Kühleinheit 5 gezeigt, welche als geschlossenes
System (5) und offenes System (6)
betrieben werden kann. Der Geräteschrank 2 weist
einen Innenraum zur Aufnahme von elektronischen Geräten
beziehungsweise Moduleinheiten 39 sowie einen Zuluftkanal 37 für
Kaltluft 9 und einen Abluftkanal 40 für
die mit der Verlustwärme beaufschlagte Warmluft 8 auf.
In der Kühleinheit 5 sind der Kaltluftkanal 17 frontseitig
und rückseitig der Warmluftkanal 18 ausgebildet,
und der Kaltluftkanal 17 steht über eine Öffnung 33 mit
dem Zuluftkanal 37 in Verbindung. In den Kaltluftkanal 17 der
Kühleinheit 5 gelangt die im Wärmetauscher 6 abgekühlte
Luft, welche mit Kaltluft 9 bezeichnet wird, wobei in dem geschlossenen
System der 5 die Verteilerjalousie 12 derart
eingestellt ist, dass die Kaltluft 9 in Richtung Zuluftkanal 37 und
Innenraum und zu den Moduleinheiten 39 des Geräteschrankes 2 gelenkt
wird.
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Der
Warmluftkanal 18 der Kühleinheit 5 weist drei
Strömungsventile 20 auf, welche im rückseitigen Bereich
der Seitenwände 30, 31 und einer rückseitigen
Wand 32 der Kühleinheit 5 angeordnet
sind.
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5 zeigt,
dass zur Realisierung eines geschlossenen Kühlluftkreislaufes
die Strömungsventile 20 in der Seitenwand 30 und
in der rückseitigen Wand 32 geschlossen und nur
das Strömungsventil 20 in der Seitenwand 31 zu
dem Geräteschrank 2 geöffnet ist. Auch
eine fronseitige Tür 35 im Bereich des Kaltluftkanals 17 ist
geschlossen, so dass die Entwärmung mit einem geschlossenen
Kühlluftkreislauf erfolgen kann.
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In 6 und
den weiteren Figuren sind identische Merkmale mit identischen Bezugszeichen
versehen. Die Abführung der Verlustwärme der Moduleinheiten 39 im
Geräteschrank 2 der 6 erfolgt
in einem offenen System mit Zuführung von Warmluft 8 aus
dem Raum 3, in welchem der Geräteschrank 2 angeordnet
ist, und mit Abführung eines Teilstroms der im Wärmetauscher 6 abgekühlten
Luft beziehungsweise Kaltluft 9 in den Raum an der Frontseite 35 der
Kühleinheit 5. Die Ansaugung der Warmluft 8 aus
dem Raum 3 ist in einer definierten Menge durch das entsprechend
eingestellte Strömungsventil 20 in der rückseitigen
Wand 32 möglich.
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6 zeigt,
dass die Strömungsventile 20 in der Seitenwand 31 einen
unterschiedlichen Abstand von Ausnehmungen 28 in der Seitenwand 31 beziehungsweise
rückseitigen Wand 32 aufweisen, so dass unterschiedliche
Warmluftströme in den Warmluftkanal 18 angesaugt
werden.
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Die
Ausnehmungen 28 gehen aus 4b hervor.
Die Strömungsventile 20 sind hier als Drosselblech
mit Luftverteilungsöffnungen 24 für eine gleichmäßige
Luftverteilung sowie mit Führungsstiften 23 und
Stellschrauben 25 ausgebildet. Die Strömungsventile 20 sind
in diesem Ausführungsbeispiel unterteilt in ein oberes
und unteres Strömungsventil. Vorteilhaft ist das Aufbringen
eines Schall dämmenden Materials auf die Strömungsventile,
wodurch zusätzlich eine Schalldämmung der Kühleinheit 5 erreicht
wird. Die Einstellung der Teilvolumenströme erfolgt durch
die Stellschraube 25. 4b lässt
erkennen, dass die Strömungsventile 20 von einer
Schließstellung bis in eine maximale Öffnungsstellung
verstellt werden können.
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Um
einen Teil-Kaltluftstrom 9 in den Raum 3 zu lenken,
und gleichzeitig einen zweiten Teil-Kaltluftstrom 9 dem
Geräteschrank 2 zuzuführen, sind die Lamellen
der Verteilerjalousie 12 an der Austrittseite der Ventilatormodule 10 entsprechend
unterschiedlich angestellt.
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Die
Kühlungsanordnung der 7 zeigt
eine weitere Möglichkeit, mit der Kühleinheit 5,
den darin angeordneten Ventilatormodulen 10 und den Strömungsventilen 20 im
rückseitigen Warmluftkanal 18 Teilströmungen
zu realisieren und sowohl eine Schrankkühlung als auch
eine Raumkühlung durchzuführen. Alle drei Strömungsventile 20 befinden
sich in geöffneter Stellung, wobei die Strömungsventile 20 für
die Teil-Warmluftströme 8 aus den zwei Geräteschränken 2, 4 nahezu
gleich eingestellt sind, während der Teil-Warmluftstrom 8 aus
dem Raum 3 aufgrund der Stellung des zugeordneten Strömungs ventils 20 ein
geringeres Volumen aufweist. Die Verteilerjalousie 12 des
Ventilatormoduls 10 ist derart ausgerichtet, dass die austretende
Kaltluft 9 in beide Geräteschränke 2, 4 und
außerdem in den Raum 3 an der Frontseite 35 gelangt.
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In 8 ist
als weiteres Beispiel einer Kühlungsanordnung ein Ausschnitt
aus einer Schrankreihe 41 gezeigt, in welcher zwischen
jeweils zwei Geräteschränken 2, 4 eine
Kühleinheit 5 angeordnet ist. An der Frontseite 35 der
Geräteschränke 2, 4 und der Kühleinheiten 5 ist
ein Kaltgang 22 und an der Rückseite 32 ein
Warmgang 21 ausgebildet. Die drei Geräteschränke 2, 4 erfordern
eine Gesamtkühlleistung von 90 KW, und diese Kühlleistung,
welche sich gleichmäßig auf die drei Geräteschränke 2, 4 verteilt, wird
durch die drei Kühleinheiten 5 erbracht. Die Abführung
der Verlustwärme erfolgt hier im geschlossenen System.
Vorteilhaft ermöglicht diese Anordnung der Kühleinheiten 5 eine
Redundanz.
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Die
Kühlungsanordnung der 9 zeigt zwei
Schrankreihen 41, 42 mit einem dazwischen angeordneten
Kaltgang 22. Ein Warmgang 21 ist auf der Rückseite 32 beider
Schrankreihen 41, 42 ausgebildet. In der Schrankreihe 41 ist
jeweils zwischen zwei Schränken 2, 4 eine
Kühleinheit 5 angeordnet, in welche jeweils Warmluft 8 aus
dem Warmgang 21 und aus den Geräteschränken 2, 4 angesaugt
und in dem Wärmetauscher 6 abgekühlt
wird. Die Kaltluft 9 gelangt über die Ventilatormodule 10 und
die hier nicht dargestellten Verteilerjalousien 12 der
Ventilatormodule 10 und Öffnungen in der frontseitigen Wand 35 und Öffnungen
in den Seitenwänden 30, 31 in den Kaltgang 22 sowie
in die Geräteschränke 2, 4 der
Schrankreihe 41. Über den Kaltgang 22 und
die auf diese Weise erreichte Raumkühlung erfolgt auch die
erforderliche Kühlung in den Geräteschränken der
Schrankreihe 42, in welche die Kaltluft 9 frontseitig
eingeführt wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102005005296
B3 [0004]
- - DE 102004008460 B4 [0005]
- - WO 2007/084489 A2 [0008]
- - WO 2006/124240 A2 [0008]
- - US 6672955 B2 [0008]