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Die
Erfindung betrifft eine Fahrzeugkarosserie, insbesondere eine Kraftfahrzeugkarosserie,
mit mindestens einem sich quer zu einer Karosserie-Längsachse
erstreckenden, in sich geschlossenen Querspant.
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Eine
solche Fahrzeugkarosserie ist aus der
WO 96/12638 A1 bekannt.
Die dort offenbarte Fahrzeugkarosserie umfasst drei quer zu einer
Karosserie-Längsachse angeordnete, in sich geschlossene Querspante.
Jeder der Querspante weist ein u-förmiges Rahmenteil auf,
welches eine Dachstrebe und zwei Seitenstreben des Querspants bildet.
Die Seitenstreben des u-förmigen Rahmenteils sind über eine
zusätzliche Bodenstrebe miteinander verbunden, so dass
die genannten Streben einen insgesamt in sich geschlossenen Querspant
bilden.
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Im
Automobilbau ist es üblich, für ein Kraftfahrzeugmodell
unterschiedliche Karosserievarianten anzubieten. Dies geht mit einem
hohen Aufwand zur Konstruktion unterschiedlichster Karosserieteile und
entsprechender Werkzeuge einher.
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Hiervon
ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Fahrzeugkarosserie der eingangs genannten Art so zu verbessern,
dass sie besonders flexibel fertigbar ist.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Fahrzeugkarosserie der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass der Querspant mindestens zwei
Eckteile aufweist, wobei der Abstand zwischen jeweils zwei Eckteilen
mittels mindestens eines von mindestens einem dieser zwei Eckteile
separat bereitgestellten Zwischenteils zur Verbindung dieser zwei
Eckteile bestimmt ist.
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Die
erfindungsgemäße Fahrzeugkarosserie ermöglicht
eine besonders flexible Fertigung. Ein Querspant dieser Fahrzeugkarosserie
setzt sich aus mindestens zwei Eckteilen und mindestens einem Zwischenteil
zusammen. Dies ermöglicht einen modularen Aufbau des Querspants,
bei dem ein Abstand zwischen zwei Eckteilen durch Auswahl eines entsprechenden
Zwischenteils bestimmbar ist. Durch den Abstand zwischen zwei Eckteilen
ist zumindest eine der für die Abmessungen des Querspants
maßgeblichen Größen bestimmt. Durch die
Einstellbarkeit einer solchen Größe ist es sehr
einfach, unterschiedlich große und/oder unterschiedlich
gestaltete Fahrzeugkarosserien aufzubauen.
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Der
modulare Aufbau des Querspants ermöglicht es, mit einem
nur sehr geringen konstruktiven und fertigungstechnischen Aufwand
für eine Fahrzeugbaureihe eine Vielzahl von Karosserievarianten
herstellen zu können (beispielsweise für ein Kraftfahrzeug
mit Stufenheck, Fließheck oder Hochdach, für eine
Kombivariante, für ein Cabrio oder ein Coupé).
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Der
modulare Aufbau des Querspants ermöglicht ferner eine sehr
einfache Fertigung von baureihenübergreifenden Karosserievarianten.
Durch die Einstellbarkeit des Abstands zwischen zwei Eckteilen ist
also nicht nur eine vorstehend beschriebene Derivatbildung innerhalb
einer Baureihe möglich, sondern auch eine Skalierung, d.
h. die Bereitstellung unterschiedlich großer Fahrzeugkarosserien
für unterschiedliche Fahrzeugbaureihen.
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Darüber
hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße
Fahrzeugkarosserie eine besonders wirtschaftliche Fertigung. Zur
Herstellung eines Querspants können beispielsweise besonders
stabile, in ihrer Geometrie hochkomplexe Eckteile verwendet werden,
die über vergleichsweise einfach aufgebaute Zwischenteile
miteinander verbunden sind. Miteinander identische Eckteile können
für die Herstellung unterschiedlich großer Querspante
geeignet sein. Hierdurch können Stückzahleffekte
realisiert werden.
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Ein
zwei Eckteile miteinander verbindendes Zwischenteil kann einen geradlinigen
oder im Wesentlichen geradlinigen Verlauf aufweisen. Ein zwei Eckteile
miteinander verbindendes Zwischenteil kann auch einen bogenförmigen
Verlauf aufweisen. Durch eine Änderung des Verlaufs eines
Zwischenteils kann die Form der Fahrzeugkarosserie in einfacher Weise
beeinflusst werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn das mindestens eine Zwischenteil von den
mindestens zwei Eckteilen separat bereitgestellt ist. Dies bedeutet, dass
der Querspant sich aus mindestens drei vor Herstellung des Querspants
voneinander getrennten Teilen, nämlich mindestens zwei
Eckteilen und mindestens einem Zwischenteil, zusammensetzt. Der Abstand
zwischen den mindestens zwei Eckteilen ist bestimmt durch die Länge
des von beiden Eckteilen separat bereitgestellten Zwischenteils.
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Nach
einer Ausführungsform der Erfindung sind die mindestens
zwei Eckteile in einer bezogen auf die Schwerkraftrichtung horizontalen
Ebene angeordnet.
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Die
mindestens zwei Eckteile können beispielsweise im Bodenbereich
der Fahrzeugkarosserie angeordnet sein. Durch Auswahl eines entsprechend
langen Zwischenteils kann der Querspant an unterschiedliche breite
Bodengruppen angepasst werden; oder ein solcher Querspant gibt eine
gewünschte Breite einer Bodengruppe der Fahrzeugkarosserie
vor.
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Die
mindestens zwei Eckteile können auch im Dachbereich der
Fahrzeugkarosserie angeordnet sein, so dass der Querspant an die
Breite einer Dachgruppe der Fahrzeugkarosserie angepasst werden kann
oder diese Dachbreite vorgeben kann.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, dass die mindestens zwei Eckteile in einer bezogen auf die
Schwerkraftrichtung vertikalen Ebene oder hierzu geneigten Ebene
angeordnet sind. Dies ermöglicht es, unterschiedlich hohe Querspante
bereitzustellen, so dass eine einfache Anpassung des Querspants
an unterschiedliche Bauhöhen möglich ist. Beispielsweise
genügt es für die Fertigung der Fahrzeugkarosserie
einer Hochdachvariante, den Abstand zwischen zwei seitlich angeordneten
Eckteilen durch Auswahl eines entsprechend längeren Zwischenteils
zu vergrößern.
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Vorzugsweise
umfasst die Fahrzeugkarosserie mindestens drei Eckteile und mindestens
drei Zwischenteile. Dies ermöglicht eine hochflexible Herstellung
eines Querspants mit wenigen Bauteilen.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Fahrzeugkarosserie mindestens vier
Eckteile und mindestens vier Zwischenteile umfasst. Dies ermöglicht den
Aufbau eines in sich geschlossenen, im Wesentlichen quadratischen
oder recht eckförmigen Querspants. Mit Hilfe der mindestens
vier Zwischenteile lässt sich die Breite des Querspants
im Boden und im Dachbereich sowie die Höhe des Querspants
in seitlichen Karosseriebereichen bestimmen.
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Vorzugsweise
umfasst der mindestens eine Querspant mindestens eine erste Verbindungseinrichtung
zur Verbindung mindestens eines Zwischenteils mit einem Eckteil
der mindestens zwei Eckteile. Hierdurch kann die Stabilität
des Querspants erhöht werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn mittels der ersten Verbindungseinrichtung
das mindestens eine Zwischenteil formschlüssig an dem Eckteil
festlegbar ist. Hierdurch kann die Biegesteifigkeit und/oder die Torsionssteifigkeit
des Querspants erhöht werden.
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Vorzugsweise
ist die erste Verbindungseinrichtung einstückig mit dem
Eckteil ausgebildet. Hierdurch ergibt sich eine weitere Vereinfachung
des Aufbaus des Querspants.
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Bevorzugt
ist es ferner, wenn der mindestens eine Querspant mindestens eine
zweite Verbindungseinrichtung zur Verbindung mindestens eines weiteren
Zwischenteils mit dem Eckteil umfasst. Hierdurch ist es möglich,
dass das Eckteil die Relativlage von zwei an das Eckteil angrenzenden
Zwischenteilen definiert. Hierbei wirkt das Eckteil als Verbindungselement
zwischen zwei Zwischenteilen.
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In
vorteilhafter Weise ist mittels der zweiten Verbindungseinrichtung
das mindestens eine weitere Zwischenteil formschlüssig
an dem Eckteil festlegbar.
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Hierdurch
wird eine weitere Verbesserung der Biegesteifigkeit und/oder der
Torsionssteifigkeit des Querspants erreicht.
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Günstig
ist es ferner, wenn die zweite Verbindungseinrichtung einstückig
mit dem Eckteil ausgebildet ist. Hierdurch kann eine weitere Vereinfachung des
Aufbaus des Querspants erreicht werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Fahrzeugkarosserie mindestens einen
Längsspant und mindestens eine Befestigungseinrichtung
zur Befestigung des mindestens einen Längsspants an dem mindestens
einen Querspant umfasst. Hierdurch kann ein hochfester Verbund aus
mindestens einem Querspant und mindestens einem Längsspant
gebildet werden. Eine solche Fahrzeugkarosserie zeichnet sich durch
eine hohe Stabilität, einen niedrigen Materialeinsatz und
durch ein geringes Gewicht aus.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn die mindestens eine Befestigungseinrichtung
einstückig mit mindestens einem Eckteil der mindestens
zwei Eckteile ausgebildet ist. Dies ermöglicht es, ein
Eckteil des Querspants als Knotenelement der Fahrzeugkarosserie
zu nutzen. Ein solches Knotenelement ermöglicht den Aufbau
einer hochstabilen, dreidimensionalen Gitterstruktur.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der
mindestens eine Längsspant ein Längsträger.
Ein solcher Längsträger ermöglicht eine Stabilisierung
der Fahrzeugkarosserie und die Realisierung weiterer Funktionen.
Beispielsweise kann der Längsträger als Energieabsorptionselement
dienen.
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Günstig
ist es, wenn der mindestens eine Längsspant bodenseitig
angeordnet ist. Dies ermöglicht den Aufbau einer Fahrzeugkarosserie
mit einer guten Raumökonomie.
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Vorteilhaft
ist es ferner, wenn der mindestens eine Längsspant dachseitig
angeordnet ist. Ein solcher Längsspant kann beispielsweise
in Form eines Dachholms ausgebildet sein, dessen Verlauf die Formgestaltung
eines Dachbereichs der Fahrzeugkarosserie bestimmt.
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Vorzugsweise
ist mindestens ein Eckteil der mindestens zwei Eckteile aus einem
metallischen Werkstoff hergestellt, beispielsweise aus Stahl und/oder
Aluminium. Metallische Werkstoffe lassen sich gut umformend bearbeiten,
so dass auch Eckteile mit einer hochkomplexen Geometrie einfach
herstellbar sind. Dies ist insbesondere vorteilhaft für Eckteile
mit mindestens einer vorstehend beschriebenen Verbindungseinrichtung
und/oder mit mindestens einer vorstehend beschriebenen Befestigungseinrichtung.
Zur Herstellung der Eckteile können formgebende Verfahren
wie Tiefziehen, Hydroforming, Strangpressen und/oder Rollprofilieren
eingesetzt werden.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn das mindestens eine Zwischenteil aus einem
Faserverbundkunststoff hergestellt ist. Durch die Aufteilung des Querspants
in Eckteile und Zwischenteile ist es möglich, hochkomplex
gestaltete Bereiche des Querspants in die Eckteile hinein zu verlagern,
so dass die Zwischenteile eine vergleichsweise einfache Geometrie
aufweisen können. Dies hat den Vorteil, dass die grundsätzlichen
Vorteile einer Verwendung von Faserverbundkunststoff, nämlich
hohe Festigkeitswerte bei niedrigem Gewicht, nicht mit einer hochkomplexen
Fertigung dieser Zwischenteile erkauft werden müssen.
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Nach
einer Ausführungsform der Erfindung ist das Zwischenteil
stabförmig. Dies ermöglicht eine einfache Herstellung
des Zwischenteils und einen schlanken Aufbau des Querspants. Das
Zwischenteil weist beispielsweise ein Vollprofil auf. Das Zwischenteil
ist vorzugsweise in einem Strangguss- oder Strangpressverfahren
hergestellt. Hierdurch wird eine bei anderen Herstellungsverfahren
gegebenenfalls notwendige Nacharbeit des Zwischenteils vermieden
oder zumindest reduziert.
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Eine
weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das
Zwischenteil rohrförmig ist. Hierdurch kann ein leichtgewichtiges
Zwischenteil mit einem hohen Flächenträgheitsmoment
bereitgestellt werden. Dieses trägt zu einer hohen Biegesteifigkeit und/oder
einer hohen Torsionssteifigkeit des Querspants bei.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung sind zwei Eckteile der mindestens
zwei Eckteile mittels einer Mehrzahl von aneinandergereihten Zwischenteilen
miteinander verbunden. Dies ermöglicht einen besonders
flexiblen Aufbau des Querspants.
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Insbesondere
ist es möglich, dass der Querspant ein zentrales Zwischenteil
aufweist. Ein solches Zwischenteil ermöglicht die Realisierung
weiterer Funktionen. Beispielsweise kann mit Hilfe eines zentralen
Zwischenteils der Querspant in einem Bereich zwischen zwei Eckteilen
versteift werden. Hierfür kann das zentrale Zwischenteil
insbesondere aus Metall gebildet sein. Das zentrale Zwischenteil
kann in seiner Formgebung von benachbarten Zwischenteilen abweichen,
beispielsweise u-förmig ausgebildet sein, um einen Freiraum
für den Durchtritt einer Kardanwelle eines Kraftfahrzeugs
zu schaffen.
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Die
Erfindung betrifft außerdem einen Bausatz zur Herstellung
eines Querspants einer Fahrzeugkarosserie, umfassend mindestens
zwei Eckteile und mindestens ein Zwischenteil zur Verbindung von
jeweils zwei Eckteilen der mindestens zwei Eckteile.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug,
mit einer vorstehend beschriebenen Fahrzeugkarosserie.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie;
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2:
eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugkarosserie;
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3:
eine perspektivische Ansicht eines Querspants einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugkarosserie; und
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4:
eine Explosionsansicht eines weiteren Querspants einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugkarosserie.
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Gleiche
oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren
mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
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Eine
erste Ausführungsform einer Fahrzeugkarosserie in Form
einer Kraftfahrzeugkarosserie 10 ist in 1 dargestellt.
Die Kraftfahrzeugkarosserie 10 erstreckt sich entlang einer
Karosserie-Längsachse 12 zwischen einem vorderen
Karosserieende 14 und einem hinteren Karosserieende 16.
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Die
Kraftfahrzeugkarosserie 10 umfasst eine insgesamt mit 18 bezeichnete
Bodengruppe. Die Bodengruppe 18 umfasst zwei Längsspante 20 in
Form fahrzeuginnenseitig angeordneter Längsträger 22. Die
Längsträger 22 erstrecken sich von dem
vorderen Karosserieende 14 bis hin zu dem hinteren Karosserieende 16.
Die Längsträger 22 weisen in einem fahrzeugmittigen
Bereich (ohne Bezugszeichen) einen geradlinigen, zu der Karosserie-Längsachse 12 parallelen
Verlauf auf. Die Längsträger 22 sind
im Bereich ihrer dem vorderen Karosserieende 14 und dem hinteren
Karosserieende 16 zugewandten Enden gekrümmt und
relativ zu der Karosserie-Längsachse 12 geneigt.
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Die
Längsträger 22 sind mehrteilig. Sie umfassen
jeweils einen vorderen Abschnitt 24, der sich von dem vorderen
Karosserieende 14 bis hin zu einer fahrzeugmittigen Ebene 26 erstreckt.
Die Ebene 26 erstreckt sich quer und insbesondere senkrecht
zu der Karosserie-Längsachse 12. Die Ebene 26 verläuft
in einer bezogen auf eine Schwerkraftrichtung 28 vertikalen
Richtung. Die Längs träger 22 weisen ferner
jeweils einen hinteren Abschnitt 30 auf, der sich von der
Ebene 26 bis zu dem hinteren Karosserieende 26 erstreckt.
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Die
Längsträger 22 sind symmetrisch zu der Fahrzeuglängsachse 12 angeordnet.
Die Längsträger 22 sind über
einen vorderen Querträger 32, über einen
hinteren, fahrzeuginnenseitigen Querträger 34 und über
einen hinteren, fahrzeugaußenseitigen Querträger 36 miteinander
verbunden.
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Die
Bodengruppe 18 umfasst ferner zwei fahrzeugaußenseitig
angeordnete, als Schweller ausgebildete Längsspante 38,
welche sich parallel zu der Karosserielängsachse 12 erstrecken.
Die Längsspante 38 sind als mehrteilige Längsträger 40 ausgebildet.
Die Längsträger 40 weisen jeweils einen
vorderen Abschnitt 42 auf, dessen vorderes Ende in etwa
auf Höhe des vorderen Querträgers 32 angeordnet
ist. Die rückwärtigen Enden der vorderen Abschnitte 42 der
Längsträger 40 sind zu der Ebene 26 benachbart.
Die Längsträger 40 weisen ferner jeweils einen
hinteren Abschnitt 52 auf, der sich von einem zu der Ebene 26 benachbarten
Bereich bis zu einem hinteren Ende (ohne Bezugszeichen) erstreckt,
welches entlang der Karosserie-Längsachse 12 gesehen
in etwa auf Höhe des fahrzeuginnenseitigen hinteren Querträgers 34 angeordnet
ist.
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Die
Kraftfahrzeugkarosserie 10 umfasst ferner zwei dachseitig
angeordnete, sich zwischen dem vorderen Karosserieende 14 und
dem hinteren Karosserieende 16 erstreckende Längsspante 46.
Die Längsspante 46 sind jeweils als Dachholm 48 ausgebildet.
Die Dachholme 48 sind rohrförmig und im Querschnitt
kreisförmig. Jeder Dachholm weist einen vorderen Abschnitt 50 auf,
der sich von dem vorderen Karosserieende 14 bis benachbart
zu der Ebene 26 erstreckt. Ferner weist jeder Dachholm 48 einen
hinteren Abschnitt 52 auf, der sich von einem zu der Ebene 26 benachbarten
Bereich bis hin zu dem hinteren Karosserieende 16 erstreckt.
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Die
Kraftfahrzeugkarosserie 10 weist insgesamt drei sich quer
zu der Karosserie-Längsachse 12 erstreckende Querspante
auf. Im Bereich des vorderen Karosserieendes 14 ist ein
vorderer Querspant 54 angeordnet, der sich in einer Ebene
(ohne Bezugszeichen) erstreckt, welche bezogen auf die Schwerkraftrichtung 28 von
unten nach oben in Fahrtrichtung nach vorn geneigt ist.
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Entlang
der Karosserie-Längsachse 12 gesehen ist in einem
karosseriemittigen Bereich ein erster mittiger Querspant 56 und
in Fahrtrichtung dahinter hierzu unmittelbar benachbart ein zweiter
Querspant 58 vorgesehen. Die Querspante 56 und 58 sind auf
einander gegenüberliegenden Seiten der Ebene 26 angeordnet.
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Die
Kraftfahrzeugkarosserie 10 weist ferner einen hinteren
Querspant 60 auf, der im Bereich des hinteren Karosserieendes 16 angeordnet
ist.
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Die
Querspante 54, 56, 58 und 60 sind
jeweils in sich geschlossen. Die Querspante 54, 56, 58 und 60 weisen
jeweils einen der Bodengruppe 18 zugewandten unteren Abschnitt 62 auf,
welcher bezogen auf die Schwerkraftrichtung 28 in horizontaler Richtung
verläuft. Die Querspante 54, 56, 58 und 60 weisen
ferner jeweils zwei zueinander in etwa parallel angeordnete Seitenabschnitte 64 auf,
die den unteren Abschnitt 62 mit einem sich senkrecht zu
der Karosserie-Längsachse 12 erstreckenden, oberen
Abschnitt 66 verbinden, welcher bezogen auf die Schwerkraftrichtung 28 in
horizontaler Richtung verläuft.
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Die
Querspante 54, 56, 58 und 60 weisen
jeweils mindestens eine bodenseitige Befestigungseinrichtung 78 zur
Befestigung mindestens eines bodenseitig angeordneten Längsspants 20, 38 auf.
Die Befestigungseinrichtungen 78 des vorderen Querspants 54 und
der mittigen Querspante 56 und 58 weisen an den
fahrzeugäußeren Enden ihres unteren Abschnitts 62 jeweils
einen sich nach unten erstreckenden Materialvorsprung 70 auf,
der in einen zwischen einem außenseitigen Längsträger 40 und
einem innenseitigen Längsträger 22 gebildeten
Zwischenraum greift.
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Der
hintere Querspant 60 weist einen sich parallel zu dem unteren
Abschnitt 62 erstreckenden Befestigungsabschnitt 72 auf,
der mit dem fahrzeugaußenseitigen hinteren Querträger 36 der
Bodengruppe 18 verbunden ist.
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Die
Querspante 54, 56, 58 und 60 weisen
jeweils zur Befestigung eines Längsspants 46 eine dachseitige
Befestigungseinrichtung 74 auf. Die Befestigungseinrichtungen 74 sind
in Form einer Längsspantaufnahme 76 ausgebildet,
in welche jeweils ein Abschnitt eines Dachholms 48 eingelegt
werden kann.
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Eine
in 2 dargestellte zweite Ausführungsform
einer Kraftfahrzeugkarosserie 10 weist einen Aufbau auf,
der im Wesentlichen dem Aufbau der vorstehend beschriebenen ersten
Ausführungsform entspricht. Insofern wird auf die vorstehende
Beschreibung Bezug genommen. Die in der 2 dargestellte
zweite Ausführungsform weist im Unterschied zu der ersten
Ausführungsform einen zusätzlichen Querspant 78 auf.
Der Querspant 78 ist zwischen dem mittigen Querspant 58 und
dem hinteren Querspant 60 angeordnet.
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Der
Querspant 78 erstreckt sich quer zu der Karosserie-Längsachse 12 entlang
einer Ebene 80, die gegenüber der Schwerkraftrichtung 28 von
unten nach oben gesehen in Richtung auf das hintere Karosserieende 16 geneigt
ist.
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Der
Querspant 78 weist ebenfalls einen unteren Abschnitt 62,
zwei Seitenabschnitte 64 sowie einen oberen Abschnitt 66 auf.
Der obere Abschnitt 66 ist entlang der Karosserie-Längsachse 12 gesehen
in etwa auf Höhe eines Hinterrads 82 eines in 2 nicht
weiter dargestellten Kraftfahrzeugs angeordnet.
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Der
vordere Querspant 54 erstreckt sich von einem unteren Abschnitt 62 ausgehend über
Seitenabschnitte 64 in Richtung auf das vordere Karosserieende 14 bis
hin zu einem oberen Abschnitt 66. Der obere Abschnitt 66 ist
entlang der Karosserie-Längsachse 12 gesehen gegenüber
einem Vorderrad 84 des in 2 nicht
weiter dargestellten Kraftfahrzeugs leicht zurückversetzt
angeordnet.
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Die
Querspante 54, 56, 58 und 60 der
vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsform der Kraftfahrzeugkarosserie 10 sowie
die Querspante 54, 56, 58, 60 und 78 der
vorstehend beschriebenen zweiten Ausführungsform der Kraftfahrzeugkarosserie 10 sind
jeweils mehrteilig. Dieser mehrteilige Aufbau wird im Folgenden
unter Bezugnahme auf 3 am Beispiel des Querspants 78 beschrieben.
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Der
Querspant 78 umfasst vier Eckteile 86, 88, 90 und 92 sowie
vier Zwischenteile 94, 96, 98 und 100.
Die Eckteile 86, 88, 90 und 92 und
die Zwischenteile 94, 96, 98 und 100 sind
entlang des geschlossenen Verlaufs des Querspants 78 jeweils wechselweise
angeordnet.
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Die
Eckteile 86 und 88 des Querspants 78 sind
bodenseitig angeordnet und mittels eines bodenseitigen Zwischenteils 94 miteinander
verbunden. Ein in 3 rechterhand dargestelltes,
in Fahrtrichtung links angeordnetes Eckteil 88 ist mittels
eines sich bezogen auf die Schwerkraftrichtung 28 in etwa
in vertikaler Richtung erstreckenden Zwischenteils 96 mit
einem dachseitig angeordneten Eckteil 90 verbunden. Das
Eckteil 90 ist über ein sich im Wesentlichen in
horizontaler Richtung erstreckendes Zwischenteil 98 mit
einem weiteren dachseitig angeordneten Eckteil 92 verbunden.
Zur Verbindung zwischen dem dachseitigen Eckteil 92 und
dem bodenseitigen Eckteil 86 ist ein Zwischenteil 100 vorgesehen.
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Das
bodenseitige Eckteil 86 weist ein Wandelement 102 auf,
welches ineinander übergehende Wandabschnitte, nämlich
einen horizontalen Wandabschnitt 104, einen gekrümmten
Zwischenabschnitt 106 und einen vertikalen Wandabschnitt 108, umfasst.
Die Abschnitte 104, 106 und 108 des Wandelements 102 erstrecken
sich zumindest annähernd parallel zu der Karosserie-Längsachse 12.
Das Wandelement 102 ist mit Hilfe eines sich quer zu der
Karosserie-Längsachse 12 erstreckenden, stegförmigen
Verstärkungselements 110 versteift. Das Verstärkungselement 110 erstreckt
sich zwischen den Wandabschnitten 104 und 108 und
ist mit diesen sowie mit dem Zwischenabschnitt 106 verbunden.
Die Wandabschnitte 104 und 108 schließen
miteinander einen Winkel von ungefähr 90° ein.
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Ein
dem Zwischenteil 94 zugewandtes Ende (ohne Bezugszeichen)
des horizontalen Wandabschnitts 104 bildet eine erste Verbindungseinrichtung 112 zur
Verbindung des Eckteils 86 mit dem Zwischenteil 94.
Ein dem Zwischenteil 100 zugewandtes Ende (ohne Bezugszeichen)
des vertikalen Wandabschnitts 108 bildet eine zweite Verbindungseinrichtung
zur Verbindung des Eckteils 86 mit dem Zwischenteil 100.
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Der
Zwischenabschnitt 106 des Wandelements 102 bildet
auf seiner Außenseite eine bodenseitige Befestigungseinrichtung 68 zur
Befestigung eines Längsspants 20 oder 38 (vgl. 1).
Hierfür ist der gekrümmte Verlauf des Zwischenabschnitts 106 dem
Verlauf des äußeren Profils eines Längsspants 20 oder 38 angepasst.
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Das
Eckteil 88 des Querspants 78 ist bezogen auf eine
sich entlang der Karosserie-Längsachse 12 in vertikaler
Richtung erstreckende, in den Zeichnungen nicht dargestellten Ebene
spiegelsymmetrisch zu dem Eckteil 86 ausgebildet.
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Die
dachseitigen Eckteile 90 und 92 des Querspants 78 weisen
im Vergleich zu den bodenseitigen Eckteilen 86 und 88 kleinere
Abmessungen auf und umfassen ebenfalls jeweils eine erste Verbindungseinrichtung 112 und
eine zweite Verbindungseinrichtung 114 zur Verbindung eines
dachseitigen Eckteils 90, 92 mit zwei unterschiedlichen
Zwischenteilen 96, 98 bzw. 98, 100.
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Die
dachseitigen Eckteile 90, 92 weisen eine zwischen
den Verbindungseinrichtungen 112 und 114 angeordnete
Befestigungseinrichtung 74 in Form einer Längsspantaufnahme 76 auf.
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Die
Eckteile 86, 88, 90 und 92 weisen
im Vergleich zu den Zwischenteilen 94, 96, 98 und 100 eine vergleichsweise
komplexe Geometrie auf. Die Eckteile 86 bis 92 sind
vorzugsweise aus einem metallischen Material hergestellt, insbesondere
aus Stahl und/oder Aluminium.
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Die
Zwischenteile 94, 96, 98 und 100 können ebenfalls
aus einem metallischen Material hergestellt sein oder aus einem
Faserverbundkunststoff. Jedes der Zwischenteile 94, 96, 98 und 100 bestimmt
den Abstand zwischen zwei zueinander benachbarten Eckteilen 94 und 96, 96 und 98, 98 und 100 sowie 100 und 94.
Durch Auswahl der Länge der Zwischenteile 94 und 98 lässt
sich die Breite der Kraftfahrzeugkarosserie 10 bestimmen.
Durch Auswahl der Länge der Zwischenteile 96 und 100 lässt
sich die Höhe der Kraftfahrzeugkarosserie 10 bestimmen.
Die Eckteile 86 bis 92 können als Gleichteile
für eine Vielzahl unterschiedlich gestalteter und/oder
unterschiedlich großer Kraftfahrzeugkarosserien 10 verwendet
werden.
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Ein
in 4 dargestellter Querspant 116 weist einen
zu dem Aufbau des Querspants 78 ähnlichen Aufbau
auf. Auf die vorstehende Beschreibung des Querspants 78 wird
Bezug genommen. Der Querspant 116 eignet sich zur Verwendung
bei einer vorstehend beschriebenen Kraftfahrzeugkarosserie 10.
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Der
Querspant 116 unterscheidet sich von dem Querspant 78 dadurch,
dass zur Verbindung eines bodenseitigen Eckteils 88 mit
einem (nicht dargestellten) bodenseitigen Eckteil 86 nicht
nur ein Zwischenteil 94, sondern eine Mehrzahl von aneinander gereihten
Zwischenteilen 94, 118 vorgesehen ist.
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Der
Querspant 116 umfasst ein fahrzeugmittig angeordnetes,
zentrales Zwischenteil 118. Das Zwischenteil 118 begrenzt
mit einer insgesamt u-förmigen Unterseite 120 einen
Freiraum (ohne Bezugszeichen), der für den Durchtritt einer
Kardanwelle bestimmt ist.
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Das
zentrale Zwischenteil 118 ist mit dem Zwischenteil 94 sowie
mit einem weiteren, nicht dargestellten Zwischenteil mit Hilfe von
Steckverbindungen 122 verbunden.
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Das
Eckteil 88 des Querspants 116 weist zur Verbindung
mit dem Zwischenteil 94 eine erste Verbindungseinrichtung 112 auf.
Diese ist als Steckverbindung ausgebildet. Das Eckteil 88 weist
ferner eine zweite Verbindungseinrichtung 114 auf, die
eine umfangsseitig geschlossene Zwischenteilaufnahme 124 umfasst.
Die Zwischenteilaufnahme 124 dient zur formschlüssigen
Aufnahme eines dem Eckteil 88 zugewandten Endes 126 eines
Zwischenteils 96.
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Das
dem Ende 126 gegenüberliegende, obere Ende des
Zwischenteils 96 wird in entsprechender Weise mit Hilfe
einer Verbindungseinrichtung 114 in Form einer Steckverbindung
mit einem dachseitigen Eckteil 90 verbunden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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