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DE102007051794A1 - Mehrphasen-Festkörper-Wattstundenzähler - Google Patents

Mehrphasen-Festkörper-Wattstundenzähler Download PDF

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DE102007051794A1
DE102007051794A1 DE102007051794A DE102007051794A DE102007051794A1 DE 102007051794 A1 DE102007051794 A1 DE 102007051794A1 DE 102007051794 A DE102007051794 A DE 102007051794A DE 102007051794 A DE102007051794 A DE 102007051794A DE 102007051794 A1 DE102007051794 A1 DE 102007051794A1
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Volker Rzehak
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Texas Instruments Deutschland GmbH
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Texas Instruments Deutschland GmbH
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    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R22/00Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
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Abstract

Ein elektronischer Energiezähler, der einen ersten Sigma-Delta-Modulator mit einem galvanisch getrennten digitalen Datenausgang umfasst. Eine Stromversorgungsstufe ist mit einer ersten elektrischen Leitung gekoppelt, um dem ersten Sigma-Delta-Modulator eine Versorgungsspannung bereitzustellen, und ein Shunt-Bauelement ist ebenfalls mit der ersten elektrischen Leitung gekoppelt. Des Weiteren ist der erste Sigma-Delta-Modulator mit einem Eingang mit dem Shunt-Bauelement gekoppelt, um einen Strom durch die erste elektrische Leitung zu messen. Der galvanisch getrennte Digitalausgang ist durch eine kapazitive Trennschicht vom Stromkreis getrennt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Energiezähler und insbesondere einen elektronischen Festkörper-Wattstundenzähler.
  • Wattstundenzähler bzw. Elektroenergiezähler sind weit verbreitet und werden in nahezu jedem Haushalt zur Bestimmung der von dem Energieversorgungsunternehmen bereitgestellten Energiemenge verwendet. Unabhängig von dem spezifischen angewendeten Prinzip messen und erfassen alle das Integral der Leistung in dem Schaltkreis, in dem sie verwendet wird, in Bezug auf die Zeit. Allgemein wandelt ein Wattstundenzähler die Leistung in ein mechanisches oder elektrisches Signal um, und ein Zähler integriert den Wert der Gesamtenergie, die durch den Wattstundenzähler geleitet wurde, und zeigt diesen an. Wattstundenzähler können auf elektronischen oder mechanischen Bauelementen basieren.
  • Ein recht mechanischer Ansatz eines Energiezählers ist ein elektrischer Motor, der so implementiert ist, dass sein Drehmoment der in einem Haushalt oder von jeder beliebigen elektronischen Schaltung, mit der er verbunden ist, aufgenommenen Leistung entspricht. Ein Ferraris- bzw. Induktionsinstrument wird für die Messung von Wechselstromenergie verwendet. Die Verwendung von Ferraris-Instrumenten ist äußerst weit verbreitet, und diese messen den Energieverbrauch der überwiegenden Mehrheit der Haushalts- und Industrieverbraucher elektrischer Leistung auf der ganzen Welt. Ferraris-Instrumente sind jedoch recht groß und laut, und sie werden schrittweise durch elektronische Energiezähler ersetzt, die zusätzliche Merkmale wie Datenfernauslese (AMR, engl. „automatic meter reading") anbieten.
  • Elektronische Lösungen beruhen vorzugsweise auf Shunt-Widerständen, die direkt in die zu messende elektrische Leitung gekoppelt sind. Der Spannungsabfall über dem Shunt-Bauelement entspricht dem Strom durch die elektrische Leitung. Des Weiteren wird der Spannungspegel der elektrischen Leitung bestimmt. Die dem Strom durch die elektrische Leitung und dem Spannungspegel an der elektrischen Leitung entsprechenden analogen Spannungen werden einer Analog-Digital-Wandlung unterzogen. Das Produkt der digitalen Werte der Spannung und des Stroms stellt die durch die elektrische Leitung momentan aufgenommene Leistung dar. Das Integral der momentanen Leistung ist die verbrauchte Energie. An Stelle eines Shunt-Bauelements kann ein Stromwandler zur Messung des Stroms verwendet werden. Andere Lösungen beruhen auf Rogowski-Spulen oder Hall-Sensoren. Die preiswerteste Lösung ist jedoch noch immer ein Shunt-Bauelement.
  • Die galvanische Trennung zwischen den Phasen ist eine größere Problematik, die von Mehrphasen-Wattstundenzählern gelöst werden muss. Die elektronischen Vorrichtungen, die durch Shunt-Bauelemente und Spannungsteiler mit der zu messenden elektrischen Leitung gekoppelt sind, werden den hohen elektrischen Potentialen der elektrischen Leitungen von bis zu mehreren Hundert Volt ausgesetzt. Integrierte elektronische Vorrichtungen wie Analog-Digital-Wandler (ADCs) sind jedoch nicht darauf ausgelegt, derart hohe Spannungen auszuhalten. Deshalb muss zumindest ein Teil der mit der elektrischen Leitung gekoppelten elektronischen Bauelemente galvanisch entkoppelt oder getrennt sein, damit sie potentialfrei sein und das Potential der elektrischen Leitung annehmen können. Eine typische Lösung zum Erreichen einer galvanischen Trennung ist in 1 gezeigt. Es gibt drei elektrische Leitungen, die den drei Phasen P1, P2 und P3 eines Haushalts- oder Industrie-Stromversorgungsnetzes entsprechen. Drei Energiezähler-Eingangsteile EMFE1, EMFE2, EMFE3 sind mit den Phasen P1, P2, P3 gekoppelt, um die Ströme und Spannungen in jeder Phase zu messen. Die Energiezähler-Eingangsteile EMFE1 bis EMFE3 umfassen Analog-Digital-Wandler zur Umwandlung der analogen Eingangsspannungen, die die Ströme und Spannungen durch die elektrischen Leitungen darstellen, in Digitalwerte. Die Digitalwerte werden an einen Steuerblock CNTL, zum Beispiel einen Mikrocontroller, übertragen, der die Leistung in jeder Phase P1, P2, P3 und die aufgenommene Gesamtleistung bzw. -energie bestimmt. Das Ergebnis wird auf einer Flüssigkristallanzeige LCD angezeigt. Die galvanische Trennung zwischen der Steuerstufe CNTL und den drei Energiezähler-Eingangsteilen EMFE1 bis EMFE3 wird durch Verwendung von zumindest drei Optokopplern OC1 bis OC3 hergestellt. Die Kopplung der drei Energiezähler mit derselben Steuerstufe ist unmöglich, da die momentanen Potentiale (Spannungspegel) an den drei Phasen P1 bis P3 je nach spezifischen regionalen oder nationalen Normen um Hunderte von Volt voneinander abweichen können. Folglich muss jedes Energiezähler-Eingangsteil durch einen einzelnen Optokoppler galvanisch getrennt werden. Optokoppler sind jedoch recht teuer und nehmen selbst einen wesentlichen Teil der Energie auf, was nicht erwünscht ist. Wenn mehr Informationen oder Daten zu übertragen sind, werden sogar noch mehr Optokoppler benötigt. 2 zeigt eine alternative Ausführung eines Energiezählers nach dem Stand der Technik, in dem eine der Phasen P1 direkt mit einem Energiezähler-Eingangsteil EMFE gekoppelt ist, das direkt in der Steuerstufe CNTL durch Bereitstellung eines galvanisch getrennten Eingangs für die Steuerstufe EMFE bereitgestellt wird. Hierdurch wird die Anzahl von benötigten Optokopplern verringert, aber an sich reicht das nicht aus, um die Größe und die Kosten der Lösung auf einen annehmbaren Wert zu senken.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen elektronischen Energiezähler bereitzustellen, der weniger Leistung aufnimmt und preiswerter und weniger komplex ist als Lösungen nach dem Stand der Technik.
  • Entsprechend stellt die vorliegende Erfindung einen elektronischen Energiezähler bereit, der einen ersten Sigma-Delta-Modulator mit einem galvanisch getrennten digitalen Datenausgang umfasst. Eine Stromversorgungsstufe ist mit einer ersten elektrischen Leitung gekoppelt, um dem ersten Sigma-Delta-Modulator eine Versorgungsspannung bereitzustellen, und ein Shunt-Bauelement ist ebenfalls mit der ersten elektrischen Leitung gekoppelt. Des Weiteren ist der erste Sigma-Delta-Modulator mit einem Eingang mit dem Shunt-Bauelement gekoppelt, um einen Strom durch die erste elektrische Leitung zu messen. Der galvanisch getrennte Digitalausgang ist durch eine kapazitive Trennschicht („capacitive isolation barrier") vom Stromkreis getrennt. Kapazitive Trennschicht bedeutet, dass die Trennschicht eine galvanische Trennung und gleichzeitig eine ausreichende kapazitive Kopplung durch die Schicht bereitstellt, die zur Signal- und/oder Datenübertragung verwendet werden kann. Auf diese Weise wird ein elektronischer Energiezähler bereitgestellt, der als Einzelchip-Eingangsteil ausgeführt sein kann, das die Analog-Digital-Wandlung als Sigma-Delta-Modulator integriert, und der deshalb kostengünstig ist, lediglich eine geringe Menge an Leistung aufnimmt und eine geringe Komplexität aufweist. Die Verwendung einer kapazitiven Trennung ist äußerst vorteilhaft im Vergleich zu herkömmlichen Optokopplern, da die kapazitive Trennung preiswert in der Herstellung ist und selbst keine Energie verbraucht. In Verbindung mit einem Sigma-Delta-Modulator gibt es einen spezifischen Synergieeffekt auf Grund der Tatsache, dass ein Sigma-Delta-Modulator typischerweise äußerst kurze Bitwörter ausgibt. Hierdurch wird es ermöglicht, dass lediglich einige wenige Leitungen verwendet werden müssen, um den Ausgang des Sigma-Delta-Modulators zu verbinden, und der Sigma-Delta-Modulator kann mit der kapazitiven Trennung in einem einzelnen Gehäuse kombiniert werden.
  • Vorteilhafterweise wird ein Sigma-Delta-Modulator verwendet, der lediglich einen Einzelbitstrom ausgibt. Dies sorgt für eine recht einfache Architektur mit einer einzelnen kapazitiven Trennung für den Ausgang des Sigma-Delta-Modulators. Vorzugsweise kann der Sigma-Delta-Modulator zweiter Ordnung sein, was eine recht kleine und einfache Architektur ist. Die Gesamtlösung, die einen Sigma-Delta-Modulator kleiner Ordnung mit einem Einzelbitausgabestrom umfasst, stellt einen äußerst preiswerten aber höchst effizienten Energiezähler bereit.
  • Vorzugsweise umfasst der elektronische Energiezähler ebenfalls einen zweiten Sigma-Delta-Modulator mit einem galvanisch getrennten digitalen Datenausgang mit einer kapazitiven Trennschicht und einen mit der ersten elektrischen Leitung gekoppelten Spannungsteiler. Der zweite Sigma-Delta-Modulator kann dann durch die Stromversorgungsstufe mit Spannung versorgt werden und mit einem Eingang mit dem Spannungsteiler gekoppelt sein, um einen Spannungspegel der ersten elektrischen Leitung zu messen. Ein zweiter Sigma-Delta-Modulator ist mit der Stromversorgungsstufe verbunden, und sein Eingang ist mit einem Spannungsteiler verbunden. Der Spannungsteiler ist ebenfalls mit der ersten elektrischen Leitung verbunden, so dass er so konfiguriert ist, dass er den Spannungspegel der ersten elektrischen Leitung misst. Somit kann der Energiezähler zur Messung von sowohl Spannung als auch Strom in einer elektrischen Leitung im Haushalt oder in der Industrie verwendet werden. Der Ausgang des Sigma-Delta-Modulators ist ein digitaler Datenausgang, der mit einer kapazitiven Trennschicht versehen ist, so dass es ein vom Stromkreis getrennter Ausgang ist. Da es an dem Ausgang eine kapazitive Trennschicht gibt, die den Ausgang des Sigma-Delta-Modulators vom Stromkreis trennt, kann das analoge Eingangsteil des Zählers dann mit einem digitalen Datenausgang integriert werden. Digitale Daten können durch die Trennschicht unter Verwendung der kapazitiven Kopplung der kapazitiven Trennschicht übertragen werden.
  • Der erste Sigma-Delta-Modulator kann so konfiguriert sein, dass er an dem vom Stromkreis getrennten digitalen Datenausgang einen Bitstrom ausgibt, der den Strom durch die erste elektrische Leitung darstellt, und der zweite Sigma-Delta-Modulator kann so konfiguriert sein, dass er an dem vom Stromkreis getrennten digitalen Datenausgang einen Bitstrom ausgibt, der den Spannungspegel der ersten elektrischen Leitung darstellt. Sowohl der erste als auch der zweite Sigma-Delta-Modulator können Ausgänge haben, die durch eine kapazitive Trennschicht vom Stromkreis getrennt sind, so dass ihr analoges Eingangsteil mit einem digitalen Datenausgang gekoppelt sein kann. Beide Sigma-Delta-Modulatoren können dann Bitströme ausgeben, die den Strom durch die elektrische Leitung bzw. deren Spannungspegel darstellen.
  • Vorteilhafterweise kann der Energiezähler mit einem galvanisch getrennten Eingang mit einer kapazitiven Trennschicht zur Eingabe eines Taktsignals versehen sein. Dem Eingangsteil des Energiemeters wird ein Taktsignal über einen galvanisch getrennten Eingang des Zählers zugeführt, der durch eine kapazitive Trennschicht vom Stromkreis getrennt ist. Eine derartige Bereitstellung eines Taktsignals für das Eingangsteil ermöglicht einen wirklich synchronen Betrieb mehrerer, in einem Array angeordneter Energiezähler, wodurch die Messung des Stroms durch und des Spannungsabfalls über alle Phasen (stromführende Leitungen), die häufig in Haushalts- und Industrie-Energieversorgungsunternehmen verwendet werden, ermöglicht wird.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der untenstehenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen und aus den beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
  • 1 eine vereinfachte schematische Darstellung eines herkömmlichen elektronischen Energiezählers;
  • 2 eine alternative Ausführung eines herkömmlichen elektronischen Energiezählers;
  • 3 eine vereinfachte schematische Darstellung eines elektronischen Energiezählers gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
  • 4 eine vereinfachte schematische Darstellung eines elektronischen Energiezählers gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
  • 5 eine vereinfachte schematische Darstellung eines elektronischen Energiezählers gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
  • 6 eine vereinfachte schematische Darstellung eines elektronischen Energiezählers gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 7 eine vereinfachte schematische Darstellung eines elektronischen Energiezählers gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung.
  • 3 zeigt ein Eingangsteil eines elektronischen Energiezählers, das insbesondere in einem Wattstundenzähler zur Messung der Aufnahme von elektrischer Leistung in einer Haushalts- oder Industrieumgebung verwendet werden kann. In diesem Beispiel wird der Energiezähler zur Messung des Stroms durch eine Phase bzw. stromführende Leitung Px und ebenso zur Messung der Spannung zwischen der stromführenden Leitung Px und einem Nullleiter N verwendet. Eine Stromversorgungsstufe PWR hat einen Eingang mit der stromführenden Leitung Px verbunden und einen Eingang mit dem Nullleiter N verbunden. Der mit der stromführenden Leitung Px verbundene Eingang ist ebenfalls die Referenzmasse REF des Eingangsteils. Die Stromversorgungsstufe PWR hat zwei Ausgänge, die jeweils mit einem Sigma-Delta-Modulator SD-MOD1 bzw. SD-MOD2 verbunden sind, so dass die Stromversorgungsstufe PWR die beiden Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD1 und SD-MOD2 mit Strom versorgen kann. Jeder Sigma-Delta-Modulator hat zwei Eingänge. Ein Sigma-Delta-Modulator SD-MOD1 hat einen ersten Eingang, der mit der Phasenleitung Px verbunden ist, und einen zweiten Eingang, der über einen Widerstand R1 mit dem Nullleiter N verbunden ist. Ein zweiter Widerstand R2 ist zwischen die beiden Eingänge des Sigma-Delta-Modulators SD-MOD1 derart geschaltet, dass die Widerstände R1 und R2 einen Spannungsteiler bilden. Der andere Sigma-Delta-Modulator SD-MOD2 hat zwei Eingänge, die mit der stromführenden Leitung Px und mit einem Shunt-Widerstand RSH, der in die stromführende Leitung Px zwischen einer Zusammenschaltung der stromführenden Leitung Px und den beiden Eingängen des Sigma-Delta-Modulators SD-MOD2 geschaltet ist, verbunden sind. Beide Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD1 und SD-MOD2 haben digitale Datenausgänge, die durch eine Trennschicht galvanisch getrennt sind. Es wird eine kapazitive Kopplung durch die kapazitiven Trennschichten CB1 und CB2 bereitgestellt. Die kapazitiven Elemente CB1 und CB2 an den Ausgängen der Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD1 und SD-MOD2 bilden einen Teil der allgemeinen Trennschicht ISO-BAR, die das gesamte Zählereingangsteil galvanisch trennt. Die kapazitive Kopplung der kapazitiven Trennschicht wird zur Übertragung der Ausgangssignale von SD-MOD1 und SD-MOD2 durch die Schicht verwendet. Im Vergleich zu einem Optokoppler ist die kapazitive Kopplung höchst vorteilhaft, da sie preiswerter in der Herstellung ist und selbst keinen Strom verbraucht. Jeder Sigma-Delta-Modulator kann zweiter Ordnung sein und einen Einzelbitausgabestrom haben. Mit einer Einzelbitausgabe des Sigma-Delta-Modulators kann für jeden Sigma-Delta-Modulator ein einzelnes kapazitives Kopplungselement (d. h. ein einzelner Teil einer kapazitiven Trennschicht) verwendet werden. All dies ermöglicht es, dass der Energiezähler klein und nicht sehr komplex ist.
  • Die Stromversorgungsstufe PWR führt beiden Sigma-Delta-Modulatoren Strom zu, und das als Shunt-Widerstand RSH ausgeführte Shunt-Bauelement misst den durch die stromführende Leitung Px fließenden Strom. Der als Widerstandsanordnung R1 und R2 ausgeführte Spannungsteiler misst die Spannung zwischen der stromführenden Leitung Px und dem Nullleiter N. Die Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD1 und SD-MOD2 wandeln die analogen Messdaten von dem Spannungsteiler R1, R2 bzw. dem Shunt-Widerstand RSH in Digitaldaten um und stellen jeweils durch Verwendung der kapazitiven Trennelemente CB1 bzw. CB2 eine digitale Datenausgabe an der und durch die galvanische Trennschicht bereit. Die Digitalausgabe OUT1 des ersten Modulators SD-MOD1 gibt den Spannungsabfall zwischen der stromführenden Leitung Px und den Nullleitern N an, und die Digitalausgabe OUT2 des zweiten Modulators SD-MOD2 gibt die Höhe des durch die stromführende Leitung Px fließenden Stroms an. Die Datenausgangssignale können dann zum Beispiel einem Dezimator (in 3 nicht gezeigt) zugeführt werden, um sie nach einer weiteren Verarbeitung in ein geeignetes Format für eine digitale Auslesevorrichtung wie eine LCD-Anzeige umzuwandeln.
  • In Wirklichkeit haben die meisten Elektriksysteme im Haushalt und in der Industrie (zum Beispiel die Ringnetzverkabelung in einem Haus) drei stromführende Leitungen und einen Nullleiter, wobei die drei stromführenden Leitungen drei verschiedene Phasen haben. 4 zeigt einen elektronischen Energiezähler gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, der zur Messung des Stroms durch jede der drei stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 sowie der Spannung zwischen den stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 und einem Nullleiter geeignet ist. Die Anordnung gemäß der zweiten Ausführungsform ist nahezu identisch mit der in 3 gezeigten ersten Ausführungsform, außer, dass es drei Paare Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD11/SDMOD12, SD-MOD21/SD-MOD22 bzw. SD-MOD31/SD-MOD32 gibt, wobei jedes Paar Sigma-Delta-Modulatoren und ihre zugehörigen Eingangsteile einzeln durch eine Trennschicht ISO-BAR galvanisch getrennt ist. Der Zweck der einzelnen Trennung jedes Paars Sigma-Delta-Modulatoren SD-MOD11/SDMOD12, SD-MOD21/SD-MOD22 und SD-MOD31/SD-MOD32 voneinander besteht in der Trennung der verschiedenen Phasen bzw. stromführenden Leitungen voneinander. Über einen Spannungsteiler, der aus einer Anordnung von je zwei Widerständen R11 und R21; R12 und R22; bzw. R13 und R23 gebildet wird, hat ein Sigma-Delta-Modulator in jedem Paar einen Eingang mit dem Nullleiter N verbunden und einen Eingang mit einer stromführenden Leitung P1, P2 bzw. P3 verbunden, um die Spannung zwischen jeder der stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 und dem Nullleiter zu messen. Der andere Sigma-Delta-Modulator in jedem Paar hat zwei Eingänge, die beide mit einer der stromführenden Leitungen P1, P2 bzw. P3 verbunden sind, um den Strom durch jede der stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 von den Shunt-Widerständen RSH1, RSH2 und RSH3, die in den stromführenden Leitungen P1, P2 bzw. P3 zwischen der Zusammenschaltung der Modulatoreingänge und der stromführenden Leitung P1, P2 bzw. P3 angeordnet sind, zu messen. Wiederum hat jeder Sigma-Delta-Modulator einen galvanisch getrennten Digitalausgang, der durch eine Trennschicht vom Stromkreis getrennt ist, durch die die Daten unter Verwendung von kapazitiver Kopplung übertragen werden.
  • Der Betrieb des Energiezählers ist identisch mit dem der ersten Ausführungsform. Eine Stromversorgungsstufe (in 4 nicht gezeigt) versorgt jeden der Sigma-Delta-Modulatoren mit Strom. Analoge Messungen der Spannung zwischen jeder der stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 und dem Nullleiter N von den Spannungsteilern R11, R21; R12, R22; und R13, R23 werden durch einen Sigma-Delta-Modulator in jedem Paar in digitale Ausgangssignale BV1, BV2 bzw. BV3 umgewandelt, um eine digitale Darstellung der Spannung an dem Digitalausgang bereitzustellen. Außerdem werden analoge Messungen des Stroms durch die stromführenden Leitungen P1, P2 und P3 von den Shunt-Widerständen RSH1, RSH2 und RSH3 durch den anderen Sigma-Delta-Modulator in jedem Paar in digitale Ausgangssignale BI1, BI2 bzw. BI3 umgewandelt, um eine digitale Darstellung des Stroms an dem Digitalausgang bereitzustellen. Die digitalen Ausgangssignale BV1, BV2 und BV3; bzw. BI1, BI2 und BI3 können dann durch ein geeignetes Mittel z. B. einen Dezimator umgewandelt werden, so dass die Strom- und Spannungspegel von einer Vorrichtung wie einer LCD-Anzeige ausgelesen werden können. Diese Anordnung gestattet die gleichzeitige Messung von Strömen und Spannungen von mehreren verschiedenen stromführenden Leitungen ohne Modifizierung des Eingangsteils des Energiezählers.
  • 5 zeigt einen elektronischen Energiezähler gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung, der ein Beispiel dafür ist, wie die von den Sigma-Delta-Modulatoren ausgegebenen digitalen Signale als Information über die in einem elektrischen System aufgenommene Leistung ausgelesen werden können. Drei vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulatoren werden jeweils mit einer einzelnen galvanischen Trennschicht ISO-BAR versehen, so dass sie voneinander galvanisch getrennt sind und ebenfalls jeweils einen galvanisch getrennten Digitalausgang haben. Analoge Eingangssignale P1, P2 und P3, die den gemessenen Strom durch drei verschiedene stromführenden Leitungen darstellen, werden den drei Sigma-Delta-Modulatoren zugeführt, die jeweils ein digitales Ausgangssignal bereitstellen, das den Strom durch die drei entsprechenden stromführenden Leitungen darstellt. Die drei digitalen Ausgangssignale werden jeweils einem entsprechenden Dezimator DEC zugeführt, der innerhalb einer Steuerstufe CNTL, zum Beispiel in einem Mikrocontroller, bereitgestellt wird. Die drei Dezimatoren DEC sind digitale Dezimierungsfilter, die die drei digitalen Ausgangssignale von den vom Stromkreis getrennten Sigma-Delta-Modulatoren in einen Wert des Integrals der gesamten aufgenommenen Leistung in Bezug auf Zeit in Wattstunden umwandeln, der dann von der Steuerstufe CNTL ausgegeben wird und zum Beispiel auf einer Flüssigkristallananzeige LCD (normalerweise in Kilowattstunden (kWh)) angezeigt werden kann.
  • Die 6A und 6B zeigen eine vierte Ausführungsform eines elektronischen Energiezählers gemäß der Erfindung. 6A gibt einen allgemeinen Überblick über die Ausführungsform, in der ein vom Stromkreis getrennter Sigma-Delta-Modulator ISO-SD-MOD ein Takteingangssignal sowie ein analoges Messeingangssignal Px von einer elektrischen Leitung empfängt und eine digitale Datenausgabe DATA bereitstellt. 6B zeigt den elektronischen Energiezähler ausführlicher. Der vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulator ISO-SD-MOD ist durch eine Trennschicht vollständig galvanisch getrennt und enhält zwei separate Sigma-Delta-Modulatoren – von denen einer einen Eingang für den Empfang eines analogen Strommesssignals I von einer stromführenden Leitung hat und der andere einen Eingang für den Empfang eines analogen Spannungsmesssignals V hat, das den Spannungsabfall zwischen der stromführenden Leitung und einem Nullleiter angibt. Beide Sigma-Delta-Modulatoren haben einen Takteingang für den Empfang eines Taktsignals CLK. Der vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulator ISO-SD-MOD hat einen galvanisch getrennten Eingang mit einer Trennschicht und einem vom Stromkreis trennenden und kapazitiv koppelnden Element (d. h. einem Kondensator) C1 zur Eingabe des Taktsignals CLK. Der Sigma-Delta-Modulator, der das Strommesssignal I empfängt, hat einen galvanisch getrennten digitalen Datenausgang mit einer kapazitiven Trennschicht und einem kapazitiven Kopplungselement C2 zur Ausgabe eines Strombitstroms BI, der den Strom durch die stromführende Leitung darstellt, während der Sigma-Delta-Modulator, der das Spannungsmesssignal V empfängt, einen galvanisch getrennten digitalen Datenausgang mit einem kapazitiven Element C3 zur Ausgabe eines Spannungsbitstroms Bv hat, der den Spannungspegel der stromführenden Leitung darstellt. Das Anlegen des Taktsignals CLK an die beiden Sigma-Delta-Modulatoren gestattet einen echten synchronen Betrieb aller Eingangsteile, was bedeutet, dass der Strom und die Spannung synchron gemessen werden können, so dass äußerst genaue Messungen der Phasenbeziehung möglich sind. Hierdurch werden keine umfangreichen Phasenkorrekturalgorithmen mehr benötigt, um äußerst genaue Energiemessergebnisse zu erzielen. Ströme und Spannungen von allen Phasen (stromführenden Leitungen) können gleichzeitig durch eine einzelne Steuerstufe gemessen werden.
  • 7 zeigt eine alternative Ausführung der in 5 gezeigten Ausführungsform. Anstatt drei vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulatoren mit digitalen Ausgängen, die mit einer Steuerstufe verbunden sind, bereitzustellen, werden lediglich zwei vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulatoren ISO-SD-MOD außerhalb der Steuerstufe bereitgestellt, wobei zwei weitere Sigma-Delta-ADCs SD-ADC innerhalb der Steuerstufe CNTL bereitgestellt werden. Die vom Stromkreis getrennten Sigma-Delta-Modulatoren ISO-SD-MOD sind mit Trennschichten einzeln galvanisch getrennt und haben galvanisch getrennte digitale Ausgänge, die mit innerhalb der Steuerstufe CNLT angeordneten Dezimatoren DEC verbunden sind. Einer der vom Stromkreis getrennten Sigma-Delta-Modulatoren ISO-SD-MOD hat einen Eingang für den Empfang eines Signals P2, und der andere vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulator ISO-SD-MOD hat einen Eingang für den Empfang eines Signals P3, wobei P2 und P3 Strom- und Spannungsmessinformationen von zwei verschiedenen stromführenden Leitungen enthalten. In einem Signal P1, das beiden der Sigma-Delta-ADCs SD-ADC in der Steuerstufe CNTL zugeführt wird, sind Strom- und Spannungsmessinformationen von einer dritten stromführenden Leitung enthalten. Aus den vom Stromkreis getrennten Sigma-Delta-Modulatoren ISO-SD-MOD werden Datenbitströme ausgegeben, die den Strom durch die und die Spannungspegel der elektrischen Leitungen darstellen. Der Unterschied in dieser Ausführungsform besteht darin, dass die analogen Strom- und Spannungsmessinformationen von der dritten stromführenden Leitung durch die Sigma-Delta-ADCs in der Steuerstufe CNTL selbst in digitale Daten umgewandelt werden. Wiederum kann die Steuerstufe CNTL ein Standard-Mikrocontroller sein, der Strom- und Spannungsinformationen von allen drei der stromführenden Leitungen an eine LCD-Anzeige zum Auslesen als Digitaldaten ausgibt. Die Bereitstellung der für die Nachbearbeitung des Sigma-Delta-Modulators benötigten Dezimatorstufen lediglich in der Steuerstufe verringert die Kosten und die Leistungsaufnahme der Eingangsstufe. Auf Grund dieser Architektur profitiert der gesamte Energiezähler gemäß der vorliegenden Erfindung ebenfalls von einer verringerten Bitgröße der Sigma-Delta-Modulatoren.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung obenstehend unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsformen beschrieben wurde, ist diese nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt, und dem Fachmann fallen zweifellos weitere Alternativen ein, die innerhalb des beanspruchten Schutzumfangs der Erfindung liegen. Der elektronische Energiezähler gemäß der Erfindung ist zum Beispiel nicht darauf beschränkt, dass er zum Erhalten von Strom- und Spannungsinformationen von lediglich drei stromführenden Leitungen verwendet wird – es können, entsprechend der Anzahl von stromführenden Leitungen, von denen Messungen genommen werden müssen, so viele Sigma-Delta-Modulator-Paare oder einzelne vom Stromkreis getrennte Sigma-Delta-Modulatoren in dem Zähler bereitgestellt werden, wie benötigt werden.
  • Die vorgestellte Erfindung kann zum Beispiel ebenfalls zur Messung des Stroms durch den Nullleiter sowie durch die stromführende Leitung mit Shunts verwendet werden, wie es in einigen Ländern erforderlich ist, um Manipulationen aufzudecken und trotzdem die verbrauchte Energie korrekt zu berechnen.

Claims (6)

  1. Elektronischer Energiezähler, umfassend: einen ersten Sigma-Delta-Modulator mit einem galvanisch getrennten digitalen Datenausgang, eine Stromversorgungsstufe, die mit einer ersten elektrischen Leitung gekoppelt ist, um dem ersten Sigma-Delta-Modulator eine Versorgungsspannung bereitzustellen, und ein Shunt-Bauelement, das mit der ersten elektrischen Leitung gekoppelt ist, bei dem der erste Sigma-Delta-Modulator mit einem Eingang mit dem Shunt-Bauelement gekoppelt ist, um einen Strom durch die erste elektrische Leitung zu messen und der galvanisch getrennte digitale Ausgang durch eine kapazitive Trennschicht vom Stromkreis getrennt ist.
  2. Elektronischer Energiezähler gemäß Anspruch 1, ferner umfassend einen zweiten Sigma-Delta-Modulator mit einem galvanisch getrennten digitalen Datenausgang mit einer kapazitiven Trennschicht und einen mit der ersten elektrischen Leitung gekoppelten Spannungsteiler, bei dem der zweite Sigma-Delta-Modulator durch die Stromversorgungsstufe mit Spannung versorgt wird und mit einem Eingang mit dem Spannungsteiler gekoppelt ist, um einen Spannungspegel der ersten elektrischen Leitung zu messen.
  3. Elektronischer Energiezähler gemäß Anspruch 2, bei dem der erste Sigma-Delta-Modulator so konfiguriert ist, dass er an dem vom Stromkreis getrennten digitalen Datenausgang einen Bitstrom ausgibt, der den Strom durch die erste elektrische Leitung darstellt, und der zweite Sigma-Delta-Modulator so konfiguriert ist, dass er an dem vom Stromkreis getrennten digitalen Datenausgang einen Bitstrom ausgibt, der den Spannungspegel der ersten elektrischen Leitung darstellt.
  4. Elektronischer Energiezähler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen galvanisch getrennten Eingang mit einer kapazitiven Trennschicht zur Eingabe eines Taktsignals.
  5. Elektronischer Energiezähler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Sigma-Delta-Modulator ein Sigma-Delta-Modulator zweiter Ordnung ist.
  6. Elektronischer Energiezähler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Sigma-Delta-Modulator einen Einzelbit-Ausgabedatenstrom hat.
DE102007051794A 2007-10-30 2007-10-30 Mehrphasen-Festkörper-Wattstundenzähler Ceased DE102007051794A1 (de)

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