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DE102007051018A1 - Fertigungseinrichtung - Google Patents

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DE102007051018A1
DE102007051018A1 DE200710051018 DE102007051018A DE102007051018A1 DE 102007051018 A1 DE102007051018 A1 DE 102007051018A1 DE 200710051018 DE200710051018 DE 200710051018 DE 102007051018 A DE102007051018 A DE 102007051018A DE 102007051018 A1 DE102007051018 A1 DE 102007051018A1
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DE
Germany
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tool
guide device
arm
line arrangement
carriage
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200710051018
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Hahn
Lars Dipl.-Ing. Westhoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Daimler AG filed Critical Daimler AG
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Publication of DE102007051018A1 publication Critical patent/DE102007051018A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25JMANIPULATORS; CHAMBERS PROVIDED WITH MANIPULATION DEVICES
    • B25J19/00Accessories fitted to manipulators, e.g. for monitoring, for viewing; Safety devices combined with or specially adapted for use in connection with manipulators
    • B25J19/0025Means for supplying energy to the end effector

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Robotics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fertigungseinrichtung (1), insbesondere ein Montage- oder ein Spritzroboter, für die serienweise Beschichtung, Bearbeitung oder Handhabung von Werkstücken, mit zumindest einem Arm (2), der über zumindest ein Gelenk (5) abwinkelbare Armabschnitte (3, 4) aufweist und an dessen freiem Ende ein dreh- und/oder verschiebebewegbares Werkzeug (7) angeordnet ist, und mit einer entlang des Arms (2) verlaufenden Leitungsanordnung (9), die Schläuche (8) für dem Werkzeug (7) zuzuführende Medien und/oder elektrische Kabel/Leitungen (8) enthält. Hierbei ist vorgesehen, dass zumindest eine Führungseinrichtung (10) vorgesehen ist, welche einen mit der Leitungsanordnung (9) verbundenen und translatorisch bewegbaren Schlitten (11) aufweist, wobei die Leitungsanordnung (9) an der dem Werkzeug (7) zugewandten Seite der Führungseinrichtung (10) einen Werkzeugbereich (17) und an der dem Werkzeug (7) abgewandten Seite der Führungseinrichtung (10) einen Kompensationsbereich (16) aufweist, und wobei die Führungseinrichtung (10) so ausgebildet ist, dass sie den Schlitten (11) derart verstellt, dass sämtliche Bewegungen des Arms (2) und des Werkzeugs (7) mit der Leitungsanordnung (9) korrekt durchführbar sind und gleichzeitig mittels einer geeigneten Änderung der Länge der Leitungsanordnung (9) im Werkzeugbereich (17) die Leitungsanordnung (9) im Werkzeugbereich (17) hinreichend straff gehalten wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fertigungseinrichtung, insbesondere einen Montage- oder einen Spritzroboter, für die serienweise Beschichtung, Bearbeitung oder Handhabung von Werkstücken, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 10 2004 014 209 A1 ist eine gattungsgemäße Fertigungseinrichtung bekannt, die zumindest einen Arm, der über zumindest ein Gelenk abwinkelbare Armabschnitte aufweist besitzt. An dem freien Ende eines äußeren Armabschnittes ist dabei ein Werkzeug zur Bearbeitung des Werkstücks angeordnet. Zur Versorgung des Werkzeuges mit elektrischer Energie beziehungsweise mit Verbrauchsmaterial, ist eine Leitungsanordnung vorgesehen, welche durch den Innenraum der Armabschnitte und durch hohle Gelenke der die einzelnen Armabschnitte miteinander verbindenden Übergänge geführt und durch eine Zugentlastungsvorrichtung so an den Gelenken fixiert ist, dass sie in den Gelenken bei ihren Biegungen längs oder in der Nähe einer Linie oder Ebene verlaufen, bei der ihre mechanische Beanspruchung möglichst gering ist. Hierdurch soll unabhängig von der Bewegung des Roboterarms eine möglichst straffe Leitungsführung erreicht werden.
  • Aus der DE 103 04 652 A1 ist ein Roboter, insbesondere ein Lackierroboter, mit mindestens einem beweglichen Glied bekannt, welches eine Leitungsdurchführung aufweist, die mindestens eine Leitung aufnimmt. Dabei ist die Leitung in der Leitungsführung mindestens teilweise spiralförmig oder mäanderförmig angeordnet, um bei einer Änderung der Roboterstellung eine Axialbewegung der Leitung zu ermöglichen.
  • Aus der EP 0 144 602 A1 ist eine Haltevorrichtung für Versorgungsleitungen an Robotern bekannt, wobei die ein Werkzeug des Roboters versorgenden Leitungsbündel in an den einzelnen Baugruppen des Roboters angeordneten rohrförmigen Gehäuse gehalten und geführt sind und wobei in diesen Gehäusen Einsätze zur Aufnahme und Halterung unterschiedlich großer Leitungen vorgesehen sind, die den unterschiedlichen Aufgaben des Roboters angepasst sind und darüber hinaus schnell ausgetauscht werden können.
  • Aus der EP 1 602 458 A1 ist eine Roboterhandachse mit einer Schlauchführung für einen Lackierroboter bekannt, wobei die Roboterhandachse eine Schlauchdurchführung mit einem Schutzschlauch und einem Schlauchführungselement aufweist. Hierdurch sollen die Schläuche in lateraler Richtung geführt und dadurch eine Schlaufenbildung verhindert werden.
  • Schließlich ist aus der EP 1 614 478 A1 eine Schlauchführung für einen Lackierroboter mit mindestens einem Beschichtungsmittelschlauch zur Durchleitung eines elektrisch aufgeladenen Beschichtungsmittels und einer den Beschichtungsmittelschlauch umgebenden elektrischen Isolierung bekannt. Die Isolierung weist einen separaten Isolierschlauch aus einem elektrisch isolierenden Material auf, in welchem der Beschichtungsmittelschlauch verläuft.
  • Hierdurch soll der Beschichtungsmittelschlauch einerseits und der Isolierschlauch andererseits auf die jeweilige technische Funktion hin optimiert werden, ohne dass die verschiedenen Konstruktionsziele gegensätzlich sind.
  • Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine gattungsgemäße Fertigungseinrichtung eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, welche sich insbesondere durch geringe Wartungsintervalle auszeichnet.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, an einem Armabschnitt eines Roboterarms eine Führungseinrichtung vorzusehen, in welcher eine Leitungsanordnung, das heißt Schläuche für einem Werkzeug zuzuführende Medien- und/oder elektrische Leitungen, geführt sind, wobei die Führungseinrichtung unabhängig von der Bewegung des Roboterarms für eine Straffheit der einzelnen Leitungen beziehungsweise Schläuche der Leitungsanordnung in einem Werkzeugbereich sorgt und dadurch ein Reiben derselben, verbunden mit einer über lange Zeit hin gesehenen Beschädigung, verhindert. Der Roboterarm ist dabei Teil einer Fertigungseinrichtung, insbesondere eines Montage- oder eines Spritzroboters für die serienweise Beschichtung, Bearbeitung oder Handhabung von Werkstücken. Der Roboterarm, allgemein auch Arm genannt, weist über zumindest ein Gelenk abwinkelbare Armabschnitte auf, wobei an einem freien Ende eines Armabschnittes ein dreh- und/oder verschiebebewegbares Werkzeug zur Bearbeitung des Werkstücks angeordnet ist. Die Schläuche für dem Werkzeug zuzuführende Medien beziehungsweise die elektrischen Leitungen verlaufen insbesondere außen entlang des Armes, zusammengefasst in der Leitungsanordnung, wobei die Führungseinrichtung zum Halten beziehungsweise Straffen der Leitungsanordnung einen mit dieser verbundenen und translatorisch bewegbaren Schlitten aufweist. Die Leitungsanordnung weist an der dem Werkzeug zugewandten Seite der Führungseinrichtung einen Werkzeugbereich und an der dem Werkzeug abgewandten Seite der Führungseinrichtung einen Kompensationsbereich auf. Die Führungseinrichtung ist so ausgebildet, dass sie den Schlitten derart verstellt, dass sämtliche Bewegungen des Arms und des Werkzeugs mit der Leitungsanordnung korrekt durchführbar sind und gleichzeitig mittels einer geeigneten Änderung der Länge der Leitungsanordnung im Werkzeugbereich die Leitungsanordnung im Werkzeugbereich hinreichend straff gehalten wird. Dadurch wird eine Schlaufenbildung beziehungsweise ein Scheuern einer abknickenden Leitungsanordnung verhindert. Über den translatorisch verstellbaren Schlitten erfolgt somit eine kontinuierliche Längenanpassung der benötigten Länge der Leitungsanordnung im Werkzeugbereich, wodurch eine Reduzierung der Berührungen zwischen der Leitungsanordnung einerseits und dem Arm und/oder dem Werkzeug andererseits erreicht werden kann. Hierdurch verringert sich nicht nur der Abrieb an der Leitungsanordnung sondern auch ein Schmutzeintrag in einer Produktionszelle, welcher aufgrund des Abriebes bei Berührungen der Leitungsanordnung am Arm bzw. am Werkzeug entsteht. Insgesamt kann durch den deutlich verringerten bzw. vollständig vermiedenen Abrieb ein deutlich längeres Wartungsintervall vorgesehen werden, wodurch sich die Wartungskosten naturgemäß reduzieren lassen.
  • Zweckmäßig ist zur Verstellung des Schlittens der Führungseinrichtung ein Kolben-/Zylinderaggregat vorgesehen, welches beispielsweise pneumatisch betrieben ist. Ein derartiges Kolben-/Zylinderaggregat erlaubt eine äußerst exakte Einstellung beziehungsweise Steuerung der Schlittenbewegung und damit ein besonders exaktes Kompensieren der durch die Bewegungen des Roboterarms bedingten und sich ständig verändernden erforderlich Länge der Leitungsanordnung. Insbesondere bei der Verwendung von Druckluft als Betriebsmedium lässt sich zudem ein sehr umweltfreundliches Betreiben des Kolben-Zylinderaggregates realisieren.
  • Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung sind die Führungseinrichtung beziehungsweise zumindest Teile davon aus Aluminium ausgebildet. Aufgrund der unter Umständen sehr hohen Bewegungsgeschwindigkeiten eines derartigen Roboterarms, müssen die daran befestigten Komponenten nach Möglichkeit relativ leicht ausgebildet sein, um den Energiebedarf des Roboters beziehungsweise der Fertigungseinrichtung möglichst gering halten zu können. Zugleich kann durch eine sehr leichte Ausbildung der Führungseinrichtung der Roboterarm der Fertigungseinrichtung in seiner bisherigen Form beibehalten werden, insbesondere muss dieser nicht aufgrund eines großen Gewichtes der Führungseinrichtung konstruktiv verstärkt beziehungsweise mit leistungsstärkeren Antrieben ausgerüstet werden. Die Ausbildung von zumindest Teilen der Führungseinrichtung aus Aluminium bietet somit eine robuste und gleichzeitig gewichtsminimierende Lösung, welche einen Bewegungsablauf des Roboterarms nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
  • Dabei zeigen, jeweils schematisch,
  • 1 eine Ansicht auf eine erfindungsgemäße Fertigungseinrichtung,
  • 2 eine Detailansicht einer Führungseinrichtung an der Fertigungseinrichtung,
  • 3 eine Darstellung wie in 2, jedoch aus einer anderen Perspektive.
  • Entsprechend 1 ist eine erfindungsgemäße Fertigungseinrichtung 1 dargestellt, welche in der Art eines Montageroboters für die serienweise Bearbeitung oder Handhabung von nicht gezeigten Werkstücken ausgebildet ist. Dabei soll die gemäß 1 dargestellte Ausführungsform der Fertigungseinrichtung 1 rein exemplarisch verstanden werden, so dass von der Erfindung insbesondere auch Fertigungseinrichtungen 1 umfasst sein sollen, welche als Spritzroboter für die serienweise Beschichtung von Werkstücken dienen. Die Fertigungseinrichtung 1 weist einen Arm 2 auf, welcher insgesamt zwei Armabschnitte 3 und 4 besitzt, die über ein gemeinsames Gelenk 5 miteinandner verbunden sind. Der Armabschnitt 3 ist an seinem dem Armabschnitt 4 entgegengesetzten Ende gelenkig mit einem Fuß 6 der Fertigungseinrichtung 1 verbunden. An seinem dem Armabschnitt 3 abgewandten Ende weist der Armabschnitt 4 gemäß der 1 ein Werkzeug 7, hier eine Schweißzange auf, welche in vielerlei Richtung beweglich am Armabschnitt 4 gelagert ist.
  • Ist die Fertigungseinrichtung 1 als Spritzroboter ausgebildet, so muss dieser extreme Bewegungen mit Umorientierungen im Handachsbereich, das heißt im Bereich des Werkzeugs 7, ausführen können. Bei einer Ausbildung der Fertigungseinrichtung 1 ist das Werkzeug 7 dem gemäß als Spritzwerkzeug ausgeführt, wobei ein Schlauch 8 vorgesehen ist, welcher dem Spritzwerkzeug ein Spritzmedium zuführen kann. Bei einem als Schweißzange ausgebildeten Werkzeug 7 muss dieses zusätzlich mit elektrischer Energie zum Schweißen versorgt werden, so dass in diesem Fall eine Leitung 8 entlang der beiden Armabschnitte 3 und 4 zum Werkzeug 7 geführt werden muss. Insgesamt können die Schläuche beziehungsweise elektrischen Leitungen 8 Teil einer Leitungsanordnung 9 sein, welche mehrere Leitungen 8 beziehungsweise Schläuche 8 umfasst. Die Leitungsanordnung 9 verläuft dabei außen entlang des Armes 2.
  • Unabhängig von einer Stellung des Armes 2 muss dabei eine sichere/ausreichende Versorgung des geführten Werkzeuges 7 gewährleistet werden, so dass eine erhöhte Schlepplänge der Leitungsanordnung 9 vorgehalten werden muss. Eine derartig erhöhte Schlepplänge führt bei manchen Bewegungen des Armes 2 dazu, dass die Leitungsanordnung 9 beziehungsweise die darin enthaltenen Schläuche beziehungsweise Leitungen 8 ausknicken und an mechanischen Teilen des Armes 2 reiben, wodurch ein nicht zu unterschätzender Schmutzeintrag in den Produktionsprozess stattfindet. Darüber hinaus werden durch extreme Knickbewegungen beziehungsweise durch die Reibung der Leitungsanordnung 9 am Arm 2 die Schläuche beziehungsweise Leitungen 8 der Leitungsanordnung 9 mechanisch stark belastet, was verkürzte Wartungsintervalle nach sich zieht.
  • Um eine Reibung der Leitungsanordnung 9 an den einzelnen Armabschnitten 3, 4, das heißt am Arm 2 der Fertigungseinrichtung 1, verbunden mit den damit einhergehenden Nachteilen vermeiden zu können, weist die erfindungsgemäße Fertigungseinrichtung 1 zumindest eine die Leitungsanordnung 9 haltende beziehungsweise straffende Führungseinrichtung 10 auf, welche einen mit der Leitungsanordnung 9 verbunden und translatorisch bewegbaren Schlitten 11 besitzt. Dieser Schlitten 11 ist entlang des Pfeils 12 translatorisch hin und her bewegbar, wobei der Schlitten 11 gleichzeitig fest mit der Leitungsanordnung 9, das heißt den Schläuchen beziehungsweise den Kabeln 8 verbunden ist. Am gegenüberliegenden Ende der Führungseinrichtung 10 weist diese eine Führungsöffnung 13 auf, durch welche die Leitungsanordnung 9 geführt ist. Die Leitungsanordnung 9 weist an der dem Werkzeug 7 zugewandten Seite der Führungseinrichtung 10 einen Werkzeugbereich 17 und an der dem Werkzeug 7 abgewandten Seite der Führungseinrichtung 10 einen Kompensationsbereich 16 auf. Die Führungseinrichtung 10 ist so ausgebildet, dass sie den Schlitten 11 derart verstellt, dass sämtliche Bewegungen des Arms 2 und des Werkzeugs 7 mit der Leitungsanordnung 9 korrekt durchführbar sind und gleichzeitig mittels einer geeigneten Änderung der Länge der Leitungsanordnung 9 im Werkzeugbereich 17 die Leitungsanordnung 9 im Werkzeugbereich 17 hinreichend straff gehalten wird.
  • Zum translatorischen Verstellen des Schlittens 11 ist eine Verstelleinrichtung 14 vorgesehen, welche beispielsweise als Kolben-Zylinderaggregat 15 ausgebildet ist. Ein derartiges Kolben-Zylinderaggregat 15 kann dabei beispielsweise pneumatisch betrieben sein. Von großem Vorteil ist dabei, dass die Verstellbewegung des Schlittens 11 mittels des Kolben-Zylinderaggregates 15 äußerst exakt erfolgt, so dass die sich ständig ändernde Schlepplänge der Leitungsanordnung 9 im Werkzeugbereich 17, hervorgerufen durch die unterschiedlichen Bewegungen des Armes 2 bzw. des Werkzeugs 7 der Fertigungseinrichtung 1, problemlos kompensiert werden können. Hierdurch lässt sich eine reibungsarme Bewegung der Leitungsanordnung 9 erzielen, wodurch sich einerseits der Verschleiß der Leitungsanordnung 9 reduziert und andererseits ein Schmutzeintrag, welcher durch die Reibung hervorgerufen wird, verringert. Generell ist aber auch eine elektrisch betriebene Verstelleinrichtung 14 denkbar.
  • Wie den 1 bis 3 zu entnehmen ist, ist die Führungseinrichtung 10 am dem Werkzeug 7 zugeordneten Armabschnitt 4 angeordnet und vorzugsweise aus Aluminium, das heißt aus einem leichten aber dennoch festen Werkstoff ausgebildet. Eine Ausbildung der Führungseinrichtung 10 aus Aluminium bietet dabei den Vorteil, dass der Arm 2 beziehungsweise einen diesen betreibende Antriebseinrichtung nicht verstärkt werden müssen, da sich das geringe Gewicht der Führungseinrichtung 10 nicht oder nur unwesentlich auf die Bewegungsfähigkeit des Armes 2 auswirkt.
  • Prinzipiell übt dabei die Verstelleinrichtung 14, das heißt im Falle der 1 bis 3 das Kolben-Zylinderaggregat 15 eine permanente Kraft auf den Schlitten 11 der Führungseinrichtung 10 aus, so dass die Leitungsanordnung 9 im Werkzeugbereich 17 stets unter einer vordefinierten Vorspannung gehalten werden kann. Üblicherweise ist auch eine nicht dargestellte Ventileinrichtung vorgesehen, über welche eine Vorspannkraft und/oder eine Rückfederkraft des Schlittens 11 manuell oder automatisch einstellbar ist.
  • Durch die erfindungsgemäße Führungseinrichtung 10 erfolgt somit eine kontinuierliche Längenanpassung der benötigten Länge der Leitungsanordnung 9 im Werkzeugbereich 17, was zu einer Reduzierung der Berührungen zwischen der Leitungsanordnung 9 und dem Arm 2 der Fertigungseinrichtung 1 bzw. dem Werkzeug 7 führt und damit zu einem geringeren Verschleiß. Insbesondere werden auch die mechanischen Belastungen der Leitungsanordnung 9 reduziert, da diese nicht wie bisher üblich stark abgeknickt werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102004014209 A1 [0002]
    • - DE 10304652 A1 [0003]
    • - EP 0144602 A1 [0004]
    • - EP 1602458 A1 [0005]
    • - EP 1614478 A1 [0006]

Claims (9)

  1. Fertigungseinrichtung (1), insbesondere ein Montage- oder ein Spritzroboter, für die serienweise Beschichtung, Bearbeitung oder Handhabung von Werkstücken, – mit zumindest einem Arm (2), der über zumindest ein Gelenk (5) abwinkelbare Armabschnitte (3, 4) aufweist und an dessen freiem Ende ein dreh- und/oder verschiebebewegbares Werkzeug (7) angeordnet ist, – mit einer entlang des Arms (2) verlaufenden Leitungsanordnung (9), die Schläuche (8) für dem Werkzeug (7) zuzuführende Medien und/oder elektrische Kabel/Leitungen (8) enthält, dadurch gekennzeichnet, – dass zumindest eine Führungseinrichtung (10) vorgesehen ist, welche einen mit der Leitungsanordnung (9) verbundenen und translatorisch bewegbaren Schlitten (11) aufweist, – wobei die Leitungsanordnung (9) an der dem Werkzeug (7) zugewandten Seite der Führungseinrichtung (10) einen Werkzeugbereich (17) und an der dem Werkzeug (7) abgewandten Seite der Führungseinrichtung (10) einen Kompensationsbereich (16) aufweist, – wobei die Führungseinrichtung (10) so ausgebildet ist, dass sie den Schlitten (11) derart verstellt, dass sämtliche Bewegungen des Arms (2) und des Werkzeugs (7) mit der Leitungsanordnung (9) korrekt durchführbar sind und gleichzeitig mittels einer geeigneten Änderung der Länge der Leitungsanordnung (9) im Werkzeugbereich (17) die Leitungsanordnung (9) im Werkzeugbereich (17) hinreichend straff gehalten wird.
  2. Fertigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstelleinrichtung (14) zur Verstellung des Schlittens (11) der Führungseinrichtung (10) vorgesehen ist.
  3. Fertigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (14) ein Kolben-Zylinderaggregat (15) zur Verstellung des Schlittens (11) der Führungseinrichtung (10) aufweist, welches insbesondere pneumatisch betrieben ist.
  4. Fertigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (10) am dem Werkzeug (7) zugeordneten Armabschnitt (4) angeordnet ist.
  5. Führungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kolben-Zylinderaggregat (15) eine permanente Kraft auf den Schlitten (11) der Führungseinrichtung (10) ausübt, sodass die Leitungsanordnung (9) im Werkzeugbereich (17) stets unter einer vordefinierbaren Vorspannung gehalten ist.
  6. Führungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kolben-Zylinderaggregat (15) eine Ventileinrichtung aufweist, über welche eine Vorspannkraft und/oder eine Rückfederkraft auf den Schlitten (11) manuell oder automatisch einstellbar ist.
  7. Führungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (10) aus Aluminium ausgebildet ist.
  8. Führungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (10) eine Führungsöffnung (13) aufweist, durch welche die Leitungsanordnung (9) geführt ist.
  9. Führungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (10) und mindestens der Werkzeugbereich (17) der Leitungsanordnung (9) außen am Arm (2) angeordnet sind.
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