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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von Biogas aus
organischen Stoffen, mit einem zumindest eine Kammer ausbildenden
Biogasreaktor, dem über
eine Mischeinheit ein definiertes Gemisch aus einem organische Stoffe
aufweisenden Frischsubstrat und einem organische Stoffe aufweisenden
Rezirkulat zuführbar
ist.
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Weiterhin
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Erzeugung von Biogas
aus organischen Stoffen durch eine Biogasanlage, die einen zumindest
eine Kammer ausbildenden Biogasreaktor umfasst, dem über eine
Mischeinheit ein definiertes Gemisch aus einem organische Stoffe
aufweisenden Frischsubstrat und einem organische Stoffe aufweisenden
Rezirkulat zugeführt
wird.
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Üblicherweise
ist es erforderlich, so genannte Frischgärsubstrate entsprechend aufzubereiten, um
diese aufbereiteten Frischgärsubstrate
dann einer Biogasanlage beziehungsweise einem Biogasreaktor zur
Herstellung von Biogas definiert zuzuführen. In der Biogasanlage,
insbesondere in einem Reaktorraum der Biogasanlage beziehungsweise
des Biogasreaktors, erfolgt dann meist in mehreren miteinander gekoppelten
Kammern des Reaktorraums die Erzeugung des Biogases. Ein derartiger
Reaktorraum kann beispielsweise eine Einfüllkammer und mehrere Zwischenkammern
umfassen. Die Vorrichtung zur Herstellung des fertig aufbereiteten
Gärsubstrats
beziehungsweise des Frischgärsubstrats
ist üblicherweise
mit der Einfüllkammer
des Reaktorraums gekoppelt, wobei bevorzugt ein Wärmetauscher
der Biogasanlage zwischen der Einfüllkammer und der Vorrichtung
zur Herstellung des fertig aufbereiteten Gärsubstrats angeordnet sein
kann, um eine geeignete Temperatur des fertig aufbereiteten Gärsubstrats
für die
Erzeugung des Biogases in dem Reaktorraum zu erhalten. Dem Wärmetauscher
ist üblicherweise
eine Mischeinheit nachgeschaltet, die somit zwischen dem Wärmetauscher
und dem Biogasreaktor beziehungsweise dem Reaktorraum angeordnet
ist. Über
die Mischeinheit wird dem Reaktorraum letztlich das Gemisch aus
dem fertig aufbereiteten Gärsubstrat,
nämlich
das Frischsubstrat, und dem Rezirkulat zugeführt. Das Rezirkulat umfasst dabei
organische Stoffe, die den Biogasreaktor beziehungsweise den Reaktorraum
zumindest teilweise bereits durchlaufen beziehungsweise durchströmt haben
und der Mischeinheit zur Erzeugung des vorgenannten Gemischs zugeführt und
somit dem Biogasreaktor erneut zugeführt werden. Insbesondere handelt
es sich daher bei dem Rezirkulat um vorwiegend reaktionslose organische
Stoffe.
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Bei
der Biogaserzeugung werden Anaerobbakterien dazu benutzt, organische
Stoffe, die nicht mehr mit dem lebenden Organismus in Verbindung stehen,
zu zersetzen und in Gas umzuwandeln. Anaerobe Bakterien sind das
letzte Bindeglied im natürlichen
Kreislauf und kommen in der Natur überall vor, z. B. in Mägen von
Wiederkäuern
oder im schwarzen Schlamm von Seen und Mooren. Bei der anaeroben Vergärung sind
zunächst
die fakultativen Methanbakterien und die obligaten Methanbakterien
zu unterscheiden. Die organischen Stoffe, die bei der anaeroben
Vergärung
als Rohstoffe dienen, umfassen beispielsweise organische Stoffe
oder Reststoffe aus Industrie, Gastronomie, Handel, Landwirtschaft
(Gülle und
Festmist) oder nachwachsende Rohstoffe (Maissilage, Grassilage und
andere Kurzgewächse).
Diese organischen Stoffe bestehen hauptsächlich aus Kohlehydraten, Fetten
und Eiweißstoffen.
Die fakultativen, wahlfreien Methanbakterien können auch mit Sauerstoff leben.
Diese übernehmen
eine erste Phase der Aufbereitung und zerlegen die organischen Stoffe
in Alkohole, Fettsäuren
und deren Salze. Diese erste Phase der Aufbereitung wird als Säurebildnerphase
oder Hydrolyse bezeichnet. In einer zweiten Phase übernehmen
die obligaten Methanbakterien die Umwandlung in Alkohole, Fettsäuren und
deren Salze zu Gas. Diese zweite Phase bezeichnet man als Methanisierungsphase.
Die erste und zweite Phase verläuft
zeitversetzt um etwa sechs Stunden, wobei während der ersten sechs Stunden
die so genannte Hydrolysephase abläuft.
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1 zeigt
ein Diagramm, welches den allgemeinen Verlauf der natürlichen
Vergärung
darstellt. Insbesondere zeigt das Diagramm den Abbau einer organischen
Trockensubstanz (OTS) in Prozent in Abhängigkeit der verstrichenen
Tage (Volllinie). Dabei ist festzustellen, dass während der
ersten zwanzig Tage der Abbau der Trockensubstanz sehr langsam in
Gang kommt. Nur wenige Bakterien wie in allen organischen Abfällen vorhanden,
entwickeln sich bei entsprechendem Futterangebot im logarithmischen
Verhältnis
(gestrichelte Linie). Im gleichen Verhältnis wie sich die Bakterien
entwickeln wird die organische Masse abgebaut und in Gas umgewandelt.
Erstrebenswert ist ein Abbau der organischen Trockensubstanz von
70 Prozent, jedoch wird dies gemäß dem Diagramm
aus 1 im natürlichen Gärprozess
erst nach 40 Tagen annähernd
erreicht.
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Biogasanlagen
haben zum Ziel, ein Umfeld für
die organische Vergärung
zu schaffen, welches ermöglicht,
dass diese organische Vergärung
deutlich beschleunigt wird. Jedoch besteht allgemein in der Biogastechnik
die Problematik, insbesondere bei den dem Stand der Technik angehörenden Biogasanlagen,
dass insbesondere die anaeroben Abläufe in diesen Biogasanlagen
nicht in dem beabsichtigten beziehungsweise angestrebten Ausmaß auftreten. Damit
derartige anaerobe Abläufe
beziehungsweise Prozesse, insbesondere im Rahmen einer anaeroben
Biozönose,
in geeignetem Ausmaß ablaufen,
ist es zum einen erforderlich, gewissen Rahmenbedingungen in der
Biogasanlage geeignet festzulegen. Zum anderen ist die Zusammensetzung
des fertig aufbereiteten Gärsubstrats
(Gärmasse),
das Frischsubstrat, von besonderer Bedeutung, um die anaeroben Abläufe in den
Biogasanlagen zu begünstigen. Das
heißt,
bereits bei der Herstellung des für die Biogasanlage aufbereiteten
Substrats beziehungsweise des Frischsubstrats ist insbesondere auf
dessen Zusammensetzung zu achten, um anschließend in den Biogasanlagen unter
Beimischung des Rezirkulats die angestrebten anaeroben Prozesse
zu erzielen. Allgemein ist bekannt, das im Zusammenhang mit der
Zusammensetzung des Substrats auf ein ausgewogenes Verhältnis von
Kohlenstoff und Stickstoff (C/N-Verhältnis) zu achten ist; konkrete
Angaben darüber,
in welchem verbindlichen ausgewogenen C/N-Verhältnis diese beiden Stoffe beziehungsweise chemischen
Elemente in dem Substrat vorliegen müssen, wurden bislang nicht
gemacht. Lediglich bestehen ungenaue Angaben dahingehend, dass C/N-Verhältnisse
zwischen 10 bis 30 anzustreben sind. Ferner wurde in diesem Zusammenhang
auch festgestellt, dass bei Unterschritten oder Überschritten dieser C/N-Verhältnisse
Hemmungen im Hinblick auf eine Bakterienkultur mit aller Wahrscheinlichkeit auftreten.
Da sämtliche
organischen Stoffe zumindest drei Grundbaustoffe, nämlich Kohlenhydrate, Fette
und Eiweiße,
umfassen, liegen die beiden chemischen Elemente Kohlenstoff C und
Stickstoff N in jedem Fall auch im Substrat beziehungsweise der Gärmasse vor.
Jedoch ist es äußerst problembehaftet,
die Mengen von Kohlenstoff C und Stickstoff N der einzelnen organischen
Massen in den Substraten abzuschätzen,
so dass folglich auch ein exaktes Mischen der einzelnen organischen
Massen beziehungsweise Stoffe des Substrats zur Erzielung einer bestimmten
punktgenauen Zusammensetzung des Substrats äußerst schwer ist. Zur Erreichung
dieser bestimmten punktgenauen Zusammensetzung müsste das entsprechende Substrat
beispielsweise im Labor analysiert werden, um über dessen Zusammensetzung
Kenntnis zu erlangen und darauf basierend weitere Mischschritte
vorzunehmen. Derartige Laboranalysen sind jedoch sehr aufwändig und
daher äußerst kostspielig.
Weiterhin stehen Resultate solcher La boranalysen erst nach einer
langen Zeitspanne, üblicherweise
erst nach ungefähr
3 Wochen, zur Verfügung,
in der sich das Substrat bereits nachhaltig auswirkend im Hinblick
auf die anaeroben Prozesse verändert
haben kann.
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Übliche Substrate
werden gemäß dem Stand der
Technik beispielsweise auf der Basis von Silomais, ein Lebensmittel,
das bei der Ernte als Häcksel gewonnen
wird, hergestellt.
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Insbesondere
ergeben sich aus den dem Stand der Technik angehörenden Vorrichtungen zur Herstellung
des fertig aufbereiteten Gärsubstrats Probleme
dahingehend, dass das fertig aufbereitete Gärsubstrat beziehungsweise das
Frischsubstrat insbesondere nicht hinreichend für den anaeroben Gärprozess
in der Biogasanlage aufbereitet wird, was sich nachhaltig auf die
anaerobe Symbiose in dem Reaktorraum der Biogasanlage auswirkt.
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Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die gattungsgemäßen Vorrichtungen
zur Erzeugung von Biogas und die gattungsgemäßen Verfahren zur Biogaserzeugung
derart weiterzubilden, dass eine höhere Gasausbeute erreicht werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen
Ansprüchen.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Erzeugung von Biogas aus organischen Stoffen baut auf dem gattungsgemäßen Stand
der Technik dadurch auf, dass eine Steuereinrichtung vorgesehen ist,
die geeignet ist, eine Zufuhr des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats
zur Mischeinheit zumindest in Abhängigkeit von einer mit einer
Frischsubstratzusammensetzung des der Mischeinheit zugeführten Frischsubstrats
korrelierenden Größe zu steuern,
um das definierte Gemisch zu erhalten. Vorzugsweise wird der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein
fertig aufbereitetes Gärsubstrat
beziehungsweise Frischsubstrat aus Stroh und Tierexkrementen zugeführt, insbesondere
der Mischeinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die weitestgehend
störstofffrei sind.
Das der zumindest einen Kammer des Biogasreaktors zugeführte fertig
aufbereitete Gärsubstrat wird
vorzugsweise über
die Mischeinheit mengengesteuert in Zyklen im Kreislauf gepumpt
und dadurch zirkuliert. Dieser mengengesteuerte Kreislaufzyklus lässt sich
wahlweise und gezielt zwischen zwei Zugabezyklen von fertig aufbereitetem
Gärsubstrat
einfädeln.
Die im Kreislauf in dem Biogasreaktor gepumpte Gärsubstratmenge beziehungsweise
das Rezirkulat ist klar definiert, wobei der Kreislauf an der Mischeinheit
endet, bei der dem Biogasreaktor das Gemisch aus dem fertig aufbereiteten
Gärsubstrat beziehungsweise
Frischsubstrat und dem Rezirkulat wieder zugeführt wird. So ist gewährleistet,
dass die anaerobe Symbiose nicht gestört oder beeinträchtigt wird.
Beispielsweise kann das Frischsubstrat beziehungsweise das fertig
aufbereitete Frischsubstrat durch einen Freifallmischer hergestellt
werden. So erfolgt die Befüllung
des Freifallmischers vorzugsweise mit Strohhäcksel und dünnflüssiger Gülle sowie Festmist (insbesondere
Tierexkremen te) oder anderen organischen Stoffen. Eine drehbare
Trommel des Freifallmischers wird hydraulisch abdichtend oder fluiddicht
durch eine Vollklappe geschlossen. Danach erfolgt eine kurze Mischphase,
in der die Flüssigkeit,
insbesondere die dünnflüssige Gülle, von den
Feststoffen wie dem Festmist und den Tierexkrementen vollständig gebunden
wird. Anschließend
erfolgt ein Absaugvorgang mittels einer rotierenden Vakuumpumpe
bis auf ca. 913 mbar. Damit ist die Anaerobphase eingeleitet und
das Frischgärsubstrat
wird mittels einer Exenterschneckenpumpe in den der Biogasanlage
vorgeschalteten geschlossenen Wärmetauscher
gepumpt und auf Reaktortemperatur erwärmt und temperaturgesteuert
in den Biogasreaktor beziehungsweise den Reaktorraum über die Mischeinheit
gepumpt. Gleichzeitig wird Rezirkulat nach Rezeptur dem Frischgärsubstratstrom
in der Mischeinheit zugeführt,
so dass in dem Reaktorraum dann ein für Anaerobbakterien bevorzugtes
Milieu herrscht. Insbesondere erfolgt dabei die Zugabe des Rezirkulat
in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung des Frischsubstrats, die von der Steuereinrichtung
ermittelt wird; ebenso denkbar ist aber auch, dass die Steuereinrichtung
fortwährend
die Zusammensetzung des aufbereiteten Frischsubstrats erfasst und
bei Änderungen
beziehungsweise Schwankungen der Frischsubstratzusammensetzung die
Zugabe des Rezirkulats in die Mischeinheit fortwährend anpasst. In Kenntnis
der Zusammensetzung des Frischsubstrats kann beispielsweise auf
Grundlage von Kennlinien, die durch Versuche ermittelt werden, die
mengengesteuerte Zugabe des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats
genau definiert beziehungsweise vorgegeben werden. Beispielsweise lässt sich
durch Versuche ermitteln, welches C/N-Verhältnis in dem Frischsubstrat
bestimmter Menge bei bestimmten Frischsubstratzusammensetzungen
vorliegt und in Kennlinien erfassen. Basierend auf diesen Kennlinien
kann somit durch weitere Versuche ermittelt werden, welche Mengen
von Rezirkulat der bestimmten Menge von Frischsubstrat in der Mischeinheit
beizumischen sind, um das gewünschte
C/N-Verhältnis
zu erhalten. Besonders bevorzugt wird durch diese Steuerung ein
Gemisch aus Frischsubstrat und Rezirkulat erzeugt, das ein C/N-Verhältnis im
Bereich von 15:1 bis 25:1, bevorzugt 19:1 bis 21:1 und besonders
bevorzugt von 20:1 aufweist. Dabei weist dieses Gemisch dieses C/N-Verhältnis nach
dem Zusammenmischvorgang des Frischsubstrats und des Rezirkulats
in der Mischeinheit unmittelbar vor Eintritt in den Biogasreaktor
auf. Besonders bevorzugt weist dieses Gemisch dann einen pH-Wert
von größer 7 auf.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann jedes benötigte
fertig aufbereitete Gärsubstrat
hergestellt werden. Dabei können
beispielsweise Schweinegülle,
Hühnergülle oder
andere organische Abfallstoffe verwendet werden. Entscheidend sind
in diesem Zusammenhang beispielsweise die Rezeptur beziehungsweise
die Zusammensetzung des Frischgärsubstrats sowie
die Menge des zugeführten
Rezirkulats. Um ein Gemisch in der Mischeinheit zu erhalten, das
das besonders bevorzugte C/N-Verhältnis von 20:1 aufweist und
einen pH-Wert von größer als
7 hat, sind insbesondere die folgenden Zufuhrmengen beziehungsweise
Zufuhrverhältnisse
sowie Frischsubstratzusammensetzungen denkbar, die durch die Steuereinrichtung
auf der Grundlage der Kennlinien eingestellt werden können. Bei
einem täglichen
Eintrag in den Biogasreaktor von 12 Tonnen (12 t/d) Frischsubstrat
wird eine Zusammensetzung des Frischsubstrats von 10,75 Tonnen/Tag
Rindergülle
und 1,245 Tonnen/Tag Stroh eingestellt. Dies entspricht in Gewichtsan teilen
89,60 Gewichtsprozent Rindergülle und
10,40 Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel. Ein derartiges Frischsubstrat
weist dann in etwa ein C/N-Verhältnis
von 46,6:1 auf. Anhand der vorgenannten Kennlinien steuert die Steuereinrichtung
die Rezirkulatzufuhr in die Mischeinheit, die in etwa zu 5,7 Tonnen/Tag
(t/d) festgelegt wird, wodurch in der Mischeinheit das besonders
bevorzugte C/N-Verhältnis von
20:1 in dem Gemisch aus Frischsubstrat und Rezirkulat erzielt wird.
Im Falle einer Frischsubstratzusammensetzung aus 9,6 t/d Rindergülle, 0,9
t/d Stroh und 1,5 t/d Rindermist, d. h. 80 Gewichtsprozent Rindergülle, 7,5
Gewichtsprozent Stroh und 12,5 Gewichtsprozent Rindermist, wird
eine Rezirkulatzufuhr von 4,7 t/d in die Mischeinheit durch die
Steuereinrichtung eingestellt, um das C/N-Verhältnis von 40,40:1 in dem Frischsubstrat
auf ein C/N-Verhältnis
von 20:1 in dem Gemisch aus dem Frischsubstrat und dem Rezirkulat
einzustellen. Im Falle einer Frischsubstratzusammensetzung aus 10,75
t/d Schweinegülle
und 1,245 t/d Stroh, d. h. 89,60 Gewichtsprozent Schweingülle und
10,40 Gewichtsprozent Stroh, wird eine Rezirkulatzufuhr von 2,9
t/d in die Mischeinheit durch die Steuereinrichtung eingestellt,
um das C/N-Verhältnis
von 33,14:1 in dem Frischsubstrat auf ein C/N-Verhältnis von
20:1 in dem Gemisch aus dem Frischsubstrat und dem Rezirkulat einzustellen.
Im Falle einer Frischsubstratzusammensetzung aus 9,6 t/d Schweinegülle, 0,9
t/d Stroh und 1,5 t/d Schweinemist, d. h. 80 Gewichtsprozent Schweingülle, 7,5
Gewichtsprozent Stroh und 12,5 Gewichtsprozent Schweinemist, wird
eine Rezirkulatzufuhr von 1,4 t/d in die Mischeinheit durch die
Steuereinrichtung eingestellt, um das C/N-Verhältnis von 25,0:1 in dem Frischsubstrat
auf ein C/N-Verhältnis
von 20:1 in dem Gemisch aus dem Frischsubstrat und dem Rezirkulat
einzustellen. Die einigen wenigen vorangehenden Werte sind dabei durch
umfangreiche Versuche ermittelt worden, wobei die Substratzusammensetzungen
in diesem Fall anhand eines Freifallmischers unter Absaugung von Luft
erzielt wurden.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
kann in vorteilhafter Weise derart weitergebildet werden, dass die
Steuereinrichtung geeignet ist, Gewichtsprozente von entsprechenden
Komponenten des Frischsubstrats zu ermitteln und auf der Grundlage dieser
Ermittlung die Zufuhr des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats
zur Mischeinheit zu steuern. Beispielsweise kann bei Verwendung
des Vertikalmischers eine Wiegeeinrichtung vorgesehen sein, über die
das entsprechende Gewicht des zugeführten Strohhäcksels und
der Gülle
sowie des Festmists ermittelt werden kann; beispielsweise dadurch,
dass die Zufuhr von Strohhäcksel
und Gülle/Festmist
zeitlich versetzt erfolgt, so dass fortlaufend eine entsprechende
Gewichtszunahme des in dem Vertikalmischer befindlichen Frischgärsubstratgemischs
ermittelt werden kann und dadurch auf die prozentualen Anteile der
entsprechenden Gärsubstratkomponenten
geschlossen werden kann. Vorzugsweise ist die Wiegeeinrichtung programmierbar
und berührungslos
an dem Vertikalmischer montiert. Unverfälschte Daten sind somit gewährleistet.
Zusätzlich
kann auch der Gärsubstrat-Mixer
beziehungsweise die Mischeinheit eine Wiegeeinrichtung aufweisen,
die an einen Steuerkreis angeschlossen ist und dazu eingerichtet
ist, einen Datenaustausch mit einer Steuereinrichtung, beispielsweise
eines Personal Computers (PC), durchzuführen. Insbesondere kann die
Befüllung des
Vertikalmischers nach Gewicht bei Stroh und Festmist sowie nach
Durchflussmenge bei der dünnflüssigen Gülle, woraus
sich dessen Gewicht herleiten lässt,
vorgenommen werden. Eine Entleerung des Vertikalmischers kann beispielsweise über eine
Drehzahlsteuerung zur Exenterschneckenpumpe, die wiederum mit dem
Wärmetauscher
gekoppelt ist, erfolgen. Sämtliche
aus dem Stand der Technik bekannte Einrichtungen zur direkten oder
indirekten Erfassung des Gewichts oder der Gewichtsanteile der Komponenten
des Frischsubstrats können
verwendet werden, so dass die genaue Frischsubstratzusammensetzung
ermittelt werden kann.
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Weiterhin
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
so ausgebildet werden, dass die Steuereinrichtung geeignet ist,
die Zufuhr des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats zur Mischeinheit
derart zu steuern, dass sich in dem definierten Gemisch ein C/N-Verhältnis von
20:1 einstellt. Wie bereits erwähnt wird
das C/N-Verhältnis
von 20:1 besonders bevorzugt und trägt in besonders vorteilhafter
Weise zu einer erhöhten
Gasausbeute in der Biogasanlage bei, wie durch Versuche nachgewiesen
wurde. Jedoch sind auch C/N-Verhältnisse
im Bereich von 15:1 bis 25:1, bevorzugt 19:1 bis 21:1, im Hinblick
auf die Gasausbeute tolerierbar. Dabei weist dieses Gemisch, wie
bereits erwähnt,
dieses C/N-Verhältnis nach
dem Zusammenmischvorgang des Frischsubstrats und des Rezirkulats
in der Mischeinheit unmittelbar vor Eintritt in den Biogasreaktor
auf.
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Darüber hinaus
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
derart verwirklicht werden, dass die Steuereinrichtung geeignet
ist, die Zufuhr des Rezirkulats und/oder des Frischsub strats zur
Mischeinheit derart zu steuern, dass sich in dem definierten Gemisch
ein C/N-Verhältnis
von 20:1 und ein pH-Wert, der
größer als
7 ist, einstellen. Insbesondere wird bei dem Mischvorgang in der
Mischeinheit das Ziel verfolgt, Gärsubstratgemische beziehungsweise
definierte Gemische in der Mischeinheit aus Stroh, dünnflüssiger Gülle und
Tierexkrementen herzustellen, die nach den Erfordernissen der Biologie
unter Berücksichtigung
der vorgenannten Rahmenbedingungen erfolgen. Dabei handelt es sich
insbesondere um definierte Substratgemische aus dem Frischsubstrat und
dem Rezirkulat mit einem pH-Wert > 7
und einem C/N-Verhältnis
von 20:1. Das so entstehende definierte Gemisch erfüllt die
Kriterien der Biologie, weil durch die Rezeptur beziehungsweise
die gesteuerte Zufuhr in die Mischeinheit das Verhältnis von
Kohlenstoff:Stickstoff von 20:1 vorliegt und einen pH-Wert aufweist,
der größer als
7 ist. So ist ein wichtiger Baustein für die Rahmenbedingungen im
Gärprozess
geschaffen. Der Biogasprozess nach den Kriterien des pH-Werts von größer 7 und
dem C/N-Verhältnis
von 20:1 beinhaltet das Milieu für
eine optimal ablaufende Biozönose
in einer anaeroben Symbiose. Hierin bestimmen Methanbakterien den
Biogasprozess. Methanbakterien besitzen antibiotische Kräfte, die
in dem von ihnen beherrschten Bereich alle anderen Mikroorganismen
und darunter selbst pathogene Keime in ihrer Lebensfähigkeit
stark beeinträchtigen oder
gar vernichten.
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Ferner
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
so ausgestaltet werden, dass das Frischsubstrat vor Erreichen der
Mischeinheit einen Trockensubstanzgehalt von 22% aufweist und 7
Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel, und 93 Gewichtsprozent
Rindergülle/Festmist
oder 15 Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel, und
85 Gewichtsprozent Schweinegülle/Festmist
umfasst. Insbesondere wird somit das große Potential von Tierexkrementen,
d. h. Gülle
und Festmist, sowie Stroh zu einem gärfähigen Substrat nach den Erfordernissen einer
gut funktionierenden Biozönose
genutzt. Dabei sind die einzelnen Anteile des fertig aufbereiteten Frischsubstrats
bereits vor Erreichen der Mischeinheit klar definiert. Das fertig
gemischte und aufbereitete Frischsubstrat entspricht der nach Rezept
erstellten Mischung und wird mengengesteuert über eine geschlossene Exenterschneckenpumpe
der Mischeinheit zugeführt,
wobei das Frischsubstrat vor Erreichen der Mischeinheit vorzugsweise
den der Biogasanlage zugeordneten Wärmetauscher durchläuft. In
der Mischeinheit wird dem Frischsubstrat das Rezirkulat zugeführt, so
dass das daraus entstehende Gemisch einen pH-Wert von größer 7, vorzugsweise von 7,4,
aufweist. Beispielsweise weist das Frischsubstratgemisch 7 Gewichtsprozent
Stroh und 93 Gewichtsprozent Rindergülle/Festmist auf. Ein Frischsubstrat
aus Schweinegülle
hat vorzugsweise einen pH-Wert von 7,6 und weist vorzugsweise 15 Gewichtsprozent
Stroh und 85 Gewichtsprozent Schweinegülle/Festmist auf. Die Zusammenmischung
in der Mischeinheit erfolgt immer nach den Kriterien des pH-Werts
und nach den Erfordernissen des durch Versuche ermittelten besonders
vorteilhaften C/N-Verhältnisses
von 20:1. Dabei wird das punktgenaue Verhältnis des Gemischs in der Mischeinheit
beispielsweise im Frischsubstrat durch den Zugabestrom beziehungsweise
das Einmischen des Rezirkulats in die Mischeinheit erzielt. Anschließend erfolgt
die Zufuhr des Gemischs in der Mischeinheit in den Biogasreaktor.
Bevorzugt wird zur Herstellung des fertig aufbereiteten Frischsubstrats
Häcksel
verwendet, insbesondere nachwachsende Rohstoffe, vornehmlich Getreidestroh.
Jedoch kann jede Art von Häcksel,
insbesondere Pflanzenstroh, und Gülle bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden. Insbesondere können
folgende organische Stoffe zur Herstellung des fertig aufbereiteten
Gärsubstrats
beziehungsweise des Frischsubstrat verwendet werden: Wirtschaftsdünger, wie beispielsweise
Gülle und
Festmist, nachwachsende Rohstoffe, wie beispielsweise Maissilage,
Grassilage, Getreidekörner,
organische Soffe der weiterverarbeitenden Agrarindustrie, organische
Reststoffe aus Kommunen und Schlachtrückstände sowie Grün- und Rasenschnitte.
Besonders bevorzugt ist jedoch die Verwendung von Tierexkrementen
in der Form von Festmist unter Zufuhr von dünnflüssiger Gülle sowie Strohhäcksel, so
dass diese organischen Stoffe zu einem gärfähigen fertig aufbereiteten
Gärsubstrat
beziehungsweise Frischsubstrat nach den Erfordernissen einer gut
funktionierenden Biozönose
aufbereitet, insbesondere gemischt, werden können. Dabei sind die einzelnen
Anteile des Substrats klar definiert. Insbesondere die zielgerichtete
Zerkleinerung von Stroh zu Strohhäcksel ist vorteilhaft, um die Bedingungen
für ein
gärfähiges Substrat
beziehungsweise Frischsubstrat zu schaffen. Vorteilhaft ist besonders,
dass durch das erfindungsgemäße Verfahren
kleine landwirtschaftliche Betriebe teilnehmen können, die Festmist liefern
und gehäckseltes
Stroh empfangen können.
In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass als Häcksel Pflanzenstroh verwendet
wird, das mit der Gülle
und dem Festmist vermengt wird, um das Frischsubstrat beziehungsweise
das fertig aufbereitete Gärsubstratgemisch
zu erhalten.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Erzeugung von Biogas aus organischen Stoffen baut auf dem gattungsgemäßen Stand
der Technik dadurch auf, dass eine Zufuhr des Rezirkulats und/oder
des Frischsubstrats zur Mischeinheit zumindest in Abhängigkeit
von einer mit einer Frischsubstratzusammensetzung des der Mischeinheit
zugeführten Frischsubstrats
korrelierenden Größe gesteuert
wird, um das definierte Gemisch zu erhalten. Dadurch ergeben sich
die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläuterten
Vorteile auf gleiche oder ähnliche
Weise, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Ausführungen
im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen wird.
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Gleiches
gilt sinngemäß für die folgenden bevorzugten
Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
weshalb auch diesbezüglich
zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Ausführungen
im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann in vorteilhafter Weise derart weitergebildet werden, dass Gewichtsprozente
von entsprechenden Komponenten des Frischsubstrats ermittelt werden
und auf der Grundlage dieser Ermittlung die Zufuhr des Rezirkulats
und/oder des Frischsubstrats zur Mischeinheit gesteuert wird.
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Weiterhin
kann das erfindungsgemäße Verfahren
so ausgeführt
werden, dass die Zufuhr des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats
zur Mischeinheit derart gesteuert wird, dass sich in dem definierten
Gemisch ein C/N-Verhältnis
von 20:1 einstellt.
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Darüber hinaus
kann das erfindungsgemäße Verfahren
derart verwirklicht werden, dass die Zufuhr des Rezirkulats und/oder
des Frischsubstrats zur Mischeinheit derart gesteuert wird, dass
sich in dem definierten Gemisch ein C/N-Verhältnis
von 20:1 und ein pH-Wert, der größer als
7 ist, einstellen.
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Ferner
kann das erfindungsgemäße Verfahren
so ausgestaltet werden, dass das Frischsubstrat vor Erreichen der
Mischeinheit so ausgebildet wird, dass es einen Trockensubstanzgehalt
von 22% aufweist und 7 Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel, und
93 Gewichtsprozent Rindergülle/Festmist
oder 15 Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel, und
85 Gewichtsprozent Schweinegülle/Festmist
umfasst.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren beispielhaft erläutert.
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Es
zeigen:
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1 ein
Diagramm, welches den allgemeinen Verlauf der natürlichen
Vergärung
darstellt;
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2 eine
schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung eines
Frischsubstrats in einer Seitenansicht;
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3 eine
schematische Darstellung der Vorrichtung von 2 in einer
Draufsicht;
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4 eine
schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zur Herstellung eines Frischsubstrats in einer Draufsicht;
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5 eine
schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zur Herstellung eines Frischsubstrats in einer Seitenansicht;
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6 eine
schematische Darstellung der Vorrichtung von 5 in einer
weiteren Seitenansicht;
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7 eine
schematische Darstellung der Vorrichtung von 5 in einer
Draufsicht; und
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8 eine
schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung
von Biogas, die zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet ist.
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 10 zur
Herstellung eines fertig aufbereiteten Gärsubstrats beziehungsweise
eines Frischsubstrats in einer Seitenansicht. Hingegen zeigt 3 eine
schematische Darstellung der Vorrichtung 10 von 2 in
einer Draufsicht. Die Vorrichtung 10 zur Herstellung des
fertig aufbereiteten Gärsubstrats
beziehungsweise des Frischsubstrats, das anschließend einer
später
näher erläuterten
Biogasanlage beziehungsweise einem Biogasreaktor zugeführt wird,
um fasst in diesem Fall einen Freifallmischer 12, der nach
Art eines an sich bekannten Betonmischers mit drehbarer Trommel
(Trommelmischer) ausgebildet ist. Insbesondere handelt es sich um
einen stationären
Betonmischer in den Größenklassen
von 6 m3 bis 15 m3 Nennfüllung. So
umfasst der Freifallmischer insbesondere die lediglich schematisch
dargestellte drehbare Trommel, deren Ein- und Auslassöffnung verschwenkt
werden kann. Die Trommel kann dabei derart in eine Zuführ- und Abführstellung
verschwenkt werden, dass ihr das Gärsubstrat über die Ein- und Auslassöffnung zugeführt werden
kann. Weiterhin kann die Trommel in eine Mischstellung verschwenkt
werden, bei der der eigentliche später näher erläuterte Mischprozess stattfindet.
Zu diesem Zweck sind innerhalb der Trommelwand meist schräg positionierte
Schaufeln angebracht, die in Mischpositionierung das zugeführte Gärsubstrat
anheben können,
das dann durch Schwerkrafteinwirkung wieder nach unten fällt. Bei geänderter
Trommeldrehrichtung fördern
die Schaufeln das Gärsubstrat
zur Ein- und Auslassöffnung und zusammen
mit der Verschwenkung der der Trommel in die Zuführ- und Abführstellung wird die Entleerung der
Trommel bewirkt. Der Freifallmischer 12 ist weiterhin mit
einer hydraulisch abdichtenden beziehungsweise fluiddichtenden Klappe
verschließbar, die
zum Öffnen
und Schließen
der Ein- und Auslassöffnung
der Trommel geeignet ist. Darüber
hinaus ist der Freifallmischer 12 derart modifiziert, dass
durch in die Trommel mündende
Saugstutzen an der Vollverschlussklappe beziehungsweise der Klappe
eine normal rotierende Vakuumpumpe angeschlossen ist.
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Unmittelbar
an der Ein- und Auslassöffnung der
Trommel des Freifallmischers 12 ist ein Übergabetrichter 14 angeordnet, in
den eine Strohgebläseleitung 16 zur
Zufuhr von zerkleinertem Stroh (Strohhäcksel) und eine Frischgüllezuführleitung 18 zur
Zufuhr von Frischgülle
in den Übergabetrichter 14 münden. Weiterhin
ist eine Fördereinrichtung 20 mit
einem Förderband
vorgesehen, das an deren einem Endabschnitt an einer Oberkante des Übergabetrichters 14 endet
und sich mit deren anderem Endabschnitt in einem Trichter 22 zur
Aufbewahrung von Festmist erstreckt. Dadurch ist über die
Fördereinrichtung 20 Festmist
von dem Trichter 22 in den Übergabetrichter 14 förderbar.
Ferner ist eine in den Übergabebehältergrund
beziehungsweise Übergabebehälterboden
mündende
Abführleitung
vorgesehen, über
die mittels einer Exzenterschneckenpumpe 24 das fertig
aufbereitete Gärsubstrat
beziehungsweise das Frischsubstrat in einen Wärmetauscher der später näher erläuterten
Biogasanlage abführbar ist.
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Das
Verfahren zur Herstellung des fertig aufbereiteten Gärsubstrats
beziehungsweise des Frischsubstrats, das einer später näher erläuterten Mischeinheit
des Biogasreaktors zugeführt
wird, anhand der Vorrichtung 10 gestaltet sich wie folgt.
Bei dem Verfahren werden zur Herstellung des Gärsubstrats in diesem Fall Strohhäcksel und
Tierexkremente in der Form von Festmist sowie dünnflüssige Gülle verwendet. Andere organische
Stoffe zur Mischung sind jedoch auch denkbar. Zunächst wird über die Strohgebläseleitung 16 geschreddertes
Stroh beziehungsweise Strohhäcksel
in den Freifallmischer 12 eingeblasen. Dabei kann das Strohhäcksel beispielsweise
von einem nicht dargestellten Strohschredder mit elektrischem Antrieb
herrühren
und über
ein Gebläse
in die Strohgebläseleitung 16 eingeblasen
werden, die das Strohhäcksel
dem Freifallmischer 12 zuführt. Insbesondere werden bei
der Herstellung des Strohhäcksels
Rundstrohballen mit einem Durchmesser bis zu 1,5 m und/oder Quaderballen
verwendet und derart geschreddert, dass die Strohhäcksellänge in etwa
10–25
mm, bevorzugt 10 mm, 12 mm oder 18 mm beträgt. Das Häckselgut wird somit direkt vom
Strohschredder über
die Strohgebläseleitung 16 in
den Freifallmischer 12 geblasen, wobei nahezu gleichzeitig
oder kurz verzögert
eine Beaufschlagung von Frischgülle über die
Frischgüllezuführleitung 18 und
eine Förderung
von Festmist über
die Fördereinrichtung 20 erfolgt.
Anschließend
wird der Freifallmischer zum Mischen der organischen Stoffe in der Trommel
betrieben und in dessen Mischstellung verfahren. Dieser Zuführvorgang
der organischen Stoffe wird beispielsweise über eine an dem Freifallmischer 12 vorgesehenen
Wiegeeinrichtung kontrolliert und so gesteuert, dass ein gewünschtes
Mischungsverhältnis
von Gülle/Festmist
zu Strohhäcksel
eingestellt werden kann. Dabei werden die ermittelten Gewichtsanteile
der Gülle,
des Festmists sowie des Strohhäcksel
beispielsweise in einem Speicher abgelegt, so dass die genaue Zusammensetzung
des Frischsubstrats, insbesondere die Gewichtsprozente der Komponenten
des Frischsubstrats, zu jedem Zeitpunkt feststellbar und abrufbar
ist. Insbesondere kann eine Dosierung der einzelnen Substratkomponenten,
nämlich
die Befüllung
der Trommel des Freifallmischers mit Stroh nach Gewicht und mit
Gülle nach
Durchflussmenge vorgenommen werden. Darüber hinaus kann die Fördermenge
von Festmist ebenso über
die Fördereinrichtung 20 eingestellt werden.
Eine entsprechende Entleerung der Trommel kann über eine Drehzahlsteuerung
der Exenterschneckenpumpe erfolgen. Alternativ kann aber auch eine
Füllstandsmessung
in der Trommel oder in dem Übergabebehälter vorgenommen
werden. In dem Freifallmischer 12 lässt sich jede gewünschte Frischsubstratmischung
wirkungsvoll herstellen, wobei gleichzeitig gewährleistet ist, dass die zugeführte Frischgülle von
den Feststoffen, wie Festmist und dem Strohhäcksel, vollständig gebunden
wird und die in den Feststoffen befindliche Luft entweicht. Danach
erfolgt eine kurze Mischphase, in der die Flüssigkeit von den Feststoffen
vollständig
gebunden wird. Anschließend
wird die Klappe der Trommel geschlossen und es erfolgt ein Absaugvorgang
mittels einer fluidtechnisch mit der Trommel gekoppelten rotierenden
Vakuumpumpe. Dadurch wird die Anaerobphase des Frischgärsubstrats
eingeleitet. Luft sammelt sich insbesondere über dem Frischgärsubstrat in
der Trommel des Freifallmischers an und wird mit der an der Trommel
vorgesehenen normal rotierenden Vakuumpumpe abgesaugt, so dass der
in der Trommel herrschende Atmosphärendruck von 1013,25 mbar um
100 mbar auf 913 mbar verringert wird. Das fertig gemischte Frischsubstrat
entspricht der gewünschten
Frischgärsubstratmischung,
die Trommel wird über
die Klappe geöffnet,
die Drehrichtung der Trommel wird zum Entleeren der Trommel eingestellt
und das Gärsubstratgemisch
wird mengengesteuert über
den Übergabetrichter 14 der Exenterschneckenpumpe 24 zugeführt, die
die gewünschte
Frischgärsubstratmischung
in den der später
näher erläuterten
Biogasanlage vorgeschalteten Wärmetauscher
fördert.
Das so entstandene aufbereitete Gärsubstrat beziehungsweise Frischsubstrat hat
dann einen pH-Wert von 7,4 und besteht aus 7 Gewichtsprozent Stroh
und 93 Gewichtsprozent Gülle/Festmist;
bevorzugt wird Rindergülle
verwendet. Ebenso kann das Gärsubstrat
aber auch aus Schweinegülle
hergestellt werden, die einen pH-Wert von 7,6 hat, wobei das Frischsubstrat
dann aus 15 Gewichtsprozent Stroh und 85 Gewichtsprozent Schweinegülle/Festmist
besteht. Die Frischsubstratmischung kann ebenso aus mehreren und
verschiedenen Tierexkrementen sowie aus Festmist und Stroh bestehen.
Die Zusammenmischung erfolgt immer nach den vorgegebenen Rahmenbedingungen des
pH-Werts und nach dem bestimmten gewünschten C/N-Verhältnis, wobei
zumindest das exakte C/N-Verhältnis
dann unter Zugabe eines Rezirkulats in einer Mischeinheit der später näher erläuterten
Biogasanlage eingestellt wird.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung
zur Herstellung eines Frischgärsubstrats
in einer Draufsicht. Bei der Beschreibung dieser Ausführungsform wird
im Folgenden zur Vermeidung von Wiederholung lediglich auf die Unterschiede
zur ersten Ausführungsform
eingegangen. Dabei werden zur ersten Ausführungsform gleiche oder ähnliche
Komponenten mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. In diesem Fall
umfasst die Vorrichtung 10 zwei Freifallsmischer 12,
wobei ein Strohschredder 26 den beiden Freifallmischern 12 über ein
Gebläse 28 und
eine Strohgebläseleitung 16 Strohhäcksel zuführen kann. Dabei
ist in der Strohgebläseleitung 16 eine
Verzweigung vorgesehen, bei der sich die Strohgebläseleitung 16 zu
den beiden Freifallmischern 12 verzweigt. Insbesondere
ist eine fluidtechnische Weiche an der Verzweigung vorgesehen, über die
sich die Zufuhr des Strohhäcksels
zu den beiden Freifallmischern einstellen lässt. Darüber hinaus ist eine Frischgüllezuführleitung 18 vorgesehen,
die analog zur Strohgebläseleitung 16 ebenso
eine Verzweigung aufweist, an der sich die Frischgüllezuführleitung 18 zu den beiden
Freifallmischern 12 verzweigt, wodurch beide Freifallmischer 12 mit
Gülle beaufschlagt
werden können.
Ferner ist eine Austragsschurre beziehungsweise eine Befüllungseinrichtung 14 in
Analogie zu dem Übergabebehälter 14 der
ersten Ausführungsform
vorgesehen, über
die die Frischgärsubstratmischung
von den Freifallmischern 12 einer Exzenterschneckenpumpe 24 zuführbar ist,
um die Frischgärsubstratmischung über eine
Leitung 30 dem Wärmetauscher
der später
näher erläuterten
Biogasanlage zuzuführen.
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Das
Verfahren kann bei der zweiten Ausführungsform sinngemäß wie bei
der ersten Ausführungsform
durchgeführt
werden, lediglich mit dem Unterschied, dass zwei Freifallmischer
befüllt
und entleert werden müssen,
um das fertig aufbereitete Gärsubstratgemisch
beziehungsweise das Frischsubstrat in der gewünschten Gärsubstratmenge zu erzielen.
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5 zeigt
eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der Vorrichtung 100 zur
Herstellung eines fertig aufbereiteten Gärsubstrats beziehungsweise
eines Frischsubstrats in einer Seitenansicht. Weiterhin zeigt 6 eine
schematische Darstellung der Vorrichtung 100 von 5 in
einer weiteren Seitenansicht, während 7 eine schematische
Darstellung der Vorrichtung 100 von 5 in einer
Draufsicht zeigt. Bei dieser Ausführungsform umfasst die Vorrichtung 100 zumindest
einen aus dem Stand der Technik bekannten Vertikalmischer 112,
insbesondere zwei Vertikalmischer 112, mit beispielsweise
jeweils zwei Mischschnecken beziehungsweise Vertikalmischschnecken 136 wobei die
Vertikalmischer 112 jedoch auf bestimmte Weise modifiziert
sind, wie nachstehend beispielhaft an einem der Ver tikalmischer 112 erläutert wird.
Der Vertikalmischer 112 umfasst einen Behälter 138 sowie
einen daran schwenkbar angebrachten modifizierten Deckel 134 mit
zwei Entlüftungsöffnungen 133 und einer
Saugöffnung 132,
an die beispielsweise eine nicht gezeigte Vakuumpumpe angeschlossen
sein kann, um einen Unterdruck in dem Vertikalmischer 112,
insbesondere in dem Behälter 138,
erzeugen zu können,
insbesondere auf 913 mbar. Die Saugöffnung 132 und die
Vakuumpumpe bilden zumindest teilweise eine Absaugvorrichtung aus.
Weiterhin ist an dem Vertikalmischer 112 eine Mantelheizung
zur Beheizung des Gärsubstratgemischs
in dem Behälter 138 des
Vertikalmischers 112 vorgesehen. Darüber hinaus umfasst die Vorrichtung 100 einen
Strohschredder 126 mit Gebläse, über den Strohhäcksel über eine
Strohgebläseleitung 116 dem
Vertikalmischer 112 oder beiden Vertikalmischern 112 zuführbar ist.
Insbesondere ist das Strohhäcksel
an einer Oberkante des den Vertikalmischer 112 teilweise ausbildenden
Behälters 138,
der über
den Deckel 134 verschließbar ist, über die Strohgebläseleitung 116 zuführbar. Ferner
ist eine Güllezuführleitung 118 vorgesehen, über die
Frischgülle
dem Behälter 138 des
Vertikalmischers 112 ebenso an der Oberkante des Behälters zuführbar ist.
Eine Abdichtung zwischen dem Deckel 134 und dem Behälter 138 erfolgt mit
entsprechenden Dichtungen.
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Die
Mantelheizung ist auf dem Außenmantel des
Behälters 138 angeordnet
und wird durch Heizrohre für
eine Niedertemperaturheizung ausgebildet, die durch eine Isolierung
geschützt
sind. Neben der Saugöffnung 132 sind
in dem Deckel 134 des Vertikalmischers 112 auch
die vorgenannten Entlüftungsöffnungen 133 zur
Entlüftung
des Behälters 138 vorgesehen,
die über
ein Ventil mittels Kugelhahn geöffnet
und geschlossen werden können
und insbesondere beim Einblasen von Strohhäcksel geöffnet sind. Weiterhin ist der
Behälter 138 des
Vertikalmischers 112 mit einem Schneckenförderer,
insbesondere einem Querschneckenförderer 124, gekoppelt, über den
die Gärsubstratmischung
aus dem Behälter 138 mittels
in dem Behälter 138 vorgesehenen
Längsförderschnecken 140 einem
nicht näher
interessierenden weiteren Gärsubstratmischer
einer Biogasanlage zuführbar
ist. Der Vertikalmischer 112, der Querschneckenförderer 124 sowie
die später
näher erläutere Mischeinheit
befinden sich vorzugsweise in einem klimatisierten Raum mit entsprechender
Zu- und Abluft. Die Vorrichtung 100 ist Emissionsfrei,
da die abgesaugte Luft über
die Saugöffnung 132 über einen
Filter geleitet wird, der sowohl eine Geruchs- als auch Feinstaubemissionen
verhindert. Die beiden Vertikalmischer 112 sind mit einer
nicht dargestellten programmierbaren Wiegeeinrichtung ausgestattet. Die
Vorrichtung 100 ist im Hinblick auf ihre Anlagengröße an die
jeweils an der im Gärprozess
benötigten Gärsubstratmengen
angepasst und kann beispielsweise Inhalte von 12 m3 bis
60 m3 und größer umfassen.
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Das
Verfahren zur Herstellung von Frischgärsubstraten, insbesondere aus
Strohhäcksel,
Gülle und
Tierexkrementen in der Form von Festmist, gestaltet sich wie folgt.
Zunächst
wird der Strohschredder 126 über einen elektrischen Antrieb
betrieben, so dass dem Behälter 138 des
Vertikalmischers 112 der Strohhäcksel über die Strohgebläseleitung 116 zugeführt wird.
Dabei wird das Strohhäcksel
insbesondere aus Rundstrohballen und/oder Quaderballen mit einem
Durchmesser bis 1,5 m oder einer entsprechenden Kantenlänge herge stellt.
Eine Häcksellänge des geschredderten
Strohhäcksels
beträgt
dabei zwischen 5 mm und 25 mm, besonders bevorzugt 10 mm, 12 mm,
18 mm. Das Strohhäcksel
wird somit direkt vom Strohschredder 126 in den Behälter 138 des Vertikalmischers 112,
der insbesondere als ein Großraumcontainer
ausgebildet sein kann, eingeblasen und mit dünnflüssiger Frischgülle über die
Frischgüllezuführleitung 118 beaufschlagt.
Weiterhin wird Festmist über
eine nicht dargestellte Fördereinrichtung
definiert bei der Zuführung
der Frischgülle
und des Strohhäcksels
zugeführt
und der Vertikalmischer 112 wird kurz betrieben. Der Zuführvorgang
wird über eine
Wiegeeinrichtung kontrolliert und so gesteuert, das ein Mischungsverhältnis von
Gülle/Festmist
zu Stroh 62% zu 7,3% (Angaben in Gewichtsprozent) beträgt. Dadurch,
dass das Gülle/Festmist/Stroh-Gemisch
in etwa einen Trockensubstanzgehalt von 41,5% aufweist, ist es noch
nicht pumpfähig.
Dieses Gemisch wird nachfolgend als Gemisch der Aufbereitungsstufe
I beziehungsweise Qualitätsstufe
I bezeichnet. Anschließend
wird eine Durchlüftung
des Behälters 138 unter
weiterem Betrieb des Vertikalmischers 112 zum Mischen vorgenommen,
so dass eine Verrottung des Gemischs der Aufbereitungsstufe I aerob
erfolgen kann. Dadurch wird zwangsläufig eine Eigenerwärmungsphase
in Gang gesetzt. Diese beginnt bereits nach wenigen Stunden ab Herstellung
des Gemischs der Aufbereitungsstufe I und kann in einem Tag eine
Temperatur von 40°C
und mehr erreichen. Die Temperatur im Gemisch der Aufbereitungsstufe
I wird beispielsweise über
einen Temperatursensor erfasst, wobei bei Erreichen von 35°C eine weitere
Temperaturerhöhung
durch weitere Zufuhr von Frischgülle
verhindert wird, während gleichzeitig
der Vertikalmischer 112 weiter betrieben wird. Die zugeführte Frischgülle ist
genau definiert und reduziert den Trockensubstanzanteil auf 31%. Dieses
Gemisch wird nachfolgend als Gemisch der Aufbereitungsstufe II beziehungsweise
der Qualitätsstufe
II bezeichnet. Durch weitere kurze Mischzyklen im Vertikalmischer 112 wird
das Gemisch der Aufbereitungsstufe II gut durchlüftet, wobei nach einer Ruhephase
von circa 4 bis 6 Stunden eine erneute Eigenerwärmungsphase beginnt. Bei Erreichen
einer Gemischstemperatur von 35°C
wird wieder durch erneutes Zuführen
von Frischgülle
eine weitere Gemischserwärmung
verhindert. Durch das erneute definierte Zuführen der Frischgülle wird
ein Trockensubstanzgehalt von etwa 22% erreicht. Weiterhin erfolgt der
Betrieb des Vertikalmischers 112 zum Mischen des Gärsubstratgemischs.
Das nun entstandene Gemisch wird nachfolgend als Gemisch der Aufbereitungsstufe
III beziehungsweise Qualitätsstufe
III bezeichnet. Das Gemisch der Aufbereitungsstufe III wird in etwa
nach 5 Tagen erzielt, spätestens
nach Erreichen von 35°C.
Nun erfolgt eine Schließung
des Behälters 138 mittels
des Deckels 134 und eine Absaugung des Sauerstoffs aus
dem Vertikalmischer 112, insbesondere aus dem Behälter 138,
so dass anaerobe Verhältnisse
in dem Vertikalmischer 112, insbesondere in dem Behälter 138,
entstehen. Nach einer vorbestimmten Zeitspanne werden die Längsförderschnecken 140 sowie
eine Querförderschnecke
des Querschneckenförderers 124 betrieben,
um das fertig aufbereitete Gärsubstrat
beziehungsweise das Frischsubstrat der später näher erläuterten Biogasanlage zuzuführen.
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In
einer alternativen Ausführungsform
ist vorgesehen, dass das Frischgärsubstratgemisch
durch abwechselndes Zuführen
von Strohhäcksel
und dünnflüssiger Gülle sowie
Festmist in einen Container quasi "lagenweise" erzeugt wird und auf eine Mischung
mittels Schaufeln wie bei dem Freifallmischer sowie mittels der
Mischschnecke wie bei dem Vertikalmischer verzichtet werden kann.
Ansonsten lässt sich
die dritte Ausführungsform
der 5 bis 7 sinngemäß auf diese alternative Ausführungsform übertragen.
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8 zeigt
eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung von
Biogas. Der Vorrichtung zur Erzeugung von Biogas ist beispielsweise,
wie nachstehend näher
erläutert
wird, das durch die Vorrichtungen der 2 bis 7 hergestellte
Frischsubstrat beziehungsweise das fertig aufbereitete Gärsubstrat
zuführbar.
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In
diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst
der Biogasreaktor 210 einen Außenbehälter 212, der vorzugsweise
in einem mittleren Abschnitt zylindrisch und in einem oberen Abschnitt 214 sowie in
einem unteren Abschnitt 216 jeweils zum Ende hin konisch
verjüngt
ist. Im Inneren des Außenbehälters 212 ist
ein Innenbehälter 218 aufgenommen,
der becherförmig
ist und im Wesentlichen mit konstantem Abstand zum Außenbehälter 212 angeordnet
ist, so dass zwischen dem Außenbehälter 212 und
dem Innenbehälter 218 eine
Einfüllkammer 220 ausgebildet wird,
die den Innenbehälter 218 einhüllt. Der
Außenbehälter 212 sowie
der Innenbehälter 218 sind
vorzugsweise aus Stahl, jedoch ist auch eine Ausführung mit
anderen Werkstoffen wie beispielsweise Kunststoffen realisierbar.
Eine Oberkante des Innenbehälters 218,
die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Überlaufkante 222 fungiert,
ist soweit in den sich nach oben verjüngenden oberen Abschnitt 214 geführt, dass
sich die Querschnitts fläche
der dazwischen liegenden Einfüllkammer 220 nach
oben hin um etwa 50% verengt. Im unteren Bereich ist der Innenbehälter 218 ähnlich zum
Außenbehälter 212 nach
unten verjüngt.
Der Innenbehälter 218 ist
vorzugsweise zylinderförmig
und im sich verjüngenden unteren
Abschnitt 224 konisch ausgebildet. Innerhalb des Innenbehälters 218 ist
eine zylinderförmige
Innenröhre 226 so
angeordnet, dass zwischen Innenröhre 226 und
Innenbehälter 218 im
Wesentlichen der gleiche Abstand ausgebildet wird, wie zwischen Innenbehälter 218 und
Außenbehälter 212.
Die Unterkante der Innenröhre 226 erstreckt
sich fast so weit nach unten wie der zylindrische Abschnitt (der nicht
verjüngte
Abschnitt) des Innenbehälters 218. Die
Oberkante der Innenröhre 226 erstreckt
sich weiter nach oben als die Überlaufkante 222.
Im Inneren der Innenröhre 226 befindet
sich ein Rücklaufrohr 228,
welches sich im Inneren der Innenröhre 226 nach unten
in den Abschnitt 224 des Innenbehälters 218 erstreckt,
wo das Rücklaufrohr 228 aus
dem Innenbehälter 218 austritt.
Das Rücklaufrohr 228 erstreckt
sich so weit nach oben, dass die Oberkante des Rücklaufrohrs 228 hinsichtlich
der Vertikalen unterhalb der Überlaufkante 222 platziert
ist. Vorteilhafterweise erstreckt sich die Oberkante des Rücklaufrohrs 228 im
Wesentlichen so weit nach oben wie der mittlere (vorzugsweise zylindrische)
Abschnitt des Außenbehälters 212.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind der Außenbehälter 212,
der Innenbehälter 218,
die Innenröhre 226 und
das Rücklaufrohr 228 konzentrisch
angeordnet. Zwischen der Außenseite der
Innenröhre 226 und
der Innenseite des Innenbehälters 218 wird
eine erste, im Wesentlichen zylinderförmige Zwischenkammer 230 ausgebildet.
Zwischen der Außenseite
des Rücklaufrohres 228 und der
Innenseite der Innenröhre 226 wird
eine zweite, im Wesentlichen zylinderförmige Zwischenkammer 232 ausgebildet.
Die erste Zwischenkammer 230 und die zweite Zwischenkammer 232 stehen
im unteren Bereich miteinander in Verbindung. Die Oberkante des
Rücklaufrohres 228 bildet
eine Einfüllöffnung 234 aus.
Im Inneren des Rücklaufrohres 228 ist
ein Rücklaufkanal 236 ausgebildet.
Das Rücklaufrohr 228 führt wie
bereits erwähnt
im unteren Abschnitt 224 des Innenbehälters 218 aus dem
Innenbehälter 218 heraus,
tritt im unteren Abschnitt 216 durch die Wandung des Außenbehälters 212 und
führt in
eine Impfpumpe 238, die vorzugsweise eine Exenterschneckenpumpe
ist. Am Abschnitt des Rücklaufrohres 228,
welcher innerhalb der Einfüllkammer 220 verläuft, zweigt
ein Ablaufrohr 240 ab, welches sich in der Einfüllkammer 220 so
weit nach oben erstreckt, dass sich eine obere Öffnung des Ablaufrohres 240 in
etwa auf gleicher Höhe
wie die Einfüllöffnung 234 des
Rücklaufrohres 228 befindet.
Das Ablaufrohr 240 ist im oberen Bereich so ausgeführt, dass
der obere Abschnitt des Rohres um mehr als 90 Grad umgebogen ist
und sich der umgebogene Abschnitt durch die Wandung des Außenbehälters 212 nach
Außen
erstreckt. Der von dem Ablaufrohr 240 ausgebildete Ablaufkanal 242 ist
somit U-förmig
mit dem Rücklaufkanal 236 verbunden,
so dass der Rücklaufkanal 236 und
der Ablaufkanal 242 eine kommunizierende Röhre ausbilden.
Die Einfüllkammer 220 ist
so ausgeführt,
dass sie in einem unteren Bereich von Außen mit organischen Stoffen
bzw. einer organischen Substanz befüllbar ist. Die organische Substanz
wird auf eine später
genauer erläuterte
Art und Weise auch durch die Einfüllkammer 220, die
erste Zwischenkammer 230 und die zweite Zwischenkammer 232 gefördert, wobei
die organische Substanz noch Sedimente oder Schwerstoffe aufwei sen
kann. Daher zweigt am untersten Ende des Außenbehälters 212 und des
Innenbehälters 218 jeweils
ein Rohrstück 244 und 246 ab,
welches nahe des jeweiligen Behälters
mit einem Schieber 248, 252 versehen ist und in einem
gewissen Abstand dazu mit einem weitern Schieber 250, 254 versehen
ist. Mit den jeweiligen Schiebern kann das jeweilige Rohrstück 244, 246 wahlweise
geöffnet
und geschlossen werden. Der Abstand des Schiebers 250 vom
Schieber 248 beträgt
vorzugsweise etwa 80 cm und der Abstand des Schiebers 252 zum
Schieber 254 beträgt
vorzugsweise 60 cm. Im Normalbetrieb sind die Schieber 248 und 252 geöffnet und
die Schieber 250 und 254 geschlossen. Wenn sich
somit im organischen Substrat befindliche Sedimente nach unten absetzen,
gleiten diese entlang der Abschnitte 216 und 224 zur
Mitte des jeweiligen Behälters 212, 218 und
verlassen diesen durch den jeweiligen geöffneten Schieber 248, 252 in
das jeweilige Rohrstück 244, 246.
Dort werden die Sedimente an den geschlossenen Schiebern 250, 254 angesammelt.
Der Rohrabschnitt zwischen dem Schieber 248 und 250 sowie
der Rohrabschnitt zwischen dem Schieber 252 und 254 bilden
demnach jeweils einen Sammelraum 256, 258 für Sedimente aus.
Vorzugsweise sind die Rohrabschnitte bei den Sammelräumen 256, 258 durchsichtig
ausgebildet, beispielsweise mittels Plexiglas, so dass die Menge an
angesammelten Sedimenten überwacht
werden kann. Bei Erreichen einer bestimmten Menge können die
angesammelten Sedimente entleert werden, indem die jeweiligen Schieber 248 und 252 geschlossen
werden, um ein Auslaufen der Behälter 212, 218 zu
verhindern. Dann werden die jeweiligen Schieber 250 und 254 geöffnet und
die Sammelräume 256, 258 entleert.
Für den
Normalbetrieb werden die Schieber 250 und 254 wieder
geschlossen und die Schieber 248 und 252 geöffnet.
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Vorzugsweise
kann durch eine nicht in 8 dargestellte Verbindung des
Sammelraums 258 und der Einfüllkammer 220, beispielsweise
mittels eines Bypasses, ein Kreislauf ausgebildet werden. Insbesondere
kann in dem Bypass eine Pumpe vorgesehen sein, so dass bei Betrieb
der Pumpe zumindest zeitweise ein Kreislauf der organischen Stoffe
zwischen der Einfüllkammer 220 und
der Zwischenkammer 230 hergestellt wird. Dadurch lassen
sich insbesondere zumindest in der Zwischenkammer 230 entstandene
Schwimmschichten über
den Sammelraum 258 abführen
und der Einfüllkammer 220 zuführen.
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Eine
nur abschnittsweise dargestellte Isolation 260 umgibt den
Außenbehälter 212 vollständig (die
Zu- und Ableitungen sind ausgespart), so dass die für die Erzeugung
von Biogas vorteilhafte Temperatur von vorzugsweise 35°C im Inneren
des Biogasreaktors 210 möglichst konstant gehalten werden kann
und damit weniger Energie zum Aufrechterhalten dieser Temperatur
zugeführt
werden muss. In die Isolation 260 ist eine Heizung 262 eingebettet,
die im bevorzugten Ausführungsbeispiel
in Form von spiralförmig
angeordneten Wasserleitungen ausgebildet ist, welche Wasser führen, das
beispielsweise in einem nicht dargestellten Blockheizkraftwerk erwärmt wird.
Alternativ können
ebenso Heizdrähte
in die Isolation 260 eingebettet sein. Vorzugsweise umgibt
die Heizung 262 den Außenbehälter 212 von
unten bis unterhalb des oberen Abschnittes 214. Zum Schutz der
Isolation 260 kann die Isolation 260 samt Heizung 262 von
einem Schutzmantel, wie beispielsweise einem Blechmantel, umgeben
sein.
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Am
oberen Ende des Außenbehälters 212, dies
ist das verjüngte
Ende des oberen Abschnittes 214 ist eine Gasabführleitung 264 abgezweigt.
Diese Gasabführleitung 264 ist
außerhalb
des Außenbehälters 212 neben
diesem nach unten geführt,
wobei ein Endabschnitt der Gasabführleitung 264 in einen
Flüssigkeitsbehälter 266 eintritt
und sich innerhalb dieses Flüssigkeitsbehälters 266 nach
unten erstreckt. Der Flüssigkeitsbehälter 266 ist
vorzugsweise ein zylindrischer Behälter dessen unterer Abschnitt
sich konisch nach unten verjüngt.
An der Oberseite des Flüssigkeitsbehälters 266 ist
eine Gaseinspeisleitung 268 abgezweigt, über die
das gewonnene Biogas einem nicht dargestellten Gasspeicher zugeführt wird, von
dem aus es einem nicht dargestellten Blockheizkraftwerk zur Verstromung
zur Verfügung
steht. Am unteren Ende des Flüssigkeitsbehälters 266 ist
ein Rohrstück 270 aus
dem Flüssigkeitsbehälter 266 herausgeführt. Von
diesem Rohrstück 270 zweigt
ein Steigrohr 272 ab, das neben dem Flüssigkeitsbehälter 266 bis
zur Oberkante des Flüssigkeitsbehälters 266 nach
oben geführt
ist. Das Steigrohr 272 ist oben offen und zwischen der
Oberkante des Steigrohres 272 und mehr als 1 m unterhalb
der Oberkante sind drei Öffnungen 274 ausgebildet,
wobei sich die Unterste der Öffnungen
mehr als 1 m unterhalb der Oberkante des Steigrohres 272 befindet.
Der Abstand zwischen der Untersten der drei Öffnungen 274 und der
Obersten der drei Öffnungen 274 beträgt vorzugsweise
1 m. Das Steigrohr 272 ist nach dem Prinzip kommunizierender
Röhren
mit dem Innenraum des Flüssigkeitsbehälters 266 verbunden.
Der Innenraum des Flüssigkeitsbehälters 266 ist
im Betrieb mit einer Flüssigkeit 276,
vorzugsweise Wasser, befüllt deren
Flüssigkeitspegel
sich mittels der Öffnungen 274 einstellen
lässt.
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Durch
das Prinzip der kommunizierenden Röhren herrscht im Steigrohr 272 der
gleiche Flüssigkeitspegel
wie im Flüssigkeitsbehälter 266,
so dass falls die Unterste der Öffnungen 274 geöffnet ist,
der Flüssigkeitsbehälter 266 bis
zu einem Pegel mit Flüssigkeit 276 befüllt werden
kann, der dem Pegel der Untersten der Öffnungen 274 entspricht.
Wird die Unterste der Öffnungen 274 verschlossen,
beispielsweise mittels eines Pfropfens, so ist der Flüssigkeitsbehälter 266 mit
einem höheren
Flüssigkeitspegel
befüllbar,
der einem Pegel der weiter oben befindlichen Öffnungen 274 entspricht.
Falls alle Öffnungen 274 verschlossen
sind, kann der Flüssigkeitsbehälter 266 vollständig befüllt werden,
wobei bei Erreichen der vollständigen
Befüllung
die Flüssigkeit
bis zur Oberkante des Steigrohres 272 reicht. Das aus dem
Außenbehälter 212 herausgeführte Ende 278 der
Gasabführleitung 264 ist
so innerhalb des Flüssigkeitsbehälters 266 angeordnet,
dass dieses Ende 278 in die Flüssigkeit 276 eingetaucht
ist. Die untere Öffnung des
Endes 278 ist 2 m von der Obersten der Öffnungen 274 des Steigrohres 272 beabstandet.
Die Eintauchtiefe der Gasabführleitung 264 in
die Flüssigkeit 276 beträgt somit
minimal 1 m, wenn die Unterste der drei Öffnungen 274 geöffnet ist,
und maximal 2 m, wenn nur die Oberste der drei Öffnungen 274 geöffnet ist.
Durch diese einstellbare Eintauchtiefe des Endes 278 der
Gasabführleitung 264 kann
der Druck innerhalb des Außenbehälters 212 auf
einen konstanten Druck eingestellt werden. Bei Befüllung mit
Wasser wird somit mit einer Eintauchtiefe von 1 m ein Druck von
0,1 bar im Außenbehälter 212 erreicht.
Bei einer Eintauchtiefe von 2 m wird ein Druck von 0,2 bar im Außenbehälter 212 eingestellt.
Am unteren Ende des Flüssigkeitsbehälters 266 ist
wie vorstehend beschrieben das Rohrstück 270 herausgeführt. Dabei
ist im Rohrabschnitt zwischen dem Austritt am Flüssigkeitsbehälter 266 und
der Abzweigung des Steigrohrs 272 ein Schieber 280 sowie
im Rohrabschnitt nach der Abzweigung des Steigrohres 272 ein Schieber 282 vorgesehen.
Mit diesen beiden Schiebern 280, 282 kann der
Durchfluss durch das Rohrstück 270 wahlweise
geöffnet
oder geschlossen werden. Im Normalbetrieb ist der Schieber 280 geöffnet und
der Schieber 282 geschlossen, wodurch ein Sammelraum 284 für Sedimente
ausgebildet wird. Somit werden im Biogas enthaltene Verunreinigungen
durch die Flüssigkeit 276 ausgefiltert.
Das Gas steigt in der Flüssigkeit 276 nach
oben und die herausgefilterten Sedimente setzen sich in der Flüssigkeit 276 nach
unten ab, werden dort durch die sich verjüngende Form des unteren Abschnittes
des Flüssigkeitsbehälters 266 zur
Mitte geführt
und sammeln sich im Sammelraum 284. Im Bereich dieses Sammelraums 284 kann
das Rohrstück 270 durchsichtig, beispielsweise
mittels Plexiglas ausgeführt
sein, so dass die Ansammlung an Sedimenten überwacht werden kann. Wenn
die Ansammlung an Sedimenten im Sammelraum 284 eine bestimmte
Menge erreicht hat, kann der Schieber 280 geschlossen werden
und der Schieber 282 geöffnet
werden, so dass am unteren Ende des Rohrstücks 270 die Sedimente
aus dem System entleert werden können.
Nach dem Entleeren des Sammelraums 284 wird der Schieber 282 geschlossen
und der Schieber 280 wieder geöffnet.
-
Wie
vorstehend erwähnt
kann der die Einfüllkammer 220 von
unten befüllt
werden. Dazu erstreckt sich durch die Wandung des Außenbehälters 212 im unteren
Abschnitt 216 ein Rohrstück, das die Einfüllkammer 220 mit
dem Ausgang einer Mischeinheit 286 verbindet. Der Ausgang
der Mischeinheit 286 verjüngt sich zur Einfüllkammer 220 hin,
vorzugsweise um 50%. Die Eingänge
der Mischeinheit 286 sind mit Rohren verbunden, mittels
derer die Mischeinheit 286 mit den Ausgängen der Impfpumpe 238 und
eines Wärmetauschers 288 verbunden
sind. Die Mischeinheit 286 mischt organische Stoffe, die
von der Impfpumpe 238 (das Rezirkulat) und vom Wärmetauscher 288 (das
Frischsubstrat) zugeführt
werden, vorzugsweise in einem vordefinierten Verhältnis, das
zumindest von einer mit einer Frischsubstratzusammensetzung des
der Mischeinheit zugeführten Frischsubstrats
korrelierenden Größe abhängt. Der Wärmetauscher 288 weist
einen Temperatursensor 290 auf, der nahe dessen Ausgang
angeordnet ist und mit dem die Temperatur des im Wärmetauscher befindlichen
organischen Substrats beziehungsweise des Frischsubstrats ermittelt
werden kann. Der Wärmetauscher 288 ist
eingangsseitig mit einer Frischsubstrat-Pumpe verbunden, welche
vorzugsweise die vorstehend im Zusammenhang mit der Vorrichtung
der 2 bis 7 erläuterte Exenterschneckenpumpe
ist.
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Zwischen
Wärmetauscher 288 und Mischeinheit 286,
zwischen Mischeinheit 286 und Außenbehälter 212, zwischen
Impfpumpe 238 und Außenbehälter 212 sowie
zwischen Außenbehälter 212 und
Flüssigkeitsbehälter 266 ist
jeweils ein Schieber 292 angeordnet, mit dem die jeweiligen Rohrverbindungen
wahlweise geöffnet
und geschlossen werden können.
Im Normalbetrieb sind all diese Schieber 292 geöffnet, jedoch
kann es beispielsweise wartungsbedingt erforderlich sein, dass beim
Austausch einer Komponente die jeweiligen der Komponente vor- und/oder
nachgeschalteten Schieber 292 geschlossen werden, um einen
Austausch der Komponente zu ermöglichen,
ohne dass organische Stoffe aus dem System austreten.
-
Nachfolgend
wird der Betrieb der Vorrichtung zur Erzeugung von Biogas aus 8 beziehungsweise
ein Verfahren zur Erzeugung von Biogas unter Verwendung der Vorrichtung
aus 8 beschrieben. Bei Verfahren vom Stand der Technik
wurde zu wenig beachtet, dass die beiden Arten an Methanbakterien der
fakultativen Methanbakterien und die obligaten Methanbakterien in
Symbiose leben, d. h. sie ergänzen
sich und sind voneinander abhängig.
Die eingangs beschriebene erste Phase (Hydrolyse oder Säurebildnerphase)
und zweite Phase (Methanisierungsphase) des Gärprozesses verlaufen zeitversetzt
um etwa sechs Stunden, wobei während
der ersten sechs Stunden die so genannte Hydrolysephase abläuft. Die
vorbereiteten Alkohole und Fettsäuren
müssen
auch in der danach ablaufenden zweiten Phase verarbeitet werden
können.
Dazu ist es wesentlich, dass keine Störungen durch Rühren oder
Mischen wie im erfindungsgemäßen Verfahren durch
eine erneute, überhöhte Säurebildung
die erste Phase aus dem Gleichgewicht bringen. Jede Zugabe von Frischsubstrat
aktiviert die Säurebildung, so
dass es zur Anhäufung
von Säureprodukten kommt,
wenn die Aufbereitung der organischen Stoffe nicht optimal funktioniert,
erliegt der eigentliche Gärprozess
der Überproduktion
von Säureprodukten.
Daher wurde im vorliegenden Verfahren bewusst die Säurebildnerphase
(Hydrolyse) in den Vordergrund gerückt, wodurch sich das vorliegende
Verfahren von vielen Verfahren aus dem Stand der Technik unterscheidet.
Im vorliegenden Verfahren sind Hydrolyse und Methanisierung im Gleichgewicht
und werden nicht wie bei Verfahren aus dem Stand der Technik getrennt
durchgeführt.
Würde man
die Hydrolyse und Methanisierung getrennt voneinander durchführen, müsste man
ein vorgesäuertes
Substrat in den aktiven Prozess einschleusen, was zur Folge hätte, dass
sich Säurekonzentrationen
bilden und der Prozess lange Zeit für die Gleichgewichtsherstellung benötigt, teilweise
20 bis 30 Tage und mehr. Der gleiche Nachteil entsteht durch Rühren und
Mischen sowie Einblasen von Gas. Im vorliegenden Prozess wird bewusst
auf Störungen
dieses Gleichgewichtes durch Rühren
und Mischen verzichtet.
-
Die
Frischsubstrat-Pumpe wird mittels einer nicht dargestellten Steuerung
angesteuert und pumpt das Frischsubstrat in den Wärmetauscher 288 und von
dort weiter in die Mischeinheit 286 und schließlich in
die Einfüllkammer 220 des
Biogasreaktors 210. Dann schaltet die Frischsubstrat-Pumpe
ab. Das in den Wärmetauscher 288 zugeführte Frischsubstrat
wird erwärmt,
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
auf 37°C,
was mittels des Temperatursensors 90 überwacht wird. Diese Erwärmung wird
beispielsweise durch Einleitung eines heißen Fluids in den Wärmetauscher 288 erreicht,
wobei dass Fluid räumlich
vom Frischsubstrat getrennt ist. Dieses Fluid hat vorzugsweise eine
Temperatur von etwa 80°C. Sobald
der Temperatursensor 290 erfasst, dass die Temperatur von
37°C erreicht
ist, wird die Frischsubstrat-Pumpe eingeschaltet, so dass neues
Frischsubstrat in den Wärmetauscher 288 eingetragen
wird und das vorgewärmte
Frischsubstrat aus dem Wärmetauscher 288 austritt
und in die Mischeinheit 286 eintritt. Mit der Frischsubstrat-Pumpe
wird gleichzeitig auch die Impfpumpe 238 betrieben, was
später genauer
erläutert
wird. Die Frischsubstrat-Pumpe bleibt vorzugsweise so lange eingeschaltet,
bis der Temperatursensor 290 eine Temperatur gleich oder kleiner
35°C erfasst.
Dann wird die Frischsubstrat-Pumpe ausgeschaltet, so dass das neu
in den Wärmetauscher 288 zugeführte organische
Frischsubstrat, welches noch nicht vorgewärmt ist, nun vorgewärmt werden
kann bis es eine Temperatur von 37°C erreicht und wie vorstehend
beschrieben weitertransportiert wird. Die Intervalle, in denen das
organische Frischsubstrat zugeführt
wird, können
variabel gestaltet werden und die Frischsubstrat-Pumpe wird vorzugsweise
nicht ausschließlich
abhängig vom
Temperatursensor 290 gesteuert, sondern auch in Abhängigkeit
von der Frischsubstratzusammensetzung. Gleiches gilt für die Impfpumpe 238.
Vielmehr ist die Steuerung mittels Temperatursensor 290 so
zu verstehen, dass eine Grundvoraussetzung für die Zufuhr des Frischsubstrates
ist, dass dieses eine minimale Temperatur von 35°C aufweist. Die Intervalle können auch
länger
sein, wie für
die Vorwärmung des
Frischsubstrats im Wärmetauscher 288 erforderlich.
Somit kann bei schneller Vorwärmung
des Frischsubstrates im Wärmetauscher 288 eine
nahezu kontinuierliche Zufuhr oder eine Zufuhr von Frischsubstrat
in bestimmten Zyklen erfolgen. Die Impfpumpe 238 dient
dazu, aus dem Biogasreaktor 210 abgeführtes Substrat, nämlich das
so genannte Rezirkulat, welches ebenfalls eine Temperatur von 35°C aufweist,
in die Mischeinheit 286 einzuspeisen. Wie vorstehend erwähnt, werden
die Frischsubstrat-Pumpe und die Impfpumpe 238 synchron
betrieben. Jedoch werden die Frischsubstrat-Pumpe und die Impfpumpe 238 beispielsweise
so von einer Steuereinrichtung angesteuert, dass eine Zufuhr zur
Mischeinheit 286 des vorgenannten Rezirkulats und des Frischsubstrats,
das beispielsweise von den Vorrichtungen gemäß den 2 bis 7 her gestellt
wird, zumindest in Abhängigkeit
von einer mit einer Frischsubstratzusammensetzung des der Mischeinheit 286 zugeführten Frischsubstrats
korrelierenden Größe erfolgt,
um ein definiertes Gemisch in der Mischeinheit 286 zu erhalten.
Insbesondere werden durch die Steuereinrichtung die Gewichtsprozente
von entsprechenden Komponenten des Frischsubstrats ermittelt, beispielsweise
des Strohhäcksels,
der dünnflüssigen Gülle und
des Festmists. Auf der Grundlage dieser Ermittlung wird die Zufuhr
des Rezirkulats und/oder des Frischsubstrats zur Mischeinheit 286 gesteuert.
Insbesondere werden die Menge des der Mischeinheit 286 zugeführten Rezirkulats
und die Menge des der Mischeinheit zugeführten Frischsubstrats basierend
auf der ermittelten Zusammensetzung des Frischsubstrats gesteuert.
Vorzugsweise wird die Zufuhr des Rezirkulats und des Frischsubstrat
in die Mischeinheit 286 so gesteuert, dass sich in dem
in der Mischeinheit 286 befindlichen Gemisch ein C/N-Verhältnis von
20:1 sowie ein pH-Wert, der größer als
7 ist, einstellen. Beispielsweise kann ein solches Gemisch unter
definierter Zufuhr von Rezirkulat dann erzielt werden, wenn das
Frischsubstrat vor Erreichen der Mischeinheit 286 einen
Trockensubstanzgehalt von 22% aufweist und 7 Gewichtsprozent Stroh,
insbesondere Strohhäcksel,
und 93 Gewichtsprozent Rindergülle/Festmist
oder 15 Gewichtsprozent Stroh, insbesondere Strohhäcksel, und
85 Gewichtsprozent Schweinegülle/Festmist umfasst.
Durch die Zusammenmischung des Rezirkulats mit Frischsubstrat im
richtigen Verhältnis
tritt eine Belebung im Gärprozess
ein, so dass schließlich die
restlichen organischen Stoffe angegriffen und abgebaut werden. Diese
Maßnahme
trägt wesentlich zur
hohen Abbaurate der organischen Stoffe des vorliegenden Verfahrens
bei, welche über
70% und höher
liegen kann.
-
In
der Mischeinheit 286 werden darin befindlichen organischen
Stoffe durch den konisch verjüngten
Ausgang der Mischeinheit 286 weiter vermischt. Am Ende
eines Gärprozesses
ist der größte Teil
der organischen Stoffe abgebaut und die Methanbakterien liegen in
höchster
Konzentration vor. Durch diese Einimpfung der Methanbakterien in
das Frischsubstrat mittels der Mischeinheit 286 ist gewährleistet, dass
der Gärprozess
sehr stürmisch
beginnt, denn die große
Anzahl von Bakterien trifft auf eine große Masse an Frischsubstrat
und bewirkt so den stürmisch
beginnenden Gärprozess.
Nach Eintritt in die Einfüllkammer 220 steigt
das Substrat in der Einfüllkammer 220,
getrieben von nachfolgendem Substrat, nach oben. Das in der Einfüllkammer 220 nach
oben strömende
Substrat wird bei Erreichen der Verengung im oberen Bereich der
Einfüllkammer 220 verdichtet,
so dass keine Schwimmschichten entstehen. Die an der Überlaufkante 222 überquellende
Gärmasse
stürzt über die Überlaufkante 222 in
die erste Zwischenkammer 230. Bei diesem Stürzen über die Überlaufkante 222 entgast
die Gärmasse
vollständig nach
oben. Zudem werden eventuelle Zusammenballungen des Substrats aufgebrochen.
Das Biogas sammelt sich im oberen Abschnitt 214 des Außenbehälters 212,
wie durch Punkte in 8 dargestellt ist. Da die Oberkante
der Innenröhre 226 höher ist,
als die Überlaufkante 222,
wird vermieden, dass die Gärmasse
sich direkt von der Einfüllkammer 220 in
die zweite Zwischenkammer 232 bewegt. Vielmehr bewegt sich
die in die erste Zwischenkammer 230 eingefüllte Gärmasse in
dieser nach unten. Diese Bewegung der Gärmasse nach unten wird durch
die nachgefüllte
Gärmasse
vorangetrieben. Im unteren Bereich des Innenbehälters 218 ist die
erste Zwischenkammer 230 mit der zweiten Zwischenkammer 232 verbunden,
so dass die Gärmasse,
welche am unteren Ende aus der ersten Zwischenkammer 230 austritt,
in das untere Ende der zweiten Zwischenkammer 232 eintritt.
In dieser zweiten Zwischenkammer 232 steigt die Gärmasse nach
oben. Durch das Prinzip kommunizierender Gefäße herrscht in der ersten Zwischenkammer 230 und
in der zweiten Zwischenkammer 232 im Wesentlichen der gleiche
Füllstandspegel.
Dieser Füllstandspegel
entspricht der Einfüllöffnung 234.
Erreicht die Gärmasse
in der zweiten Zwischenkammer 232 die Einfüllöffnung 234, so
stürzt
die Gärmasse
in den Rücklaufkanal 236 und sinkt
in diesem nach unten. Die Höhe,
um welche das Substrat im Rücklaufkanal 236 nach
unten stürzt hängt mitunter
vom Druck ab, mit dem der Innenraum des Biogasreaktors 210 beaufschlagt
ist. Auch beim Stürzen
von der zweiten Zwischenkammer 232 in den Rücklaufkanal 236 wird
die Biomasse vollständig entgast.
Dadurch, dass der Ablaufkanal 242 mit dem Rücklaufkanal 236 eine
kommunizierende Röhre ausbildet,
hängt der
Füllstandspegel
im Ablaufkanal 242 vom Füllstandspegel im Rücklaufkanal 236 ab. Etwa
die Hälfte
des im Rücklaufkanal 236 sich
nach unten bewegenden Substrats verlässt den Biogasreaktor über den
Ablaufkanal 242 und die andere Hälfte wird durch die Impfpumpe 238 in
die Mischeinheit 286 gefördert, wo sie mit dem neu zugeführten Frischsubstrat,
wie vorstehend erläutert,
vermischt wird. Innerhalb des Außenbehälters 212 wird die
Biomasse durch die Heizung 262 auf einer Temperatur von
ca. 35°C
gehalten. Das vorliegende Verfahren läuft im mesophilen Bereich (30°C–38°C) ab, weil
in diesem Bereich die Abbauraten höher sind und somit eine größere Gasmenge
erzeugt werden kann. Die im Verfahren vorliegenden Methanbakterien
sind sehr empfindlich und benötigen
möglichst
eine gleichbleibende Temperatur, die keinen starken Schwankungen
unterworfen ist.
-
Der
Rücklaufkanal 236 wird
nach etwa 8 bis 10 Tagen erreicht wobei das Substrat an dieser Position
nur noch reaktionslose Gärmasse
beinhaltet, welche mit den vorherrschenden Gärbakterien hoch angereichert
ist. Das sich im oberen Abschnitt 214 des Außenbehälters 212 angesammelte
Biogas wird mittels des Flüssigkeitsbehälters 266 auf
einem konstanten Druck gehalten und zunächst über die Gasabführleitung 264 in
den Flüssigkeitsbehälter 266 kontinuierlich
abgeführt
und von dort über
die Gaseinspeisleitung 268 zu einem nicht dargestellten
Gasspeicher eingespeist. Dabei werden keine Druckventile eingesetzt,
welche leicht verschleißen
würden, sondern
der Druck wird über
die Eintauchtiefe von 1 m bis 2 m konstant gehalten. Die Förderung
der Gärmasse
im ganzen System erfolgt mittels Pumpendruck der Pumpen 238 und 292,
durch das hydrostatische Gefälle
von der Überlaufkante 222 zur
Einfüllöffnung 234 und
durch den Gasdruck im oberen Abschnitt 214 von 0,1 bis
0,2 bar. Über
das statische Gefälle
sowie den Innendruck kann die Förderwirkung
für die
im Biogasreaktor befindlichen organischen Stoffe variiert werden,
d. h. das statische Gefälle
und/oder der Innendruck können
auf die Konsistenz der organischen Stoffe abgestimmt werden.
-
Im
Ergebnis wird ein Gärprozess
erlangt, in dem organische Bestandteile in verhältnismäßig kurzer Zeit, etwa 6 bis
10 Tage, bis zu 70% und mehr reduziert werden. Das bedeutet die
Gewinnung einer großen
Gasmenge und bei entsprechenden Rahmenbedingungen eine sehr gute
Wirtschaftlichkeit. Die Umwandlung der organischen Stoffe findet
in geschlossenen Behältern
statt, so dass keine Gerüche nach
außen
austreten. Die Gärreststoffe,
die am Ablaufrohr 240 austreten, haben einen erdigen Geruch und
sind frei von Schleimstoffen und in jeder Hinsicht umweltverträglich. Diese
können
ohne weitere Behandlung als Naturdünger auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht
werden. Sollte eine Weiterbehandlung aus zwingenden Gründen erforderlich
sein, so ist eine Fest-Flüssigtrennung
angebracht und mit geringem Aufwand möglich, weil sich die ausgegorenen
Reststoffe leicht trennen lassen.
-
Alternativ
zum beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist es möglich,
bei der in 8 dargestellten Vorrichtung
zur Erzeugung von Biogas den Wärmetauscher 288 entfallen
zu lassen und das Frischsubstrat mittels Dampfeintragung vorzuwärmen.
-
Die
in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den
Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch
in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
-
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Freifallmischer
- 14
- Übergabebehälter bzw. Übergabetrichter
- 16
- Strohgebläseleitung
- 18
- Güllezuführleitung
- 20
- Fördereinrichtung
mit Förderband
- 22
- Trichter
für Festmist
- 24
- Exzenterschneckenpumpe
- 26
- Strohschredder
- 28
- Gebläse
- 30
- Leitung
- 32
- Trommelklappe
mit Saugöffnungen
- 100
- Vorrichtung
- 112
- Vertikalmischer
- 116
- Strohgebläseleitung
- 118
- Güllezuführleitung
- 124
- Schneckenförderer (Querschneckenförderer)
- 126
- Strohschredder
- 132
- Saugöffnung
- 133
- Entlüftungsöffnungen
- 134
- Deckel
- 136
- Vertikalmischschnecken
- 138
- Behälter
- 140
- Längsförderschnecken
- 210
- Biogasreaktor
- 212
- Außengehäuse
- 214
- Oberer
Abschnitt des Außengehäuses
- 216
- Unterer
Abschnitt des Außengehäuses
- 218
- Innengehäuse
- 220
- Einfüllkammer
- 222
- Überlaufkante
- 224
- Unterer
Abschnitt des Innenbehälters
- 226
- Innenröhre
- 228
- Rücklaufrohr
- 230
- Erste
Zwischenkammer
- 232
- Zweite
Zwischenkammer
- 234
- Einfüllöffnung
- 236
- Rücklaufkanal
- 238
- Impfpumpe
- 240
- Ablaufrohr
- 242
- Ablaufkanal
- 244
- Rohrstück
- 246
- Rohrstück
- 248
- Schieber
- 250
- Schieber
- 252
- Schieber
- 254
- Schieber
- 256
- Sammelraum
- 258
- Sammelraum
- 260
- Isolation
- 262
- Heizung
- 264
- Gasabführleitung
- 266
- Flüssigkeitsbehälter
- 268
- Gaseinspeisleitung
- 270
- Rohrstück
- 272
- Steigrohr
- 274
- Öffnungen
- 276
- Flüssigkeit
- 278
- Ende
der Gasabführleitung
- 280
- Schieber
- 282
- Schieber
- 284
- Sammelraum
- 286
- Mischeinheit
- 288
- Wärmetauscher
- 290
- Temperatursensor
- 292
- Schieber