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DE102007058857A1 - Verfahren zum Betreiben einer Spulstelle und Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Spulstelle und Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine Download PDF

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DE102007058857A1
DE102007058857A1 DE102007058857A DE102007058857A DE102007058857A1 DE 102007058857 A1 DE102007058857 A1 DE 102007058857A1 DE 102007058857 A DE102007058857 A DE 102007058857A DE 102007058857 A DE102007058857 A DE 102007058857A DE 102007058857 A1 DE102007058857 A1 DE 102007058857A1
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English (en)
Inventor
Monika Gerig-Leifeld
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Saurer Spinning Solutions GmbH and Co KG
Original Assignee
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Spulstelle (2) und eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine (1) mit Steuer- und Erfassungsmitteln (60), auf der von einem Spinnkops (9) unter Bildung eines Fadenballons ein Faden (50) abgezogen wird und ein die Fadenballonausbildung in der Breite beeinflussender Ballonbegrenzer (27) dem Abspulfortschritt des Spinnkopses (9) folgend von einer Startposition, in der der Spinnkops (9) ausgetauscht werden kann, bis auf eine Endposition, in der noch nicht der komplette Faden (50) von dem Spinnkops (9) abgezogen ist, abgesenkt wird, wobei der Ballonbegrenzer (27), bevor der gesamte Faden (50) von dem Spinnkops (9) abgezogen ist, von der Endposition in Richtung der Startposition angehoben wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine, auf der von einem Spinnkops unter Bildung eines Fadenballons ein Faden abgezogen wird und ein die Fadenballonausbildung in der Breite beeinflussender Ballonbegrenzer dem Abspulfortschritt des Spinnkopses folgend von einer Startposition, in der die Leerhülse gegen einen neuen Spinnkops ausgetauscht werden kann, bis auf eine Endposition abgesenkt wird, die der Ballonbegrenzer bereits erreicht, bevor der komplette Faden vom dem Spinnkops abgezogen ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit Erfassungs- und Steuermitteln zur Durchführung des Verfahrens.
  • Auf den Spulstellen von Kreuzspulen herstellenden Textilmaschinen, insbesondere von Kreuzspulautomaten, werden Vorlagespulen, beispielsweise auf Ringspinnmaschinen gefertigte Spinnkopse, die relativ wenig Garnvolumen enthalten, zu großvolumigen Kreuzspulen umgewickelt. Das Garn wird während des Umspulvorganges außerdem auf Garnfehler hin überwacht, wobei Garnfehler herausgeschnitten und durch nahezu garngleiche Spleiße ersetzt werden. Während des Umspulvorganges, bei dem das Garn unter Bildung eines so genannten Fadenballons über Kopf von den Spinnkopsen abgezogen wird, ist das Garn Fadenzugkräften ausgesetzt, die letztendlich die Abzugsgeschwindigkeit des Fadens und damit die Spulgeschwindigkeit der Kreuzspulautomaten begrenzen. Diese Fadenzugkräfte können recht unterschiedliche Größenordnungen erreichen, das heißt, die Fadenzugkraft kann im Laufe einer Kopsreise, wenn keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, auf ein Mehrfaches der Anfangsfadenzugkraft anwachsen, was die Gefahr von Fadenbrüchen erheblich erhöht. Da Fadenbrüche nicht nur die Qualität der Kreuzspule negativ beeinflussen, sondern auch den Wirkungsgrad der betreffenden Kreuzspulautomaten herabsetzen, ist man seit langem bemüht, Verfahren und Vorrichtungen zu entwickeln, durch die das Ablaufverhalten der Spinnkopse während des Umspulprozesses verbessert und damit die Fadenabzugsgeschwindigkeit erhöht werden kann.
  • Im Zusammenhang mit solchen Kreuzspulautomaten ist es daher seit langem bekannt, im Bereich der Spulstellen Vorrichtungen anzuordnen, die das Abziehen des Fadens von den Spinnkopsen erleichtern bzw. verbessern. In zahlreichen Patentschriften sind Vorrichtungen beschrieben, die in der Regel oberhalb eines in Spulstellung positionierten Spinnkopses angeordnet sind und die während des Umspulprozesses das Ablösen des Fadens vom Spinnkops unterstützen. Das heißt, es sind seit vielen Jahren Vorrichtungen bekannt, die mit dafür sorgen sollen, dass die Fadenspannung während des Umspulprozesses auf einem für den Faden unschädlichen Niveau gehalten wird.
  • Beispielsweise in der DE 44 06 076 A1 , der DE 10 2005 036 704 A1 , der DE 42 21 559 A1 oder der DE 43 35 089 A1 sind Kreuzspulen herstellende Textilmaschinen beschrieben, die zur Optimierung des Fadenabzugs im Bereich ihrer Spulstellen jeweils mit speziellen, entsprechend dem Abspulvorgang nachführbaren Abspulhilfsvorrichtungen ausgestattet sind.
  • Die Abspulhilfsvorrichtungen gemäß der DE 44 06 076 A1 besteht beispielsweise aus einer Mehrzahl ineinander schiebbarer rohrförmiger Elemente. Ein unteres, über den Spinnkops absenkbares Element ist dabei mittels einer Antriebseinrichtung höhenverstellbar auf einem mittleren Element geführt, das seinerseits über ein Klemmmittel an einem weiteren, oberen Element festgelegt ist, welches seinerseits stationär an einer Montageplatte der Spulstelle angeordnet ist. Das untere rohrförmige Element, das im Bereich seiner Unterkante konusartig ausgebildet ist, kann während des Umspulvorgangs mittels eines zugehörigen Antriebes definiert so über den Spinnkops abgesenkt werden, dass der Konus stets im Bereich des so genannten Windungskegels des Spinnkopses positioniert ist. Um eine optimale Nachführung des rohrförmigen Elementes zu gewährleisten, ist ein optischer Sensor am konusförmigen Ende des rohrförmigen Elementes angeordnet, der den Anstand zu dem Windungskegel des Spinnkopses misst. Das rohrförmige Element wird so weit abgesenkt, dass das konusartige Abdeckelement in der unteren Endstellung noch die letzten Wicklungen der Fadenlieferspule abdeckt.
  • Das mittlere Element, das eingangsseitig eine Engstelle aufweist, bleibt während des gesamten Umspulvorganges in seiner zu Beginn einer neuen Partie eingestellten Einbaulage. Die eingangsseitig des mittleren Elementes angeordnete Engstelle, die dicht oberhalb der Hülsenspitze des umzuspulenden Spinnkopses positioniert ist, führt dazu, dass der sich während des Spulprozesses einstellende Mehrfach-Fadenballon in einen unteren und einen oberen Teilballon aufgeteilt wird.
  • Die Abspulhilfseinrichtung gemäß der DE 10 2005 036 704 verfügt über einen vertikal verschiebbar gelagerten Ballonbegrenzer, eine rohrförmige Fadenführungseinrichtung mit einer eingangsseitig angeordneten Fadenführungsöse sowie über einen Adapter, an den ein unterdruckbeaufschlagbares Greiferrohr andockbar ist. Die Fadenführungseinrichtung und damit die Fadenführungsöse sind stationär angeordnet. Der Ballonbegrenzer ist über einen Antrieb definiert in vertikaler Richtung so verfahrbar, dass er während des Spulprozesses dem Abspulfortschritt des Spinnkopses folgend nachgeführt und die Unterkante des Ballonbegrenzers stets etwa in Höhe des Windungskegels des Spinnkopses positioniert werden kann.
  • Eine vergleichbare Abspulhilfsvorrichtung ist auch in der gattungsbildenden DE 42 21 559 A1 beschrieben. Diese bekannte Abspulhilfsvorrichtung weist einen ersten, mittels einer Antriebseinrichtung definiert höhenverstellbaren und über den Spinnkops absenkbaren Rohrkörper auf, auf dem ein ebenfalls höhenverstellbarer zweiter Rohrkörper abgestützt ist. Dieser zweite Rohrkörper ist an einer Gleitstange zwischen zwei Anschlägen geführt, durch die der maximale Verstellbereich des zweiten Rohrkörpers, der, in Fadenlaufrichtung gesehen, ausgangsseitig eine Engstelle aufweist, begrenzt ist. Durch diese Engstelle wird die Länge der Strecke vorgegeben, auf der sich während des Fadenabzugs Mehrfach-Fadenballone ausbilden.
  • Der erste Rohrkörper dient als den Fadenballon in der Breite beeinflussender Ballonbegrenzer. Der DE 42 21 559 A1 zufolge bleibt beim Abziehen des Fadens von einer Zulieferspule mit wenig Restfaden ein weiteres Absenken des ersten Rohrkörpers ohne Auswirkung, so dass der Rohrkörper mit dem weiteren Abspulen nicht weiter nach unten bewegt wird.
  • Der DE 43 35 089 A1 zufolge verringert sich die Wirkung der Abwickelhilfsvorrichtung, wenn die verbleibende Garnmenge auf der Spule etwa 30% beträgt, so dass die untere Grenze der Abwickelhilfsvorrichtung in der Nähe der noch 30% des Garns enthaltenen Spule eingestellt wurde.
  • Gemäß der DE 42 21 559 A1 wird das Ballonbegrenzungsglied in die zurückgezogene Stellung beziehungsweise in die Startposition zurückgefahren, wenn ein Fadenlaufsignal oder ein das untere Fadenendteil anzeigende Signal fehlt. Anders ausgedrückt, wird der Ballonbegrenzer erst dann in die Startposition zurückgefahren, wenn der Spinnkops vollständig abgespult ist. Der Spulprozess ist für die Zeit des Zurückfahrens von der Endposition in die Startposition unterbrochen. Die leere Hülse des Spinnkopses kann erst entfernt und ein neuer Spinnkops an die Spulstelle transportiert werden, wenn das Ballonbegrenzungsglied sich wieder in der Startposition befindet. Durch diese Zeitdauer wird die Produktivität der Spulmaschine herabgesetzt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, die Zeitdauer für den Kopswechsel zu reduzieren und die Produktivität der Spulmaschine zu erhöhen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrensanspruches 1 sowie die Spulmaschine gemäß Anspruch 4 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Ballonbegrenzer, bevor der komplette Faden von dem Spinnkops abgezogen ist, von der Endposition in Richtung der Startposition angehoben wird. Damit entfällt der Zeitverzug, der durch das Zurückfahren des Ballonbegrenzers zwischen dem Ende des Fadenabzugs und dem eigentlichen Kopswechsel entsteht, und die Funktion des Ballonbegrenzers wird durch das vorzeitige Anheben nicht signifikant negativ beeinflusst. Das erfindungsgemäße Verfahren ist im Wesentlichen unabhängig von der konkreten Ausführungsform des Ballonbegrenzers und auf jede der oben beschriebenen Abspulhilfsvorrichtungen anwendbar.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform wird der Ballonbegrenzer mit Erreichen der Endposition sofort in die Startposition zurückgefahren. Diese Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist besonders einfach zu realisieren, da das Erreichen der Endposition bereits bei bekannten Verfahren zur Steuerung des Ballonbegrenzers erfasst werden muss und das Signal, welches im Stand der Technik ein Verharren des Ballonbegrenzers in der Endposition bewirkt, erfindungsgemäß direkt zum Auslösen des Zurückfahrens des Ballonbegrenzers verwendet wird.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens hat der Ballonbegrenzer, bevor der gesamte Faden von dem Spinnkops abgezogen ist, wieder die Startposition erreicht. Vorteilhafterweise wird die Fadenrestmenge, bei der der Ballonbegrenzer in die Startposition zurückgefahren wird, so bestimmt, dass die Zeit für das Zurückfahren gerade der restlichen Abspulzeit entspricht. Auf diese Weise wird die maximal mögliche Zeitersparnis beim Spulenwechsel bei gleichzeitig minimalem Einfluss auf die Wirkung des Ballonbegrenzers realisiert.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird ferner eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit Erfassungs- und Steuermitteln zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen, wobei die Erfassungs- und Steuermittel dazu ausgebildet sind, den Ballonbegrenzer, bevor der komplette Faden von dem Spinnkops abgezogen ist, von der Endposition in Richtung der Startposition anzuheben.
  • Vorteilhafterweise sind Erfassungsmittel vorhanden, die die Endposition des Ballonbegrenzers erfassen. Als Erfassungsmittel kann zum Beispiel ein Endschalter dienen, der das Rohr des Ballonbegrenzers detektiert. Die Erfassungsmittel können aber auch aus Mitteln zur Erfassung von sekundären Größen und einer Recheneinheit bestehen, die aus der Geschwindigkeit des Antriebs der Abspulhilfseinrichtung und der Zeit des Absenkens des Ballonbegrenzerrohres die Endposition berechnet.
  • Die Recheneinheit kann zum Beispiel Bestandteil der Spulstellensteuerung sein.
  • Ferner kann die Spulstelle Erfassungsmittel aufweisen, die die Fadenmenge auf dem Spinnkops erfassen. Dazu kann ein an sich bekannter optischer Abstandssensor, der in das Ballonbegrenzerrohr integriert ist, verwendet werden. Aus der Abstandsmessung kann das Auflösen des Windungskegels detektiert und auf die Restfadenmenge geschlossen werden. Erfindungsgemäß wird das Signal des Erfassungsmittels an die Steuermittel übergeben, die den Antrieb des Ballonbegrenzerrohres beispielsweise so ansteuern, dass sich dasselbe wieder in seiner Startposition befindet, bevor der gesamte Faden von dem Kops abgezogen ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine in Seitenansicht mit einer Abspulhilfsvorrichtung;
  • 2 eine perspektivische Ansicht der in 1 schematisch dargestellten Abspulhilfsvorrichtung;
  • 3 einen Spinnkops mit Ballonbegrenzer in Startposition;
  • 4 den Spinnkops mit Ballonbegrenzer in Arbeitsposition;
  • 5 den teilweise abgespulten Spinnkops mit Ballonbegrenzer in Arbeitsposition
  • 6 den Spinnkops mit Ballonbegrenzer in Endposition.
  • In 1 ist in Seitenansicht schematisch eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine, im Ausführungsbeispiel ein so genannter Kreuzspulautomat 1, dargestellt. Derartige Kreuzspulautomaten 1 weisen zwischen ihren (nicht dargestellten) Endgestellen eine Vielzahl gleichartiger Arbeits- oder Spulstellen 2 auf, auf denen, wie bekannt und daher nicht näher erläutert, die auf einer (nicht dargestellten) Ringspinnmaschine produzierten, nur relativ wenig Garnmaterial ausweisenden Spinnkopse 9 zu großvolumigen Kreuzspulen 11 umgespult werden. Die Kreuzspulen 11 werden anschließend, beispielsweise mittels eines Kreuzspulenwechslers, auf eine maschinenlange Kreuzspulentransporteinrichtung 21 übergeben und zu einer maschinenendseitig angeordneten (nicht dargestellten) Spulenverladestation oder dergleichen transportiert.
  • Solche Kreuzspulautomaten 1 weisen außerdem, wie in 1 angedeutet, eine Logistikeinrichtung in Form eines Spulen- und Hülsentransportsystems 3 auf, in dem, auf Transporttellern 8 in vertikaler Ausrichtung festgelegt, Spinnkopse 9 beziehungsweise Leerhülsen 34 umlaufen.
  • Von diesem Spulen- und Hülsentransportsystem 3 ist in der 1 lediglich die Kopszuführstrecke 4, die reversierend antreibbare Speicherstrecke 5, eine der zu den Spulstellen 2 führenden Quertransportstrecken 6 sowie die Hülsenrückführstrecke 7 dargestellt. Wie angedeutet, werden die angelieferten Spinnkopse 9 dabei in einer Abspulstellung 10, die sich im Bereich der Quertransportstrecken 6 an den Spulstellen 2 befindet, positioniert und umgespult.
  • Die einzelnen Spulstellen 2 verfügen zu diesem Zweck, wie bekannt und daher nur angedeutet, über verschiedene Fadenbehandlungs- und Fadenhandhabungseinrichtungen, die nicht nur gewährleisten, dass die Spinnkopse 9 zu großvolumigen Kreuzspulen 11 umgespult werden können, sondern die auch sicherstellen, dass der Faden während des Umspulvorganges auf Fadenfehler hin überwacht und detektierte Fadenfehler ausgereinigt wird.
  • Die Spulstellen 2 weisen beispielsweise jeweils eine Spulvorrichtung 24 mit einem über eine Schwenkachse 19 beweglich gelagerten Spulenrahmen 18, eine Spulenantriebseinrichtung 26 sowie eine Fadenchangiereinrichtung 28 auf. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die Kreuzspule 11 während des Spulprozesses beispielsweise mit ihrer Oberfläche auf einer einzelmotorisch beaufschlagbaren Antriebstrommel 26 und wird von dieser über Reibschluss mitgenommen.
  • Die Changierung des Fadens beim Auflaufen auf die Kreuzspule 11 erfolgt mittels einer Fadenchangiereinrichtung 28, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Fingerfadenführer 29 aufweist.
  • Derartige Spulstellen 2 verfügen außerdem über eine Fadenverbindungseinrichtung 13, vorzugsweise eine pneumatisch arbeitende Spleißeinrichtung, ein unterdruckbeaufschlagbares Saugrohr 12 sowie ein ebenfalls unterdruckbeaufschlagbares Greiferrohr 25. Das Saugrohr 12 und das Greiferohr 25 sind dabei an eine maschineneigene Unterdrucktraverse 32 angeschlossen, die ihrerseits mit einer Unterdruckquelle 33 in Verbindung steht.
  • Solche Arbeitsstellen 2 weisen üblicherweise außerdem einen Unterfadensensor 22, einen Fadenspanner 14, einen Fadenreiniger 15 mit Fadenschneideinrichtung 17, einen Fadenzugkraftsensor 20 sowie eine Paraffiniereinrichtung 16 sowie einen so genannten Spulstellenrechner 60 auf, der die verschiedenen Funktionsorgane ansteuert.
  • Des Weiteren sind die Arbeitsstellen 2 mit einer Abspulhilfsvorrichtung 23 ausgestattet, die sowohl zur pneumatischen Überführung eines am Spinnkops 9 bereitliegenden, so genannten Unterfadens an ein unterdruckbeaufschlagtes Greiferrohr 25 dient, als auch während des Spulprozesses dafür sorgt, dass der Fadenballon, der beim Ablaufen des Fadens vom Spinnkops 9 entsteht, im Sinne einer Senkung der Fadenspannung positiv beeinflusst wird.
  • Diese Abspulhilfseinrichtung 23 besteht, wie auch in 2 in perspektivischer Ansicht angedeutet, im wesentlichen aus einem vertikal verschiebbar gelagerten Ballonbegrenzer 27, sowie einer rohrförmigen Fadenführungseinrichtung 38. Das heißt, der Ballonbegrenzer 27 ist über einen Antrieb 30 definiert in vertikaler Richtung R so verstellbar, dass der Ballonbegrenzer 27 während des Spulprozesses, dem Abspulfortschritt des Spinnkopses 9 folgend, nach unten verfahren werden kann. Wie in den 1 und 2 angedeutet, ist die Fadenführungseinrichtung 38 vorzugsweise mehrteilig ausgebildet. Sie weist beispielsweise ein an einem stationär angeordneten Adapter 40 festgelegtes Oberrohr 36 sowie ein bezüglich dieses Oberrohres 36 verschiebbar angeordnetes, bezüglich seines Arbeitslage beispielsweise über einen Antrieb 39 einstellbares Unterrohr 37 auf.
  • Die 3 bis 6 zeigen den Spinnkops 9 mit dem Ballonbegrenzer 27 in verschiedenen Arbeitspositionen. In 3 ist der Ballonbegrenzer 27 und das Unterrohr 37 der Fadenführungseinrichtung 38 oberhalb der Hülse 41 des Spinnkopses 9 positioniert. In dieser Position kann der Spinnkops getauscht und eine leere Hülse durch einen vollen Spinnkops mittels des Spulen- und Hülsentransportsystem 3 ersetzt werden. Während des Abziehens des Fadens 50 vom Spinnkops 9 wird der Ballonbegrenzer 27 mittels des Antriebs 30 entsprechend dem Abspulfortschritt abgesenkt und zwar in der Art, dass sich die Unterkante des Ballonbegrenzers stets etwa in Höhe des Windungskegels 51 des in Abspulstellung 10 positionierten Spinnkopses 9 befindet. Dies ist in 4 und mit weiterem Abspulfortschritt in 5 dargestellt. Die Unterkante des Unterrohres 37 der Fadenführungseinrichtung 38 ist dabei stets oberhalb der Hülsenspitze der Hülse 41 des in der Abspulstelle 10 positionierten Spinnkopses 9 angeordnet.
  • In 6 hat der Ballonbegrenzer 27 seine Endposition erreicht. Die auf dem Spinnkops befindliche Garnmenge beträgt dabei noch etwa 30% der Garnmenge eines vollen Spinnkopses. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird der Ballonbegrenzer unmittelbar nach Erreichen der Endposition wieder in die Startposition zurückgefahren. Die Erfassungs- und Steuermittel zur Durchführung dieses Vorganges sind Bestandteil des Spulestellenrechners 60. Der Spulstellenrechner 60 steuert den Antrieb 30 des Ballonbegrenzers 27 und kann so über die Absenkgeschwindigkeit und eine rechnerinterne Zeitmessung die Endposition des Ballonbegrenzers 27 erfassen. Mit Erreichen der Endposition reversiert der Spulstellenrechner den Antrieb 30 und der Ballonbegrenzer wird wieder in Richtung der Startposition angehoben. Der Ballonbegrenzer erreicht damit die Startposition, bevor der gesamte Faden von der Hülse abgezogen ist. Alternativ können auch Sensoren verwendet werden, die die Endposition des Ballonbegrenzers oder die Restmenge des Fadens auf dem Spinnkops erfassen. Wenn die Fadenrestmenge erfasst wird, ist es auch möglich, den Ballonbegrenzer erst in den letzten Garnlagen in Richtung der Startposition anzuheben. Damit bleibt die Funktion des Ballonbegrenzers möglichst lange erhalten und man erreicht trotzdem einen Zeitvorteil beim Austausch des Kopses beziehungsweise der Hülse.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4406076 A1 [0004, 0005]
    • - DE 102005036704 A1 [0004]
    • - DE 4221559 A1 [0004, 0008, 0009, 0011]
    • - DE 4335089 A1 [0004, 0010]
    • - DE 102005036704 [0007]

Claims (6)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Spulstelle (2) einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine (1), auf der von einem Spinnkops (9) unter Bildung eines Fadenballons ein Faden (50) abgezogen wird und ein die Fadenballonausbildung in der Breite beeinflussender Ballonbegrenzer (27) dem Abspulfortschritt des Spinnkopses (9) folgend von einer Startposition, in der die Leerhülse gegen einen neuen Spinnkops (9) ausgetauscht werden kann, bis auf eine Endposition abgesenkt wird, die der Ballonbegrenzer bereits erreicht, bevor der komplette Faden (50) vom dem Spinnkops (9) abgezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballonbegrenzer (27) von der Endposition in Richtung der Startposition angehoben wird, bevor der komplette Faden (50) von dem Spinnkops (9) abgezogen ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballonbegrenzer (27) mit Erreichen der Endposition sofort in die Startposition zurückgefahren wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballonbegrenzer (27), bevor der komplette Faden (50) von dem Spinnkops (9) abgezogen ist, wieder die Startposition erreicht hat.
  4. Spulstelle (2) einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine (1) mit Erfassungs- und Steuermitteln (60) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Spulstelle (2) Mittel zum Fixieren des Spinnkopses (9), von dem unter Bildung eines Fadenballons ein Faden (50) abziehbar ist und ein die Fadenballonausbildung in der Breite beeinflussender Ballonbegrenzer (27) dem Abspulfortschritt des Spinnkopses (9) folgend von einer Startposition, in der die Leerhülse gegen einen neuen Spinnkops (9) austauschbar ist, bis auf eine Endposition, in der noch nicht der komplette Faden (50) vom dem Spinnkops (9) abgezogen ist, absenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Erfassungsmittel (60) dazu ausgebildet sind, den Ballonbegrenzer (27), bevor der gesamte Faden (50) von dem Spinnkops (9) abgezogen ist, von der Endposition in Richtung der Startposition anzuheben.
  5. Spulstelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsmittel (60) dazu eingerichtet sind, die Endposition des Ballonbegrenzers zu erfassen.
  6. Spulstelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsmittel die Restfadenmenge auf dem Spinnkops erfassen.
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