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Die
Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Beprägen von
entlang einer Transportstrecke geführten Werkstücken mit
einer Folie, vorzugsweise Laminierfolie oder Transferfolie, z. B.
Heißprägefolie. Diese
Vorrichtung umfasst eine Prägeeinrichtung,
die an der Transportstrecke angeordnet ist, eine Werkstücktransporteinrichtung,
die die Werkstücke
entlang der Transportstrecke an der Prägeeinrichtung vorbei bewegt
und eine Folien-Führungseinrichtung, die
die Folie der Prägeeinrichtung
zuführt
und gegebenenfalls eine nach dem Beprägen als Abfall verbleibende
Trägerfolie
abführt.
Die Prägeeinrichtung weist
mindestens zwei Stützwalzen
und ein umlaufend angetriebenes Prägeband aus Silikon, vorzugsweise
metallverstärktes
Silikon oder aus einem Elastomer mit silikonähnlichen Eigenschaften auf.
Diese Prägeeinrichtung
bildet eine in Richtung der Transportstrecke sich längs erstreckende
Prägestrecke.
In der Prägestrecke
wird die Folie unter Einwirkung von Druck und Temperatur über das
Prägeband
auf das in der Transportstrecke geführte Werkstück aufgebracht. In der Praxis
spricht man vom Aufprägen
oder Beprägen
des Werkstücks
mit der Folie.
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Solche
Vorrichtungen zum Beprägen
sind z. B. aus der
DE
41 21 766 C2 , der
DE
102 16 139 C1 und der
DE 103 52 700 B3 bekannt. Diese Dokumente
beschreiben Prägestationen,
die jeweils zwei Stützwalzen
und eine angetriebene Umlenkwalze aufweisen, die in einer Dreieckkonfiguration
mit einem umlaufenden Prägeband
angeordnet sind. Diese Prägestationen
weisen jeweils eine Prägestrecke auf,
die zwischen den beiden Umlenkwalzen gebildet ist. Die Prägegeschwindigkeit
wird von den Abmessungen dieser Prägestation, das heißt maßgeblich von
dem Abstand der beiden Stützwalzen
bestimmt. Die Prägevorrichtungen
werden insbesondere auch zum Geprägen von abgefrästen Kanten
von Decken- und Fußbodenpaneelen
eingesetzt. Insbesondere, wenn mehrere Fasenflächen an verschiedenen Kanten
oder mit unterschiedlicher Winkelstellung oder unregelmäßigen Abfasungen
zu beprägen
sind, ergibt sich mit den bekannten Prägevorrichtungen eine aufwendige
Arbeitsweise mit zum Teil geringer Prägegeschwindigkeit, so dass
die gewünschte
hohe Produktionsrate nicht optimal erreicht wird.
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Die
DE 25 53 803 A1 beschreibt
eine Doppel-Band-Prägepresse,
bei der Pressgut zwischen zwei umlaufend geführten Stahlbändern mit
dem Ziel der Verdichtung und Verfestigung des Pressguts unter Aufbringung
von zu kaschierendem Material verpresst wird. Über die Pressbänder können in
der Oberfläche
des Pressguts Oberflächenstrukturen eingepresst
werden.
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Die
CH 661 804 A5 beschreibt
eine Vorrichtung, bei der in ein thermoplastisches bandförmiges Material
ein Relief eingeprägt
wird. Bei der dort beschriebenen Relief-Prägevorrichtung erfolgt der Relief-Präge-Vorgang
zwischen zwei Kalandarwalzen, und zwar in dem tangentialen Andruckbereich
dieser beiden gegenüberliegenden
Kalandarwalzen.
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Die
US 30 67 718 A beschreibt
eine Vorrichtung zum Behandeln flächenartiger Materialien, bei der
Stoffe wie Farbe, Kleber oder Beschichtungsmaterial auf die zu behandelnden
Materialien aufgebracht werden. Die zu behandelnden Materialien werden
zwischen einem Förderband
und einem Arbeitsband bewegt, wobei der auf das Material aufzubringende
Stoff auf das Arbeitsband appliziert wird. Um die Materialien unter
Einwirkung eines möglichst gleichmäßigen Druckes
zu behandeln, sind magnetische Spannplatten vorgesehen, wobei zumindest das
Arbeitsband aus einem auf magnetische Kräfte ansprechendem Material
besteht.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beprägen der
eingangs genannten Art so weiter zu entwickeln, dass eine einfache
Arbeitsweise mit der Möglichkeit
hoher Produktionsgeschwindigkeiten realisierbar ist.
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Diese
Aufgabe löst
die Erfindung mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1.
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Es
ist vorgesehen, dass in der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung nun mindestens
zwei einander benachbarte Prägeeinrichtungen
zu einer gemeinsamen Baueinheit zusammengefasst sind und/oder eng
benachbart zueinander angeordnet sind, und zwar derart, dass die
Prägestrecken
der mindestens zwei einander benachbarten Prägeeinrichtungen mit überlappender
Längserstreckungen angeordnet
sind oder in Längsrichtung
unmittelbar aneinander anschließen
oder in Längsrichtung
einen lichten Abstand aufweisen, der geringer ist als die Länge einer
der beiden Prägestrecken
der benachbarten Prägeeinrichtungen.
Mit dieser engen Hintereinanderanordnung oder Nebeneinanderanordnung der
Prägestrecken
wird erreicht, dass die aus den mehreren Prägeeinrichtungen zusammengesetzte Prägeeinheit
zusammengesetzte Prägestrecken
aufweist, die länger
ausgebildet sind als beim Stand der Technik und damit erhöhte Prägegeschwindigkeit
ermöglichen
oder parallel versetzt zueinander angeordnet sind, die eine simultane
Arbeitsweise beim Beprägen
ermöglicht
und damit ebenfalls eine Erhöhung
der Produktionsgeschwindigkeit ermöglicht. Durch die Anordnung
der mehreren eng benachbarten Prägeeinrichtungen
in einer gemeinsamen Baueinheit mit einem gemeinsamen Träger, einem
gemeinsamen Gehäuse
oder anderen Verbindungsteilen wird eine praktikable Handhabung
der aus mehreren kleineren Prägeeinrichtungen
zusammengesetzten Prägeeinheit
erhalten, wobei die erforderliche genaue geometrische Ausrichtung
der Prägestrecken
der einzelnen Prägeeinrichtungen
sicher eingestellt werden kann.
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Vorteilhafterweise
werden die einander benachbarten Prägeeinrichtungen möglichst
eng einander zugeordnet. Der lichte Abstand der in Längsrichtung
hintereinander angeordneten Prägestrecken
ist vorzugsweise geringer als 50% der Länge der Prägestrecke einer dieser eng
benachbarten Prägeeinrichtungen.
Der lichte Abstand der Prägestrecken
kann hierbei vorzugsweise ungefähr
gleich sein wie der Durchmesser einer der Stützwalzen der benachbarten Prägeeinrichtungen
und/oder ungefähr
gleich wie die Summe des halben Durchmessers der beiden endständigen Stützwalzen
an den einander zugewandten Stirnenden der beiden benachbarten Prägeeinrichtungen.
Damit wird eine sehr enge Aufeinanderfolge der Prägestrecken
erhalten, wenn die einander eng benachbarten Prägeeinrichtungen so angeordnet
sind, dass die Prägestrecken
in ihrer Längserstreckung
miteinander fluchtend angeordnet sind.
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Für den Fall,
dass die eng benachbarten Prägeeinrichtungen
so zueinander angeordnet sind, dass die Prägestrecken in Richtung quer
zur Transportstrecke parallel versetzt zueinander angeordnet sind,
kommen insbesondere Ausführungen
in Frage, bei denen die Prägestrecken
mit überlappender Längserstreckung
angeordnet sind oder in Längsrichtung
unmittelbar ohne lichten Abstand aneinander anschließen.
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Bei überlappender
Längserstreckung
der Prägestrecken
ist ein vorteilhaftes simultanes Geprägen z. B. von winkelig zueinander
angeordneten Fasenflächen
möglich.
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Grundsätzlich können die
Prägestrecken
der eng benachbarten Prägeeinrichtungen
in einer gemeinsame Ebene angeordnet sein oder in zwei Ebenen, die
winkelig zueinander angeordnet sind.
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Es
sind Ausführungen
vorgesehen, bei denen die benachbarten Prägeeinrichtungen jeweils mit einer
separaten Folie oder mit einer gemeinsamen Folie den Prägevorgang
durchführen.
Das Arbeiten mit separaten Folien in den benachbarten Prägeeinrichtungen
kann insbesondere bei Ausführungen
erfolgen, bei denen parallel zueinander versetzte Prägestrecken
vorhanden sind, um z. B. Fasenflächen zu
beprägen,
die winkelig zueinander angeordnet sind. Die Beschickung der benachbarten
Prägestationen
mit separater Folie kann auch eingesetzt werden, wenn bestimmte
Flächen
des Werkstücks
mit mehreren Folienschichten oder teilweise überlappend beprägt werden
sollen. Die Bestückung
der einzelnen Prägeeinrichtung
mit einer gemeinsamen Folie kommt insbesondere dann in Frage, wenn
die Prägestrecken
in ihrer Längsrichtung
hintereinander angeordnet sind und lediglich eine Erhöhung der
Prägegeschwindigkeit
bzw. Verlängerung
der Prägestrecke angestrebt
wird.
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Im
nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele
anhand von Figuren beschrieben.
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Dabei
zeigen
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1 eine
schematische Draufsicht einer Prägevorrichtung
mit zwei hintereinander angeordneten Prägeeinrichtungen;
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2 eine
schematische Schnittansicht in Schnittebene entlang Schnittlinie
II-II in 1, wobei ausschnittweise das
Werkstück
mit abgefaster Kante mit ebener Fasenfläche und eine mit der ebenen
Fasenfläche
zusammenwirkende Prägeeinrichtung
mit dazwischen angeordneter Transferfolie gezeigt ist;
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3 eine
Schnittansicht entsprechend 2, wobei
ausschnittweise ein Werkstück
mit abgefaster Kante mit zwei ebenen winkelig zueinander angeordneten
Fasenflächen
und zwei mit den beiden ebenen Fasenflächen zusammenwirkende Prägeeinrichtungen
mit einer dazwischen angeordneten, gemeinsamen Transferfolie gezeigt
ist;
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4 eine
Schnittansicht wie 3, wobei aber im Unterschied
zu 3 zwei separate Transferfolien zum Geprägen der
beiden Fasenflächen vorgesehen
sind.
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Die
Prägevorrichtung
in 1 umfasst zwei Prägeeinrichtungen 1, 1.
Die Prägeeinrichtungen 1, 1 sind
an einer Transportstrecke 2 angeordnet, entlang der die
zu beprägenden
Werkstücke 3 geführt sind.
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Die
Prägeeinrichtungen 1, 1 sind
in dem in 1 dargestellten Fall entlang
der Transportstrecke 2 dicht hintereinander angeordnet.
Sie können
als Baueinheit mit einem nicht dargestellten gemeinsamen Träger oder
einem gemeinsamen Gehäuse
zusammengefasst sein.
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Die
Prägeeinrichtungen 1, 1 sind
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
jeweils identisch aufgebaut. Sie umfassen jeweils zwei Stützwalzen 1a und
eine Umlenkwalze 1b und ein um diese drei Walzen umlaufend
angetriebenes Stützkörperband, im
Folgenden Prägeband 1c bezeichnet.
Das Prägeband 1c ist
als Silikonband, ausgebildet. Eine Metallverstärkung des Silikonbandes ist
möglich
und bevorzugt, um die mechanische Stabilität des Silikonbandes zu vergrößern. Ebenso
ist der Einsatz von Elastomeren, Kautschuken oder Kunststoffen möglich, die ähnliche
Eigenschaften wie Silikone aufweisen, nämlich eine hohe Temperaturbeständigkeit
und eine möglichst
gleich bleibende und leicht einstellbare Elastizität über einen
möglichst
hohen Temperaturbereich. Jede Prägeeinrichtung 1 ist
in 1 mit Dreieckkonfiguration ausgebildet, das heißt die beiden
Stützwalzen 1a und
die Umlenkwalze 1b sind in einer Dreieckkonfiguration angeordnet,
so dass das umlaufende Prägeband 1c eine
im Wesentlichen dreieckförmige
Umlaufbahn aufweist. In dem dargestellten Fall ist die Umlaufbahn
als gleichseitiges Dreieck ausgebildet. Die Basisseite zwischen
den beiden Stützwalzen 1a bildet
die Prägestrecke 1p der jeweiligen
Prägeeinrichtung 1.
Im Bereich der beiden Schenkel zur Umlenkwalze 1b ist jeweils
eine Heizeinrichtung 1h angeordnet. Diese sorgt dafür, dass das
Prägeband 1c erwärmt wird
und damit in der Prägestrecke 1p der
Prägevorgang
unter Einwirkung von Druck und Temperatur erfolgen kann. Dies ist
bei dem Einsatz einer Heißprägefolie
erforderlich, damit bei dem Prägevorgang
die Übertragungslage
der Heißprägefolie
von der Trägerfolie
ordnungsgemäß abgelöst und auf
die zu beprägende
Fläche
des Werkstücks
aufgeprägt
wird. Durch die jeweiligen Heizeinrichtungen 1h bei beiden
Prägeeinrichtungen 1 werden
beide Prägebänder 1c jeweils
separat beheizt. Während
des Umlaufs des Prägebandes 1c in der
Umlaufbahn kühlt
das Prägeband
in der Prägestrecke 1p in
seiner Längserstreckung
ab. Durch die Unterteilung der zusammengesetzten Prägestrecke in
zwei separate kürzere
Prägestrecken 1p wird
in vorteilhafter Weise erreicht, dass das Prägeband 1c nur über eine
vergleichsweise kurze Strecke (die Prägestrecke 1p) abkühlt und
im Vergleich zu einer nicht zusammengesetzten, ununterbrochenen ähnlich langen
Prägestrecke
eine im Durchschnitt höhere
Temperatur und damit bessere Eigenschaften als Prägewerkzeug
aufweist.
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Die
Prägestrecken 1p der
in dem dargestellten Fall entlang der Transportstrecke 2 eng
hintereinander angeordneten Prägeeinrichtungen 1, 1 sind
in einer Linie in ihrer Längsrichtung
fluchtend hintereinander angeordnet. Der lichte Abstand zwischen
den beiden Prägestrecken 1p ist
gering, das heißt
in der Größenordnung
des Durchmessers einer Stützwalze 1a.
Damit wird eine zusammengesetzte Prägestrecke für die beiden hintereinander
angeordneten Prägeeinrichtungen 1, 1 erhalten,
die die doppelte Länge hat
wie die Prägestrecke
einer einzelnen Prägeeinrichtung 1.
Dies ermöglicht
es, mit einer höheren
Prägegeschwindigkeit
und damit mit einer höheren
Produktionsrate zu arbeiten.
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Die
Transportstrecke 2 ist in 1 Teil einer nicht
dargestellten Transporteinrichtung, in der die Werkstücke 3 hintereinander
angeordnet mit einer Vorschubgeschwindigkeit an den Prägeeinrichtungen 1, 1 vorbei
bewegt werden. Die Vorschubgeschwindigkeit entspricht der Umlaufgeschwindigkeit des
Prägebands 1c.
Die Werkstücke 3 sind
in der Transportstrecke 2 auf einem nicht näher dargestellten
mit der betreffenden Vorschubgeschwindigkeit angetriebenen Transportband
befestigt angeordnet. Die Befestigung ist derart, dass die Werkstücke 3 mit dem
Transportband ohne Spiel mitgenommen werden und dabei in ihrer Position
auf dem Transportband in Längs-
und Querrichtung fixiert sind. Diese Fixierung kann zum Beispiel
dadurch erfolgen, dass die Werkstücke über Befestigungselemente mit
dem Transportband verspannt sind oder über eine Saugeinrichtung in
Verbindung mit Reibschluss auf der Oberfläche des Transportbandes fixiert
werden.
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Die
Werkstücke 3 sind
in dem dargestellten Fall Paneelen mit einer abgefasten Kante, wie
in der Schnittdarstellung in 2 erkennbar
ist. Die Fasenfläche
wird bei dem Prägevorgang
mit einer Folie 4 beprägt.
Die Folie 4 ist in dem dargestellten Fall als Heißprägefolie
ausgebildet, die eine Übertragungslage
und eine Trägerfolie
aufweist. Diese Prägefolie 4 wird,
wie in 1 erkennbar von einer Folienzuführeinrichtung 5a den
Prägeeinrichtungen 1, 1 zugeführt. Die
Folienzuführeinrichtung 5a umfasst
einen Folienabwickler 5a1 und mehrere Umlenkrollen 5a2. Die
Prägefolie 4 wird
den Prägeeinrichtungen 1, 1 in 1 so
zugeführt,
dass sie zunächst
die in der Darstellung linke Prägeeinrichtung 1 und
dann die rechte Prägeeinrichtung 1 passiert.
Jede Prägeeinrichtung 1 bildet
jeweils eine Prägestrecke 1p,
in der die durch die Prägeeinrichtung 1 gerade
hindurchgeführten Werkstücke mit
der gerade passierenden Prägefolie 4 beprägt werden.
Die Prägestrecke 1p wird
durch den Andruckbereich des Prägebands 1c an
dem zu beprägenden
Werkstück
gebildet. Dieser Andruckbereich ist an der Außenseite des Prägebands 1c im Bereich
zwischen den beiden Stützwalzen ausgebildet.
In dem Bereich zwischen den beiden Stützwalzen 1a können noch
axial parallel zu den Stützwalzen mehrere
nicht dargestellte Stabilisierungswalzen geringeren Durchmessers
angeordnet sein, die dafür sorgen,
dass das Prägeband
in der Prägestrecke zwischen
den Stützwalzen 1a unterstützt wird
und damit ein möglichst
gleichmäßiger Andruck
in den Prägestrecken 1p am
Prägeband
vorliegt. Die Stabilisierungswalzen können hierfür über steuerbare hydraulische
oder servomotorische Stützeinrichtungen mit
Druck beaufschlagt sein.
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Jede
Prägeeinrichtung 1 ist
in 1, wie an sich bekannt, mit Dreieckkonfiguration
ausgebildet, das heißt
die beiden Stützwalzen 1a und
die Umlenkwalze 1b sind in einer Dreieckkonfiguration angeordnet,
so dass das umlaufende Prägeband 1c eine
im wesentlichen dreieckförmige
Umlaufbahn aufweist. In dem dargestellten Fall ist die Umlaufbahn
als gleichseitiges Dreieck ausgebildet. Die Basisseite zwischen
den beiden Stützwalzen 1a bildet
die Prägestrecke 1p der
jeweiligen Prägeeinrichtung 1.
Im Bereich der beiden Schenkel zur Umlenkwalze 1b ist jeweils
eine Heizeinrichtung 1h angeordnet. Diese sorgt dafür, dass
das Prägeband 1c erwärmt wird
und damit in der Prägestrecke 1p der
Prägevorgang
unter Einwirkung von Druck und Temperatur erfolgen kann. Dies ist
bei dem Einsatz einer Heißprägefolie
erforderlich, damit bei dem Prägevorgang
die Übertragungslage
der Heißprägefolie
von der Trägerfolie ordnungsgemäß abgelöst und auf
die zu beprägende Fläche aufgeprägt wird.
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Die
zusammengesetzte Prägestrecke
der aus den beiden hintereinander geschalteten Prägeeinrichtungen 1, 1 gebildeten
Prägeeinheit
wird, wie oben dargelegt, durch die miteinander in Längsrichtung
fluchtend hintereinander angeordneten Prägestrecken 1p gebildet.
Der Prägevorgang
erfolgt in dem Bereich der zusammengesetzten Prägestrecke. Bei dem Prägevorgang
wird die Übertragungslage 4a unter
Einwirkung von Druck und erhöhter
Temperatur auf die Fasenfläche 3a (siehe 2)
aufgeprägt
und von der Trägerfolie 4b abgelöst.
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Die
nicht übertragene
Trägerfolie 4b wird
als Abfall über
die Folienabführungseinrichtung 5b am Ende
der zweiten Prägeeinrichtung 1 von
der beprägten
Fläche
abgezogen. Die Folienabführeinrichtung 5b weist
hierfür
in 1 einen Folienabwickler 5b1 auf, der
die Trägerfolie 4b über Umlenkrollen 5b2 abzieht
und auf eine Kreuzspule des Folienabwickler 5b1 aufwickelt.
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2 zeigt
eine Schnittansicht durch die Prägeeinrichtung 1 in 1.
Das zu beprägende Werkstück 3 ist
als Paneele ausgebildet. Es weist, wie in 2 erkennbar
ist, eine abgefaste Kante mit ebener schräger Fasenfläche 3a auf, die mit
der Übertragungslage 4a der
Transferfolie 4 beprägt wird.
Ferner zeigt 2 einen Abschnitt der Prägeeinrichtung 1 im
Bereich der von dem Prägeband 1c gebildeten
Prägestrecke 1p.
Die Breite des Prägebands 1c ist
etwas größer als
die Breite der zu beprägenden
Fasenfläche 3a.
Auch die Breite der Transferfolie ist in 2 größer als
die Breite der zu beprägenden
Fasenfläche 3a des
Werkstücks.
Die Transferfolie steht über
die zu beprägende
Fasenfläche 3a beidseitig über. Die
Beprägung
erfolgt ausschließlich in
dem Bereich, in dem das Prägeband 1c bei
dem Prägevorgang
unter Druck auf der Fasenfläche 33 unter
Druckeinwirkung zur Auflage kommt. Die restlichen Bereiche der Folie,
die nicht auf der Fasenfläche 3a aufgebracht
werden, verbleiben entweder auf der Trägerfolie als nicht ausgeprägte Bestandteile und
haften überstehend
an den ausgeprägten
Bestandteilen am Rand der Fasenfläche 3a und werden in
dem Prägevorgang
nachfolgenden Schritten über Bürsten oder
dergleichen entfernt.
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In 3 ist
ein Werkstück 4 mit
einer abgefasten Kante mit zwei winkelig zueinander angeordnete
Fasenflächen 3a1, 3a2 dargestellt.
Die beiden Fasenflächen 3a1 und 3a2 bilden
miteinander einen stumpfen Winkel. Die Beprägung der beiden Fasenflächen 3a1, 3a2 erfolgt
in 3 mit einer gemeinsamen Folie 4. Diese
Folie 4 weist eine Breite auf, die die beiden Fasenflächen 3a1, 3a2 in
ihrer Breite überdeckt
und entsprechend wie in 2 randseitig etwas übersteht.
Der Prägevorgang
in 3 erfolgt, indem die erste in 3 obere
Fasenfläche 3a1 mit einer
ersten Prägeeinrichtung 1 und
die zweite in 3 untere Fasenfläche 3a2 mit
einer zweiten Prägeeinrichtung 1 zusammenwirkt.
Hierfür
sind diese Prägeeinrichtungen 1, 1 so
angeordnet, dass die Prägestrecken
winkelig zueinander angeordnet sind und zwar in einem Winkel entsprechend
dem stumpfen Winkel, den die beiden Fasenflächen 3a1, 3a2 miteinander
bilden, das heißt,
die Prägestrecke 1p der ersten
Prägeeinrichtung 1 liegt
in der Ebene der ersten Fasenfläche 3a1 und
die Prägestrecke 1p der zweiten
Prägeeinrichtung 1 liegt
in der Ebene der zweiten Fasenfläche 3a2.
Die Prägestrecken 1b bilden
damit denselben Winkel miteinander wie die Ebenen der Fasenflächen 3a1, 3a2.
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Die
Prägeeinrichtungen 1 sind
in 3 entlang der Transportstrecke vorzugsweise mit
Abstand hintereinander angeordnet, so dass sie mit ihrem Bauraum
nicht kollidieren. Die damit gebildeten ersten und zweiten Prägestrecken 1p liegen
parallel versetzt zueinander und in der Scheitellinie der Fasenflächen 3a1, 3a2 aneinander
angrenzend.
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Die
beiden Prägeeinrichtungen 1, 1 in 3 sind
vorzugsweise nahe zueinander benachbart angeordnet. Sie können als
gemeinsame Baueinheit z. B. mit einem gemeinsamen Träger zusammengefasst
sein. Sie sind in der Längsrichtung
der Transportstrecke 2 dicht hintereinander angeordnet,
so dass die parallel zueinander versetzten Prägestrecken 1p der
Prägeeinrichtungen 1, 1 mit
nur sehr geringem lichten Abstand in Längsrichtung aufeinander folgen.
Der lichte Abstand ist vorzugsweise in der Größenordnung des Durchmessers
einer Stützwalze 1a der
jeweils identisch ausgebildeten Prägeeinrichtungen 1, 1.
Dies ist der minimale lichte Abstand der hintereinander angeordneten
Prägeeinrichtungen 1, 1.
Durch den möglichst
geringen lichten Abstand wird bei einer für beide Prägeeinrichtungen 1, 1 gemeinsamen
Prägefolie 4 ein
besseres Handling der Prägefolie 4 erreicht,
sodass diese Prägefolie 4 innerhalb
des geringen lichten Abstands sich praktisch nicht verziehen oder
Falten bilden kann und damit den Prägevorgang in der zweiten Prägeeinrichtung 1 nicht
negativ beeinflusst.
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Bei
der in 3 vorgesehenen winkeligen Anordnung der Prägeeinrichtungen 1, 1 ist
es ferner auch möglich,
die Prägeeinrichtungen
unmittelbar nebeneinander winkelig zueinander anzuordnen, das heißt ohne
Versatz in Längsrichtung.
Dies ist jedoch nur möglich,
wenn dies die Breitenabmessungen der Prägeeinrichtungen 1, 1 zulassen.
Eine Nebeneinanderanordnung kommt insbesondere dann in Frage, wenn
der stumpfe Winkel, den die Fasenflächen 3a1 und 3a2 miteinander
bilden relativ klein ist.
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Ferner
kann auch bei der Anordnung in 3 vorgesehen
sein, dass die Prägeeinrichtungen 1 jeweils
in einer Doppelanordnung in Längsrichtung der
Transportstrecke hintereinander angeordnet sind, so dass die Fasenfläche 3a1 und
die Fasenfläche 3a2 jeweils
mit einer zusammengesetzten Prägestrecke
beprägt
wird, die sich aus den in einer Linie fluchtend hintereinander angeordneten
Prägestrecken 1p der
hintereinander angeordneten Prägeeinrichtungen 1, 1 zusammensetzt,
wie dies bei dem Ausführungsbeispiel
der 1 und 2 für die Fasenfläche 3a erläutert ist.
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Anstelle
der winkelig zueinander angeordneten separaten Prägeeinrichtungen 1, 1 kann
bei einem gegenüber 3 abgewandelten
Ausführungsbeispiel
auch eine Prägeeinrichtung
eingesetzt werden, deren Prägeband 1c entsprechend
flexibel an die beiden Fasenflächen 3a1 und 3a2 anpassbar
ist oder entsprechend winkelig profiliert ist, so dass beide Fasenflächen 3a1 und 3a2 von
einem gemeinsamen Prägeband
einer gemeinsamen Prägeeinrichtung 1 mit
der Folie beprägt
werden. Es können
auch mehrere solche gemeinsame Prägeeinrichtungen 1 in
einer Linie fluchtend hintereinander angeordnet sein, wie dies für die Beprägung der
ebenen Fasenfläche 3a bei
dem in den 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
vorgesehen ist.
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Beim
Einsatz eines ausreichend flexiblen Prägebands 1c kann auch
die Beprägung
einer abgefasten Kante erfolgen, bei der die Ausgestaltung der beiden
Fasenflächen 3a1 und 3a2 in
Längsrichtung
der Abfasung variiert, das heißt
die Fasenflächen 3a1 und 3a2 nehmen
im Längsverlauf
der Abfasung unterschiedliche Winkelstellungen ein und weisen unterschiedliche
Breite auf. Es können
auch konvexe und konkave Fasenflächen
sowie wellenförmige
Unregelmäßigkeiten
längs der
Abfasung vorgesehen sein. Das flexible Prägeband 1c passt sich
bei ausreichender Flexibilität
jeweils in der Auflagestellung beim Beprägen an die Form der Fasenflächen an
und sorgt für
eine kontinuierliche Beprägung
der über
seine Längserstreckung
variierenden Abfasung. Auch in diesem Fall können von Vorteil mehrere Prägeeinrichtungen
hintereinander geschaltet werden, um die Länge der Prägestrecke entsprechend zu vervielfachen
und die Prägegeschwindigkeit
zu erhöhen.
Ferner ergibt sich mit der Verlängerung
der Prägestrecke
insbesondere auch bei Beprägen
der in ihrer Längsrichtung
variierenden Abfasung eine Erhöhung
der Sicherheit, dass die gesamte variierende Fase jeweils ordnungsgemäß lückenlos
beprägt
wird.
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In 4 erfolgt
wie ersichtlich das Beprägen der
beiden Fasenflächen 3a1 und 3a2 mit
zwei separaten Prägefolien 4 bei
gleicher winkeliger Anordnung der Prägeeinrichtungen 1, 1 und
Prägestrecken 1p,
wie sie in 3 gezeigt ist. In beiden Prägeeinrichtungen 1, 1 wird
in diesem Fall also jeweils eine separate Prägefolie 4, vorzugsweise über jeweils eine
separate Folienzuführeinrichtung
für jede
Prägeeinrichtung,
zugeführt.
Auch in diesem Falle können
der Fasenfläche 3a1 und
der Fasenfläche 3a2 jeweils
mehrere Prägeeinrichtungen 1 zugeordnet sein,
die jeweils fluchtend hintereinander angeordnet sein können, um
die jeweilige Prägestrecke
auf den Fasenflächen 3a1 und 3a2 zu
vervielfachen und damit eine höhere
Prägegeschwindigkeit
realisieren zu können.
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- 1
- Prägeeinrichtung
- 1a
- Stützwalze
- 1b
- Umlenkwalze
- 1c
- Prägeband
- 1p
- Prägestrecke
- 1h
- Heizeinrichtung
- 2
- Transportstrecke
- 3
- Werkstück
- 3a1
- Fasenfläche
- 3a2
- Fasenfläche
- 4
- Prägefolie
- 4a
- Übertragungslage
- 4b
- Trägerfolie
- 5a
- Folienzuführungseinrichtung
- 5a1
- Folienabwickler
- 5a2
- Umlenkrollen
- 5b
- Folienabzugseinrichtung
- 5b1
- Folienaufwickler
- 5b2
- Umlenkrollen