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DE102007058296A1 - Brennkraftmaschine mit einem Abgasturbolader - Google Patents

Brennkraftmaschine mit einem Abgasturbolader Download PDF

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DE102007058296A1
DE102007058296A1 DE102007058296A DE102007058296A DE102007058296A1 DE 102007058296 A1 DE102007058296 A1 DE 102007058296A1 DE 102007058296 A DE102007058296 A DE 102007058296A DE 102007058296 A DE102007058296 A DE 102007058296A DE 102007058296 A1 DE102007058296 A1 DE 102007058296A1
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Germany
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combustion engine
cylinder
internal combustion
turbine
floods
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DE102007058296A
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English (en)
Inventor
Marcos Marques
Udo Hopf
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Audi AG
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Audi AG
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Publication date
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    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C6/00Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
    • F02C6/04Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output
    • F02C6/10Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output supplying working fluid to a user, e.g. a chemical process, which returns working fluid to a turbine of the plant
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine (1) mit mehreren Zylindern (2) und mit einem Abgasturbolader (5), der eine mehrflutige Turbine (6) aufweist, die ein Turbinenrad (10) und ein das Turbinenrad umgebendes Turbinengehäuse (11) aufweist, wobei das Turbinengehäuse (11) mehrere über den Umfang des Turbinenrads (10) verteilt angeordnete, sich jeweils über einen Umfangswinkelbereich (13) erstreckende Anströmkammern (12) aufweist, die jeweils von einer Flut (4) beaufschlagt werden. Es ist vorgesehen, dass der Umfangswinkelbereich (13) von mindestens einer der Anströmkammern (12) gegenüber dem Umfangswinkelbereich (13) von mindestens einer anderen der Anströmkammern (12) unterschiedlich groß ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern und mit einem Abgasturbolader, der eine mehrflutige Turbine aufweist, nach Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Stand der Technik
  • Brennkraftmaschinen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, werden zur Leistungssteigerung aufgeladen, also in einer solchen Weise betrieben, dass Verbrennungsluft der Brennkraftmaschine mit einem Überdruck zugeführt wird. Hierfür haben Abgasturbolader weite Verbreitungen gefunden, die von den Abgasen der Brennkraftmaschine angetrieben werden. Mit deren Turbine ist ein Verdichter drehfest verbunden, der Verbrennungsluft unter Überdruck dem Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine zuführt. Um derartige Abgasturbolader in weiten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine effektiv und ohne prinzipbedingte, übermäßige Leistungsunterschiede in verschiedenen Drehzahlbereichen der Brennkraftmaschine betreiben zu können, werden derartige Abgasturbolader mit verstellbaren Turbinen oder mit einer verstellbaren Abgasanströmung versehen. Beispielsweise ist bekannt, zur Verbesserung der Betriebsführung der Turbine schaltbare Bypässe oder Wastegates vorzusehen, oder die Turbine mit einer verstellbaren Turbinengeometrie auszurüsten, also dergestalt, dass entweder im Betrieb über den Betriebsbereich (also beispielsweise von einer niedrigen hin zu einer hohen Drehzahl der Brennkraftmaschine und umgekehrt) die Anströmung der Turbine durch eine variable Leitbeschaufelung oder die Geometrie der Turbine selbst verstellt wird. Beispielsweise ist aus der DE 42 42 494 C1 bekannt, eine Turbine mit einem verstellbaren Strömungsleitapparat zu versehen, wobei insbesondere für mehrflutige Turbinen entsprechend angepasste Strömungsleitapparate vorgesehen sind, die ihrerseits in Verstellung und Geometrie differieren. An diesem Stand der Technik ist nachteilig, dass verstellbare Strömungsleitapparate wie auch verstellbare Turbinengeometrien in ungünstigen Fällen aufgrund der in der Turbine herrschenden Betriebsbedingungen, nämlich sehr hohe Temperaturen bei teilweise sehr hohen Laufdrehzahlen, zu Störungen neigen. Insbesondere durch die sehr hohen Temperaturen der Abgase, die in die Turbine eingebracht werden, können Bestandteile der Turbine, beispielsweise deren Gehäuse oder Strömungsleitapparate, in ungünstigen Fällen zur Verzunderung neigen oder aufgrund thermischer Beanspruchung verklemmen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern und einem Abgasturbolader mit mehrflutiger Turbine bereitzustellen, die die genannten Nachteile vermeidet und hierbei eine betriebssichere Konstruktion wie auch eine optimierte Nutzung der Abgase der Brennkraftmaschine ohne unerwünschte Rückwirkungen auf die Brennkraftmaschine bereitstellt.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Hierzu wird eine Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern und mit einem Abgasturbolader vorgeschlagen, der eine mehrflutige Turbine aufweist, die ein Turbinenrad und ein das Turbinenrad umgebendes Turbinengehäuse aufweist, wobei das Turbinengehäuse mehrere, über den Umfang des Turbinenrads verteilt angeordnete, sich jeweils über einen Umfangswinkelbereich erstreckende Anströmkammern aufweist, die jeweils von einer Flut beaufschlagt werden. Dabei ist vorgesehen, dass der Umfangswinkelbereich von mindestens einer der Anströmkammern gegenüber dem Umfangswinkelbereich von mindestens einer anderen der Anströmkammern unterschiedlich groß ist. Die Anflutung des Turbinenrades erfolgt folglich über im Turbinengehäuse angeordnete beziehungsweise ausgebildete Anströmkammern, wobei diese jeweils von einer der Fluten beaufschlagt werden. Unter Flut ist hierbei der Anteil des Abgasvolumenstromes gemeint, der durch die Aufteilung des Abgasvolumenstroms der Brennkraftmaschine insgesamt in die Fluten jeweils definiert ist. Jede der Fluten weist hierbei ihre eigene Anströmkammer auf, wobei diese sich über den Umfangswinkel des Turbinenrades erstrecken. Der Umfangswinkel um die Turbine (letztlich ein Vollkreis) wird von den Anströmkammern der Fluten umgriffen, dergestalt, dass jede Anströmkammer und damit jede Flut des Abgasvolumenstroms in einem anderen Segment dieses Vollkreises angreift. Derartige, gleich winkelverteilte Anordnungen über den gesamten Umfangswinkel sind aus der bereits erwähnten DE 42 42 494 C1 , dort 3, prinzipiell bekannt. Anders als dort sind erfindungsgemäß die Anströmkammern in ihrer Verteilung über den Umfangswinkel aber in unterschiedlich große Umfangswinkelbereiche aufgeteilt, dergestalt, dass wenigstens eine Anströmkammer einen Umfangswinkelbereich aufweist, der zumindest gegenüber demjenigen einer anderen Anströmkammer unterschiedlich groß ist. Bei einer Aufteilung in zwei Fluten ist es demzufolge vorgesehen, eine der Anströmkammern über einen größeren Umfangswinkelbereich der Turbine und die andere über einen kleineren Umfangswinkelbereich der Turbine auszubilden.
  • Weiter ist vorgesehen, dass die Fluten aus den Abgasen der Zylinder der Brennkraftmaschine gebildet sind, wobei die Abgasvolumenströme (Volumen pro Zeiteinheit) der einzelnen Fluten unterschiedlich groß und/oder gleich groß sind. Bei der Ausbildung der Anströmkammern über unterschiedlich große Umfangswinkelbereiche wird hierbei der unterschiedlichen Bemessung der einzelnen Fluten und der unterschiedlichen Abgasvolumenströme der Fluten Rechnung getragen. Es ist allerdings auch möglich, die Abgasvolumenströme der einzelnen Fluten gleich groß auszubilden, wobei bei unterschiedlich bemessenen Anströmkammern eine unterschiedliche Anströmung des Turbinenrades erfolgt.
  • In einer weiteren Ausführungsform sind die Anströmkammern an unterschiedliche Anzahlen von Zylindern der Brennkraftmaschine angeschlossen. Die vorstehend beschriebenen Fluten werden demzufolge derart gebildet, dass sie Abgasvolumenströme einzelner Zylinder zusammenfassen, wobei die Fluten unterschiedliche Anzahlen von Zylindern zusammenfassen. Beispielsweise ist es denkbar, eine erste Flut mit den Abgasvolumenströmen von zwei Zylindern auszubilden, eine zweite mit den Abgasvolumenströmen von drei Zylindern und eine dritte mit den Abgasvolumenströmen von nur einem Zylinder.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zu einer Flut zusammengefassten Zylinder derart gewählt, dass die Zündzeitpunkte der für eine Zusammenfassung gewählten Zylinder einen möglichst großen Abstand haben. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich die einzelnen Zylinder, die zu einer Flut zusammengefasst sind, nicht in unterwünschter Weise gegenseitig beeinflussen. Insbesondere wird so ein sehr gutes Spülvermögen erreicht, was einen hohen Füllungsgrad des Zylinders mit geringem Restgasanteil und damit eine effektivere Verbrennung und Leistungssteigerung der Brennkraftmaschine im jeweiligen Zylinder bewirkt. Dadurch, dass die Zündzeitpunkte der zu der Flut zusammengefassten Zylinder möglichst weit auseinander liegen, wird, bedingt durch den zyklischen Ablauf der Verbrennung in einer Hubkolben-Brennkraftmaschine, sichergestellt, dass eine vollständige Ausströmung eines Zylinders erfolgt, ohne dass von einem anderen Zylinder, der zur selben Flut gehört, ausströmendes Abgas auf den ersten Zylinder zurückwirkt. Zwischen der Abgasausspülung der Zylinder ist nämlich ausreichend Zeit, damit sich die Auslassventile vollständig schließen können, sodass eine unerwünschte Rückwirkung nicht erfolgt. Die Ladungswechsel der einzelnen Zylinder beeinflussen sich auf diese Weise in geringstmöglicher Weise. Bei Direkteinspritzung wird ein Kraftstoffüberschieben vorteilhaft verhindert. Gleichzeitig tritt durch die Restgasminderung eine Temperaturabsenkung im Brennraum ein, wodurch sich der Füllungsgrad erhöhen lässt und überdies vorteilhaft eine geringere Klopfneigung besteht.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens eine der Fluten an weniger Zylinder angeschlossen als mindestens eine der anderen Fluten. Unter Flut wird hier nicht nur der Abgasvolumenstrom eines Zylinders beziehungsweise der zusammengefasste Abgasvolumenstrom mehrerer Zylinder verstanden, sondern vielmehr auch die konstruktive Ausführung einer solchen Zusammenfassung und Weiterleitung des Abgasvolumenstroms, beispielsweise durch eine entsprechende konstruktive Ausbildung des Abgaskrümmers. Der Abgasvolumenstrom wird hierbei beispielsweise so aufgeteilt, dass eine Flut an weniger Zylinder angeschlossen ist als mindestens eine der anderen Fluten. Insbesondere kann dies dadurch geschehen, dass beispielsweise eine der Fluten so ausgebildet wird, dass ein Abgaskrümmer nur an beispielsweise zwei Zylinder der Brennkraftmaschine angeschlossen ist, ein anderer Abgaskrümmer einer anderen Flut aber an drei oder an vier Zylinder der Brennkraftmaschine, wobei die Zylinder der einen Flut stets andere sind als die der anderen Flut. Ein Zylinder ist demzufolge nicht an zwei oder mehr Fluten angeschlossen. Hierdurch lässt sich eine vorteilhafte Aufteilung des Abgasvolumenstroms in die verschiedenen Fluten erreichen, die in der gewünschten Weise das Turbinenrad in dessen unterschiedlich ausgestalteten Anströmkammern beaufschlagen.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens eine der Fluten an nur einen Zylinder angeschlossen, und mindestens eine andere der Fluten ist an mehr als nur einen Zylinder angeschlossen. Die nur von einem Zylinder beaufschlagte Flut weist demzufolge einen geringeren Abgasvolumenstrom auf als die Fluten, die an mehr als nur einem Zylinder angeschlossen sind. Es lässt sich hierbei der Abgasvolumenstrom der Brennkraftmaschine in einer vorteilhaften und besonders vielfältigen Art und Weise der Zylinderzahl und dem Betriebsbereich des Abgasturboladers vorteilhaft anpassen. Insbesondere kann das Laufverhalten des Turbinenrades beziehungsweise insgesamt des Laufzeuges des Abgasturboladers, bestehend aus Turbinenrad und Verdichterlaufrad, vorteilhaft den gewünschten Einsatzbereichen angepasst werden.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform, weist die an wenige Zylinder, insbesondere nur an einen Zylinder, angeschlossene Flut keinen Bypass auf, während eine an mehr als nur einen Zylinder angeschlossene Flut einen Bypass für das Durchströmen des Turbinenrads aufweist oder aufweisen können. Ein Bypass ist ohne komplizierte und störanfällige Mechanismen leicht und preiswert herzustellen und aus dem Stand der Technik bekannt. Über derartige Bypässe lässt sich durch Verhindern des Umströmens des Turbinenrades die Leistung des Abgasturboladers regeln, insbesondere an Betriebszustände der Brennkraftmaschine in sehr einfacher Weise ohne fehleranfällige Verstellgeometrien anpassen. Hierbei lässt sich vorteilhaft die nur an einen Zylinder oder nur an wenige Zylinder angeschlossene Flut bypassfrei ausgestalten, was beispielsweise der Aufrechterhaltung der Drehzahl des Turbinenrades dient und hierdurch ein einfaches und beschleunigtes, verzögerungsfreies Hochlaufen ermöglicht.
  • Es wird in einer solchen Ausgestaltung verhindert, dass die Drehzahl des Turbinenrads unter ein bestimmtes Niveau absinkt, wie dies aber im Stand der Technik durchaus geläufig ist. Ein solches Absinken unter ein bestimmtes Drehzahlniveau erschwert nämlich das Hochlaufen des Laufzeugs in unterwünschter Weise bei erneuter Druckbeaufschlagung durch Freigabe der Fluten, was zu einem unerwünscht verzögerten Ansprechen des Abgasturboladers führt. Wird hingegen vorgesehen, eine nur an wenige, insbesondere an nur einen Zylinder angeschlossene Flut stets dem Turbinenrad zuzuführen, also bypassfrei auszubilden, wird hierdurch die Aufrechterhaltung der Drehzahl des Turbinenrades und des Laufzeugs auch während der über die anderen Segmente erfolgenden Regelungsphase sichergestellt, sodass in jedem Zeitpunkt ein sehr schnelles und praktisch verzögerungsfreies Ansprechen des Abgasturboladers sichergestellt ist.
  • Die Abstimmung der vorstehend beschriebenen Geometrien, also insbesondere der jeweiligen Segmentverhältnisse, also der Bestimmung des Umfangswinkelbereiches jeder Anströmkammer, des jeweiligen Umschlingungswinkels, der Querschnittsgestaltung der Fluten sowie der Bypassauslegung kann in weiten Bereichen und sehr vorteilhaft den Anforderungen des jeweiligen Abgasturboladers beziehungsweise der jeweiligen Brennkraftmaschine angepasst erfolgen.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus Kombinationen derselben sowie aus den nachfolgend näher beschriebenen Ausführungsbeispielen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein.
  • Es zeigen:
  • 1 eine fünfzylindrige Brennkraftmaschine mit einer dreiflutigen Turbine und
  • 2 einen Querschnitt durch die dreiflutige Turbine.
  • 1 zeigt eine Brennkraftmaschine 1 mit mehreren Zylindern 2, nämlich einem ersten Zylinder 2.1, einem zweiten Zylinder 2.2, einem dritten Zylinder 2.3, einem vierten Zylinder 2.4 und einem fünften Zylinder 2.5. Über Abgaskrümmer 3 werden Abgasvolumenströme der einzelnen Zylinder 2 abgeführt. Es werden hierbei über einen ersten Abgaskrümmer 3.1 die Abgase des ersten Zylinders 2.1 und des vierten Zylinders 2.4 zusammengefasst zu einer Flut 4, nämlich einer ersten Flut 4.1. Weiter werden die Abgasvolumenströme des zweiten Zylinders 2.2 und des fünften Zylinders 2.5 in einem zweiten Abgaskrümmer 3.2 zu einer dritten Flut 4.3 zusammengefasst, wohingegen der Abgasvolumenstrom des dritten Zylinders 2.3 über einen dritten Abgaskrümmer 3.3 eine zweite Flut 4.2 ausbildet. Die drei Fluten 4, nämlich die erste Flut 4.1 bis zur dritten Flut 4.3, werden zum Betrieb eines an die Brennkraftmaschine 1 angeschlossenen Abgasturboladers 5, von dem vorliegend nur die Turbine 6 dargestellt ist, der Turbine 6 zugeführt. Von der Turbine 6 abgehend werden die Abgasvolumenströme der einzelnen Fluten 4 über ein nur symbolisch dargestelltes Abgasableitesystem 7 abgeführt. Die Zusammenfassung der Abgasvolumenströme der einzelnen Zylinder 2 ist hierbei so gewählt, dass die Zündabstände der einzelnen Zylinder 2 beim Betrieb der Brennkraftmaschine 1 einen möglichst großen Abstand aufweisen. Demzufolge sind der erste Zylinder 2.1 und der vierte Zylinder 2.4 zur ersten Flut 4.1 zusammengefasst, was über eine entsprechende konstruktive Ausbildung des ersten Abgaskrümmers 3.1 erfolgt. Die zweite Flut 4.2 wird nur von dem dritten Zylinder 2.3 gebildet, während die dritte Flut 4.3 über eine entsprechend konstruktive Ausgestaltung des zweiten Abgaskrümmers 3.2 von dem zweiten Zylinder 2.2 und dem fünften Zylinder 2.5 gebildet wird. Bei einer solchen Zusammenfassung einzelner Zylinder 2 zu Fluten 4, wobei kein Zylinder 2 mehr als nur einer Flut 4 angeschlossen ist, lässt sich eine gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Zylinder 2 über die Abgaskrümmer 3 weitestgehend ausschließen, wodurch ein sehr vorteilhaftes Spülverhalten erreicht wird. Die Ausbildung der zweiten Flut 4.2 mit dem Abgasvolumen-Strom nur des dritten Zylinders 2.3 lässt die Drehzahlaufrechterhaltung der Turbine 6 auch dann zu, wenn die erste Flut 4.1 und die dritte Flut 4.3 durch (hier nicht dargestellte) Bypässe oder andere Regel- und/oder Absperrmechanismen die Turbine 6 nicht beaufschlagen, sondern beispielsweise an der Turbine 6 vorbeigeleitet werden, um entsprechenden Betriebszuständen der Brennkraftmaschine 1 Rechnung zu tragen. Selbstverständlich kann die Zusammenfassung der einzelnen Zylinder 2 in Abhängigkeit von der Zylinderzahl der Brennkraftmaschine 1 und von deren Zündreihenfolge von dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel abweichen. Die Zusammenfassung erfolgt sinnvoller weise, wie bereits beschreiben, stets in der Art, dass die zu einer Flut 4 zusammengefassten Zylinder 2 einen möglichst großen Zündabstand zueinander aufweisen. Die Geometrie der Abgaskrümmer 3 und der einzelnen Fluten 4 ist hierbei an die Abgasvolumenströme, wie sie sich durch Zusammenfassung einzelner oder mehrerer Zylinder 2 ergeben, anzupassen.
  • 2 zeigt einen schematischen Querschnitt durch die Turbine 6, die als dreiflutige Turbine 8 ausgebildet ist. Diese weist, um eine Drehachse 9 gelagert, ein Turbinenrad 10 zum Betrieb eines hier nicht dargestellten Verdichters des Abgasturboladers 5 auf. Die Turbine 6 weist hierbei ein Turbinengehäuse 11 auf, in das Anströmkammern 12 eingebracht sind. Jede Anströmkammer 12 wird hierbei von einer Flut 4 beaufschlagt. Die Anströmkammern 12 sind dergestalt ausgebildet, dass sie über einen das Turbinenrad 10 umgebenden Vollkreis verteilt sind. Jede Anströmkammer besitzt hierbei einen Umfangswinkelbereich 13, mit dem sie ein dem Umfangswinkelbereich 13 entsprechendes Segment des Turbinenrads 10 anströmt. Selbstverständlich kann das Segment des Turbinenrads, das tatsächlich von dem Abgasvolumenstrom der jeweiligen Flut 4 beaufschlagt wird, kleiner als der Umfangswinkelbereich 13 sein, abhängig von Anströmwinkel und Anströmgeschwindigkeit, der das Turbinenrad 10 zum vorteilhaften Betrieb treffen soll. Damit ist gemeint, dass die Anströmkammer 12 nicht jeweils zum Turbinenrad 10 hin vollständig geöffnet sein muss, sondern beispielsweise nur über einen dem Turbinenrad 10 benachbarten Bereich geöffnet ist, im Übrigen jedoch geschlossen. Den Umfangswinkelbereichen 13 entsprechen unterschiedliche Umfangswinkel α, β und γ. Hierbei gilt, dass mindestens einer der Umfangswinkel α, β oder γ ungleich den anderen Umfangswinkeln α, β oder γ ist. Beispielsweise ist vorliegend der Umfangswinkel α der ersten Flut 4.1 zugeordnet, wobei dieser kleiner ist als der Umfangswinkel β, der der zweiten Flut 4.2 zugeordnet ist. Der Umfangswinkel γ letztlich, der der dritten Flut 4.3 zugeordnet ist, ist wiederum kleiner als es die Umfangswinkel α und β jeweils sind. Auf diese Weise lassen sich die Anström- und Druckverhältnisse auf das Turbinenrad 10 in Abhängigkeit der Zusammenfassung von Zylindern 2 (vergleiche 1) zu den einzelnen Fluten 4 zur vorteilhaften Betriebsführung der Turbine 6 berücksichtigen.
  • 1
    Brennkraftmaschine
    2
    Zylinder
    2.1
    erster Zylinder
    2.2
    zweiter Zylinder
    2.3
    dritter Zylinder
    2.4
    vierter Zylinder
    2.5
    fünfter Zylinder
    3
    Abgaskrümmer
    3.1
    erster Abgaskrümmer
    3.2
    zweiter Abgaskrümmer
    3.3
    dritter Abgaskrümmer
    4
    Flut
    4.1
    erste Flut
    4.2
    zweite Flut
    4.3
    dritte Flut
    5
    Abgasturbolader
    6
    Turbine
    7
    Abgasableitesystem
    8
    dreiflutige Turbine
    9
    Drehachse
    10
    Turbinenrad
    11
    Turbinengehäuse
    12
    Anströmkammer
    13
    Umfangswinkelbereich
    α, β, γ
    Umfangswinkel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4242494 C1 [0002, 0004]

Claims (7)

  1. Brennkraftmaschine (1) mit mehreren Zylindern (2) und mit einem Abgasturbolader (5), der eine mehrflutige Turbine (6) aufweist, die ein Turbinenrad (10) und ein das Turbinenrad (10) umgebendes Turbinengehäuse (11) aufweist, wobei das Turbinengehäuse (11) mehrere, über den Umfang des Turbinenrads (10) verteilt angeordnete, sich jeweils über einen Umfangswinkelbereich (13) erstreckende Anströmkammern (12) aufweist, die jeweils von einer Flut (4) beaufschlagt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangswinkelbereich (13) von mindestens einer der Anströmkammern (12) gegenüber dem Umfangswinkelbereich (13) von mindestens einer anderen der Anströmkammern (12) unterschiedlich groß ist.
  2. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluten (4) aus den Abgasen der Zylinder (2) der Brennkraftmaschine (1) gebildet sind, wobei die Abgasvolumenströme (Volumen/Zeiteinheit) der einzelnen Fluten (4) unterschiedlich groß und/oder gleich groß sind.
  3. Brennkraftmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anströmkammern (12) an unterschiedliche Anzahlen von Zylindern (2) der Brennkraftmaschine (1) angeschlossen sind.
  4. Brennkraftmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einer Flut (4) zusammengefassten Zylinder (2) derart gewählt sind, dass die Zündzeitpunkte der für eine Zusammenfassung gewählten Zylinder (2) einen möglichst großen Abstand haben.
  5. Brennkraftmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Fluten (4) an weniger Zylinder (2) angeschlossen ist als mindestens eine der anderen Fluten (4).
  6. Brennkraftmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Fluten (4) an nur einen Zylinder (2) angeschlossen ist und dass mindestens eine andere der Fluten (4) an mehr als nur einen Zylinder (2) angeschlossen ist.
  7. Brennkraftmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an wenige Zylinder (2), insbesondere nur an einem Zylinder (2), angeschlossene Flut (4) bypassfrei ausgebildet ist und dass eine an mehr als nur einen Zylinder (2) angeschlossene Flut (4) einen Bypass für das Umströmen des Turbinenrads (10) aufweist.
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