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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement zur Erkennung
von Lichtangriffen, sowie ein Verfahren welches Lichtangriffe erkennt
und Gegenmaßnahmen
einleitet.
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Die
Sicherheit von Schaltungsanordnungen in Halbleiterbauelementen beruht
darauf, dass innerhalb der Schaltungsanordnung abgelegte und gespeicherte
Daten für
einen unautorisierten Zugriff nicht auslesbar sind. Unter anderem
sind insbesondere Methoden bekannt, bei denen mit Hilfe von Lichtangriffen
auf diese geheimen Daten unautorisiert zugegriffen wird. Durch die
Lichtangriffe wird die Funktion der Schaltungsanordnung derart gestört, dass
auf die abgelegten und geheimen Daten rückgeschlossen werden kann.
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Als
Schaltungsanordnung ist beispielhaft der Speicher einer Chipkarte
zu nennen, in dem insbesondere Identifikationsschlüssel, Kreditkartendaten oder ähnliche
zu verbergende Daten abgelegt sind.
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Prinzipiell
wird die auszuspähende
Schaltungsanordnung von ihrem Gehäuse befreit. Die nun freiliegenden
Schaltungsanordnungen werden gezielt mit einem hochenergetischen,
teilweise synchronisierten und lokal begrenzten Lichtimpuls bestrahlt.
Durch diese Bestrahlung werden entweder gezielt Sicherheitsmechanismen
der Schaltungsanordnung deaktiviert bzw. zerstört oder gezielt Ladungsträger durch
Absorption der Lichtteilchen innerhalb der Schaltungsanordnung freigesetzt.
Die freige setzten Ladungsträger
treten in Form von Elektronen-Loch-Paaren auf und werden beispielsweise
zur Erzeugung von elektrischen Impulsen in der Schaltungsanordnung
verwendet. Diese elektrischen Impulse führen dann zum Durchschalten
oder Aktivieren von Teilen der Schaltungsanordnung. In beiden Fällen wird
die Funktion der Schaltungsanordnung gestört und als Reaktion auf diese
Störungen
sind mitunter geheime Daten auslesbar. Dies wird im Folgenden als
unautorisierter Zugriff bezeichnet.
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Es
ist ein Halbleiterbauelement einem Halbleitersubstrat, zumindest
einer im Halbleitersubstrat ausgebildeten Halbleiterstruktur und
zumindest einem Sensorelement vorgesehen, wobei die Halbleiterstruktur
zumindest eine Schaltungsanordnung aufweist, das Sensorelement eine
PIN Diode ist und zwei Anschlüsse
aufweist, das Sensorelement in unmittelbarer Nähe zu Teilen der Schaltungsanordnung angeordnet
ist und das Sensorelement ausgebildet ist, bei Bestrahlung des Halbleiterbauelements
mittels Licht ein an den Anschlüssen
abgreifbares elektrisches Signal zu erzeugen.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Zusätzlich ist
auch ein Verfahren zur Abwehr von Lichtangriffen in einem Halbleiterbauelement
angegeben, wobei folgende Verfahrensschritte angewandt werden:
- a) Erkennen einer Ladungsverschiebung zwischen
den beiden Sensoranschlüssen
durch eine Auswerteeinheit,
- b) Erzeugen eines Alarmsignals innerhalb der Auswerteeinheit
und
- c) Blockieren und/oder Abschalten des Halbleiterbauelements
bei Auftritt des Alarmsignals.
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Nachfolgend
wird anhand von Ausführungsbeispielen
die Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, wobei
die Figuren gleicher oder gleich wirkender Bestandteile jeweils
mit den gleichen Bezugszeichen gezeichnet sind. Die dargestellten
Elemente sind nicht als maßstabsgerecht
anzusehen, vielmehr können
einzelne Elemente zum besseren Verständnis übertrieben groß beziehungsweise übertrieben
vereinfacht dargestellt sein.
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Es
zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
eines Halbleiterbauelements mit einem Sensorelement zur Erzeugung
eines elektrischen Signals bei Lichtbestrahlung
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2 eine
Weiterbildung des in 1 dargestellten Halbleiterbauelements
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3 eine
alternative Ausführung
des in 1 dargestellten Halbleiterbauelements
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4 eine
Draufsicht auf ein in 3 dargestelltes Halbleiterbauelement
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5 eine
alternative Anordnung des Sensorelementes innerhalb des Halbleiterbauelements
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6 ein
alternatives Ausführungsbeispiel zum
Erkennen und Abwehren von Lichtangriffen
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7 einen
Teil eines Stromlaufplans einer Auswerteeinheit zum Abwehren von
Lichtangriffen mittels Spannungsüberwachung
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8 in den 8a und 8b einen
Teil eines Stromlaufplans einer Auswerteeinheit zum Abwehren von
Lichtangriffen mittels Stromüberwachung
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9 einen
Teil eines Stromlaufplans einer Auswerteeinheit zum Abwehren von
Lichtangriffen mittels Differenz/Referenzüberwachung
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In 1 ist
ein Ausführungsbeispiel
eines Halbleiterbauelementes zur Erzeugung eines elektrischen Signals
bei Bestrahlung aufgezeigt. Ein Halbleitersubstrat 1 beinhaltet
eine Halbleiterstruktur 2. In der Halbleiterstruktur sind
Schaltungsanordnungen 21, 22, 23 und 24 eingebracht.
Auf dem Halbleitersubstrat 1 ist ein Sensorelement 3 in
unmittelbarer Nähe
zu Teilen der Schaltungsanordnung 21–24 angeordnet. Das
Sensorelement 3 ist hierbei als PIN Diode ausgestaltet
und weist 2 Anschlüsse 61, 62 auf.
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Die
Bestrahlung des Halbleiterbauelements erfolgt nun durch eine Lichtquelle,
wobei als Lichtquelle ein Licht emittierendes Bauelement verstanden
ist, welches elektromagnetische Strahlung emittiert. Diese elektromagnetische
Strahlung ist durch ihre Wellenlänge,
ihre hochenergetischen Eigenschaften gekennzeichnet. Idealerweise
ist die Lichtquelle synchronisiert und bestrahlt einen lokal begrenzten
Bereich des Halbleiterbauelements. Diese Lichtquelle ist zumeist
ein Laser oder eine vergleichbare Lichtquelle, welche mittels ihrer
Kohärenz,
ihrer hohen Energie sowie hohen Lichtintensität einen eingangs beschriebenen
Lichtangriff verursachen kann.
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Das
Sensorelement 3 ist nun derart ausgebildet, bei unautorisiertem
Zugriff durch Bestrahlung des Halbleiterbauelements ein elektrisches
Signal zu erzeugen. Durch Ausgestalten des Sensorelements als PIN-Diode
ist dies erreicht.
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Eine
PIN-Diode besitzt ähnlich
wie eine herkömmliche
PN Diode einen p- und einen n-dotierten Bereich. Zusätzlichen
wird zwischen diesen beiden Bereichen ein intrinsischen Bereich
angeordnet. Ein intrinsischer (oder auch eigenleitender) Bereich
ist ein schwach bzw. nicht dotierter Bereich, wodurch sich nur wenig
freie Ladungsträger
im intrinsischen Bereich befinden und der Bereich sehr hochohmig ist.
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Physikalisch
betrachtet werden bei Bestrahlung des Halbleiterbauelementes Lichtquanten
absorbiert, wodurch Ladungsträger
erzeugt werden. Die freigesetzten Ladungsträger treten in Form von Elektronen-Loch-Paaren
auf. Wird ein Halbleiterbauelement oder gezielt Schaltungsanordnungen 21–24 nun
mittels Licht bestrahlt, so werden ein Teil der Lichtquanten auf
das Sensorelement 3 treffen, da sich dieses in unmittelbarer
Nähe zu
Teilen einer Schaltungsanordnung 21–24 befindet.
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Vorausgesetzt,
dass die Photonenenergie des Lichtes ausreicht, ein Elektronen-Loch-Paar
im Sensorelement 3 zu erzeugen, wird zwischen den Anschlüssen der
in Sperrrichtung vorgespannten PIN-Diode ein Strom fließen, wenn
die Photonen innerhalb der Raumladungszone absorbiert werden. Alternativ
kann die PIN-Diode ohne Vorspannung betrieben werden, dann kann
zwischen ihren Anschlüssen
bei Absorption von Photonen eine Spannung gemessen werden. Die zusätzliche
intrinsische Schicht bewirkt dabei eine Verbreiterung der Raumladungszone
im Vergleich zu PN-Diode, dadurch wird das zur Absorption von Photonen
Volumen und somit die Empfindlichkeit des Sensors erhöht. Eine
Raumladungszone ist ein Bereich innerhalb eines Halbleiters, in
dem entweder ein Überschuss
oder ein Mangel an Ladungsträgern
vorherrscht. Die Raumladungszone entsteht durch Diffusion der negativen Ladungsträger in den
p-dotierten Bereich bzw. der positiven Ladungsträger in den n-dotierten Bereich.
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Als
Dotierung wird hier das Einbringen von Fremdatomen in eine Gitterstruktur
bezeichnet, wobei vorzugsweise die p-Dotierung mittels Bor oder BF2, die
n-Dotierung vorzugsweise mittels Phosphor und Arsen erreicht ist.
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Durch
das an der Raumladungszone anliegende Feld werden die Elektronen-Loch-Paare
sehr schnell getrennt, wodurch elektrische Signale erzeugt werden.
Diese elektrische Signale sind in Form von Strom oder Spannung an
den beiden Anschlüssen 61, 62 zur
Verfügung
und sind dort abgreifbar. Somit weist das Sensorelement ein verbessertes Zeitverhalten
als beispielsweise herkömmliche PN-Substratdioden
auf. Diese Substratdioden sind in einem jeweiligen Halbleiterprozess
entweder parasitär
enthalten oder gezielt eingebracht. Somit erkennt eine PIN-Diode
schnelle, kleinen und schwache Bestrahlungsimpulse einer Lichtquelle,
wodurch ein effektiverer Schutz bei Lichtangriffen gegeben ist.
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In 2 ist
eine Weiterbildung des in 1 dargestellten
Halbleiterbauelements aufgezeigt. Das Halbleiterbauelement weist
wiederum ein Halbleitersubstrat 1 auf. Innerhalb des Halbleitersubstrats 1 befindet
sich die Halbleiterstruktur 2. Innerhalb der Halbleiterstruktur 2 ist
zumindest eine Schaltungsanordnung 21–24 angeordnet. Auf
einer ersten Oberseite 11 des Halbleitersubstrat 1 ist
eine erste Isolationsschicht 5 angeordnet. Idealerweise
ist die Isolationsschicht 5 ein Siliziumoxid, idealerweise
Siliziumdioxid. Auf der ersten Isolationsschicht 5 ist
das Sensorelement 3 angeordnet, welches wie in 1 beschrieben
ausgestaltet ist. Hier gekennzeichnet ist ein erster Bereich 31,
der den p-dotierten Bereich des Sensorelements 3 darstellt,
ein zweiter Bereich 32 stellt den n-dotierter Bereich des
Sensorelements 3 dar. Zwischen den Bereichen 31 und 32 ist
der intrinsische Bereich 33 angeordnet ist. Der Abstand 34 zwischen
Bereich 31 und 32 ist wenige μm lang, idealerweise weniger
als 10 μm.
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Das
Sensorelement 3 weist wiederum zusätzlich ersten Sensoranschluss 61 sowie
einen zweiten Sensoranschluss 62 auf. Beide Sensoranschlüsse 61, 62 sind
vorzugsweise elektrisch leitfähig ausgestaltet.
Der erste Sensoranschluss 61 wird beispielsweise als Anode,
der zweite Sensoranschluss 62 beispielsweise als Kathode
bezeichnet.
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Das
in 2 dargestellte Halbleiterbauelement dient ebenso
dem Erkennen von unautorisierten Zugriffen durch Bestrahlung mittels
Licht. Vorzugsweise ist das Halbleiterbauelement nach 2 ein
Logikbauelement aus einem Halbleitertechnologieprozess.
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Wie
in 2 dargestellt ist es vorteilhaft, diesen Lichtsensor
oberhalb eines Halbleitersubstrats anzuordnen. Dadurch befindet
sich das Sensorelement 3 in unmittelbarer Nähe zu Schaltungsanordnungen 21–24 .
Bei Lichtangriffen wird somit zumindest ein Teil der Lichtquanten
auf das Sensorelement 3 treffen und der in 1 beschriebenen
Effekt zur Erzeugung von elektrischen Impulsen tritt ein, welches
in einer nachfolgenden Schaltung siehe 7 bis 9 in
ein Alarmsignal umgewandelt werden kann.
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Vorzugsweise
ist das Sensorelement 3 eine erste Polysiliziumschicht
in einer Halbleitertechnologie. Hierdurch können durch Logikbauelemente
nicht genutzte bzw. nicht verwendete Polysiliziumschichten für ein wie
in 1 beschriebenes Sensorelement 3 genutzt
werden. Dadurch werden keine zusätzlichen
Prozessstrukturen verwendet, was ein kostengünstiges Produzieren dieses
Halbleiterbauelements bedeutet.
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Wesentlicher
Vorteil ist hierbei, dass das Sensorelement 3 in das Halbleiterbauelement
integriert ist, wodurch es mit einfachen Mitteln nicht möglich, ist
das Sensorelement 3 abzukoppeln oder abzutrennen vom Rest
der Schaltung. Darüber
hinaus ist es für
einen Angreifer nicht ersichtlich, dass diese Polysiliziumschicht
ein Sensorelement 3 ist, da die Struktur des Sensorelements 3 für den bloßen Betrachter
einem Widerstand ähnelt.
Der Angreifer geht somit nicht davon aus, einen Sensorelement 3 vorzufinden.
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In 3 ist
ein alternatives Ausführungsbeispiel
eines Halbleiterbauelements nach 1 aufgezeigt.
Im Folgenden wird nur auf die Unterschiede zwischen 2 und 3 eingegangen.
Zusätzlich ist
zwischen der ersten Isolationsschicht 5 und dem Sensorelement 3 eine
zweite Polysiliziumschicht 7 und eine zweite Isolationsschicht 8 angeordnet.
Die zweite Polysiliziumschicht 7 weist darüber hinaus
einen Steueranschluss 9 auf.
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Wie
in 2 ist auch in 3 die erste
und zweite Isolationsschicht ein Siliziumoxid, bevorzugt ein Siliziumdioxid,
was sehr gut zur Isolation zwischen den Polysiliziumschichten 3, 7 und
dem Halbleitersubstrat 2 dient. In 3 befindet
sich das Sensorelement 3 in einem Hochvoltgebiet eines
Halbleiterbauelements. Die zweite Polysiliziumschicht 7 ist zur
Ansteuerung bzw. Steuerung der Schaltungsanordnungen 21–24 eingebracht,
welche im Halbleitersubstrat 1 vorgesehen sind. Vorzugsweise
ist das Sensorelement 3 wie in 2 eine erste
Polysiliziumschicht innerhalb eines Haibleitertechnologieprozesses,
welche idealerweise nicht benutzt oder verwendet wird. Dadurch sind
hier ebenfalls die in 2 erwähnten Eigenschaften gegeben.
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In 2 und 3 ist
der Bereich 34 eingezeichnet, welcher den Abstand zwischen
dem p- und dem n-Bereich darstellt. Dieser Bereich ist vorzugsweise
einige Mikrometer groß,
sodass der Bereich zwischen p und n noch eine Diodencharakteristik
hat, und eine Diffusion zwischen beiden Gebieten bei Eintreffen
von Bestrahlung mittels Licht von außerhalb des Halbleiterbauelements
zu einem Spannungsabfall führt.
Je weiter die Bereiche 31 und 32 entfernt sind,
desto intensiver muss die Bestrahlung sein, um einen elektrischen
Impuls zu erzeugen.
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In
den 2 und 3 sind neben der eigentlichen
Halbleiterstruktur 2 noch Isolationsstrukturen 4 eingebracht.
Diese dienen bevorzugt zur elektromagnetischen Isolation der Halbleiterstruktur 2 vor elektrischen
Einflüssen,
wie Störeinkopplung
und dergleichen. Bevorzugt sind zwischen den einzelnen Schaltungsanordnungen 21–24 innerhalb
der Halbleiterstruktur 2 ebenfalls solche Isolationsstrukturen 4 angeordnet.
Dadurch beeinflussen sich die einzelnen Schaltungsanordnungen 21–24 nur
geringfügig,
im Idealfall gar nicht.
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In 4 ist
eine Draufsicht des in 3 dargestellten Halbleiterbauelements
dargestellt. Wie auch in den 2 und 3 ist
eine Halbleiterstruktur 2 in einem Halbleiterbauelement
dargestellt. Zur Funktionsweise der in 4 dargestellten
Halbleiterbauelementanordnung, siehe Figurenbeschreibung 2 und 3.
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In 5 ist
eine alternative Anordnung des Sensorelements 3 zwischen
mehreren verschiedener Schaltungsanordnungen 21, 22, 23 und 24 innerhalb
einer Halbleiterstruktur 2 eines Halbleiterbauelements
aufgezeigt. Auch hierbei ist die Draufsicht gezeichnet. Das Sensorelement 3 ist
hierbei von diesen Schaltungsanordnungen 21–24 und
von Isolationsstrukturen 4 umgeben. Das Sensorelement ist
bevorzugt wie in 1 bis 3 beschrieben
ausgestaltet.
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Die
Isolationsstrukturen 4 dienen dazu, elektromagnetisch verträglich und
zum Teil isolierend die Schaltungsanordnungen 21 bis 24 vom
Rest der Schaltungen abzugrenzen. Die Position des Sensorelements 3 ist
hierbei derart gewählt,
dass es in unmittelbarer Nähe
zu den Schaltungsanordnungen 21–24 in das Halbleiterbauelement
eingebracht ist. Hierdurch werden bei einem Lichtangriff möglichst viele,
im Idealfall alle Schaltungsanordnungen 21–24 geschützt, auch
wenn der Lichtangriff gezielt nur einen Teil einer Schaltungsanordnung 21–24 angreift. Vorzugsweise
sind die Schaltungsanordnung 21 bis 24 Standardbibliothekszellen
in einer Technologie. Das Sensorelement 3 ist wiederum
vorzugsweise eine ungenutzte Polysiliziumschicht, wodurch ein einfaches
realisieren und platzieren des Sensorelements 3 im Halbleiterbauelement
möglich.
Dies spart Kosten und erzeugt eine effektive Erkennung der Angriffe.
Dadurch dass das Sensorelement 3 direkt oberhalb einer
Schaltungsanordnung 21–24 platzierbar
ist, ist ein Lichtangriff sehr einfach erkennbar.
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Nicht
dargestellt ist die Platzierung mehrerer Sensorelemente 3 in
einem Halbleiterbauelement, wodurch jede Schaltungsanordnung 21–24 separat mit
einem Sensorelement 3 ausgestattet ist. Eine Platzierung
im Randgebiet des Halbleiterbauelements ist ebenfalls denkbar. Bevorzugt
ist das Sensorelement 3 bzw. die Sensorelemente zwischen
die Schaltungsanordnungen verschachtelt einzufügen. Sprich, die Sensorelemente
sollten zwischen den Schaltungsanordnungen verwoben sein, um effektiv Lichtangriffe
erkennen zu können.
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In 6 ist
nun eine Anordnung aufgezeigt, in der das Erkennen des Lichtangriffes
in einer Auswerteeinheit weiter verarbeitet wird. Eine Lichtquelle 140 bestrahlt
das Sensorelement 3. Mittels der Sensoranschlüsse 61 und 62 wird
ein elektrisches Signal einer Auswerteeinheit 120 bereitgestellt.
Innerhalb der Auswerteeinheit 120 wird das elektrische
Signal in eine elektrische Messgröße umgesetzt. Diese Messgröße erzeugt
innerhalb der Auswerteeinheit ein Alarmsignal 130, sobald
ein Lichtangriff stattfindet. Dieses Alarmsignal 130 wird
in 6 den Schaltungsanordnungen 21 bis 24 zugeführt.
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Wird
ein Alarmsignal 130 erzeugt, ist ein Lichtangriff erkannt
worden. Bei Auftreten eines Alarmsignals 130 werden nun
weitere Maßnahmen eingeleitet.
In 6 wird dieses Alarmsignal 6 gezielt den
Schaltungsanordnungen zur Verfügung
gestellt, die vom Lichtangriff betroffen sind. Diese können nun bei
Auftreten des Alarmsignals 130 abschalten, blockieren,
in einen Reset geführt
werden oder falsche Informationen bereitstellen.
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In
einem nicht dargestellten Fall wird das Alarmsignal 130 einer
anderen, nicht vom Lichtangriff betroffenen Schaltungsanordnung
zugeführt,
welche weitere Maßnahmen,
wie Blockade oder Reset oder dergleichen einleitet.
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Die
Auswerteeinheit 120 wird nachfolgend näher erläutert.
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In 7 ist
einen Teil eines Stromlaufplans einer Auswerteeinheit zum Abwehren
von Lichtangriffen mittels Spannungsüberwachung dargestellt. Es
sei hier bereits angemerkt, dass die Auswerteeinheit 120 nicht
vollständig
dargestellt ist, es wird lediglich das Wandeln des elektrischen
Signals des Sensorelements 3 in einen Messgröße 100 aufgezeigt. Das
Sensorelement 3 ist hierbei als Ersatzschaltbild Diode
mit den Anschlüssen 61 und 62 dargestellt
und stellt das elektrische Signal der Auswerteeinheit 120 bereit.
Die Auswerteeinheit 120 weist ein Bezugspotential GND sowie
ein Versorgungspotential VDD auf. Eine Reihenschaltung aus einem
Strombegrenzungswiderstand R und dem Sensorelement 3 erzeugt
nun einen Spannungswert 100, sobald ein elektrisches Signal
geliefert ist. Dieser Spannungsmesswert 100 kann nun in
der in 6 dargestellten Auswerteeinheit 120 als
Messwert herangezogen werden. Dies ist nicht mehr dargestellt. Bei Überschreiten
eines bestimmten Spannungsmesswertes 100, beispielsweise
einem Volt, ist es möglich
ein Alarmsignal 130 zu generieren wodurch die in 6 beschriebenen
weiteren Maßnahmen
eingeleitet werden.
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In
den 8a und 8b wird
prinzipiell eine Strommessgröße 110 erzeugt,
die ebenfalls dann erzeugt wird, wenn ein elektrisches Signal über die
Sensoranschlüsse 61, 62 der
Auswerteeinheit 120 zur Verfügung steht. Wie bereits in 6 und 7 erwähnt, ist
die dargestellte Auswerteeinheit 120 zur Generierung eines
Alarmsignals verwendet. Ähnlich
wie in 7 wird die Erzeugung des Alarmsignals 130 nicht
dargestellt.
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In
der 8a ist das Sensorelement wiederum als Diode dargestellt.
Das bei einem Lichtangriff auftretende elektrische Signal wird einem
Gate- und Drain-Anschluss eines ersten Feldeffekttransistors (FET)
T1 zur Verfügung
gestellt. Der Source-Anschluss des T1 ist mit Bezugspotential GND
verknüpft.
Der Drain-Anschluss von T1 ist zusätzlich mit einem weiteren Gate-Anschluss
eines zweiten Transistors T2 verbunden. Der Source-Anschluss von
T2 ist ebenfalls auf Bezugspotential GND gelegt.
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Bei
auftretendem elektrischen Signal erzeugt T1 einen Spannungsabfall
zwischen Drain- und Source-Anschluss von T1. Diese Spannung dient
als Steuerspannung am Gate-Anschluss des T2 FET. Ein dadurch erzeugter
Strom zwischen Drain- und Source-Anschluss von T2 dient als Strommesswert 110.
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Prinzipiell
funktioniert die Schaltung nach 8b gleich
der Schaltung nach 8a. Lediglich die Transistoren
Ti und T2 sind nicht als NMOS Transistoren sondern als PMOS Transistoren
T1, T2 ausgestaltet.
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9 zeigt
einen Teil eines Stromlaufplans einer Auswerteeinheit 120 zum
Abwehren von Lichtangriffen mittels Differenz/Referenzüberwachung. Hierbei
wird ein zweites Sensorelement 3 innerhalb der Auswerteeinheit 120 versteckt
integriert, sodass es für
einen Lichtangriff nicht empfänglich
ist. Das zweite Sensorelement 3 ist Idealerweise abgedeckt. Dieses
abgedeckte Sensorelement 3 ist in 9 durch
einen Kreis um die Diode dargestellt. Dieses abgedeckte Sensorelement 3 erzeugt
nun einen konstanten Referenzwert am Transistor T4 durch den Strombegrenzungswiderstand
R. Wird wiederum ein Lichtangriff stattfinden, wird am ersten Sensorelement
ein elektrisches Signal erzeugt. Die Transistoren T3 und T4 sind
als Differenzeingangstransistoren verschaltet. Am Gate-Anschluss des T4
wird der Referenzspannungswert angelegt, der von dem abgedeckten
Sensorelement 3 erzeugt wird. Am Gate- Anschluss des T3 wird hingegen das elektrische
Signal des ersten Sensorelement 3 angelegt. Die Transistoren
T5 und T6 sind mittels Vorspannung Vbias vorgespannt. Eine Stromquelle
Ibias erzeugt den nötigen Strom
für das
Differenzeingangspärchen
T3 und T4.
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Ein
Spannungsmesswert 100 wird zwischen Source von T5 und Source
von T6 abgegriffen. Bei einem Lichtangriff sind die Gate-Anschlüsse der Transistoren
T3 und T4 unterschiedlich, wodurch zwischen den Source-Anschlüssen von
T5 und T6 der Spannungsmesswert 100 größer null wird. Dieser Spannungsmesswert
kann bei Überschreiten
einer bestimmten Höhe,
beispielsweise einem Volt, wiederum innerhalb der Auswerteeinheit 120 verwendet werden
um ein Alarmsignal 130 zu generieren. Die Erzeugung des
Alarmsignals 130 ist wiederum nicht dargestellt.
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Die
Polysiliziumschichten, die das Sensorelement 3 bilden sind
vorzugsweise unsiliziertes Polysilizium welches bei der Herstellung
bereits im Prozess integriert ist allerdings durch die Schaltungsanordnung 21–24 nicht
verwendet wird. Dadurch sind für
die Realisierung des Lichtsensors keine zusätzlichen Prozessschritte erforderlich.
Selbstverständlich ist
die Kombination mit herkömmlichen
Lichtsensoren ebenfalls möglich.
In den Hochvolt- und Mittelvoltbereichen kann ein solcher Lichtsensor
direkt über
der aktiven Schaltung realisiert sein da dort ein zweites Polysilizium
normalerweise nicht genutzt wird. In der Anmeldung wird der Ausdruck
elektrisches Signal und der Ausdruck elektrischer Impuls gleich
verstanden.
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- 1
- Halbleitersubstrat
- 11
- Erste
Oberseite des Halbleitersubstrats
- 2
- Halbleiterstruktur
- 21
- Schaltungsanordnung 1
- 22
- Schaltungsanordnung 2
- 23
- Schaltungsanordnung 3
- 24
- Schaltungsanordnung 4
- 3
- Sensorelement,
erste Polysiliziumschicht
- 31
- P-dotierter
Bereich des Sensorelements,
- 32
- N-dotierter
Bereich des Sensorelements,
- 33
- Intrinsischer
Bereich des Sensorelements
- 34
- Abstand
zwischen P- und N-dotiertem Bereich
- 4
- Isolationsstruktur
- 5
- Erste
Isolationsschicht
- 6
- Sensoranschlüsse
- 61
- Erster
Sensoranschluss, Anode
- 62
- Zweiter
Sensoranschluss, Kathode
- 7
- Zweite
Polysiliziumschicht
- 8
- Zweite
Isolationsschicht
- 9
- Steueranschluss
- 100
- Spannungsmesswert
- 110
- Strommesswert
- 120
- Auswerteeinheit
- 130
- Alarmsignal
- 140
- Lichtquelle
- IBias
- Vorstrom
- R
- Strombegrenzungswiderstand
- T1–T6
- MOSFET
Transistoren
- VDD
- Versorgungspotenzial
- VBias
- Vorspannung
- Gnd
- Bezugspotenzial