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Die
Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Handwerkzeug mit einem
Gehäuse,
einem darin befindlichen Antriebsmotor, mindestens einem Werkzeugaufnehmer,
abnehmbaren Akkumulatoren, einem Handgriff und mit Bedienungsteilen.
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Derartige
bekannte elektrische Handwerkzeuge (
US 4 728 876 A ) haben im wesentlichen die Gestalt
einer Pistole, wobei der Motor und die Werkzeugaufnehmer in dem
laufartigen Teil untergebracht sind und die Batterien oder Akkumulatoren
sich entweder im Handgriffteil oder unterhalb des Handgriffteils
befinden. Der Handgriffteil kann umfasst werden und soll es dann
ermöglichen,
das Werkzeug zielgerichtet und genau an der Arbeitsstelle einzusetzen. Dies
ist jedoch nicht immer leicht zu bewerkstelligen, da die Schwerpunktsverhältnisse
derartiger Handwerkzeuge im ergonomischen Sinne ungünstig sind.
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Es
ist auch ein elektrisches Handwerkzeug bekannt (
DE 33 22 876 A1 ), bei welchem
der laufartige Teil relativ zum Griffteil verstellbar ist und beispielsweise
außer
einem 90° Winkel
auch eine gestreckte Lage einnehmen kann. In beiden Funktionslagen
ist aber die ergonomische Handhabung nicht optimal, es sei denn,
dass Handwerkzeug wird mit zwei Händen eingesetzt.
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EP 0 561 233 A1 beschreibt
ein pistolenartig ausgebildetes Elektrowerkzeug. Ein als zur Vorderseite
des Elektrowerkzeuges ragender Druckschalter ausgebildeter Betätigungsschalter
ist im Bereich zwischen dem Antriebsmotor und dem Umlenkgetriebe am
Handgriff angeordnet. Der den Antriebsmotor mit dem Umlenkgetriebe
verbindende Antriebsstrang ist im Inneren des Handgriffes abgesetzt
und an der Rückseite
der in den Handgriff hineinragenden Endpartie des Betätigungsschalters
vorbeigeführt.
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Mit
der vorliegenden Erfindung soll ein elektrisches Handwerkzeug bereitgestellt
werden, das eine günstige
Schwerpunktlage aufweist und leicht handhabbar ist.
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Dies
wird dadurch erreicht, dass der Handgriff nach oben hin offen ausgebildet
ist und ein von der Hand umfassbares Griffteil in einem von 90° abweichenden
kleineren Winkel zum Werkzeugaufnehmer hin und zur Längsachse
des Werkzeuges hin geneigt ist, wobei die Akkumulatoren sich in
einem Gehäuse
befinden, das um den Antriebsmotor herumgelegt werden kann.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
beträgt
der erwähnte
Winkel ca. 60°.
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Derartige
Winkel kommen dem Körperbau des
Handwerkers entgegen und ermöglichen
beispielsweise, dass das Handwerkzeug gemäß der Erfindung mit einer Hand
erfasst wird, wobei eine gedachte geometrische Mittelachse des Unterarms
im wesentlichen mit der Längsachse
des Handwerkzeuges fluchtet.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
eines ergonomisch optimierten Handwerkzeuges gemäß der Erfindung sind die Akkumulatoren
in einem schalenförmigen
Gehäuse
angeordnet, welches den Antriebsmotor umfangsmäßig mindestens etwa zur Hälfte umgibt.
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Nach
einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform
kann das Gehäuse
der Akkumulatoren am Gehäuse
des Antriebsmotors anklemmbar oder aufsteckbar sein.
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Mit
Hilfe der verstellbaren Anordnung der Akkumulatoren kann die Schwerpunktslage
des Handwerkzeugs an die örtlichen
Gegebenheiten angepasst werden, insbesondere wenn die räumlichen Verhältnisse
im Bereich der Arbeitsstelle ungünstig sind.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist das Gehäuse
mit Kontaktteilen an der inneren Oberfläche ausgebildet, die mit Kontaktteilen an
der Oberfläche
des Gehäuses
des Antriebsmotors mechanisch und elektrisch zusammenwirken.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
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1 zeigt
eine Längsansicht
eines Handwerkzeuges gemäß der Erfindung.
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2 zeigt
eine Querschnittsansicht durch den mittleren Teil des in 1 gezeigten
Handwerkzeuges.
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3 zeigt
eine Längsansicht
des Handwerkzeuges gemäß der Erfindung
ohne die Akkumulatoren.
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4 zeigt
eine Querschnittsansicht durch das Gehäuse für die Akkumulatoren.
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5 zeigt
eine Seitenansicht des Gehäuses
für die
Akkumulatoren.
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In
den 1 und 3 ist der Antriebsmotor mit 10 bezeichnet.
Es handelt sich hierbei um einen im wesentlichen zylindrisch begrenzten
Teil. In dem vorderen Bereich befindet sich ein Werkzeugaufnehmer 11 und
dieser ist in 1 mit Bedienelementen gezeigt,
um zu verdeutlichen, dass von dem einen Werkzeugaufnehmer 11 auf
einen anderen umgestellt bzw. die Umdrehungsgeschwindigkeit des Handwerkzeugs
verändert
werden kann.
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In 3 sind
zwei Positionen 36 und 46 für den Werkzeugaufnehmer 11 gezeigt,
so dass z. B. mit Hilfe eines Bohrers eine Bohrung in Achsrichtung des
Antriebsmotors 10 aber auch hierzu senkrecht ausgeführt werden
kann.
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Mit 9 ist
ein Handgriff bezeichnet worden, an dem ebenfalls Bedienungselemente
bzw. Bedienungsteile, also insbesondere der Ein- und Ausschalter
und Geschwindigkeitsregler vorgesehen sind. Der Handgriff 9 ist
nach oben hin bei 13 offen ausgebildet.
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Der
eigentliche Griffteil 14 des Handgriffs 9 ist
in einem Winkel 15 ausgerichtet und beträgt wesentlich
weniger als 90°.
Dieser Winkel 15 ist zum Werkzeugaufnehmer 11 hin
und zur geometrischen Achse 20 des Handwerkzeuges, die
auch im wesentlichen die Schwerpunktsachse bildet, geneigt.
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Die
für den
Antrieb erforderlichen Akkumulatoren 34 befinden sich in
einem Gehäuse 112,
welches, wie dies 2 erkennen lässt, um den Antriebsmotor 10 herumgelegt
werden kann. In der in 1 und 2 gezeigten
Position ist dies so durchgeführt
worden, dass die Akkumulatoren 34 zu beiden Seiten des
Antriebsmotors 10 und nach unten hin angeordnet sind. In 2 ist
mit 112' eine
veränderte
Lage zu erkennen, insofern als die Akkumulatoren 34 bzw.
deren Gehäuse 112 um
90° im Uhrzeigersinn
verschwenkt worden sind bzw. ist. Dies ermöglicht, wenn es die räumlichen
Gegebenheiten erfordern, eine entsprechende Anpassung vom Handwerkzeug
zu einer Wand in einer Ecke eines Raumes.
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In 3 ist
das Handwerkzeug gemäß der Erfindung
ohne die Akkumulatoren 34 gezeigt, um die einzelnen Funktionsteile
klarer beschreiben zu können.
Der Handgriff 9 ist in 3 nur zu
einem Teil gezeigt worden. Vom Handgriff 9 aus erstreckt
sich das Gehäuse,
wobei im Bereich 39 sich der als Gleichstrommotor ausgestaltete
Antriebsmotor 10 befindet und im Bereich 38 das
Getriebe für
die Ausgangswelle des Antriebsmotors 10 vorgesehen ist. Das
Getriebe ist schematisch als ein Kegelradgetriebe gezeigt worden,
wobei ein Tellerrad 44 auf der Ausgangswelle des Antriebsmotors 10 sitzt
und ein Kegelrad 45 antreibt. Es sind entsprechend zwei Möglichkeiten 36 und 46 vorgesehen,
um ein nicht gezeigtes Werkzeug an dem Handwerkzeug anzubringen,
je nachdem in welcher Richtung in Bezug auf die Achse 20 des
Handwerkzeugs eine Arbeit ausgeführt
werden soll.
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Der äußere Teil
des Gehäuses
ist durch einen ringförmigen
Teil gebildet, der relativ zum Gehäuse drehbar ist. Mit 37 ist
ein Kontaktteil an dem Ringteil bezeichnet, das als Pluspol bezeichnet
werden kann und zu dem Gleichstrommotor eine elektrische Verbindung
hat.
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Mit 43 ist
das Kontaktteil am Außenumfang des
Gehäuses
bezeichnet der als Minuspol für
den Gleichstrommotor dient.
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Am
Außenumfang
des Gehäuses
ist in einer Ausnehmung des Gehäuses
ein Ring 40 oberflächenmäßig fluchtend
angeordnet. Der Ring 40 ist mit dem Gehäuse 112 für die Akkumulatoren
fest verbunden. Der Ring 40 hat über seinen Umfang verteilt mehrere
Ausnehmungen, in 3 sind als Beispiel drei kreisförmige Ausnehmungen
zu sehen.
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Am
Griffteil 14 ist ein Hebel 42 für die Arretierung
des Gehäuses 112 gezeigt.
Der Hebel 42 kann mit einem vorstehenden Teil in eine der
Ausnehmungen des Ringes 40 gebracht werden, so dass das Gehäuse 112 der
Akkumulatoren 34 eine dementsprechende Drehstellung in
Bezug auf das Gehäuse 10 einnehmen
kann, wie dies aus der nachfolgenden Beschreibung der 4 und 5 hervorgeht.
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4 zeigt
eine Querschnittsansicht durch das Gehäuse 112 für die Akkumulatoren 34.
Es handelt sich hierbei um handelsübliche Akkumulatoren 34 und
in der 4 sind lediglich zwei dieser Akkumulatoren 34 zu
erkennen, wenngleich Platz für
insgesamt 4 Akkumulatoren 34 vorhanden ist.
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Das
Gehäuse 112 für die Akkumulatoren 34 hat
eine durchgehende Längsbohrung 50 mit
einem solchen Durchmesser, dass es auf das Gehäuse 10 des Handwerkzeuges
in Längsrichtung
aufgeschoben werden kann. Das Gehäuse 112 hat die Gestalt einer
Buchse mit einer Innenbohrung, wobei die Außenfläche Bereiche unterschiedlicher
Radialerstreckungen hat. Auf der Innenoberfläche der Längsbohrung 50 ist
ein Kontaktstift 32 vorgesehen, der mit dem Kontaktteil 37 am
ringförmigen
Teil zusammenwirken kann, so dass in der Eingriffslage der beiden Teile
eine mechanische aber auch eine elektrische Verbindung hergestellt
werden kann. Entsprechend ist an der Oberfläche des Gehäuses 112, wie dies aus 5 hervorgeht,
ein Ring 33 vorgesehen, der die Verbindung zum Minuspol am
Gehäuse
herstellen kann, und zwar unabhängig
von der Drehstellung des Gehäuses 112 in
Bezug auf das Gehäuse 10.
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Ein
in 4 gezeigter Verriegelungsstift 35 dient
zur mechanischen Verbindung bzw. Verriegelung zwischen dem Gehäuse 112 und
dem Gehäuse 10,
so dass das Gehäuse 112 in
Bezug auf das Gehäuse 10 unterschiedliche
Positionen einnehmen kann, wie dies beispielsweise für zwei Positionen
in 2 gezeigt ist.
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Die
einzelnen elektrischen Verbindungen zwischen den Akkumulatoren 34 zu
den Kontaktteilen 32 und 33 sind nicht gezeigt,
ebenfalls sind die Verbindungen zwischen den Kontaktteilen 37 und 43 im
Inneren des Gehäuses 10 zum
Gleichstrommotor nicht gezeigt.
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Wesentlich
für die
vorliegende Erfindung ist, dass das Gehäuse 112 der Akkumulatoren 34 in
seiner inneren Gestaltung eine zylindrische Oberfläche hat,
während
die äußere Oberfläche von
der eines Zylinders stark abweicht. Durch diese Ausgestaltung kann
erreicht werden, dass die Akkumulatoren 34 in Bezug auf
die Achse 20 des Handwerkzeuges so verstellt werden können, dass
beispielsweise eine Bohrung in einer Mauerecke ausgeführt werden
und dabei das Gehäuse
sehr nah an die Oberfläche
der benachbarten Mauerfläche
herangebracht werden kann.