DE102007057203B4 - Verfahren zum Einlegen eines Ganges in eine Gangposition in einem automatisierten Schaltgetriebe - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Einlegen eines Ganges in eine Gangposition (GP) in einem automatisierten Schaltgetriebe mit mehreren Gängen, mit wenigstens einer bewegbaren, eine Schiebemuffe führenden Schaltgabel und mit wenigstens einem Sensor zur Bestimmung der Position der Schaltgabel bzw. der Schiebemuffe, wobei die Schaltgabel von einer Neutralstellung (N) in Richtung der Gangposition (GP) bewegt wird, und wobei ab einer Position (BE) der Schaltgabel ein Einzugseffekt beginnt, durch den eine Kraft auf die Schiebemuffe in Richtung Gangposition GP erzeugt wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
A Überprüfung, ob die Schaltgabel einen ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat, der zwischen der Position (BE) und der Gangposition (GP) liegt;
B Überprüfung, ob die Schaltgabel einen zweiten Schwellenwert (S2) erreicht hat und Überprüfung, ob die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) einen ersten Stillstand aufweist, wobei der zweite Schwellenwert (S2) von der Neutralstellung (N) aus gesehen hinter einem Bereich (Syn), in dem eine Synchronisation der Drehzahl der Schiebemuffe mit der Drehzahl eines Losrads stattfindet, und vor der Position (BE) liegt,
C Beaufschlagung der Schaltgabel mit einer erhöhten Schaltkraft in Richtung Gangposition (GP), wenn die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) den ersten Stillstand aufweist;
D Erzeugung eines Signals, dass die Gangposition (GP) erreicht sei, wenn die Schaltgabel den ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat oder wenn die erhöhte Schaltkraft mindestens eine Zeit (Δt) anliegt und nach Ablauf der Zeit (Δt) ein weiterer Stillstand der Schaltgabel ermittelt wird.
A Überprüfung, ob die Schaltgabel einen ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat, der zwischen der Position (BE) und der Gangposition (GP) liegt;
B Überprüfung, ob die Schaltgabel einen zweiten Schwellenwert (S2) erreicht hat und Überprüfung, ob die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) einen ersten Stillstand aufweist, wobei der zweite Schwellenwert (S2) von der Neutralstellung (N) aus gesehen hinter einem Bereich (Syn), in dem eine Synchronisation der Drehzahl der Schiebemuffe mit der Drehzahl eines Losrads stattfindet, und vor der Position (BE) liegt,
C Beaufschlagung der Schaltgabel mit einer erhöhten Schaltkraft in Richtung Gangposition (GP), wenn die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) den ersten Stillstand aufweist;
D Erzeugung eines Signals, dass die Gangposition (GP) erreicht sei, wenn die Schaltgabel den ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat oder wenn die erhöhte Schaltkraft mindestens eine Zeit (Δt) anliegt und nach Ablauf der Zeit (Δt) ein weiterer Stillstand der Schaltgabel ermittelt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einlegen eines Ganges in eine Gangposition in einem automatisierten Schaltgetriebe mit mehreren Gängen.
- In Kraftfahrzeugen werden in jüngster Zeit automatisierte Schaltgetriebe in Serie eingesetzt. In diesen automatisierten Schaltgetrieben lassen sich die einzelnen Gänge durch beispielsweise hydraulische oder elektrische Aktuatoren einlegen. Üblicherweise wird ein Gang eingelegt, indem durch wenigstens einer der Aktuatoren eine Schaltgabel bewegt wird, die mit einer Schiebemuffe mechanisch gekoppelt. Zum Einlegen eines Ganges wird ausgehend von einer Neutralstellung N durch Verschiebung der Schaltgabel und somit der Schiebemuffe ein Formschluss zwischen der drehfest mit einer Welle verbundenen Schiebemuffe und einem Ganglosrad hergestellt, das auf dieser Welle sitzt. Beim Formschluss stehen Zähne einer Innenverzahnung der Schiebemuffe mit Zähnen eines dem Ganglosrad zugeordneten Kupplungsrads im Eingriff. Ist der Formschluss hergestellt und hat Schiebemuffe einen Endanschlag erreicht, befindet sich die Schaltgabel bzw. die Schiebemuffe in der Gangposition, die im folgenden mit GP bezeichnet wird.
- Beim Durchlauf von der Neutralstellung N in die Gangposition GP durchläuft die Schaltgabel eine Position, die durch den Beginn eines so genannten Einzugseffekts gekennzeichnet ist (Position BE). Der Einzugseffekt wird dabei durch eine besondere Formgebung der Zähne der Innenverzahnung der Schiebemuffe und/oder der Zähne des Kupplungsrads des Ganglosrads bewirkt. Liegt ein Drehmoment zwischen der Welle und dem Ganglosrad an, wird die Schiebemuffe durch die Formgebung der Zähne in Richtung Gangposition GP gedrückt oder, wenn ein Gang eingelegt ist, in der Gangposition GP gehalten (Einzugseffekt). Dadurch lassen sich unerwünschte Gangspringer vermeiden.
- Zur Ansteuerung des Aktuators, mit dem sich die Schaltgabel bewegen lässt, ist üblicherweise ein Sensor zur Bestimmung der Position der Schaltgabel notwendig. Bezüglich der Erkennung der Gangposition GP der Gänge eines einzelnen Schaltgetriebes gibt es neben der Streuung bedingt durch den Sensor auch noch mechanische Ungenauigkeiten, Streuungen und Spiele, wie z.B. durch Axiallagerspiele, Wellen- und Schaltgabelverformungen. Zudem gibt es in einer Großserie zwischen den einzelnen Getrieben auch noch Variationen im Endanschlag, die aufgrund der Toleranzen der Einzelbauteile entstehen.
- Herkömmliche Verfahren zur Ansteuerung eines Aktuators regeln die Position einer der Schaltgabel auf eine definierte Gangposition. Aufgrund der vorhandenen Streuungen kann dies zu Problemen führen. Liegt beispielsweise beim Gangeinlegen die wirkliche Gangposition vor der für die Regelung zu Grunde gelegte Gangposition, wird die angestrebte Endposition scheinbar nicht erreicht. Dies kann eine unbegründete Fehlermeldung verursachen. Im Gegensatz dazu kann die durch die Regelung angestrebte Gangposition vor der eigentlichen Gangposition liegen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass die Regelung zu früh abschaltet und die Schiebemuffe noch nicht die Position des Beginns des Einzugseffekts erreicht hat, sodass der Gang unerwünscht rausspringen kann.
- Die
DE 199 14 394 A1 beschreibt ein Verfahren zur Steuerung eines Aktuators für eine Schaltmuffe eines automatisierten Schaltgetriebes während eines Schaltvorgangs, wobei eine Sollgröße für die Position der Schaltmuffe gebildet und eine Istposition der Schaltmuffe erfasst wird. Die Sollgröße während eines aktuellen Schaltvorgangs ist dabei abhängig von wenigstens einer erfassten Reaktionsgröße während eines vorhergehenden Schaltvorgangs. Entsprechend muss die erfasste Reaktionsgröße erfasst, gespeichert und der Steuerung beim aktuellen Schaltvorgang zugeführt werden. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein einfaches Verfahren zum Einlegen eines Ganges bereit zu stellen, das trotz unvermeidlicher Streuungen oder Toleranzen in einem automatisierten Schaltgetriebe sicher und zuverlässig zur Gangposition führt.
- Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung können den Unteransprüchen unternommen werden.
- Das in Anspruch 1 beschriebene Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass in einem Schritt A überprüft wird, ob die Schaltgabel bei der Bewegung aus der Neutralstellung N heraus eine ersten Schwellenwert S1 erreicht. Der Schwellenwert S1 ist dabei so festgelegt, dass er zwischen der Position BE, also dem Beginn des Einzugseffekts, und der Gangposition GP liegt.
- In einem Schritt B, der vorzugsweise nach Schritt A erfolgt, wird geprüft, ob die Schaltgabel einen zweiten Schwellenwert S2 erreicht hat, der von der Neutralstellung N aus gesehen hinter einem Bereich liegt, in dem eine Synchronisation der Drehzahl der Schiebemuffe mit der Drehzahl eines Losrads stattfindet, und vor der Position BE liegt. Schritt B umfasst des weiteren die Überprüfung, ob die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert S2 und dem ersten Schwellenwert S1 zu einem ersten Stillstand gekommen ist. Ein Stillstand kann trotz anliegender Schaltkraft durch Blockierungen, Reibwiderstände etc. nicht ausgeschlossen werden. Der Schwellenwert S2 wird dabei vorzugsweise so festgesetzt sein, das er kurz vor der Position BE liegt.
- Bei einem Schaltvorgang, also bei der Bewegung der Schaltgabel von der Neutralstellung in Richtung Gangposition GP, können die oben beschriebenen Schritte fortlaufend in einer Schleife wiederholt werden, bis ein Abbruchkriterium für diese Schleife erfüllt ist und die Schleife verlassen wird. Erfindungsgemäße Verfahrenschritte stellen die im folgenden beschriebenen Schritte C und D dar.
- Wenn die Überprüfung gemäß Schritt B zum Ergebnis hat, dass die Schaltgabel den zweiten Schwellenwert S2 passiert hat, der erste Schwellenwert jedoch noch nicht erreicht worden ist, und gleichzeitig ein Stillstand ermittelt worden ist, wird in einem Schritt C die Schaltgabel mit einer erhöhten, vorzugsweise mit einer maximalen Schaltkraft, beaufschlagt. Durch die maximale Schaltkraft sollen die Widerstände überwunden werden, die zu einem „Hänger“ oder „Blockierer“ der Schaltgabel zwischen den Schwellenwerten S2 und S1 führten. Der Hänger oder Blockierer dürfte dabei auf den Bereich zwischen dem zweiten Schwellenwert S1 und der Position BE einzugrenzen sein, da beim Schaltvorgang der Einzugseffekt ab der Position BE für ein sicheres Erreichen der Gangposition sorgen sollte.
- In Schritt D wird nun das erfindungsgemäße Verfahren zu Ende geführt, indem ein Signal erzeugt oder bereitgestellt wird, dass die Gangposition erreicht sei. Die Erzeugung dieses Signal kann als Ende des Verfahrens des Gangeinlegens betrachtet oder dessen Beendigung einleiten. Auch kann das Signal als Startschuss für weitere Steuerungsvorgänge im Schaltgetriebes oder in einem mit dem Schaltgetriebe zusammenwirkenden Kupplungssystem verwendet werden.
- Das Signal der erreichten Gangposition wird erzeugt, wenn der Schwellenwert S1 erreicht wurde. In diesem Fall hat die Schaltgabel die Position BE passiert und wird sich in der Gangposition GP ohne die Gefahr eines Gangspringers befinden. Schritt D kann sich somit unmittelbar Schritt A anschließen, soweit der Schwellenwert S1 erreicht wurde.
- Das Signal der erreichten Gangposition in Schritt D wird auch dann erzeugt, wenn die erhöhte Schaltkraft oder die bevorzugte maximale Schaltkraft mindestens eine vorgegebene Zeit Δt anliegt und ein zweiter Stillstand ermittelt wird. Hier wird unterstellt, dass die Erhöhung der Schaltkraft zu einer Wiederaufnahme der Bewegung der Schaltgabel führt, die erst dann endet, wenn die Schaltgabel die Gangposition GP (Endanschlag) erreicht hat. Die Zeit Δt ist dabei zweckmäßigerweise so zu bemessen, dass die erhöhte oder maximale Schaltkraft nicht zu kurz anliegt. Ansonsten könnte die wieder aufgenommene Bewegung der Schaltgabel noch vor der Position BE zum Erliegen kommen. Schritt D kann somit sich auch unmittelbar Schritt C (erhöhte Schaltkraft) anschließen.
- Die Überprüfung des Erreichens des Schwellenwertes S1 und/oder des Schwellenwertes S2 kann anhand wenigstens zwei zeitlich versetzter Abtastwerte des Sensors erfolgen. Auch die Ermittlung eines Stillstands ist durch die wenigstens zwei zeitlich versetzten Abtastwerte möglich. Ein Stillstand wird dann detektiert, wenn die Differenz der zeitlich versetzten Abtastwerte gleich Null ist bzw. unterhalb einer Nichtigkeitsgrenze liegt. Bei der Überprüfung des Erreichens des ersten Schwellenwertes S1 kann es ausreichen, dass die wenigstens zwei Abtastwerte jeweils eine Position der Schaltgabel anzeigen, die von der Neutralstellung N aus gesehen hinter dem Schwellenwert S1 liegen, jedoch sich voneinander unterscheiden können. Der zeitliche Abstand zwischen den zwei Abtastwerten kann in einem Bereich zwischen 5 und 20 ms liegen. Ein Wert von 10 ms hat sich in der Praxis bewehrt.
- Vorzugsweise wird für alle Gänge im automatisierten Schaltgetriebe ein gleicher Schwellenwert S1 festgelegt. Alternativ oder zusätzlich kann dies auch für den zweiten Schwellenwert S2 gelten. Die Schwellenwerte S1 und S2 sind vorzugsweise so festzulegen, dass ohne Berücksichtigung von Streuungen und Tolleranzen das erfindungsgemäße Verfahren für alle Gänge zuverlässig und sicher arbeitet, gleichwohl die Gangpositionen der einzelnen Gänge sich im Schaltgetriebe unterscheiden können. Beispielsweise kann es sein, dass eine einem ersten Gang zugeordnete Schiebemuffe beim Einlegen des ersten Ganges aus der Neutralstellung N bis zur Gangposition GP einen Weg von 8,5 mm zurücklegt, während beispielsweise eine dem zweiten Gang zugeordnete Schiebemuffe von der Neutralstellung N bis zur Gangposition GP 9 mm zurücklegt.
- Es kann vorgesehen sein, dass in einer Einlernphase des Schaltgetriebes für jeden Gang die jeweilige Gangposition GP gemessen wird und ein bei dieser Gangposition anliegendes Sensorsignal auf eine nominale Gangposition GPn normiert wird. Durch diese Maßnahme werden die Schaltwege bzw. die Gangposition der einzelnen Gänge auf einen Wert für die Gangposition GP normiert, der mit den festgelegten Schwellenwerten S1 und S2 korrespondiert. Durch die Normierung wird vermieden, dass bei einheitlichen Schwellenwerten S1, S2 für alle Gänge es nicht zu Problemen kommt, wenn beispielsweise der Schwellenwert S1 für einen Gang mit sehr kurzem Schaltweg zu groß und für einen Gang mit einem sehr langen Schaltweg zu klein ist.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann im gewöhnlichen Betrieb des Schaltgetriebes bei erfolgtem Signal, dass eine Gangposition GP erreicht sei, die dann vorliegende Position der Schaltgabel erfasst werden und ein bei dieser Position anliegendes Sensorsignal VGP auf eine neue nominale Gangposition GPn,neu nachadaptiert werden. Dadurch lassen sich Einflüsse wie die Getriebetemperatur oder Verschleiß- und Alterungsprozesse abbilden.
- Der Sensor zur Bestimmung der Position der Schaltgabel bzw. der Schiebemuffe kann unterschiedlich ausgeführt sein. Bevorzugt wird die Ausführung als Magnetfeldsensor, der eine berührungslose Erfassung der Position der Schaltgabel ermöglicht. Der Magnetfeldsensor wirkt dabei mit einem Magneten zusammen, wobei vorzugsweise der Magnetfeldsensor ortsfest im Schaltgetriebe angeordnet ist und der Magnet an der beweglichen Schaltgabel befestigt ist.
- Ist der Magnet an der Schaltgabel angeordnet, kann aufgrund der Verformung der Schaltgabel die Position des Magneten und somit die vom Sensor ermittelte Position der Schaltgabel von der Position der Schiebemuffe abweichen. Insbesondere kann eine Verformung der Schaltgabel auftreten, wenn die Schaltgabel mit Schaltkraft beaufschlagt wird und aufgrund unerwünschter Widerstände vor der Position BE hängen bleibt. Diese mögliche Verformung der Schaltgabel und die sich daraus ergebende Differenz der von dem Sensor erfassten Position der Schaltgabel und der wirklichen Position der Schiebemuffe kann bei der Festlegung der Schwellenwerte S1 und/oder S2 berücksichtigt werden. Liegt beispielsweise die Position BE eines Ganges bei 7,5 mm, kann der die Verformung der Schaltgabel berücksichtigende Schwellenwert S2 auf 8 mm festgelegt werden. Wenn sich durch die Verformung der Schaltgabel eine Differenz von beispielsweise 0,7 mm ergibt, liegt der Schwellenwert S2 bezogen auf die Schiebemuffe noch vor der Position BE der Schiebemuffe.
- Anhand der beiliegenden Figuren wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 : schematisch das Zusammenwirken einer Verzahnung der Schiebemuffe mit einer Verzahnung eines Kupplungsrads beim Einlegen eines Ganges; und -
2 : ein Flussdiagramm einer bevorzugten Ausführung der Erfindung. -
1 zeigt schematisch das Zusammenspiel eines Zahns1 einer Innenverzahnung einer hier nicht weiter dargestellten Schiebemuffe und eines Zahns2 eines ebenfalls hier nicht weiter dargestellten Losrads in einem Schaltgetriebe. Beim Einlegen eines Ganges, der dem nicht dargestellten Losrad zugeordnet ist, wird der Zahn1 ausgehend von einer Neutralstellung N bis zu einer Gangposition GP in Richtung R1 verschoben. Die Verschiebung in Richtung R1 verläuft parallel zur Achse einer Welle (nicht dargestellt), auf der das nicht dargestellte Losrad sitzt. - Der Zahn
1 ist in1 in verschiedenen Positionen dargestellt, wobei einige Positionen lediglich durch eine gepunktete Linie angedeutet sind. Der Zahn1 weist eine Anspitzung12 mit einer Spitze3 auf. An einer vorderen Ecke4 des Zahnes1 schließt sich ein zur Richtung R1 paralleler Übergangsbereich5 an, der an einer hinteren Ecke in eine Hinterlegung7 übergeht. - Der axial oder in Richtung R1 feststehende Zahn
2 weist einen ähnlichen Aufbau auf. Auch er umfasst eine Anspitzung8 mit einer Spitze9 und einer Hinterlegung10 . Jedoch ist zwischen der Anspitzung8 und der Hinterlegung10 kein Übergangsbereich vorgesehen, sodass an einer Ecke11 die Anspritzung8 und die Hinterlegung10 aneinander stoßen. - Im folgenden wird davon ausgegangen, dass die Position einer Schaltgabel, die in Richtung R1 mit der (nicht dargestellten) Schiebemuffe und somit mit dem Zahn
1 starr verbunden ist, der Position des Zahnes1 entspricht. Etwaige Verformungen der Schaltgabel beim Schaltvorgang, hervorgerufen durch eine an der Schaltgabel anliegenden Schaltkraft, werden nicht berücksichtigt. - Beim Einlegen eines Ganges wird die Schaltgabel und somit auch der Zahn
1 von der Neutralstellung N in Richtung der Gangposition GP gedrückt. Die erforderliche Druckkraft liefert in einem automatisierten Schaltgetriebe ein hydraulicher oder elektrischer Aktuator. Nach Durchlaufen eines Bereiches Syn, in der eine Synchronisation der Drehzahl des Losrads und somit des Zahnes2 mit der Drehzahl der Schiebemuffe und somit des Zahns1 stattfindet, erreicht der Zahn1 eine Position SS. In dieser Position liegen die Spitzen3 ,9 der Zähne1 ,2 in einer Ebene. Je nach Lage der Spitzen3 ,9 in Umfangsrichtung R2 müssen sich die Zähne1 ,2 zueinander ausrichten, damit der Zahn1 weiter in Richtung Gangposition GP verfahren werden kann. In der schematischen Darstellung der1 ist eine derartige Ausrichtung in Richtung R2 nicht notwendig. - Nach der Position SS erreicht der Zahn
1 eine PositionEE , bei der sich die vordere Ecke4 des Zahnes1 und die Ecke11 des Zahnes2 direkt gegenüberstehen. Bei weiterer Bewegung des Zahnes1 gleitet sein Übergangsbereich5 an der Ecke11 entlang, bis die hintere Ecke6 die Ecke11 des Zahnes2 erreicht hat. Dabei hat der Zahn1 eine Position BE erreicht. In dieser Position BE beginnt der so genannte Einzugseffekt. Aufgrund der Hinterlegungen7 ,10 der Zähne1 ,2 wird der Zahn1 in Richtung Gangposition GP gezogen, da zwischen den Zähnen1 ,2 in Umfangsrichtung R2 ein Drehmoment übertragen wird. Aufgrund der Neigung der Hinterlegungen7 ,10 erzeugt das anliegende Drehmoment eine in Richtung R1 wirkende Kraft. Diese Kraft bewirkt, dass von der Position BE ab der Zahn1 ohne äußere Kraft in die Gangposition GP gezogen wird. Befindet sich der Zahn1 bereits in der Gangposition GP, stellt der Einzugseffekt sicher, dass der Zahn1 in nicht unerwünschter Weise aus der Gangposition GP springt. - Zwischen der Position BE und der Gangposition GP ist ein erster Schwellenwert S1 angeordnet. Ein zweiter Schwellenwert S2 ist zwischen der Postion
EE und der Position BE vorgesehen. Auf diese Schwellenwerte S1, S2 wird im Folgenden bei der Beschreibung von2 Bezug genommen. -
2 zeigt ein Flussdiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Nachdem das Verfahren gestartet wurde (siehe Block100 ), wird in einer Abfrage101 überprüft, ob der Zahn1 den ersten Schwellenwert S1 erreicht hat. Ist dies der Fall, schließt sich der Abfrage101 der Block102 an, in dem ein Signal erzeugt wird, dass die Gangposition GP erreicht sei. - Wie der
1 entnommen werden kann, bedeutet das Erreichen des ersten Schwellenwertes S1 nicht zwangsläufig, dass sich der Zahn1 bereits in der Gangposition GP befindet. Da jedoch der erste Schwellenwert S1 von der Neutralstellung N aus gesehen sich hinter der Position BE befindet, kann aufgrund des Einzugseffekts davon ausgegangen werden, dass sich der Zahn1 weiter in Richtung der Gangposition GP bewegt oder zumindest in dessen Nähe gehalten wird. Das Signal, das im Block102 erzeugt wird, kann daher dafür verwendet werden, den Aktuator abzuschalten, der den Zahn1 von der Neutralstellung N in die derzeitige Position gedrückt hat. - Ist der erste Schwellenwert S1 noch nicht erreicht worden, folgt der Abfrage
101 eine weitere Abfrage103 . In dieser Abfrage103 wird überprüft, ob der Zahn1 den zweiten Schwellenwert S2 erreicht hat und ob ein Stillstand vorliegt. Ist der zweite Schwellenwert S2 bereits überschritten, liegt jedoch noch kein Stillstand vor, befindet sich der Zahn1 noch in Bewegung. In diesem Fall ist das Ergebnis der Abfrage103 „Nein“, so dass in einer Schleife104 weiter die Position des Zahnes1 fortlaufend abgefragt wird. - Steht jedoch der Zahn
1 zwischen dem zweiten Schwellenwert S2 und dem ersten Schwellenwert S1 still, so wird in einem Block105 die Schaltkraft erhöht, bis sie einen Maximalwert erreicht. Die Erhöhung auf einen maximalen Wert soll sicherstellen, dass Widerstände überwunden werden, die zum Stillstand des Zahnes1 geführt hatten. Wird bei einer Abfrage106 nach Ablauf einer gewissen Zeit Δt wiederum ein Stillstand des Zahnes1 ermittelt, wird davon ausgegangen, dass die anliegende maximale Schaltkraft die Widerstände überwunden hat und sich nun der Zahn1 in der Gangposition GP befindet. Entsprechend schließt sich der Abfrage106 der Block102 an, soweit die Zeit Δt abgelaufen ist und ein Stillstand ermittelt worden ist. - Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass es nicht auf die genaue Position des Zahnes
1 ankommt. Vielmehr werden durch die Schwellenwerte S1, S2 Fenster oder Bereiche definiert, innerhalb derer sich der Zahn1 befinden muss, um die unterschiedlichen Verfahrensschritte einzuleiten. Das erfindungsgemäße Verfahren nutzt dabei in geschickter Weise den Einzugseffekt aus. Die Festlegung der Schwellenwerte S1, S2 kann dabei so erfolgen, dass diese Schwellenwerte für alle Gänge des Schaltgetriebes gelten. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Zahn
- 2
- Zahn
- 3
- Spitze
- 4
- vordere Ecke
- 5
- Übergangsbereich
- 6
- hintere Ecke
- 7
- Hinterlegung
- 8
- Anspritzung
- 9
- Spitze
- 10
- Hinterlegung
- 11
- Ecke
- 12
- Anspitzung
- 100
- Block
- 101
- Abfrage
- 102
- Block
- 103
- Abfrage
- 104
- Schleife
- 105
- Block
- 106
- Abfrage
- N
- Neutralstellung
- SS
- Position Spitze-Spitze
- EE
- Position Ecke-Ecke
- S2
- zweiter Schwellenwert
- BE
- Position Beginn Einzugseffekt
- S1
- erster Schwellenwert
- GP
- Gangposition
- R1
- Richtung
- R2
- Richtung
Claims (10)
- Verfahren zum Einlegen eines Ganges in eine Gangposition (GP) in einem automatisierten Schaltgetriebe mit mehreren Gängen, mit wenigstens einer bewegbaren, eine Schiebemuffe führenden Schaltgabel und mit wenigstens einem Sensor zur Bestimmung der Position der Schaltgabel bzw. der Schiebemuffe, wobei die Schaltgabel von einer Neutralstellung (N) in Richtung der Gangposition (GP) bewegt wird, und wobei ab einer Position (BE) der Schaltgabel ein Einzugseffekt beginnt, durch den eine Kraft auf die Schiebemuffe in Richtung Gangposition GP erzeugt wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: A Überprüfung, ob die Schaltgabel einen ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat, der zwischen der Position (BE) und der Gangposition (GP) liegt; B Überprüfung, ob die Schaltgabel einen zweiten Schwellenwert (S2) erreicht hat und Überprüfung, ob die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) einen ersten Stillstand aufweist, wobei der zweite Schwellenwert (S2) von der Neutralstellung (N) aus gesehen hinter einem Bereich (Syn), in dem eine Synchronisation der Drehzahl der Schiebemuffe mit der Drehzahl eines Losrads stattfindet, und vor der Position (BE) liegt, C Beaufschlagung der Schaltgabel mit einer erhöhten Schaltkraft in Richtung Gangposition (GP), wenn die Schaltgabel zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und dem ersten Schwellenwert (S1) den ersten Stillstand aufweist; D Erzeugung eines Signals, dass die Gangposition (GP) erreicht sei, wenn die Schaltgabel den ersten Schwellenwert (S1) erreicht hat oder wenn die erhöhte Schaltkraft mindestens eine Zeit (Δt) anliegt und nach Ablauf der Zeit (Δt) ein weiterer Stillstand der Schaltgabel ermittelt wird.
- Verfahren nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung des Erreichens des Schwellenwertes (S1) und/oder (S2) und/oder die Ermittlung eines Stillstands anhand wenigstens zwei zeitlich versetzter Abtastwerte erfolgen. - Verfahren nach
Anspruch 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass für alle Gänge ein gleicher erster Schwellenwert (S1) festgelegt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis3 , dadurch gekennzeichnet, dass für alle Gänge ein gleicher zweiter Schwellenwert (S2) festgelegt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis4 , dadurch gekennzeichnet, dass in einer Einlernphase des Schaltgetriebes für jeden Gang die jeweilige Gangposition (GP) gemessen wird und ein bei dieser Gangposition (GP) anliegendes Sensorsignal auf eine nominale Gangposition (GPn) normiert wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis5 , dadurch gekennzeichnet, dass im gewöhnlichen Betrieb des Schaltgetriebes bei erfolgtem Signal, dass eine Gangposition (GP) erreicht sei, die dann vorliegende Position der Schaltgabel erfasst wird und ein bei dieser Position anliegendes Sensorsignal (VGP) auf eine neue nominale Gangposition (GPn,neu) nachadaptiert wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis6 , dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein Magnetfeldsensor ist. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis7 , dadurch gekennzeichnet, dass bei der Festlegung der Schwellenwerte (S1) und/oder (S2) eine mögliche Verformung der Schaltgabel berücksichtigt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis8 , dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem ersten Schwellenwert (S1) und dem zweiten Schwellenwert (S2) kleiner als 1 mm ist. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis9 , dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem zweiten Schwellenwert (S2) und der Position (BE) kleiner als 0,5 mm ist.
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| US12/271,146 US8082085B2 (en) | 2007-11-26 | 2008-11-14 | Method for engaging a gear in a gear position in an automated shift transmission |
| CN2008101779826A CN101446347B (zh) | 2007-11-26 | 2008-11-26 | 用于自动换档变速器中使档置入档位置的方法 |
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