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Die
Erfindung betrifft ein Dichtungsprofil für eine verschiebbare Fensterscheibe
eines Kraftfahrzeugs, eine Dichtungsanordnung für eine verschiebbare Fensterscheibe
eines Kraftfahrzeugs und eine Kraftfahrzeugtür mit einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
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Verschiebbare
Fensterscheiben finden sich heutzutage in allen Arten von Kraftfahrzeugen.
Entweder unter Zuhilfenahme rein mechanischer oder auch elektrischer
Hilfsmittel ist dabei eine bewegliche Fensterscheibe in einem Führungsrahmen
einer Kraftfahrzeugtür
bewegbar. Dabei gibt es für
die Lagerung der Fensterscheibe in ihrem Führungsrahmen verschiedenste
Anforderungen. Dies betrifft zum einen eine leichtgängige Beweglichkeit
beim Verschieben der Fensterscheibe in Form des Öffnens und Schließens der
Fensterscheibe. Zum anderen betrifft dies jedoch auch eine gute
Schall-, Wärme- und
Feuchtigkeitsabdämmung
zwischen dem Fahrzeuginnenraum und der äußeren Fahrzeugumgebung. In
einem dritten Aspekt ist vor Fensterscheiben eine so genannte gute „akustische
Performance” gefordert.
Dies bedeutet, dass eine Scheibe rundum schwingungsdämpfend gelagert
sein muss, damit Vibrationen des Fahrzeugs nicht zu Klappergeräuschen der
Fensterscheibe führen.
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Beispielsweise
offenbart die
DE 103
13 601 A1 eine Dichtungsanordnung zum Abdichten und Führen einer
bewegbaren Fensterscheibe, wobei der Dichtungsgrund durch eine Hohlkammer
ausgebildet ist.
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Die
US 630 18 34 offenbart eine
Halterung für
eine Fensterscheibe, welche in einer mit Dichtlippen versehenen
Führungsschiene
bewegbar angeordnet ist. Dabei ist der Dichtungsgrund der Führungsschiene über Federn
elastisch an die Halterung angedrückt.
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Die
WO 97/25218 beschreibt
eine Dichtlippenanordnung für
eine Fensterscheibe, wobei als Dichtungsgrund ein Faltung vorgesehen
ist, welche einen Hohlraum aufweist.
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Die
DE 103 02 429 A1 offenbart
eine Fensterheberanordnung für
ein Kraftfahrzeug mit einer verschiebbaren Fensterscheibe, wobei
hier als Dichtungsgrund ein Anschlag aus einem elastischen Material
vorgesehen ist.
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Die
US 6 286 841 B1 beschreibt
eine Dichtung für
eine bewegliche Fensterscheibe, wobei der Dichtungsgrund durch ein
Material, wie zum Beispiel Metall, verstärkt ist.
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Die
JP 08318740 A offenbart
ein Dichtungsprofil für
eine Fensterscheibe eines Kraftfahrzeugs, wobei im Dichtungsgrund
ein Hohlraum ausgebildet ist, in welchen rippenförmige Elemente hineinragen.
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Der
Erfindung liegt demgegenüber
die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Dichtungsprofil für eine verschiebbare
Fensterscheibe eines Kraftfahrzeugs, eine verbesserte Dichtungsanordnung
für eine
verschiebbare Fensterscheibe eines Kraftfahrzeugs und eine verbesserte
Kraftfahrzeugtür
mit einer Dichtungsanordnung zu schaffen.
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Die
der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden jeweils mit den
Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche
gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Erfindungsgemäß wird ein
Dichtungsprofil für
eine verschiebbare Fensterscheibe eines Kraftfahrzeugs geschaffen,
wobei das Dichtungsprofil eine Basis und zwei Schenkel aufweist,
wobei die beiden Schenkel zur elastischen Einfassung zweier gegenüberliegender
Seitenflächen
der Fensterscheibe ausgebildet sind. Dabei weist die Basis eine
Kontaktfläche
mit der Stirnseite der Fensterscheibe zur Führung der Stirnseite der Fensterscheibe
in Längsrichtung
des Dichtungsprofils auf. An der Basis ist dabei ein elastisch deformierbarer
Hohlraum angeordnet, wobei der Hohlraum Mittel zur Be- und Entlüftung aufweist.
Ferner ist an der Basis zumindest eine Verstärkungsrippe angeordnet, wobei
die Verstärkungsrippe
im Wesentlichen in Längsrichtung
des Dichtungsprofils verläuft,
wobei die Verstärkungsrippe
in dem Hohlraum verläuft.
Außerdem
sind die Mittel zur Be- und Entlüftung
so ausgebildet, dass eine in dem Hohlraum enthaltene Luftmenge als
Federelement wirkt. Damit ist eine optimale schwingungsgedämpfte Lagerung
der Fensterscheibe im Dichtungsprofil gegeben.
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Das
erfindungsgemäße Dichtungsprofil
hat außerdem
den Vorteil, dass eine sich bewegende Fensterscheibe, insbesondere
aufgrund der Bewegung der Scheibenecke über der Basis des Dichtungsprofils,
die Basis nicht verformt. Es sei hier darauf hingewiesen, dass gemeinhin
die Basis auch als „Dichtungsgrund” bezeichnet
wird.
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Insbesondere
einseitig angebundene Dichtlippen haben bei der Bildung von Verformungen
in Form von Wellenbergen das Problem, dass sich die Dichtlippe aufwirft
und unter Umständen
vollständig umklappt.
In diesem Falle würde
die Scheibe auf der unbeschichteten Oberfläche der Dichtung laufen. Es sei
jedoch darauf hingewiesen, dass jede Art von Verformung der Dichtlippe
dazu führt,
dass sich die Leichtgängigkeit
einer Fensterscheibe durch eine Verformung des Dichtungsgrundes
d. h. der Basis erheblich verschlechtert, was unter Umständen eine Beschädigung der
mechanischen Komponenten, die zur Bewegung der Fensterscheibe verwendet
werden, als auch der Fensterscheibe selber zur Folge haben kann.
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Das
Dichtungsprofil gemäß der vorliegenden Erfindung
vereint sowohl den akustischen Komfort einer Dichtung mit Dichtlippe
im Grund als auch die mechanischen Anforderungen bezüglich der
Stabilität
hinsichtlich einer Verformbarkeit des Dichtungsgrundes.
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Die
Verstärkungsrippe
trägt dabei
maßgeblich
dazu bei, dass eine Wellung der Basis durch eine sich entlang bewegende
Stirnseite einer Fensterscheibe vermieden wird. Der linienförmige Dichtungsgrund
auf der Rückseite
wird durch die Verrippung versteift, um somit die Biegesteifigkeit
des linearen Führungselements
zu erhöhen.
Das erhöht
die Biegesteifigkeit des linienförmigen
Führungselementes
um die y-Achse und verhindert damit effektiv ein „Eintauchen” der Scheibe
in den Dichtungsgrund und damit das Aufschieben der Dichtung, sodass
Situationen mit erhöhten
Reibungsverlusten vermieden werden können.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung weist die Verstärkungsrippe
ferner eine Versteifungseinlage auf. Solch eine Versteifungseinlage
kann zum Beispiel ein Material mit einer höheren Härte (EPDM oder TPE), eine Metalleinlage
oder ein Kunststoff-Einleger
sein. Diese Versteifungseinlage führt nun dazu, dass eine Biegesteifigkeit
der Basis weiter erhöht
wird, sodass ein Aufwellen des Dichtungsgrunds nahezu vollständig vermieden
wird.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung sind die Basis und/oder die Schenkel und/oder die Verstärkungsrippe
einstückig
miteinander ausgebildet.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist der Hohlraum eine elastische Schaumstofffüllung auf.
Vorzugsweise kommt dabei ein offenporiger Schaum zur Anwendung.
Alternativ ist es jedoch auch möglich,
dass der Hohlraum lediglich mit Luft gefüllt ist, wobei allgemein den
Mitteln zur Be- und Entlüftung
eine wichtige Rolle zukommt: Die Mittel zur Be- und Entlüftung dienen
dazu, bei einer Bewegung der Fensterscheibe auftretende Luftstauungen
an die Umgebung abzuleiten. Dasselbe gilt für das Öffnen einer Fensterscheibe,
wobei hierbei durch das Entfernen der Stirnseite der Fensterscheibe
vom Scheibengrund eine Entlastung des Hohlraumes stattfindet, sodass
dieser sich aufgrund seiner elastischen Ausbildung wieder versucht
auszudehnen. Die Mittel zur Belüftung
des Hohlraumes haben nun die Aufgabe, dem Hohlraum die dazu notwendige
Luft zuzuführen.
So ist in jeder beliebigen Position der Fensterscheibe in Bezug
auf das Dichtungsprofil eine optimale Einpassung der verschiebbaren
Fensterscheibe in das Dichtungsprofil gegeben.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung weist das Dichtungsprofil zumindest zwei der Verstärkungsrippen
auf, wobei die zwei Verstärkungsrippen
jeweils seitlich von der Kontaktfläche der Basis angeordnet sind.
Eine solche Anordnung von zumindest zwei der Verstärkungsrippen
hat den Vorteil, dass damit eine zusätzliche Führungsfunktion der Fensterscheibe
im Dichtungsprofil in Querrichtung zum Dichtungsprofil gegeben ist.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist auf der Kontaktfläche eine reibungsvermindernde
Schicht angeordnet.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist der elastisch deformierbare Hohlraum zur Schwingungsdämpfung der
Fensterscheibe ausgebildet.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist der Hohlraum in der Basis selbst ausgebildet.
Damit umschließt
die Basis den Hohlraum und weist dabei zur Be- und Entlüftung des Hohlraums entsprechende
Mittel auf. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
das Dichtungsprofil zur Aufnahme durch einen Führungsrahmen vorgesehen, wobei
der Hohlraum durch die Basis und den Führungsrahmen selbst gebildet
wird. Dies hat den Vorteil einer einfachen Herstellung des besagten Hohlraums,
da der Hohlraum durch die geometrischen Ausbildungen von Basis und
Führungsrahmen vorgegeben
ist.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung verjüngt
sich der Hohlraum in Richtung eines Längsendes des Dichtungsprofils
nach unten hin. Ein solches Verjüngen
des Hohlraums hat den Vorteil, dass die damit an diesem Ende auslaufende Form
des Dichtungsprofils ein Ein- und Ausfahren der Scheibe in das Dichtungsprofil
selbst erleichtert. Damit wird der Kraftaufwand zum Schließen der Fensterscheibe,
nachdem diese vollständig
geöffnet war,
erheblich reduziert.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Dichtungsanordnung
für eine
verschiebbare Fensterscheibe eines Kraftfahrzeugs mit einem Dichtungsprofil,
wobei der Führungsrahmen
zumindest eine Ausformung in Längsrichtung
zur Aufnahme der zumindest einen Verstärkungsrippe aufweist, wobei
die Verstärkungsrippe
durch eine Krafteinwirkung auf die Kontaktfläche in die Ausformung einpressbar
ist.
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Dies
erlaubt es, durch geeignete Dimensionierung des Hohlraumes sowohl
eine schwingungsgedämpfte
Lagerung der Fensterscheibe zu ermöglichen, als auch in Extremsituationen
zu verhindern, dass ein Aufwellen der Basis stattfindet. In solchen Fällen, in
denen ein Aufwellen der Basis in Längsrichtung des Dichtungsprofils
droht, wird die Verstärkungsrippe
in die Ausformung eingepresst, wodurch eine weitere Deformation
des Dichtungsprofils in die Längsrichtung
und damit auch der Verstärkungsrippe unmöglich gemacht
wird. Damit wird jegliche Art von Aufwellung in zuverlässiger Weise
vermieden.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Kraftfahrzeugtür mit einer
erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
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Im
Weiteren werden Ausführungsformen
der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1:
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung,
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2:
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einer Ausformung des Führungsrahmens,
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3:
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einer Ausformung des Führungsrahmens,
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4:
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einem gefüllten
Hohlraum,
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5:
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung,
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6:
eine schematische Darstellung eines Längsschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung,
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7 eine
schematische Darstellung eines Querschnitts einer weiteren erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
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Im
Folgenden sind einander ähnliche
Elemente mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Die 1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
Die Dichtungsanordnung besteht aus einem Schenkel 102,
einem Schenkel 104 und der Basis 108. Bei den
Schenkeln 102 und 104 handelt es sich dabei um
Dichtlippen. Damit sind die Schenkel 104 und 102 zur
elastischen Einfassung zweier gegenüberliegenden Seitenflächen der
Fensterscheibe 100 ausgebildet, wodurch eine Abdichtung
zwischen dem Fahrzeugaußenraum,
der Fensterscheibe 100 und dem Fahrzeuginnenraum stattfindet.
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Die
Fensterscheibe 100 berührt
die Basis 108 an der Kontaktfläche 110. Dabei kann
zum Beispiel die Kontaktfläche 110 in
besonderer Weise bearbeitet sein, zum Beispiel eine Schicht aus
einem reibungsvermindernden Material wie z. B. eine Flockbeschichtung,
Lackbeschichtung oder Folienbeschichtung aufweisen.
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Zwischen
der Basis 108 und dem Führungsrahmen 122,
in welche das Dichtungsprofil eingesetzt ist, befindet sich ein
Hohlraum 120. Dieser Hohlraum 120 weist ein Ventil 124 auf,
mit welchem eine Be- und Entlüftung
des Hohlraumes möglich
ist.
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An
der Basis 108 angeordnet ist zumindest eine Verstärkungsrippe 112,
welche auf die gegenüberliegende
Fläche
des Führungsrahmens 122 zeigt. Dabei
ist diese Verstärkungsrippe
so angeordnet, dass sie im Wesentlichen in Längsrichtung, d. h. in z-Richtung
des Dichtungsprofils, verläuft.
Außerdem verläuft die
Verstärkungsrippe 112 in
dem Hohlraum. In der 1 gezeigt ist außerdem noch
eine Versteifungseinlage 118, welche so angeordnet ist,
dass sie die Verstärkungsrippe 112 weiter
verstärkt.
Sowohl die Verstärkungsrippe 112 als
auch die Versteifungseinlage 118 sind T-förmig ausgebildet,
wobei die Versteifungseinlage 118 innerhalb der Verstärkungsrippe 112 verläuft.
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Bewegt
sich nun die Fensterscheibe 100 in z-Richtung, so führt dies
dazu, dass die Basis 108 in –x-Richtung in Richtung des
Führungsrahmens 122 gedrückt wird.
Damit wird der Hohlraum 120 komprimiert, wodurch hierbei
komprimierte Luft durch das Ventil 124 ausströmen kann.
Es sei angemerkt, dass es sich bei der Verwendung des Ventils um
eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung handelt. Ein Verzicht auf das Ventil würde zwar
die grundsätzliche Funktionseigenschaft
des erfindungsgemäßen Dichtungsprofils
nicht verhindern, jedoch könnten
die Dämpfungseigenschaften
des Dichtungsprofils nicht mehr so einfach kontrolliert werden.
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Alternativ
oder zusätzlich
zur Verwendung der Verstärkungsrippe 112 bietet
es sich auch an, zwei Verstärkungsrippen 114 und 116 zu
verwenden, welche jeweils seitlich links und rechts von der Kontaktfläche 110 bzw.
von der Fensterscheibe 100 angeordnet sind. Die beiden
Verstärkungsrippen 114 und 116 liegen
dabei am unteren Rand 121 des U-förmigen Kanals des Führungsrahmens 122 an. Dies
führt zu
einer leichten Einwölbung
der Basis 108 in Richtung des Hohlraumes 120,
wobei jedoch diese Einwölbung
lediglich in der Mitte der Basis zwischen den beiden Verstärkungsrippen 114 und 116 stattfindet.
Dies führt
dazu, dass den Verstärkungsrippen 114 und 116 in
y-Richtung eine Führungsfunktion
zukommt, die ein Verwinden des Dichtungsgrundes zuverlässig verhindern.
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Die 2 zeigt
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einer Ausformung des Führungsrahmens.
Dabei sind in der 2 gestrichelt verschiedene Verformungen
der Basis 108 angedeutet. Die Verstärkungsrippe 112 ist
dabei bei maximaler Verformung der Basis 108 in eine Aufnahme 200 des
Führungsrahmens
einpressbar.
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Die 3 zeigt
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einer Ausformung 200 des Führungsrahmens 122.
Im Vergleich zu der 2 ist jedoch hier im unverformten
Zustand der Basis 108 die Basis leicht nach oben zur Stirnseite der
Fensterscheibe 100 hin verformt, wohingegen in der 2 eine
Verformung des Führungsrahmens 122 von
der Stirnseite der Fensterscheibe 100 wegweisend vorliegt.
In beiden Fällen
ist das Ziel jedoch, einen Hohlraum 120 zu schaffen, der über entsprechende,
hier nicht gezeigte, Be- und Entlüftungselemente eine schwingungsdämpfende
Funktion hat.
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Diese
schwingungsdämpfende
Funktion kann nun durch Zugabe von entsprechenden Schäumen in
den Hohlraum weiter verbessert werden. Dies ist beispielsweise in
der 4 gezeigt. Die 4 zeigt
eine weitere schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung
mit einem gefüllten
Hohlraum 108. In dem Hohlraum 108 befindet sich
nun ein beispielsweise offenporiger Schaum, wobei durch Kompression
des Schaumes auftretende Druckschwankungen wiederum durch das Ventil 124 oder
entsprechend ausgebildete Poren ausgeglichen werden können. Ebenfalls wiederum
gezeigt in 4 ist die Verstärkungsrippe 112,
die in diesem Fall in den gefüllten
Hohlraum, d. h. in den Schaum 400, hineinragt. Auch hier
ist eine solche Verstärkungsrippe
hilfreich, um eventuell auftretende Verformungen der Basis 108 in
z-Richtung beim Schließen
der Fensterscheibe 100 zu vermeiden.
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Alternativ
zur Verwendung der Verrippung 112 können auch intelligente Schäume 400 zum
Einsatz kommen. Solche Schäume
haben die Eigenschaft, ihr Deformationsverhalten in Abhängigkeit von
der aufgewendeten Deformationskraft bzw. Deformationsgeschwindigkeit
anzupassen. So bietet ein solcher Schaum einer „sanft” entlang gleitenden Glasscheibe 100 an
der Basis 108 so gut wie keinen Widerstand, wohingegen
spontan auftretende Kräfte beim
Auftreten einer Verwellung zu einer Verfestigung des Schaumes führen, welcher
die Aufwellung damit unmittelbar stoppt, um damit wieder ein sanftes Gleiten
der Fensterscheibe 100 im Dichtungsprofil zu gewährleisten.
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Die 5 zeigt
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
Deutlich sichtbar ist hier der Hohlraum 120, in welchen
die Verstärkungsrippe 112 hineinragt.
Ebenfalls deutlich sichtbar sind hier zwei Ventile 124,
welche jeweils zur Be- und Entlüftung des
Hohlraumes 120 vorgesehen sind. Charakteristisch für die 5 ist,
dass der Hohlraum 120 vollständig in der Basis 108 ausgebildet
ist. Das heißt, die
Basis besteht in diesem Fall aus der Fläche 500, welche zur
Stirnseite der Fensterscheibe 100 hinweist, als auch der
Fläche 501,
welche der Fläche gegenüberliegt.
Insbesondere im Fall des Dichtungsprofils wie in 5 gezeigt,
bietet es sich an, die Basis, Schenkel und die Verstärkungsrippe
einstückig aus
einem Material auszubilden. Dabei kommen als Materialien zum Beispiel
Thermoplaste mit elastischem Verhalten, wie zum Beispiel TPE (thermoplastische
Elastomere) oder Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), ein terpolymeres
Elastomer, an.
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Die 6 zeigt
eine schematische Darstellung eines Längsschnitts einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
Dabei ist in der 6 insbesondere der Führungsrahmen 122 gezeigt
als auch die Basis 108, welche zusammen analog zu den 1 bis 3 den
Hohlraum 120 umschließen.
Um nun ein sauberes Ein- oder Ausfahren der Scheibe in z-Richtung
zu ermöglichen,
verjüngt
sich der Hohlraum in Richtung des Längsendes des Dichtungsprofils
nach unten hin. Dies führt
zu einer auslaufenden Form 600 der Basis 108.
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Eine
solch auslaufende Form ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn sich
die Fensterscheibe 100 im geöffneten Zustand in einem Kraftfahrzeug
in der Kraftfahrzeugtüre
selbst versenkt befindet. In diesem Fall wird beim Schließen der
Fensterscheibe 100 diese von unten in z-Richtung in den
Führungsrahmen 122 und
damit in das Dichtungsprofil eingeführt. Um nun ein sanftes Eingleiten
der Fensterscheibe 100 in das Dichtungsprofil zu ermöglichen,
ist die in der 6 gezeigte geometrische auslaufende
Form 600 der Basis in besonderer Weise vorteilhaft, da
hier die Fensterscheibe 100 in gezielter Weise in das Dichtungsprofil
eingeschoben wird, wobei durch die auslaufende Form der Anpressdruck
der Fensterscheibe 100 an die Basis 108 mit zunehmender
z-Richtung stetig zunimmt. Damit ist eine saubere Führung der Fensterscheibe
gewährleistet.
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Vorteilhaft
ist auch eine Kombination der Ausführungsformen von 5 und 6.
Da Dichtungsprofile vorzugsweise als endlos-Profil hergestellt wird,
muss das Profil auf eine geeignete Länge gekürzt, zugeschnitten oder „abgelängt” werden.
Bei diesem Ablängen
werden dann vorzugsweise die den Hohlraum umschließenden Flächen 108 und 501 miteinander
verklebt oder verschweißt,
sodass eine Form 600 wie in 6 dargestellt,
entsteht.
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Die 7 zeigt
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer weiteren
erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung.
Deutlich sichtbar ist hier der Hohlraum 120, in welchen
die Verstärkungsrippe 112 hineinragt.
Charakteristisch für
die 7 ist, dass die Basis und die Schenkel jeweils über ein s-förmiges Übergangsstück 700 miteinander
verbunden sind, wobei die Übergangsstücke zueinander
im Wesentlichen spiegelsymmetrisch angeordnet sind. Die Verstärkungsrippe 112 ragt
in eine durch die einander zugeordneten Übergangsstücke gebildete Engstelle 702 hineinragt.
Damit ist die Basis so gelagert, dass ein Verdrehen der Basis vollständig verhindert
wird. Außerdem
hat die s-Form der Übergangsstücke 700 den
Effekt, dass eine weitere Federwirkung für eine Bewegung der Fensterscheibe 100 in die
Richtung 704 (x-Richtung)
erzielt wird.
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- 100
- Fensterscheibe
- 102
- Schenkel
- 104
- Schenkel
- 108
- Basis
- 110
- Kontaktfläche
- 112
- Verstärkungsrippe
- 114
- Verstärkungsrippe
- 116
- Verstärkungsrippe
- 118
- Versteifungseinlage
- 120
- Hohlraum
- 121
- Rand
- 122
- Führungsrahmen
- 124
- Ventil
- 200
- Aufnahme
- 400
- Füllung
- 500
- Fläche
- 501
- Fläche
- 600
- auslaufende
Form
- 700
- Übergang
- 702
- Engstelle
- 704
- Richtung