DE102007055627A1 - Ladeeinrichtung - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ladeeinrichtung (1), insbesondere ein Abgasturbolader für ein Kraftfahrzeug, mit einer in einem Gehäuse (2) gelagerten Welle, die turbinenseitig ein Turbinenrad und verdichterseitig ein Verdichterrad trägt und mit einer Leitschaufeleinrichtung mit verstellbaren Leitschaufeln zur Realisierung einer variablen Turbinen- und/oder Verdichtergeometrie sowie einer Betätigungseinrichtung (3) zur Betätigung der Leitschaufeleinrichtung und damit zum Verstellen der Leitschaufeln. Erfindungswesentlich ist dabei, dass zumindest ein Teil der Betätigungseinrichtung (3) integraler Bestandteil des Gehäuses (2) der Ladeeinrichtung (1) ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ladeeinrichtung, insbesondere einen Abgasturbolader für ein Kraftfahrzeug. Die Erfindung betrifft außerdem ein mit einer derartigen Ladeeinrichtung ausgestattetes Kraftfahrzeug.
- Abgasturbolader dienen in bekannter Weise der Leistungssteigerung von Kolbenmotoren, indem sie einen Luftmengen- und Kraftstoffdurchsatz pro Arbeitstakt erhöhen. Hierzu erhöht der Abgasturbolader den Druck im Ansaugtrakt des Kolbenmotors, so dass während des Ansaugtaktes eine größere Menge Luft in den Zylinder gelangt als bei einem Saugmotor und dadurch mehr Sauerstoff zur Verbrennung einer entsprechend größeren Kraftstoffmenge zur Verfügung steht.
- Aus der
DE 10 2004 058 719 A1 ist eine gattungsgemäße Ladeeinrichtung bekannt, welche insbesondere eine variable Turbinengeometrie aufweist. - Aus der
ist eine weitere gattungsgemäße Ladungseinrichtung mit einer variablen Turbinengeometrie bekannt, welche eine Steuereinrichtung aufweist, die bei Über schreiten eines Grenzladedrucks ein Bypassventil öffnet und dadurch den Ladedruck reguliert. Dabei ist ein Teil der Steuereinrichtung in das Gehäuse der Ladeeinrichtung integriert.GB 2 033 007 A - Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine verbesserte Ausführungsform für eine Ladeeinrichtung anzugeben, bei welcher insbesondere die Teilevielfalt reduziert ist.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine Betätigungseinrichtung einer Ladeeinrichtung, beispielsweise eines Abgasturboladers, zur Betätigung einer Leitschaufeleinrichtung und damit zum Verstellen von eine variable Turbinengeometrie bildenden Leitschaufeln, nicht mehr wie aus dem Stand der Technik bekannt separat anzuordnen, sondern zumindest einen Teil dieser Betätigungseinrichtung als integralen Bestandteil eines Gehäuses der Ladeeinrichtung auszubilden. In dem Gehäuse der Ladeeinrichtung ist dabei in üblicher Weise eine Welle gelagert, welche turbinenseitig ein Turbinenrad und verdichterseitig ein Verdichterrad trägt. Die nunmehr zumindest teilweise in das Gehäuse dieser Ladeeinrichtung integrierte Betätigungseinrichtung betätigt die Leitschaufeleinrichtung und reguliert dadurch die Leistung der Ladeeinrichtung. Durch die Integration zumindest eines Teils der Betätigungseinrichtung in das Gehäuse der Ladeeinrichtung können die gänzlich separate Ausbildung der Betätigungseinrichtung und verbunden damit eine erhöhte Teilevielfalt reduziert werden. Zugleich erleichtert dies eine Montage der erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung, da weniger Einzelteile montiert werden müssen. Insgesamt kann somit die erfindungsgemäße Ladeeinrichtung konstruktiv einfacher und kostengünstiger hergestellt werden.
- Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung umfasst die Betätigungseinrichtung ein, ein Gehäuseunter- und ein Gehäuseoberteil aufweisendes und als Druckdose ausgebildetes Betätigungsgehäuse, wobei das Gehäuseunterteil integraler Bestandteil des Gehäuses der Ladeeinrichtung ist. Das Gehäuseunterteil der Betätigungseinrichtung ist somit direkt am Gehäuse der Ladeeinrichtung angeformt und kann vorzugsweise in einem einzigen Arbeitsschritt zusammen mit diesem hergestellt werden. Denkbar ist selbstverständlich auch eine spanende Nachbearbeitung des als Giessteil hergestellten Gehäuses. Durch die Anformung des Gehäuseunterteils der Betätigungseinrichtung am Gehäuse der Ladeeinrichtung entfällt zudem eine separate Befestigung des Gehäuseunterteils der Betätigungseinrichtung an der Ladeeinrichtung, so dass lediglich das Gehäuseoberteil am Gehäuseunterteil befestigt werden muss und nicht mehr wie bisher aus dem Stand der Technik die gesamte Betätigungseinrichtung an der Ladeeinrichtung. Das Gehäuseunterteil der Betätigungseinrichtung, welches bisher als separates Bauteil ausgebildet war, ist nunmehr integraler Bestandteil des Gehäu ses der Ladeeinrichtung, wodurch dessen separate Ausbildung entfällt und dadurch die Teilevielfalt reduziert wird. Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
- Dabei zeigen, jeweils schematisch,
-
1 eine Ansicht auf eine erfindungsgemäße Ladeeinrichtung, -
2 eine teilweise geöffnete Ladeeinrichtung. - Entsprechend
1 weist eine erfindungsgemäße Ladeeinrichtung1 , welche insbesondere als Abgasturbolader für ein Kraftfahrzeug ausgebildet sein kann, ein Gehäuse2 auf. Das Gehäuse2 kann dabei ein Verdichtergehäuse2' , ein Lagerge häuse2'' und ein Turbinengehäuse2''' umfassen. In einem dieser Gehäuse2 ,2' ,2'' ,2''' ist in üblicher Weise eine Welle4 gelagert, welche turbinenseitig ein Turbinenrad und verdichterseitig ein Verdichterrad trägt. - Des weiteren ist eine Leitschaufeleinrichtung
8 mit verstellbaren Leitschaufeln zur Realisierung einer variablen Turbinen- und/oder Verdichtergeometrie vorgesehen. Über eine Betätigungseinrichtung3 werden die Leitschaufeleinrichtung8 betätigt und damit die Leitschaufeln verstellt. Die Betätigungseinrichtung3 ist dabei über ein Betätigungsglied5 , beispielsweise über eine Stange mit der Leitschaufeleinrichtung8 , insbesondere mit einem Verstellring9 derselben, wirkungsverbunden. Soll die Turbinengeometrie verändert werden, so verstellt die Betätigungseinrichtung3 die Leitschaufeleinrichtung8 . Dabei greift ein mit dem Betätigungsglied5 gekoppelter Betätigungsarm11 über ein an diesem endseitig befestigtes Ruder10 in eine entsprechende Nut12 am Verstellring9 ein. Durch ein ruderartiges Ineinandergreifen zwischen Verstellring9 und Ruder10 kann ein Linienkontakt zwischen den beiden Bauelementen und dadurch eine griffige und zuverlässige Verbindung erreicht werden, vorausgesetzt selbstverständlich, dass beide in Kontakt stehenden Bauelemente eine geeignete Form aufweisen. Ein Linienkontakt kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die ineinandergreifenden Teile die Form zumindest eines Zahns und einer Lücke eines Kegelzahnradpaares aufweisen. - Erfindungsgemäß ist nun zumindest ein Teil der Betätigungseinrichtung
3 als integraler Bestandteil des Gehäuses2 der Ladeeinrichtung1 ausgebildet. Die Betätigungseinrichtung3 weist ferner ein Gehäuseunterteil6 sowie ein Gehäuseoberteil7 (vgl. auch2 ) auf und ist vorzugsweise als Druckdose ausgebildet, wobei das Gehäuseunterteil6 den integralen Bestandteil des Gehäuses2 der Ladeeinrichtung1 bildet. Betrachtet man1 , so fällt auf, dass das Gehäuseunterteil6 der Betätigungseinrichtung3 an das Gehäuse2 der Ladeeinrichtung1 angeformt ist. - Wie den beiden
1 und2 weiter zu entnehmen ist, ist die Betätigungseinrichtung3 verdichterseitig an der Ladeeinrichtung1 angeordnet und daher einer eher geringen Temperaturbelastung ausgesetzt. Durch die teilweise integrative Ausbildung der Betätigungseinrichtung3 zusammen mit der Ladeeinrichtung1 , lässt sich vorzugsweise auch ein Justieraufwand reduzieren, da durch die vorgeschlagene Bauweise eine genauere Montage bzw. ein genaueres Ausrichten der Betätigungseinrichtung3 an der Ladeeinrichtung1 möglich ist. - Generell kann dabei zumindest das Lager- und/oder das Verdichtergehäuse
2' ,2'' der Ladeeinrichtung1 aus Kunststoff oder aus Leichtmetallguss, insbesondere aus Aluminiumguss ausgebildet sein, was in gleicher Weise auch für das Gehäuseoberteil7 des Betätigungsgehäuses der Betätigungseinrichtung3 gilt. Durch die zumindest teilweise Integration des Betätigungsgehäuses der Betätigungseinrichtung3 in das Gehäuse2 der Ladeeinrichtung1 können eine separate Anordnung der Betätigungseinrichtung3 , verbunden mit einem separaten Gehäuse sowie einer aufwendigen Befestigung der Betätigungseinrichtung3 an der Ladeeinrichtung1 vermieden werden, wodurch die Ladeeinrichtung1 weniger Teile aufweist, konstruktiv einfacher ausgebildet ist und zudem kompakter baut. Insbesondere der letzte Gesichtspunkt ist dabei von entscheidender Bedeutung, da ein Bauraumangebot in modernen Motorräumen immer knapper wird. - Um die Betätigungseinrichtung
3 ebenfalls kompakter bauen zu können, kann in das Gehäuseoberteil7 der Betätigungseinrichtung3 ein Taktventil, insbesondere ein elektrisches Taktventil, und/oder ein Positionssensor integriert sein. Das Taktventil kann dabei beispielsweise als Zwei/Zwei-Wegeventil ausgebildet sein. Die Betätigungseinrichtung3 kann insbesondere einen elektrischen Stellantrieb, insbesondere einen elektrischen Linearantrieb, und/oder eine Druckdose und/oder eine Unterdruckdose aufweisen. - Generell lassen sich mit der erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung folgende Vorteile realisieren: Geringere Herstell- und Montagekosten, vereinfachte Montage, höhere Betriebssicherheit aufgrund der Teilereduktion, geringerer Bauraumbedarf und verbessertes Erscheinungsbild.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004058719 A1 [0003]
- - GB 2033007 A [0004]
Claims (10)
- Ladeeinrichtung (
1 ), insbesondere ein Abgasturbolader für ein Kraftfahrzeug, – mit einer in einem Gehäuse (2 ) gelagerten Welle, die turbinenseitig ein Turbinenrad und verdichterseitig ein Verdichterrad trägt, – mit einer Leitschaufeleinrichtung mit verstellbaren Leitschaufeln zur Realisierung einer variablen Turbinen- und/oder Verdichtergeometrie, – mit einer Betätigungseinrichtung (3 ) zur Betätigung der Leitschaufeleinrichtung und damit zum Verstellen der Leitschaufeln, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Betätigungseinrichtung (3 ) integraler Bestandteil des Gehäuses (2 ) der Ladeeinrichtung (1 ) ist. - Ladeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
2 ) ein Verdichtergehäuse (2' ), ein Lagergehäuse (2'' ) und ein Turbinengehäuse (2''' ) umfasst, wobei zumindest ein Teil der Betätigungseinrichtung (3 ) integraler Bestandteil des Verdichtergehäuses (2'' ) der Ladeeinrichtung (1 ) ist. - Ladeeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (
3 ) ein, ein Gehäuseunter- (6 ) und ein Gehäuseoberteil (7 ) aufweisendes und als Druckdose ausgebildetes Betätigungsgehäuse umfasst, wobei das Gehäuseunterteil (6 ) des Betätigungsgehäuses integraler Bestandteil des Gehäuses (2 ), insbesondere des Verdichtergehäuses (2' ) der Ladeeinrichtung (1 ) ist. - Ladeeinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Verdichtergehäuse (
2' ) und/oder das Lagergehäuse (2'' ) der Ladeeinrichtung (1 ) aus Kunststoff oder aus Leichtmetallguss, insbesondere aus Aluminiumguss ausgebildet ist. - Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (
7 ) des Betätigungsgehäuses aus Kunststoff oder aus Leichtmetallguss, insbesondere aus Aluminiumguss ausgebildet ist. - Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in das Gehäuseoberteil (
7 ) ein Taktventil, insbesondere ein elektrisches Taktventil, und/oder ein Positionssensor integriert sind/ist. - Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (
3 ) einen elektrischen Stellantrieb, insbesondere einen elektrischen Linearantrieb, und/oder eine Druckdose und/oder eine Unterdruckdose aufweist. - Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (
3 ) verdichterseitig an der Ladeeinrichtung (1 ) angeordnet ist. - Ladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung einer Stellbewegung an den Verstellring (
9 ) ein mit der Betätigungseinrichtung (3 ) verbundenes Betätigungsglied (5 ) vorgesehen ist, an dessen Ende ein zahnartiges Ruder (10 ) angeordnet ist, welches in eine komplementär dazu ausgebildete Lücke/Nut (12 ) am Verstellring (9 ) eingreift und einen Linienkontakt mit diesem herstellt. - Kraftfahrzeug mit einem Verbrennungsmotor, der eine Ladeeinrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist.
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|---|---|---|---|---|
| DE102018217510A1 (de) * | 2018-10-12 | 2020-04-16 | BMTS Technology GmbH & Co. KG | Verdichter und ein Verfahren zur Montage einer Verstellvorrichtung in dem Verdichter |
Citations (2)
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2007
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| US11060446B2 (en) | 2018-10-12 | 2021-07-13 | Mahle International Gmbh | Compressor and a method for the assembly of an actuation device in the compressor |
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| R005 | Application deemed withdrawn due to failure to request examination |
Effective date: 20141122 |