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DE102007055192A1 - Einspritzventil zum Zerstäuben von Fluid - Google Patents

Einspritzventil zum Zerstäuben von Fluid Download PDF

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DE102007055192A1
DE102007055192A1 DE200710055192 DE102007055192A DE102007055192A1 DE 102007055192 A1 DE102007055192 A1 DE 102007055192A1 DE 200710055192 DE200710055192 DE 200710055192 DE 102007055192 A DE102007055192 A DE 102007055192A DE 102007055192 A1 DE102007055192 A1 DE 102007055192A1
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DE
Germany
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hole
spray
injection
film
orifice
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DE200710055192
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English (en)
Inventor
Uwe Liskow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
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    • F02M61/18Injection nozzles, e.g. having valve seats; Details of valve member seated ends, not otherwise provided for
    • F02M61/1853Orifice plates
    • F02M61/186Multi-layered orifice plates
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2200/00Details of fuel-injection apparatus, not otherwise provided for
    • F02M2200/80Fuel injection apparatus manufacture, repair or assembly
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Abstract

Es wird ein Einspritzventil zum Zerstäuben von Fluid, insbesondere von Reduktionsmittel-Fluid zur Abgasnachbehandlung, angegeben, das einen Ventilsitzkörper, in dem eine Ventilöffnung ausgebildet ist, und eine stromabwärts der Ventilöffnung dem Ventilsitzkörper vorgesetzte Spritzlochscheibe (18) mit mindestens einem Spritzloch (19) aufweist. Zur Erzielung eines für eine sehr gute Feinzerstäubung erforderlichen kleinen Verhältnisses von Spritzlochlänge und Spritzlochdurchmesser bei ausreichender Stabilität der Spritzlochscheibe (18) ist die Spritzlochscheibe (18) als Verbund aus einer das mindestens eine Spritzloch (19) enthaltenden, extrem dünnen Spritzlochfolie (20) und mindestens einer steifen Decklage (21, 22) ausgebildet, wobei die Decklage (21, 22) mindestens ein zum Spritzloch (19) koaxiales Durchgangsloch (23) mit gegenüber dem Spritzloch (19) deutlich größerem Lochdurchmesser aufweist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einem Einspritzventil zum Zerstäuben von Fluid, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ein bekanntes Einspritzventil für Kraftstoffeinspritzanlagen ( DE 10 2005 061 424 A1 ) weist einen in einem Ventilgehäuse festgelegten Ventilsitzkörper auf, an dem ein eine Ventilöffnung umgebender Ventilsitz ausgebildet ist. Der Ventilsitz wirkt mit einem kugelförmigen Schließkopf einer elektromagnetisch betätigbaren Ventilnadel zusammen, der je nach Ventilnadelhub gegen die Rückstellkraft einer den Schließkörper auf den Ventilsitz aufpressenden Ventilschließfeder einen mehr oder weniger großen Öffnungsquerschnitt der Ventilöffnung freigibt. Für eine gute Kraftstoffzerstäubung der aus dem Einspritzventil dosiert ausgespritzten Kraftstoffmenge ist dem Ventilsitzkörper stromabwärts der Ventilöffnung eine Spritzlochscheibe vorgesetzt, die mehrere Spritzlöcher mit relativ kleinem Spritzlochmesser aufweist. Identisch oder ähnlich aufgebaute Einspritzventile werden auch in sog. Denox-Systemen für die Abgasnachbehandlung bei Diesel- oder Benzinmotoren zum Einsprühen einer Harnstoff-Wasser-Lösung in das Abgas eingesetzt, um das zur Reduktion von Stickoxiden im Katalysator benötigte Ammoniak zur Verfügung zu stellen.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung zur Abgasnachbehandlung ( DE 10 2004 004 738 A1 ) ist das Einspritz- oder Dosierventil vor dem Katalysator in eine Öffnung im Rohrmantel des Abgasrohrs eingesetzt und spritzt einen Sprühkegel unter einem spitzen Winkel zur Achse des Abgasrohrs in das im Abgasrohr strömende Abgas ein. Um eine ausreichend hohe Stickoxidreduktionswirkung zu erzielen, muss die Harnstoff-Wasser-Lösung gut zerstäubt werden. Die Feinsprayaufbereitung ist jedoch bei Abspritzen von Harnstoff-Wasser-Lösungen wegen der physikalischen Eigenschaften dieser Lösungen, wie Oberflächenspannungen und Viskosität, deutlich schwieriger als die Feinsprayaufbereitung von Kraftstoff. Für die Sprühaufbereitung ist dabei das Verhältnis der Lochlänge zum Lochdurchmesser des mindestens einen Spritzlochs in der Spritzlochscheibe entscheidend. Je kleiner dieses Verhältnis ist, desto höher ist der erzielte Zerstäubungsgrad. Bei der Herstellung der Spritzlöcher in der Spritzlochscheibe, z. B. durch Stanzen, μECM-Technik- Laserbohren oder Erodieren sind jedoch diesem Verhältnis aus fertigungstechnischen Gründen Grenzen gesetzt.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Das erfindungsgemäße Einspritzventil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass durch die Konzeption der Spritzlochscheibe als Verbund aus einer extrem dünnen, das mindestens eine Spritzloch enthaltenden Folie und mindestens einer steifen Decklage, einerseits die Spritzlochlänge extrem klein ist, so dass das Verhältnis von Spritzlochlänge zum Spritzlochdurchmesser sehr klein gemacht werden kann, und andererseits durch die steife Decklage die Spritzlochscheibe ausreichend stabil ist. Das in der mindestens einen Decklage vorhandene, mit dem Spritzloch koaxiale Durchgangsloch sorgt dafür, dass auf der Ein- und/oder Ausströmseite des Spritzlochs keine strömungsbehindernden oder -beeinflussenden Verhältnisse vorliegen. Darüber hinaus kann die Spritzlochscheibe mit einfachen Fertigungsverfahren, z. B. Stanzen, hergestellt und dabei eine hohe Toleranzgenauigkeit des Spritzlochs sichergestellt werden.
  • Bei einer Ausführung der Folie mit z. B. 0,04 mm Folienstärke und einer Spritzlocheinstanzung von 0,08 mm wird ein Spritzlochlängen/Spritzlochdurchmesser-Verhältnis von 0,5 erreicht, was zu einer Zerstäubungswolke des aus dem Spritzloch austretenden Fluids mit einer mittleren Tröpfchengröße (SMD = Sauter Mean Diameter) von < 50 μm führt.
  • Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Einspritzventils möglich.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Spritzlochfolie zwischen der steifen, vorzugsweise aus stanzbarem Blech hergestellten Decklage und dem Ventilsitzkörper geklemmt. Dies hat den Vorteil, dass die Gesamtstärke der Spritzlochscheibe bei ausreichender Stabilität sehr klein gemacht, z. B. in einer Gesamtstärke von weniger als 0,2 mm gehalten werden kann.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Verbund eine zweite steife Decklage auf, die ein zum Spritzloch koaxiales Durchgangsloch mit gegenüber dem Spritzloch deutlich größerem Lochdurchmesser aufweist, wobei die Spritzlochfolie zwischen den beiden Decklagen mit zu den Durchgangslöchern koaxialem mindestens einen Spritzloch gehalten ist. Dies hat den Vorteil, dass die Spritzlochscheibe als komplette Baueinheit in die Ventilmontage eingeführt werden kann und Spritzlochfolie und Decklagen nicht erst während der Montage zueinander ausgerichtet werden müssen. Außerdem ergibt sich eine größere Steifigkeit der Spritzlochscheibe, so dass die Lochscheibe auch als sog. S-Schlagscheibe mit in Strömungsrichtung vorgeordnetem Strömungsspalt eingesetzt werden kann, bei der eine sehr gute Gleichverteilung auf mehrere Spritzlöcher gewährleistet ist. Durch die gegenüber dem Spritzloch deutlich durchmessergrößeren Durchgangslöcher in der der Spritzlochfolie stromaufwärts vorgesetzten zweiten Decklage wird sichergestellt, dass im Einlaufbereich des Fluids keine Drosselung stattfindet, sondern diese erst im Spritzloch selbst erfolgt.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann die Spritzlochfolie zwischen den beiden Decklagen geklemmt oder aber auch gekammert sein, wozu im letzteren Fall die beiden Decklagen die Spritzlochfolie randseitig übergreifen und die umlaufenden Übergreifungsränder der beiden Decklagen aneinanderliegen und miteinander verbunden, z. B. verschweißt, sind.
  • Gemäß einem bevorzugten Verfahren wird die Spritzlochscheibe in der Weise hergestellt, dass das mindestens eine Spritzloch in der Spritzlochfolie und das mindestens eine Durchgangsloch in der mindestens einen Decklage mit demselben Stanzwerkzeug gestanzt wird, das mindestens einen abgestuften Stanzstempel mit zwei im Durchmesser an den Durchmessern von Spritzloch und Durchgangsloch angepassten Stempelabschnitten aufweist. Die Spritzlochfolie und die Decklage werden nacheinander gestanzt, wobei bei jedem Stanzvorgang vom Stanzwerkzeug eine Markierung in die Spritzlochfolie bzw. in die Decklage eingebracht wird. Spritzlochfolie und Decklagen werden mit deckungsgleichen Markierungen aufeinandergelegt und miteinander fest verbunden. Dieses Herstellungsverfahren hat den Vorteil, dass die Löcher in der Spritzlochfolie und in der mindestens einen Decklage exakt übereinanderliegen. Das Spritzloch in der Spritzlochfolie kann jede beliebige Form aufweisen und das Durchgangsloch in der Decklage wird vorzugsweise kreisrund gestanzt.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht eine Einspritzventils,
  • 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung des Ausschnitts II in 1,
  • 3 eine Unteransicht in Richtung Pfeil III in 2 einer Spritzlochscheibe des Einspritzventils,
  • 4 ausschnittweise einen Schnitt gemäß Linie IV-IV in 3 einer Spritzlochfolie der Spritzlochscheibe,
  • 5 und 6 jeweils ausschnittweise einen Längsschnitt der Spritzlochscheibe in 3 mit unterschiedlichen Lochformen des Spritzlochs,
  • 7 und 8 jeweils ausschnittweise einen Längsschnitt einer modifizierten Spritzlochscheibe gemäß zweier Ausführungsbeispiele,
  • 9 eine gleiche Darstellung wie in 2 eines modifizierten Einspritzventils,
  • 10 und 11 jeweils eine Illustration des Stanzverfahrens zur Herstellung von zueinander koaxialen Löchern in der Spritzlochscheibe.
  • Das in 1 in Seitenansicht und in 2 mit einem vergrößerten Ausschnitt längsgeschnitten dargestellte Einspritz- oder Dosierventil dient zum Einspritzen eines Fluids, z. B. von Kraftstoff in eine Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine, und wird vorzugsweise bei der Abgasnachbehandlung in Brennkraftmaschinen zur Reduktion von Stickoxiden eingesetzt. Im letzten Fall wird dosiert eine Harnstoff-Wasser-Lösung (Handelsname: AdBlue) oder eine Harnstoff-Wasser-Lösung mit Ammoniumformiat (Handelsname: Denoxium) in das Abgas einer Brennkraftmaschine eingespritzt. Beim Abspritzen wird jeweils eine sehr feine Zerstäubung mit einem SMD < 50 μm des Fluids erzielt.
  • Das im Ausführungsbeispiel elektromagnetisch betätigte Einspritzventil weist ein Ventilgehäuse 11 mit einem Fluidzufluss 111 und einem elektrischen Anschlussstecker 12 auf, der mit einer Erregerspule eines im Innern des Ventilgehäuses 11 angeordneten Elektromagneten (hier nicht dargestellt) verbunden ist. Das rohrförmige, offene Ende des Ventilgehäuses 11 ist mittels eines eingesetzten Ventilsitzkörpers 13 abgeschlossen. Im Ausführungsbeispiel ist das Ventilgehäuse 11 aus Kunststoff gefertigt, und der Ventilsitzkörper 13 besteht aus einer Keramik. Im Ventilsitzkörper 13 ist eine Ventilöffnung 14 und ein die Ventilöffnung 14 umgebender, konischer Ventilsitz 15 ausgebildet. Mit dem Ventilsitz 15 wirkt ein fest mit einer Ventilnadel 16 verbundener kugelförmiger Schließkopf 17 zum Freigeben und Verschließen der Ventilöffnung 14 zusammen. An der Ventilnadel 16 greift einerseits der Anker des Elektromagneten und andererseits eine hier nicht dargestellte Ventilschließfeder an. Durch letztere wird der Schließkopf 17 auf den Ventilsitz 15 aufgepresst. Wird der Elektromagnet erregt, so bewegt sich die Ventilnadel 16 entgegen der Rückstellkraft der Ventilschließfeder in 2 nach oben, wodurch der Schließkopf 17 je nach Ventilnadelhub mehr oder weniger vom Ventilsitz 15 abhebt und damit die Ventilöffnung 14 mehr oder weniger freigibt, so dass eine dosierte Fluidmenge des im Einspritzventil unter Druck stehenden Fluids über die geöffnete Ventilöffnung 14 ausgespritzt wird.
  • Zum Feinzerstäuben der ausgespritzten Kraftstoffmenge ist dem Ventilsitzkörper 13 stromabwärts der Ventilöffnung 14 eine Spritzlochscheibe 18 vorgesetzt. Die Spritzlochscheibe 18 ist zwischen einem endseitig am Ventilgehäuse 11 angeformten Bund 112 und der diesen zugekehrten Stirnseite des Ventilsitzkörpers 13 eingeklemmt. Zur Herstellung einer festen Verbindung zwischen dem Ventilsitzkörper 13 und dem Ventilgehäuse 11 ist der Ventilsitzkörper 13 mit einer „Tannenbaum"-Struktur versehen und in das Ventilgehäuse 11 eingepresst, wobei sich die Struktur im Kunststoffmaterial des Ventilgehäuses 11 verhakt und verspreizt.
  • Die in 2 im Schnitt und in 3 vergrößert in Unteransicht dargestellte Spritzlochscheibe 18 ist ein Verbund aus einer extrem dünnen Spritzlochfolie 20 von z. B. 0,04 mm Folienstärke und einer steifen Decklage 21 aus stanzbarem Blech mit einer Blechstärke von beispielsweise 0,1 bis 0,2 mm. Die Spritzlochfolie 20 besteht aus stanzbarem Stahl oder einer Keramik oder einem hochtemperaturfesten Kunststoff. Die Spritzlochfolie 20 weist mindestens ein Spritzloch 19, im Ausführungsbeispiel der 2 und 3 insgesamt vier Spritzlöcher 19, mit einem Lochdurchmesser auf, der etwa doppelt so groß ist wie die Folienstärke der Spritzlochscheibe 20, im Beispiel also 0,08 mm. Die Decklage 21 ist mit einer der Zahl der Spritzlöcher 19 entsprechenden Anzahl von Durchgangslöchern 23 versehen, deren Lochdurchmesser deutlich größer ist als der Spritzlochdurchmesser. Die Durchgangslöcher 23 sind so angeordnet, dass jeweils ein Durchgangsloch 23 koaxial mit einem Spritzloch 19 ausgerichtet ist. Die Spritzlochscheibe 18 ist so zwischen Ventilsitzkörper 13 und Ventilgehäuse 11 eingesetzt, dass die Spritzlochfolie 20 mit im Bereich der Ventilöffnung 14 liegenden Spritzlöchern 19 plan an der Stirnfläche des Ventilsitzkörpers 13 anliegt und die Decklage 21 durch den Bund 112 des Ventilgehäuses 11 die Spritzlochfolie 20 an der Stirnfläche des Ventilsitzkörpers 13 festklemmt.
  • Die Spritzlöcher 19 können eine beliebige Form aufweisen und mit ihrer Lochachse 191 parallel zur Achse 181 der Spritzlochscheibe 18 bzw. der Spritzlochfolie 20 ausgerichtet sein oder in einem spitzen Winkel zu dieser verlaufen, wie letzteres in der Schnittdarstellung der Spritzlochfolie 20 in 4 dargestellt ist. In den Ausführungsbeispielen der 2, 3 und 4 sind die Spritzlöcher 19 so ausgeführt, dass ihr Querschnitt längs der Spritzlochachse 181 konstant ist. In den in 5 und 6 ausschnittweise dargestellten Ausführungsbeispielen der Spritzlochfolie 20 weist dagegen jedes Spritzloch 19 einen sich stromabwärts stetig vergrößernden Querschnitt auf, wobei das Spritzloch 19 in 5 sich konisch und das Spritzloch 19 in 6 sich trompetenförmig erweitert. Durch diese Trichter- oder Trompetenform des Spritzloches 19 wird ein kontrolliertes Ablösen der Strömung im Spritzloch 19 erreicht.
  • Die in 7 und 8 im Querschnitt dargestellten Ausführungsbeispiele der Spritzlochscheibe 18 unterscheiden sich von der zuvor beschriebenen Spritzlochscheibe 18 dadurch, dass der Verbund aus Spritzlochfolie 20 und Decklage 21 noch eine zweite Decklage 22 aufweist, die wiederum mit einer der Zahl der Spritzlöcher 19 in der Spritzlochfolie 20 entsprechenden Zahl von Durchgangslöchern 23 mit gegenüber dem Spritzlochdurchmesser deutlich größerem Lochdurchmesser versehen ist. Die zweite Decklage 22 ist auf die von der ersten Decklage 21 abgekehrten Oberfläche der Spritzlochfolie 20 so aufgelegt, dass alle Durchgangslöcher 23 in beiden Decklagen 21, 22 mit den Spritzlöchern 19 in der Spritzlochfolie 20 koaxial ausgerichtet sind. Die Spritzlochfolie 20 ist fest zwischen den beiden Decklagen 21, 22 gehalten, so dass die Spritzlochscheibe 18 eine für die Montage vorgefertigte, komplette Baueinheit ist und der Verbund zwischen Spritzlochfolie 20 und Deckelage 21 nicht – wie bei dem Ausführungsbeispiel der 1 und 2 – erst bei der Montage des Ventilsitzkörper 13 hergestellt wird. In dem Ausführungsbeispiel der 7 wird die Spritzlochfolie 20 zwischen den beiden Decklagen 21, 22 geklemmt und im Ausführungsbeispiel der 8 „gekammert", wobei zusätzlich auch die Ränder der Spritzlochfolie 20 von den Decklagen 21, 22 umschlossen sind. Hierzu sind die Decklagen 21, 22 im Durchmesser größer ausgeführt, als die Spritzlochfolie 20, so dass die beiden Decklagen 21, 22 randseitig über die Spritzlochfolie 20 hinausragen und mit ihren Überstehrändern übereinanderliegen und hier, z. B. durch eine Schweißnaht 24, miteinander verbunden sind. Im übrigen sind die Dicken von Spritzlochfolie 20 und Decklagen 21, 22 sowie die Durchmesser der Spritzlöcher 19 und. Durchgangslöcher 23 in gleicher Weise ausgelegt wie zuvor beschrieben.
  • Das in 9 ausschnittweise im Schnitt dargestellte modifizierte Ausführungsbeispiel des Einspritzventils unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen Einspritzventil lediglich dadurch, dass die in 8 skizzierte Spritzlochscheibe 18 als sog. S-Schlagscheibe eingesetzt ist, wozu in die Stirnfläche des Ventilsitzkörpers 13 eine kreisförmige Vertiefung 25 mit einer Spalthöhe H eingebracht ist. Abweichend von 2 sind Ventilgehäuse 11 und Ventilsitzkörper 13 aus Metall. Zur Festlegung des Ventilsitzkörpers 13 im Gehäuse 11 ist der Ventilsitzkörper 13 am Ventilgehäuse 11 verschweißt. Im übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel des Einspritzventils dem zu 2 beschriebenen, so das gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
  • Bei der Herstellung der Spritzlochscheibe 18 werden die Spritzlöcher 19 und die Durchgangslöcher 23 vorteilhaft durch Stanzen hergestellt. Im Verbund der Spritzlochscheibe 18 müssen diese Löcher exakt übereinanderliegen. Um dies zu gewährleisten, werden Spritzlochfolie 20 und Decklagen 21, 22 mit demselben Stanzwerkzeug 26 nacheinander gestanzt. Das Stanzwerkzeug 26 weist eine der Anzahl der zu stanzenden Löcher entsprechende Zahl von Stanzstempeln 27 auf, die jeweils mit zwei im Durchmesser gestuften Stempelabschnitten 271, 272 versehen sind. Der vordere Stempelabschnitt 271 mit dem kleineren Durchmesser ist zum Stanzen der Spritzlöcher 19 ausgelegt, während der hintere Stempelabschnitt 272 mit dem größeren Durchmesser für das Stanzen der Durchgangslöcher 23 in den Decklagen 21, 22 vorgesehen ist.
  • In der schematisierten Darstellung der 10 ist eine im Schnitt dargestellte Decklage 21 auf eine Stanzmatrize 28 aufgelegt, und beim Absenken des Stanzwerkzeugs 26 werden mit dem hinteren Stempelabschnitt 272 der Stanzstempel 27 die Durchgangslöcher 23 ausgestanzt. In der Skizze gemäß 11 ist die im Schnitt dargestellte Spritzlochfolie 20 auf eine Stanzmatrize 29 aufgelegt, und das Stanzwerkzeug 26 wird nur soweit abgesenkt, dass nur die vorderen Stempelabschnitte 271 der Stanzstempel 27 die. Spritzlochfolie 20 durchstoßen und so die Spritzlöcher 19 austanzen. Beim Stanzen der Decklagen 21, 22 und der Spritzlochfolie 20 erzeugt das Stanzwerkzeug 26 sowohl auf den Decklagen 21, 22 als auch auf der Spritzlochfolie 20 eine Markierung (hier nicht dargestellt). Zur Herstellung des Verbunds der Spritzlochscheibe 18 wird die Spritzlochfolie 20 auf die Decklage 21 und die Decklage 22 auf die Spritzlochfolie 20 so aufgelegt, dass die Markierungen deckungsgleich sind. Anschließend werden die Teile des Verbunds fest miteinander verbunden, wie dies in 7, 8 oder 9 dargestellt ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005061424 A1 [0002]
    • - DE 102004004738 A1 [0003]

Claims (10)

  1. Einspritzventil zum Zerstäuben von Fluid, mit einem Ventilsitzkörper (13), in dem eine Ventilöffnung (14) ausgebildet ist, und mit einer stromabwärts der Ventilöffnung (14) dem Ventilsitzkörper (13) vorgesetzten Spritzlochscheibe (18), die mindestens ein Spritzloch (19) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzlochscheibe (18) ein Verbund aus einer das mindestens eine Spritzloch (19) enthaltenden, extrem dünnen Spritzlochfolie (20) und mindestens einer steifen Decklage (21) ist, die mindestens ein zum Spritzloch (19) koaxiales Durchgangsloch (23) mit gegenüber dem Spritzloch (19) deutlich größerem Lochdurchmesser aufweist.
  2. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzlochfolie (20) zwischen der Decklage (21) und dem Ventilsitzkörper (13) geklemmt ist.
  3. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbund eine zweite, steife Decklage (22) aufweist, die ein zum Spritzloch (19) koaxiales Durchgangsloch (23) mit gegenüber dem Spritzloch (19) deutlich größerem Lochdurchmesser aufweist, und dass die Spritzlochfolie (20) zwischen den beiden Decklagen (21, 22) eingespannt ist.
  4. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Decklagen (21, 22) über die Spritzlochfolie (20) randseitig überstehen und dass die umlaufenden Überstehränder der beiden Decklagen (21, 22) aneinanderliegen und miteinander fest verbunden, vorzugsweise verschweißt, sind.
  5. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzlochfolie (20) aus stanzbarem Stahl, aus Keramik oder hochtemperaturfestem Kunststoff besteht.
  6. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzlochfolie (20) eine Folienstärke im Bereich um 0,04 mm und das Spritzloch einen Spritzlochdurchmesser im Bereich um 0,08 mm aufweist
  7. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklagen (21, 22) aus 0,1 bis 0,2 mm dickem Blech bestehen.
  8. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Spritzloch (19) eine beliebige Form mit einem längs der Lochachse (191) konstanten Querschnitt aufweist und dass die Lochachse (191) parallel oder spitzwinklig zur Achse (181) der Spritzlochscheibe (18) verläuft.
  9. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spritzloch (19) einen stromabwärts sich stetig vergrößernden Querschnitt aufweist und dass die Lochachse (191) des Spritzlochs (19) parallel zur Achse (181) der Spritzlochscheibe (18) ausgerichtet ist.
  10. Verfahren zur Herstellung einer Spritzlochscheibe (18), die aus einer extrem dünnen Spritzlochfolie (20) aus stanzbarem Material mit mindestens einem Spritzloch (19) und aus mindestens einer Decklage (21, 22) mit mindestens einem zum Spritzloch (19) koaxialen Durchgangsloch (23) und einem gegenüber dem Spritzlochdurchmesser deutlich größeren Lochdurchmesser zusammengesetzt ist, bei dem das mindestens eine Spritzloch (19) und das mindestens eine Durchgangsloch (23) mit demselben Stanzwerkzeug (26), das mindestens einen abgestuften Stanzstempel (27) mit jeweils zwei jeweils im Durchmesser den Durchmessern von Spritzloch (19) und Durchgangsloch (23) angepassten Stempelabschnitten (271, 2712) aufweist, nacheinander mit wechselndem Einlegen von Spritzlochfolie (20) und Decklage (21, 22) in Stanzmatrizen (28, 29) gestanzt werden und dabei zugleich eine Markierung in Spritzlochfolie (20) und Decklage (21, 22) eingestanzt wird und die gestanzte Spritzlochfolie (20) und die gestanzte Decklage (21, 22) mit deckungsgleichen Markierungen aufeinandergelegt und miteinander fest verbunden werden.
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