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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Stickmaschinen, die in
der Lage sind, ein strangförmiges
Material, z. B. ein Band oder eine Kordel an ein Nähgut oder
ein sonstiges Nähgut
zu nähen,
und insbesondere eine verbesserte Stickmaschine, die in der Lage
ist, ein strangförmiges
Material in einer gefalteten oder plissierten Form an ein Nähgut zu
nähen.
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Hintergrund
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Bisher
sind Stickmaschinen bekannt, die mit einem Maschinenkopf ausgestattet
sind, und welche folgendes aufweist: eine vertikal angetriebene
Nadelstange mit einer an ihrem unteren Ende angeordneten Nähnadel;
ein gegenüber
der Nadelstange koaxial angeordnetes und um ihre Achse frei drehbares Drehelement;
und ein Führungsmittel,
das zusammen mit dem Drehelement drehbar angetrieben wird, um ein
strangförmiges
Material zu einer Näh-(oder Nadeleingangs-)-Position einer Nähnadel zu
führen, und
welche in der Lage ist, ein strangförmiges Material durch Steppen
an ein Nähgut
zu nähen,
während er
die Rotation des Drehelements im Einklang mit einer Bewegungsrichtung
des Nähguts
basierend auf Stickdaten steuert und die Orientierung der Führung geeignet
einstellt, um die Richtung zu optimieren, in der das strangförmige Material
der Nähposition
zugeführt
wird.
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Einige
der bekannten Stickmaschinen sind dazu eingerichtet, ein strangförmiges Material
dreidimensional zu nähen,
um eine verbesserte Dekorwirkung zu erreichen. Beispielsweise offenbart
die
Japanische Patentanmeldungsoffenlegungsschrift
Nr. HEI-7-70903 eine Stickmaschine, die in der Lage ist zu "Plissieren", indem sie ein strangförmiges Material faltet
und das strangförmige
Material in dem in dieser Weise gefalteten Bereich annäht.
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In
der in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarten
Stickmaschine ist die Führung,
die zusammen mit dem Drehelement drehbar angetrieben wird, um ein
strangförmiges
Material zu einer Nähposition
einer Nähnadel
zu führen,
dazu eingerichtet, in Richtung eines unteren Endabschnitts der Nähnadel vorzurücken und
sich seitlich von der Nähnadel
zurückzuziehen.
Das strangförmige
Material wird durch die Vorrückbewegung der
Führung
gefaltet und in dem gefalteten Zustand oder der gefalteten Form
in Richtung der Nähposition der
Nähnadel
geführt,
und das strangförmige
Material wird anschließend
durch die auf den gefalteten Abschnitt sinkende Nähnadel an
ein Nähgut
genäht.
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13A–
13C zeigen eine Weise, in der ein strangförmiges Material
in der in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarten
Stickmaschine gefaltet wird, wobei die Führung mit dem Referenzzeichen
50,
ein Nähfuß mit
51,
ein strangförmiges
Material mit A, und ein Nähgut
mit S bezeichnet sind. Die Führung
50 weist
einen zylindrischen Abschnitt mit einer Querschnittsgestalt auf,
die zu jener des strangförmigen
Materials A passt, und die Führung
50 wiederholt
ihre Vorrückbewegung
und Rückzugbewegung,
indem sie mittels eines nicht gezeigten Schwenkmechanismus geschwenkt
wird, wobei das strangförmige
Material A durch den zylindrischen Abschnitt hindurch eingeführt wird.
13A zeigt ein Stadium, in dem die Führung
50 durch
die Rückzugbewegung
zurückgezogen
ist. Während
sich die Führung
50 von
der zurückgezogenen
Position aus vorwärts
bewegt, wird das strangförmige
Material A, wie in
13B gezeigt, unter der Führung
50 gefaltet. Während sich
die Führung
50 weiter
vorwärts
bewegt, wird das strangförmige
Material A, während
es in eine S-förmige
Querschnittsgestalt gefaltet wird, in Richtung der Nähposition
geführt
und in einer solchen S-förmigen,
gefalteten Konfiguration an das Nähgut S genäht. In einem mittleren Abschnitt
des zylindrischen Abschnitts der Führung
50 ist eine
angemessene Öffnung
ausgebildet, um der Nadel während
des Nähens
den Durchgang durch sie hindurch zu erlauben.
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Durch Ändern (Verringern)
der Höhe
der Führung
50 kann
das strangförmige
Material A, während
sich die Führung
50,
wie in
13C gezeigt, vorwärts bewegt,
aufwärts
in eine hügelförmige Form gekrümmt werden.
Während
sich die Führung
50 weiter
vorwärts
bewegt, wird das in eine hügelförmige Form
gekrümmte
strangförmige
Material A in Richtung der Nähposition
geführt,
während
es mittels des Nähfußes
51 oder des
nicht gezeigten Nähfadens
auf die Führung
50 gefaltet
wird. Dementsprechend wird das strangförmige Material A in einer in Form
eines invertierten S gefalteten Konfiguration an das Nähgut S genäht. Auf
diese Weise ist die in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarte Stickmaschine
in der Lage, das strangförmige
Material A dreidimensional in einer in Gestalt eines S oder eines
invertierten S gefalteten Konfiguration anzunähen und dadurch eine weiter
verbesserte Dekorwirkung zu erzielen.
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Insbesondere
ist die in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarte
Stickmaschine in der Lage, das strangförmige Material A durch Ändern der
Höhe der
Führung
50 in
einer in Gestalt eines S oder invertierten S gefalteten Konfiguration
anzunähen.
Allerdings kann sich die Richtung, in der das strangförmige Material
A gefaltet wird, in Abhängigkeit
von den Nähbedingungen ändern. Wenn
sich die Orientierung der Führung
50 basierend
auf Stickdaten in Einklang mit der Bewegungsrichtung des Nähguts erheblich
verändert
hat, wird das bis zu diesem Zeitpunkt in S-Form gefaltete strangförmige Material A
beispielsweise möglicherweise
lediglich in einem Abschnitt davon, der unmittelbar auf den Orientierungswechsel
der Führung
folgend anzunähen
ist, in Gestalt eines invertierten S gefaltet. Insbesondere wird
das strangförmige
Material A mit der in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarten Stickmaschine
gelegentlich möglicherweise
in einem nicht beabsichtigten gefalteten Zustand an das Nähgut S angenäht.
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Darüber hinaus
führt die
Führung
50 der
in der Offenlegungsschrift Nr.
HEI-7-70903 offenbarten Stickmaschine die
Vorrück-/Rückzugbewegung
unmittelbar oberhalb der Oberseite des Nähguts S durch. Daher erfasst
die vorrückende
Führung
50 manchmal
einen bereits angenähten
Abschnitt des strangförmigen
Materials A, so dass sie das Material A verkratzen oder beschädigen, oder
ungewollt verformen kann.
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Offenbarung der Erfindung
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Mit
Blick auf das Vorausgehende ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte Stickmaschine zu schaffen, die in der
Lage ist, ein strangförmiges
Material stabil in einem gleichmäßig gefalteten
Zustand aufzunähen.
Ein weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Stickmaschine
zu schaffen, die in der Lage ist, zuverlässig zu verhindern, dass ein
Ausgabetransportelement, das eine Vorrück-/Rückzugbewegung durchführt, um
das strangförmige
Material auszugeben, einen bereits angenähten Abschnitt des strangförmigen Materials
unbeabsichtigt erfasst.
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Um
die oben erwähnte
Aufgabe zu erfüllen, schafft
die Erfindung eine Stickmaschine, die folgendes aufweist: eine vertikal
angetriebene Nadelstange mit einer Nähnadel an einem unteren Ende
davon; ein Drehelement, das mit der Nadelstange koaxial angeordnet
und um eine Achse davon drehbar ist; und ein Führungsmechanismus, der zusammen
mit dem Drehelement drehbar angeordnet ist, um ein strangförmiges Material
in Richtung einer Nähposition
der Nadelstange zu führen,
wobei die Stickmaschine in der Lage ist, ein strangförmiges Material durch
Steppen an ein Nähgut
zu nähen,
während
sie die Drehung des Drehelements basierend auf Stickdaten im Einklang
mit einer Bewegungsrichtung eines Nähguts steuert und die Ausrichtung
des Führungsmechanismus ändert, um
die Richtung zu optimieren, in der das Nähgut der Nähposition der Nähnadel zugeführt wird,
wobei die Stickmaschine aufweist: ein Stützelement, um das durch den
Führungsmechanismus
geführte
strangförmige
Material zu stützen;
und ein Ausgabetransportelement, das in Bezug auf das Stützelement
versetzbar ist, um das auf dem Stützelement gestützte strangförmige Material
in Richtung der Nähposition
auszugeben. Mit derartigen Anordnungen wird das strangförmige Material durch
den Ausgabetransportbetrieb des Ausgabetransportelements in einer
gefalteten Form in Richtung der Nähposition geführt.
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Erfindungsgemäß bewegt
sich das Ausgabetransportelement relativ zu dem Stützelement,
das das durch den Führungsmechanismus
geführte strangförmige Material
stützt,
um das auf dem Stützelement
gestützte
strangförmige
Material in Richtung der Nähposition
auszugeben. Durch einen solchen Ausgabetransportbetrieb des Ausgabetransportelements
wird das strangförmige
Material geordnet in einem gefalteten Zustand in Richtung der Nähposition geführt. Da
das auf das Stützelement
gestützte strangförmige Material
mittels des Ausgabetransportelements in Richtung der Nähposition
ausgegeben wird (wobei das Stützelement
relativ zu dem Ausgabetransportbetrieb feststehend ist), und da
das ausgegebene strangförmige
Material auf dem Stützelement
stabil gestützt
ist, lässt
sich gewährleisten,
dass das strangförmige
Material immer in denselben Zustand gefaltet wird; auf diese Weise
ist es möglich, das
strangförmige
Material von einem Abschnitt zum nächsten sequentiell zu falten,
ohne eine unerwünschte
Störung
oder Änderung
in dem gefalteten Zustand hervorzurufen. Im Ergebnis ermöglicht es die
vorliegende Erfindung zuverlässig,
entsprechend der Absicht eines Benutzers oder einer Bedienperson
vielfältige
Formen eines überlappenden
Nähens (d.
h. des Nähens
eines überlappenden
Abschnitts des strangförmigen
Materials) vorzusehen, z. B. ein überlappendes Nähen pro
Stich und ein überlappendes
Nähen pro
zwei Stiche.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist
das Stützelement
einen Stützabschnitt
auf, um das strangförmige
Material darauf anzuordnen, und das Ausgabetransportelement führt den
Ausgabetransportbetrieb durch, indem es sich in einem wesentlichen
Abstand von der Oberseite des strangförmigen Materials über dem
Stützabschnitt
hin und her bewegt. Dadurch dass sich das Ausgabetransportelement über dem
Stützabschnitt
in einem großen
Abstand von der Oberseite des strangförmigen Materials hin und her
bewegt, lässt
sich zuverlässig
verhindern, dass es einen bereits angenähten Abschnitt des strangförmigen Materials
erfasst, und die vorliegende Erfindung ist somit in der Lage, eine
Beeinträchtigung
des strangförmigen
Materials, des Zufuhrmechanismus des strangförmigen Materials, usw. durch
das Ausgabetransportelement zuverlässig zu verhindern, und sonstige
Nachteile zu vermeiden.
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Im
Folgenden werden Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung beschrieben, jedoch ist zu beachten, dass
die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist, und
dass vielfältige
Modifikationen der Erfindung möglich
sind, ohne von den Grundzügen
abzuweichen. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung soll daher
ausschließlich
durch die beigefügten
Patentansprüche
bestimmt sein.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Um
den Gegenstand der Erfindung und sonstige Ausstattungsmerkmale der
vorliegenden Erfindung besser verständlich zu machen, werden ihre bevorzugten
Ausführungsbeispiele
im Folgenden anhand der beigefügten
Zeichnungen eingehender beschrieben:
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1 zeigt
eine Vorderansicht eines Maschinenkopfs, der in der Lage ist, ein
strangförmiges Material
an ein Nähgut
zu nähen,
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2 zeigt
eine linke Seitenansicht des in 1 gezeigten
Maschinenkopfs;
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3 zeigt
den Maschinenkopf in einer rechten Seitenansicht;
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4 veranschaulicht
in einer rechten Seitenansicht in vergrößertem Maßstab einen in 3 gezeigten
Plissiermechanismus, wobei eine Transportplatte (ein Ausgabetransportelement)
insbesondere in ihrer (seiner) zurückgezogenen Position dargestellt
ist;
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5 veranschaulicht
in einer rechten Seitenansicht, die jener in 4 ähnelt, die
Transportplatte in ihrer vorgerückten
Position;
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6 zeigt
in einer perspektivischen Ansicht in vergrößertem Maßstab einen Stützabschnitt,
der in dem Plissiermechanismus an dem unteren Ende eines Stützelements
vorgesehen ist;
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7 zeigt
eine auseinandergezogene Ansicht des Stützabschnitts;
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8A zeigt
eine linke Seitenansicht des Plissiermechanismus in einer zurückgezogenen
Stellung;
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8B zeigt
in einer rechten Seitenansicht den Plissiermechanismus in der zurückgezogenen Stellung;
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9A veranschaulicht
in einer Seitenansicht die Transportplatte (das Ausgabetransportelement)
in der vorbestimmten zurückgezogenen
Stellung;
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9B veranschaulicht
in einer Seitenansicht die Transportplatte (das Ausgabetransportelement)
auf ihrem (seinen) Weg zu der vorgerückten Position;
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9C veranschaulicht
in einer Seitenansicht die Transportplatte (das Ausgabetransportelement)
in der vorbestimmten vorgerückten
Position (in der das Vorrücken
vollendet ist);
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9D veranschaulicht
in einer Seitenansicht viele aus einem strangförmigen Material gebildete Plisseefalten;
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10 zeigt
in einer Draufsicht das in einer plissierten Form an ein Nähgut genähte strangförmige Material;
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11 veranschaulicht
in einer Seitenansicht eine exemplarische Weise, in der jeweils
ein überlappender
Abschnitt des strangförmigen
Materials pro Stich genäht
ist, gemäß dem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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12 veranschaulicht
in einer Seitenansicht eine exemplarische Weise, in der jeweils
ein überlappender
Abschnitt des strangförmigen
Materials pro zwei Stiche gemäß dem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung genäht
ist; und
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13A–13C veranschaulichen in Seitenansichten die Durchführung des
Plissierens gemäß einer
herkömmlichen
bekannten Technik.
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Bestes Ausführungsbeispiel
der Erfindung
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1–
3 veranschaulichen
einen Maschinenkopf H, der in der Lage ist, ein strangförmiges Material
an ein Nähgut
zu nähen,
wobei
1 eine Vorderansicht des Maschinenkopfs H zeigt,
2 eine
linke Seitenansicht des Maschinenkopfs H zeigt, und
3 den
Maschinenkopf H in einer rechten Seitenansicht zeigt. Die Konstruktion
des Maschinenkopfs H basiert darauf, dass ein aus dem Stand der Technik
bekannter Maschinenkopf mit einem neuen "Plissiermechanismus N" gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung versehen ist. Eine spezielle Konstruktion
des aus dem Stand der Technik bekannten Maschinenkopfs ist beispielsweise
in der
Japanischen Patentanmeldungsoffenlegungsschrift
Nr. HEI-8-299639 offenbart und wird im Vorliegenden nicht
eingehender beschrieben.
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Eine
Maschinenhauptwelle 2 erstreckt sich durch einen Maschinenarm 1 des
Maschinenkopfs H, und eine Nadelstange 3 wird durch Rotation
der Maschinenhauptwelle 2 über einen nicht gezeigten Nadelstangenantriebsmechanismus
gemeinsam mit einer an dem unteren Ende der Stange 3 befestigten Nähnadel 4 (5)
abwechselnd auf und ab bewegt. Ein Steppen wird in der hinlänglich bekannten
Weise durch die Auf- und Abbewegung der Nähnadel 4 und durch
die Drehung eines nicht gezeigten unterhalb einer Nadelplatte 5 angeordneten
Drehhakens durchgeführt.
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An
der linken Seitenfläche
des Maschinenarms 1 sind, wie in 2 zu sehen,
ein Hubantrieb 9 zum vertikalen Antrieb einer Nähfußhalterung 7 und ein
Ausrichtungssteuerungsantrieb 16 vorgesehen, der dazu dient,
die Orientierung der Nähfußhalterung 7 zu
steuern. Darüber
hinaus ist, wie in 3 zu sehen, an der rechten Seitenfläche des
Maschinenarms 1 ein Antriebsmotor 21 vorgesehen,
der dazu dient, eine Transportplatte (ein Ausgabetransportelement) 35 dazu
zu veranlassen, sich vor und zurück zu
bewegen. Der Antriebsmotor 21 ist ein Zickzackantrieb,
wie er in dem aus dem Stand der Technik bekannten Maschinenkopf
Verwendung findet, und anstelle eines Zickzackmechanismus ist der
oben erwähnte "Plissiermechanismus
N" an dem Maschinenkopf
H angebracht. Insbesondere kann der Antriebsmotor 21 in
dem hier vorliegenden Ausführungsbeispiel
von dem für
die vorliegende Erfindung maßgebenden
Plissiermechanismus N und von dem für die vorliegende Erfindung
unmaßgeblichen Zickzackmechanismus
gemeinsam verwendet werden. Allerdings ist die vorliegende Erfindung
nicht hierauf beschränkt,
und es kann zur Verwirklichung der Erfindung für den Plissiermechanismus N
ein eigener Antrieb vorgesehen sein. Der speziell für den Plissiermechanismus
N vorgesehene Antrieb ist nicht auf einen rotierenden Antrieb beschränkt, sondern
kann auch ein Linearmotor sein.
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Ein
Stützzylinder 6 ist
an dem Außenumfang der
Nadelstange 3 so angeordnet, dass er um seine Achse drehbar
und in Bezug auf die Nadelstange 3 vertikal beweglich ist,
während
er längs
der inneren Umfangsfläche
einer an einem unteren Endabschnitt des Maschinenrahmens 1 befestigten
nicht gezeigten Hülse
geführt
wird. Die Nähfußhalterung 7 ist
an einem unteren Endabschnitt des Stützzylinders 6 befestigt.
Die Nähfußhalterung 7 ist
in Gestalt einer Gabel mit zwei Schenkelabschnitten ausgebildet.
In vertikaler Richtung ist in der Außenfläche eines der Schenkelabschnitte
eine verlängerte
Keilnut 7a ausgebildet, während der Nähfuß 8 an einem unteren Abschnitt
des anderen Schenkelabschnitts starr befestigt ist. Der Stützzylinder 6 ist über einen
Antriebsarm 12 mit einem Hubelement 11 verbunden,
das sich längs
eines Führungsschafts 10 vertikal
(d. h. aufwärts
und abwärts)
bewegt, indem es durch den Hubmotor 9 angetrieben wird.
Auf diese Weise bewegt sich der Stützzylinder 6 in Reaktion
auf eine Aktivierung des Hubantriebs 9 gemeinsam mit der
Nähfußhalterung 7 (dem
Nähfuß 8)
aufwärts
und abwärts.
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Ein
Drehzylinder (d. h. ein Drehelement) 13 ist an dem Außenumfang
der nicht gezeigten feststehenden Hülse so angeordnet, dass er
lediglich um seine Achse drehbar ist. An dem Außenumfang eines oberen Endbereichs
des Drehzylinders 13 ist eine Riemenscheibe 14 ausgebildet.
Die Riemenscheibe 14 ist mit einer Antriebsriemenscheibe 17 verbunden, die über einen
Synchronriemen 15 durch den Ausrichtungssteuerungsantrieb 16 in
Drehung versetzt werden kann. An dem Außenumfang des Drehzylinders 13 ist
eine Spulenhalterung 18 befestigt, und eine Spule 19,
auf der ein strangförmiges
Material A aufwickelt ist, ist drehbar an der Spulenhalterung 18 angebracht.
Wie weiter unten beschrieben, wird das von der Spule 19 ausgegebene
strangförmige
Material A über
ein Führungselement 28 in
Richtung einer Nähposition
(d. h. Nadeleingangsposition) der Nähnadel 4 geführt.
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Der
Führungsmechanismus
zum Führen
des strangförmigen
Materials A in Richtung der Nähposition
der Nähnadel 4 basiert
auf der Spulenhalterung 18, der Spule 19 und dem
weiter unten beschriebenen Führungselement 28.
Wie aus dem Stand der Technik bekannt, wird der Ausrichtungssteuerungsantrieb 16 gemäß einem
Stickmuster in einer Vorwärts-
oder Rückwärtsrichtung
aktiviert, um den Drehzylinder 13 um einen angemessenen
Winkel zu drehen, so dass die Orientierung der zusammen mit dem
Drehzylinder 13 an der Spulenhalterung 18 befestigten
Spule 19 so gesteuert wird, dass das von der Spule 19 ausgegebene
strangförmige
Element A in Richtung der Nähposition
der Nähnadel 4 in
der Orientierung zugeführt
wird, die dem Stickmuster entspricht.
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Ein
Antriebsring 20 ist an dem Außenumfang des Drehzylinders 13 so
angeordnet, dass der Ring 20 in Bezug auf den Drehzylinder 13 drehbar
und vertikal beweglich ist. In dem Außenumfang des Antriebsrings 20 ist
eine Ringnut 20a ausgebildet, und ein durch den Antriebsmotor 21 längs eines
Führungsschafts 22 beweglicher,
vertikal distaler Endabschnitt (gabelförmiger Bereich) des Antriebsarms 23 befindet
sich in Eingriff in der Ringnut 20a.
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Der
Plissiermechanismus N erlaubt "Plissieren", indem der Führungsmechanismus
das strangförmige
Element A in einer gefalteten Konfiguration in Richtung der Nähposition
führt.
Zu dem Plissiermechanismus N gehören
ein Stützelement 24,
um das strangförmige
Element A zu stützen,
und die Transportplatte (d. h. das Ausgabetransportelement) 35 zum
Ausgeben des strangförmigen
Elements A. Wie in 1 und 2 gezeigt,
ist das Stützelement 24 mittels
einer Befestigungsschraube 26 an einem Basiselement 25 befestigt,
das seinerseits an einem unteren Endabschnitt des Drehzylinders 13 gesichert ist.
An dem Basiselement 25 ist ein mit der Keilnut 7a der
Nähfußhalterung 7 in
Eingriff bringbares Keilelement 27 starr befestigt. Durch
die Keilverbindung zwischen dem Keilelement 27 und der
Keilnut 7a wird das Basiselement 25 daran gehindert,
sich vertikal zu bewegen, obwohl es sich gemeinsam mit der Nähfußhalterung 7 dreht. 4 veranschaulicht
in einer rechten Seitenansicht in vergrößertem Maßstab den Plissiermechanismus
N, der die Transportplatte 35 insbesondere in ihrer zurückgezogenen
Position zeigt. 5 stellt die Transportplatte 35 in
ihrer vorgerückten
Position dar.
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Das
Stützelement 24 weist
an seinem unteren Ende einen Stützabschnitt 24a auf. 6 zeigt
in einer perspektivischen Ansicht in vergrößertem Maßstab den Stützabschnitt 24a,
und 7 veranschaulicht eine auseinandergezogene Ansicht
des Stützabschnitts 24a.
Wie aus 6 und 7 deutlich
ersichtlich, ist der Stützabschnitt 24a mit
einem Schlitz 24b ausgebildet, und das von der Spule 19 ausgegebene
strangförmige
Material A bewegt sich in einem Bereich hinter dem Schlitz 24b längs der
Unterseite des Stützabschnitts 24a fort
und wird anschließend durch
den Schlitz 24b hindurch auf die Oberseite des Stützabschnitts 24a herausgeführt. Das
zum Führen des
strangförmigen
Materials A dienende Führungselement 28 ist
an dem Stützabschnitt 24a befestigt. Wie
aus 7 deutlich ersichtlich, basiert das Führungselement 28 auf
zwei Einzelkomponenten, von denen jede einen Führungsabschnitt 28a oder 28b aufweist,
der dazu dient, das eine Ende des strangförmigen Materials A zu führen. Die
Führungsabschnitte 28a und 28b sind
in dem Schlitz 24b angeordnet und dienen dazu, das strangförmige Material A
innerhalb des strangförmigen
Materials A zu führen.
Die Einzelkomponenten des Führungselements 28 sind
hinsichtlich ihrer Position einstellbar, um ein Intervall zwischen
den Führungsabschnitten 28a und 28b einzustellen,
um zu unterschiedlichen Breiten vielfältiger strangförmiger Materialien
A zu passen.
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Wie
in 3 oder 4 gezeigt, ist eine Winkelkurbel 29 auf
einem äußeren peripheren
Abschnitt des Drehzylinders 13 mittels eines Zapfens 30 schwenkbar
gelagert, und eine Walze 31 ist an einem sich horizontal
aus dem Zapfen 30 erstreckenden entfernten Endbereich eines
Abschnitts der Winkelkurbel 29 befestigt, und ein Transportarm 33 ist über eine
Halterung 32 mittels einer Befestigungsschraube 34 an einem
sich nach unten erstreckenden Bereich der Winkelkurbel 29 angebracht.
Eine Transportplatte 35 zum Ausgeben des strangförmigen Materials
A ist an einem distalen Endabschnitt des Transportarms 33 befestigt.
Wie in 1 gezeigt, und wie durch eine zwei-strichpunktierte
Linie in 6 gezeigt, ist in einem distalen
Endabschnitt der Transportplatte 35 eine Durchgangsbohrung
(Öffnung) 35a ausgebildet,
die den Durchgang der Nähnadel 4 durch
sie hindurch erlaubt, und es sind in jenem distalen Endabschnitt
Zähne 35b ausgebildet, um
ein unerwünschtes
Rutschen des strangförmigen Materials
A zu verhindern. Wenn sich die Transportplatte 35, wie
in 5 gezeigt, in ihrer vorgerückten Position befindet, erlaubt
die Durchgangsöffnung 35a den
Durchgang der Nähnadel 4 durch
sie hindurch.
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An
dem oben erwähnten
Antriebsring 20 ist ein Eingriffselement 37 befestigt,
und ein Bereich des Eingriffselements 37 steht mit einer
in dem Drehzylinder 13 ausgebildeten, in vertikaler Richtung
verlängerten
Keilnut 13a in Eingriff. Wie in 4 gezeigt, weist
das Eingriffselement 37 einen gabelförmigen Bereich 37a auf,
mit dem die Walze 31 der Winkelkurbel 29 in Eingriff
steht. Auf diese Weise schwenkt die Winkelkurbel 29, während sich
der Antriebsring 20 angetrieben durch den Antriebsmotor 21 gemeinsam mit
dem Antriebsarm 23 auf und ab bewegt, zusammen mit dem
Transportarm 33 um den Zapfen 30 hin und her,
so dass die Transportplatte 35 sich zwischen der in 4 gezeigten
zurückgezogenen
Position und der in 5 gezeigten vorgerückten Position
hin und her bewegt.
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Weiter
dreht sich der Plissiermechanismus N gemeinsam mit der Spulenhalterung 18 (Spule 19) und
der Nähfußhalterung 7 (dem
Nähfuß 8),
während sich
der Drehzylinder 13 um einen angemessenen Winkel dreht,
indem er, wie oben erwähnt,
durch den Ausrichtungssteuerungsantrieb 16 in Einklang
mit einem Stickmuster angetrieben wird.
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Das
Stützelement 24 und
der Transportarm 33 des Plissiermechanismus N lassen sich
beispielsweise, wenn das Nähgut
durch ein anderes ersetzt werden soll, wie in 8A und 8B gezeigt,
in eine zurückgezogene
Stellung bewegen. 8A zeigt eine linke Seitenansicht
des Plissiermechanismus N in der zurückgezogenen Stellung, und 8B veranschaulicht
in einer rechten Seitenansicht den Plissiermechanismus N in der
zurückgezogenen Stellung.
Ein Positionierungsstift 38 ist an dem Stützelement 24 befestigt,
und in Entsprechung zu einer Einsatzposition und der zurückgezogenen
Stellung des Stützelements 24 sind
in dem Basiselement 25 Löcher 25a und 25b ausgebildet,
um den Positionierungsstift 38 darin passend aufzunehmen.
Während sich
das Stützelement 24,
wie in 2 gezeigt, in der Einsatzposition befindet, ist
der Positionierungsstift 38 in dem der Einsatzposition
entsprechenden Loch 25a befestigt gehalten. Wenn das Stützelement 24 zurückgezogen
werden soll, wird die Befestigungsschraube 26 gelöst, um den
Positionierungsstift 38 aus dem Loch 25a aus dem
Eingriff zu nehmen, und das Stützelement 24 wird
veranlasst, nach 2 gegen den Uhrzeigersinn zu
schwenken, so dass der Positionierungsstift 38 veranlasst
wird, in das der zurückgezogenen
Stellung entsprechende Loch 25b einzurasten, wonach die
Befestigungsschraube 26 angezogen wird.
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An
dem Transportarm 33 ist ein Positionierungsstift 36 befestigt,
und die Halterung 32 weist ein Loch 32a auf, das
dazu dient, den Positionierungsstift 36 darin passend aufzunehmen.
Darüber
hinaus weist die Halterung 32 einen Eingriffsabschnitt 32b auf,
der in der Lage ist, den Positionierungsstift 36 zu verriegeln.
Während
sich das Stützelement 24,
wie in 3 gezeigt, in der Einsatzposition befindet, wird der
Positionierungsstift 36 in dem Loch 32a befestigt gehalten.
Wenn der Transportarm 33 zurückgezogen werden soll, wird
die Befestigungsschraube 34 gelöst, um den Positionierungsstift 36 aus
dem Loch 32a aus dem Eingriff zu nehmen, und der Transportarm 33 wird
veranlasst, nach 3 im Uhrzeigersinn zu schwenken,
so dass der Positionierungsstift 36 veranlasst wird, mit
dem Eingriffsabschnitt 32b in Eingriff zu kommen, wonach
die Befestigungsschraube 34 fest angezogen wird.
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Die
folgenden Absätze
beschreiben den Betrieb zum Nähen
eines strangförmigen
Materials A an ein Gewebe (Nähgut)
S in einer plissierten Form.
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Das
auf der Spule 1 aufgewickelte strangförmige Material A wird von der
Spule 19 ausgegeben und mittels des Stützabschnitts 24a des
Stützelements 24 in
Richtung der Nähposition
der Nähnadel 4 gelenkt.
In diesem Stadium wird das Nähgut
S auf der Grundlage gewünschter
Sticknähdaten
in x/y-Richtung bewegt, und die Nadelstange 3 wird vertikal
angetrieben, so dass mittels der Nähnadel 4 und des nicht gezeigten
Drehhakens in einer hinlänglich bekannten
Weise ein gewünschter
Nähvorgang durchgeführt wird.
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Wie
ebenfalls aus dem Stand der Technik gut bekannt, führt der
Nähfuß 8 die
Nähgutdrückfunktion durch,
indem er durch den Hubmotor 9 dazu veranlasst wird, sich
mit einem vorgegebenen Takt synchron mit der vertikalen Bewegung
der Nadelstange 3 vertikal zu bewegen. Wie ebenfalls gut
bekannt, dreht sich der Drehzylinder 13, indem er mittels
des Ausrichtungssteuerungsantriebs 16 gemäß Stickdaten
(einem Stickmuster) angetrieben wird, wobei in Reaktion darauf die
Spulenhalterung 18 und der Nähfuß 8 basierend auf
der Bewegung des Nähguts
S veranlasst werden, betrachtet in Richtung der Relativbewegung
des Maschinenkopfs H vorwärts
positioniert zu werden. Während
dieses Zeitabschnitts wird der Plissiermechanismus N ebenfalls so
gesteuert, dass der Stützabschnitt 24a des
Stützelements 24 betrachtet
in Richtung der Relativbewegung des Maschinenkopfs H (d. h. in die
Richtung, in der das Nähen
des strangförmigen
Elements A fortschreiten soll) vorwärts positioniert wird; in dieser
Weise lässt sich
das strangförmige
Material A fehlerlos in Richtung der Nähposition der Nähnadel 4 führen.
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Weiter
wird der Antriebsmotor 21 gekoppelt mit dem Nähvorgang
bei jeweils pro Stich oder bei pro mehreren Stichen aktiviert, wobei
die Transportplatte 35 in Reaktion darauf zwischen der
vorbestimmten vorgerückten
Position und der vorbestimmten zurückgezogenen Position hin und
her bewegt oder verschoben wird. In Reaktion auf die Hin- und Herbewegung
der Transportplatte 35 wird das strangförmige Material A in Richtung
der Nähposition der
Nähnadel 4 in
einem plissierten oder gefalteten Zustand ausgegeben.
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9A–9D zeigen
eine Sequenz der Vorrück-
und Rückzugbewegung
der Transportplatte 35, wobei insbesondere eine Weise veranschaulicht ist,
in der ein strangförmiges
Material A in eine plissierte Form gefaltet wird.
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Als
Erstes wird durch vertikale (Aufwärts- und Abwärts-)Bewegung
der Nähnadel 4 ein
Nähvorgang
für wenigstens
einen Stich durchgeführt,
so dass ein führender
Endabschnitt des strangförmigen Materials
A an ein Nähgut
S genäht
ist. 9A zeigt das bei einem Punkt P angenähte strangförmige Material
A, wobei die Transportplatte 35 in der zurückgezogenen
Stellung gehalten ist.
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Als
Nächstes
wird das Nähgut
S auf der Grundlage von Stickdaten in der x/y-Richtung bewegt, die
Nähnadel 4 und
der Nähfuß 8 dazu
veranlasst abzusinken, und die Transportplatte 35 vorgerückt, um
das strangförmige
Material A auszugeben. 9B zeigt das strangförmige Material
A auf seinem Weg zu der vorgerückten
Position. In diesem Stadium wird der ausgegebene Abschnitt des strangförmigen Materials
A, wie in 9B gezeigt, in eine hügelförmige Form
aufwärts
gekrümmt,
da das Material A zuvor an dem Punkt P an das Nähgut S genäht wurde.
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Während die
Vorrückbewegung
der Transportplatte 35 und die absteigende Bewegung der Nähnadel 4 und
des Nähfußes 8 fortschreitet,
wird das in der hügelförmigen gekrümmten Form
ausgegebene strangförmige
Material A durch den Nähfuß 8 oder
den nicht gezeigten Nähfaden
nach unten gedrückt,
so dass das strangförmige
Material A auf der Transportplatte 35 in einer plissierten
Form gefaltet wird. Obwohl die Vorrückbewegung der Transportplatte 35 und
die absteigende Bewegung des Nähfußes 8 in
dem oben erwähnten
Stadium unterbrochen wird, sinkt die Nähnadel 4 weiter, um
das in einer plissierten Form gefaltete strangförmige Material A an das Nähgut S anzunähen. Anschließend werden
die Nähnadel 4 und
der Nähfuß 8 aufwärts bewegt,
und die Transportplatte 35 wird zurückgezogen.
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Danach
wird die Aufstiegs-/Abstiegsbewegung der Nähnadel 4 und des Nähfußes 8 und
die Vorrück-/Rückzugbewegung
der Transportplatte 35 wiederholt, so dass das strangförmige Material
A, wie in 9D gezeigt, in einer vorbestimmten
Orientierung in einer plissierten Form an das Nähgut S genäht wird.
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10 zeigt
in einer Draufsicht eine exemplarische Stickarbeit, wobei ein strangförmiges Material
A in einer plissierten Form an ein Nähgut S genäht ist. Wie aus 10 deutlich
zu sehen, sind die Stickstiche sogenannte "Laufstiche", die auf einer Serie von in einer Längsrichtung
des Materials A angebrachten Stichen basieren; d. h., das strangförmige Material
A ist längs
der Laufstiche an das Nähgut
S genäht.
Die "Stickdaten" basieren auf Stichdaten,
die dazu dienen Laufstiche zu erzeugen (d. h. Daten, die dazu dienen,
das Nähgut
S in der x/y-Richtung zu bewegen). Während das strangförmige Material
A mit derartigen Laufstichen an das Nähgut S genäht wird, wird eine Vorrückrichtung
jedes Stichs pro Stichbildung auf der Grundlage der Stichdaten berechnet, und
die Drehung des Drehzylinders 13 wird in Abhängigkeit
von dem Ergebnis der Berechnung gesteuert. Bei dieser Steuerung
der Drehung ist der Stützabschnitt 24a des Stützelements 24 basierend
auf der Bewegung des Nähguts
S betrachtet in Richtung der relativen Vorrückbewegung des Maschinenkopfs
H immer vorwärts
positioniert; auf diese Weise wird das strangförmige Material A betrachtet
in Richtung der relativen Vorrückbewegung
immer von vorne her zugeführt.
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Die
Weise, in der das Nähen
eines strangförmigen
Materials A durchgeführt
wird, unterscheidet sich abhängig
von der Weise, in der die Vorrück-/Rückzugbewegung
der Transportplatte 35 bewirkt wird. Falls die Transportplatte 35 beispielsweise pro
Hin- und Herbewegung der Nähnadel 4 vorgerückt/zurückgezogen
wird, erfolgt das überlappende Nähen (d.
h. Nähen
eines überlappenden
Abschnitts des strangförmigen
Materials A) pro Stich, wie in 11 gezeigt.
Wenn ein überlappender
Abschnitt des strangförmigen
Materials A durch zwei Stiche an das Nähgut S genäht werden soll, wird ein derartiges Nähen erzielt,
indem eine Vorrück-/Rückzugbewegung
der Transportplatte 35 mit dem ersten Stich veranlasst
wird, und anschließend
bei dem zweiten Stich keine Vorrück-/Rückzugbewegung
der Transportplatte 35 veranlasst wird; in einer Abwandlung
kann ein derartiges Nähen
erreicht werden, indem die Transportplatte 35 bei dem ersten
Stich vorgerückt
und anschließend
angehalten wird, und die Transportplatte 35 danach bei
dem zweiten Stich nur zurückgezogen wird.
Vielfältige
andere Formen eines überlappenden Nähens lassen
sich erreichen, indem beispielsweise eine Pro-Stich-Länge von
Laufstichen verändert
wird, oder ein Takt der Vorrück-/Rückzugbewegung
der Transportplatte 35 verändert wird, um dadurch die Länge eines überlappenden
Abschnitts des strangförmigen
Materials A zu ändern.
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Gemäß dem oben
beschriebenen Ausführungsbeispiel
wird ein Abschnitt eines strangförmigen
Materials A mittels des Stützabschnitts 24a des Stützelements 24 in
Richtung der Nähposition
der Nähnadel 4 gelenkt,
der auf den Stützabschnitt 24a gestützte Abschnitt
wird durch die Vorrückbewegung der
Transportplatte 35 ausgegeben, und der ausgegebene Abschnitt
des strangförmigen
Materials A wird anschließend
in eine überlappende
Form gefaltet. Dementsprechend lässt
sich der ausgegebene Abschnitt des strangförmigen Materials A durch den distalen
Endabschnitt der Transportplatte 35 zuverlässig in
eine hügelförmige Form
aufwärts
krümmen, ohne
unterhalb der Transportplatte 35 (Stützelement 24) zurückgefaltet
zu werden; somit können
sämtliche überlappende
Abschnitte des strangförmigen Materials
A in gleichmäßigen Bedingungen
gefaltet werden. Das Sticken lässt
sich auf diese Weise zuverlässig
steuern, so dass es möglich
ist, strangförmige
Materialien A mit Blick auf die Erzeugung vielfältiger Formen überlappenden
Nähens
in ursprünglich
beabsichtigten Zuständen,
exakt in gewünschte überlappend
gefaltete Zustände
zu sticken.
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Da
die Transportplatte 35 auf dem Stützabschnitt 24a vorgerückt und
zurückgezogen
wird, lässt sich
zuverlässig
verhindern, dass die Transportplatte 35 einen bereits genähten Abschnitt
eines strangförmigen
Materials A erfasst, und es lassen sich daher eine Beschädigung des
strangförmigen
Materials A durch die Transportplatte 35 und ein unbeabsichtigtes
Verbiegen der Transportplatte 35 verhindern, und sonstige
Nachteile vermeiden.
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In
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist der Transportarm 33 über die Halterung 32 an
der Winkelkurbel 29 befestigt. In einer Abwandlung kann
der Transportarm 33 unmittelbar an der Winkelkurbel 29 angebracht
sein. In einem solchen Fall sind Löcher, um darin den Positionierungsstift 36 passend
aufzunehmen, oder Eingriffsabschnitte vorgesehen, mit denen der
Positionierungsstift 36 in Entsprechung zu der Einsatzposition
und der zurückgezogenen
Stellung des Transportarms 33 in oder an der Winkelkurbel 29 in
Eingriff gebracht werden kann.
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Darüber hinaus
kann eine untere Totpunktstellung und ein Aufstiegs-/Abstiegstakt
des Nähfußes 8 nach
Wunsch eingestellt werden. In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
kommt der Nähfuß 8 in
dem in 9B gezeigten Stadium nicht gegen
einen in eine hügelförmige Form
gekrümmten Abschnitt
eines strangförmigen
Materials A in Anlage; in einer Abwandlung kann der Nähfuß 8 dazu
eingerichtet sein, in dem in 9B gezeigten
Stadium gegen den hügelförmigen,
gekrümmten
Abschnitt des strangförmigen
Materials A in Anlage zu kommen und diesen niederzudrücken. Dadurch
dass der Nähfuß 8 gegen
den hügelförmigen,
gekrümmten
Abschnitt des strangförmigen
Materials A zu einem früheren
Taktzeitpunkt, in Anlage kommt, ist ein zuverlässiges Niederdrücken des
hügelförmigen,
gekrümmten
Abschnitt des strangförmigen
Materials A möglich,
so dass der gekrümmte
Abschnitt auch dann in eine gewünschte
plissierte Form gefaltet wird, wenn der Vorrück-/Rückzugbewegungstakt der Transportplatte 35 kurz
ist und der plisseeartig überlappende Abschnitt
(d. h. hügelförmig gekrümmte Abschnitt)
demzufolge klein ist.
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Die
Stickmaschine der vorliegenden Erfindung kann von einer Bauart sein,
die einen einzigen Maschinenkopf H aufweist, der in der Lage ist,
ein strangförmiges
Material A aufzunähen,
von einer Bauart sein, zu der lediglich mehrere Maschinenköpfe H gehören, die
in der Lage sind, strangförmige
Materialien aufzunähen,
oder sie kann von einer Bauart sein, bei der Maschinenköpfe H, die
in der Lage sind, strangförmige
Materialien A aufzunähen,
und normale Stickmaschinenköpfe
abwechselnd bereitgestellt werden. In sämtlichen dieser Fälle, lassen
sich die Grundzüge
der vorliegenden Erfindung auf jeden Maschinenkopf H anwenden, der
in der Lage ist, strangförmige
Materialien A aufzunähen.
In dem letztgenannten Beispiel lässt
sich ein normales Sticken und das Aufnähen eines strangförmigen Materials
A ohne weiteres in einem einzigen Stickmuster durchführen.