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DE102007054494B4 - Kompressionsgerät zur Herstellung einer künstlichen Blutleere und Verfahren zur Steuerung des Kompressionsgeräts - Google Patents

Kompressionsgerät zur Herstellung einer künstlichen Blutleere und Verfahren zur Steuerung des Kompressionsgeräts Download PDF

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DE102007054494B4
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Martin Krahwinkel
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Abstract

Kompressionsgerät (100) zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, mit einer an den Extremitäten anlegbaren, von einem Druckmedium beaufschlagbaren Kompressionsmanschette (9), gekennzeichnet durch: – einen zusätzlichen Messschlauch (1), an dem ein erster Drucksensor (2) angebracht ist, – ein Mikrofon (3), – eine Bestimmungsschaltung (4) und – eine separate Steuerung (5, 7) des Kompressionsgeräts (100), wobei der erste Drucksensor (2) ausgestaltet ist, einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und bei Erfassung des Druckaufbaues ein Aktivierungssignal an das Mikrofon (3) zu übertragen sowie nach Erfassung des Druckaufbaues die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei das Mikrofon (3) ausgestaltet ist, nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors (2) Geräuschsignale zu erfassen und die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei die Bestimmungsschaltung (4) ausgestaltet ist, aus den erfassten Geräuschsignalen des Mikrofons (3) und den erfassten Werten des Druckes des ersten Drucksensors (2) die Werte des systolischen Blutdruckes zu bestimmen und an die separate Steuerung (5, 7) des Kompressionsgerätes (100) zu übertragen, und wobei die separate Steuerung (5, 7) ausgestaltet ist, den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette (9) in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes zu steuern.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kompressionsgerät zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen und/oder zur intravenösen Lokalanästhesie, mit einer an den Extremitäten anlegbaren, von einem Druckmedium beaufschlagbaren Kompressionsmanschette und mit einem steuerbaren Druckregelventil für das Druckmedium zur Einstellung des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Steuerung dieser Kompressionsgeräte sowie ein Verfahren zur Umrüstung herkömmlicher Kompressionsgeräte.
  • Kompressionsgeräte dieser Art sind aus der medizinischen Praxis bekannt und dienen zur Anlage einer Blutleere bei chirurgischen Eingriffen an den oberen oder den unteren Extremitäten sowie unter Verwendung einer sogenannten Doppelkammer-Manschette auch zur intravenösen Lokalanästhesie. Der Kompressionsdruck sorgt distal der Kompressionsmanschette für eine auf die Operationsdauer begrenzte Blutleere. Die Größe des Kompressionsdrucks wird dabei im Rahmen eines Ermessensspielraums bestimmt, was mit dem Nachteil verbunden sein kann, dass ein zu großer Kompressionsdruck unter Umständen zu Läsionen, Drucklähmungen oder Spätfolgen an der betreffenden Extremität führen kann.
  • Die US 6 605 103 B2 beschreibt ein System und ein Verfahren zur Kontrolle des Druckes innerhalb einer Druckmanschette, um den Blutfluss in einer Extremität eines Patienten zu unterbinden. Das System verfügt über einen Sensor, der einen dennoch stattfindenen Blutfluss detektieren kann. In einem solchen Falle kann das System entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, um den Blutfluss (wieder) zu stoppen. Ein ähnliches adaptives pneumatisches Blutsperregerät ist in der US 4 479 494 A beschrieben.
  • In der WO 2006/116 837 A1 ist ein Kompressionsgerät mit einer Druckmanschette zur Stoppung eines Blutflusses in einer Extremität beschrieben.
  • In der EP 0 296 635 A2 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Betrieb einer Blutsperre beschrieben, welche ein versehentliches Aufheben einer Blutsperre in einer Körperextremität während einer Operation verhindern sollen.
  • Weiterhin ist ein adaptives Blutsperregerät beschrieben in J. A. McEwen et al: „An Adaptive Tourniquet for Improved Safety in Surgery” (IEEE Trans. Bio-Med Eng. (BME) 29, 1982, Seiten 122–128).
  • Ein herkömmliches Kompressionsgerät ist in der EP 0 626 151 B1 beschrieben. Diese Kompressionsgeräte werden durch Steuersignale gesteuert, die von einem Steuersignalgeber auf Messwerten des Blutdruckes basierend ausgegeben werden, wobei die Messwerte des Blutdruckes von einem externen Blutdruckmessgerät üblicherweise mit einer oszillometrischen Messmethode gemessen werden, so dass sich der Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette bei einer Änderung der Messwerte des Blutdruckes entsprechend ändert. Dabei erfolgt die Übertragung der Messwerte des Blutdruckes von dem Blutdruckmessgerät an das Kompressionsgerät elektronisch, wodurch sich der Nachteil ergibt, dass immer wieder neue Anpassungen an die verschiedenen produktspezifischen elektronischen Schnittstellen der sich am Markt befindlichen Blutdruckmesssysteme durchgeführt werden müssen. Dies ist zum Einen für die Hersteller der Kompressionsgeräte kompliziert und verursacht zusätzliche Kosten für die Hersteller der Kompressionsgeräte auch nach dem Verkauf der Kompressionsgeräte, um den Kundendienst über die gesamte Lebensdauer des Kompressionsgeräts aufrecht erhalten zu können. Zum Anderen bedeutet dies auch für die Nutzer einen erhöhten Planungs- und Verwaltungsaufwand und zusätzliche Kosten, wenn zum Beispiel die Blutdruckmessgeräte erneuert werden sollen, aber die vorhandenen Kompressionsgeräte nicht mit den neuen Blutdruckmessgeräten zusammenarbeiten können.
  • Der Erfindung liegt somit zum Einem hinsichtlich der herkömmlichen Kompressionsgeräte die Aufgabe zugrunde, ein Kompressionsgerät der eingangs genannten Art so auszubilden, dass ein Überschreiten zulässiger Werte für den Kompressionsdruck und damit Folgeschäden in Form von Läsionen oder Drucklähmungen vermieden werden können und gleichzeitig eine jeweilige Anpassung der Kompressionsgeräte an die entsprechenden externen Blutdruckmessgeräte nicht erforderlich ist, und zum Anderen liegt der Erfindung hinsichtlich des herkömmlichen Verfahrens zur Steuerung von Kompressionsgeräten die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zur Steuerung von Kompressionsgeräten so auszugestalten, dass die Werte für den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette zuverlässig gesteuert werden können, so dass ein Überschreiten zulässiger Werte für den Kompressionsdruck und damit Folgeschäden in Form von Läsionen oder Drucklähmungen vermieden werden können, ohne dass eine Anpassung der Kompressionsgeräte an externe Blutdruckmessgeräte erforderlich ist. Des Weiteren liegt der Erfindung hinsichtlich der Umrüstung herkömmlicher Kompressionsgeräte die Aufgabe zugrunde, kostengünstig herkömmliche Kompressionsgeräte auf erfindungsgemäße Kompressionsgeräte aufzurüsten.
  • Ein diese, den Gesichtspunkt der Vorrichtung betreffende Aufgabe lösendes Kompressionsgerät ist nach der Erfindung gekennzeichnet durch die eingangs genannten Merkmale in Kombination mit einem zusätzlichen Messschlauch, an dem ein erster Drucksensor angebracht ist, einem Mikrofon, einer Bestimmungsschaltung und einer separaten Steuerung des Kompressionsgeräts. Der erste Drucksensor ist ausgestaltet, einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch zu erfassen und bei Erfassung des Druckaufbaues ein Aktivierungssignal an das Mikrofon zu übertragen sowie nach Erfassung des Druckaufbaues die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch zu erfassen und an die Bestimmungsschaltung zu übertragen. Außerdem ist das Mikrofon ausgestaltet, nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors Geräuschsignale zu erfassen und die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung zu übertragen. Weiterhin ist die Bestimmungsschaltung ausgestaltet, aus den erfassten Geräuschsignalen des Mikrofons und den erfassten Werten des Druckes die Werte des systolischen Blutdruckes zu bestimmen und an die separate Steuerung des Kompressionsgerätes zu übertragen. Des Weiteren ist die separate Steuerung ausgestaltet, den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes zu steuern.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde mittels eines Messmoduls des Kompressionsgeräts auf einfache Weise die Werte des Blutdruckes zu bestimmen und diese Werte zur Steuerung des Kompressionsgerätes zu verwenden. Durch die Erfassung der Korotoff'schen Geräusche über das Mikrofon an dem zusätzlichen Messschlauch erfolgt eine Ermittlung der Werte des systolischen Blutdruckes, die der separaten Steuerung des Kompressionsgerätes zugeführt werden. Somit können zu hohe Kompressionsdrucke und die damit verbundenen Folgeschäden vermieden werden, ohne dass jeweils das Kompressionsgerät an die entsprechenden externen Blutdruckmessgeräte angepasst werden müsste.
  • Ein weiterer Vorteil des Kompressionsgerätes nach der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Messung des Blutdruckes mit den oszillatorischen Verfahren durch ein externes Blutdruckmessgerät, wobei diese Messung der Überwachung des Patienten dient, nicht von der passiven Messung des Blutdruckes, die der Steuerung des Kompressionsgerätes dient, beeinflusst wird.
  • Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel des Kompressionsgerätes der vorliegenden Erfindung ist der zusätzliche Messschlauch so ausgestaltet, dass er an eine externe Blutdruckmessmanschette anschließbar ist. Auf diese Weise kann auf einfache Weise der Druck von der externen Blutdruckmessmanschette eines externen Blutdruckmessgerätes an den ersten Drucksensor des Kompressionsgerätes der vorliegenden Erfindung zur Bestimmung des systolischen Blutdruckes übertragen werden.
  • Bei einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel des Kompressionsgerätes der vorliegenden Erfindung ist der zusätzliche Messschlauch als eine einfache Blutdruckmessmanschette ausgestaltet. Dadurch ist das Kompressionsgerät vollständig unabhängig von Ausgestaltung externen Blutdruckmessgerätes zur Überwachung des Patienten.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Steuerung über ein Druckregelventil so, dass der Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette gleich dem aktuell gemessenen Blutdruck vergrößert um einen vorbestimmbaren Zusatzdruck ist, wobei im einfachsten Fall der Zusatzdruck eine vom aktuell gemessenen Blutdruck unabhängige konstante Größe ist. Alternativ kann der Zusatzdruck variabel in Abhängigkeit vom aktuell gemessenen Blutdruck gewählt sein, um besser die physiologischen Rahmenbedingungen zu erfüllen.
  • Weiterhin kann das Kompressionsgerät eine Signalverbindung von dem ersten Drucksensor an das Mikrofon enthalten, um die Werte des Druckes zur übertragen, wobei das Mikrofon in Abhängigkeit der übertragenen Werte des Druckes die Verstärkung des Mikrofons verändert. Bevorzugt steigt die Verstärkung des Mikrofons mit ansteigenden Werten des Drucks an. Auf diese Weise können sowohl die Signale mit niedrigerem Signalpegel bei dem diastolischen Punkt als auch die Signale mit höherem Signalpegel bei dem systolischen Punkt besser erfasst werden.
  • Bevorzugt enthält das Kompressionsgerät sowohl eine Anzeigevorrichtung für die Werte des systolischen Blutdruckes und für den zusätzlich in der Kompressionsmanschette anzulegenden Druck und/oder für den Sollwert des Kompressionsdruck als auch eine Eingabevorrichtung zur Eingabe des zusätzlich anzulegenden Drucks, wodurch eine schnelle visuelle Kontrolle der wichtigen Parameter ermöglicht wird.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Kompressionsgerät eine Anzeigevorrichtung für den aktuellen Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette, insbesondere ein Manometer aufweist, wodurch eine schnelle visuelle Kontrolle dieses kritischen Parameters ermöglicht wird.
  • Außerdem kann das Kompressionsgerät parallel zu dem ersten, automatisch von der separaten Steuerschaltung gesteuerten Druckregelventil zusätzlich ein von Hand einstellbares Druckregelventil aufweisen, wobei die Kompressionsmanschette durch ein Zweiwegeventil zwischen den beiden Druckregelventilen umschaltbar ist. Fällt bei solch einem Kompressionsgerät die vom gemessenen Blutdruck abhängige Steuerung des Druckregelventils fehlerbedingt oder aus anderen Gründen aus, dann schaltet sich selbsttätig das zweite, von Hand einstellbare, mechanisch arbeitende Druckregelventil ein, um zu verhindern, dass der Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette kritische Werte über- oder unterschreitet.
  • In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn ein den Kompressionsdruck erfassender zweiter Drucksensor vorgesehen ist, der eine Umschaltung der Kompressionsmanschette auf das zweite, von Hand betriebene Druckregelventil veranlasst, wenn der von dem zweiten Drucksensor gemessene Kompressionsdruck von dem aus den gemessen Werte des Blutdruckes bestimmten Kompressionsdruck um mehr als eine vorbestimmte Schwankungsbreite abweicht oder ein Alarmgeber betätigt wurde. Somit wird der Kompressionsdruck automatisch überwacht.
  • Ein diese, den Gesichtspunkt der Steuerung betreffenden Aufgabe lösendes Verfahren zur Steuerung nach vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Steuerung eines Kompressionsgerätes zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, wobei das Kompressionsgerät eine an den Extremitäten anlegbare, von einem Druckmedium beaufschlagbare Kompressionsmanschette und einen zusätzlichen Messschlauch aufweist. Das Verfahren weist einen Verfahrensschritt des Erfassens eines Druckaufbaues in dem zusätzlichen Messschlauch mittels eines ersten Drucksensors und einen Verfahrensschritt des Sendens eines Aktivierungssignals an ein Mikrofon nach Erfassung des Druckaufbaues in dem zusätzlichen Messschlauch, einen Verfahrensschritt des Aktivierens des Mikrofons nach Empfang des Aktivierungssignals, einen Verfahrensschritt des Erfassens von Geräuschsignalen durch das Mikrofon und einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Geräuschsignale des Mikrofons an eine Bestimmungsschaltung, einen Verfahrensschritt des Erfassens der Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch mittels des ersten Drucksensors und einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Werte des Druckes an die Bestimmungsschaltung, einen Verfahrensschritt des Bestimmens der Werte des systolischen Blutdruckes mittels der Bestimmungsschaltung aufgrund der übertragenen Signale des Mikrofons und der übertragenen Werte des Druckes, einen Verfahrensschritt des Übertragens der mittels der Bestimmungsschaltung bestimmten Werte des systolischen Blutdruckes und einen Verfahrensschritt des Steuerns des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes auf. Der Vorteil dieses Verfahrens zur Steuerung des Kompressionsgeräts liegt darin, dass eine sichere Steuerung des Kompressionsdrucks in der Kompressionsmanschette möglich wird, ohne dass eine jeweilige Anpassung des Kompressionsgeräts an die produktspezifischen elektronischen Schnittstellen der vielen verschiedenen Blutdruckmessgeräte erforderlich ist.
  • Bevorzugt weist das Verfahren einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Werte des Druckes an das Mikrofon und einen Verfahrensschritt des Veränderns der Verstärkung des Mikrofons in Abhängigkeit von den erfassten Werten des Druckes auf. In diesen Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn beim Verändern der Verstärkung des Mikrofons die Verstärkung des Mikrofons mit ansteigenden Werten des Drucks ansteigt. Der Vorteil dieses Verfahrens zur Steuerung liegt darin, dass dann sowohl die Signale mit einem niedrigeren Signalpegel bei dem diastolischen Punkt als auch die Signale mit einem höheren Signalpegel bei dem systolischen Punkt besser erfasst werden können.
  • Ein diese, den Gesichtspunkt der Umrüstung herkömmlicher Kompressionsgeräte betreffenden Aufgabe lösendes Verfahren nach der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Umrüstung eines Kompressionsgerätes zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, wobei das Kompressionsgerät eine an den Extremitäten anlegbare, von einem Druckmedium beaufschlagbare Kompressionsmanschette aufweist. Das Verfahren zur Umrüstung weist einen Verfahrensschritt des Anbringens eines zusätzlichen Messschlauches und eines ersten Drucksensors, wobei dem zusätzlichen Messschlauch der erste Drucksensor zugeordnet ist, einen Verfahrensschritt des Anbringens einer separaten Steuerung für das Kompressionsgerät, einen Verfahrensschritt des Anbringens eines Mikrofons und einen Verfahrensschritt des Anbringens einer Bestimmungsschaltung auf. Die Bestimmungsschaltung ist über eine erste Signalleitung mit dem Mikrofon und über eine zweite Signalleitung mit dem ersten Drucksensor an dem zusätzlichen Messschlauch verbunden. Weiterhin ist der erste Drucksensor ausgestaltet, einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch zu erfassen und bei Erfassung des Druckaufbaues ein Aktivierungssignal an das Mikrofon zu übertragen sowie nach Erfassung des Druckaufbaues die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch zu erfassen und an die Bestimmungsschaltung zu übertragen. Außerdem ist das Mikrofon ausgestaltet, nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors Geräuschsignale zu erfassen und die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung zu übertragen. Des Weiteren ist die Bestimmungsschaltung ausgestaltet, aus den erfassten Greäuschsignalen des Mikrofons und den erfassten Werten des Druckes die Werte des systolischen Blutdruckes zu bestimmen und an die Steuerung des Kompressionsgerätes zu übertragen. Ferner ist die Steuerung ausgestaltet, den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes zu steuern. Auf diese Weise können herkömmliche Kompressionsgeräte auf erfindungsgemäße Kompressionsgeräte kostengünstig aufgerüstet werden.
  • Im Folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des Kompressionsgeräts nach der vorliegenden Erfindung und
  • 2 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des Kompressionsgeräts nach der vorliegenden Erfindung.
  • In 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kompressionsgeräts 100 zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie gezeigt. Das Kompressionsgerät 100 weist eine mit einem Druckmedium beaufschlagbare Kompressionsmanschette 9, einen zusätzlichen Messschlauch 1 mit einem ersten Drucksensor 2, ein Mikrofon 3, eine Bestimmungsschaltung 4 und eine separate Steuerung 5, 7 des Kompressionsgerätes 100 auf.
  • Weiterhin zeigt die 1 ein Schema eines externen separaten Blutdruckmessgerätes, wie zum Beispiel ein NiBP-Messgerät, das eine Blutdruckmanschette 10 und ein NiBP-Messsystem 12 als auch einen Messdruckschlauch 11 des NiBP-Messsystem 12 aufweist, wobei deren Anordnung und deren Zusammenwirken mit dem erfindungsgemäßen Kompressionsgerät 100 für das Verständnis der vorliegenden Erfindung vorteilhaft ist. Aus diesen Gründen ist das externe separate Blutdruckmessgerät in der 1 grau schraffiert dargestellt.
  • Bei dem Kompressionsgerät 100 nach der vorliegenden Erfindung erfasst der erste Drucksensor 2 einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch 1. Bei Erfassung des Druckaufbaues überträgt der erste Drucksensor 2 ein Aktivierungssignal an das Mikrofon 3. Der erste Drucksensor 2 erfasst weiterhin die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch 1 und überträgt die erfassten Werte des Druckes an die Bestimmungsschaltung 4. Nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors 1 erfasst das Mikrofon 3 die Geräuschsignale zum Erkennen der Kortoff'schen Geräusche und überträgt die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung 4. Aus den erfassten Geräuschsignalen des Mikrofons 3 und den erfassten Werten des Druckes des ersten Drucksensors 2 bestimmt die Bestimmungsschaltung 4 die Werte des systolischen Blutdruckes und überträgt sie an die separate Steuerung 5, 7 des Kompressionsgerätes 100. Die separate Steuerung 5, 7 steuert den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette 9 in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes, so dass sich der Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette 9 bei einer Änderung des Blutdruckes entsprechend verändert.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Kompressionsgeräts 100 ist der zusätzliche Messschlauch 1 an die Blutdruckmanschette 10 des externen Blutdruckmessgeräts anschließbar ausgestaltet, um eine einfache Druckübertragung an den ersten Drucksensor 1 zu ermöglichen. In der 1 ist gezeigt, dass der zusätzliche Messschlauch 1 über einen separaten Anschluss an der Blutdruckmanschette 10 angeschlossen wird. Eine alternative Möglichkeit des Anschlusses, die in der 1 nicht dargestellt ist, liegt darin, dass der zusätzliche Messschlauch 1 über einen Anschluss an dem Messdruckschlauch 11 des NiBP-Messsystem 12 an die Blutdruckmanschette 10 angeschlossen wird.
  • Für eine bessere Handhabung bei Wartung und Betrieb kann das Kompressionsgerät 100 funktionale Untereinheiten 6a und 6b aufweisen. In der 1 sind eine Messeinheit 6a und eine Kompressionseinheit 6b dargestellt, wobei die separate Steuerung des Kompressionsgeräts 100 in jeweils der Messeinheit 6a und der Kompressionseinheit 6b zugeordneten Steuerschaltungen 5 und 7 unterteilt sein kann.
  • Die Steuerung des Kompressionsdruckes kann über ein erstes, automatisch von der separaten Steuerung 5, 7 gesteuertes Druckregelventil 8 so erfolgen, dass der Kompressionsdruck gleich dem aktuell gemessenen Blutdruck vergrößert um einen vorbestimmten Blutdruck ist. Besonders günstig ist es, wenn die Verstärkung des Mikrofons 3 von den Werten des Druckes des ersten Drucksensors 2 gesteuert wird.
  • In 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kompressionsgeräts 200 zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie gezeigt, wobei die zu dem ersten Ausführungsbeispiel gleichen Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und deren Beschreibung nachfolgend nicht wiederholt wird, sondern auf den Beschreibungsteil des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen wird.
  • In der 2 ist dargestellt, dass zur Erhöhung der Sicherheit ein zweiter Drucksensor 14 an der Kompressionsmanschette 9 angebracht sein kann, wodurch die Messwerte des Kompressionsdruckes zur Steuerung des Kompressionsgerätes 200 verwendet werden können. Zum Beispiel kann ein Alarmsignal ausgegeben werden, wenn der Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette 9 vorbestimmte kritische Werte über- oder unterschreitet. Außerdem kann sowohl ein Ausschaltsignal dem ersten, automatisch von der separaten Steuerung 7 gesteuerten Druckventil 8 als auch ein Umschaltsignal einem Zweiwegeventil 17 zugeführt werden, um von dem ersten, automatisch von der separaten Steuerung 7 gesteuerten Druckventil 8 auf ein zweites, von Hand einstellbares, mechanisch arbeitendes Druckventil 16 umzuschalten.

Claims (14)

  1. Kompressionsgerät (100) zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, mit einer an den Extremitäten anlegbaren, von einem Druckmedium beaufschlagbaren Kompressionsmanschette (9), gekennzeichnet durch: – einen zusätzlichen Messschlauch (1), an dem ein erster Drucksensor (2) angebracht ist, – ein Mikrofon (3), – eine Bestimmungsschaltung (4) und – eine separate Steuerung (5, 7) des Kompressionsgeräts (100), wobei der erste Drucksensor (2) ausgestaltet ist, einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und bei Erfassung des Druckaufbaues ein Aktivierungssignal an das Mikrofon (3) zu übertragen sowie nach Erfassung des Druckaufbaues die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei das Mikrofon (3) ausgestaltet ist, nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors (2) Geräuschsignale zu erfassen und die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei die Bestimmungsschaltung (4) ausgestaltet ist, aus den erfassten Geräuschsignalen des Mikrofons (3) und den erfassten Werten des Druckes des ersten Drucksensors (2) die Werte des systolischen Blutdruckes zu bestimmen und an die separate Steuerung (5, 7) des Kompressionsgerätes (100) zu übertragen, und wobei die separate Steuerung (5, 7) ausgestaltet ist, den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette (9) in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes zu steuern.
  2. Kompressionsgerät (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Messschlauch (1) an eine externe Blutdruckmessmanschette (10) zur Druckübertragung anschließbar ausgestaltet ist.
  3. Kompressionsgerät (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Messschlauch (1) als eine einfache Blutdruckmessmanschette ausgestaltet ist.
  4. Kompressionsgerät (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Signalverbindung von dem ersten Drucksensor (2) an das Mikrofon (3) zur Übertragung der Werte des Druckes, wobei dem Mikrofon (3) in einer Messeinheit (6a) eine Verstärkerschaltung (13) zugeordnet ist, die ausgestattet ist, in Abhängigkeit der übertragenen Werte des Druckes eine Verstärkung des Mikrofons (3) zu verändern.
  5. Kompressionsgerät (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch sowohl eine Anzeigevorrichtung (15) für die gemessenen Werte des systolischen Blutdruckes und für einen zusätzlich in der Kompressionsmanschette (9) anzulegenden Druck und/oder für den Sollwert des Kompressionsdruck als auch eine Eingabevorrichtung zur Eingabe des zusätzlich anzulegenden Drucks.
  6. Kompressionsgerät (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Anzeigevorrichtung für den aktuellen Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette (9), insbesondere ein Manometer.
  7. Kompressionsgerät (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein erstes, automatisch von der separaten Steuerung (7) steuerbares Druckregelventil (8) zur Einstellung des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette (9).
  8. Kompressionsgerät (200) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem ersten, automatisch von der separaten Steuerung (7) steuerbaren Druckregelventil (8) ein zweites, von Hand einstellbares Druckregelventil (16) vorgesehen ist und die Kompressionsmanschette (9) durch ein Zweiwegeventil (17) zwischen dem ersten, automatisch von der separaten Steuerung (7) steuerbaren Druckregelventil (8) und dem zweiten, von Hand einstellbaren Druckregelventil (16) umschaltbar ist.
  9. Kompressionsgerät (200) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Drucksensor (14) an der Kompressionsmanschette (9) zur Erfassung des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette (9) vorgesehen ist, wobei der zweite Drucksensor (14) ausgestaltet ist, eine Umschaltung der Kompressionsmanschette (9) auf das zweite, von Hand einstellbare Druckregelventil (16) zu veranlassen, wenn der vom zweiten Drucksensor (14) gemessene Kompressionsdruck von dem aus dem Wert des systolischen Blutdruckes bestimmten Kompressionsdruck um mehr als eine vorbestimmte Schwankungsbreite abweicht oder ein Alarmgeber betätigt wurde.
  10. Verfahren zur Steuerung eines Kompressionsgerätes (100, 200) zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, wobei das Kompressionsgerät eine an den Extremitäten anlegbare, von einem Druckmedium beaufschlagbare Kompressionsmanschette (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kompressionsgerät (100, 200) einen zusätzlichen Messschlauch (1) enthält und das Verfahren aufweist: – einen Verfahrensschritt des Erfassens eines Druckaufbaues in dem zusätzlichen Messschlauch (1) mittels eines ersten Drucksensors (2) und einen Verfahrensschritt des Sendens eines Aktivierungssignals an ein Mikrofon (3) nach Erfassung des Druckaufbaues in dem zusätzlichen Messschlauch (1), – einen Verfahrensschritt des Aktivierens des Mikrofons (3) nach Empfang des Aktivierungssignals, – einen Verfahrensschritt des Erfassens von Geräuschsignalen durch das Mikrofon (3) und einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Geräuschsignale des Mikrofons (3) an eine Bestimmungsschaltung (4), – einen Verfahrensschritt des Erfassens der Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch (1) mittels des ersten Drucksensors (2) und einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Werte des Druckes an die Bestimmungsschaltung (4), – einen Verfahrensschritt des Bestimmens der Werte des systolischen Blutdruckes mittels der Bestimmungsschaltung (4) aufgrund der übertragenen Geräuschsignale des Mikrofons (3) und der übertragenen Werte des Druckes, – einen Verfahrensschritt des Übertragens der mittels der Bestimmungsschaltung (4) bestimmten Werte des systolischen Blutdruckes und – einen Verfahrensschritt des Steuerns des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette (9) in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch: – einen Verfahrensschritt des Übertragens der erfassten Werte des Druckes an das Mikrofon (3) und – einen Verfahrensschritt des Veränderns der Verstärkung des Mikrofons (3) in Abhängigkeit von den erfassten Werten des Druckes.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Verfahrensschritt des Veränderns der Verstärkung des Mikrofons (3) die Verstärkung des Mikrofons (3) mit ansteigenden Werten des Drucks ansteigt.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Kompressionsdruckes in der Kompressionsmanschette (9) über ein erstes, automatisch von der separaten Steuerung (5, 7) steuerbares Druckregelventil (8) erfolgt.
  14. Verfahren zur Umrüstung eines Kompressionsgerätes zur Herstellung einer künstlichen Blutleere an Extremitäten bei chirurgischen Eingriffen oder zur intravenösen Lokalanästhesie, wobei das Kompressionsgerät eine an den Extremitäten anlegbare, von einem Druckmedium beaufschlagbare Kompressionsmanschette (9) aufweist, gekennzeichnet durch: – einen Verfahrensschritt des Anbringens eines zusätzlichen Messschlauches (1) und eines ersten Drucksensors (2), wobei dem zusätzlichen Messschlauch (1) der erste Drucksensor (2) zugeordnet ist, – einen Verfahrensschritt des Anbringens einer separaten Steuerung (5, 7) an das Kompressionsgerät, – einen Verfahrensschritt des Anbringens eines Mikrofons (3) und – einen Verfahrensschritt des Anbringens einer Bestimmungsschaltung (4), die über eine erste Signalleitung mit den Mikrofon (3) und über eine zweite Signalleitung mit dem ersten Drucksensor (2) an dem zusätzlichen Messschlauch (1) verbunden ist, wobei der erste Drucksensor (2) ausgestaltet ist, einen Druckaufbau in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und bei Erfassung des Druckaufbaues ein Aktivierungssignal an das Mikrofon (3) zu übertragen sowie nach Erfassung des Druckaufbaues die Werte des Druckes in dem zusätzlichen Messschlauch (1) zu erfassen und an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei das Mikrofon (3) ausgestaltet ist, nach Aktivierung durch das Aktivierungssignal des ersten Drucksensors (2) Geräuschsignale zu erfassen und die erfassten Geräuschsignale an die Bestimmungsschaltung (4) zu übertragen, wobei die Bestimmungsschaltung (4) ausgestaltet ist, aus den erfassten Geräuschsignalen des Mikrofons (3) und den erfassten Werten des Druckes die Werte des systolischen Blutdruckes zu bestimmen und an die separate Steuerung (5, 7) des Kompressionsgerätes zu übertragen, und wobei die separate Steuerung (5, 7) ausgestaltet ist, den Kompressionsdruck in der Kompressionsmanschette (9) in Abhängigkeit von den übertragenen Werten des systolischen Blutdruckes zu steuern.
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