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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkeitsreibungskupplung,
beispielsweise für Fahrzeuganwendungen, mit einem wälzgelagerten
und drehangetriebenen Primärteil, einem antreibbaren Sekundärteil
sowie mit Mitteln zur Regelung der Drehmomentübertragung
vom Primärteil auf das Sekundärteil, wobei das
Primärteil durch wenigstens eine axialfest und drehfest
mit einer Eingangswelle verbundene Antriebsscheibe gebildet ist,
wobei das Sekundärteil ein Gehäuse bildet, welches
einen mit einem viskosen Fluid gefüllten Arbeitsraum aufweist, in
dem die Antriebsscheibe derart drehbar angeordnet ist, dass mittels
des Fluids ein Drehmoment vom Primärteil auf das Sekundärteil übertragbar
ist, und wobei das Gehäuse des antreibbaren Sekundärteils mittels
zumindest eines Wälzlagers auf der Eingangswelle drehbar
abgestützt ist.
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Hintergrund der Erfindung
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Flüssigkeitsreibungskupplungen
der gattungsgemäßen Art, in der Fachwelt auch
als Visco
®-Kupplungen bezeichnet,
sind seit geraumer Zeit in den vielfältigsten Ausführungsformen
bekannt. So ist aus der
DE
36 05 443 A1 eine Visco
®-Lüfterkupplung
zum Antrieb von Lüfterrädern im Kühlsystem von
Brennkraftmaschinen bekannt. Im Wesentlichen ist dabei auf einer
antreibbaren Welle zwischen einem Absatz und einem sogenannten Läufer
(Primärteil) ein Wälzlager in Form eines ein-
oder mehrreihigen Rillenkugellagers, eines Zylinderrollenlagers,
eines Kegelrollenlagers oder eines Nadellagers angeordnet. Der Läufer
ist von einem Aluminiumgehäuse (Sekundärteil)
mit einem Deckel und einer Trennwand umgeben. Das Gehäuse
weist einen Lagersitz mit einem zylindrischen Lagerteil auf, welches
in Richtung auf das Innere der Visco
®-Kupplung
axial absteht und im Wesentlichen die axiale Ausdehnung des Wälzlagers
aufweist. Das Gehäuse und die Trennwand bilden einen Arbeitsraum,
während der Deckel mit der Trennwand einen Vorratsraum
bildet. Auf der dem Deckel zugewandten Seite der Trennwand ist ein
Ventil angeordnet, welches mit einer Ventilöffnung in der
Trennwand zusammenarbeitet. Es wird von außen her durch
ein Bimetall über einen Stift temperaturabhängig
betätigt. Über die Steuerung des Füllgrades
im Arbeitsraum kann das Gehäuse mit mehr oder weniger Schlupf
in Drehung versetzt werden. Um eine stärkere Ausdehnung
des Aluminiumgehäuseteils im Bereich der Lagerung gegenüber
der angetriebenen Welle in Grenzen zu halten und demgemäß zum
einen eine ungleiche Lastverteilung auf die Kugellager bzw. auf
ein eingebautes Zylinderrollenlager oder Nadellager sowie zum anderen ein
erhöhtes Kippspiel zwischen Welle und Gehäuse zu
vermeiden, wird bei diesem Stand der Technik vorgeschlagen, das
aus der Gehäusewandung axial abstehende Lagerteil durch
einen radial darauf sitzenden Spannring oder eine Ringscheibe zu
stabilisieren.
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Aus
der
DE 196 50 002
A1 ist des Weiteren eine als Visco
®-Lüfterkupplung
bezeichnete Flüssigkeitsreibungskupplung zum Antrieb eines
Lüfters einer Brennkraftmaschine bekannt, die im Wesentlichen
ein Gehäuse, einen auf einer Eingangswelle aufgesetzten,
in einer Arbeitskammer umlaufenden Läufer, eine Wellenlagerung
und eine Zentralverschraubung umfasst. Auch bei dieser Visco
®-Lüfterkupplung erfolgt
die Steuerung des Füllgrades des viskosen Fluids im Arbeitsraum
innerhalb des Gehäuses mittels eines Ventils, das von einem
Bimetall-Steuerelement betätigt wird. Wie die Wellenlagerung
konkret ausgebildet ist, ist nicht offenbart.
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Aus
der
DE 197 53 725
A1 ist ferner eine von der Motorseite bzw. Antriebsseite
aus elektromagnetisch betätigbare Flüssigkeitsreibungskupplung
zur Verwendung als Lüfterkupplung von Fahrzeugmotoren bekannt.
Das Kupplungsgehäuse ist auf der Nabe eines scheibenförmigen
Primärteils über ein Wälzlager drehgelagert,
welches als ein zweireihiges Rillenkugellager ausgebildet ist.
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In
der
DE 102 19 872
A1 wird schließlich ein Lüfterantrieb
mit Flüssigkeitsreibungskupplung gezeigt, dem ein integral
ausgebildeter zusätzlicher, elektrischer Antrieb zugeordnet
ist. Das Kupplungsgehäuse ist mittels eines Rillenkugellagers
fliegend auf der Antriebswelle drehgelagert.
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Die
bekannten technischen Lösungen zur Wälzlagerung
des drehbaren Teils einer Flüssigkeitsreibungskupplung
nutzen demnach ein- oder mehrreihige Rillenkugellager, Zylinderrollenlager
oder auch Nadellager. Bei deren Nutzung treten nicht selten Lagerlebensdauerprobleme
auf, die aus vergleichsweise hohen Restunwuchten und großen
drehenden Massen sowie Verkippungen in der Flüssigkeitsreibungskupplung
resultieren. Des Weiteren sind zusätzliche hohe radiale
und axiale Beschleunigungen aus den nicht zu vermeidenden Ungleichförmigkeiten
des Antriebsmotors zu verzeichnen, welche die Lagerlebensdauer ebenfalls
nachteilig beeinflussen bzw. reduzieren. Weiter führt ein
steigender Kühlbedarf von leistungsgesteigerten Brennkraftmaschinen
in Fahrzeugen zu höheren Riemenzugkräften an der
Antriebsscheibe einer riemengetriebenen Flüssigkeitsreibungskupplung,
die über die Lager aufzunehmen sind und sich zusätzlich
nachteilig auf die Lagerlebensdauer auswirken.
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Um
diesem Problem zu begegnen, werden derzeit zur Steigerung der Lagerlebensdauer
zwei Lösungsansätze favorisiert. Zum einen eine
verstärkte Lage rung mit einem zweireihigen Schrägkugellager
und zum anderen der Einsatz von Kegelrollenlagern in O-Anordnung
mit der Problematik steigender Herstellungskosten sowie erhöhter
Reibmomente der Lager, welche mit einer erhöhten Verlustleistung, erhöhtem
Kraftstoffverbrauch und vergrößertem Bauraum einhergehen.
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Aufgabe der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeitsreibungskupplung
zu schaffen, welche die geschilderten Nachteile beseitigt. Insbesondere
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeitsreibungskupplung,
beispielsweise für Fahrzeuganwendungen, zu schaffen, die
im Hinblick auf herkömmliche Lösungsansätze
eine erhöhte Lagerlebensdauer bei gleichem oder sogar verringertem
Bauraum gewährleistet.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich die gestellte
Aufgabe auf überraschend einfache Art und Weise dadurch
lösen lässt, dass die Wälzlagerung des
antreibbaren Sekundärteils ein wenigstens zweireihiges
Tandemschrägkugellager ist.
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Die
Erfindung geht daher aus von einer Flüssigkeitsreibungskupplung,
beispielsweise für Fahrzeuganwendungen, mit einem wälzgelagerten
und drehangetriebenen Primärteil, einem antreibbaren Sekundärteil
sowie mit Mitteln zur Regelung der Drehmomentübertragung
vom Primärteil auf das Sekundärteil, wobei das
Primärteil durch wenigstens eine axialfest und drehfest
mit einer Eingangswelle verbundene Antriebsscheibe gebildet ist,
wobei das Sekundärteil ein Gehäuse bildet, welches
einen mit einem viskosen Fluid gefüllten Arbeitsraum aufweist, in
dem die Antriebsscheibe derart drehbar angeordnet ist, dass mittels
des Fluids ein Drehmoment vom Primärteil auf das Sekundärteil übertragbar
ist, und wobei das Gehäuse des antreibbaren Sekundärteils mittels
zumindest eines Wälzlagers auf der Eingangswelle drehbar
abgestützt ist. Zu dem ist vorgesehen, dass das Wälzlager
als ein wenigstens zweireihiges Tandemschrägkugellager
ausgebildet ist, wobei das Tandemschrägkugellager wenigstens
einen Außenring und wenigstens einen Innenring aufweist,
zwischen denen wenigstens zwei Lagerreihen von Lagerkugeln in Laufbahnen
unterschiedlichen Durchmessers geführt sind.
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Durch
diesen Aufbau wird vorteilhaft erreicht, dass das wenigstens zweireihige,
vorzugsweise vierreihige Tandemschrägkugellager durch eine
Bauraumoptimierung Möglichkeiten zur Integration von Radialwellendichtungen
in das Lager, und vor allem die Möglichkeiten zur Schaffung
eines Fettreservoirs zur Sicherstellung der Schmierung über
die Fahrzeuglebensdauer hinaus schafft bzw. durch dieses geschaffen
wird.
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Zwar
sind Tandemschrägkugellager an sich bekannt, beispielsweise
durch die
DE 10
2005 041 917 A1 , jedoch ist ihr Einsatz in Flüssigkeitsreibungskupplungen
bislang noch nicht in Betracht gezogen worden. Ein besonderer Vorteil
des Einsatzes eines Tandemschrägkugellagers als Wälzlager
einer Flüssigkeitsreibungskupplung ergibt sich durch eine
signifikante Erhöhung der Lagersteifigkeit, sowie in einer
deutlichen Reduzierung der Verkippbarkeit der Flüssigkeitsreibungskupplungseinheit
und daraus resultierend eine Reduzierung der Zugkräfte
aus der Verkippung der Unwuchtkräfte.
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Außerdem
kann vorgesehen sein, dass das Tandemschrägkugellager ein
vierreihiges Tandemschrägkugellager in O-Anordnung oder
X-Anordnung ist.
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In
anderen praktischen Weiterbildungen kann vorgesehen sein, dass das
Tandemschrägkugellager einen einstückigen Außenring
und einen einstückigen Innenring aufweist.
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Eine
andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Wälzlager
durch ein vierreihiges Tandemschrägkugellager in O-Anordnung
oder X-Anordnung gebildet ist, welches aus zwei aneinander liegenden
zweireihigen Tandemschrägkugellagern besteht.
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Ebenso
liegt es im Rahmen der Erfindung vorzusehen, dass die Lagerkugeln
wenigstens einer axial innen liegenden Kugelreihe des Tandemschrägkugellagers
einen geringeren Durchmesser aufweisen als die Lagerkugeln wenigstens
einer axial außen liegenden Kugelreihe.
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In
einer dazu alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass die Lagerkugeln wenigstens einer axial innen liegenden Kugelreihe
des Tandemschrägkugellagers den gleichen Durchmesser aufweisen
wie die Lagerkugeln wenigstens einer axial außen liegenden
Kugelreihe.
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Ferner
kann die Flüssigkeitsreibungskupplung als eine elektromagnetisch
ansteuerbare Kupplung ausgebildet sein, deren zu übertragendes
Drehmoment mittels eines elektromagnetisch betätigbaren
Ventilhebels stufenlos über die Menge des im Arbeitsraum
befindlichen viskosen Fluids regelbar ist.
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Gemäß einer
anderen Variante ist vorgesehen, dass die Flüssigkeitsreibungskupplung
als eine temperaturabhängige selbstregelnde Kupplung ausgebildet
ist, deren zu übertragendes Drehmoment durch ein Bimetall-Bauteil,
welches über einen Schaltstift mit einem Ventilhebel wirkverbunden
ist, stufenlos über die Menge des im Arbeitsraum befindlichen
viskosen Fluids regelbar ist.
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Wie
die Erfindung schließlich vorsieht, kann eine solcherart
mit wenigstens einem Tandemschrägkugellager ausgebildete
Flüssigkeitsreibungskupplung vorteilhaft als gesteuerter
Antrieb für ein Nebenaggregat eines Fahrzeugs, wie eines
Lüfters, einer Pumpe oder eines Kompressors, Verwendung finden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigt
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1 ein
erstes Ausführungsbeispiel einer Flüssigkeitsreibungskupplung
gemäß der Erfindung im Längsschnitt,
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2 eine
Wälzlagerung der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsreibungskupplung
aus 1 in hälftiger Ansicht im Längsschnitt,
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3 ein
zweites Ausführungsbeispiel einer Wälzlagerung
der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsreibungskupplung
in hälftiger Ansicht im Längsschnitt,
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4 ein
drittes Ausführungsbeispiel einer Wälzlagerung
der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsreibungskupplung
in hälftiger Ansicht im Längsschnitt, und
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5 ein
viertes Ausführungsbeispiel einer Wälzlagerung
der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsreibungskupplung
in hälftiger Ansicht im Längsschnitt.
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Detaillierte Beschreibung
der Zeichnung
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Das
in 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Flüssigkeitsreibungskupplung 1 setzt
sich im Wesentlichen aus einem wälzgelagerten und drehangetriebenen
Primärteil 2 in Form einer axial- und drehfest
mit einer Eingangswelle 3 verbundenen Antriebsscheibe 4,
aus einem antreibbaren Sekundärteil 5 in Form
eines aus Montagegründen zweiteilig ausgebildeten Gehäuses 6, 7 sowie
aus Mitteln zur Regelung der Drehmomentübertragung vom
Primärteil 2 auf das Sekundärteil 5 zusammen.
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Die
Antriebsscheibe 4 des Primärteils 2 ist
innerhalb eines vom zweiteiligen Gehäuse 6, 7 gebildeten
und mit einem viskosen Fluid, wie beispielsweise einem Siliconöl,
gefüllten Arbeitsraum 8 derart drehbar angeordnet,
dass ein Drehmoment des Primärteils 2 auf das
Sekundärteil 5 übertragbar ist. Der Arbeitsraum 8 und/oder
die Antriebsscheibe 4 verfügen radial außen über
eine Mehrzahl umlaufender und gegenüberliegender Rippen 9 und 10,
um die mit dem viskosen Fluid in Berührung kommenden Oberfläche
zu vergrößern. Das sekundärseitige Gehäuse 6, 7 der
Flüssigkeitsreibungskupplung 1 ist direkt über
eine Wälzlagerung 11 auf einem Wellenstupf 12 der
Eingangswelle 3 abgestützt.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Flüssigkeitsreibungskupplung 1 zur
Verwendung als gesteuerten Antrieb für einen Lüfter
einer nicht näher gezeigten Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs
gezeigt, wobei die Kurbelwelle der Brennkraftmaschine des Fahrzeugs
mit einem Wellenflansch 13 der Eingangswelle 3 wirkverbindbar
ist. Ferner sind am Gehäuse 6, 7 befestigte
bzw. mit demselben einstückig ausgebildete Flügel 14 des
Lüfters angedeutet.
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Die
Funktionsweise dieser Flüssigkeitsreibungskupplung 1 ist
an sich hinlänglich bekannt. Insoweit bilden das vorliegend
deckelförmige Gehäuseteil 7 und eine
Trennwand 15 einen Vorratsraum 16 für
das viskoses Fluid, wobei der Vorratsraum 16 seinerseits über
ein nicht näher bezeichnetes und eine Ventilöffnung
in der Trennwand 15 absperrendes Ventil mit dem von der
Trennwand 15 und dem anderen Gehäuseteil 6 umschlossenen
Arbeitsraum 8 mit der Antriebsscheibe 4 strömungstechnisch
verbindbar ist.
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Das
Ventil ist vorliegend über einen Ventilhebel 17 in
an sich bekannter Art und Weise von außen mittels eines
Elektromagneten 18, der sich seinerseits antriebsseitig über
eine Wälzlagerung 19 in Form eines Rillenkugellagers
auf der Eingangswelle 3 abstützt, ansteuerbar.
In Abhängigkeit von einer Regelgröße
oder einer Mehrzahl von Regelgrößen, wie beispielsweise
Temperaturgrenzwerten von Kühlmedien, kann der Füllungsgrad
des Arbeitsraumes 8 mit viskosem Fluid gesteuert vergrößert
oder reduziert werden, so dass das zweiteilige Gehäuse 6, 7 mit
mehr oder weniger Schlupf in Drehung versetzt wird. Demgegenüber
kann es auch angezeigt sein, anstatt vorstehender elektromagnetisch
ansteuerbarer Kupplung eine temperaturabhängige, selbstregelnde
Kupplung vorzusehen, bei der das zu übertragende Drehmoment
durch ein Bimetall-Bauteil, welches über einen Schaltstift
mit dem Ventilhebel 17 wirkverbunden ist, stufenlos und
ebenfalls über die Menge des im Arbeitsraum 8 befindlichen
viskosen Fluids regelbar gestaltet ist, was nicht näher
dargestellt ist.
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Wie
bereits zuvor beschrieben ist das Gehäuse 6, 7 der
Flüssigkeitsreibungskupplung 1 direkt über
die Wälzlagerung 11 auf dem Wellenstupf 12 der
Eingangswelle 3 abgestützt. Im Gegensatz zu bislang
bekannten Wälzlagerungen, deren Nachteile bereits einleitend
ausführlich erläutert wurden, ist die Wälzlagerung
der Flüssigkeitsreibungskupplung 1 als Tandemschrägkugellager 20 mit
einem einstückigen Außenring und einem zweiteiligen
Innenring ausgebildet. Dieses Tandemschrägkugellager 20 ist
im Detail in 2 dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben.
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Das
in 2 in hälftiger und gegenüber 1 in
vergrößerter Ansicht dargestellte vierreihige Tandemschrägkugellager 20 weist
einen zweiteiligen Innenring 21 und einen einstückigen
Außenring 22 auf, die jeweils vier nicht näher
bezeichnete Schultern besitzen. Nicht näher bezeichnete
Laufbahnen der axial äußeren Kugelreihen von Lagerkugeln 23 weisen
im Verhältnis zu den axial inneren Kugelreihen von Lagerkugeln 24 einen
unterschiedlichen Durchmesser auf, so dass sich der Mittelpunkt
der axial äußeren Lagerkugeln 23 radial
oberhalb dem Mittelpunkt der axial inneren Lagerkugeln 24 befindet,
wodurch sich zwischen den axial äußeren Lagerkugeln 23 und
den axial inneren Lagerkugeln ein Treppenversatz ergibt. Jeweils
axial außen ist das Tandemschrägkugellager 20 durch
nur angedeutete Dichtungen 25 abgedichtet.
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Im
Rahmen von Untersuchungen hat sich im Hinblick auf eine erhöhte
Standzeit der erfindungsgemäß eingesetzten Wälzlagerung 11 das
in 1 und 2 dargestellte vierreihige Tandemschrägkugellager 20 in
O-Anordnung als besonders vorteilhaft erwiesen, wobei die Lagerkugeln 24 der
beiden axial innen liegenden Kugelreihen der Wälzlagerung 11 einen
geringeren Abroll-Durchmesser aufweisen als die Lagerkugeln 23 der
beiden axial außen liegenden Wälzkörperreihen,
welches auch aus Montagegründen zweckmäßig
ist. Anders formuliert weisen die axial inneren Lagerkugeln 24 einen
geringeren Durchmesser als die axial äußeren Lagerkugeln 23 auf,
so dass die Anzahl der axial inneren Lagerkugeln 24 größer
ist als die Anzahl der axial äußeren Lagerkugeln 23.
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In 3 ist
eine dazu alternative Lösung eines Tandemschrägkugellagers 20' dargestellt,
welches im Bedarfsfalle anstelle des Tandemschrägkugellagers 20 aus
den 1 und 2 als Wälzlagerung 11 auf
den Wellenstumpf 12 der Flüssigkeitsreibungskupplung 1 aufgeschoben
werden kann. Dieses Tandemschrägkugellager 20' ist
ebenfalls vierreihig ausgebildet, besteht jedoch aus zwei einzelnen, jeweils
zweireihigen Tandemschrägkugellagern 26 und 26',
welche jeweils einen einstückigen Innenring 27 und
einen einstückigen Außenring 28 aufweisen, die
jeweils zwei nicht näher bezeichnete Schultern besitzen.
Eine nicht näher bezeichnete Laufbahn jeweils einer axial äußeren
Kugelreihe von Lagerkugeln 23 weist im Verhältnis
zu einer nicht näher bezeichneten Laufbahn einer axial
inneren Kugelreihe von Lagerkugeln 24 einen unterschiedlichen
Durchmesser auf, so dass sich der Mittelpunkt der axial äußeren
Lagerkugeln 23 radial oberhalb dem Mittelpunkt der axial
inneren Lagerkugeln 24 befindet, wodurch sich zwischen
den axial äußeren Lagerkugeln 23 und
den axial inneren Lagerkugeln 24 ein nach axial außen
ansteigender Treppenversatz ergibt. Jeweils axial außen
sind die zweireihigen Tandemschrägkugellager 26 durch
nur angedeutete Dichtungen 29 abgedichtet. Um das vierreihige
Tandemschrägkugellager 20' in O-Anordnung zu schaffen, liegt
ein Tandemschrägkugellager 26 mit einer axial inneren
Stirnseite 30 an der axial inneren Stirnseite 31 des
zweiten, um 90° gedrehten Tandemschrägkugellagers 26' an.
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Eine
derartige Ausgestaltung eines aus zwei einzelnen zweireihigen Tandemschrägkugellagern 26, 26' bestehenden
vierreihigen Tandemschrägkugellagers 20' kann
sich je nach Anwendungsfall als vorteilhaft erweisen, insbesondere
bei der Montage und der Einstellung der korrekten Vorspannkraft.
Ferner ermöglicht eine derartige Ausführung ein
denkbar einfaches Nachrüsten bereits existenter Flüssigkeitsreibungskupplungen,
bei denen bislang verwendete Schrägkugellager oder Kegelrollenlager
durch ein erfindungsgemäßes Tandemschrägkugellager 20' ersetzt
werden soll.
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In 4 ist
ein drittes Ausführungsbeispiel eines Tandemschrägkugellagers 20'' dargestellt,
bei dem ebenfalls zwei zweireihige Tandemschrägkugellager 32 und 32' zu
dem vierreihigen Tandemschrägkugellager 20'' in
O-Anordnung zusammengestellt sind, um als Wälzlagerung 11 der
Flüssigkeitsreibungskupplung 1 eingesetzt zu werden.
Dieses Tandemschrägkugellager 20'' ist ebenfalls
vierreihig ausgebildet und besteht wie das in 3 gezeigte
Ausführungsbeispiel aus zwei einzelnen, jeweils zweireihigen
Tandemschrägkugellagern 32 und 32', welche jeweils
einen einstückigen Innenring 33 und einen einstückigen
Außenring 34 aufweisen, die jeweils zwei nicht
näher bezeichnete Schultern besitzen. Eine nicht näher
bezeichnete Laufbahn jeweils einer axial äußeren
Kugelreihe von Lagerkugeln 35 weist im Verhältnis
zu einer nicht näher bezeichneten Laufbahn jeweils einer
axial inneren Kugelreihe von Lagerkugeln 36 einen unterschiedlichen
Durchmesser auf, so dass sich der Mittelpunkt der axial äußeren Lagerkugeln 35 radial
oberhalb dem Mittelpunkt der axial inneren Lagerkugeln 36 befindet,
wodurch sich zwischen den axial äußeren Lagerkugeln 35 und
den axial inneren Lagerkugeln 36 ein nach axial außen ansteigender
Treppenversatz ergibt. Jeweils axial außen sind die zweireihigen
Tandemschrägkugellager 32 durch nur angedeutete
Dichtungen 37 abgedichtet. Um das vierreihige Tandemschrägkugellager 20'' in
O-Anordnung zu schaffen, liegt ein Tandemschrägkugellager 32 mit
einer axial inneren Stirnseite 38 an der axial inneren
Stirnseite 39 des zweiten, um 90° gedrehten Tandemschrägkugellagers 32' an.
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Im
Gegensatz zu den Tandemschrägkugellagern 20, 20' weisen
die axial äußeren Lagerkugeln 35 und
die axial inneren Lagerkugeln 36 jeweils den gleichen Durchmesser
auf.
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In 5 ist
eine weitere Variante eines Tandemschrägkugellagers 20''' gemäß der
Erfindung dargestellt, welches im Bedarfsfalle anstelle des Tandemschrägkugellagers 20 aus
den 1 und 2 als Wälzlagerung 11 auf
den Wellenstumpf 12 der Flüssigkeitsreibungskupplung 1 aufgeschoben
werden kann. Dieses ebenfalls vierreihige Tandemschrägkugellager 20''' entspricht
weitgehend dem Tandemschrägkugellager 20'' der 4 und
besteht aus den gleichen zwei zweireihigen Tandemschrägkugellagern 32 und 32' mit
Lagerkugeln 35, 36 gleichen Durchmessers. Im Gegensatz
zu der Anordnung gemäß 4 ist das
Tandemschrägkugellager 20''' gemäß 5 in
X-Anordnung ausgestaltet, wobei die ansonsten axial äußeren
Stirnseiten 40 und 41 des Lagerinnenrings 33 und
des Lageraußenrings 34 zueinander gerichtet sind
sowie aneinander anstoßen, und die in O-Anordnung axial
inneren Stirnseiten 38, 39 nunmehr nach axial
außen gerichtet sind.
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Ebenfalls
im Rahmen der Erfindung liegt eine Ausgestaltung, bei welcher anstelle
der zuvor beschriebenen vierreihigen Tandemschrägkugellager 20, 20', 20'', 20''' lediglich
ein einziges zweireihiges Tandemschrägkugellager 26 oder 32 als
Wälzlager 11 der Flüssigkeitsreibungskupplung 1 eingesetzt wird.
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Die
vorstehenden Ausführungsbeispiele stellen im Wesentlichen
auf Flüssigkeitsreibungskupplungen zum gesteuerten Antrieb
eines Lüfters für eine Brennkraftmaschine ab.
Möglich ist es jedoch auch und demgemäß durch
die Erfindung mit erfasst, die erfindungsgemäß ausgebildeten
Flüssigkeitsreibungskupplungen als Antriebe für
jegliche anderen geeigneten Nebenaggregate eines Fahrzeugs, wie beispielsweise
Pumpen oder Kompressoren, in Anwendung zu bringen.
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- 1
- Flüssigkeitsreibungskupplung
- 2
- Primärteil
- 3
- Eingangswelle
- 4
- Antriebsscheibe
- 5
- Sekundärteil
- 6
- Erstes
Gehäuseteil
- 7
- Zweites
Gehäuseteil
- 8
- Arbeitsraum
- 9
- Rippe
- 10
- Rippe
- 11
- Wälzlagerung
- 12
- Wellenstumpf
- 13
- Wellenflansch
- 14
- Flügel
- 15
- Trennwand
- 16
- Vorratsraum
- 17
- Ventilhebel
- 18
- Elektromagnet
- 19
- Wälzlagerung
- 20
- Tandemschrägkugellager
- 21
- Innenring
- 22
- Außenring
- 23
- Axial äußere
Lagerkugeln
- 24
- Axial
innere Lagerkugeln
- 25
- Dichtung
- 26
- Tandemschrägkugellager
- 26'
- Tandemschrägkugellager
- 27
- Innenring
- 28
- Außenring
- 29
- Dichtung
- 30
- Stirnseite
- 31
- Stirnseite
- 32
- Tandemschrägkugellager
- 32'
- Tandemschrägkugellager
- 33
- Innenring
- 34
- Außenring
- 35
- Axial äußere
Lagerkugel
- 36
- Axial
innere Lagerkugel
- 37
- Dichtung
- 38
- Stirnseite
- 39
- Stirnseite
- 40
- Stirnseite
- 41
- Stirnseite
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3605443
A1 [0002]
- - DE 19650002 A1 [0003]
- - DE 19753725 A1 [0004]
- - DE 10219872 A1 [0005]
- - DE 102005041917 A1 [0012]