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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von
Pressballen aus verpressbaren Pressgutstücken, insbesondere Reststoffe,
wie Altpapier, Altkartonagen, Kunststofffolien oder leere Flaschen aus
Kunststoff, wobei jeder fertige Pressballen eine im Wesentlichen
quaderartige Form mit den Kantenlängen A, B und C aufweist und
wobei die Vorrichtung ein Pressgehäuse mit mindestens einer Presskammer
und mit einem darin durch einen Kraftantrieb in Pressrichtung und
zurück
verfahrbaren Pressschild umfasst, wobei die Presskammer senkrecht
zur Pressrichtung gesehen eine Querschnittsfläche von A × C/n aufweist, wobei n größer oder
gleich 2 ist und wobei in der Presskammer in n ersten Pressschritten
n Teilpressballen (in jeweils einer flach quaderartigen Form mit
den Kantenlängen
A, B und C/n erzeugbar sind, wobei der Presskammer ein Stauraum
nachgeordnet ist, in den jeder Teilpressballen jeweils nach seinem
Herstellen überführbar ist,
bis in dem Stauraum n Teilpressballen mit ihren Flachseiten aneinander
anliegen, und wobei im Stauraum jeweils die n Teilpressballen durch
Anbringen mindestens eines Verbindungsmittels zu dem quaderförmigen Pressballen
mit den Kantenlängen
A, B und C miteinander verbindbar sind, gemäß Hauptpatent Nr. ... (Patentanmeldung
Nr. 10 2007 013 382.2).
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Die
vorstehend angegebene Vorrichtung hat sich in ersten Einsätzen bewährt. Dabei
hat es sich herausgestellt, dass es wünschenswert ist, in Anpassung
an unterschiedliche Einsatzzwecke und/oder unterschiedliche örtliche
Verhältnisse
am Einsatzort weitere Ausführungen
der Vorrichtung zur Verfügung
stellen zu können.
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Eine
erste weitere Ausführung
der Vorrichtung der eingangs genannten Art ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Presskammer eine vertikal verlaufende Längsrichtung aufweist und die
Pressrichtung parallel zu der Längsrichtung
vertikal von oben nach unten verläuft und dass jeder Teilpressballen
aus einem unteren Bereich der Presskammer in den höhengerecht
angeordneten Stauraum überführbar ist.
Diese Ausgestaltung der Vorrichtung weist damit eine Ausgabe für die Teilpressballen
auf, die in etwa in Höhe
eines Bodenniveaus liegt, auf dem die Vorrichtung angeordnet ist.
Die ausgegebenen Teilpressballen können dann auf demselben Niveau
zu dem größeren Pressballen
miteinander verbunden werden und der fertige Pressballen kann auf
dem Bodenniveau für
einen Abtransport bereitgestellt werden.
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Eine
alternative Ausführung
der Vorrichtung der eingangs genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Presskammer eine vertikal verlaufende Längsrichtung aufweist und die
Pressrichtung parallel zu der Längsrichtung
vertikal von unten nach oben verläuft und dass jeder Teilpressballen
aus einem oberen Bereich der Presskammer in den höhengerecht
angeordneten Stauraum überführbar ist.
Bei dieser Ausgestaltung der Vorrichtung läuft die Pressrichtung von unten
nach oben, wodurch der jeweils hergestellte Teilpressballen in einem
oberen Bereich der Presskammer entsteht und auch aus dem oberen
Bereich der Presskammer ausgegeben wird. Der Stauraum liegt dann
auch in einer erhöhten
Position gegenüber
dem Bodenniveau, so dass dann die Verbindung der Teilpressballen
zu dem fertigen Pressballen ebenfalls auf einem erhöhten Niveau
erfolgen kann. Vorteilhaft kann die Vorrichtung so beispielsweise
neben einer Laderampe angeordnet werden, wobei die Höhenlage
des Stauraums an die Höhenlage
der Laderampe angepasst ist. Von der Laderampe können dann fertige Pressballen
beispielsweise höhengleich
in ein Transportfahrzeug überführt werden.
Alternativ besteht bei dieser Ausgestaltung der Vorrichtung die
vorteilhafte Möglichkeit,
die Vorrichtung in einer Vertiefung oder Grube anzuordnen, wobei
dann die Anordnung zweckmäßig so getroffen
ist, dass der Stauraum, in den die Teilpressballen ausgegeben werden,
das die Vertiefung oder Grube umgebende Bodenniveau hat. Da bei
dieser Vorrichtung die Pressrichtung von unten nach oben verläuft, erfolgt
zwangsläufig
das Befüllen
der Presskammer mit den zu verpressenden Pressgutstücken in
einem unteren Presskammerbereich. Bei Anordnung der Vorrichtung
in einer Vertiefung oder Grube erleichtert dies das Beschicken der
Presskammer mit den Pressgutstücken,
da eine Bedienungsperson dann die Pressgutstücke nicht anheben muss, sondern
in einer Richtung nach unten der Presskammer zuführen kann.
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Eine
dritte Ausgestaltung der Vorrichtung der eingangs genannten Art
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Presskammer eine schräg zur Vertikalrichtung
verlaufende Längsrichtung
aufweist und die Pressrichtung parallel zu der Längsrichtung schräg von unten
nach oben verläuft
und dass jeder Teilpressballen aus einem oberen Bereich der Presskammer
schräg
abwärts
in den höhengerecht
angeordneten Stauraum überführbar ist.
Mit dieser Ausgestaltung der Vorrichtung wird insbesondere erreicht,
dass die Schwerkraft das Überführen der
Teilpressballen aus der Presskammer in den Stauraum sowie das Abführen von
in dem Stauraum fertig gestellten kompletten Pressballen unterstützt. Auf
diese Weise können
erforderliche Kraftantriebe mit einer geringeren Leistung ausgeführt werden.
Außerdem
reduziert eine Schrägstellung
der Presskammer die für den
Aufbau der Vorrichtung erforderliche Raumhöhe bei vorgegebener Länge der
Presskammer.
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Bevorzugt
ist dabei weiter vorgesehen, dass zwischen der Vertikalrichtung
und der schräg
dazu verlaufenden Pressrichtung der Presskammer, die mit der Längsrichtung
der Presskammer übereinstimmt,
ein Winkel α von
maximal 45°,
vorzugsweise zwischen 15 und 30°,
besteht.
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Um
beim Überführen eines
Teilpressballens aus der Presskammer in den Stauraum Förderprobleme, beispielsweise
Verkantungen, zu vermeiden, wird vorgeschlagen, dass der Stauraum
eine Längs-
und Förderrichtung
aufweist, die senkrecht zur Pressrichtung der Presskammer verläuft.
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Eine
weitere Ausgestaltung schlägt
vor, dass dem Stauraum eine Schwerkraftförderstrecke für die Pressballen
nachgeordnet ist. Eine Schwerkraftförderstrecke benötigt vorteilhaft
keine eigenen Antriebselemente, wie Elektromotoren, da für die Förderung
allein die Schwerkraft ausreicht, die auf die Pressballen wirkt. Die
Schwerkraftförderstrecke
kann besonders vorteilhaft bei der Ausführung der Vorrichtung mit einem
im oberen Bereich der Vorrichtung angeordneten Stauraum verwendet
werden, da dann für
das Abfördern
der Pressballen eine ausreichende Neigung der Förderstrecke realisierbar ist.
Hiermit kann beispielsweise jeder Pressballen mit geringstem technischem
Aufwand auf einem flachen Transportfahrzeug oder einer Palette abgesetzt werden,
um anschließend
den Pressballen abtransportieren zu können.
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Konkret
ist die Schwerkraftförderstrecke
bevorzugt durch eine geneigt verlaufende Gleitbahn oder Rollenbahn
gebildet.
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Weiterhin
ist für
die Vorrichtung bevorzugt vorgesehen, dass diese eine Beschickungseinrichtung
aufweist, die mindestens eine mit Förderzinken besetzte, drehantreibbare
Rotorwalze umfasst, die vor und/oder in einer Einfüllöffnung der
Vorrichtung angeordnet ist und mittels deren Drehung Pressgutstücke von
außerhalb des
Pressgehäuses
durch die Einfüllöffnung in
die Presskammer förderbar
sind. Mit einer derartigen Beschickungseinrichtung kann eine relativ
große
Menge an Pressgutstücken
zwangsweise in die Presskammer eingefördert werden, wobei schon eine
Vorverdichtung erfolgt. Hierdurch wird der Pressvorgang beschleunigt,
da weniger Presshübe
zur Erzeugung eines Teilpressballens erforderlich sind. Außerdem wird
die Bedienung der Vorrichtung für
das Bedienungspersonal vereinfacht, weil dieses nicht mit hohem
Kraftaufwand Pressgutstücke
in die Presskammer stopfen muss.
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Eine
weitere Vereinfachung der Bedienung der Vorrichtung und eine Erhöhung der
Arbeitssicherheit für
das Bedienungspersonal wird dadurch erreicht, dass bevorzugt die
Beschickungseinrichtung einen der Rotorwalze vorgeschalteten Einfüllraum aufweist,
in den die zu verpressenden Pressgutstücke einlegbar oder einwerfbar
sind und aus dem die Pressgutstücke
von der Rotorwalze in die Presskammer förderbar sind.
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In
weiterer Ausgestaltung ist hierzu bevorzugt vorgesehen, dass der
Einfüllraum
durch einen Kasten gebildet ist, der oben offen ist und der an seiner
der Einfüllöff nung der
Vorrichtung zugewandten Seite eine Öffnung zur Rotorwalze hin aufweist.
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Damit
die in den Einfüllraum
eingebrachten Pressgutstücke
sicher zur Rotorwalze gelangen und von dieser erfasst und in die
Presskammer gefördert
werden, schlägt
die Erfindung weiter vor, dass im Einfüllraum eine Fördereinrichtung
angeordnet ist, mit der in den Einfüllraum eingebrachte Pressgutstücke einem
Pressgutannahmebereich der Rotorwalze zuführbar sind.
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In
einer ersten Ausgestaltung kann die Fördereinrichtung aus einem Schwenkschild
oder Schiebeschild bestehen, das zweckmäßig mit einem Kraftantrieb
verstellbar ist.
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In
einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Fördereinrichtung
aus einem Förderband besteht.
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Eine
Weiterbildung zur vorstehend genannten Ausgestaltung sieht vor,
dass ein der Beschickungseinrichtung zugewandtes Ende des die Fördereinrichtung
bildenden Förderbandes
in seiner Höhenlage
relativ zu der Beschickungseinrichtung verstellbar und in einer
gewünschten
Höhenlage
arretierbar ist. Hiermit kann die Übergabe von Pressgutstücken vom
Förderband
zur Rotorwalze der Beschickungseinrichtung, insbesondere in Abhängigkeit
von den Eigenschaften der zu verpressenden Pressgutstücke, so
optimiert werden, dass eine zügige
Förderung
ohne Stau erfolgt.
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Im
Folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
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1 eine
erste Vorrichtung in einem vertikalen Längsschnitt,
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2 die
Vorrichtung aus 1 in einer perspektivischen
Ansicht schräg
von vorne,
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3 die
Vorrichtung aus 1 in einer perspektivischen
Ansicht schräg
von hinten,
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4 die
Vorrichtung in einer zweiten Ausführung in einer Seitenansicht
und
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5 die
Vorrichtung aus 4 in einer vergrößerten Detaildarstellung
im Bereich ihrer Beschickungseinrichtung.
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1 der
Zeichnung zeigt eine erste Vorrichtung 1 zum Herstellen
von Pressballen 5 aus verpressbaren Pressgutstücken, insbesondere
Reststoffe, wie Altpapier, Altkartonagen, Kunststofffolien oder
leere Flaschen aus Kunststoff. Den Kern der Vorrichtung 1 bildet
eine Presse, bestehend aus einem Pressgehäuse 10 mit einem darin
durch einen Kraftantrieb 18 verfahrbaren Pressschild 17.
In der 1 ist das Pressschild 17 in seiner zurückgezogenen
Stellung, also in seinem Zustand vor einem Presshub, dargestellt.
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Das
Pressschild 17 und sein Kraftantrieb 18 sind hier
an einem unteren Ende der Presskammer 15 angeordnet, wodurch
sich eine Pressrichtung 71 des Pressschildes 17 gemäß dem Pfeil
von unten nach oben ergibt.
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Außerdem ist
das Pressgehäuse 10 mit
der Presskammer 15 schräg
zur Vertikalrichtung angeordnet, wobei zwischen der Pressrichtung 71 und
der Vertikalrichtung ein Winkel α besteht,
der hier etwa 20° beträgt.
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Nach
vorne hin, d. h. in der 1 nach rechts hin, ist die Presskammer 15 durch
eine Frontwand 11 begrenzt. Diese Frontwand 11 ist
durch einen Kraftantrieb, wie Hydraulikzylinder, senkrecht zu ihrer
Flächenebene
nach hinten, d. h. in der Zeichnung nach links, verstellbar. Nach
hinten, d. h. in 1 nach links hin, ist die Presskammer 15 durch
eine Rück-
und Trennwand 12 begrenzt. Diese Rück- und Trennwand 12 ist
so verstellbar, beispielsweise nach oben verschiebbar, dass sie
wahlweise die Presskammer 15 verschließt oder eine Öffnung zur
Ausgabe eines Teilpressballens 5.1 bis 5.4 freigibt.
Nach oben hin ist die Presskammer 15 durch ein Querjoch 16 begrenzt.
Seitlich ist die Presskammer 15 durch zwei Seitenwände verschlossen.
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Rechts
vom Pressgehäuse 10 ist
ein Einfüllraum 32' in Form eines
oben offenen Kastens angeordnet, in den zu verpressende Pressgutstücke einwerfbar
sind. Der Einfüllraum 32' besitzt einen
gebogenen Boden 35',
der von einem parallel dazu verschwenkbaren Förderschild einer Fördereinrichtung 33' überstreichbar
ist.
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Zwischen
dem Einfüllraum 32' und einer Einfüllöffnung 30 der
Presskammer 15 ist eine Beschickungseinrichtung 3 angeordnet.
Die Beschickungseinrichtung 3 besteht hier aus einer drehantreibbaren
Rotorwalze 30',
die an ihrem Umfang mit Förderzinken 31' besetzt ist.
Mittels der Fördereinrichtung 33' können in
den Einfüllraum 32' eingeworfene
Pressgutstücke
einem Pressgutannahmebereich 34' der Rotorwalze 30' zugeführt werden,
wo die Pressgutstücke
dann von der rotierenden Rotorwalze 30' und deren Förderzinken 31' erfasst und
zwangsweise in die Presskam mer 15 gefördert werden. Sobald die Presskammer 15 ausreichend
mit Pressgutstücken
gefüllt
ist, wird zunächst
der Abstand einer Leitfläche 10 unterhalb
der Förderzinken 31' auf den minimal
möglichen
Abstand von den Förderzinken 31' gebracht. Hierdurch
werden die restlichen Gutstücke,
die sich noch in der Rotorwalze 30' befinden, in die Presskammer 15 gefördert, ohne
dass die Rotorwalze 30' weitere
Pressgutstücke
aus dem Einfüllraum 32' erfasst. Dann
wird, nachdem keine weiteren Pressgutstücke mehr aus der Presskammer 15 heraus
in den Einfüllraum 32' durchstoßen, die
Beschickungseinreichung 3 stillgesetzt und das Pressschild 17 wird
mittels seines Kraftantriebes 18 in Pressrichtung 71 verschoben.
Dieser Vorgang wird bei Bedarf mehrfach wiederholt, bis im oberen
Bereich der Presskammer 15 ein Teilpressballen 5.1 bis 5.4 in
gewünschter
Größe und Dichte
erzeugt ist.
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Jeder
Teilpressballen 5.1 bis 5.4 wird nach Öffnen der
Rück- und
Trennwand 12 in der durch den Pfeil 74 gekennzeichneten
Förderrichtung
aus der Presskammer 15 in einen Stauraum 20 abgefördert. Das
Abfördern
erfolgt dadurch, dass die Frontwand 11 durch ihren Kraftantrieb,
z. B. eine hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit, in Pfeilrichtung 74 bewegt
wird. Der Stauraum 20 besitzt eine untere Begrenzung 21 und
eine obere Begrenzung 22, die zusammen dafür sorgen,
dass die Teilpressballen 5.1 bis 5.4 mit ihren
Flachseiten aneinander anliegend gehalten werden und an einer Reexpansion
gehindert werden.
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Die
im gezeigten Ausführungsbeispiel
vier Teilpressballen 5.1 bis 5.4 werden mittels
Umreifens mit Bändern
oder dergleichen Verbindungsmitteln zu einem Pressballen 5 verbunden,
der auf eine sich an den Stauraum 20 anschließende Schwerkraftförderstrecke 8 übergeben
wird. Die Schwerkraftförderstrecke 8 ist hier
eine geneigte Gleit bahn, über
die der fertige Pressballen 5 auf eine Palette 80 absetzbar
ist. Der fertige Pressballen 5 hat eine Höhe B und
eine Länge
C, die sich aus Teillängen
C/n (hier n = 4) zusammensetzt. Die senkrecht zur Zeichnungsebene
gemessene Breite des fertigen Pressballens 5 beträgt A und
ist hier nicht sichtbar.
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2 zeigt
die Vorrichtung aus 1 in einer perspektivischen
Ansicht schräg
von vorne. Rechts vorne ist der Einfüllraum 32' sichtbar, von
dem aus Pressgutstücke
zur Beschickungseinrichtung 3 mit der Rotorwalze 30' gelangen. Hinter
dem Einfüllraum 32' liegt das Pressgehäuse 10 der
Vorrichtung 1, von dem die Frontwand 11 und die
linke Seitenwand 13 sichtbar sind. Oberseitig liegt das
Querjoch 16 auf dem Pressgehäuse 10. In der Mitte
der Frontwand 11 ist ein Gleitprofil 11' in Form eines
Vierkantrohrs zu sehen, in dem der Kraftantrieb für das Verstellen
der Frontwand 11 liegt.
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Hinter
dem Pressgehäuse 10 liegt
der Stauraum 20 mit seiner unteren Begrenzung 21 und
oberen Begrenzung 22. Den hinteren und letzten Teil der
Vorrichtung 1 bildet schließlich die Schwerkraftförderstrecke 8, über die
der fertige Pressballen 5, bestehend aus den zuvor einzeln
hergestellten Teilpressballen 5.1 bis 5.4, auf
der Palette 80 abgesetzt wird. Die Teilpressballen 5.1 bis 5.4 werden
durch die Verbindungsmittel 60, beispielsweise Umreifungsbänder aus
Kunststoff, zusammengehalten.
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In 3 ist
die Vorrichtung 1 aus den 1 und 2 in
einer perspektivischen Ansicht schräg von hinten gezeigt. Rechts
in 3 liegt der Einfüllraum 32' mit der darin
angeordneten Fördereinrichtung 33'. Nach links
hin gesehen schließt
sich daran die Beschickungseinrichtung 3 an, auf welche
das Pressgehäuse 10 folgt.
Von dem Pressgehäuse 10 sind
hier die Rück-
und Trennwand 12, die eine Seitenwand 13 und das oben
angeordnete Querjoch 16 erkennbar.
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Weiter
nach links in 3 ist dann der Stauraum 20 sichtbar,
der durch die untere Begrenzung 21 und obere Begrenzung 22 gebildet
wird.
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Den
letzten, in 3 vorne links sichtbaren Teil
der Vorrichtung 1 bildet die Schwerkraftförderstrecke 8,
die zum Absetzen des fertigen Pressballens 5 auf der Palette 80 dient.
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4 der
Zeichnung zeigt eine zweite Ausführung
der Vorrichtung 1 zum Herstellen von Pressballen 5 aus
verpressbaren Pressgutstücken.
Abgesehen von dem der Beschickungseinrichtung vorgeschalteten Einfüllraum 32' und dessen
darin vorgesehener Fördereinrichtung 33' entspricht
die Vorrichtung 1 in 4 dem in
den 1 bis 3 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel.
Hinsichtlich der Gestaltung des Pressgehäuses 10, der Beschickungseinrichtung 3,
des Stauraums 20 und des Schwerkraftförderers 8 wird daher auf
die vorhergehende Beschreibung der 1 bis 3 verwiesen.
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Abweichend
von dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist bei dem Beispiel der Vorrichtung 1 gemäß 4 als
Fördereinrichtung 33' in dem der
Beschickungseinrichtung 3 vorgeschalteten Einfüllraum 32' ein Förderband
vorgesehen. Das Förderband
verläuft
in einer ansteigenden Richtung zu der Beschickungseinrichtung 3 und
endet unmittelbar vor dessen Rotorwalze 30'. Der Einfüllraum 32' ist an seinen
Seiten geschlossen und besitzt hier oberseitig einen verschwenkbaren
Deckel 32'', der in 4 in
seiner geöffneten Stellung
gezeigt ist. In dieser Stellung des Deckels 32'' kann eine Bedienungsperson 9 zu
verpressende Pressgutstücke
in den Einfüllraum 32' einwerfen.
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Durch
Einschalten eines hier nicht dargestellten Antriebes des die Fördereinrichtung 33' bildenden Förderbandes
transportiert dieses eingeworfene Pressgutstücke zur Beschickungseinrichtung 3 und
in den Arbeitsbereich von dessen Rotorwalze 30'. Hier werden
die Pressgutstücke
von der Rotorwalze 30' erfasst
und von dieser in das Innere des Pressgehäuses 10 gefördert, wie
weiter oben schon ausführlich
beschrieben wurde.
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5 zeigt
in einer vergrößerten Detaildarstellung
einen Übergabebereich
von der Fördereinrichtung 33' zur Beschickungseinrichtung 3.
Links oben in 5 ist die Beschickungseinrichtung 3 mit
der Rotorwalze 30' sichtbar.
Die Rotorwalze 30' besitzt
ein hohlzylindrisches Zentralrohr 30'',
auf dessen Außenumfang
die Förderzinken 31' angebracht
sind.
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Unterhalb
der Rotorwalze 30' liegt
eine geschlitzte Leitfläche 37', die gebogen
ausgeführt
ist, um dem Verlauf des Außenumfangs
der Rotorwalze 30' annähernd zu
folgen, und die in ihrem Abstand zur Rotorwalze 30' im Sinne des
Doppelpfeils 37'' verstellbar
ist. In 5 ist die Leitfläche 37' in einer Stellung
gezeigt, in der sie so nah wie möglich
an der Rotorwalze 30' liegt,
wobei dann die Förderzinken 31' in die Schlitze
der Leitfläche 37' eintauchen.
Diese Stellung wird eingenommen, wenn die Zufuhr von Pressgutstücken in
die hier nicht sichtbare Presskammer beendet wird.
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Rechts
in 5 ist der der Beschickungseinrichtung 3 zugewandte
Endbereich des die Fördereinrichtung 33' bil denden Förderbandes
im Einfüllraum 32' erkennbar.
Mit der horizontalen gestrichelten Linie ist die Abwurfhöhe 36' der Fördereinrichtung 33' dargestellt.
Von dieser Abwurfhöhe 36' übergibt
die Fördereinrichtung 33' die zu verpressenden
Pressgutstücke
an einen Pressgutannahmebereich 34' der Rotorwalze 30'. Hier ergreifen
die Förderzinken 31' bei rotierender
Rotorwalze 30' die
Pressgutstücke
und fördern
sie entlang der Leitfläche 37' in die nachgeordnete
Presskammer. Die Abwurfhöhe 36' kann durch
eine Höhenverstellung
des Abwurfendes des Förderbandes
variiert werden, um die Übergabe
der Pressgutstücke
an die Beschickungseinrichtung 3 zu optimieren.
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Während der
Beschickung der Presskammer wird von der Fördereinrichtung 33' stetig ein
Strom von Pressgutstücken
zur Rotorwalze 30' gefördert, welche
die Pressgutstücke
weiter in die Presskammer transportiert und dabei schon eine Vorverdichtung
vornimmt. Wenn die Presskammer gefüllt ist, wird die Fördereinrichtung 33' stillgesetzt,
so dass keine neuen Pressgutstücke
mehr zur Rotorwalze 30' gefördert werden.
Die Rotorwalze 30' fördert noch
für eine
gewisse Zeit weiter, bis auch letzte Pressgutstücke entlang der Leitfläche 37' in die Presskammer
gefördert
sind.
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Bei
der zuerst beschriebenen stetigen Förderung zur Füllung der
Presskammer hat die Leitfläche 37' eine größeren Abstand
von der Rotorwalze 30',
um möglichst
viel Pressgut befördern
zu können.
Am Ende des Füllvorganges
der Presskammer wird der Abstand der Leitfläche 37' von der Rotorwalze 30' verkleinert,
um sämtliche
Reste von Pressgutstücken
aus dem Annahmebereich 34' der
Rotorwalze 30' in
die Presskammer zu fördern.
Die Verstellung des Abstandes der Leitfläche 37' von der Rotorwalze 30' erfolgt in
Richtung des Doppelpfeils 37''. Wenn die Restförderung erledigt
ist und keine Pressgutstücke
mehr in einem Übergangsbereich
zwischen der Beschickungseinrichtung 3 und der Presskammer
liegen, wird auch die Rotorwalze 30' stillgesetzt und es wird ein Pressvorgang
durchgeführt,
wie er weiter oben schon beschrieben wurde.
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An
der der Beschickungseinrichtung 3 zugewandten Seite des
Förderbandes
ist ein an dessen dort gebogenen Verlauf angepasster Abweiser 38' angeordnet,
der dafür
sorgt, dass alle auf dem Förderband
zugeförderten
Pressgutstücke
zuverlässig
von Förderband
an die Beschickungseinrichtung 3 übergeben werden. Eine die Gleitfläche 37' zu der Fördereinrichtung 33' hin begrenzende,
etwa rechtwinklig von der Gleitfläche 37' nach unten abgewinkelte Platte
gleitet bei der Verstellung der Gleitfläche 37' an einer parallel verlaufenden
Fläche
des Abweisers 38' entlang,
sodass ein dichter Anschluss von der Fördereinrichtung 33' zur Beschickungseinrichtung 3 immer
gewährleistet
bleibt.
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Wie
die 1 bis 4 anschaulich zeigen, verläuft die
Pressrichtung 71 unter dem Winkel α schräg zur Vertikalrichtung, wodurch
die Gesamthöhe
der Vorrichtung 1 reduziert wird. Die Längs- und Förderrichtung 74 des
Stauraums 20 verläuft
rechtwinklig zur Pressrichtung 71, wodurch das Überführen oder
Ausstoßen
eines Teilpressballens 5.1 bis 5.4 aus der Presskammer 15 in
den Stauraum 20 erleichtert wird, weil hier wegen einer
fehlenden Richtungsänderung
Verkantungen vermieden werden.
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Außerdem ist
erkennbar, dass die Förderrichtung
74 mit
einer Neigung schräg
von oben nach unten verläuft,
was die Förderung
der Teilpressballen
5.1 bis
5.4 infolge der Unterstützung durch
die Schwerkraft erleichtert. Die Schwerkraftförderstrecke
8 schließlich verläuft unter
einem noch etwa steileren Winkel schräg nach unten, so dass hier
ein fertiger Pressballen
5 ohne Antriebsmittel allein durch
die Schwerkraft gefördert wird
und auf der Palette
80 abgesetzt werden kann, indem die
Palette
80 unter der Schwerkraftförderstrecke
8 vorgezogen,
d. h. gemäß den
1 bis
4 nach
links bewegt, wird. Bezugszeichenliste:
| Zeichen | Bezeichnung |
| 1 | Vorrichtung
insgesamt |
| 10 | Pressgehäuse |
| 11 | Frontwand |
| 12 | Rück-/Trennwand |
| 12' | Öffnung |
| 13 | Seitenwände |
| 15 | Presskammer |
| 16 | Querjoch |
| 17 | Pressschild |
| 18 | Kraftantrieb
für 17 |
| 20 | Stauraum |
| 21 | untere
Begrenzung |
| 22 | obere
Begrenzung |
| 3 | Beschickungseinrichtung |
| 30 | Einfüllöffnung |
| 30' | Rotorwalze |
| 30'' | Zentralrohr
von 30' |
| 31' | Förderzinken |
| 32' | Einfüllraum |
| 32'' | Deckel
von 32' |
| 33' | Fördereinrichtung
in 32' |
| 34' | Pressgutannahmebereich
von 30' |
| 35' | Boden
von 32' |
| 36' | Abwurfhöhe |
| 37' | geschlitzte
Leitfläche |
| 37'' | Verstellrichtung
von 37' |
| 38' | Abweiser |
| 5 | Pressballen |
| 5.1–5.n | Teilpressballen |
| 60 | Verbindungsmittel |
| 71 | Pressrichtung
von 17 |
| 74 | Förderrichtung
von 40 und 20 |
| 8 | Schwerkraftförderstrecke |
| 80 | Palette |
| 9 | Bedienungsperson |
| A,
B, C | Kantenlängen von 5 |
| A,
B, C/n | Kantenlängen von 5.1–5.n |
| α | Winkel
zwischen Vertikalrichtung und 71 |