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DE102007040093A1 - Verfahren und System zum Installieren eines Softwaremoduls - Google Patents

Verfahren und System zum Installieren eines Softwaremoduls Download PDF

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DE102007040093A1
DE102007040093A1 DE200710040093 DE102007040093A DE102007040093A1 DE 102007040093 A1 DE102007040093 A1 DE 102007040093A1 DE 200710040093 DE200710040093 DE 200710040093 DE 102007040093 A DE102007040093 A DE 102007040093A DE 102007040093 A1 DE102007040093 A1 DE 102007040093A1
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vehicle
software module
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installation
software
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Rainer Dr. Falk
Florian Kohlmayer
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Continental Automotive GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04L12/00Data switching networks
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Abstract

Die Erfindung schafft ein Verfahren und ein System zum Installieren eines Softwaremoduls (SM) in einem Steuergerät (8) eines Fahrzeugs (5), wobei das Softwaremodul (SM) in dem Steuergerät (8) installiert wird, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandsparameters des Fahrzeugs (5) erfüllt sind, die in dem Software-Modul (SM) angegeben sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges.
  • Fahrzeuge, wie beispielsweise Kraftfahrzeuge oder Flugzeuge, verfügen zunehmend über interne Steuergeräte, die über interne Bussysteme miteinander verbunden sind. Bei diesen Steuergeräten handelt es sich um sogenannte Embedded-Steuergeräte mit einem Prozessor, welcher eine Steuerungssoftware ausführt. Diese Steuerungssoftware kann Softwaremodule und Konfigurationsdaten aufweisen.
  • Nach einer Änderung eines Softwaremoduls, beispielsweise aufgrund einer Funktionserweiterung der Anwendungssoftware, einem Update der Software oder einer notwendigen Konfigurationsänderung muss die Software für die internen Steuergeräte des Fahrzeuges aktualisiert werden.
  • Bei herkömmlichen Systemen können Softwaremodule oder ganze Softwareapplikationen für ein Fahrzeug, beispielsweise für ein Kraftfahrzeug, aktualisiert werden, wenn das Fahrzeug in eine entsprechend ausgerüstete Werkstatt gebracht wird. Dabei wird ein interner Steuerbus des Fahrzeugs über eine Schnittstelle und einen sogenannten Diagnosestecker an einen Server angeschlossen, welcher die notwendige Aktualisierung der Software durchführt.
  • Dieses herkömmliche Verfahren zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges weist einige Nachteile auf. Das Fahrzeug muss zur Aktualisierung der Software in eine Werkstatt gebracht werden. Dabei kann es oft vorkommen, dass die Werkstatt keinen Termin frei hat und der Halter des Fahrzeuges relativ lange warten muss, bis die Aktualisierung der Software vorgenommen werden kann. Darüber hinaus stellt das Hinbringen des Fahrzeuges in eine Werkstatt sowie das Abholen des Fahrzeuges für den Fahrer einen nichtunerheblichen Zeitaufwand dar. Weiterhin kann der Fahrer während der Aktualisierung der Software des Fahrzeuges das Fahrzeug nicht benutzen. Schließlich sind die Kosten einer durch eine Werkstatt durchgeführten Softwareaktualisierung nicht unerheblich, sodass viele Fahrer eine Aktualisierung der Software für interne Steuergeräte vermeiden. Dies wiederum führt zu einer Verminderung der Funktionsfähigkeit des Fahrzeuges sowie gegebenenfalls zu Sicherheitsproblemen.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein System zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeugs zu schaffen, bei dem ein Softwaremodul mit einem geringen Aufwand sicher in einem Fahrzeug installiert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
  • Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges, wobei das Softwaremodul in dem Steuergerät installiert wird, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandsparameters des Fahrzeuges erfüllt sind, die in dem Softwaremodul angegeben sind.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Installationsbedingungen als Metainformationsdaten bereitgestellt.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine digitale Signatur für das Softwaremodul in Abhängigkeit von den Metainformationsdaten und einem Programmcode des Softwaremoduls mittels symmetrischen oder asymmetrischen kryptographischen Verfahren berechnet.
  • Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen die Betriebszustandsparameter auf:
    • – einen Fahrzustand des Fahrzeuges,
    • – einen Ladezustand einer Fahrzeugbatterie,
    • – eine aktuelle Position des Fahrzeuges,
    • – Art der aktuell befahrenen Straße,
    • – Fahrbahnzustand der aktuell befahrenen Straße,
    • – aktuelles Verkehrsaufkommen,
    • – eine aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeuges,
    • – eine Tempomat-Einstellung,
    • – eine Motortemperatur,
    • – ein aktuelles Lastverhalten des Motors,
    • – einen Fehlerzustand einer Fahrzeug-Selbstdiagnose,
    • – einen Betriebszustand einer Zündung,
    • – einen Betriebszustand einer Benutzerführung und
    • – einen Anschlusszustand eines Diagnosesteckers.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens gibt eine weitere Installationsbedingung eine Bedingung bezüglich einer Installationsberechtigung an.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein zu installierendes Softwaremodul bei Nichterfüllung mindestens einer Installationsbedingung in eine Update-Liste aufgenommen.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird einem Nutzer angezeigt, dass Softwaremodule aufgrund einer Nichterfüllung von Installationsbedingungen nicht installiert werden.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen die Installationsbedingungen zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen und nicht-zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen auf.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sind nicht-zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen durch einen Nutzer deaktivierbar.
  • Die Erfindung schafft ferner ein System zur Installierung eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges, wobei das Softwaremodul in dem Steuergerät installierbar ist, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandparameters erfüllt sind, die in dem Softwaremodul angegeben sind.
  • Des Weiteren werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßen Systems zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren zur Erläuterung erfindungswesentlicher Merkmale beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1: ein mögliches Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges;
  • 2: ein Ablaufdiagramm einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Installieren eines Softwaremoduls in einem Steuergerät eines Fahrzeuges gemäß der Erfindung;
  • 3: eine Skizze zur Darstellung eines bei dem erfindungsgemäßen Verfahren installierten Softwaremoduls.
  • Wie man aus 1 erkennen kann, weist das erfindungsgemäße System 1 zum Installieren eines Softwaremoduls bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einen Server 2 auf, der über mindestens ein Zwischennetzwerk 3, beispielsweise das Internet, mit einem Zugangsnetz 4 verbunden ist. Dabei kann es sich beispielsweise um ein UMTS-Zugangsnetz oder um ein WLAN-Zugangsnetz handeln. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Fahrzeug 5 ferner eine drahtlose Schnittstelle 6 zu dem Zugangsnetz 4 auf. Die Schnittstelle 6 enthält einen Transceiver zum Empfangen und Versenden von Nachrichten, die entsprechend einem Datenübertragungsprotokoll zwischen einer Basisstation 4 und der Schnittstelle 6 ausgetauscht werden. Die Schnittstelle 6 ist über einen internen Bus 7 mit einem Steuergerät 8 innerhalb des Fahrzeuges verbunden.
  • Bei dem Server 2 kann es sich beispielsweise um einen Server eines Autoherstellers für das Fahrzeug 5 handeln. Der Zugriff auf den Server 2 kann über eine Homepage des Herstellers erfolgen (http://www.autohersteller.com). Der Server 2 ist mit einer Datenbank verbunden, in der verschiedene Versionen von Steuerungssoftware für Steuergeräte 8 abgespeichert sind. Weiterhin können in der Datenbank Konfigurationsdaten für verschiedene in dem Fahrzeug 5 enthaltene Steuergeräte 8 abgelegt sein. Beispielsweise sind in der Datenbank des Servers 2 verschiedene Versionen an Steuerungssoftware für eine Navigationseinheit des Fahrzeuges 5 gespeichert.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Installieren eines Softwaremoduls in dem Steuergerät 8 des Fahrzeuges 5 wird das Softwaremodul in dem Steuergerät 8 nur dann installiert, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandsparameters den Fahrzeuges 5 erfüllt sind. Diese Betriebszustandsparameter sind dabei in dem Softwaremodul selbst angegeben. Bei einer möglichen Ausführungsform sind die Installationsbedingungen als Metainformationsdaten in dem Softwaremodul vorhanden. Bei einer möglichen Ausführungsform wird eine digitale Signatur für das Softwaremodul in Abhängigkeit von den Metainformationsdaten und einem Programmcode des Softwaremoduls berechnet. Die Berechnung der digitalen Signatur erfolgt dabei mittels symmetrischer oder asymmetrischer kryptographischer Verfahren.
  • Bei einer möglichen alternativen Ausführungsform sind die Installationsbedingungen indirekt durch den für die digitale Signatur verwendeten kryptographischen Schlüssel in dem Softwaremodul vorhanden.
  • 2 zeigt ein Ablaufdiagramm einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Nach einem Start des Installationsprogramms im Schritt S1 empfängt das Steuergerät 8 das zu installierende Softwaremodul. Beispielsweise loggt sich der Fahrer des Fahrzeuges 5 über das Zugangsnetz 4 und das Internet 3 bei dem Server 2 des Autoherstellers ein und selektiert ein von ihm gewünschtes Softwaremodul. Bei dem Softwaremodul kann es sich beispielsweise um ein Update einer Navigationssoftware handeln. Weiterhin kann es sich bei dem Softwaremodul beispielsweise aber auch um sicherheitskritische Softwaremodule handeln, wie etwa eine Update-Version der Motorsteuerung oder eine Update-Version der ABS-Steuerung.
  • Bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird im Schritt S3 eine in einem Softwaremodul enthaltene digitale Signatur überprüft.
  • 3 zeigt schematisch den Aufbau eines Softwaremoduls SM. Das Softwaremodul SM umfasst den Programmcode des Softwaremoduls sowie Metainformationsdaten. Die Metainformationsdaten weisen Installationsbedingungen für die Installation des Softwaremoduls SM auf. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Server 2 eine digitale Signatur für das zu übertragende Softwaremodul SM in Abhängigkeit von den Metainformationsdaten und dem Programmcode des Softwaremoduls berechnen. Dabei werden symmetrische oder asymmetrische kryptographische Verfahren eingesetzt. Bei einer möglichen Ausführungsform wird die digitale Signatur beispielsweise wie folgt berechnet:
    Signatur = S[Schlüssel, Metainformationsdaten, Programmcode].
  • Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform wird die digitale Signatur wie folgt berechnet:
    Signatur = Funktion[Schlüssel, Hash(Metainformationsdaten, Programmcode)],
    wobei Hash ein Hash-Wert ist.
  • Bei dem verwendeten Schlüssel kann es sich je nach eingesetztem kryptographischen Verfahren um einen öffentlichen oder um einen privaten Schlüssel handeln. Die auf diese Weise berechnete digitale Signatur wird an das Softwaremodul SM angehängt, wie in 3 dargestellt ist.
  • Die Metainformationsdaten, die zur Berechnung der Signatur eingesetzt werden, können neben den Installationsbedingungen weitere Informationsdaten umfassen, beispielsweise eine Softwareidentifikation, einen Softwareanbieter und ein Zielgerät.
  • Beispielsweise lauten die Metainformationsdaten eines Softwaremoduls SM:
    • Actual content: Software
    • Software-ID: 2139217ACDF
    • Provider: Siemens SV
    • Target: Auto, ECU
    • Install precondition: ignition an and speed = 0
  • Wie man aus dem Beispiel erkennen kann, umfassen die Metainformationsdaten eine Installationsbedingung bezüglich eines Betriebszustandsparameters des Fahrzeuges, nämlich bezüglich des Betriebszustands einer Zündung (ignition) und bezüglich der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges (speed). Die Gesamtheit der Metainformationsdaten oder zumindest die Installationsbedingung innerhalb der Metainformationsdaten wird zur Berechnung der digitalen Signatur verwendet.
  • Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel stellt der Server 2 das in 3 dargestellte Softwaremodul SM einschließlich der digitalen Signatur dem Steuergerät 8 nach Anfrage zur Verfügung. Das Steuergerät 8 lädt das Softwaremodul SM über das Zugangsnetz 4 und die Schnittstelle 6 und prüft im Schritt S4, ob die digitale Signatur gültig ist. Die Überprüfung der Signatur erfolgt mit Hilfe eines dem Steuergerät 8 bekannten Schlüssels. Sofern die Signatur des übertragenen Softwaremoduls SM als gültig erkannt wird, liest das Steuergerät 8 im Schritt S5 die in den Metainformationsdaten enthaltenen Installationsbedingungen aus. Weiterhin wird der aktuelle Betriebszustand des Fahrzeuges 5 bezüglich der Installationsbedingungen im Schritt S6 erfasst. Im Schritt S7 wird geprüft, ob der Betriebszustand des Fahrzeugs 5 die Installationsbedingungen des übertragenen Softwaremoduls SM erfüllt. Ist dies nicht der Fall, wird im Schritt S8 das empfangene Softwaremodul SM in eine Warteschlange eingereiht und es wird gewartet, bis gegebenenfalls später der Betriebszustand des Fahrzeuges 5 die Installationsbedingungen des Softwaremoduls SM erfüllt. Wird im Schritt S7 erkannt, dass der Betriebszustand des Fahrzeugs 5 bereits die Installationsbedingungen des Softwaremoduls SM erfüllt, wird das Softwaremodul SM im Schritt S9 in dem zugehörigen Steuergerät 8 installiert. Der Installationsvorgang endet im Schritt S10.
  • Bei dem angeführten Beispiel erfolgt eine Installation des Softwaremoduls SM nur dann, wenn der Betriebszustand des Fahrzeuges 5 angibt, dass die Zündung des Fahrzeuges 5 freigeschaltet ist und das Fahrzeug 5 steht.
  • Bei weiteren Ausführungsformen lassen sich die Installationsbedingungen des Softwaremoduls SM auf beliebige Betriebszustandsparameter des Fahrzeugs 5 beziehen. Beispielsweise umfassen die Betriebszustandsparameter einen Fahrzustand des Fahrzeuges 5, einen Ladezustand einer Fahrzeugbatterie, eine aktuelle Position des Fahrzeuges 5, eine aktuelle Geschwindigkeit V des Fahrzeuges 5, eine Einstellung eines Tempomaten, eine Motortemperatur T, einen Betriebszustand einer Zün dung, einen Betriebszustand einer Benutzerführung oder einen Anschlusszustand eines Diagnosesteckers. Das Softwaremodul SM kann eine oder mehrere Installationsbedingungen aufweisen.
  • Bei einer möglichen Ausführungsform können sich weitere Installationsbedingungen des Softwaremoduls SM auf eine Installationsberechtigung beziehen. Beispielsweise kann nur derjenige eine Installation vornehmen, der über die Fahrzeugschlüssel verfügt. Dies wird nachgewiesen, indem der Fahrer bzw. der Fahrzeughalter den Fahrzeugschlüssel in das Zündschloss einführt. Wenn der Schlüssel in das Zündschloss eingeführt wird, erfolgt die Installation des Softwaremoduls SM. In ähnlicher Weise wird bei einer alternativen Ausführungsform eine Installation nur vorgenommen, wenn ein bestimmter Pincode oder ein bestimmtes Passwort über eine Schnittstelle eingegeben wird. Bei sicherheitskritischen Softwaremodulen SM kann beispielsweise die Installation nur in einem Werkstattmodus durchgeführt werden, wenn beispielsweise der Anschlusszustand eines Diagnosesteckers anzeigt, dass das Fahrzeug an ein Diagnosegerät der Werkstatt angeschlossen ist.
  • Eine Installation des Softwaremoduls SM erfolgt in jedem Fall nur dann, wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind. Sie erfolgt beispielsweise nur, wenn die Installationsbedingungen bezüglich des Betriebszustandes des Fahrzeugs erfüllt sind, und ferner die Installationsbedingungen bezüglich einer Installationsberechtigung erfüllt sind. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, wird das Update bzw. die Installation des Softwaremoduls SM abgewiesen und beispielsweise in eine Warteschlange eingereiht. Dabei wird der Nutzer bzw. der Fahrer optional darauf hingewiesen, dass Software-Updates bzw. Softwareinstallationen anstehen und wegen nichtvorhandener Erfüllung der Umgebungsbedingungen bzw. Installationsbedingungen aktuell noch nicht ausgeführt werden können. Dem Fahrer wird angezeigt, dass Softwaremodule SM aufgrund einer Nichterfüllung von Installationsbedingungen nicht installiert werden konnten.
  • Bei einer möglichen Ausführungsform weisen die Installationsbedingungen zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen und nicht-zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen auf. Bei einer möglichen Ausführungsform sind nicht-zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen durch einen Nutzer deaktivierbar. Dabei wird dem Nutzer oder dem Fahrer beispielsweise die Autorität gewährt, eine Installationsbedingung manuell zu übergehen. Dabei wird das Update bzw. die Installation auch bei Nichterfüllung der Installationsbedingungen aufgrund der Eingabe des Nutzers. Dies ist vorzugsweise allerdings nur bei nicht-zwingend zu erfüllenden Installationsbedingungen, die nicht sicherheitskritisch sind, möglich.
  • Bei dem erfindungsgemäßen System ist es beispielsweise auch möglich, während der laufenden Fahrt des Fahrzeugs 5 Installationen vorzunehmen. Beispielsweise kann der Fahrer während der Fahrt über ein Zugangsnetz 4 auf den Server 2 des Autoherstellers oder des Autohändlers zugreifen und die Softwaremodule SM von Steuergeräten 8 innerhalb des Fahrzeugs 5 installieren. Beispielsweise kann ein Fahrer bei laufender Fahrt ein Softwaremodul für eine Navigationseinheit des Fahrzeuges 5 updaten oder installieren. Bewegt sich das Fahrzeug 5 beispielsweise in ein bestimmtes Gebiet, etwa in ein anderes Staatsgebiet, kann der Fahrer ein entsprechendes Navigations-Softwaremodul für dieses Gebiet herunterladen. Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt dabei die Installation automatisch für das jeweilige Gebiet. Bewegt sich beispielsweise das Fahrzeug in ein Zugangsnetz 4 eines anderen Gebietes und fordert ein entsprechendes Navigationssoftwaremodul SM an, kann der Server 2 das zu dem Zugangsnetz 4 passende Softwaremodul SM selektieren und an das Fahrzeug 5 übertragen. Bei einem Navigationssoftwaremodul handelt es sich um ein nichtsicherheitsrelevantes Softwaremodul, das bei laufender Fahrt upgedated werden kann.
  • Softwaremodule, welche beispielsweise die Motorsteuerung oder das Bremssystem des Fahrzeugs 5 betreffen, werden bei dem er findungsgemäßen System 1 nur dann upgedated bzw. installiert, wenn die betreffenden Installationsbedingungen erfüllt sind. Beispielsweise wird insbesondere ein Softwaremodul SM für das Bremssystem des Fahrzeugs 5 nur dann installiert bzw. upgedated, wenn das Fahrzeug 5 steht. Hierdurch wird vermieden, dass es zu einer kritischen Fahrsituation kommen kann. Sicherheitskritische Updates oder Softwarekonfiguration werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur dann eingespielt, wenn das Fahrzeug 5 sich in einem sicheren Fahrzustand befindet. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein flexibles Einspielen weniger kritischer Updates im laufenden Betrieb des Fahrzeuges 5 unter weniger kritischen Installationsbedingungen möglich.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren muss das Fahrzeug 5 zur Konfiguration von Software keine Werkstatt aufsuchen. Darüber hinaus ist es dem Fahrer bzw. dem Nutzer des Fahrzeuges möglich, die von ihm gewünschte Software selbst, beispielsweise von einer Homepage des Servers 2 eines Autoherstellers oder eines Händlers, herunterzuladen.
  • Zusätzlich oder alternativ kann der Fahrer bzw. Nutzer des Fahrzeugs von ihm gewünschte Software auf einem mit dem Internet verbundenen PC laden und auf einem tragbaren Speichermodul, z. B. einem USB-Stick oder einer Speicherkarte, speichern, und diese Speichermodul mit darauf gespeicherter Fahrzeugsoftware dann mit seinem Fahrzeug verbinden.
  • Bei einer möglichen Ausführungsform wird das Softwaremodul SM selbst in Abhängigkeit von einem Betriebszustand des Fahrzeugs 5 durch den Server 2 ausgewählt. Beispielsweise wird die notwendige Software in Abhängigkeit von der aktuellen Position des Fahrzeugs 5 durch den Server 2 ausgewählt und an das Steuergerät 8 übertragen. Hierbei wird beispielsweise die geeignete Navigationssoftware in Abhängigkeit von der aktuellen Position des Fahrzeuges 5 automatisch ausgewählt und an das Fahrzeug 5 übertragen. Die Auswahl der Navigationssoftware kann bei einer Ausführungsform in Reaktion auf eine An frage ausgewählt werden. Bei einer alternativen Ausführungsform erfolgt ein automatisches Update, wenn sich das Fahrzeug 5 von einem Gebiet in ein anderes Gebiet bewegt.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können beliebige Softwaremodule beliebiger Softwareanwendungen installiert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich neben der Installation von Softwaremodulen SM für Kraftfahrzeuge auch zur Installation von Softwaremodulen für beliebige andere Fahrzeuge, beispielsweise Flugzeuge oder Schiffe. Bei dem Steuergerät 8 kann es sich ebenfalls um ein beliebiges Steuergerät innerhalb des Fahrzeuges 5 handeln. Bei dem Steuergerät 8 handelt es sich beispielsweise um ein Steuergerät einer Navigationseinheit oder um ein Steuergerät 8 zum Steuern des Anhebens und Absenkens von Fensterscheiben in Fahrzeugtüren. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Übertragung des Softwaremoduls SM von dem Zugangsnetz 4 über die Schnittstelle 6 drahtlos. Bei alternativen Ausführungsformen erfolgt die Übertragung des Softwaremoduls SM drahtgebunden mittels eines vorgegebenen Datenübertragungsprotokolls.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - http://www.autohersteller.com [0024]

Claims (10)

  1. Verfahren zum Installieren eines Softwaremoduls (SM) in einem Steuergerät (8) eines Fahrzeugs (5), wobei das Softwaremodul (SM) in dem Steuergerät (8) installiert wird, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandsparameters des Fahrzeugs (5) erfüllt sind, die in dem Software-Modul (SM) angegeben sind.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Installationsbedingungen als Metainformationsdaten bereit gestellt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei eine digitale Signatur für das Softwaremodul (SM) in Abhängigkeit von den Metainformationsdaten und einem Programmcode des Softwaremoduls (SM) mittels symmetrischen oder asymmetrischen kryptographischem Verfahren berechnet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Betriebszustandsparameter aufweisen: einen Fahrzustand des Fahrzeugs, einen Ladezustand einer Fahrzeugbatterie, eine aktuelle Position des Fahrzeugs, Art der aktuell befahrenen Straße, Fahrbahnzustand der aktuell befahrenen Straße, aktuelles Verkehrsaufkommen, eine aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs, eine Tempomateinstellung, eine Motortemperatur, einen Lastzustand des Motors, einen Fehlerzustand einer Fahrzeug-Selbstdiagnose, einen Betriebszustand einer Zündung, einen Betriebszustand einer Benutzerführung, einen Anschlusszustand eines Diagnosesteckers.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine weitere Installationsbedingung eine Bedingung bezüglich einer Installationsberechtigung angibt.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein zu installierendes Softwaremodul (SM) bei Nichterfüllung mindestens einer Installationsbedingung in eine Update-Liste aufgenommen wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei einem Nutzer angezeigt wird, dass Softwaremodule (SM) aufgrund einer Nichterfüllung von Installationsbedingungen nicht installiert werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Installationsbedingungen zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen und nicht zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen aufweisen.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei nicht zwingend zu erfüllende Installationsbedingungen durch einen Nutzer deaktivierbar sind.
  10. System zum Installieren eines Softwaremoduls (SM) in einem Steuergerät (8) eines Fahrzeugs (5), wobei das Softwaremodul (SM) in dem Steuergerät (8) installierbar ist, wenn Installationsbedingungen bezüglich mindestens eines Betriebszustandsparameters des Fahrzeugs (5) erfüllt sind, die in dem Softwaremodul (SM) angegeben sind.
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