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Die
Erfindung betrifft einen Heizkessel sowie eine Heizanlage und ein
Verfahren zum Heizen eines Gebäudes gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Unter
dem Begriff „Heizkessel" ist nachfolgend ein Gerät
zur Wärmeerzeugung für Raumheizung und Brauchwassererwärmung
in einem eigenen Gehäuse bezeichnet. Neben dem Brennraum
für fossile Brennstoffe sind in diesem Gehäuse
typischerweise mindestens Umwälzpumpe, elektronische Heizungssteuerung, Steuerventil(e)
und die Anschlüsse für die Anbindung an die Heizungs-
und Elektroinstallation untergebracht.
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Ein-
oder Mehrfamilienhäuser werden üblicherweise mit
vorgehend beschriebenen Heizkesseln beheizt. Über den Brenner
wird einerseits die Raumheizung (insbesondere Heizkörper,
aber auch Wandheizung oder Fußbodenheizung) betrieben.
Weiterhin kann ein Brauchwasserwärmespeicher beheizt werden.
In diesem Wärmespeicher kann das Brauchwasser selbst untergebracht
sein, d. h. Frischwasser kann zufließen und erwärmtes
Brauchwasser kann entnommen werden. Darüber hinaus gibt
es aber auch Lösungen, bei denen im Wärmespeicher
Flüssigkeit als Speichermedium untergebracht ist und das
Brauchwasser über einen separaten Frischwasser-Wärmetauscher
bei Bedarf erwärmt wird. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf beide dieser Varianten.
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Immer
häufiger werden Heizungsanlagen auch mit Sonnenkollektoren
gekoppelt, die über einen Solarwärmetauscher den
Brauchwasser-Wärmespeicher zusätzlich aufheizen.
Die Kollektorfläche ist üblicherweise so groß bemessen,
dass in den Sommer- und den Übergangsmonaten die zur Aufheizung
des Brauchwassers benötigte Energie weitgehend solar bereitgestellt
werden kann. Aufgrund dieser Auslegung steht häufig mehr
solar erzeugte Wärmeenergie zur Verfügung als
zur Erwärmung des Brauchwassers erforderlich ist, d. h.
das Brauchwasser wird über die mindestens erforderliche
Brauchwassertemperatur aufgeheizt (Überschusswärme).
Nur bei großen Kollektorflächen und teuren Heizungsanlagen
wurde bislang die Solarwärme zur Unterstützung
der Raumheizung genutzt. Ein Beispiel hierfür ist in der
EP 1 748 258 A2 angegeben.
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Bislang übliche
Heizkessel zur Raumheizung und Brauchwassererwärmung verfügen
typischerweise über ein Ventil zur Umschaltung zwischen
Raumheizung und Brauchwassererwärmung, diese beiden Betriebszustände
schließen sich gegenseitig aus. Sie weisen im Allgemeinen
einen gemeinsamen, ventillosen Vorlauf und je einen Rücklauf
für Raumheizkreis und Brauchwassererwärmungs-Ladekreislauf
auf. Die Entnahme von (z. B. solar erzeugter) Überschusswärme
aus dem Brauchwasserspeicher ist konstruktionsbedingt nicht möglich.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen kostengünstigen und sehr betriebssicheren
Heizkessel zu konzipieren, der insbesondere in den Übergangsmonaten
einen geringeren fossilen Energieverbrauch aufweist.
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Der
erfindungsgemäße Heizkessel sollte einfach aufgebaut
und in seinen Komponenten weitgehend identisch mit bislang üblichen
Heizkesseln sein, damit Entwicklungs- und Produktionsmehrkosten
minimiert werden können.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Heizkessel nach Anspruch 1 gelöst.
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Das
erfindungsgemäße Heizkessel sollte mit allen Brauchwasserspeichern
mit Aufheiz- und Solar-Wärmetauscher einsetzbar sein, unabhängig
davon, ob der Speicher mit Brauchwasser befüllt oder das Brauchwasser über
einen separaten Frischwasser-Wärmetauscher im Wärmespeicher
erwärmt wird.
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Nicht
zwingend, jedoch idealerweise könnte dieser Heizkessel
auch in Bezug auf Anschlüsse und Funktion vollständig
kompatibel mit bislang üblichen Heizkesseln sein. Die zusätzliche
Funktionalität „solare Heizungsunterstützung"
könnte vollständig in den Heizkessel integriert
werden. Ein Austausch eines bestehenden durch einen erfindungsgemäßen
Heizkessel ist daher problemlos möglich. Auch die Neuinstallation
einer Heizungsanlage unter Verwendung eines solchen Heizkessels
ist identisch (und somit genauso einfach) wie die einer herkömmlichen
Heizanlage mit solarer Brauchwassererwärmung ohne solare
Heizungsunterstützung. Des Weiteren könnte ein
solcher Heizkessel auch in Anlagen mit Brauchwasserspeicher ohne
solare Aufladung eingesetzt werden. Wird zu einem späteren
Zeitpunkt der Brauchwasserspeicher durch einen Speicher mit solarer
Aufladung ersetzt, so wird ab diesem Zeitpunkt die verfügbare Überschusswärme
automatisch für die Raumheizung genutzt.
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Durch
den Einsatz des erfindungsgemäßen Heizkessels
reduzieren sich die Energiekosten für die Raumheizung um
den Betrag der entnommenen Überschusswärme. Darüber
hinaus werden weitere positive Effekte erzielt: Das durchschnittliche
Temperaturniveau im Brauchwasserspeicher wird näher an
der Brauchwassersolltemperatur gehalten und ist somit im Durchschnitt
niedriger. Dies reduziert die Verkalkungsneigung im Brauchwasserspeicher
ebenso wie Stillstandwärmeverluste am Speicher und den
Rohrleitungen. Die in der Folge niedrigere Temperatur im Solarkreislauf
erhöht den solaren Wirkungsgrad der Sonnenkollektoren und erhöht
somit deren Energieausbeute. All diese Faktoren erhöhen
zusätzlich die Energieeffizienz der Heizanlage.
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Der
erfindungsgemäße Heizkessel würde auch
keinerlei Kopplung mit der Regelung der Solar-Anlage erfordern.
Lediglich der Eintrag von zusätzlicher Wärmeenergie über
den "Solar-Wärmetauscher" in den Brauchwasserspeicher ist
relevant und wird von dem Heizkessel automatisch erkannt und soweit
möglich genutzt.
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Die
integrierte und für Kunden sehr attraktive Zusatzfunktion „Solare
Raumheizungsunterstützung" würde dem erfindungsgemäßen
Heizkessel einen Wettbewerbsvorteil gegenüber bisher üblichen
Heizkesseln verschaffen, dadurch könnte der Hersteller
des Produktes eine Steigerung von Absatzzahlen und Wertschöpfung
pro Gerät erzielen.
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Folgende
Gesichtspunkte sind bei der Beurteilung der Praxistauglichkeit des
vorgestellten Konzepts von Bedeutung: Wärmeüberschuss
wird an sonnigen Tagen vorwiegend in der Übergangszeit
produziert und steht in der Regel frühestens mittags zur
Verfügung, da zunächst das am Vortag bzw. am Morgen
entnommene Brauchwasser nachgeheizt werden muss. Zu diesem Zeitpunkt
ist die Aufheizung der Innenräume nach der Nachtabsenkung
längst abgeschlossen, wegen der höheren Außentemperaturen
liegt die dann erforderliche Heizungsvorlauftemperatur typischerweise
bereits unter 45 Grad. Auch die Geschwindigkeit der Wärmeentnahme
aus dem Wärmespeicher zur Heizungsunterstützung
ist sekundär. Es ist weitgehend unerheblich, ob die Überschusswärme
schnell oder langsam entnommen wird. Entscheidend ist lediglich,
dass sie entnommen wird um fossil erzeugte Energie zu ersetzen.
Sollte untertags keine Raumheizung mehr erforderlich sein, so ist in
den Abendstunden häufig noch eine Temperierung der Innenräume
erforderlich. Steht zum Beginn der Nachtabschaltung immer noch Überschusswärme
zur Verfügung, so kann diese im Zeitraum vor Beginn der Heizzeit
am nächsten Morgen zur Erwärmung der noch kalten
Heizanlage genutzt werden. Im späten Frühling und
frühen Herbst wird die gespeicherte Überschusswärme
sogar häufig ausreichen, um den Wärmebedarf für die
morgendliche Temperierung von Badezimmer etc. vollständig
zu decken.
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Nach
Ende einer sonnigen Periode muss das Brauchwasser gegebenenfalls
früher nachgeheizt werden, da Überschusswärme
entnommen wurde und der Speicher daher möglicherweise weniger
warmes Brauchwasser für eine Schlechtwetterperiode vorhalten
kann. Hier gilt jedoch der Erhaltungssatz der Energie: Die zusätzlich
erforderliche Wärmemenge zur Aufheizung des Brauchwassers
ist nicht größer als die zuvor zur Raumheizung
(nutzbringend) entnommene Wärmemenge. Die Vorteile der
geringeren Stillstandsverluste und des besseren Solarwirkungsgrads
der Kollektoren bleibt jedoch auch in diesem Falle bestehen.
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Die
Funktion „Solare Heizungsunterstützung" könnte über
ein oder mehrere geeignet angeordnete Ventil(e) (Umschalt- oder
Mischventil) oder eine zusätzliche Pumpe im Heizkessel
realisiert werden. Durch geeignete Koppelung mit dem Ladekreislauf
im Raumheizbetrieb könnte somit der Wärmeträger
des Heizkreislaufs ganz oder teilweise durch den Aufheizwärmetauscher
des Brauchwasser-Ladekreislaufs gefördert und die entnommene
Wärme dem Heizkreislauf zugeführt/beigemischt
werden. Beide Strömungsrichtungen des Wärmeträgers
durch den Aufheizwärmetauscher sind hierbei denkbar und
möglich. Sollte die aus dem Brauchwasser-Wärmespeicher
entnommene und in den Heizkreislauf transportierte Wärmeleistung
zur Raumheizung nicht ausreichen so könnte der Brenner
gleichzeitig mit betrieben werden (mit enstprechend reduzierter
Heizleistung) um die erforderliche Heizungsvorlauftemperatur aufrechtzuerhalten.
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Ferner
betrifft die Erfindung eine Heizungsanlage mit einem erfindungsgemäßen
Heizkessel sowie ein Verfahren zum Beheizen eines Gebäudes.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug
genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer Heizungsanlage mit solarer Brauchwasserbereitung
und Heizkessel nach dem Stand der Technik
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2 eine
schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Heizungsanlage, die nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, und einen
erfindungsgemäßen Heizkessel aufweist.
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3 eine
schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Heizungsanlage, die nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, und
einen erfindungsgemäßen Heizkessel gemäß einer
zweiten Ausführungsform aufweist.
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4 eine
schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Heizungsanlage, die nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, und
einen erfindungsgemäßen Heizkessel gemäß einer
dritten Ausführungsform aufweist
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In 1 ist
eine konventionelle Heizungsanlage schematisch dargestellt, die
einen Wärmespeicher 5 für Brauchwasser
aufweist. Im unteren Drittel des Wärmespeichers 5 ist
ein Solarwärmetauscher 6 untergebracht, der in
einen Solarkreislauf 12 eingebunden ist. Hier wird die
aus dem Solarkreislauf mit Sonnenkollektoren gewonnene Wärmeenergie
in den Brauchwasserspeicher eingetragen. Im oberen Drittel des Wärmespeichers 5 ist
ein Aufheizwärmetauscher 7 untergebracht, der
Teil des Brauchwasser-Ladekreislaufs 18 ist. Der Ladekreislauf 18 ist
mit einem Heizungskreislauf 17 gekoppelt, und zwar über
einen gemeinsamen Leitungsabschnitt 30 und 31,
in dem eine Umwälzpumpe 3 und eine Heizvorrichtung, üblicherweise
in Form eines Brenners, liegt. Der Brenner 2 wird insbesondere
mit fossilen Brennstoffen (Öl, Gas, Pellet, Hackschnitzel, Holz,
Biogas etc.) betrieben.
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Typischerweise
sind drei Betriebszustände (BZ) vorgesehen:
- 0
- – Standby
- 1
- – Raumheizung
- 2
- – Brauchwassererwärmung
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BZ-0-Standby:
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BZ-0
wird eingestellt, wenn die aktuelle Brauchwassertemperatur gemessen
mit Sensor 8 auf oder über dem Sollwert für
die Brauchwassertemperatur liegt und Raumheizung nicht erforderlich
ist. Die Heizungssteuerung 10 schaltet Umwälzpumpe 3 und
Brenner 2 ab, die Stellung des Umschaltventils 4 ist
ohne Belang. Die Anlage befindet sich im Ruhezustand.
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BZ-1-Raumheizung:
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Die
Heizungsteuerung 10 stellt das Dreiwege-Umschaltventil 4 so
ein, dass der Durchfluss des Wärmeträgers von 4C → 4B möglich
ist; 4A ist verschlossen. Die Pumpe 3 treibt den
Wärmeträger über den Leitungsabschnitt 30 durch
den Wärmetauscher des Brennraums 2 (in Pumpen-Pfeilrichtung)
wo er auf das erforderliche Temperaturniveau für die Raumheizung
aufgeheizt wird. Über Brenner-Vorlauf 31 und Abzweig 32 fließt
der Wärmeträger über den Heizungsvorlauf 33 des
Heizkessels 11 entlang Stromrichtung 17 zu den Raumheizflächen 1,
gibt dort Wärme ab und strömt dann zurück
zum Heizungsrücklauf 36 am Heizkessel 11. Von
dort fließt er auf dem Weg 4C → 4B zurück
zur Pumpe 3. Der Brauchwasser-Ladekreislauf 18 ist
blockiert, da der Laderücklauf 37 (verbunden mit 4A)
verschlossen ist. Daher kann kein Wärmeträger
am Abzweig 32 zum Ladevorlauf 34 fließen.
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Brauchwassererwärmung
ist im BZ-1 daher über den Heizkessel 11 nicht
möglich.
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BZ-2-Brauchwassererwärmung:
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Fällt
die Brauchwassertemperatur gemessen mit Sensor 8 unter
den Sollwert ab, so stellt die Heizungsteuerung 10 das
Dreiwege-Umschaltventil 4 so ein, dass der Durchfluss des
Wärmeträgers von 4A → 4B möglich
ist; 4C ist verschlossen. Die Pumpe 3 treibt den
Wärmeträger über den Leitungsabschnitt 30 durch
den Wärmetauscher des Brennraums 2 (in Pumpen-Pfeilrichtung)
wo er auf das erforderliche Temperaturniveau für die Brauchwassererwärmung
aufgeheizt wird. Über Brenner-Vorlauf 31 und Abzweig 32 fließt
der Wärmeträger über den Ladevorlauf 34 des
Heizkessels 11 entlang Stromrichtung 18 zum Aufheizwärmetauscher 7 im Brauchwasserspeicher 5.
Er heizt dort den oberen Bereich des Wärmespeichers auf
und strömt dann zurück zum Laderücklauf 37 am
Heizkessel 11. Von dort fließt er auf dem Weg 4A → 4B zurück
zur Pumpe 3. Der Heizungskreislauf 17 ist blockiert,
da dessen Rücklauf 36 (verbunden mit 4C)
verschlossen ist. Daher kann kein Wärmeträger
am Abzweig 32 zum Heizungsvorlauf 33 fließen.
Raumheizung ist im BZ-2 daher nicht möglich. Ist die Brauchwasser
Solltemperatur gemessen an Sensor 8 in der oberen Schicht
des Brauchwasserspeichers 5 erreicht, so wird die Heizungssteuerung 10 je
nach Bedarf auf BZ-0-Standby bzw. BZ-1-Raumheizung umschalten.
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Konstruktionsbedingt
ist ein Transport von Wärmeenergie vom Brauchwasserspeicher 5 zur
Nutzung im Raumheizkreislauf 17, 1 bei einem herkömmlichen
Heizkessel gemäß 1 nicht
möglich, da eine Koppelung von Lade- und Heizkreislauf
nicht vorgesehen ist.
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In 2 ist
eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Heizkessels dargestellt. Dieser Heizkessel stellt zusätzlich
den BZ-3-Raumheizung mit Solarunterstützung zur Verfügung.
Er stimmt im Aufbau und Funktion weitgehend mit dem konventionellen
Heizkessel gemäß 1 überein,
so dass im Folgenden nur noch auf die Unterschiede eingegangen wird.
Die bereits eingeführten Bezugszeichen werden folglich
für die funktionsgleichen, bereits beschriebenen Teile
ebenfalls verwendet.
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Abweichend
von dem herkömmlichen Heizkessel nach 1 verwendet
der erfindungsgemäße Heizkessel gemäß 2 anstelle
des Dreiwege-Umschaltventils ein Dreiwege-Mischventil 104,
welches im Gegensatz zu dem Dreiwege-Umschalt-Ventil im herkömmlichen
Heizkessel (hier ist entweder nur Heizkreislauf 17 oder
nur Ladekreislauf 18 aktiv) erlaubt, beide Ströme 17 und 18 gleichzeitig
zuzulassen, sie in einem gemeinsamen Leitungsabschnitt (in dem die
Umwälzpumpe 3 liegt) zu koppeln und deren Volumenverhältnis
stufenlos (oder in diskreten Schritten) zu regeln. Die Heizungsregelung 10 verfügt über
nachfolgend beschriebene, erweiterte Funktionen um das Dreiwege-Mischventil 104 stufenlos
(oder in diskreten Schritten) einzustellen und den BZ-3-Raumheizung
mit Solarunterstützung zu realisieren.
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Vier
Betriebszustände (BZ) sind mindestens vorgesehen:
- 0
- – Standby
- 1
- – Raumheizung
(„zweiter Schaltzustand")
- 2
- – Brauchwassererwärmung
(„dritter Schaltzustand")
- 3
- – Raumheizung
mit Solarunterstützung („erster Schaltzustand")
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BZ-0-Standby:
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Dieser
BZ ist identisch mit Beschreibung des BZ-0 zu 1.
Die Stellung des Mischventils 104 ist ohne Belang.
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BZ-1-Raumheizung („zweiter Schaltzustand"):
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Die
Heizungsteuerung 10 stellt das Dreiwege-Mischventil 104 so
ein, dass der Durchfluss des Wärmeträgers von 104C → 104B möglich
ist; 104A ist völlig verschlossen. Das Mischventil 104 weist
daher identische Durchflusseigenschaften auf wie das Dreiwege-Umschaltventil 4 des
herkömmlichen Heizkessels nach 1 im BZ1-Raumheizung.
Die Funktionsbeschreibung des BZ-1 ist daher identisch mit Beschreibung
des BZ-1 zu 1.
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BZ-2-Brauchwassererwärmung („dritter
Schaltzustand"):
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Fällt
die Brauchwassertemperatur gemessen mit Sensor 8 unter
den Sollwert ab, so stellt die Heizungsteuerung 10 das
Dreiwege-Mischventil 104 so ein, dass der Durchfluss des
Wärmeträgers von 104A → 104B möglich
ist; 104C ist völlig verschlossen. Das Mischventil
weist daher identische Durchflusseigenschaften auf wie das Dreiwege-Umschaltventil
des herkömmlichen Heizkessels nach 1 im BZ-2.
Die Funktionsbeschreibung des BZ-2 ist daher identisch mit Beschreibung
des BZ-2 zu 1.
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BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung
(„erster Schaltzustand"):
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Dieser
Betriebszustand wird eingestellt, wenn Raumheizbetrieb erforderlich
ist und wenn durch externe (solare) Aufladung die Brauchwassertemperatur
gemessen mit Sensor 8 sowohl die Brauchwasser-Soll-Temperatur
um mindestens 1° als auch die für die Raumheizung
momentan erforderliche Vorlauftemperatur mindestens um eine vorgegebene
Temperaturdifferenz (z. B. 3°) überschreitet.
Die Heizungssteuerung 10 fährt das Dreiwege-Mischventil
in Mischstellung, d. h. Durchfluss des Wärmeträgers
ist von 104C → 104B (Volumenstrom 17)
als auch von 104A → 104B (Volumenstrom 18)
möglich. Das Volumenverhältnis der beiden Ströme 17 und 18 kann
von der Heizungssteuerung durch Verstellen des Mischventils 104 stufenlos
(oder in diskreten Schritten) geregelt werden. Das Öffnungsverhältnis
der beiden Einlässe 104A und 104B des
Dreiwege-Mischventils 104 bewirkt somit, dass sich der
von Pumpe 3 geförderte Gesamt-Volumenstrom 16 am
Abzweig 32 entsprechend aufteilt. Zum einen in Strom 18, über
den überschüssige Wärme aus dem Brauchwasserspeicher 5 über
den Wärmetauscher 7 entnommen wird. Dieser tritt
erwärmt am Laderücklauf 37 in den Heizkessel
ein und wird im Mischventil 104 über Einlass 104A dem
Heizungsrücklauf beigemischt. Der Ladekreislauf wird also
in diesem BZ zur Heizungsunterstützung durch Rücklaufanhebung
genutzt. Strom 17 bildet den Heizkreislauf zur Raumheizung. Über
das Verhältnis der beiden Volumenströme (einstellbar
an Mischventil 104) kann die Wärmeentnahme aus
dem Brauchwasserspeicher beeinflusst werden.
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Brenner 2 kann
ganz abgeschaltet oder mit reduzierter Heizleistung betrieben werden,
wenn die über Strom 18 aus dem Brauchwasserspeicher
entnommene Wärmeleistung für die Raumheizung nicht
ausreicht, um die erforderliche Heizungsvorlauftemperatur (gemessen
an Sensor 9) aufrecht zu erhalten.
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Optional
könnte über die Heizungssteuerung 10 die
Förderleistung der Umwälzpumpe 3 in diesem
BZ erhöht werden, um den vollen Volumendurchsatz des Raumheizkreislaufes 17 bei
gleichzeitigem Betrieb von Kreislauf 18 sicherzustellen.
Im Regelfall wird jedoch der Volumendurchsatz des Kreislaufs 18 kleiner
als der des Heizkreislaufes 17 gehalten werden, so dass
auf eine Erhöhung der Förderleistung der Pumpe
wohl verzichtet werden kann. Wie in der Einleitung erläutert,
ist es nicht erforderlich, dass die Überschusswärme schnell
aus dem Wärmespeicher entnommen wird, eine „schleichende"
Entnahme erfüllt ihren Zweck ebenso.
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Erreicht
bzw. unterschreitet die Brauchwasser-Temperatur gemessen an Sensor 8 den
Sollwert oder liegt sie nur mehr unwesentlich über der
für den Raumheizkreis erforderlichen Vorlauftemperatur,
so wird der BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung beendet
und auf BZ-1-Raumheizung umgeschaltet.
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Der
BZ-3-Raumheizung mit Solarunterstützung darf nach Aktivierung
der Sonderfunktion "Legionellenbekämpfung" (hierzu wird
das Brauchwasser vorübergehend auf ein erhöhtes
Temperaturniveau aufgezeizt) für einen geeigneten Zeitraum
nicht aktiviert werden, damit das erhöhte Temperaturniveau
im Brauchwasserspeicher ausreichend lange bestehen bleibt, um die
gefährlichen Keime sicher abzutöten. Dies ist
bei der Programmierung der Heizungssteuerung 10 zu berücksichtigen.
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Beachtenswert
ist der außerordentlich einfache Aufbau des Heizkessels
gemäß 1. Interessant ist auch folgender
Aspekt: In der Ausführungsform nach 1 durchfließt
der Wärmeträger zur Entnahme von Überschusswärme
den Aufheizwärmetauscher 7 nicht von unten nach
oben (eine Flussrichtung des Wärmeträgers entgegen
des Temperaturgefälles im Wärmespeicher wäre
für eine Wärmeentnahme noch besser) sondern in
Stromrichtung 18. Bei einem ausgeprägten Temperaturgefälle
des Speicherinhalts im Bereich des Aufheizwärmetauschers 7 kann
dies den Transport von Wärme von oben nach unten bewirken.
Dies ist an sich unerwünscht. In vorliegendem Anwendungsfall
stellt dies jedoch keinen Nachteil dar und zwar aus folgendem Grund:
Die Heizungsunterstützung und damit die Wärmeentnahme
wird beendet, wenn an Sensor 8 die Brauchwassertemperatur
auf den Sollwert absinkt. Somit wird das Wasser im oberen Speicherbereich
nicht unter die Brauchwasser-Solltemperatur abgekühlt und
bleibt daher voll nutzbar.
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Alternativ
(in 2 nicht dargestellt) kann der Abzweig 32 auch
außerhalb des Heizkessels installiert werden, wenn dies
für die Leitungsführung vorteilhafter ist (insbesondere
wenn Brauchwasser-Wärmespeicher nicht in unmittelbarer
Nähe des Heizkessels steht). Der unbelegte Vorlauf (33 oder 34)
des Heizkessels 11 ist in diesem Falle zu verschließen.
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In 3 ist
eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Heizkessels dargestellt. Dieser Heizkessel stellt zusätzlich
den BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung zur Verfügung.
Er stimmt im Aufbau und Funktion weitgehend mit dem konventionellen
Heizkessel gemäß 1 überein,
so dass im Folgenden nur noch auf die Unterschiede eingegangen wird.
Die bereits eingeführten Bezugszeichen werden folglich für
die funktionsgleichen, bereits beschriebenen Teile ebenfalls verwendet.
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Der
aufwendigeren Konstruktion des erfindungsgemäßen
Heizkessels gemäß 3 gegenüber
dem Kessel in 2 steht der Vorteil gegenüber,
dass bei vorhandener Überschusswärme im Wärmespeicher
der BZ-3 Raumheizung mit Solar-Unterstützung bereits eingestellt
werden kann, wenn die Brauchwassertemperatur die Heizungsrücklauftemperatur überschreitet.
Der einfacher konstruierte Heizkessel gemäß 2 erfordert
hingegen für den BZ Raumheizung mit Solar-Unterstützung,
dass die Brauchwassertemperatur die Raumheizungsvorlauftemperatur
(diese ist höher als die Heizungsrücklauftemperatur) überschreitet.
Zusätzlich vorteilhaft für die Entnahme von Wärme
aus dem Brauchwasser-Wärmespeicher 5 ist die Strömungsrichtung 19 des
Wärmeträgers durch den Aufheizwärmetauscher 7 bei
der Entnahme von Wärme aus dem Brauchwasser-Wärmespeicher 5.
Diese ist der Strömungsrichtung 18 des Ladekreislaufs
im Betriebszustand Brauchwassererwärmung entgegengesetzt
und ist für die Entnahme von Wärme optimal.
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Abweichend
von dem herkömmlichen Heizkessel nach 1 verwendet
der erfindungsgemäße Heizkessel gemäß 3 zusätzlich
ein Dreiwege-Mischventil 20, sowie eine Bypass-Leitung 21,
die zum Rücklauf 37 des Ladekreislaufs führt.
Die Heizungsregelung 10 verfügt über
nachfolgend beschriebene, erweiterte Funktionen, um das Dreiwege-Mischventil 20 stufenlos
(oder in diskreten Schritten) einzustellen und den BZ "Raumheizung
mit Solar-Unterstützung" zu realisieren. Dazu sind zwei
zusätzliche Temperatursensoren am Heizungsvorlauf 33 und
am Heizungsrücklauf 36 des Heizkessels 11 erforderlich,
und zwar die Sensoren 22 und 23.
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Vier
Betriebszustände (BZ) sind mindestens vorgesehen:
- 0
- – Standby
- 1
- – Raumheizung
(„zweiter Schaltzustand")
- 2
- – Brauchwassererwärmung
(„dritter Schaltzustand")
- 3
- – Raumheizung
mit Solarunterstützung („erster Schaltzustand")
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BZ-0-Standby:
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Dieser
BZ ist identisch mit Beschreibung des BZ-0 zu 1.
Die Stellung des Mischventils 20 ist ohne Belang.
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BZ-1-Raumheizung („zweiter Schaltzustand"):
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Die
Heizungsteuerung 10 stellt das Dreiwege-Mischventil 20 so
ein, dass der Durchfluss des Wärmeträgers von 20A → 20C möglich
ist; Bypass 21 an 20B ist völlig verschlossen
und somit blockiert. Das Mischventil 20 weist identische
Durchflusseigenschaften auf wie das Rohrstück 30 zwischen
Pumpe 3 und Brenner 2 des herkömmlichen
Heizkessels nach 1. Die Funktionsbeschreibung
dieses BZ ist daher identisch mit Beschreibung des BZ-1-Raumheizung
zu 1.
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BZ-2-Brauchwassererwärmung („dritter
Schaltzustand"):
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Fällt
die Brauchwassertemperatur gemessen an Sensor 8 unter den
Sollwert ab, so stellt die Heizungsteuerung 10 das Dreiwege-Mischventil 20 so
ein, dass der Durchfluss des Wärmeträgers von 20A → 20C möglich
ist; Bypass 21 an 20B ist völlig verschlossen
und somit blockiert. Das Mischventil 20 weist identische Durchflusseigenschaften
auf wie das Rohrstück 30 zwischen Pumpe 3 und
Brenner 2 des herkömmlichen Heizkessels nach 1.
Die Funktionsbeschreibung dieses BZ ist daher identisch mit Beschreibung
des BZ Brauchwassererwärmung zu 1.
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BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung
(„erster Schaltzustand"):
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Dieser
Betriebszustand wird eingestellt, wenn Raumheizbetrieb erforderlich
ist und wenn durch externe (solare) Aufladung die Brauchwassertemperatur
gemessen an Sensor (8) sowohl die Brauchwasser-Soll-Temperatur
um mindestens 1° als auch die momentane Rücklauftemperatur
(gemessen an Sensor 23) des Raumheizkreises 17 mindestens
um eine vorgegebene Temperaturdifferenz (z. B. 3°) überschreitet.
Die Heizungssteuerung 10 schaltet das Dreiwege-Umschaltventil 4 auf
Heizbetrieb, also derart, dass Durchfluss des Wärmeträgers
von 4C → 4B möglich ist, 4A ist
verschlossen.
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Das
Dreiwege-Mischventil 20 wird in Mischstellung gebracht,
so dass sich der von der Pumpe 3 geförderte Gesamtstrom 16 ins
Mischventil 20 über 20A eintritt und
dort aufgeteilt wird. Ein Teil (Strom 19) strömt durch
den Bypass 21 (4A ist verschlossen) zum Wärmetauscher 7 des
Brauchwasserspeichers 5, und wird dort erwärmt.
Der andere Teil des Stroms (Strom 19a) fließt
von 20C über Leitung 30, umströmt
den Brennraum des Brenners 2 und gelangt über
den Brenner-Vorlauf 31 zum Abzweig 32. Dort mischt
er sich mit Strom 19 und bildet den Raumheizungsvorlauf 17,
dessen Temperatur mit Sensor 22 abgenommen wird. Das Volumenverhältnis
der beiden Teilströme kann von der Heizungssteuerung durch
Verstellen des Mischers 20 stufenlos (oder in diskreten
Schritten) geregelt werden.
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Über
das Verhältnis der beiden Volumenströme 19 und 19a kann
die Wärmeentnahme aus dem Brauchwasserspeicher und somit
die Raumheizungs-Vorlauftemperatur beeinflusst werden.
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Brenner 2 kann
entweder ganz abgeschaltet oder mit reduzierter Heizleistung betrieben
werden, wenn die über Strom 19 aus dem Brauchwasserspeicher
entnommene Wärmeleistung für die Raumheizung nicht ausreicht,
die erforderliche Heizungsvorlauftemperatur (gemessen an Sensor 22)
aufrecht zu erhalten.
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Erreicht
bzw. unterschreitet die Brauchwasser-Temperatur gemessen an Sensor 8 den
Sollwert für das Brauchwasser oder liegt sie nur mehr unwesentlich über
der aktuellen Rücklauftemperatur des Raumheizkreises gemessen
an Sensor 23, so wird der BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung
beendet und auf BZ-1-Raumheizung umgeschaltet.
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Der
BZ-3-Raumheizung mit Solarunterstützung darf nach Aktivierung
der Sonderfunktion "Legionellenbekämpfung" (hierzu wird
das Brauchwasser vorübergehend auf ein erhöhtes
Temperaturniveau aufgezeizt) für einen geeigneten Zeitraum
nicht aktiviert werden, damit das erhöhte Temperaturniveau
im Brauchwasserspeicher ausreichend lange bestehen bleibt, um die
potentiell schädlichen Keime sicher abzutöten. Dies
ist bei der Programmierung der Heizungssteuerung 10 zu
berücksichtigen.
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Das
Dreiwege-Mischventil 20 kann mit einem dedizierten Stelltrieb
versehen werden, der von der Heizungssteuerung 10 über
Leitung 24 angesteuert wird. Als kostengünstigere
Variante können die Ventile 4 und 20 jedoch
auch mechanisch 25 gekoppelt werden, somit ist nur ein
Stelltrieb erforderlich. Es bietet sich an, die Ventile 4, 20 in
einem gemeinsamen Gehäuse (Hydraulikblock) zu integrieren.
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Folgende
Tabelle illustriert die Funktion der beiden Ventile abhängig
von der Position des Stelltriebs (in diesem Beispiel 0°–270°).
Der Stellbereich von 90°–270° dient zur
z. B. stufenlosen Regelung des Mischventils
20.
| Stelltrieb Position | Umschaltventil 4 | Mischventil 20 | Betriebszustand |
| 4A → 4B | 4C → 4B | 20A → 20B | 20A → 20C |
| 0° | Auf | Zu | Zu | Auf | Brauchwasser-Erwärmung |
| 90° | Zu | Auf | Zu | Auf | Raumheizung |
| 91°
↓ | Zu | Auf | öffnet sukkzessive | drosselt sukkzessive | Raumheizung
m. Solarunterstützung |
| 180° | Zu | Auf | 50% | 50% | Raumheizung m. Solarunterstützung |
| ↓ | Zu | Auf | öffnet sukkzessive | drosselt sukkzessive | Raumheizung m. Solarunterstützung |
| 270° | Zu | Auf | 100%
= Auf | 0%
= Zu | Raumheizung m. Solarunterstützung |
-
In
einer noch kostengünstigeren Variante (in der Zeichnung
nach 3 nicht dargestellt) könnte das Mischventil 20 durch
einen einfachen Abzweig (T-Stück) ersetzt werde. Im Bypass 21 wäre
dann ein von der Heizungssteuerung 10 gesteuertes Ventil
(z. B. auf/zu) eingesetzt welches die Heizungsunterstützung
aktiviert bzw. deaktiviert. Bei Vorliegen der Voraussetzungen für
BZ-3 würde dieses Ventil geöffnet, so dass vom
Gesamtvolumenstrom 16 ein Teilstrom entlang 19 zur
Heizungsunterstützung fließen kann. Sollte die
entnommene Wärmeleistung aus dem Brauchwasserwärmespeicher
höher sein als zur Raumheizung erforderlich (die Vorlauftemperatur
gemessen an Sensor 22 würde dann über
den momentanen Sollwert für den Heizungsvorlauf ansteigen)
so kann das Ventil vorübergehend geschlossen werden um
weiteren Wärmeeintrag vom Wärmespeicher in den
Heizkreislauf vorübergehend zu unterbinden.
-
Alternativ
(in 3 nicht dargestellt) kann der Abzweig 32 auch
außerhalb des Heizkessels installiert werden, wenn dies
für die Leitungsführung vorteilhafter ist (insbesondere
wenn Brauchwasser-Wärmespeicher nicht in unmittelbarer
Nähe des Heizkessels steht). Der unbelegte Vorlauf (34)
des Heizkessels 11 ist in diesem Falle zu verschließen,
der Sensor 22 ist entsprechend nach außen an den
Heizungsvorlauf am Abzweig 32 zu verlegen.
-
In 4 ist
eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Heizkessels dargestellt. Dieser Heizkessel stellt zusätzlich
den BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung zur Verfügung.
Er stimmt im Aufbau und Funktion weitgehend mit dem konventionellen
Heizkessel gemäß 1 überein,
so dass im Folgenden nur noch auf die Unterschiede eingegangen wird.
Die bereits eingeführten Bezugszeichen werden folglich
für die funktionsgleichen, bereits beschriebenen Teile
ebenfalls verwendet.
-
Abweichend
von dem herkömmlichen Heizkessel nach 1 verwendet
das erfindungsgemäße Heizkessel gemäß 4 zusätzlich
eine Umwälzpumpe 27 um Wärmeträgermedium
aus dem Raumheizungsrücklauf durch den Wärmetauscher 7 des
Brauchwasserspeichers 5 zu fördern. Die Heizungssteuerung 10 verfügt über
nachfolgend beschriebene erweiterte Funktionen, um die Drehzahl
und damit die Förderleistung der Pumpen 3 und 27 zu
variieren. Alternativ könnte hierzu auch jeweils ein von
der Heizungssteuerung kontrolliertes Drosselventil an jeder der
beiden Pumpen verwendet werden. Zwei zusätzliche Temperatursensoren
am Heizungsvorlauf 33 und am Heizungsrücklauf 36 (Sensoren 22 und 23)
des Raumheizungskreislaufs sind erforderlich um den BZ "Raumheizung
mit Solar-Unterstützung" zu realisieren.
-
Die
Pumpe 27 ist als Bypass zum Dreiwege-Umschaltventil 4 angeschlossen.
Pumpen 3 und 27 sind mit einem federbelasteten
Rückschlagventil ausgerüstet. Dies blockiert bei
Stillstand der Pumpen den Durchfluss des Wärmeträgers.
Sind alternativ Drosselventile an den Pumpen angebracht, so können
auch diese bei Stillstand der Pumpe zum Absperren verwendet werden.
-
Vier
Betriebszustände (BZ) sind mindestens vorgesehen:
- 0
- – Standby
- 1
- – Raumheizung
(„zweiter Schaltzustand")
- 2
- – Brauchwassererwärmung
(„dritter Schaltzustand")
- 3
- – Raumheizung
mit Solarunterstützung („erster Schaltzustand")
-
BZ-0-Standby:
-
Dieser
BZ ist identisch mit Beschreibung des BZ-0 zu 1.
Pumpe (27) ist abgeschaltet.
-
BZ-1-Raumheizung („zweiter Schaltzustand"):
-
Pumpe 27 ist
abgeschaltet, Wärmeträger kann nicht durch die
Pumpe fließen. Der gegenüber 1 durch
Pumpe 27 zusätzlich vorhandene Bypass ist ohne
Funktion. Die Funktionsbeschreibung dieses BZ ist daher identisch
mit Beschreibung des BZ-1-Raumheizung zu 1.
-
BZ-2-Brauchwassererwärmung („dritter
Schaltzustand"):
-
Pumpe 27 ist
abgeschaltet, Wärmeträger kann nicht durch die
Pumpe fließen. Der gegenüber 1 durch
Pumpe 27 zusätzlich vorhandene Bypass ist ohne
Funktion. Die Funktionsbeschreibung dieses BZ ist daher identisch
mit Beschreibung des BZ-2-Brauchwassererwärmung zu 1.
-
BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung
(„erster Schaltzustand"):
-
Dieser
Betriebszustand wird eingestellt, wenn Raumheizbetrieb erforderlich
ist und wenn durch externe (solare) Aufladung die Brauchwassertemperatur
gemessen an Sensor (8) sowohl die Brauchwasser-Soll-Temperatur
um mindestens 1° als auch die momentane Rücklauftemperatur
(gemessen an Sensor 23) des Raumheizkreises 17 mindestens
um eine vorgegebene Temperaturdifferenz (z. B. 3°) überschreitet.
Die Heizungssteuerung 10 aktiviert zusätzlich
Pumpe 27. Dadurch wird Wärmeträger aus
dem Raumheizungs-Rücklauf entlang Volumenstrom 19 (4A ist
verschlossen) zum Wärmetauscher 7 des Brauchwasserspeichers 5 gefördert
und entnimmt dort Überschusswärme, die in den
Raumheizkreislauf 17 eingespeist wird.
-
Der
verbleibende Teil des Volumenstroms des Raumheizkreislaufes 17 wird
kommend von 4C → 4B von Pumpe 3 zum
Brenner (Strom 28) gefördert, umströmt
den Brennraum des Brenners 2 und gelangt über den
Brenner-Vorlauf 31 zum Abzweig 32. Dort mischt
er sich mit Strom 19 der Heizungsunterstützung
und bildet den Raumheizungsvorlauf 17, dessen Temperatur
mit Sensor 22 abgenommen wird. Das Volumenverhältnis
der beiden Teilströme 19 und 28 kann
von der Heizungssteuerung über die jeweiligen Fördermengen
der Pumpen 3 und 27 geregelt werden.
-
Über
das Verhältnis der beiden Volumenströme kann die
Wärmeentnahme aus dem Brauchwasserspeicher und somit die
Raumheizungs-Vorlauftemperatur beeinflusst werden..
-
Brenner 2 kann
entweder ganz abgeschaltet oder mit reduzierter Heizleistung betrieben
werden, wenn die über Strom 19 aus dem Brauchwasserspeicher
entnommene Wärmeleistung für die Raumheizung nicht ausreicht,
um die erforderliche Heizungsvorlauftemperatur gemessen an Sensor 22 aufrecht
zu erhalten.
-
Erreicht
bzw. unterschreitet die Brauchwasser-Temperatur gemessen an Sensor 8 den
Sollwert für das Brauchwasser oder liegt sie nur mehr unwesentlich über
der aktuellen Rücklauftemperatur des Raumheizkreises gemessen
an Sensor 23, so wird der BZ-3-Raumheizung mit Solar-Unterstützung
beendet und auf BZ-1-Raumheizung umgeschaltet.
-
Der
BZ-3-Raumheizung mit Solarunterstützung darf nach Aktivierung
der Sonderfunktion "Legionellenbekämpfung" (hierzu wird
das Brauchwasser vorübergehend auf ein erhöhtes
Temperaturniveau aufgezeizt) für einen geeigneten Zeitraum
nicht aktiviert werden, damit das erhöhte Temperaturniveau
im Brauchwasserspeicher ausreichend lange bestehen bleibt, um die
potentiell schädlichen Keime sicher abzutöten. Dies
ist bei der Programmierung der Heizungssteuerung 10 zu
berücksichtigen.
-
Alternativ
(in 4 nicht dargestellt) kann der Abzweig 32 auch
außerhalb des Heizkessels installiert werden, wenn dies
für die Leitungsführung vorteilhafter ist (insbesondere
wenn Brauchwasser-Wärmespeicher nicht in unmittelbarer
Nähe des Heizkessels steht). Der unbelegte Vorlauf (34)
des Heizkessels 11 ist in diesem Falle zu verschließen,
der Sensor 22 ist entsprechend nach außen an den
Heizungsvorlauf am Abzweig 32 zu verlegen.
-
- 1
- Raumheizflächen)
- 2
- Brenner/Wärmetauscher
Brennraum
- 3
- Umwälzpumpe
- 4
- Dreiwege-Umschaltventil
- 5
- Brauchwasser-Wärmespeicher
- 6
- Solarwärmetauscher
- 7
- Aufheizwärmetauscher
- 8
- Sensor
Brauchwassertemperatur
- 9
- Sensor
Brennervorlauf
- 10
- Heizungssteuerung
- 11
- Heizkessel
(umfasst Komponenten innerhalb des gestrichelten Rechtecks)
- 12
- Solarkreis
- 13
- Brauchwasser-Temperaturbegrenzer
(optional)
- 14
- Brauchwasser
Entnahme
- 15
- Frischwasser-Zulauf
- 16
- Gesamt-Volumenstrom
- 17
- Strömung
Raumheizung (BZ-1 und BZ-3)
- 18
- Strömung
Ladekreislauf (BZ-2) und Strömung Heizungsunterstützung
(nur 2 im BZ-3)
- 19
- Strömung
Heizungsunterstützung (BZ-3)
- 19a
- Strömung
Brennerkreis (nur 3 im BZ-3)
- 20
- Dreiwege-Mischventil
- 21
- Bypass
- 22
- Sensor
Heizungsvorlauf
- 23
- Sensor
Heizungsrücklauf
- 24
- Ansteuerung
Stelltrieb Ventil 20
– oder –
- 25
- Mechanische
Kopplung Stelltrieb Ventil 4 und 20
- 27
- Umwälzpumpe
Solare Heizungsunterstützung (BZ-3)
- 28
- Strömung
Brennerkreis
- 30
- Brenner-Rücklauf
- 31
- Brenner-Vorlauf
- 32
- Abzweig
- 33
- Heizungsvorlauf
- 34
- Ladevorlauf
- 36
- Heizungsrücklauf
- 37
- Laderücklauf
- 104
- Dreiwege-Mischventil
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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