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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Halbleitervorrichtung,
welche eine integrierte Schaltung mit hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit verwendet
und spezieller auf eine Halbleitervorrichtung, die in einem Kraftfahrzeugmotor-Zündsystem oder
dergleichen vorgesehen ist.
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Leistungshalbleitervorrichtungen
werden durch Bipolartransistoren mit isoliertem Gate (IGBTs) verkörpert, welche
weithin für
die Steuerung in Kraftfahrzeugmotor-Zündsystemen und für die Steuerung von
Motoren verwendet werden (siehe beispielsweise
JP 2000-183341 ).
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7 zeigt
den Aufbau einer Halbleitervorrichtung, welche in einem Kraftfahrzeugmotor-Zündsystem
verwendet wird. Eine Halbleitervorrichtung 1 ist unter
Verwendung eines elektrisch leitenden Teils 2 aufgebaut,
auf welchem ein Leistungshalbleiterbauelement 3 und ein
isolierendes Substrat 5 getrennt voneinander vorgesehen
sind. Eine integrierte Halbleiterschaltungsvorrichtung 41 und
Einheiten passiver Elemente 6 einschließlich Kondensatoren und Widerständen sind
auf dem isolierenden Substrat 5 vorgesehen. Das Leistungshalbleiterbauelement 3 und
das isolierende Substrat 5 sind über die Verdrahtung 8 miteinander
verbunden. Die Eingangs-/Ausgangs-Verdrahtung 7a ist mit dem
isolierenden Substrat 5 verbunden, während die Eingangs-/Ausgangs-Verdrahtung 7b mit
dem elektrisch leitenden Teil 2 verbunden ist. Eine Schaltvorrichtung,
wie zum Beispiel ein IGBT, wird als das Leistungshalbleiterbauelement 3 verwendet.
Das Leistungshalbleiterbauelement 3 ist mit der integrierten Halbleiterschaltungsvorrichtung 41 über die
Verdrahtung 8 verbunden. Die integrierte Halbleiterschaltungsvorrichtung 41 hat
eine Steuerschaltung zum Steuern des Anschaltens/Abschaltens der
Leistungshalbleitervorrichtung 3.
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Bei
der oben beschriebenen bekannten Halbleitervorrichtung wird ein
hohes Potential an dem elektrisch leitenden Teil 2 erzeugt,
wenn das Leistungshalbleiterbauelement 3 angesteuert wird. Deshalb
wird die integrierte Halbleiterschaltungsvorrichtung 41 auf
dem isolierenden Substrat 5 ausgebildet und so angeordnet,
dass sie bei einer niedrigen Spannung arbeitet. Diese Anordnung
zieht das Problem nach sich, dass es schwierig ist, die Größe der Steuerschaltung
der integrierten Halbleiterschaltungsvorrichtung 41 und
daher die Größe der gesamten
Baugruppe zu verringern.
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Angesichts
des oben beschriebenen Problems ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Halbleitervorrichtung mit einem Leistungshalbleiterbauelement
und einer integrierten Halbleiterschaltungsvorrichtung zum Steuern
des Leistungshalbleiterbauelementes bereitzustellen, welche so eingerichtet
ist, dass sie eine verbesserte Funktionsweise und eine verringerte
Größe aufweist.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Halbleitervorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2.
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Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Gemäß eines
Aspektes der vorliegenden Erfindung beinhaltet eine Halbleitervorrichtung
ein elektrisch leitendes Teil, eine Schaltvorrichtung auf dem elektrisch
leitenden Teil, welche mit dem elektrisch leitenden Teil elektrisch
verbunden ist und eine Spannungsfestigkeit zwischen einer Vorderseite
und einer Rückseite
als eine erste Spannungsfestigkeit aufweist, eine integrierte Schaltung
hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit,
die auf dem elektrisch leitenden Teil getrennt von der Schaltvorrichtung
vorgesehen ist, welche eine Steuerschaltung zum Steuern des Anschaltens/Abschaltens
der Schaltvorrichtung beinhaltet und eine Spannungsfestigkeit zwischen
einer Vorderseite und einer Rückseite
als eine zweite Spannungsfestigkeit aufweist, welche höher ist
als die erste Spannungsfestigkeit, ein isolierendes Substrat, das
auf dem elektrisch leitenden Teil getrennt von der Schaltvorrichtung
und der rückseitigen
integrierten Schaltung hoher Spannungsfestigkeit vorgesehen ist,
eine Eingangs-/Ausgangs-Verdrahtung, die mit dem isolierenden Substrat
verbunden ist, eine erste Verdrahtung, welche das isolierende Substrat und
die Schaltvorrichtung miteinander verbindet, und eine zweite Verdrahtung,
welche das isolierende Substrat und die rückseitige integrierte Schaltung
hoher Spannungsfestigkeit miteinander verbindet.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Halbleitervorrichtung, welche ein Leistungshalbleiterbauelement
und eine integrierte Halbleiterschaltungsvorrichtung zum Steuern
des Leistungshalbleiterbauelementes aufweist, eine verbesserte Funktionsweise
und eine verringerte Größe aufweisen.
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Weitere
Merkmale und Zweckmäßigkeiten der
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Von den Figuren zeigen:
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1 eine
Draufsicht auf eine Halbleitervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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2 eine
Draufsicht auf eine weitere Halbleitervorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung,
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3 einen
Schaltplan einer Halbleitervorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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4 einen
Schaltplan einer Halbleitervorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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5 eine
Draufsicht auf eine Halbleitervorrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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6 einen
Schaltplan der Halbleitervorrichtung gemäß der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung und
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7 eine
Draufsicht auf eine bekannte Halbleitervorrichtung.
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In
den Zeichnungen sind Komponenten, die identisch zueinander sind
oder einander entsprechen, durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die
Beschreibung der Komponenten wird dergestalt gegeben, dass eine
Redundanz der Beschreibung von identischen oder entsprechenden Komponenten vermieden
wird.
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Erste Ausführungsform
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Eine
Halbleitervorrichtung 1 gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird beschrieben. Wie in 1 gezeigt,
ist die Halbleitervorrichtung 1 unter Verwendung eines
elektrisch leitenden Teils 2 ausgebildet. Eine erste Schaltvorrichtung 3 ist
als ein Leistungshalbleiterbauelement auf dem elektrisch leitenden
Teil 2 vorgesehen und elektrisch mit dem elektrisch leitenden
Teil 2 verbunden. Eine integrierte Schaltung 4 hoher
Rückseiten-Spannungsfestigkeit
ist auf dem elektrisch leitenden Teil 2 getrennt von der
ersten Schaltvorrichtung 3 vorgesehen.
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Eine
Steuerschaltung (nicht gezeigt) zum Steuern des Anschaltens/Abschaltens
der ersten Schaltvorrichtung 3 ist auf einer Oberfläche der
integrierten Schaltung hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 vorgesehen.
Die Spannungsfestigkeit zwischen dem Bereich (Vorderseite), in dem
die Steuerschaltung für
die integrierte Schaltung hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 ausgebildet
ist, und der Rückseite
ist höher
als die Spannungsfestigkeit zwischen der Vorder- und Rückseite
der ersten Schaltvorrichtung 3. Dies bedeutet, wenn die
Spannungsfestigkeit der ersten Schaltvorrichtung 3 V1 ist und die Spannungsfestigkeit zwischen
der Vorder- und der Rückseite
der integrierten Schaltung hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 V2 ist, so gilt eine Beziehung V1 < V2.
Somit ist die Halbleitervorrichtung 1 so eingerichtet,
dass die Isolation der integrierten Schaltung hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 beibehalten
wird, sogar wenn zwischen die Vorder- und die Rückseite der integrierten Schaltung
hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 eine
Spannung angelegt wird, die höher
ist als die Spannungsfestigkeit zwischen der Vorder- und der Rückseite
der ersten Schaltvorrichtung 3.
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Auf
dem elektrisch leitenden Teil 2 ist ein isolierendes Substrat 5 getrennt
von der ersten Schaltvorrichtung 3 und der integrierten
Schaltung hoher Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 vorgesehen.
Einheiten passiver Elemente 6 einschließlich Kondensatoren und Widerständen sind
auf dem isolierenden Substrat 5 vorgesehen. Zwei Eingangs-/Ausgangs-Verdrahtungsleitungen 7a sind
mit dem isolierenden Substrat 5 verbunden, während eine
Eingangs-/Ausgangs-Verdrahtungsleitung 7b mit dem elektrisch
leitenden Teil 2 verbunden ist. Das isolierende Substrat 5 und
die erste Schaltvorrichtung 3 sind miteinander über zwei
erste Verdrahtungsleitungen 8a verbunden, während das
isolierende Substrat 5 und die integrierte Schaltung hoher
Rückseiten-Spannungsfestigkeit 4 über zwei
zweite Verdrahtungsleitungen 8b miteinander verbunden sind.
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Bei
der in 1 gezeigten Halbleitervorrichtung 1 können die
erste Schaltvorrichtung 3 und die integrierte Schaltung,
welche die Steuerschaltung zum Steuern des Anschaltens/Abschaltens
der ersten Schaltvorrichtung 3 beinhaltet, unter Verwendung eines
elektrisch leitenden Verbindungsmaterials auf einem elektrisch leitenden
Teil montiert werden. Die Größe des isolierenden
Substrates 5 ist dadurch reduziert, so dass die Packungsdichte
der oben beschriebenen Steuerschaltung erhöht ist. Als ein Ergebnis kann
die Größe der Halbleitervorrichtung 1 verringert
werden zum Realisieren einer Montage mit hoher Dichte in einem Gehäuse. Weiterhin
stellt die Montage der Leistungshalbleitervorrichtung und der integrierten
Schaltung auf einem einzigen elektrisch leitenden Teil sicher, dass
die Halbleitervorrichtung eine verbesserte thermische Ankopplung
und eine hohe Überhitzungs-Abschaltgenauigkeit
(Temperaturbegrenzungsgenauigkeit) aufweist.
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Ein
weiteres Beispiel des Aufbaus der Halbleitervorrichtung 1,
die in 1 gezeigt ist, wird beschrieben. Wie in 2 gezeigt,
sind das isolierende Substrat 5, bzw. die darauf angebrachte
Verdrahtung, und die erste Schaltvorrichtung 3 über eine
erste Verdrahtungsleitung 8a miteinander verbunden. Eben falls
sind die erste Schaltvorrichtung 3 und die integrierte
Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 über eine
dritte Verdrahtungsleitung 8c miteinander verbunden. Ansonsten
ist der Aufbau der gleiche wie jener, der in 1 gezeigt
ist. Der in 2 gezeigte Aufbau weist ebenfalls
die gleichen Wirkungen wie jener auf, der in 1 gezeigt ist.
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Wie
oben beschrieben, kann die Halbleitervorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung als eine Halbleitervorrichtung mit einem
Leistungshalbleiterbauelement und einer integrierten Halbleiterschaltungsvorrichtung
zum Steuern des Leistungshalbleiterbauelementes, die eine verbesserte
Funktionsweise und eine verringerte Größe aufweist, verwirklicht werden.
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Zweite Ausführungsform
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Eine
Halbleitervorrichtung gemäß einer zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird beschrieben. Es werden hauptsächlich Punkte
beschrieben, die unterschiedlich gegenüber der ersten Ausführungsform
sind.
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Eine
Motorzündungs-Halbleitervorrichtung
in einem Zündsystem
für eine
Verbrennungskraftmaschine, wie zum Beispiel einen Kraftfahrzeugmotor, beinhaltet
ein Leistungshalbleiterbauelement und eine induktive Last, welche
mit dem Leistungshalbleiterbauelement verbunden ist, und ein Computer
in der Vorrichtung steuert den Zündzeitpunkt.
Wenn ein Steuersignal für
diese Steuerung für
eine lange Zeit in dem AN-Zustand gehalten wird, wird das Leistungshalbleiterbauelement
in dem leitenden Zustand gehalten und es gibt die Möglichkeit,
dass das Bauelement selbst durch die darin erzeugte Wärme zerstört wird.
Zum Verhindern der Zerstörung
weist deshalb die oben beschriebene Halbleitervorrichtung eine Funktion
auf, welche das Leistungs halbleiterbauelement unter Verwendung einer
Zeitgeberschaltung, welche eine bestimmte Zeitdauer nach dem Beginn
des AN-Betriebs
arbeitet, zwangsweise abschaltet. Zu Beginn des zwangsweisen Abschaltens wird
jedoch in der induktiven Last eine große elektromotorische Kraft
erzeugt. Deshalb gibt es ebenfalls die Möglichkeit, dass das Bauelement
durch einen Zündfehler,
d.h. das Auftreten einer Zündung
zu einem Zeitpunkt, zu dem es nicht durch den Computer veranlasst
ist, zerstört
wird.
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Die
Halbleitervorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform
ist so eingerichtet, dass zu der integrierten Schaltung mit hoher
Rückseitenspannungsfestigkeit,
welche bei der Beschreibung der ersten Ausführungsform oben beschrieben
wurde, ein Thyristor und Zenerdioden hinzugefügt sind zum Verringern des
oben beschriebenen Zündfehlers. 3 zeigt
einen Schaltplan dieser Halbleitervorrichtung.
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Wie
in 3 gezeigt, weist die mit 9 bezeichnete
Halbleitervorrichtung eine integrierte Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 und
eine erste Schaltvorrichtung 3, welche mit dieser Schaltung
verbunden ist, auf. Eine Lastspule 10 ist mit einem Punkt
auf der Kollektoranschlussseite der ersten Schaltvorrichtung 3 (Seite
des Ausgangsanschlusses 3b) verbunden. Die Lastspule 10 ist
mit einer Zündkerze 11 eines
Motors und mit einer Batterie 12 verbunden. Die Lastspule 10 enthält eine
Eingangswicklung 10a und eine Ausgangswicklung 10b. Wenn
eine Spannung größer oder
gleich einer vorbestimmten ersten Spannung (V1)
an die Eingangswicklung 10a angelegt wird,. fließt ein Strom
durch die Ausgangswicklung 10b zum Betätigen der Zündkerze 11. Eine bidirektionale
Diode 13 ist zwischen das Gate und den Kollektor der ersten
Schaltvorrichtung 3 geschaltet. Wenn eine Spannung größer oder gleich
einem vorbestimmten Wert an die bidirektionale Diode 13 angelegt
wird, fließt
ein Strom hindurch zum Schützen
der ersten Schaltvorrichtung 3.
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Die
erste Schaltvorrichtung 3 hat einen Eingangsanschluss 3a und
einen Ausgangsanschluss 3b. Der Ausgangsanschluss 3b ist
mit dem unteren Ende (Ausgangsanschluss 14) der Eingangswicklung 10a in
der Lastspule 10 verbunden. Wenn eine vorbestimmte Spannung
an dem Eingangsanschluss 3a anliegt und wenn die erste
Schaltvorrichtung 3 dadurch angeschaltet wird, liegt eine
hohe Spannung an der Eingangswicklung 10a in der induktiven
Last 10 an. Mit dem Ausgangsanschluss 14 ist die
Rückseite
der integrierten Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 verbunden.
Die Spannung an der Rückseite
(Rückseitenspannung)
der integrierten Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 wird
an den Ausgangsanschluss 14 ausgegeben.
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Die
integrierte Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 enthält eine
Steuerschaltung 15. Die Steuerschaltung 15 ist
mit dem Eingangsanschluss 3a der ersten Schaltvorrichtung 3 verbunden
und steuert das Anschalten/Abschalten der ersten Schaltvorrichtung 3 entsprechend
dem AN-/AUS-Eingangssignal, das von dem externen Anschluss 16 eingegeben
wird.
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Die
integrierte Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 weist
weiterhin einen PMOS-Transistor 17, einen Widerstand 18 und
einen NMOS-Transistor 19 auf. Der PMOS-Transistor 17 ist mit
dem Eingangsanschluss (Gate) 3a der ersten Schaltvorrichtung 3 verbunden.
Das Gate des NMOS-Transistors 19 und die Steuerschaltung 15 sind
mit einer Zeitgeberschaltung (Timer-Schaltung) 20 verbunden.
Die Zeitgeberschaltung 20 schaltet die erste Schaltvorrichtung 3 zwangsweise
ab, wenn ein vorbestimmter Zeitraum nach einem Start des AN-Betriebs
der ersten Schaltvorrichtung 3 vergangen ist.
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Die
integrierte Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 weist
einen Thyristor 23 auf, der aus einem pnp-Transistor 21 und
einem npn-Transistor 22 ausgebildet ist. Der Thyristor 23 hat
einen Kollektoranschluss (C), einen Emitteranschluss (E) und einen
Basisanschluss (B). Der Kollektoranschluss (C) ist mit der Eingangswicklung 10a in
der induktiven Last 10 über
den Ausgangsanschluss 14 verbunden. Der Emitteranschluss
(E) ist über
einen Widerstand 26 mit Masse verbunden. Der Basisanschluss
(B) ist mit einer Zenerdiode 24 verbunden. Wenn der Thyristor 23 angeschaltet
wird zum Bewirken eines Stromflusses durch ihn, wird eine Spannung
an der Eingangswicklung 10a in der induktiven Last 10 an
den Basisanschluss (B) ausgegeben.
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Das
obere Ende der oben beschriebenen Zenerdiode 24 ist mit
dem Basisanschluss (B) des Thyristors 23 verbunden, während das
untere Ende der Zenerdiode über
eine Zenerdiode 25 mit Masse verbunden ist. Der PMOS-Transistor 17 und
der Widerstand 18 sind mit einem Verbindungspunkt zwischen der
Zenerdiode 24 und der Zenerdiode 25 verbunden.
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Wenn
in der in 3 gezeigten Halbleitervorrichtung 9 die
erste Schaltvorrichtung 3 AN ist, ist das Potential an
der Kathode (oberes Ende) der Zenerdiode 24 im wesentlichen
gleich dem Potential an dem Ausgangsanschluss 14. Wenn
die Spannung an der Kathode der Zenerdiode 24 größer oder
gleich einem vorbestimmten Wert (z.B. 500 V) ist, fließt ein Strom
von dem Ausgangsanschluss 14 zu der Anode (dem unteren
Ende) der Zenerdiode 24. Die Spannung an der Kathode der
Zenerdiode 24 ist niedriger als der vorbestimmte Wert,
ein Strom fließt
von dem Ausgangsanschluss 14 über den npn-Transistor 22 und
den Widerstand 26. Die Spannung an dem Ausgangsanschluss 14 kann
auf diese Weise kleiner oder gleich dem vorbestimmten Wert gehalten
werden. Dies bedeutet, wenn die erste Schaltvorrichtung 3 AN
ist, erfasst der Thyristor 23 die Spannung an dem Ausgangs anschluss 14 und
die Zenerdiode 24 steuert die Spannung an dem Ausgangsanschluss 14,
so dass die Spannung kleiner oder gleich dem vorbestimmten Wert
ist.
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Wenn
die erste Schaltvorrichtung 3 AN ist und wenn die an dem
oberen Anschluss der Zenerdiode 24 ausgegebene Spannung
größer oder
gleich als eine zweite Spannung V2 ist,
welche höher
als die erste Spannung V1 ist (≠ der an der
Eingangswicklung 10a anliegenden Spannung, wenn ein Strom durch
die Ausgangswicklung 10b in der induktiven Last 10 fließt), fließt somit
ein Strom von dem oberen Anschluss der Zenerdiode 24 zu
dem unteren Anschluss der Zenerdiode 24. Die Spannung an
dem Ausgangsanschluss 14 wird dadurch so gesteuert, dass
sie kleiner oder gleich der zweiten Spannung V2 ist.
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In
der oben beschriebenen Anordnung erfasst die Halbleitervorrichtung 9 die
Rückseitenspannung
der integrierten Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 unter
Verwendung des Thyristors 23 und steuert die Rückseitenspannung unter
Verwendung der Zenerdiode 24, so dass die Rückseitenspannung
kleiner oder gleich dem vorbestimmten Wert ist. Dadurch wird das
Auftreten einer großen
elektromotorischen Kraft in der induktiven Last 10 verringert.
Eine fehlerhafte Zündung
durch die Zündkerze 11 kann
auf diese Weise verhindert werden. Somit können ein Motorschutz und ein Selbstschutz
der Halbleitervorrichtung erzielt werden durch Verringern der Fehler
bei der Zündung,
während
die für
die Anordnung der Halbleitervorrichtung erforderliche Fläche begrenzt
ist.
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Die
Halbleitervorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform
ist in der Lage, die Fehler bei der Zündung zu verringern und einen
Motorschutz und einen Selbstschutz durchzuführen, während die für die Anordnung der Halbleitervorrichtung
erforderliche Fläche
begrenzt ist.
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Dritte Ausführungsform
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Eine
Halbleitervorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird beschrieben. Es werden hauptsächlich Punkte beschrieben,
die unterschiedlich gegenüber
der zweiten Ausführungsform
sind.
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Wenn
die Schaltvorrichtung in der Halbleitervorrichtung, welche in der
zweiten Ausführungsform gezeigt
ist, angesteuert wird, wird von dem Computer ein Anschaltsignal über die
Steuerschaltung zu der Schaltvorrichtung übertragen. Zu der Zeit des Übertragens
des Anschaltsignals gibt es eine Notwendigkeit zum Verbinden einer
Spannungsversorgung mit der Halbleitervorrichtung zum Treiben der
Schaltvorrichtung.
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Bei
der Halbleitervorrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform
wird ein zum Treiben der ersten Schaltvorrichtung 3, welche
bei der Beschreibung der zweiten Ausführungsform oben beschrieben
wurde, notwendiger Strom abgezogen, wenn die Schaltvorrichtung AUS
ist, und in einem Kondensator gespeichert. Dadurch wird die Notwendigkeit
für die oben
beschriebene Spannungsversorgung beseitigt. 4 zeigt
einen Schaltplan der mit 27 bezeichneten Halbleitervorrichtung.
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Der
Ausgangsanschluss 14 ist mit der induktiven Last verbunden,
wie in 4 gezeigt. Das obere Ende der Eingangswicklung 10a in
der induktiven Last 10 ist mit der Batterie 12 verbunden.
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Die
integrierte Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 weist
den Thyristor 23 und einen IGBT 28, welcher zwischen
den Thyristor 23 und den Ausgangsanschluss 14 geschaltet
ist, auf. Eine Zenerdiode 29 und ein Widerstand 30 sind
zwischen den IGBT 28 und den Ausgangsanschluss 14 geschaltet.
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Der
IGBT 28 arbeitet als eine zweite Schaltvorrichtung zum
Ansteuern des Thyristors 23. Der IGBT 28 hat einen
Eingangsanschluss 28a und einen Ausgangsanschluss 28b.
Der Eingangsanschluss 28a ist über die Eingangswicklung 10a in
der induktiven Last 10 mit der Batterie 12 verbunden.
Der Ausgangsanschluss 28b ist mit dem Kollektoranschluss (C)
des Thyristors 23 verbunden.
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Wenn
die erste Schaltvorrichtung 3 AN ist, ist das Potential
an dem Ausgangsanschluss 14 hoch. Daher kann die an dem
Gate des IGBT 28 anliegende Spannung verringert werden
durch Vergrößern des
Widerstandswertes des Widerstandes 30. Weiterhin ist die
Zenerdiode 29 vorgesehen, um die an dem Gate des IGBT 28 anliegende
Spannung auf einen Wert zu setzen, der kleiner oder gleich einem vorbestimmten
Wert ist. Dadurch wird der IGBT 28 geschützt.
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Eine
Diode 31 ist mit einem Verbindungspunkt zwischen dem Emitteranschluss
(E) des npn-Transistors 22 und dem Widerstand 26 verbunden.
Der Emitteranschluss (E) des Thyristors 23 ist mit dem
oberen Ende eines Kondensators 32 über die Diode 31 verbunden.
Die Steuerschaltung 15 ist ebenfalls mit dem oberen Ende
des Kondensators 32 verbunden. Das untere Ende des Kondensators 32 ist
mit Masse verbunden.
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Bei
der Vorrichtung, die wie oben beschrieben eingerichtet ist, ist
die Spannung an dem Ausgangsanschluss 14 gleich der Spannung
der Batterie 12, wenn die erste Schaltvorrichtung 3 AUS
ist. Durch die von der Batterie 12 gelieferte Spannung wird
der IGBT 28 in den AN-Zustand versetzt. Dadurch wird der
Thyristor 23 angeschaltet. Dadurch wird das Fließen eines
Stromes von der Batterie 12 über den Ausgangsanschluss 14,
den Thyristor 23 und die Diode 31 zum Laden des
Kondensators 32 verursacht.
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Wie
oben beschrieben wird der IGBT 28 durch die von der Batterie 12 gelieferte
Spannung angeschaltet, wenn die erste Schaltvorrichtung 3 AUS ist.
Von der Batterie 12 fließt dann ein Strom über den Thyristor 23 zu
dem Kondensator 32 zum Laden des Kondensators 32.
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Die
Steuerschaltung 15 kann das Anschalten/Abschalten der ersten
Schaltvorrichtung 3 unter Verwendung des geladenen Kondensators 32 als Spannungsquelle
steuern. Ansonsten ist die Anordnung die gleiche wie bei der zweiten
Ausführungsform.
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Die
oben beschriebene Anordnung beseitigt die Notwendigkeit für die Spannungsquelle
zum Treiben der ersten Schaltvorrichtung 3. Dadurch wird eine
Verringerung der Größe der Halbleitervorrichtung 27 erzielt.
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Bei
der Schaltung, die wie in 4 gezeigt angeordnet
ist, gibt es eine Möglichkeit,
dass das Potential an dem Gate des IGBT 3 schwebt, wenn
eine Spannungsspitze von der Batterie 12 eingegeben wird,
während
die erste Schaltvorrichtung 3 in dem AUS-Zustand ist. Eine
Möglichkeit,
dass der IGBT 3 dadurch so angesteuert wird, daß er einen
Betriebsfehler verursacht, ist ebenfalls denkbar. Die Halbleitervorrichtung 27 arbeitet
jedoch lediglich als eine Schutzschaltung und deshalb gibt es nicht
die Gefahr eines Betriebsfehlers aufgrund einer Spannungsspitze.
Dadurch kann die Halbleitervorrichtung mit verbesserter Sicherheit
arbeiten.
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Die
Halbleitervorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform
hat die gleichen Vorteile wie die Halbleitervorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform
und hat weiter den Vorteil, dass sie in der Größe verringert ist durch Beseitigen
der Notwendigkeit für
eine Spannungsquelle zum Treiben der ersten Schaltvorrichtung 3.
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Vierte Ausführungsform
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Eine
Halbleitervorrichtung gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird beschrieben. Es werden hauptsächlich Punkte beschrieben,
die unterschiedlich gegenüber
der dritten Ausführungsform
sind.
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5 zeigt
eine Draufsicht auf eine Halbleitervorrichtung 33 gemäß der vierten
Ausführungsform. 6 zeigt
einen Schaltplan, welcher eine Anordnung zeigt, die die in 5 gezeigte
Halbleitervorrichtung 33 beinhaltet. Ein Funkmodul (drahtloses Modul) 34 zum
Zuführen
eines Eingangssignals an die Steuerschaltung 15 ist mit
dem Kondensator 32 und der Steuerschaltung 15 verbunden.
Der Kondensator 32, der in der gleichen Weise geladen wird
wie bei der dritten Ausführungsform,
wird als eine Spannungsquelle verwendet, die es dem Funkmodul 34 ermöglicht,
ein Eingangssignal an die Steuerschaltung 15 zu liefern.
Ansonsten ist die Anordnung die gleiche wie bei der dritten Ausführungsform.
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Bei
der oben beschriebenen Anordnung kann ein zum Treiben des Drahtlosmoduls 34 notwendiger
Strom aus der Rückseitenspannung
der integrierten Schaltung mit hoher Rückseitenspannungsfestigkeit 4 entnommen
werden, um den Drahtlosmodul 34 zugeführt zu werden. Deshalb gibt
es keine Notwendigkeit zum Vorsehen einer Spannungsversorgung zum
Treiben des Drahtlosmoduls 34. Ein Eingangssignal von dem
Computer kann in einer drahtlosen Weise übertragen werden aufgrund des
Drahtlosmoduls 34. Somit wird anstelle der Eingangsverdrahtung
eine drahtlose Übertragung
verwendet zum Verringern der Größe eines
Halbleiters und weiterhin zum Realisieren einer Halbleitervorrichtung,
welche nicht leicht durch Störungen
beeinflusst wird und eine höhere Zuverlässigkeit
im Vergleich zu der bekannten Vorrichtung aufweist.
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Die
Halbleitervorrichtung gemäß der vierten Ausführungsform
hat die gleichen Vorteile wie die Halbleitervorrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform
und hat weiterhin den Vorteil, dass sie in der Größe verringert
ist und in der Zuverlässigkeit verbessert
ist.