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Die
Erfindung betrifft ein Druckerzeugnis und ein Verfahren zu seiner
Herstellung.
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Es
ist bekannt, individualisierte Druckerzeugnisse herzustellen. Beispiele
für individualisierte
Druckerzeugnisse sind Ticketbooklets. Ticketbooklets bestehen aus
mehreren Blättern
eines bedruckten Materials, meistens aus Papier, ggfl. auch aus
Pappe oder einem bedruckbaren Kunststoffmaterial.
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Bei
mehreren Druckerzeugnissen ist es wünschenswert, dass individualisierte
Druckeingaben auf mehreren Blättern
erfolgen.
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In
einer bekannten Ausführungsform
von Druckerzeugnissen geschieht dies mittels eines Einsatzes von
Durchschreibpapier. Dieses Durchschreibpapier ermöglicht,
dass Einträge
nicht nur auf einer äußeren bedruckbaren
Oberfläche
erfolgen, sondern im Durchschreibverfahren auch auf darunter liegende
Seiten übertragen
werden. Derartige Druckverfahren eignen sich jedoch nicht für einen
Einsatz bei Druckern, welche keine oder eine nur sehr geringe mechanische
Wirkung auf die bedruckte Oberfläche
ausüben,
wie dies beispielsweise beim Digiataldruck, Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern
der Fall ist.
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Zur
Lösung
dieses Problems ist es bekannt, individualisierte Druckerzeugnisse
dadurch herzustellen, dass Blätter
in einer vorgebbaren Reihenfolge bedruckt werden und dass die bedruckten
Bögen dann
gemäß einer
vorgegebenen Reihenfolge miteinander verbunden werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Verfahren so weiterzuentwickeln,
dass eine individualisierte und revisionssichere Herstellung von
Druckerzeugnissen möglich
ist.
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Insbesondere
ist es wünschenswert,
das Verfahren so weiterzuentwickeln, dass die individualisierten Druckerzeugnisse
in einer Serienproduktion in einer möglichst hohen Taktrate hergestellt
werden können.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruches
1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens ergeben sich aus den
Unteransprüchen
2. Die Aufgabe wird ferner durch eine Erzeugnis nach Anspruch 6
gelöst.
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Die
Erfindung sieht vor, ein Verfahren zum Herstellen einer Vielzahl
individualisierter Druckerzeugnisse so durchzuführen, dass ein einzelnes individualisiertes
Druckerzeugnis Angaben enthält,
die für
einen einzelnen Empfänger
des individualisierten Druckerzeugnisses oder für eine definierte Gruppe von
Empfängern des
Druckerzeugnisses bestimmt sind.
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Erfindungsgemäß wird dieses
Verfahren so durchgeführt,
dass mindestens zwei verschiedene Blätter mit individualisierten
Druckangaben sowie mit einem maschinenlesbaren Code versehen werden,
wobei der maschinenlesbare Code Angaben zu seiner Zugehörigkeit
zu dem einzelnen individualisierten Druckerzeugnis enthält.
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Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung sieht vor, dass der maschinenlesbare Code von einer
Bearbeitungseinheit erfasst wird. Der so erfasste maschinenlesbare
Code kann für
eine Steuerung der Herstellung des Druckerzeugnisses eingesetzt
werden.
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Insbesondere
ist es vorteilhaft, einen Sortier- und/oder Stapelvorgang der Blätter unter
Einbeziehung des maschinenlesbaren Codes durchzuführen.
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Dies
geschieht in einer besonders einfachen und zweckmäßigen Weise
dadurch, dass der maschinenlesbare Code eine Information zu einer
Positionierung des Blattes innerhalb des individualisierten Druckerzeugnisses
enthält,
und dass das Blatt entsprechend der Angabe in einen Stapel zur Herstellung
des Druckerzeugnisses dienender Blätter eingebracht wird. Es ist
besonders vorteilhaft, dass der auf einem Blatt aufgebrachte Code
eine Angabe zu einer Seitenzahl (z. B. erstes und letztes Blatt
eines Satzes) aufweist, welche das Blatt in einem fertigen Druckerzeugnis
aufweist.
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Der
maschinenlesbare Code kann auf vielfältige Weise gestaltet sein.
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Beispielsweise
kann der maschinenlesbare Code ein Barcode sein.
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In
einer alternativen Ausführungsform
ist der maschinenlesbare Code ein Data-Matrix-Code.
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Weitere
Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Abbildungen.
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Kurze Beschreibung der Abbildungen
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Von
den Abbildungen zeigt:
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1 eine
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Druckerzeugnisses;
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2 einen
erfindungsgemäßen maschinenlesbaren
Code;
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3 einen
Stapel erfindungsgemäß bedruckter
Blätter;
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4 einen
erfindungsgemäß erzeugten
Druckbogen;
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5 eine
Prinzipdarstellung zu einer Übermittelung
von Datensätzen
an eine erfindungsgemäße Druckvorrichtung;
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6 eine
Druckvorrichtung, die sich für
einen Einsatz in einem erfindungsgemäßen Verfahren eignet;
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7 eine
Maschine zum Schneiden/oder Perforieren erfindungsgemäß bedruckter
Blätter;
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8 eine
Prinzipdarstellung von erfindungsgemäßen Schneid- und Ablagevorgängen;
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9 ein
Beispiel für
einen erfindungsgemäß gedruckten
Druckbogensatz;
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10 den
in 9 dargestellten Druckbogensatz nach senkrechtem
Beschneiden und Aufbringen einer – gestrichelt dargestellten – Perforation;
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11 bei
einem der in 10 dargestellten Bogen in einem
umgelenkten Zustand;
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12 eine
Prinzipdarstellung erfindungsgemäßer Druckbögen;
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13 eine
Prinzipdarstellung erfindungsgemäßer Druckbögen in einer
Anordnung, die sich für
ein Verbinden zu einem gebundenen erfindungsgemäßen Druckerzeugnis eignet;
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14 eine
Beispielseite eines für
die Verbindung geeigneten erfindungsgemäßen Booklets;
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15 das
in 14 dargestellte Druckerzeugnis nach einem Verbinden
der einzelnen Blätter;
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16 das
in 15 dargstellte Druckerzeugnis nach Aufbringen
einer Heftlasche;
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17 ein
in einen Versandumschlag eingebrachtes Druckerzeugnis;
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18 einen
für einen
Versand des Druckerzeugnisses geeigneten Umschlag und
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19 eine
Prinzipdarstellung einer Vorrichtung zur erfindungsgemäßen Herstellung
von Druckerzeugnissen.
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Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Zeichnungen
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Die
Erfindung beinhaltet vielfältige
Ausführungsformen
individualisierter Druckerzeugnisse. Bei den Druckerzeugnissen kann
es sich beispielsweise um personalisierte Werberbroschüren, Bücher, Benutzerhandbücher, Scheckhefte,
Gutscheinhefte oder Ticketbooklets handeln.
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Ein
Einsatz der Erfindung ist insbesondere dann besonders vorteilhaft,
wenn Seiten mit einer individualisierten Bedruckung mit anderen
Seiten – beispielsweise
Werbeseiten – kombiniert
und zusammengestellt werden sollten und dabei die Revisionssicherheit
gewahrt sein muss.
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Reiseunterlagen
bestehen aus den in Aussehen und Format unterschiedlichsten Dokumenten
und Unterlagen, wie z. B. Flugtickets, Hotelvoucher, Länderinformationen
und den üblichen
Sicherheitshinweisen. Kommen dann noch weitere gebuchte Leistungen
wie Ausflüge,
Touren oder Mietwagen hinzu, so wird das Gesamtpaket schnell unübersichtlich
und für
den Reisenden gefährlich
zusammenhangslos. Daraus resultieren Probleme wie vergessene oder
verlorene Dokumente.
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Die
Erfindung sieht vor, Dokumente und Informationsblätter beispielsweise
Reisedokumente und Reiseinformationen in eine einheitliche Form
zu bringen und in einem kundenfreundlichen Druckerzeugnis beispielsweise
einem Booklet zu vereinen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Druckerzeugnis unter Einbeziehung von mindestens zwei verschiedenen Blättern mit
individualisierten Druckangaben hergestellt, wobei die Blätter jeweils
einen maschinenlesbaren Code beinhalten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird festgelegt, welche Blätter in ein Druckerzeugnis
eingebracht werden müssen.
Die für
die Herstellung des Druckerzeugnisses erforderlichen Blätter werden
mit einem vorzugsweise individualisierten Code versehen.
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In
einem Bearbeitungsschritt werden die zuvor bedruckten Blätter – vorzugsweise
entsprechend einer vorgebbaren Reihenfolge – aufeinander gelegt, so dass
sie sich für
eine Erzeugung eines Druckerzeugnisses eignen. Hierbei ist es besonders
vorteilhaft, dass eine Vollständigkeitsüberprüfung anhand
der auf den einzelnen Blättern
befindlichen individualisierten Codes erfolgt.
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Dies
ermöglicht
es sicherzustellen, dass alle einzubringenden Blätter in dem Druckerzeugnis
vorhanden sind. Auf diese Weise entsteht ein revisionssicheres Druckerzeugnis.
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Ein
derartiges revisionssicheres Druckerzeugnis eignet sich beispielsweise
als Flugticketbooklet. Erfindungsgemäß können derartige Booklets revisionssicher
automatisch hergestellt werden. Es ist möglich, Gestaltungselemente
einzubringen, beispielsweise die Blätter vollfarbig zu bedrucken.
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Mit
Hilfe der Erfindung ist es möglich,
individualisierte Druckerzeugnisse bereitzustellen, welche eine Vielzahl
von Vorteilen beinhalten, beziehungsweise beinhalten können.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass grafische
Angaben zum Einbringen in das Druckerzeugnis vorbereitet werden.
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Derartige
grafische Darstellungen können
sowohl individualisiert sein – beispielsweise
auf einen möglichen
Benutzer abgestimmt.
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Es
ist jedoch gleichfalls möglich,
grafische Symbole für
eine Vielzahl von Dokumentenempfängern, beispielsweise
eine Gruppe von Dokumentenempfängern
mit gemeinsamen Eigenschaften oder für alle Empfänger der individualisierten
Dokumente bereitzustellen.
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Beispielsweise
ist es so möglich,
auf Gruppen von Empfängern
der Druckerzeugnisse zugeschnittene grafische Darstellungen einzubringen,
beispielsweise Darstellungen ägyptischer
Kulturdenkmäler
für Ägyptenreisende.
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Ferner
ist es möglich,
Werbeaufdrucke wahlweise individualisiert für einen einzelnen Benutzer,
für eine Benutzergruppe,
für eine
Empfängergruppe
zu der der Benutzer in einer besonderen Beziehung steht oder für alle Empfänger von
Druckerzeugnissen auf die Druckerzeugnisse aufzubringen.
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Insbesondere
ist es zweckmäßig, die
Druckvorgänge
mittels Digitaldruck vorzunehmen. Hierdurch wird die Flexibilität der Bedruckung
der Blätter
weiter erhöht.
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Ein
Einsatz des Digitaldrucks eignet sich insbesondere für die erfindungsgemäße individualisierte
Bedruckung, beziehungsweise für
eine Bedruckung sowohl mit individualisierten Druckangaben als auch
mit vorgebbaren weiteren Druckelementen, beispielsweise grafischen
Symbolen wie Firmenlogos oder Werbebildern oder -texten.
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Die
erfindungsgemäße Gestaltung
ermöglicht
eine Erzielung vielfältiger
vorteilhafter Eigenschaften:
- • Einheitliche
Gestaltung und Übersichtlichkeit
der Dokumente
- • Reduzierung
von Fehlerquellen bei Produktion und Handhabung des Druckerzeugnisses
- • Kein
Verlust einzelner Dokumente, kein Vergessen durch den Nutzer des
Dokuments
- • Durchgängig personalisierte
Ansprache des Empfängers
(Nutzer des Dokuments)
- • Nutzung
modernster Drucktechniken
- • Ein
Workflow; wobei können
parallele Ausgabesysteme vermieden werden können
- • Einbindung
von variabler Werbung
- • Keine
doppelten Informationen wie Sicherheitshinweise und AGBs
- • Datenbankgestütztes Vorsortieren
zur optimierten Produktion
- • Digitales
Zusammentragen der einzelnen Bestandteile
- • Variable
Bilder für
den Empfänger
(Nutzer) des Dokuments passend zu bestimmten weiteren Informationen,
beispielsweise zu einem Reiseziel (z. B. Pyramiden/Ägypten)
- • Portooptimierter
Versand
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1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Druckerzeugnis.
Bei dem in 1 dargestellten Druckerzeugnis handelt
es sich um ein Ticketbooklet. Dies stellt eine besonders bevorzugte
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Druckerzeugnisses
dar, da bei Ticketbooklets ein Einsatz individualisierter Druckangaben
besonders vorteilhaft ist und beispielsweise eine missbräuchliche
Nutzung von Reisedokumenten erschwert.
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Es
ist selbstverständlich
möglich,
andere Druckerzeugnisse zu personalisieren beispielsweise Werbebroschüren zu individualisieren
oder auch umfangreichere Druckwerke, beispielsweise auch Bücher, durch eine
Einbeziehung individualisierter Druckangaben zu personalisieren.
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Hierdurch
ist es beispielsweise möglich,
in einem Druckerzeugnis Namen von Figuren einer Handlung zu personalisieren
und/oder individualisierte Bezeichnungen in beliebiger Gestalt und
auf beliebigen Objekten aufzubringen.
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Das
in 1 dargestellte individualisierte Druckerzeugnis
ist mit einem maschinenlesbaren Code 20 sowie einer in
Klarschrift lesbaren weiteren individualisierten Druckangabe – hier in
Form einer Musteradresse 30 aufzubringen.
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Das
Druckerzeugnis enthält
mehrere Blätter 40,
die mit einem personalisierten Druck unter Einbeziehung der individualisierten
Druckangaben erzeugt wurden. Die Blätter 40 können durch
ein Verbindungselement 50 miteinander verbunden.
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Beispielsweise
weist dieses Druckerzeugnis folgende Eigenschaften auf:
| Objekt: | Ticketbooklet |
| Format: | ca.
21 × 9,8
cm |
| Druck: | personalisierter
Druck 4/4-farbig Euroskala (XEROX iGen3) |
| Umfang: | von
ca. 36 Seiten–80
Seiten |
| Material: | 90
g satiniertes Papier |
| Verarbeitung: | Bogen
sammeln, schneiden, 2-fach blockheften, einfarbiges |
| | Fälzelband
anbringen, in Fensterhüllen
kuvertieren, versenden. |
Variable Steuerung der Bilder nach Reiseart und
Destination (z. B. Deckblatt Ägypten
= Pyramide)
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Die
erfindungsgemäße Herstellung
der Druckelemente ermöglicht
eine hohe Sicherheit sowohl bei der Herstellung der Druckerzeugnisse
als auch bei ihrem Einsatz.
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Insbesondere
ist es vorteilhaft, einzelne, mehrere oder alle der nachfolgenden
Maßnahmen
zur Erhöhung
der Sicherheit einzusetzen:
- • Optische
Lesung mittels Barcode Datamatrix-Code
- • Reprintsystem
für Produktionsverluste
- • Abgleich
auf Vollständigkeit
der Kuvertierung
- • Tägliche Rückmeldung
der versendeten Einheiten
- • Redundante
Druckkapazitäten
(10 × iGen3)
- • Sichere
Produktionslinien für
höchste
Ausfallsicherheit und Redundanz
- • schlanker
Workflow dank XEROX FreeFlow Technologie
- • Geringe
Datenmengen dank VIPP, nur Speicherung der variablen Daten
- • ISO
zertifizierter Betrieb und IT Grundschutz
- • PDF-Webdarstellung
für Kunden-
oder Callcenter.
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Ein
weiterer mit der Erfindung realisierbarer Vorteil ist, dass ein
Einbringen einzelner Blätter
mit individualisierten Druckangaben in das Druckerzeugnis nachgewiesen
werden kann, so es durch eine Speicherung dieser Angaben möglich ist
auch zu einem späteren
Zeitpunkt zu beweisen, dass sämtliche
einzubringenden individualisierten Druckangaben, die beispielsweise
auch Wertcharakter haben, wie Gutscheine in dem Druckerzeugnis enthalten
sind.
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Es
ist besonders vorteilhaft, einen maschinenlesbaren Code einzusetzen,
der ggfl. verschlüsselte
Informationen enthalten kann.
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Ein
hierfür
geeigneter Datamatrixcode ist in 2 beispielhaft
dargestellt.
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Der
Datamatrixcode enthält
verschiedene Arten von Informationen. Es wird ein Datamatrixcode
auf jedem Blatt im Booklet erzeugt und während der Endverarbeitung ausgelesen
und kontrolliert. Zusätzlich
wird zu Kontrollzwecken ein weiterer Datamatrixcode im Adressfeld
auf der ersten Seite erzeugt. Folgende Informationen werden während der
Produktion weitergeführt
und kontrolliert.
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Es
ist besonders vorteilhaft, dass der maschinenlesbare Code, der in 2 dargestellt
ist einzelne, mehrere oder sämtliche
der nachfolgenden Angaben enthält:
- • Informationen
zur Steuerung des Bearbeitungsablaufes,
- • Markierung
der zu perforierenden Seiten,
- • Angaben über erstes
Blatt und letztes Blatt,
- • Anzahl
der Blätter
im Booklet,
- • Laufende
Blattnummer im Booklet,
- • Markierung
für Zugabe
von Beilagen,
- • Informationen
zum Job, Jobname, Datum, Buchungskreis, etc.
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Es
ist besonders vorteilhaft, das Verfahren zum Herstellen einer Vielzahl
individualisierter Druckerzeugnisse als Workflow zu gestalten.
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Insbesondere
ist eine Einbeziehung einer Datenverbindung zu einem Auftraggeber
(Kunden) vorteilhaft.
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Die
vom Kunden gestellten variablen Daten werden auf Plausibilität überprüft und in
einer Datenbank für
die Produktion zusammengeführt
und, nach Seitenzahlen sortiert, aufbereitet.
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Die
fixen Bookletinhalte (AGBs, Länderinformationen,
Bilder, etc.) werden als Ressourcen auf einer anderen Datenbank
vorgehalten. Ressourcen und variable Daten werden auf dem RIP des
digitalen Drucksystem zusammengeführt, gleichzeitig werden die
Datamatrixcodes erzeugt. Anschließend werden die Druckbögen (SRA3
im 6er Nutzen) manuell an die Weiterverarbeitung übergeben.
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Der
Datamatrixcode wird am Beginn der Endverarbeitung in der 1. Teilstrecke
gelesen, gesteuert über die
Kameraintelligenz den Taktkopf der Perforation und übergibt
die gelesenen Daten zur Protokollierung. Am Ende der 1. Teilstrecke
werden über
2 weitere Kameras Reihenfolge und Vollständigkeit der Dokumente kontrolliert.
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In
Teilstrecke 2 werden die im Datamatrixcode enthaltenen Daten durch
Ablaufinformationen ergänzt und über eine
serielle Schnittstelle ausgegeben, sobald das Kuvert das Auslaufband
erreicht. Fehlerhafte Kuverts (unvollständig, falsche Reihenfolge des
Inhalts) werden in einem Aussteuerfach abgelegt, als fehlerhaft protokolliert
und dem Reprint bereitgestellt.
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In 4 ist
ein erfindungsgemäß bedruckter
Druckbogen dargestellt. Dieser Druckbogen beinhaltet beispielsweise
sechs Druckblätter 100, 110, 120, 130, 140 und 150.
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Es
ist möglich,
diese Druckblätter
für eine
unterschiedliche Anzahl von Nutzern bereitzustellen.
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Zweckmäßigerweise
enthalten mehrere Druckbögen
eine gleiche Anzahl an Druckblättern – in dem
in 4 dargestellten Fall: 6.
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Es
ist möglich,
in einem Druckbogen verschiedene Herstellungs- beziehungsweise Buchungskreise (Marken)
einzusetzen.
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Insbesondere
ist es zweckmäßig, eine
weitere Sortierung in Abhängigkeit
einer Anzahl und/oder einer Lage der in das Druckerzeugnis einzubringenden
und/oder zu perforierenden Seiten vorzunehmen. Die Informationen
zur Taktperforierung werden ebenfalls im Datamatrixcode ausgelesen
und entsprechend im Verarbeitungsprozess ausgeführt.
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In
die Druckblätter
des Druckbogens werden vorzugsweise Datensätze eingebracht, die zuvor
von einem Auftraggeber (Kunden) geliefert werden.
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Diese
Datensätze
werden beispielsweise auf die in 5 dargestellte
Weise verarbeitet.
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Zunächst erfolgt
eine Speicherung der Datensätze
in einer Datenbank. Die Datensätze
werden erfindungsgemäß nach Druckdatensätzen sortiert.
Anschließend
erfolgt ein Druck der Druckdatensätze. Zur Überprüfung einer Sicherheit von Einbringungsvorgängen ist
es zweckmäßig, eine
grafische Darstellung der herzustellenden beziehungsweise der hergestellten
Druckerzeugnisse – beispielsweise
als Webdarstellung – vorzunehmen.
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Ferner
ist es möglich,
ggfl. unabhängig
von der Datenbank gespeicherte externe Bilddaten in ein zu erzeugendes
Druckbild einzugeben. Hierfür
ist zweckmäßigerweise
ein separater Ressourcenspeicher vorgesehen.
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Nach
Druck des Druckerzeugnisses und/oder Kuvertierung des Druckerzeugnisses
erfolgt zweckmäßigerweise
ein Abgleich der hergestellten Druckerzeugnisse mit den in der Datenbank
zuvor gespeicherten Angaben über
die zu druckenden Druckerzeugnisse.
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Nach
Herstellung der Druckerzeugnisse erfolgt eine Rückmeldung an den Kunden (Auftraggeber). Diese
Rückmeldung
kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in
Form einer elektronischen Nachricht (reporting) erfolgen.
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Parallel
zur Erzeugung der variablen Druckdaten können auch niedriger aufgelöste Ansichts-PDF's erzeugt werden,
die in einer Webapplikation dem Kunden (z. B. Kundencenter oder
Call-Center bei Rückfragen zu
den Reisedokumenten) dargestellt werden.
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Zur
Einbindung der individualisierten Druckangaben in eine grafische
Gestaltung ist es insbesondere vorteilhaft, eine geeignete digitale
Handhabungssprache einzusetzen.
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Besonders
bevorzugt ist VIPP. Dies ist eine offene Sprache von Xerox zur Erzeugung
von variablen Dokumenten Formatierungssoftware (PostScript Macros)
100% PostScript Code.
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Besonders
vorteilhaft ist eine Integration eines Workflows. Hierbei ist es
besonders vorteilhaft, dass nur die Daten geschickt werden, die
für die
Herstellung der Druckerzeugnisse benötigt werden. – „Just send the
data..." Ressourcen
werden auf dem Zielgerät
gespeichert, Netzwerk-Last und Sendezeiten verringert.
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Dies
ermöglicht
eine schnelle Verarbeitung der Druckangaben und damit eine schnelle
Herstellung der für
das Druckerzeugnis vorgesehenen Druckblätter.
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Es
ist selbstverständlich
möglich,
die Erfindung in beliebigen digitalen Druckzentren einzusetzen.
Bei einer Realisierung der Erfindung durch die Anmelderin hat sich
ein Einsatz von digitalen Druckzentren des Typs 10 × Xerox
iGen3 110 besonders bewährt.
Ein derartiges digitales Druckzentrum 160 ist in 6 dargestellt.
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Die
Xerox DocuColor iGen3 110 ist ein schnelles Bogenfarbdrucksystem.
Die SmartPress TechnologyTM eignet sich
besonders für
ein xerografisches Druckmaschinen-Design. Zusammen mit einem völlig neu entwickelten
Druckwerk und neuen Tonern wird erfindungsgemäß ein hoher Qualitätsstandard
sichergestellt, bei gleichzeitig niedrigen Kosten pro Druck. Kleinauflagen
bis hin zum Druck von variablen Daten lassen sich wirtschaftlich
drucken.
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Anschließend erfolgt
ein Zurechtschneiden der Druckbögen.
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Hierfür ist insbesondere
der in 7 dargestellte Wellenschneideautomat vorteilhaft.
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In
einem ersten Wellenschneideautomat ist eine Taktperforation integriert.
Zur Interpretation bei Zuführung
des Druckbogens wird der Datamatrixcode mit einer optischen Kameralesung
ausgelesen. Ein Datamatrixcode wird für jede Seite im Bund erzeugt
(im fertigen Booklet nicht sichtbar) und entsprechend platziert. Zuerst
werden die Druckbogen senkrecht geschnitten und an den erforderlichen
Seiten perforiert. In der zweiten Maschine wird dann der halbierte
Druckbogen waagerecht beschnitten, sodass die einzelnen Seiten auf Endformat
geschnitten werden.
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Eine
Integration des Wellenschneideautomaten in eine Bearbeitungsstraße für die Druckbögen ist
in 8 beispielhaft dargestellt.
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Die
in 8 dargestellte Verarbeitungsstraße sieht
zwei Wellenschneideautomaten vor, die in einem 90° Winkel zueinander
angeordnet sind. Dadurch können
die einzelnen Seiten des Ticketbooklets rundum randlos beschnitten
werden. Die Druckbogen werden zuerst waagerecht und dann senkrecht
beschnitten. Die einzelnen Blätter
des Endprodukts werden anschließend
in gewünschter
Reihenfolge abgelegt.
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Der
in 8 dargestellten Verarbeitungsstraße werden
Druckbögen
zugeführt,
wie sie in 9 beispielhaft dargestellt sind.
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In
einem Bearbeitungsschritt erfolgt eine Aufteilung der Druckbögen in zwei
Teile und das Aufbringen von Perforationen 60.
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Erster Verarbeitungsschritt
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Bogen
4-fach senkrecht beschneiden. Datamatrix nach Kuvertierkennzeichnung
auslesen und entsprechende Seiten taktperforieren. Anschließend Bogen
weiterführen.
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Das
Ergebnis dieses Verarbeitungsschrittes ist in 10 beispielhaft
dargestellt.
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Hierdurch
entstehen Bögen,
die beispielsweise Druckblätter
für einen
Einsatz in drei verschiedenen individualisierten Druckerzeugnissen
beinhalten, die für
eine Weiterleitung an drei Empfänger
besonders geeignet sind.
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In
einem zweiten Verarbeitungsschritt erfolgt eine Umleitung der die
drei Druckblätter
enthaltenden Druckbögen.
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In
einem dritten Verarbeitungsschritt werden die Druckerzeugnisse – beispielsweise
Booklets – auf
ein gewünschtes
Endformat geschnitten, vorzugsweise auch gesammelt und abgelegt.
Vorteilhafterweise erfolgt ein Einsatz der zweiten und dritten Kameralesung
zur Überprüfung von
Vollständigkeit
und Blattreihenfolge der Booklets.
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Drei
derartige Druckblätter,
die jeweils eine Perforation 60 aufweisen sind in 12 beispielhaft
dargestellt.
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Auf
gleiche Seitenzahlen sortierte und auf Endformat geschnittene Booklets
liegen nun hintereinander und werden manuell an eine Weiterverarbeitungsstrasse übergeben.
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Eine
besonders bevorzugte Anordnung der Druckblätter 100, 120 und 140 ist
in 13 beispielhaft dargestellt.
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Anschließend werden
einzelne Bookletseiten anhand des Datamatrixcodes ausgelesen und
bookletweise gesammelt und weitergeführt. Defekte Bookletsätze werden
ausgesteuert und gemeldet.
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Erfindungsgemäß ist es
besonders bevorzugt, als Ersatz für die defekten Bookletsätze beziehungsweise
andere nicht korrekt hergestellte Druckereierzeugnisse auf Grundlage
der zuvor gespeicherten Informationen einen neuen Druck- und Herstellungsvorgang
durchzuführen.
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14 zeigt
eine weitere bevorzugte Anordnung eines erfindungsgemäßen maschinenlesbaren
Codes. Diese Anordnung erfolgt zwischen einem Randbereich und der
Perforation 60. Bei einem nachfolgenden Verbinden der Druckblätter in
einem Randbereich wird hierdurch eine Zugänglichkeit des maschinenlesbaren Codes 20 verringert.
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Da
der Datamatrixcode nur für
die revisionssichere Steuerung im gesamten Arbeitsprozess benötigt wird,
wird er im verarbeiteten Endprodukt durch ein Fälzelband abgedeckt. Dadurch
wird erreicht, dass der grafische Gesamteindruck nicht durch den
Datamatrixcode gestört
wird. Zusätzlich
zum für
die Verarbeitung benötigten
Datamatrixcode, der im Bund auf jeder Seite abgebildet ist, kann
zusätzlich
ein weiterer sichtbarer Datamatrixcode im Adressfeld erzeugt werden.
Dieser Datamatrixcode kann relevante Daten für die Logistik des Versanddienstleisters
(z. B. DV-Freimachung der Deutsche Post AG) enthalten aber auch
relevante Informationen zur weiteren Nutzung des Kunden (z. B. zur
Nachverfolgung von Rückläufern).
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In
einem weiteren Verarbeitungsschritt werden vereinzelte und geprüfte Bookletsätze zweimal
durch den Rücken
mittels Heftklammern 180 geheftet (15).
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Nach
dem Heften wird das Booklet gefälzelt
und zur Kuvertierung weitergegeben. Ein derartiges Booklet ist in 16 beispielhaft
dargestellt.
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Da
verschiedene Mandanten (Buchungskreise) auf einem Bogen platziert
sind, muss für
alle eine einheitliche Farbe des Fälzelbands (z. B. Schwarz) benutzt
werden. Nach Abschluss der Kuvertierung wird jedes Booklet als Richtig
oder Falsch zur Revision bzw. Reprint in einem Datensatz markiert.
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Ein
für einen
Postversand in einem Briefumschlag 200 geeignetes Druckerzeugnis 10 ist
in 17 beispielhaft dargestellt.
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Das
Posterzeugnis ist zweckmäßigerweise
kuvertiert in neutrale unbedruckte Fensterhüllen (maschinell kuvertierbar),
bzw. einheitlich bedruckte Fensterhüllen.
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Es
ist – für den Fall,
dass der maschinenlesbare Code 20 versandrelevante Informationen
enthält – bei einer
entsprechenden Handhabung durch ein Postunternehmen nach Schließen der
Verschlusslasche 210 versandfertig.
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Die
Vorderansicht dieses Briefes ist in 18 beispielhaft
dargestellt.
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Auch
der Einsatz von Panoramafensterhüllen
oder transparente Versandhüllen
ist denkbar. Dadurch können
verschiedene Mandanten/Logos, sichtbar durch das Panoramafenster,
auf dem Deckblatt eingesetzt werden, ohne dass dazu verschiedenartig
bedruckte Versandhüllen
benötigt
werden.
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In
einer Weiterentwicklung der Erfindung werden vor dem Schließen des
Briefumschlages 200 Beilagen hinzugeführt.
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Eine
besonders bevorzugte Beilagenkuvertierung wird nachfolgend beispielhaft
dargestellt.
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Eine
besonders bevorzugte Kuvertierungsanlage ist ein Mehrkanal-System
mit 4 Kanälen.
Im ersten Kanal wird das Booklet zugeführt. In den Kanälen 2–4 können 3 weitere
Beilagen zukuvertiert werden. Es können nur Dokumente im DIN lang
Format mit geschlossener Kante kuvertiert werden (z. B. A4 wickelgefalzt
auf DIN lang).
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Eine
derartige Kuvertieranlage ist in 19 beispielhaft
dargestellt. Diese Kuvertieranlage ist mit einem Computer PC verbunden,
der Informationen über
Unterlagen enthält,
welche in die jeweiligen Versandumschläge eingebracht werden können.
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Eine
derartige Kuvertierungsanlage ist in 19 beispielhaft
dargestellt.
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Insbesondere
ist es zweckmäßig, dass
in der Kuvertierungsanlage die nachfolgend dargestellten Verarbeitungsvorgänge erfolgen:
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Schneiden, Taktperforieren und Ablegen
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Teilstrecke 1
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- • Das
Ausgangsmaterial wird auf der XEROX iGen3 gedruckt und in der ersten
Teilanlage geschnitten, gleichzeitig erfolgt der Randbeschnitt der
Außenkanten,
der Streifenausschnitt des Mittelstreifens und die Mikroperforierung
wird getaktet. Die Steuerung der Perforierung erfolgt über einen
Datamatrixcode, der sich im späteren
Heftrand des Blocks befindet und gleichzeitig andere Informationen
enthält.
- • Die
Bogen werden weitergeführt
und in einem zweiten Schneidwerk durch Randbeschnitt und Streifenausschnitt
auf das endgültige
Format gebracht.
- • Die
kompletten Sätze,
die nicht gelesen werden können,
laufen in ein entsprechendes Aussteuerfach.
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Blockheften, Fälzeln und Kuvertieren
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• Teilstrecke
2
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- • Die
dem Sammelmodul zugeführten
Dokumente werden im Stapel, entsprechend der Information aus dem
Datamatrixcode gesammelt – und
wenn für
gut befunden – blockweise
der Heftstation zugeführt,
anderenfalls später
ausgesteuert.
- • Die
gesammelten Blöcke
werden infolge des Transportes an der rechten Seite geheftet.
- • Die
gehefteten Blöcke
werden im Fälzelmodul
gefälzelt.
- • Im
gegenwärtig
konzipierten Mehrkanalsystem können
bis zu 3 Beilagen selektiv zugesteuert werden.
- • Die
Blöcke
werden mit den Beilagen kuvertiert, verschlossen und entweder in
das Aussteuerfach als „nicht gut" oder auf das Schuppenband
als „gut" ausgelegt.
- • Die „gut" befüllten Umschläge C6/5
Plus 125 × 229
mm liegen nun auf der Umschlaglasche. Die mit Wasser besprühte Lasche
kann mit dem Leim nun unter dem Eigengewicht des Booklets, eine
flächige
Verbindung zum Trocknen eingehen, ohne dass ein Kuvert sich ungewollt
wieder öffnet.
- • Auf
der Auslage sind anschließend
Gruppentrennungen für
postalische Belange oder Signiervorgänge in den Freimachungszonen
möglich.
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- 10
- Druckerzeugnis
- 20
- maschinenlesbarer
Code
- 30
- weitere
individualisierte Druckangabe
- 40
- Blätter
- 50
- Verbindungselement
- 60
- Perforation
- 100
- Druckblätter
- 110
- Druckblätter
- 120
- Druckblätter
- 130
- Druckblätter
- 140
- Druckblätter
- 150
- Druckblätter
- 160
- Druckzentrum
- 170
- Förderstrecke
- 180
- Heftklammer
- 196
- Wellenschneideautomat
- 200
- Briefumschlag
- 210
- Verschlusslasche