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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschreiben eines Verhaltens
einer technischen Einrichtung, ein Verfahren zur Diagnose einer
technischen Einrichtung, eine Vorrichtung zum Beschreiben eines
Verhaltens einer technischen Einrichtung, ein Computerprogramm und
ein Computerprogrammprodukt.
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Stand der Technik
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Bei
modernen Fahrzeugen werden Funktionalitäten zunehmend durch Software
bereitgestellt. Ein Spektrum dieser Funktionalitäten reicht von der Motorsteuerung
bis hin zum Komfortsystem. Eine hierfür zugrunde liegende Rechnerarchitektur
ist als ein verteiltes System ausgebildet. Je nach Fahrzeugtyp existieren
20 bis 80 Steuergeräteknoten
in einem Fahrzeug. Diese Steuergeräteknoten sind mit bis zu vier
verschiedenen Bussystemen verbunden, wobei ein Programmcode mehrere
hunderttausend bis zu mehreren Millionen Zeilen umfassen kann. Es
ist zu erwarten, dass dieser Vernetzungsgrad im Fahrzeug in den
kommenden Jahren stetig ansteigen wird. Hinzu kommt die steigende
Komplexität
hydraulischer, pneumatischer und mechanischer Fahrzeugkomponenten
sowie die steigende Typenvielfalt von Fahrzeugen.
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Aus
diesen Gründen
erschwert sich eine Fehlersuche und -behebung in der Autowerkstatt
erheblich. Bei der Wartung in der Autowerkstatt ist die betrachtete
Diagnosestrategie typischerweise symptomatischer Natur, das heißt, dass
ein Ausgangpunkt für
die Werkstattdiagnose eine gewisse Menge von Symptomen eines Fehlverhaltens
ist, die üblicherweise
aus drei nachfolgend erwähnten
Diagnoseinformationsquellen stammen können:
- – Informationen,
die aus Steuergerätediagnosen stammen
und bei einer sog. Onlinediagnose bereitgestellt werden,
- – Informationen
aus physikalischen Messgrößen, z.
B. Spannung, Druck, Abgase, usw., die bei einer Offlinediagnose
ermittelt werden, und
- – Informationen
aus subjektiven Beobachtungen des Werkstattpersonals, z. B. aufgrund
von Geräuschen
oder einer Sichtkontrolle.
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Heutzutage
existieren verschiedene Diagnosetools bzw. -werkzeuge, die das Personal
in der Werkstatt bei der Fehlersuche unterstützen. Fortschrittliche Systeme
basieren auf Algorithmen für modellbasierte
Diagnosen. Diese Algorithmen analysieren alle verfügbaren Diagnoseinformationen
und stellen sie einem funktionalen Modell des Fahrzeugs gegenüber. Durch
das funktionale Modell wird das Verhalten des Fahrzeugs bis zu einem
gewissen Detailgrad wiedergegeben. Die Modelle sind in der Regel
hierarchisch aufgebaut, d. h. es gibt Modelle von Komponenten, die
in ihrer Verschaltung das Modell eines Subsystems darstellen. Somit
bilden mehrere Subsystemmodelle Modelle von Systemen, z. B. Bremssystem,
Motorsystem usw. Die Menge aller Systemmodelle bildet schließlich das
Modell des Fahrzeugs.
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Offenbarung der Erfindung
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist zum Beschreiben eines Verhaltens einer technischen Einrichtung
geeignet. Diese Einrichtung weist eine Anzahl Einheiten auf. Bei
dem Verfahren wird für
die technische Einrichtung ein Systemgraph, der eine Anzahl Ebenen
umfasst, automatisch generiert, wobei jeweils einer k-ten Ebene
eine k + 1-te Ebene untergeordnet wird und einer übergeordneten
Einheit aus der k-ten Ebene mindestens eine untergeordnete Einheit
in der k + 1-ten Ebene zugeordnet wird, wobei in jeder übergeordneten
Einheit ein technisches Verhalten der mindestens einen untergeordneten
Einheit zusammengefasst wird.
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Somit
wird eine Beschreibung bzw. ein Modell der technischen Einrichtung
und insbesondere eines funktionellen Verhaltens dieser Einrichtung durch
den im Rahmen des Verfahrens automatisch generierten bzw. modellierten
Systemgraphen bereitgestellt.
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Der
Systemgraph kann eine baumartige Struktur aufweisen, wobei jede
Einheit innerhalb des Systemgraphen einem Knoten zugeordnet wird,
so dass einem übergeordneten
Knoten der k-ten Ebene mindestens eine Verzweigung zu mindestens
einem untergeordneten Knoten der k + 1-ten Ebene aufweist. Somit
ergibt sich u. a., dass innerhalb des Systemgraphen jeweils eine
Einheit durch einen Knoten repräsentiert
wird.
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Über den übergeordneten
Knoten der k-ten Ebene wird in Ausgestaltung das Verhalten der übergeordneten
Einheit, die diesem übergeordneten
Knoten zugeordnet ist, sowie das Verhalten der mindestens einen
untergeordneten Einheit der k + 1-ten Ebene, die der übergeordneten
Einheit zugeordnet ist, beschrieben.
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Somit
kann innerhalb des Systemgraphen typischerweise für jede Einheit
an jedem Knoten des Systemgraphen ein zu erwartendes Verhalten hinterlegt
werden.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Diagnose einer technischen
Einrichtung, die eine Anzahl Einheiten aufweist, wobei ein Verhalten
dieser technischen Einrichtung durch ein voranstehend beschriebenes,
erfindungsgemäßes Verfahren
beschrieben wird, bei dem
- – zur Suche mindestens eines
Fehlers zunächst eine
k-te Ebene des Systemgraphen nach einer fehlerhaften Einheit der
technischen Einrichtung untersucht wird, und bei dem
- – bei
einer Fortsetzung der Suche in einer k + 1-ten Ebene des Systemgraphen
nur jene mindestens eine untergeordnete Einheit untersucht wird,
der der als fehlerhaft identifizierten Einheit der k-ten Ebene zugeordnet
ist.
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Es
ist hierzu u. a. vorgesehen, dass innerhalb des Systemgraphen für jede Einheit
an dem zugehörigen
Knoten ein fehlerfreies Verhalten bzw. Soll-Verhalten hinterlegt
wird. Im Rahmen der Diagnose wird dieses fehlerfreie bzw. korrekte
Verhalten mit einem realen Verhalten bzw. Ist-Verhalten verglichen.
Bei einer möglichen
Abweichung des realen Verhaltens von dem fehlerfreien Verhalten,
ggf. unter Berücksichtigung
eines Toleranzbereichs, kann eine Einheit als fehlerhaft oder fehlerfrei
identifiziert werden. Folglich kann mit dem Verfahren ein einziger, einfacher
Fehler gesucht und gefunden werden. Es ist jedoch auch möglich, mehrere
Fehler oder einen Mehrfachfehler zu suchen und zu finden. Derartige Mehrfachfehler
können
auch in einem Subsystem vorliegen, so dass sukzessiv die Ebenen
darunter analysiert werden.
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Außerdem kann
jede Einheit innerhalb des Systemgraphen einem Knoten zugeordnet
und somit durch einen derartigen Knoten repräsentiert werden, wobei diese
Knoten einer Struktur des Systemgraphen entsprechend über Verzweigungen
miteinander verbunden sind, so dass zur Suche des mindestens einen
Fehlers nur Verzweigungen mit Knoten, denen fehlerhafte Einheiten
zugeordnet sind, analysiert werden müssen. Eine Analyse von Verzweigungen und
davon ausgehenden Pfaden, die als fehlerfrei identifiziert werden,
ist nicht nötig.
Die Suche nach dem mindestens einen Fehler wird demnach dadurch vereinfacht,
dass in einem übergeordneten
Knoten bzw. in einer übergeordneten
Einheit der k-ten Ebene das technische Verhalten sämtlicher
untergeordneter Knoten bzw. Einheiten der k + 1-ten Ebene und somit auch
weiterer untergeordneter Ebenen, z. B. der k + 2-ten Ebene usw.,
zusammengefasst ist.
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Die
Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung, die dazu ausgebildet
ist, ein Verhalten einer technischen Einrichtung, die eine Anzahl
Einheiten aufweist, zu beschreiben und hierzu für die technische Einrichtung
einen Systemgraph, der eine Anzahl Ebenen umfasst, automatisch zu
generieren, und dabei jeweils einer k-ten Ebene eine k + 1-te Ebene
unterzuordnen und einer übergeordneten
Einheit aus der k-ten Ebene mindestens eine untergeordnete Einheit
in der k + 1-ten
Ebene zuzuordnen und dabei in jeder übergeordneten Einheit ein technisches
Verhalten der mindestens einen untergeordneten Einheit zusammenzufassen.
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Diese
Vorrichtung ist in Ausgestaltung dazu ausgebildet, innerhalb der
technischen Einrichtung einen Fehler zu suchen und hierzu innerhalb
der technischen Einrichtung zunächst
die k-te Ebene nach einer fehlerhaften Einheit zu untersuchen, und bei
Fortsetzung der Suche in der k + 1-ten Ebene nur jene mindestens
eine untergeordnete Einheit zu untersuchen, die einer als fehlerhaft
identifizierten Einheit der k-ten Ebene zugeordnet ist.
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Diese
erfindungsgemäße Vorrichtung
ist dazu ausgebildet, sämtliche
Schritte mindestens eines der voranstehend beschriebenen Verfahren,
d. h. dem Verfahren zum Beschreiben eines Verhaltens der technischen
Einrichtung und/oder eines Verfahrens zur Diagnose der technischen
Einrichtung auszuführen.
Die Suche nach dem Fehler im Rahmen der Diagnose der technischen
Einrichtung erfolgt mittels des automatisch generierten und somit
modellierten Systemgraphen.
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Das
erfindungsgemäße Computerprogramm mit
Programmcodemitteln ist dazu ausgebildet, alle Schritte eines vorgestellten
Verfahrens durchzuführen,
wenn das Computerprogramm auf einem Computer oder einer entsprechenden
Recheneinheit, insbesondere in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, ausgeführt wird.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln,
die auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert sind, das zum
Durchführen
aller Schritte eines beschriebenen Verfahrens ausgebildet ist, wenn
das Computerprogramm auf einem Computer oder einer entsprechenden
Recheneinheit, insbesondere in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
ausgeführt wird.
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In
einer Variante der Erfindung kann die technische Einrichtung, bspw.
ein Kraftfahrzeug, mehrere Systeme umfassen, wobei jeweils einem
System als eine Einheit mindestens ein Subsystem als eine Einheit
und jeweils mindestens einem Subsystem mindestens eine funktionelle
Komponente als eine Einheit zugeordnet ist. Das Verfahren ist jedoch
nicht auf eine Ebene mit Subsystemen beschränkt, so können übergeordnete Subsysteme bzw.
Einheiten einer Ebene weitere Einheiten bzw. Subsysteme einer darunter
liegenden Ebene unter- und somit zugeordnet sein. Bei einer Ausführung des
Verfahrens werden demnach die genannten Systeme Einheiten und somit
Knoten einer ersten Ebene (k = 1) zugeordnet. Die Subsysteme werden
Einheiten bzw. Knoten mindestens einer zweiten Ebene (k + m = 1
+ m) zugeordnet. Demnach sind z. B. Subsystemen einer obersten zweiten
Ebene bzw. Ebene für
Subsysteme Subsysteme einer darunter liegenden Ebene usw. zugeordnet
Die Komponenten der Subsysteme, insbesondere Subsystemen einer untersten
zweiten Ebene bzw. Ebene für
Subsysteme, werden weiterhin Einheiten und somit Knoten einer dritten
Ebene (k + m + 2) zugeordnet.
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In
der Regel kann der Systemgraph für
die technische Einrichtung eine beliebige Anzahl von Ebenen aufweisen.
In der ersten, oberen Ebene ist mindestens ein System mindestens
einer Einheit bzw. mindestens einem Knoten zugeordnet. Die zweite,
darunter liegende Ebene ist für
die Subsysteme vorgesehen, wobei Subsystemen einer dieser Ebenen
weitere Subsysteme, die Knoten und somit Einheiten einer weiteren
Ebene zugeordnet sind, zugeordnet sein können. Somit kann der Systemgraph durchaus
mehrere Ebenen für
Subsysteme bzw. Zwischenebenen aufweisen. Eine Anzahl der Ebenen
für Subsysteme
hängt vom
Aufbau der technischen Einrichtung ab, so dass in Ausgestaltung
beliebig viele Subsysteme erzeugt werden können.
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Innerhalb
eines derartigen Systemgraphen sind die Systeme der ersten Ebene über Verzweigungen
mit Subsystemen der zweiten Ebene, die den Systemen der ersten Ebene
zugeordnet sind, verbunden. Weiterhin sind die Komponenten der dritten Ebene über Verzweigungen,
die von Subsystemen der zweiten Ebene ausgehen, mit diesen Subsystemen verbunden
und diesen somit unter- bzw. zugeordnet. Weiterhin ist jeweils eine
Komponente der dritten Ebene über
ein Subsystem der zweiten Ebene innerhalb des Systemgraphen mit
einem System der ersten Ebene verbunden und somit diesem System der
ersten Ebene zu- bzw. untergeordnet.
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Bei
einer Diagnose und somit einer Suche eines Fehlers der technischen
Einrichtung werden in einem ersten Schritt lediglich die Knoten
und somit die Systeme der ersten Ebene analysiert. In einem zweiten
Schritt ist vorgesehen, die Subsysteme und somit Knoten der zweiten
Ebene zu analysieren. Dabei erfolgt ein Abstieg in die zweite Ebene
nur ausgehend von Knoten bzw. Systemen, die innerhalb des ersten
Schritts als fehlerhaft identifiziert wurden. Nach einer Analyse
der Subsysteme bzw. Knoten der zweiten Ebene erfolgt in einem dritten
Schritt eine Analyse der Knoten bzw. Komponenten der dritten Ebene,
wobei eine derartige Analyse nur für Komponenten erfolgt, die
einem als fehlerhaft identifizierten Subsystem zugeordnet sind.
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Im
Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, dass in jeweils einem System
und somit jeweils einer Einheit der ersten Ebene ein Verhalten der
Subsysteme und somit Einheiten der zweiten Ebene und weiterhin ein
Verhalten der Komponenten und somit Einheiten der dritten Ebene
zusammengefasst ist.
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Insgesamt
ist eine Zuordnung der einzelnen genannten Einheiten der technischen
Einrichtung und somit auch eine Zusammenfassung des Verhaltens untergeordneter
Einheiten über
Verzweigungen dargestellt. Falls demnach eine Komponente in der dritten
Ebene fehlerhaft sein sollte, so spiegelt sich ein Fehler dieser
Komponente auch in dem Subsystem der zweiten Ebene und dem System
der ersten Ebene wieder. Zum Suchen eines Fehlers, der bspw. in
einer Komponente verborgen ist, ist dieser Fehler entlang eines
Pfads, der Verzweigungen umfasst, der die Komponente mit dem übergeordneten
Subsystem sowie dem weiterhin übergeordneten
System verbindet, zu suchen. Somit wird entlang eines derartigen
Pfads ein Gesamtverhalten sämtlicher
zugeordneter Knoten zusammengefasst. Folglich ist zur Suche eines
Fehlers lediglich ein fehlerbehafteter Pfad zu beschreiten.
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In
Ausgestaltung erfolgt an jedem Knoten eine Zusammenfassung oder
Anhäufung
bzw. Aggregation eines Gesamtverhaltens der diesem Knoten unter-
oder zugeordneten Kindknoten mindestens einer tieferen Ebene. Daher
ist eine ebenenbasierte Diagnose des Verhaltens der technischen
Einrichtung möglich.
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Insgesamt
ist das Verfahren zur Beschreibung eines Funktionsverhaltens für Fahrzeuge
geeignet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Bereitstellung der Beschreibung der technischen Einrichtung
sowie zur Diagnose dieser technischen Einrichtung kann eine Recheneinheit
bzw. einen Computer aufweisen, der mit Analysegeräten zusammenwirkt,
die mit der technischen Einrichtung verbunden sind. Das erfindungsgemäße Computerprogramm kann
zur Bereitstellung der Beschreibung auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung
eingesetzt werden.
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Mit
dieser Erfindung ist u. a. eine optimierte Diagnose eines Systems
möglich.
Dabei kann bereits in der Systemebene bzw. ersten Ebene festgestellt werden,
ob ein Fehler im untersuchenden System vorliegt. Erst bei Vorliegen
eines Fehlers erfolgt ein Abstieg in die Subsystemebene bzw. zweite
Ebene sowie in die Komponentenebene bzw. dritte Ebene. Es ist somit
u. a. ein Verfahren beschrieben, mit dem ein unnötiger Abstieg in einem Pfad
bzw. Diagnosezweig, der als fehlerfrei identifiziert ist, vermieden werden
kann.
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Die
anhand des voranstehend beschriebenen Beispiels beschriebene Einteilung
von Ebenen innerhalb des Systemgraphen stellt lediglich ein mögliches
Beispiel dar. Innerhalb des Systemgraphen können mehr als nur drei Ebenen
und somit auch Zwischenebenen vorgesehen sein. So ist es bspw. möglich, dass
beliebig viele Subsystemebenen, die einander über- bzw. untergeordnet sind
und in der Regel für
Subsysteme vorgesehne sind, vorhanden sein können. Weiterhin kann auch vorgesehen
sein, dass eine Mischung von Ebenen existieren kann, wobei innerhalb
einer Ebene sowohl Subsysteme als auch Komponenten existieren können. Falls bspw.
in einer darüber
liegenden, übergeordneten Ebene
ein Subsystem vorgesehen ist, so sind in der darunter liegenden
Ebene diesem Subsystem u. a. eine Komponente sowie ein weiteres
Subsystem untergeordnet.
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Somit
können,
insbesondere bei Systemen mit vielen Subsystemen sowie Komponenten, schnellere
Diagnosen durchgeführt
werden. Es genügt
dabei zunächst,
die oberste, in der Regel erste Ebene einer Systemhierarchie zu
betrachten. Liegt kein Fehler vor, ist die Diagnose beendet. Andernfalls muss
ein Abstieg in die nächsttiefere
Ebene erfolgen. Dabei kann eine Generierung einer Verhaltensbeschreibung
für die
in den Ebenen gegliederten Systeme bzw. Subsysteme automatisch in
einem Modellierungsprogramm oder Tester beim Einlesen von der Diagnose
erfolgen. Eine Diagnose ist auch bei unvollständiger Modellierung möglich. Eine Mindestvoraussetzung
ist eine Modellierung des Verhaltens auf der ersten, obersten Ebene,
nämlich
der Systemebene. Wie bereits erwähnt,
können
dadurch bereits Systeme, deren Verhalten korrekt ist, frühzeitig
von der vertieften Diagnose ausgeschlossen werden. Dabei ist üblicherweise
nicht von Interesse, in welchem Umfang die Subsysteme ausgeprägt sind
oder nicht.
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Bei
einer Realisierung der Erfindung ist vorgesehen, dass an jedem Knoten
des Systemgraphen festgestellt werden kann, ob an dieser Stelle
ein Fehler vorliegt. Dazu wird an jedem Knoten bzw. jeder Einheit
einer Ebene das erwartete Verhalten hinterlegt, was beispielsweise
in Form von Gleichungen oder Verhaltenstabellen geschehen kann.
Da ein System typischerweise aus einem oder mehreren Subsystemen
besteht und an jedem Knoten das Verhalten hinterlegt werden kann,
fasst jeweils ein Knoten das Gesamtverhalten seiner untergeordnete Knoten
bzw. Kindknoten zusammen. Stimmt an einem Knoten das erwartete korrekte
Verhalten mit dem tatsächlichen
Verhalten überein,
muss zur weiteren Diagnose kein Abstieg in die unterliegende Ebene
erfolgen. Typischerweise erfolgt ein Abstieg in die unterliegende
Ebene, wenn das Verhalten der untergeordneten Knoten fehlerhaft
sein sollte.
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Ein
Verfahren zur Diagnose kann in Ausgestaltung ebenenbasiert durchgeführt werden,
d. h. es werden zunächst
alle Knoten einer Ebene betrachtet, bevor ein Abstieg in die unterliegende
Ebene erfolgt. Bei der Betrachtung der Knoten einer Ebene werden alle
Knoten, deren Verhalten vermutlich nicht korrekt ist, als verdächtig deklariert.
Der Abstieg in die darunter liegende untergeordnete Ebene erfolgt
dann nur ausgehend von den verdächtigten
Knoten. In der darunter liegenden Ebene ist die Vorgehensweise identisch.
Es werden zunächst
alle Knoten dieser Ebene betrachtet bevor ein weiterer Abstieg in
die nächste darunter
liegende Ebene erfolgt. Dieser Prozess kann solange durchgeführt werden,
bis die tiefste Ebene erreicht und alle fehlerhaften Subsysteme
und weiterhin Komponenten identifiziert sind.
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Die
Modelle liegen typischerweise in einer Modellierungssprache vor.
Dabei besitzt eine modellierte Einheit im allgemeinen Ein- und Ausgänge, wobei
eine Beziehung zwischen den Ein- und Ausgängen durch Relationen, bspw.
Verhaltenstabellen oder Gleichungen, mit Hilfe der Modellierungssprache
beschrieben wird. Die Relationen in einem Modell enthalten in der
Regel Parameter, die sich im Rahmen der Modellierung ebenfalls einstellen
lassen. Bei der Verschaltung von Teilmodellen, z. B. von Komponenten
oder Subsystemen, hat sich der Begriff der sog. Materialien durchgesetzt.
Diese Materialien werden zwischen und auch durch Komponenten und
somit Einheiten bzw. Knoten der Ebenen hindurch transportiert. Materialien
haben Attribute, die beim Transport durch eine Komponente oder durch
ein Subsystem verändert
werden können.
So ist in einem Beispiel als Material Luft vorgesehen, die Attribute
hierzu sind Temperatur, Druck, Luftfeuchtigkeit oder ähnliche
Parameter. Eine Verschaltung von Teilsystemen und die Modellierung
der Materialien erfolgt ebenfalls mit Hilfe der Modellierungssprache.
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Somit
ist es in weiterer Ausgestaltung möglich, eine Analyse der im
Rahmen einer Diagnose zu untersuchenden Einheiten bzw. Knoten unter
Berücksichtigung
der Materialien, insbesondere einem Betriebsmedium wie Luft, Wasser,
Kraft und/oder Schmierstoff, und den derartigen Materialien zugeordneten
Attributen bzw. physikalischen Parameter dieser Materialien, wie
Luft, Druck, Temperatur, usw., durchzuführen.
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Mit
der Erfindung können
u. a. Probleme behoben werden, die bei der Erzeugung der Modelle und
somit bei der Modellierung auftreten. Die Art und Weise der Modellierung
entscheidet wesentlich über die
spätere
Leistungsfähigkeit
der Diagnose. Ein Abstraktionsgrad des Modells wird so gewählt, dass
die Diagnosealgorithmen die defekte Komponente finden können. Eine
feinere Modellierung würde
keinen weiteren Vorteil bringen aber den Modellierungsaufwand erhöhen und
die Wiederverwendbarkeit von Modellen verringern. So ist beispielsweise
der Extremfall, d. h. ein exaktes detailliertes funktionales Modell
eines speziellen Fahrzeugs, dessen Modellkomponenten nicht wiederverwendbar
wären,
unter Umständen
nicht besonders sinnvoll, weil der Modellierungsaufwand sehr hoch
wäre aber
der Nutzen sich auf nur einen einzigen Fahrzeugtyp beschränken würde. Deshalb
können
in Ausgestaltung auch Elemente zur objektorientierten Modellierung
verwendet werden. Dabei werden allgemeingültige Modelle von Komponenten
oder Subsystemen erzeugt, die bei Bedarf, z. B. wenn bei einem bestimmten Fahrzeugtyp
größeres Detailwissen
vorliegt, durch Vererbungsmechanismen konkretisiert werden.
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Durch
den Vergleich des tatsächlichen
Verhaltens eines Fahrzeugs mit dem modellierten Verhalten sind modellbasierte
Diagnosealgorithmen dazu geeignet, Empfehlungen für verdächtige Komponenten
oder auch für
zusätzliche
Mess- und Prüfanweisungen
zu geben.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt
in schematischer Darstellung ein schematisches Diagramm zu einer
ersten aus dem Stand der Technik bekannten Vorgehensweise.
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2 zeigt
in schematischer Darstellung ein Diagramm zu einer zweiten aus dem
Stand der Technik bekannten Vorgehensweise.
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3 zeigt
ein schematisches Diagramm zu einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
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4 zeigt
in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
sowie eine technische Einrichtung.
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5 zeigt
in schematischer Darstellung ein Diagramm zu einer zweiten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Ausführungsform der Erfindung
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Die
Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen
in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden unter
Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
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Anhand 1 wird
ein Diagramm zu einer aus dem Stand der Technik bekannten Vorgehensweise
beschrieben. Bei einem Zündsystem 2,
das durch dieses Diagramm schematisch dargestellt ist, ist vorgesehen,
dass ein Zündunterbrecher
als Bestandteil des Zündsystems 2 hier
als Modellierungsbeispiel dienen soll.
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Hierbei
ist eine erste Version 4 eines Zündunterbrechers mit zwei Komponenten
gegeben, nämlich
Unterbrecherkontakten 6 und einem Zündkondensator 8. Weiterhin
soll eine neue zweite Version 10 des Zündunterbrechers definiert werden,
wozu Techniken der objektorientierten Modellierung verwendet werden.
Dazu werden alle Komponenten von der ersten Version 4,
die unverändert
in der zweiten Version eingehen sollen, ohne Änderungen übernommen, bspw. die Unterbrecherkontakte 6.
Diejenigen Komponenten, die eine Änderung in der zweiten Version 10 erfahren,
werden neu beschrieben, hier ist es der modifizierte Zündkondensator 12.
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Ein
analoges Vorgehen ist für
eine dritte Version 14 des Zündunterbrechers vorgesehen.
In dieser dritten Version 14 des Zündunterbrechers liegen nunmehr
modifizierte Unterbrecherkontakte 16, der modifizierte
Zündkondensator 12,
wie aus der zweiten Version 10 bekannt, sowie als eine
weitere Komponente ein Hall-Geber 18 vor.
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Einer
vierten Zwischenversion 20 des Zündunterbrechers ist der modifizierte
Unterbrecherkontakt 16 sowie der Hall-Geber 18,
wie in der dritten Version 14, zugeordnet.
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Ein
weiterer objektorientierter Ansatz, der bei der Modellierung von
Systemen verfolgt wird, ist der hierarchische Ansatz, d. h. auf
der untersten Ebene werden Komponenten logisch zu Subsystemen und Subsysteme
zu Systemen oder umgekehrt verknüpft. Eine
aus dem Stand der Technik bekannten Vorgehensweise ist anhand des
Diagramms aus 2 schematisch beschrieben.
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Dieses
Diagramm zeigt in schematischer Darstellung eine hierarchische Struktur
für ein
Fahrzeug 40, das in einer ersten Ebene drei Systeme 42, 44, 46 aufweist.
In einer zweiten Ebene sind hier erste Subsysteme 48, 50, 52 vorgesehen,
die einem dritten System 46 der ersten Ebene zugeordnet
sind. Einem dritten Subsystem 52 der zweiten Ebene sind
in einer dritten Ebene Komponenten 54, 56, 58, 60 zugeordnet.
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Diagnosealgorithmen
nach Stand der Technik arbeiten ausschließlich auf der Komponentenebene,
d. h. es muss jeder Pfad von einem System 42, 44, 46 in
die unterliegenden Subsysteme 48, 50, 52 bis
hin zur Ebene der Komponenten 54, 56, 58, 60 verfolgt
werden. Nur dort können
Fehler erkannt werden, indem konkret das erwartete Verhalten der
Komponenten mit dem tatsächlichen
Verhalten verglichen wird. Im Rahmen einer Diagnose erfolgt ein Abstieg von
einem System in die Komponentenebene demzufolge immer, auch wenn
kein Fehler vorliegt. Dies stellt jedoch einen enormen zusätzlichen
Rechenaufwand dar.
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3 zeigt
in schematischer Darstellung ein Diagramm mit einem Systemgraphen 80,
der zur Ausführung
einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet ist.
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Anhand
dieses Systemgraphen 80 wird im Rahmen einer Diagnose der
technischen Einrichtung, in diesem Fall einem Kraftfahrzeug, ein
Fehler, der ein Symptom 82, nämlich "Klingeln und Klopfen" verursacht, analysiert.
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Eine
erste Ebene (k = 1) des Systemgraphen 80 umfasst einen
ersten Knoten 84 dieser ersten Ebene. Dabei ist diesem
ersten Knoten 84 als Einheit und somit System ein Motor
des Kraftfahrzeugs zugeordnet.
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Eine
zweite Ebene (k = 2) des Systemgraphen 80 umfasst drei
Knoten 86, 88, 90, wobei diesen drei
Knoten 86, 88, 90 der zweiten Ebene jeweils eine
der übergeordneten
Einheit bzw. dem übergeordneten
Knoten 84 der ersten Ebene eine untergeordnete Einheit
bzw. ein untergeordnetes Subsystem zugeordnet ist. Dabei ist ein
erstes Subsystem eines ersten Knotens 86 als Zündsystem,
ein zweites Subsystem eines zweiten Knotens 88 als Luftsystem
und ein drittes Subsystem eines dritten Knotens 90 als Stromversorgungssystem
ausgebildet. Diese Ausgestaltung des Systemgraphen umfasst nur eine
zweite Ebene für
Subsysteme. In der Regel ist mindestens eine zweite Ebene für Subsysteme
vorgesehen. In diesem Fall ist einer ersten Ebene mit Subsystemen eine
zweite Ebene mit Subsystemen zu- und somit untergeordnet.
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Der
Knoten 84 der ersten Ebene weist zudem eine Verzweigung 92 auf,
von der ausgehend der erste Knoten 84 über drei Pfade 94 mit
den drei Knoten 86, 88, 90 der zweiten
Ebene verbunden ist.
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Innerhalb
einer dritten Ebene des Systemgraphen 80 sind dem ersten
Knoten 86 der zweiten Ebene ausgehend von einer Verzweigung 92 über Pfade 94 zwei
untergeordnete Knoten 96, 98 zugeordnet, so dass
einer Einheit der technischen Einrichtung, die in 3 durch
den ersten Knoten 86 der zweiten Ebene zugeordnet ist,
zwei Einheiten zugeordnet sind, wobei ein erster Knoten 96 als
eine untergeordnete Komponente eine Zündeinheit und ein zweiter Knoten 98 als
eine dem Zündsystem
zugeordnete Zündkerze
zugeordnet ist.
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Der
zweiten Komponente 88 bzw. dem Luftsystem sind drei Einheiten
bzw. Komponenten, die hier durch drei Knoten 100, 102, 104 repräsentiert sind,
zugeordnet. Dabei steht ein erster Knoten 100 für einen
Luftlader, ein zweiter Knoten 102 für eine Luftkühler und
ein dritter Knoten 104 für einen Lufttemperatursensor.
Auch hier ist vorgesehen, dass zweite Komponente der zweiten Ebene
ausgehend von einer Verzweigung 92 über drei Pfade 94 mit
den der übergeordneten
Komponente 88 der zweiten Ebene untergeordneten Komponenten 100, 102, 104 der
dritten Ebene verbunden ist.
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Entsprechend
ist der dritte Knoten 90 der zweiten Ebene, der das Stromversorgungssystem als
Einheit bzw. System der technischen Einrichtung repräsentiert,
ausgehend von einer Verzweigung 92 über drei Pfade 94 mit
drei Knoten 106 der dritten untergeordneten Ebene verbunden,
wobei in dieser Ausführungsform
die untergeordneten Komponenten und somit Einheiten nicht weiter
benannt sind.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass bei einem Fahrzeug das Symptom 82 "Klingeln und Klopfen" beobachtet wird.
Es wird zudem angenommen, dass die verwendeten Systeme vollständig modelliert
sind. Das beobachtete Symptom ist ein Zeichen dafür, dass
ein Fehler im Motorsystem vorliegt. Dies kann bedeuten, dass das
korrekte erwartete Verhalten des Motors, das durch den Knoten 84 der
ersten Ebene repräsentiert
ist, mit dem tatsächlichen
Verhalten, nämlich "Klingeln und Klopfen", nicht übereinstimmt.
Deshalb ist das Motorsystem als Einstiegspunkt für die Diagnose vorgesehen und
dient in diesem Fall als Systemebene und somit erster Ebene. Das
Motorsystem besteht vereinfacht aus dem Zünd-, Luft- und Stromversorgungssystem, welche über die
Knoten 86, 88, 90 die Subsystemebene
und in diesem Fall zweite Ebene bilden.
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Für jedes
System und demnach auch für
jeden Knoten 86, 88, 90 der Subsystemebene
ist, wie bereits erwähnt,
das erwartete korrekte Verhalten hinterlegt. Auf der zweiten Ebene
der Subsysteme wird zunächst
das Zündsystem
betrachtet und festgestellt, dass das korrekte erwartete Verhalten
mit dem tatsächlichen
Verhalten übereinstimmt.
Somit muss kein Abstieg in die unterliegenden dritten nachfolgenden
Ebenen mit den Knoten 96, 98 für das Zündsystem erfolgen.
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Anschließend erfolgt
die Betrachtung des Luftsystems ausgehend von dem zweiten Knoten 88 der
zweiten Ebene. Das erwartete korrekte Verhalten schließt das beobachtete
Symptom nicht ein, wodurch das System als verdächtig gilt und im nächsten Schritt
die unterliegende und somit nachfolgende dritte Ebene mit den drei
Knoten 100, 102, 104 untersucht wird.
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Das
Stromversorgungssystem an dem dritten Knoten 90 der zweiten
Ebene hingegen arbeitet korrekt und es ist, analog zum Zündsystem,
keine weitere Analyse der unterliegenden dritten Ebenen und somit
der Knoten 106 nötig.
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Der
nächste
Schritt besteht nun darin, die Komponentenebene und somit dritte
Ebene für
das Luftsystem zu betrachten. Es werden in Reihe innerhalb der dritten
Ebene der Luftauflader, der Luftkühler und der Lufttemperatursensor
an den Knoten 100, 102, 104 untersucht,
wobei sich in diesem Beispiel herausstellt, dass der Luftkühler als
einzige Komponenten kein korrektes erwartetes Verhalten aufweist. Somit
muss der Luftkühler
für die
beobachteten Symptome verantwortlich sein.
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4 zeigt
in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 120,
die dazu ausgebildet ist, ein technisches Verhalten einer technischen
Einrichtung, die hier als Kraftfahrzeug 122 ausgebildet
ist, anhand eines Systemgraphen 124, den die Vorrichtung 120 im Rahmen
einer Ausführungsform
des Verfahrens automatisch generiert, zu beschreiben.
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Es
ist vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug 122 als technische
Einrichtung eine Anzahl von Einheiten aufweist, und der automatisch
generierte Systemgraph 124 eine Anzahl Ebenen umfasst.
Hierbei ist jeweils einer k-ten Ebene eine k + 1-te Ebene untergeordnet
und einer übergeordneten
Einheit aus der k-ten Ebene mindestens eine untergeordnete Einheit
in der k + 1-ten
Ebene zugeordnet.
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Außerdem ist
in jeder übergeordneten
Einheit ein technisches Verhalten der mindestens einen untergeordneten
Einheit zusammengefasst.
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Zum
Erfassen des Verhaltens der technischen Einrichtung 122 ist
die Vorrichtung 120 mit dieser technischen Einrichtung 122 zu
verbinden. Eine Beschreibung des Verhaltens der technischen Einrichtung 122 erfolgt über einen
automatisch generierten Systemgraphen 124. Zu einer ebenfalls
vorgesehenen Diagnose ist die Vorrichtung 120 dazu ausgebildet,
innerhalb des Systemgraphen 124 zur Suche eines Fehlers
zunächst
eine k-te Ebene nach einer fehlerhaften Einheit zu untersuchen.
Bei einer Fortsetzung der Suche in einer k + 1-ten Ebene wird nur jene
mindestens eine untergeordnete Einheit untersucht, die einer als
fehlerhaft identifizierten Einheit der k-ten Ebene zugeordnet ist.
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Ein
Detail eines Systemgraphen 140, der zur Durchführung einer
zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgebildet ist, ist in 5 schematisch dargestellt.
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Dabei
zeigt dieses Detail des Systemgraphen 140 eine erste Ebene 142,
eine zweite Ebene 144, sowie eine dritte Ebene 146.
Innerhalb der ersten Ebene 142 ist hier ein erster Knoten 148 und
somit eine erste Einheit für
ein erstes Subsystem vorgesehen. Diesem ersten Knoten 148 der
ersten Ebene 142 sind innerhalb der zweiten Ebene 144,
die hierbei als eine Zwischenebene betrachtet werden kann, ein zweiter
Knoten 150 und somit eine zweite Einheit für eine erste
Komponente sowie ein dritter Knoten 152 und somit eine
dritte Einheit für
ein zweites Subsystem vorgesehen. Diese beiden Knoten 150, 152 der
zweiten Ebene 144 sind dem ersten Knoten 148 der
ersten Ebene 142 zu- und somit untergeordnet.
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Innerhalb
der dritten Ebene 146 sind ein vierter Knoten 154 für eine vierte
Einheit und dabei für eine
zweite Komponente sowie ein fünfter
Knoten 156 für
eine fünfte
Einheit und dabei für
eine dritte Komponente vorgesehen. Dieser vierte Knoten 154 sowie
fünfte
Knoten 156 und somit die zweite und die dritte Komponente
sind dem zweiten Subsystem, das dem dritten Knoten 152 der
zweiten Ebene zugeordnet ist, untergeordnet.
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Die
anhand des Systemgraphen 140 vorgestellte Ausführungsform
zeigt somit, dass im Rahmen des Verfahrens auch eine Mischung von
Ebenen erfolgen kann, was in vorliegendem Fall bedeutet, dass hier
in der zweiten Ebene 144 ein dem dritten Knoten 152 zugeordnetes
Subsystem neben einem dem zweiten Knoten 150 zugeordneter
Komponente existieren kann.
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Bei
Durchführung
des Verfahrens wird zur Beschreibung eines Verhaltens einer technischen Einrichtung,
die hier im Detail die erste, zweite und dritte Komponente sowie
das erste und das zweite Subsystem umfasst, der Systemgraph 140 automatisch
generiert. Hierbei ist die dritte Ebene 146 der zweiten
Ebene 144 sowie der ersten Ebene 142 untergeordnet.
Weiterhin ist die zweite Ebene 144 der ersten Ebene 142 untergeordnet.
In dem ersten Knoten 148 für das erste Subsystem wird
ein technisches Verhalten der ersten Komponente des zweiten Knotens 150 und
dem ersten Subsystem des dritten Knotens 152 zusammengefasst.
Da außerdem
in dem zweiten Subsystem des dritten Knotens 152 weiterhin
das technische Verhalten der zweiten und dritten Komponente, die
dem vierten und fünften
Knoten 154, 156 der dritten Ebene 146 zugeordnet
sind, zusammengefasst wird, wird außerdem das Verhalten der zweiten
und der dritten Komponente auch in dem ersten Subsystem des ersten
Knotens 148 zusammengefasst.