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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Erzeugung wenigstens einer Druckform für ein Druckverfahren auf einer Druckmaschine
wobei eine erste Druckform auf Basis von ersten Bilddaten erzeugt
wird und mit dieser Druckform ein Druckbild auf einem Bedruckstoff
gedruckt wird.
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Mit
dem vorgestellten Verfahren und der vorgestellten Vorrichtung sollen
insbesondere Probleme gelöst
werden, die bei der Verwendung farbzonenloser Druckmaschinen wie
z. B. Aniloxdruckmaschinen auftreten.
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Eine
entsprechende Druckmaschine ist in der
EP 0 870609 A2 beschrieben.
Auf die dort beschriebene Einrichtung solch einer Druckmaschine mit
Aniloxwalze d. h. Rasterwalze, Auftragwalze, Druckformzylinder und
Einfärbesystem
wird hiermit voll umfänglich
Bezug genommen.
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Bei
herkömmlichen
Offsetdruckmaschinen, welche Farbzonen aufweisen wird mittels einer
Farbzonensteuerung die Zufuhr der Druckfarbe zonenweise eingestellt.
Hierdurch kann innerhalb der Druckmaschine die Farbdichte und insbesondere auch
der Tonwert des Druckbildes in den entsprechenden Zonen während des
Druckens reguliert werden. Die Steuerung der Zonenschrauben welche
die Farbmenge regulieren wird dabei im Allgemeinen nach heutigem
Stand der Technik in Abhängigkeit von
den Druckvorlagen für
die unterschiedlichen Druckfarben reguliert. Als Druckfarben kommen
bei einem Vierfarbdruck im Allgemeinen die Druckfarben Zyan, Magenta,
Gelb und Schwarz (CMYK) zum Zuge. Die nach Druckfarben separierten
Druckvorlagen werden auch Farbauszüge genannt. Die Druckvorlagen
werden in der Regel gerastert und mit einem Gelichter auf die Druckplatten
belichtet. Früher
war als Zwischenschritt noch die Belichtung von Film vorgesehen.
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Als
Datenformate zur Beschreibung der Druckvorlagen werden heute weitgehend
die Seitenbeschreibungssprachen Post-Skript (PS) und PDF (portable
document formst) verwendet. Zur Erzeugung der Bilddaten werden die
separierten Druckvorlagen in einem Raster Image Prozessor (RIP)
gerastert und in eine entsprechende Matrix bzw. Bitmap umgewandelt.
Den einzelnen Pixeln, die der Belichterauflösung entsprechen, wird dabei
jeweils ein Wert in Abhängigkeit
von dem zu erzielenden Grauwert zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt
im Allgemeinen auf Grundlage eines Schwellwertgebirges. Z.B. kann einer
Rasterzelle eine Anzahl von Pixeln zugeordnet sein. Je nach Grauwert
der entsprechenden Druckvorlage wird dann eine, diesem Grauwert
zugeordnete Anzahl von Pixeln belichtet und auf diese Weise ein
dem Grauwert entsprechender Rasterpunkt bebildert. Die Bilddaten
nehmen dafür
Werte 0 oder 1 an, je nachdem ob die Pixel bebildert werden oder
nicht.
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Mehrere
belichtete Pixel bzw. Rasterpunkte auf einer Druckplatte stellen
einen entsprechenden Bildpunkt dar und in Abhängigkeit von der Anzahl der belichteten
Punkte wird ein Grauwert dargestellt, der dem Grauwert des ursprünglichen
Bildpunktes der Druckvorlage entspricht.
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In
Abhängigkeit
von dem darzustellenden Tonwert, des verwendeten Druckplattenbelichters und
der verwendeten Druckmaschine kommt es zu einer Änderung des tatsächlichen
Tonwertes der von der Druckmaschine auf einen Bedruckstoff gedruckt wird.
In Abhängigkeit
von dem erwarteten Tonwertzuwachs und den entsprechenden Parametern
der Druckmaschine und des Druckplattenbelichters werden die Farbzonenschrauben
automatisch so eingestellt, dass auf dem resultierenden Druckbild
auf dem Bedruckstoff ein Tonwert erzeugt wird, der dem gewünschten
möglichst
nahe kommt. Dem Drucker ist weiterhin freigestellt, die Farbmenge über die
Farbzonensteuerung in den einzelnen Farbzonen so zu regulieren,
dass er nach seinem Empfinden die Farbdichte und die Tonwerte in
Grenzen innerhalb der Farbzonen auch nach der Belichtung der Druckplatten
regulieren kann. Ein entsprechendes Verfahren um die Flächendeckung
einer Druckplatte und die Farbmengen in der Druckmaschine zu steuern
ist in der
DE 10201918
A1 offenbart, auf die hiermit voll umfänglich Bezug genommen wird.
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In
den vorstehend beschriebenen farbzonenlosen Druckmaschinen ist eine
Regulierung der Farbmengenzufuhr mittels Farbzonenschrauben schlechthin
nicht möglich.
Dem Drucker sind daher keine Möglichkeiten
gegeben, in bestimmten Bereichen die auch Farbzonen entsprechen
können
die Farbmenge zu regulieren und damit die gedruckte Farbdichte bzw.
den Tonwert auf dem Bedruckstoff zu manipulieren. Eine Manipulation
der Farbdichten über
einen Bereich der nicht identisch mit Farbzonen ist oder sich sogar
quer zu dienen erstreckt ist sogar in Druckmaschinen, die Farbzonen
aufweisen nicht möglich.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und
eine Vorrichtung vorzustellen, mit dem es einem Drucker ermöglicht wird, die
Farbdichte bzw. den Tonwert in einem resultierenden Druckbild auf
einem Bedruckstoff auch nach der Belichtung einer ersten Druckplatte
innerhalb einer Druckmaschine, insbesondere einer farbzonenlosen Druckmaschine
zu manipulieren.
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Diese
Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch
1 und ein Drucksystem gemäß Anspruch
21 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
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Erfindungsgemäß soll auf
der Grundlage zumindest des auf dem Bedruckstoff gedruckten Druckbildes
bereichsweise Korrekturwerte im Bereich der Druckmaschine erzeugt
werden. Diese Korrekturwerte sollen dann zur Korrektur der dem Druck
zugrunde liegenden Druckvorlagen und/oder der gerasterten Bilddaten
verwendet werden und auf Grundlage zumindest dieser Korrekturwerte
soll wenigstens eine zweite Druckform erzeugt werden.
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Je
nach dem kann es sich bei diesen Korrekturwerten z. B. um gewünschte Änderungen
der Tonwerte oder Farbdichten in einem bestimmten Bereich des Druckbildes
handeln. Je nach dem um welche Farben es sich handelt deren Auszüge angepasst werden
sollen, werden diese Korrekturwerte zur Korrektur der diesen Farben
entsprechenden Druckvorlagen verwendet. Es kann natürlich auch
sein, dass nicht die Druckvorlagen, die erst noch gerastert werden
müssen
korrigiert werden, sondern direkt die schon gerasterten Bilddaten.
Hier handelt es sich dann um Korrekturen der einzelnen Rasterzellen oder
Rasterpunkte der Rasterbitmap. Auch eine Anwendung des Verfahrens
während
einer erneuten Rasterung der Druckvorlagen ist denkbar und soll
erfindungsgemäß mit umfasst
werden.
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Um
eine möglichst
einfache Bedienung zur Bestimmung der benötigten Korrekturwerte zu erzielen
ist es erfindungsgemäß vorteilhafterweise
vorgesehen, dass das gedruckte Druckbild auf einem Monitor dargestellt
wird und Bereiche markiert und oder ausgewählt werden können für die Korrekturwerte
erzeugt werden sollen.
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Hierfür kann z.
B. das gedruckte Druckbild auf dem Bedruckstoff zunächst eingescannt
und dann auf einem entsprechenden Monitor dargestellt werden. Dann
können
in den ausgewählten
Bereichen oder in den markierten Bereichen Korrekturwerte erzeugt
werden, die dort gewünschten
neuen Tonwerten oder Farbdichten entsprechen.
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Bereiche
die markiert werden können
z. B. bestimmte Objekte, wie z. B. Häuser oder Menschen oder Plätze innerhalb
eines bedruckten Druckbildes sein. Solch eine Markierung kann z.
B. über
einen Touchscreen des Monitors eingegeben werden oder auch über eine
automatische Erkennung von Objekten innerhalb des Druckbildes erzeugt
werden.
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In
einer anderen vorteilhaften Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass die auswählbaren
Bereiche in der Art von in Druckrichtung wenigstens über das
gesamte Druckbild verlaufenden Zonen bereitgestellt werden. Diese
Zonen können
dabei vorteilhafterweise den dem Drucker bekannten Farbzonen entsprechen.
Sie können
dann z. B. 32,5 mm breit sein und eine Änderung der Ton- bzw. Farbdichten
in den einzelnen Farbzonen kann von einem Drucker in der für ihn bekannten
Weise wie zur Einstellung der Farbzonenschrauben vorgenommen werden,
statt dann Farbzonenschrauben einzustellen kommt es zur Erzeugung
von entsprechenden Korrekturwerten in diesem gekennzeichneten Bereich.
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Um
auf besonders einfache Weise dem Drucker diese Zonen bereitzustellen,
ist es erfindungsgemäß vorgesehen,
dass diese Auswählbaren
Bereiche als das dargestellte Druckbild überlagernde Strukturen auf
dem Monitor bereitgestellt werden. Abgesehen von Zonen oder Farbzonen,
die als auswählbare
Bereiche bereitgestellt werden, kann es natürlich auch vorgesehen sein,
dass automatisch Grenzflächen
innerhalb des Druckbildes erkannt werden und als entsprechend auswählbare Bereiche
bereitgestellt werden.
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Um
die gewählte
Korrektur, d. h. um die Korrekturwerte weiter zu verfeinern ist
erfindungsgemäß vorgesehen,
dass das dargestellte Druckbild in Zonen unterteilt wird und die
Zonen aus wenigstens drei in Längsrichtung über das
gesamte Druckbild verlaufenden Bändern
aufgebaut sind. Hierdurch kann zunächst eine grobe Einstellung
in den dargestellten Zonen vorgenommen werden und es können feinere Korrekturwerte
für die
einzelnen Bänder
eingestellt werden. Die Korrekturwerte können dabei insbesondere einfacher
weise immer über
die gesamte Zone wirken und Additiv über die entsprechenden Bänder. Diese
Bänder
können
dabei entweder angezeigt werden oder aber auch nur zur Manipulation
der Tonwerte oder Farbdichten hinterlegt sein.
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Damit
es zwischen den einzelnen Zonen nicht zu Sprüngen innerhalb der Tonwerte
oder Farbdichten kommt, ist es erfindungsgemäß vorteilhafterweise vorgesehen,
dass die Korrekturwerte bandweise an die benachbarten Zonen angepasst
werden, so dass sich ein angepasster Verlauf von einer Zone zu den
angrenzenden Zonen ergibt.
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Besonders
vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass dieser Verlauf einstellbar
ist. Einem Bediener ist damit ein Mittel zur Hand gegeben, mit dem
er einen optisch ansprechenden Verlauf über die gesamte Breite eines
Druckbogens erreichen kann.
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In
einer alternativen oder weiterführenden Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass das dargestellte Druckbild in Längsrichtung
in aneinandergrenzende Segmente unterteilt wird. Auf diese Weise
ist eine Markierung oder eine Auswahl von bestimmten Objekten innerhalb
des Druckbildes nicht auf längsgerichtete
Zonen beschränkt
sondern es können
auf einfache Weise Bereiche ausgewählt werden, die innerhalb des
Druckbildes liegen und komplett von einer Grenzfläche umschlossen
werden. Bei einer entsprechenden Markierung oder Auswahl solch eines Bereiches
werden dann alle Segmente ausgewählt die
innerhalb dieses Bereiches liegen. Für Segmente die nur teilweise
innerhalb dieses Bereiches liegen, kann es dann vorgesehen sein,
dass entsprechende Korrekturwerte auf ihren Anteil der in dem Grenzbereich
liegt angepasst werden.
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Durch
ein entsprechendes Markieren werden somit alle Segmente ausgewählt und
die Korrekturwerte werden für
diese ausgewählten
Segmente erzeugt. Vorteilhafterweise ist es auch hier vorgesehen,
dass die Korrekturwerte der Segmente des ausgewählten Bereichs zu den Grenzen
des Bereichs hin an die von außen
angrenzenden Segmente angepasst werden. Auch diese Anpassung soll
vorteilhafterweise einstellbar sein. Insbesondere ist es auch hier
zusätzlich
oder alternativ vorgesehen, dass die Breite des Grenzbereiches in
dem eine entsprechende Anpassung erfolgt auch einstellbar sein soll.
Auf diese Weise kann ein besonders gleichmäßiger Verlauf von einem Ausgewählten Objekt
bzw. Bereich zu den Bereichen außerhalb des ausgewählten Objektes
erfolgen.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass diese Korrekturwerte bzw. Korrekturdaten im Bereich der Druckmaschine
durch einen Benutzer erzeugt werden können. Zur Erzeugung angepasster
bzw. korrigierter Druckformen ist es dann vorgesehen, dass erfindungsgemäß diese
Korrekturdaten an einen Raster Image Prozessor (RIP) oder eine Druckformerzeugungseinrichtung übergeben
werden. Über die übergebenden
Korrekturwerte können
dann die Druckvorlagen oder die gerasterten Bilddaten entsprechend
den Vorgaben des Benutzers angepasst werden.
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Damit
ein Benutzer erkennen kann, welche Auswirkung die von ihm vorgenommenen
Korrekturen an dem Druckbild haben, ist es erfindungsgemäß besonders
vorteilhafterweise vorgesehen, dass der RIP oder die Druckformerzeugungseinrichtung,
die gerasterten Bilddaten oder die den Bilddaten zugrunde liegenden
Objekte entsprechend der Korrekturwerte korrigiert und dann gegebenenfalls
nach einer Rasterung die korrigierten Bilddaten wieder an die Druckmaschine übergibt
und dass auf der Basis dieser korrigierten Bilddaten ein Bild eines
korrigierten Druckbildes dargestellt wird. Dies kann z. B. so erfolgen,
dass nur die Daten für
den markierten Bereich korrigiert und zurück übertragen werden und dann diese
korrigierten Bilddaten über
das abgebildete Druckbild gelegt werden. Hier kann es insbesondere vorgesehen
sein, dass unterschiedliche Transparenzen des überlagernden Druckbildes eingestellt
werden können.
Auch kann es zu einer vollständigen
Ersetzung des dargestellten Druckbildes zumindest Bereichsweise
durch die korrigierten Bilddaten kommen. Ein Anwender hat dann die
Möglichkeit,
sehr schnell durch die Kommunikation der Druckmaschine mit der Druckformstufe
d. h. mit dem Rip oder direkt mit einem Druckplattenbelichter die
Resultate seiner Korrektur zu sehen. Insbesondere kann es erfindungsgemäß natürlich auch
vorgesehen sein, dass im Bereich der Druckmaschine ein weiterer
Rip, dieses kann hardwaremäßig oder
softwaremäßig ausgeführt sein
zumindest für
die Darstellung der korrigierten Daten des Druckbildes bereitgestellt
ist.
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Bei
der Verwendung von herkömmlichen Farbzonen
innerhalb einer Druckmaschine ist es für den Drucker möglich innerhalb
vorgegebener Grenzen die vorgesehene Farbmenge zu reduzieren oder anzuheben.
Um ein entsprechendes Gefühl
für ein Anheben
oder Reduzieren der Farbmenge auch für die vorgestellten farbzonenlosen
Druckwerke zu ermöglichen
ist es erfindungsgemäß vorgesehen,
dass in einer weiteren Ausführungsform
mit einer Überfärbung gedruckt
wird und eine Änderung
der Färbung des Bedruckstoffes
immer über
eine Korrektur der Rasterung bei der Druckformerzeugung der wenigstens
anschließenden
zweiten Druckform eingestellt wird. Bei der Erzeugung der ersten
Druckform kann dabei diese Überfärbung berücksichtigt
werden, somit kann durch eine Korrektur der Rasterung bei der Erzeugung
der zweiten Druckform auch eine Anhebung der Farbmenge über die
Rasterung realisiert werden.
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Insgesamt
kann es sich bei dem an der Druckmaschine vorgenommenen Änderungen
an dem gedruckten Druckbild um Korrekturwerte handeln, die entweder
absolute Werte einzelner Bildpunkte oder Rasterpunkte sind oder
es können
Korrekturwerte erzeugt werden, die die relative Änderungen bestimmter Bildpunkte
oder Rasterpunkte darstellen. Diese Werte können dann von der Druckmaschine
wieder zurück
an die Druckvorstufe übergeben
werden und dort zur Erzeugung einer weiteren Druckform verwendet
zu werden.
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Bei
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen,
dass das Druckverfahren ein Aniloxdruckverfahren ist. Bei diesem
farbzonenfreien Druckverfahren kann das vorgestellte Verfahren zu
Erzeugung von Druckformen besonders günstig eingesetzt werden. In
einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass
die Druckform eine Druckplatte ist und dass als Druckformerzeugungseinrichtung
ein von der Druckmaschine getrennter Druckplattenbelichter verwendet
wird. Es spielt dann keine Rolle, an welchem Ort sich der Druckplattenbelichter
befindet. Direkt an der Druckmaschine kann dann das Druckbild bearbeitet werden,
die erzeugten Korrekturwerte werden an die Vorstufe zurückgesendet,
d. h. sie werden an den Druckplattenbelichter übertragen und eine besondere
Notwendigkeit diesen Druckplattenbelichter in der Nähe der Druckmaschine
bereitzustellen ist nicht von Nöten.
Somit wird eine große
Flexibilität
erreicht.
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Um
Eigenschaften der Druckmaschine selber die zu abweichenden Tonwerten
oder Farbdichten auf dem Bedruckstoff führen können, bei der Druckformerzeugung
zu berücksichtigen,
ist es vorteilhafterweise vorgesehen, dass zunächst eine Druckform erzeugt
wird auf der bestimmte Testformen bereitgestellt werden. Diese Testformen
sollen vorteilhafterweise Kontrollkeile aufweisen, die jeweils einem
Bereich zugeordnet sind. Bei solch einem Bereich der Druckform kann
sich z. B. um einen oben beschriebenen zonalen Bereich handeln. Über diese Kontrollkeile
können
Unregelmäßigkeiten
in der Färbung
und/oder Tonwertzunahme lokal bereichsweise bei dem Bedrucken eines
Bedruckstoffes ermittelt werden, es können dann Korrekturwerte anhand
dieser ermittelten Unregelmäßigkeiten
erstellt werden und diese Korrekturwerte können von der Druckmaschine
an den RIP oder die Druckformerzeugungseinrichtung d. h. den Druckplattenbelichter übergeben
werden und dann wenigstens bei der Erzeugung der ersten Druckform
berücksichtigt
werden. Diese Berücksichtigung
kann so erfolgen, dass eine entsprechende lokale Korrektur der Bilddaten
bzw. der Rasterpunkte schon beim Erzeugen der ersten Druckform angewendet
wird.
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Des
Weiteren wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Drucksystem gelöst, welches
wenigstens eine Druckmaschine und eine Druckformerzeugungseinrichtung
zur Erzeugung wenigstens einer Druckform für ein Druckverfahren auf einer
Druckmaschine umfasst, wobei eine erste Druckform auf Basis von
ersten Bilddaten erzeugt wird und mit dieser Druckform ein Druckbild
auf einem Bedruckstoff gedruckt wird zur Durchführung des Verfahrens wie es oben
beschrieben wurde.
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Dieses
Drucksystem ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Druckmaschine
um eine farbzonenlose Druckmaschine z. B. um eine Anilox insbesondere
eine Aniloxdruckmaschine handelt, des weiteren ist ein Bildschirm
vorgesehen, auf diesem Bildschirm soll das gedruckte Druckbild dargestellt
werden, es sind des Weiteren bei diesem Drucksystem Markierungsorgane
vorgesehen welche zur Markierung von ausgewählten Bereichen des dargestellten
Druckbildes geeignet sind und es sollen weiterhin Schaltelemente
zur Einstellung von Korrekturwerten innerhalb der so markierten
Bereiche bereitgestellt sein. Des weitern soll es sich bei der Druckformerzeugungseinrichtung
um einen Druckplattenbelichter handeln, wobei der Druckplattenbelichter
und/oder die Druckmaschine einen Raster Image Prozessor (RIP) aufweist.
Zum Übertragen von
Korrekturwerten von der Druckmaschine an den Druckplattenbelichter
und/oder den RIP und zurück an
die Druckmaschine sollen Rückleitungen
bereitgestellt werden. Des Weiteren soll wenigstens ein Bestätigungsorgan
im Bereich der Druckmaschine zum Bestätigen eines angezeigten korrigierten Druckbildes
und/oder zum Starten der Erzeugung einer Druckform auf Basis des
korrigierten Druckbildes bereitgestellt sein.
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Auf
diese Weise ist mit dem hier vorgestellten Drucksystem eine Durchführung des
weiter oben beschriebenen Verfahrens möglich.
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Ausführungsbeispiele
aus denen sich auch weitere erfinderische Merkmale ergeben können auf die
die Erfindung aber nicht beschränkt
ist sind in den Figuren gezeigt.
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Es
zeigen:
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1 ein
Drucksystem umfassend eine Druckmaschine und einen Druckplattenbelichter,
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2 einen
Ablaufplan zur Erzeugung einer korrigierten Druckplatte,
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3 eine
bereichsmäßige Markierung,
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4 eine
zonenweise Auswahl und
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5 die
Darstellung einer Zone.
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1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Drucksystem
mit einer Aniloxdruckmaschine 1, welche in dem dargestellten
Fall vier Druckwerke 2 aufweist. Die Druckwerke 2 besitzen
keine Farbzonenschrauben und weisen nur ein Kurzfarbwerk auf bei
welchem über
eine Rasterwalze die Druckfarbe auf einen Druckplattenzylinder 5 übertragen
wird. Es handelt sich hierbei um eine Ausführungsform eines schon an sich
bekannten Aniloxfarbwerkes. Eine über die Rasterwalze eingefärbte Druckplatte 18 überträgt über einen
Gummituchzylinder 4 ein Druckbild 201 auf einen
Bogen 7. Der Bogen 7 wird von einem Anlegerstapel 6 durch
die Druckmaschine 1 entlang eines Transportpfades hindurchgeführt und
gelangt so in einen Druckspalt 19, der von dem Gummituchzylinder 4 und
einem Gegendruckzylinder 3 gebildet wird. In diesem Druckspalt 19 wird
die Farbe auf den Bogen 7 übertragen. Bei dem Druckwerk 2 soll
es sich, wie beschrieben um ein Aniloxwerk handeln. Hierbei sind
sowohl Ausführungsformen
möglich,
bei denen ein Feuchtwerk vorgesehen ist, oder bei dem ein wasserloser
Druck durchgeführt
werden soll.
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Bei
der hier dargestellten Druckmaschine 1 handelt es sich
mithin um eine Bogenoffsetdruckmaschine.
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Über eine
Kommunikationsverbindung 8 kann die Druckmaschine von einem
Bedienpult 9 aus gesteuert werden. Dieses Bedienpult 9 weist
zur Unterstützung
der Steuerung oder zur Steuerung selber einen Monitor 12 auf.
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Nachdem
ein Bogen 7 vom Anlegerstapel 6 durch die Druckwerke 2 der
Druckmaschine 1 hindurchgeführt wurde, ist auf ihm ein
vollständiges Druckbild 201 gedruckt
worden. Dieses Druckbild 201 kann dann durch eine entsprechende
Erfassungseinrichtung erfasst werden. In dem hier dargestellten
Fall ist dafür
ein externer Bogenscanner 10 vorgesehen, auf dem ein Probedruck
eines Bogens 7 aufgelegt und gescannt werden kann. Alternativ
ist es natürlich
auch möglich,
den Bogen 7 innerhalb der Druckmaschine 1 mit
einer entsprechenden Scanneinrichtung zu erfassen.
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Der
Bogenscanner 10 ist über
eine Übertragungsleitung 11 mit
dem Bedienpult 9 verbunden. Auf diese Weise können alle
Daten des Druckbogens 7 von dem Bogenscanner 10 an
das Bedienpult 9 übertragen
werden und hier dargestellt werden. Dieses kann beispielsweise auf
dem Monitor 12 erfolgen. Insgesamt ist es auch möglich, dass
der Monitor 12 als solches das Bedienpult 9 darstellt.
Er kann ausreichend groß sein,
um einen kompletten Bogen 7 darzustellen und als Touchscreen
ausgebildet sein. Auf diese Weise sind alle Eingaben zur Steuerung
der Maschine direkt über
die Oberfläche
des Monitors 12 durchführbar.
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Mittels
hier nicht weiter dargestellten Bedienelementen kann vom Bedienpult 9 zum
einen die Druckmaschine 1 bedient werden, zum anderen können Korrekturen
an dem Druckbild 201 durchgeführt werden. Hierzu können, wie
in den 3 und 4 dargestellt verschiedene Bedienelemente 204, 205, 206, 302, 303 bereitgestellt
sein. Diese Bedienelemente können
entweder in Hardware auf dem Bedienpult 9 vorgesehen sein,
oder auf dem Monitor 12 dargestellt werden. Des weitern
ist hier ein Markierungsorgan 17 vorgesehen, mit welchem
bestimmte Bereiche auf dem auf dem Monitor 12 dargestellten Druckbogen 7 markiert
werden können. Über die
Bedienelemente 204, 205, 206, 302. 303 können in
den markierten Bereichen dann Korrekturen durchgeführt und
Korrekturwerte auf diese Weise manuell eingestellt werden. Diese
Korrekturwerte können über eine Kommunikationsleitung 13 an
einen Raster Image Prozessor 15 (RIP) übertragen werden. Dieser Rip 15 ist
im hier dargestellten Fall einem Druckplattenbelichter 16 zugeordnet.
Es kann des Weiteren sein, dass der Rip direkt in dem Druckplattenbelichter 16 integriert
ist und/oder als Software auf einem Rechner bereitgestellt ist.
Der Rip 15 stellt die Bilddaten zur Verfügung mit
denen der Druckplattenbelichter 16 je nach Farbauszug die
Druckplatten 18 bebildert. Über die Korrekturwerte die über die
Kommunikationsleitung 13 an den Rip übertragen werden, können die
Druckvorlagen die den einzelnen Farbauszügen zugeordnet sind an die
korrigierten Werte für
das Druckbild 201 angeglichen werden. Auf der Grundlage
dieser angeglichenen Druckvorlagen kann der Rip 15 neue
Bilddaten erstellen. Diese Bilddaten können über eine Kommunikationsleitung 14 zurück an das Bedienpult 9 übertragen
werden und soweit umgerechnet werden, dass entsprechende Änderungen
in einem resultierenden Druckbild 201 auf dem Monitor 12 dargestellt
werden. Auf diese Weise können
durch die Bedienelemente 204, 205, 206, 302, 303 und 17 durchgeführte Korrekturen
d. h. Änderungen
an dem Druckbild 201 direkt auf dem Moitor 12 dargestellt werden.
Sind die so erstellten Änderungen
zufrieden stellend, d. h. entspricht das dargestellte Druckbild 201 dem
von einer Bedienperson gewünschten Druckbild,
so kann durch ein entsprechendes Bedienfeld ein OK gegeben werden
und der Rip 15 kann die entsprechenden gerasterten Bilddaten
an den Druckplattenbelichter 16 übergeben, der auf Grundlage
der so korrigierten Bilddaten neue Druckplatten 18 für die einzelnen
Druckwerke 2 erzeugt.
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In
der 2 ist ein entsprechender Ablaufplan für die Erzeugung
von Druckplatten für
eine Aniloxdruckmaschine 1 dargestellt.
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Innerhalb
eines hier nicht dargestellten vorgelagerten Workflows werden aus
Bildern und Texten einzelne Seiten zusammengestellt. Diese werden
mit einer entsprechenden Software zu Druckbogen ausgeschossen. Diese
ausgeschossenen Bogen werden als PDF Files 101 abgespeichert.
Diese PDF Files 101 oder auch Post script Files (PS) werden
an den Rip 15 übergeben.
Innerhalb des Rips 15 werden die übergebenen PDF Files 101 entsprechend
der in der Druckmaschine 1 verwendeten Porzessfarben in
die entsprechenden Druckvorlagen dieser Farbe zerlegt, d. h. in
die entsprechenden Farbauszüge.
Diese Farbauszüge
werden dann einzeln innerhalb des Rips 15 gerastert um
so die gerasterten Bilddaten für den
Druckplattenbelichter 16 zu erzeugen. Diese gerasterten
Bilddaten stellen eine Bitmap der zu belichtenden Druckplatte 18 dar,
wobei jeder mögliche
Belichterpunkt über
einen Rasterpunkt dargestellt ist. Je nach dem ob dieser Rasterpunkt
belichtet werden soll oder nicht werden innerhalb der Bitmap eine
0 oder eine 1 hinterlegt.
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Die
so erzeugten Bilddaten werden an den Druckplattenbelichter 16 übergeben.
Für jedes Druckwerk 2 der
Druckmaschine 1 wird innerhalb des Druckplattenbelichters 16 eine
der entsprechenden Prozessfarbe entsprechende Druckplatte 18 bebildert.
Mögliche
weitere Prozessschritte zur Fertigstellung der Druckplatte 18 sind
hier der Übersicht
halber nicht dargestellt.
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Die
so erzeugten Druckplatten 18 werden in die einzelnen Druckwerke 2 der
Aniloxdruckmaschine 1 eingesetzt. Während eines ersten Druckes
der Aniloxdruckmaschine 1 mit den ersten Druckplatten 18 werden
erste Bogen 7 bedruckt. Diese Bogen 7 werden anschließend in
einem Bogenscanner 10 gescannt und ausgewertet. Dieser
Bogenscanner 10 kann extern von der Druckmaschine 1 bereitgestellt werden,
oder auch in sie integriert sein.
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Das
so bildpunktweise abgescannte Druckbild 201 wird auf dem
Monitor 12 eines Bedienpultes 9 dargestellt. Wie
bereits beschrieben können
hier bestimmte Bereiche oder Objekte 203 markiert oder ausgewählt werden
und dann entsprechend den Vorgaben durch den Benutzer korrigiert
d. h. abgeändert werden.
Auf diese Weise werden Korrekturwerte 102 erzeugt, welche
von dem Bedienpult 9 zurück an den Rip 15 übergeben
werden. Der Rip 15 erstellt dann auf Grundlage der korrigierten
Druckvorlagen neue Bilddaten. Auf Grundlage dieser Bilddaten können neue
Werte für
die Bildpunkte des Druckbildes 201 welches auf dem Bedienpult 9 dargestellt
wird ermittelt werden. Diese korrigierten Bildpunkte bzw. die korrigierten
Bilddaten können
vom Rip 15 als korrigierte Werte 103 an das Bedienpult 9 übergeben
werden. Entweder innerhalb des Rips 15 oder innerhalb des
Bedienpultes 9 werden auf Grundlage der korrigierten Bilddaten
dann die darzustellenden Bildpunkte eines korrigierten Druckbildes 201 errechnet
und schließlich
auf dem Monitor 12 des Bedienpultes 9 dargestellt.
Entsprechen die so neu dargestellten korrigierten Bildpunkte des
Druckbildes 201 den Ansprüchen eines Bedieners so kann
er die Erzeugung einer neuen korrigierten Druckplatte 18 durch
den Druckplattenbelichter 16 über ein entsprechendes Feld
auf dem Bedienpult 9 anstoßen. Sollte das nun dargestellte
korrigierte Druckbild 201 nicht seinen Erwartungen entsprechen,
so hat er die Möglichkeit über weitere
Korrekturschritte das Druckbild noch besser seinen Anforderungen
anzupassen. Hierbei werden immer wieder Korrekturwerte 102 an
den Rip 15 übergeben,
der hierauf basierend neue korrigierte Werte 103 an das
Bedienpult 9 übergibt.
Erst nach einer Bestätigung
des korrigierten Druckbildes 201 durch einen Bediener wird
der Rip 15 veranlasst, die korrigierten Bilddaten an den
Druckplattenbelichter 16 zu übergeben, der dann mit der
Bebilderung von neuen Druckplatten 18 beginnt. Insbesondere
ist hierbei möglich,
dass, sollten nur Korrekturwerte für einzelne Farbauszüge vorliegen,
nur diese korrigierten Farbauszüge
zur Erzeugung von neuen Druckplatten 18 verwendet werden.
Diese neuen Druckplatten 18 werden erneut in die Druckmaschine 1 eingesetzt,
wo sie die ursprünglichen
ersten Druckplatten 18 ersetzten. Es werden erneut Bogen 7 ausgedruckt,
die dann inline oder offline von einem Bogenscanner 10 gescannt
werden. Die so erzeugten neuen Druckbilder 201 werden erneut
auf einem Monitor 12 des Bedienpultes 9 dargestellt
und für
den Fall, dass das so korrigierte Druckbild 201 noch immer nicht
den Anforderungen des Benutzers entspricht ist es nach dem beschriebenen
Verfahren möglich
neue Druckplatten 18 zu erzeugen. Ansonsten kann mit zufrieden
stellend erzeugten Druckplatten 18 ein kompletter Druckauftrag
in der Druckmaschine 1 durchgeführt werden.
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In
der 3 ist ein Beispiel für eine mögliche bereichsweise Korrektur
eines Druckbildes 201 dargestellt.
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Es
ist hier ein Teil eines bedruckten Bogens 7 dargestellt.
Das eingescannte Druckbild 201 ist auf einem Monitor 12 des
Bedienpultes 9 dargestellt. Zusätzlich zu dem dargestellten
Druckbild 201 sind hier entsprechende Schaltelemente und
Schieberregler 204, 205 innerhalb eines Korrekturauswahlbereiches 206.
Welcher Art die Schaltelemente und Schieberregler innerhalb des
Korrekturauswahlbereiches 206 sind, kann beispielsweise
an dem Bedienpult 9 ausgewählt werden. In dem hier dargestellten
Fall handelt es sich bei dem Korrekturauswahlbereich 206 um
einen Bereich zur Korrektur der Farbbalance. Entsprechend sind hier
Schaltelemente für
Helligkeit, Glanzlichter, Mitteltöne und Schatten dargestellt. Eine
entsprechende Auswahl über
die Schaltelemente 204 kann durch Schieberegler 205 genauer
eingestellt werden. Die Einstellung über diese Schieberregler 205 bzw.
Schaltelemente 204 wird auf einen markierten Bereich innerhalb
des dargestellten Druckbildes 201 angewendet. Dieser Bereich
kann über
ein Markierungsorgan 17 auf dem Monitor 12 direkt
ausgewählt
werden. Hierfür
kann eine Markierung 202 auf dem dargestellten Druckbild 201 angelegt
werden und ein Objekt 203 markiert werden. Hier sind insbesondere
weitere Hilfseinrichtungen denkbar, die eine Auswahl eines bestimmten
Objektes 203 z. B. über
die Erkennung von Grenzflächen
erleichtern. Bei dem Markierungsorgan 17 kann es sich beispielsweise
um einen Griffel oder einen Stift handeln, mit dem man direkt auf
den Monitor 12 einwirken kann oder es kann sich auch um
einen hier nicht dargestellten Trackball oder eine Maus handeln
mit der man auf dem Monitor 12 einwirken kann.
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Die
so in dem markierten Bereich ausgeübten Änderungen werden, wie beschrieben,
erneut auf dem Monitor 12 dargestellt. Dieses kann durch
ein Ersetzten des ursprünglich
dargestellten Bereiches oder durch eine Überlagerung des korrigierten
Bereiches erfolgen. Z. B. ist es möglich, dass bestimmte Farbtöne, wie
gelb, blau, grün,
magenta verringert oder erhöhnt
werden. Es kann auch sein, dass in einem bestimmten markierten Bereich
eine Helligkeitsänderung
erfolgt. Insbesondere kann als markierter Bereich auch das gesamte
Druckbild angesehen werden, wenn dieses ausgewählt wird. So sind auch Änderungen über den
gesamten Druckbereich möglich.
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Die 4 zeigt
ein Beispiel für
bestimmte auswählbare
Bereiche, die im Bereich des dargestellten Druckbildes 201 ausgewählt werden
können. Diese
auswählbaren
Bereiche sind über
das Druckbild 201 gelegt. In dem hier dargestellten Fall
handelt es sich um Farbzonen 301, die über das gesamte eingescannte
und dargestellte Druckbild 201 gelegt wurden.
-
Bei
diesen Farbzonen 301 handelt es sich um symbolisch den
Farbzonen einer Offsetdruckmaschine mit Farbzonenstellelementen
nachempfundenen Zonen. Hierdurch kann ein Bediener dem Gefühl nach
mit einer farbzonenlosen Druckmaschine so umgehen, als lägen die
ihm bekannten Farbzonen tatsächlich
vor.
-
Über Farbzonenregler 302,
die entweder als mechanische Regler auf dem Bedienpult 9 bereitgestellt
sind oder virtuell auf dem Monitor 12 zur Verfügung gestellt
werden, können
die einzelnen Farbzonen 301 an die Bedürfnisse einer Anwenderperson angepasst
werden. Je nach Einstellung und Verwendung der Farbzonenregler 302 werden
dann entsprechende Korrekturwerte für alle Bildpunkte die innerhalb
der entsprechenden Farbzone 301 liegen erzeugt und an den
Rip 15 übergeben.
Die Monitordarstellung 304 umfasst zusätzlich zu dem dargestellten Druckbild 201 des
Bogen 7 in dem hier dargestellten Fall noch die Farbzonenregler 302 und
einen weiteren Einstell- und Umstellbereich 303. Hier können auch
noch weitere mögliche
Einstellfunktionen für
die einzelnen Farbzonen oder Farbzonenregler 301, 302 bereitgestellt
sein.
-
Die 5 zeigt
eine Darstellung einer Farbzone 301, wie sie zur Erzeugung
von Korrekturwerten 102 hinterlegt ist. Die Farbzone 301 ist
in einzelne Bänder 401 und 402 zerlegt,
wobei diese Bänder
in Längsrichtung
den gesamten Bogen 7 abdecken und quer dazu nur einen Bruchteil
einer Farbzone 301 einnehmen. Die Farbzone 301 kann
dabei aus unterschiedlich breiten Bändern 401, 402 aufgebaut
sein. Bevorzugt sollen die Bänder 401 in
den Randbereichen einer Farbzone 301 schmaler sein als
die Bänder 402 im
Mittelbereich einer Farbzone 301. Die Korrekturwerte 102 werden
dann nicht durch die Endstellung über den Farbzonenregler 302 für die gesamte
Farbzone 301 gleich erzeugt, sondern es werden für die einzelnen
Bänder 401, 402 modifizierte Korrekturwerte 102 erzeugt.
Hierbei werden die Korrekturwerte 102 für die Bänder 401 im äußeren Bereich
einer Farbzone 301 an die Farbwerte von angrenzenden Farbzonen 301 angepasst.
Es kann sich hierbei insbesondere um eine Anpassung an bereits korrigierte
Farbwerte der angrenzenden Farbzonen 301 handeln. Die Breite
dieses Anpassungsbereiches durch die Bänder 401 kann insbesondere über weitere
hier nicht dargestellte Auswahlregler eingerichtet werden. Es können dann
mehrere Bänder 401 für den Übergang
der Korrekturen einer Farbzone 301 an eine benachbarte
Farbzone 301 ausgewählt werden.
-
Zur
Auswahl eines Bereiches, wie er in 3 dargestellt
wurde können
die Farbzonen 301 in unterschiedliche Segmente 403 gegliedert
sein. Diese Segmente 403 können dann je nach Einstellung
unabhängig
von den Farbzonen 301 durch eine Markierung 202,
wie sie in 3 dargestellt wurde, ausgewählt werden.
Auch hier ist es möglich,
dass zwar für alle
Segmente 403 eines markierten Objektes 203 über einen
entsprechenden Schieberegler 205 eine einheitliche Korrektur
durchgeführt
wird, allerdings die so erzeugten Korrekturwerte 102 im
Bereich der Markierung 202 selber modifiziert werden. Hierfür ergeben
sich dann für
die Segmente 403, die im Bereich der Markierung 202 liegen
andere Korrekturwerte 102 als für die Segmente 403,
die innerhalb des Objektes 203 liegen. Weiterhin ist es
möglich,
die Anzahl der Segmente 403 bzw. deren Abstand von der
Markierung 202 als einstellbaren Parameter zu bestimmen,
so dass ein Übergangsbereich
von der Korrektur des markierten Objektes 203 zum übrigen umlagernden
Druckbild 201 eingestellt werden kann. Insbesondere ist
es über
hier nicht dargestellte Regler möglich,
die Anpassung selber, d. h. deren Stärke, bzw. Steilheit einzustellen.
-
Auf
diese Weise kann durch eine Kommunikation von an dem Bedienpult 9 vorgenommenen Änderungen
mit dem Rip 15 der Druckvorstufe auch für eine Aniloxdruckmaschine 1 noch Änderungen
am resultierenden Druckbild 201 eingestellt werden, die sonst
nur über
Farbzonen einer herkömmlichen
Offsetdruckmaschine möglich
sind. Insbesondere können
sogar Änderungen
durchgeführt
werden, die selbst mit einer herkömmlichen Offsetdruckmaschine nicht
möglich
sind. In diesem Fall wäre
das Verfahren auch für
eine herkömmliche
Offsetdruckmaschine verwendbar. Eine auf diese Weise neu erstellte Druckplatte 18 erfüllt dann
die Anforderungen eines Benutzers, der die entsprechenden Korrekturen
direkt an der Druckmaschine 1 auf Basis der bereits bedruckten
und erzeugten Bogen 7 durchgeführt hat.
-
- 1
- Aniloxdruckmaschine
- 2
- Druckwerk
- 3
- Gegendruckzylinder
- 4
- Gummituchzylinder
- 5
- Druckplattenzylinder
- 6
- Anlegerstapel
- 7
- Bogen
- 8
- Kommunikationsverbindung
- 9
- Bedienpult
- 10
- Bogenscanner
- 11
- Übertragungsleitung
- 12
- Monitor
- 13
- Kommunikationsleitung
- 14
- Kommunikationsleitung
- 15
- Raster
Image Prozessor
- 16
- Druckplattendichte
- 17
- Markierungsorgan
- 18
- Druckplatte
- 19
- Druckspalt
- 101
- PDF-File
- 102
- Korrekturwerte
- 103
- korrigierte
Werte
- 201
- Druckbild
- 202
- Markierung
- 203
- Objekt
- 204
- Schaltelement
- 205
- Schieberegler
- 206
- Korrekturauswahlbereich
- 301
- Farbzonen
- 302
- Farbzonenregler
- 303
- Einstell-
und Umstellbereich
- 304
- Monitordarstellung
- 401
- Bänder
- 402
- Bänder
- 403
- Segment