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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Aufhängungssysteme für Fahrzeuge
und im Spezielleren eine Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem
eines Fahrzeugs.
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Hintergrund der Erfindung
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Es
ist bekannt, ein Aufhängungssystem
für ein
Fahrzeug wie z. B. ein Kraftfahrzeug vorzusehen. Eine Form von Aufhängungssystem
umfasst eine Schraubenfeder, deren eines Ende in einem unteren Sitz
ruht, der sich mit der Radanordnung bewegt; das entgegengesetzte
Ende steht mit einem oberen Sitz einer/s Fahrzeugkarosserie oder
-rahmens des Fahrzeugs in Kontakt. Die Feder trägt das Gewicht der Fahrzeugkarosserie
und lässt
eine relative Hin- und Herbewegung zwischen der Radanordnung und
der Fahrzeugkarosserie beim Fahren auf einer Straße zu, um
Radstörungen
von der Fahrzeugkarosserie zu isolieren.
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In
einer weiteren Form von Aufhängungssystem
ist ein Federbein zwischen den bewegbaren Aufhängungselementen und der Karosserie
des Fahrzeugs befestigt. Das Federbein umfasst typischerweise einen
hydraulischen Zylinder mit einem/r daran angebrachten Kolben und
Kolbenstange. Die Kolbenstange erweitert sich verschiebbar von einem oberen
Ende des hydraulischen Zylinders weg und ist mit der Fahrzeugkarosserie über eine
flexible Verbindung verbunden. Der hydraulische Zylinder ist an
seinem unteren Ende an bewegbaren Aufhängungselementen angebracht.
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Die
Wirkung von Stößen von
der Fahrbahn verursachen eine Bewegung des Kolbens, der wiederum
ein Fluid, das in dem hydraulischen Zylinder aufgenommen ist, verdrängt. Der
Widerstand der Bewegung des Kolbens durch den hydraulischen Zylinder
ist von der Verdrängungsrate
abhängig,
wobei die Bewegung der zugeordneten Feder gedämpft ist und übermäßige Stöße verhindert
sind.
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Wenn
die Radanordnung des Fahrzeugs Eingängen von der Straße ausgesetzt
ist, ist das Aufhängungssystem
Verdichtungs-(Einfederungs-) und Erweiterungs-(Ausfederungs)-Hüben ausgesetzt. Derzeitige
Dämpfer
von Aufhängungssystemen
vom Federbeintyp zeigen Effekte, die auf einen starken Einfluss
von Haftreibung schließen
lassen. Der Dämpfer
trägt eine
radiale Last, die durch die Reaktion von statischen und dynamischen
Kräften
in der Aufhängung
verursacht wird. Diese radiale Last bindet die/das Dämpferstange
und -rohr an der Stangenführung
und den Kolbengrenzflächen.
Diese Bindung führt
zu einem relativ steifen Aufhängungselement,
da sich die Dämpferstange
in dem Rohr nicht mehr frei bewegt, was die vorteilhaften Effekte
der Verdrängung
des internen Fluids zunichte macht. Unter solchen Bedingungen überträgt der Dämpfer ohne
weiteres eine ungefederte Aufhängungsauslenkung
praktisch ohne Verluste (als wäre
er elastisch). Die dynamischen Kräfte an den Reaktionsgrenzflächen der
Fahrzeugkarosserie sind viel größer als
erwünscht
und erzeugen schließlich
unverhältnismäßig große Beschleunigungen
der gefederten Masse.
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Infolgedessen
ist es wünschenswert,
eine neue Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem eines
Fahrzeugs vorzusehen, die sich in Reihe mit einem vorhandenen Dämpfer eines
Fahrzeugs befindet. Es ist auch wünschenswert, eine Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem
eines Fahrzeugs vorzusehen, die eine Dämpfung bereitstellt und frei von
Haft reibung ist. Es ist ferner wünschenswert, eine
Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem eines
Fahrzeugs vorzusehen, die gleichzeitig den relativ großen statischen,
quasi-statischen und dynamischen Radial- und Biegelasten entgegenwirkt,
ohne den Dämpfer
zu binden. Es besteht daher in der Technik Bedarf an der Bereitstellung
einer Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem
eines Fahrzeugs, die zumindest eines dieser Bedürfnisse erfüllt.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Demgemäß ist die
vorliegende Erfindung eine Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem eines
Fahrzeugs. Die Dämpferanordnung
umfasst ein Gehäuse,
das geeignet ist, um an einem Ende eines Federbeins in dem Aufhängungssystem
befestigt zu werden. Das Gehäuse
weist eine Kammer mit einem Fluid darin auf. Die Dämpferanordnung
umfasst auch mindestens eine Membran, die sich über die Kammer erstreckt, um
mit dem Fluid zu reagieren, um bei relativ geringen Auslenkungen
nachgiebig zu sein und bei relativ großen Auslenkungen steif zu sein.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass eine Dämpferanordnung
für ein
Aufhängungssystem
eines Fahrzeugs vorgesehen ist, die frei von Haftreibung ist, indem
gummielastische oder elastische Elemente für kleine Auslenkung verwendet
werden. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
darin, dass die Dämpferanordnung eine
hydraulische Dämpfung
vorsieht. Ein noch weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
darin, dass die Dämpferanordnung
gummmielastische oder elastische Reaktionen unter kleinen Auslenkungen
verwendet, um den relativ großen
statischen radialen und Biegelasten entgegenzuwirken, die einen herkömmlichen
Dämpfer üblicherweise
binden. Ein noch weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
darin, dass die Dämpferanordnung
in Reihe mit dem vorhandenen Dämpfer
für dynamische
Auslenkungen geringer Amplitude wirksam ist, um eine relativ geringe
Impedanz und die erforderliche Dämpfung bereitzustellen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass
die Dämpferanordnung in
Reihe mit dem vorhandenen Dämpfer
wirksam ist und bei größeren Auslenkungen,
nachdem die Hubbegrenzungen in Eingriff stehen, dynamisch relativ steif
ist.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind nach dem Lesen
der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden
Zeichnungen einfach einzusehen, während dieselbe besser verständlich wird.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Aufrissansicht einer Dämpferanordnung
gemäß der vorliegenden
Erfindung, die in einer funktionellen Beziehung mit einem Fahrzeug veranschaulicht
ist.
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2 ist
eine vergrößerte Aufrissansicht
der Dämpferanordnung
von 1.
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3 ist
eine vergrößerte fragmentarische Ansicht
eines Abschnittes der Dämpferanordnung von 1.
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4 ist
eine Draufsicht eines Abschnittes der Dämpferanordnung von 1
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5 ist
eine Aufrissansicht einer weiteren Ausführungsform der Dämpferanordnung
von 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung, die in einer funktionellen Beziehung mit einem Fahrzeug
veranschaulicht ist.
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6 ist
eine vergrößerte Aufrissansicht
der Dämpferanordnung
von 5.
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7 ist
eine vergrößerte fragmentarische Ansicht
eines Abschnittes der Dämpferanordnung von 5.
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8 ist
eine Draufsicht eines Abschnittes der Dämpferanordnung von 5.
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9 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie 9-9 von 8.
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Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
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Unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen und insbesondere auf die 1 und 2 ist
eine Ausführungsform
einer Dämpferanordnung 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung für
ein allgemein bei 11 bezeichnetes Aufhängungssystem eines Fahrzeugs 12 (teilweise
gezeigt) gezeigt. Das Fahrzeug 12 weist eine Fahrzeugkarosserie 14 auf,
die auf einem Fahrgestell (nicht gezeigt) befestigt oder einteilig
mit diesem ist. Es sollte einzusehen sein, dass das Aufhängungssystem 11 funktionell
zwischen einem ungefederten Abschnitt, der hierin nachfolgend als
ungefederte Masse bezeichnet ist, und einem gefederten Abschnitt
oder Fahrzeugfahrgestell (nicht gezeigt) des Fahrzeugs 12 verbunden
ist.
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Das
Aufhängungssystem 11 umfasst
ein Federbein, das allgemein bei 16 bezeichnet ist und
zwischen der ungefederten Masse (nicht gezeigt) und der Fahrzeugkarosserie 14 des
Fahrzeugs 12 befestigt ist. Das Federbein 16 umfasst
einen hydraulischen Zylinder 18 mit einem daran angebrachten Kolben
(nicht gezeigt) und einer Kolbenstange 20. Der hydraulische
Zylinder 18 ist an seinem unteren Ende mithilfe eines geeigneten
Mechanismus wie z. B. Befestigungselementen (nicht gezeigt) an der Fahrzeugkarosserie
angebracht. Die Kolbenstange 20 erstreckt sich verschiebbar
von dem Kolben weg durch ein oberes Ende des hydraulischen Zylinders 18 und
ist mit der Dämpferanordnung 10 verbunden, die
wiederum mit der Fahrzeugkarosserie 14 verbunden ist. Das
Federbein 16 umfasst auch eine Schraubenfeder 22,
die um einen Abschnitt des hydraulischen Zylinders 18 herum
zwischen einem an dem hydraulischen Zylinder 18 angebrachten
unteren Federsitz 24 und einem an der Dämpferanordnung 10 angebrachten
oberen Federsitz 26 angeordnet ist. Es sollte einzusehen
sein, dass die Wirkung von Stößen von
einer Fahrbahn eine Bewegung des Kolbens verursacht, der wiederum
ein in dem hydraulischen Zylinder 18 enthaltenes Fluid
verdrängt.
Es sollte auch einzusehen sein, dass das Aufhängungssystem 11 mit
Ausnahme der Dämpferanordnung 10 ein
herkömmliches
und in der Technik bekanntes ist.
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Unter
Bezugnahme auf die 2 und 3 umfasst
die Dämpferanordnung 10 ein
Gehäuse,
das allgemein bei 30 bezeichnet ist. Das Gehäuse 30 besitzt
ein unteres Element 32, ein seitliches Element 34 und
ein oberes Element 36, um darin eine Kammer 38 zu
bilden. Der Querschnitt des untere Elements 32 ist allgemein
ringförmig
und „U"-förmig. Das
untere Element 32 besitzt eine zentral angeordnete Öffnung 40,
die sich hierdurch erstreckt, um zuzulassen, dass sich die Kolbenstange 20 darin
erstrecken kann. Das untere Element 32 besitzt auch einen vergrößerten Hohlraum 42,
der sich darin erstreckt und mit der Öffnung 40 kommuni ziert.
Das untere Element 32 besitzt ferner eine Vielzahl von
Gewindeöffnungen
(nicht gezeigt), die sich axial darin erstrecken und in Umfangsrichtung
hierum beabstandet sind. Das untere Element 32 ist aus
einem Metallmaterial hergestellt. Das untere Element 32 ist
eine monolithische Struktur, die integral, einheitlich und einstückig ist.
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Das
seitliche Element 34 ist allgemein ringförmig. Das
seitliche Element 34 besitzt ein erstes oder unteres Element 44a,
das sich axial erstreckt, und ein zweites oder oberes Element 44b,
das sich axial erstreckt und neben dem unteren Element 44a angeordnet
ist. Das untere Element 44a besitzt eine zentral angeordnete Öffnung 46,
die sich radial hierdurch erstreckt, um einen Abschnitt der Kammer 38 zu
bilden. Das untere Element 44a besitzt auch einen vergrößerten zentralen
Hohlraum 48, der sich darin erstreckt, mit der Öffnung 46 kommuniziert
und einen Abschnitt der Kammer 38 bildet. Das untere Element 44a besitzt
mindestens einen, vorzugsweise eine Vielzahl von ersten Hohlräumen 50,
der/die sich von einem unteren Abschnitt darin weg und radial beabstandet
von der Öffnung 46 erstreckt/en
und mit dem zentralen Hohlraum 48 für eine zu beschreibende Funktion
kommuniziert/en. Das untere Element 44a besitzt mindestens
einen zweiten Hohlraum 52, der sich von einem oberen Abschnitt
darin für
eine zu beschreibende Funktion weg erstreckt. Das untere Element 44a kann
eine Vielzahl von Öffnungen
(nicht gezeigt) umfassen, die sich axial hierdurch erstrecken und
in Umfangsrichtung hierum beabstandet sind. Das untere Element 44a ist
aus einem Metallmaterial hergestellt.
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Das
obere Element 44b besitzt eine zentral angeordnete Öffnung 54,
die sich radial hierdurch erstreckt, um einen Abschnitt der Kammer 38 zu
bilden. Das obere Element 44b besitzt auch einen vergrößerten zentralen
Hohlraum 56, der sich darin erstreckt, mit der Öffnung 54 kommuniziert und
einen Abschnitt der Kammer 38 bildet. Das obere Element 44b besitzt
mindestens einen Durchgang 58, der sich darin erstreckt
und mit dem zentralen Hohlräumen 56 und
dem zweiten Hohlraum 52 für eine zu beschreibende Funktion
kommuniziert. Das obere Element 44b kann eine Vielzahl
von Öffnungen
(nicht gezeigt) umfassen, die sich axial hierdurch erstrecken und
in Umfangsrichtung hierum beabstandet sind. Das obere Element 44b ist
aus einem Metallmaterial hergestellt.
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Der
Querschnitt des oberen Elements 36 ist allgemein ringförmig und „U"-förmig.
Das obere Element 36 besitzt einen vergrößerten Hohlraum 60,
der sich darin erstreckt. Das obere Element 36 besitzt eine
Vielzahl von Öffnungen 62,
die sich axial darin erstrecken und in Umfangsrichtung hierum beabstandet
sind. Das obere Element 36 ist aus einem Metallmaterial
hergestellt. Das obere Element 36 ist eine monolithische
Struktur, die integral, einheitlich und einstückig ist.
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Das
Gehäuse 30 umfasst
ferner ein Vielzahl von Befestigungselementen (nicht gezeigt), um
das untere Element 32, das seitliche Element 34 und
das obere Element 36 gemeinsam zu befestigen. Die Befestigungselemente
sind Schrauben, die sich durch die Öffnungen hindurch erstrecken
und mit den Gewindeöffnungen
in Gewindeeingriff stehen. Es sollte einzusehen sein, dass entweder
das untere Element 32 oder das obere Element 36 Gewindeöffnungen aufweist,
um zuzulassen, dass die Befestigungselemente das untere Element 32,
das seitliche Element 34 und das obere Element 36 miteinander
verbinden und befestigen. Es sollte auch einzusehen sein, dass die
Befestigungselemente (nicht gezeigt) das Gehäuse 30 an der Fahrzeugkarosserie 14 anbringen
können.
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Unter
Bezugnahme auf die 2 bis 4 umfasst
die Dämpferanordnung 10 mindestens
ein, vorzugsweise eine Vielzahl von Membranen 64 und 65,
das/die sich über
einen Abschnitt der Kammer 38 des Gehäuses 30 erstreckt/en.
Die Membranen 64 und 65 sind allgemein kreisförmig. Die
untere Membran 64 ist steif. Die obere Membran 65 umfasst
eine Vielzahl von Öffnungen 66,
die sich axial hierdurch erstrecken. Die Öffnungen 66 sind in
Umfangsrichtung voneinander beabstandet und lassen zu, dass sich
die Befestigungselemente durch sie hindurch erstrecken. Die obere
Membran 65 umfasst auch mindestens eine, vorzugsweise eine
Vielzahl von Öffnungen, 67,
die radial beabstandet sind und sich axial hierdurch erstrecken,
um eine Fluidströmung
zuzulassen. Die Membranen 64 und 65 sind aus einem Metallmaterial
hergestellt. Jede der Membranen 64 und 65 ist
eine monolithische Struktur, die integral, einheitlich und einstückig ist.
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Wie
in 2 veranschaulicht, ist die untere Membran 64 zwischen
dem unteren Element 32 und dem unteren Element 44a des
seitlichen Elements 34 angeordnet und erstreckt sich radial über einen
Abschnitt der Kammer 38. Die obere Membran 65 ist zwischen
dem oberen Element 36 und dem oberen Element 44b des
seitlichen Elements 34 angeordnet und erstreckt sich radial über einen
Abschnitt der Kammer 38. Die Befestigungselemente (nicht
gezeigt) erstrecken sich durch die Öffnungen 66 hindurch.
Es sollte einzusehen sein, dass die Membranen 64 und 65 relativ
dünne und
gewellte elastische Verformungselemente für eine nachgiebige axiale Freiheit
und eine steife radiale Reaktion sind.
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Unter
Bezugnahme auf 3 umfasst die Dämpferanordnung 10 ein
zentrales Element 78, das die Membranen 64 und 65 an
ihren Zentren verbindet und einen Mechanismus zum Anbringen der
Kolbenstange 20 an den Membranen 64 und 65 bereitstellt. Das
zentrale Element 78 ist allgemein zylindrisch geformt und
besitzt einen allgemein kreisförmigen Querschnitt.
Das zentrale Element 78 ist vorzugsweise ein Element aus
mehreren Teilen, das Räume 80 für die Membranen 64 und 65 bereitstellt.
Das zentrale Element 78 besitzt einen mit einem Gewinde
versehenen Hohlraum 82, der sich axial darin erstreckt, um
einen Gewindeabschnitt der Kolbenstange 20 aufzunehmen.
Das zentrale Element 78 ist aus einem steifen Material
hergestellt. Das zentrale Element 78 ist in der Kammer 38 des
Gehäuses 30 angeordnet und
steht mit der Kolbenstange 20 in Gewindeeingriff. Es sollte
einzusehen sein, dass die Membranen 64 und 65 beabstandet
sind, um erheblichen Momenten entgegenzuwirken und einer Seitenlast
und Biegemomenten entgegenzuwirken.
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In
einer Ausführungsform
umfasst die Dämpferanordnung 10 eine
Fluidsammeleinrichtung 84 zum Sammeln eines hydraulischen
Fluids. Die Fluidsammeleinrichtung 84 umfasst die zweiten
Hohlräume 52 des
unteren Elements 44a und die Durchgänge 58 des oberen
Elements 44b des seitlichen Elements 34 des Gehäuses 30.
Die Fluidsammeleinrichtung 84 umfasst auch eine Membran 86,
die in jedem der zweiten Hohlräume 52 angeordnet
ist, um deren Inneres in eine erste Kammer 88 und eine
zweite Kammer 90 zu unterteilen. Die erste Kammer 88 ist entweder
mit einem Gas 92 wie z. B. Stickstoff gefüllt oder
in die Atmosphäre
entlüftet
und die zweite Kammer 90 ist mit einem flüssigen Fluid 94 wie
z. B. einer Hydraulikflüssigkeit
gefüllt.
Die Durchgänge 58 erstrecken
sich zwischen der Kammer 38 und der zweiten Kammer 90,
damit das Fluid 94 zwischen der zweiten Kammer 90 und
der Kammer 38 strömt.
Es sollte einzusehen sein, dass die Durchgänge 58 eine abstimmbare
Geometrie besitzen, indem die Querschnittsfläche und die Länge der
Durchgänge 58 geändert wird.
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In
einer Ausführungsform
kann die Dämpferanordnung 10 mindestens
eine zusätzliche
Volumenerweiterungs-Steifigkeitsanordnung umfassen, die allgemein
bei 96 bezeichnet ist. Die zusätzliche Volumenerweiterungs-Steifigkeitsanordnung 96 umfasst vorzugsweise
die ersten Hohlräume 50 des
unteren Elements 44a. Die zusätzliche Volumenerweiterungs-Steifigkeitsanordnung 96 umfasst
auch ein elastisches Element wie z. B. eine Feder 98, die
in jedem der ersten Hohlräume 50 angeordnet
ist, und ein bewegbares Element wie z. B. einen Kolben 100,
der neben der Feder 98 angeordnet ist, sodass die Feder 98 zwischen
dem Kolben 100 und dem axialen Ende des ersten Hohlraumes 50 angeordnet
ist. Es sollte einzusehen sein, dass die Hydraulikflüssigkeit 94 aus der
Kammer 38 Druck gegen den Kolben 100 ausübt, um die
Feder 98 auf der Basis der Bewegung der Membranen 64 und 65 zusammenzudrücken. Es sollte
ebenfalls einzusehen sein, dass das elastische Element ein Gummistopfen
oder dergleichen sein kann, um eine Elastizität vorzusehen.
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Im
Betrieb der Dämpferanordnung 10 ist
die Dämpferanordnung 10 in
Reihe mit dem Federbein 16 angeordnet. Für dynamische
Auslenkungen geringer Amplitude federt die Dämpferanordnung 10 durch
und stellt die notwendige Dämpfung
bereit. Zum Beispiel bewegen sich (oder federn) die Kolbenstange 20,
die Membranen 64 und 65 und das zentrale Element 78 als
eine Einheit nach oben (durch) und verdrängen das Fluid, das von den
Kammern 38 und 60 durch den Kanal 58 und
in die zweite Kammer 90 der Fluidsammeleinrichtung 84 hinein
strömt. Wenn
sich die Kolbenstange 20, die Membranen 64 und 65 und
das zentrale Element 78 als eine Einheit nach unten bewegen
oder durchfedern, strömt
das verdrängte
Fluid von der zweiten Kammer 90 der Fluidsammeleinrichtung 84 durch
den Kanal 58 und die Öffnungen 67 und
in die Kammern 38 und 60 hinein.
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Bei
größeren Auslenkungen,
nachdem die Hubbegrenzungen in Eingriff stehen, ist die Dämpferanordnung 10 relativ
steif und das Federbein 16 federt durch, was dazu führt, dass
das Fluid in dem Federbein 16 verdrängt wird. In einer Ausführungsform besitzt
die Dämpferanordnung 10 eine
stark nachgiebige axiale Freiheit wie z. B. ungefähr 5 μm/N bis ungefähr 10 μm/N für Auslenkungen
von weniger als 1 mm, eine Dämpfung
bei ungefähr
1 N-s/mm bis ungefähr
2 N-s/mm für
Auslenkungen von weniger als 1 mm und wird relativ steif wie z.
B. mehr als 2000 N/mm für
Amplituden, die größer sind
als 1 mm.
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Unter
Bezugnahme auf die 5 und 6 ist eine
weitere Ausführungsform 110 gemäß der vorliegenden
Erfindung der Dämpferanordnung 10 für das Aufhängungssystem 11 des
Fahrzeugs 12 gezeigt, die oben stehend beschrieben wurde.
Das Fahrzeug 12 umfasst die Fahrzeugkarosserie 14 und das
Aufhängungssystem 11.
Das Aufhängungssystem 11 umfasst
das Federbein 16. Das Federbein 16 umfasst den
hydraulischen Zylinder 18 mit einem daran angebrachten
Kolben (nicht gezeigt) und die Kolbenstange 20. Die Kolbenstange 20 erstreckt
sich verschiebbar von dem Kolben durch ein oberes Ende des hydraulischen
Zylinders 18 und ist mit der Dämpferanordnung 110 verbunden,
die wiederum mit der Fahrzeugkarosserie 14 verbunden ist.
Das Federbein 16 umfasst auch eine Schraubenfeder 22,
die um einen Abschnitt des hydraulischen Zylinders 18 herum
zwischen dem an dem hydraulischen Zylinder 18 angebrachten
unteren Federsitz 24 und dem an der Kolbenstange 20 angebrachten
oberen Federsitz 26 angeordnet ist. Es sollte einzusehen
sein, dass das Aufhängungssystem 11 mit
Ausnahme der Dämpferanordnung 110 ein
herkömmliches
und in der Technik bekanntes ist.
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Unter
Bezugnahme auf die 6 und 7 umfasst
die Dämpferanordnung 110 ein
Gehäuse, das
allgemein bei 130 bezeichnet ist. Das Gehäuse 130 besitzt
ein unteres Element 132, ein seitliches Element 134 und
ein oberes Element 136, um darin eine Kammer 138 zu
bilden. Der Querschnitt des unteren Elements 132 ist allgemein
ringförmig
und „U"-förmig. Das
untere Element 132 besitzt eine zentral angeordnete Öffnung 140,
die sich hierdurch erstreckt, um zuzulassen, dass sich die Kolbenstange 20 darin
erstrecken kann. Das untere Element 132 besitzt auch eine
Vielzahl von Gewindeöffnungen 142,
die sich axial darin erstrecken und in Umfangsrichtung hierum beabstandet
sind. Das untere Element 132 ist aus einem Metallmaterial
hergestellt.
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Das
seitliche Element 134 ist allgemein ringförmig. Das
seitliche Element 134 besitzt eine Öffnung 144, die sich
radial darin erstreckt, um mit der Kammer 138 zu kommunizieren.
Das seitliche Element 134 besitzt auch eine Vielzahl von Öffnungen 145,
die sich axial hierdurch erstrecken und in Umfangsrichtung hierum
beabstandet sind. Das seitliche Element 134 ist aus einem
Metallmaterial hergestellt.
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Das
obere Element 136 besitzt einen Basisabschnitt 146 und
einen Schaftabschnitt 148, der sich von dem Basisabschnitt 146 axial
weg erstreckt. Der Querschnitt des Basisabschnittes 146 ist
allgemein ringförmig
und stufenförmig.
Der Basisabschnitt 146 besitzt eine Vielzahl von Öffnungen 150,
die sich axial hierdurch erstrecken und in Umfangsrichtung hierum
beabstandet sind. Der Basisabschnittes 146 ist allgemein
ringförmig
und besitzt eine allgemein kreisförmige Querschnittsform. Der
Schaftabschnitt 148 ist allgemein zylindrisch geformt und
besitzt einen allgemein kreisförmigen
Querschnitt. Der Schaftabschnitt 148 besitzt einen Durchmesser,
der kleiner ist als ein Durchmesser des Basisabschnitt 146.
Der Schaftabschnittes 148 besitzt eine Gewindeöffnung 152,
die sich axial hierdurch erstreckt. Das obere Element 136 ist
aus einem Metallmaterial hergestellt. Das obere Element 136 ist
eine monolithische Struktur, die integral, einheitlich und einstückig ist.
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Das
Gehäuse 130 umfasst
ferner eine Vielzahl von Befestigungselementen 154, um
das untere Element 132, das seitliche Element 134 und
das obere Element 136 gemeinsam zu befestigen. Die Befestigungselemente 154 sind
Schrauben, die sich durch die Öffnungen 150 und 145 hindurch
erstrecken und mit den Gewindeöffnungen 142 in
Gewindeeingriff stehen. Das Gehäuse 130 umfasst
eine Vielzahl von Kerben 156, die sich radial darin an
der Verbindungsstelle des unteren Elements 132, des seitlichen
Elements 134 und des oberen Element 136 erstrecken. Der
Querschnitt der Kerben 156 ist ringförmig und allgemein rechteckig.
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Unter
Bezugnahme auf die 7 bis 9 umfasst
die Dämpferanordnung 110 mindestens
ein, vorzugsweise eine Vielzahl von Membranen 158 und 159,
das/die sich über
die Kammer 138 des Gehäuses 130 erstreckt/en.
Die Membranen 158 und 159 sind allgemein kreisförmig. Jedes
der Membranen 158 und 159 umfasst einen zentralen
Abschnitt 160 mit einer Öffnung 162, die sich
radial hierdurch erstreckt. Jede der Membranen 158 und 159 umfasst einen
Randabschnitt 164, der von dem zentralen Abschnitt 160 radial
beabstandet ist und eine Vielzahl von Öffnungen 166 aufweist,
die sich radial hierdurch erstrecken. Die Öffnungen 166 sind
in Umfangsrichtung voneinander beabstandet und lassen zu, dass sich
die Befestigungselemente 154 durch sie hindurch erstrecken.
Jede der Membranen 158 und 159 umfasst einen gewellten
Abschnitt 168, der radial zwischen dem zentralen Abschnitt 160 und
dem Randabschnitt 164 angeordnet ist. Der gewellte Abschnitt 168 umfasst
mindestens eine, vorzugsweise eine Vielzahl von Wellungen 170.
Die Wellungen 170 sind ringförmig und erstrecken sich axial
in beiden Richtungen. Die obere Membran 159 umfasst auch mindestens
eine, vorzugsweise eine Vielzahl von Öffnungen 171 (7),
die sich axial hierdurch erstrecken, um eine Fluidströmung zuzulassen.
Die Membranen 158 und 159 sind aus einem Metallmaterial hergestellt.
Jede der Membranen 158 und 159 ist eine monolithische
Struktur, die integral, einheitlich und einstückig ist.
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Wie
in den 6 und 7 veranschaulicht, ist die untere
Membran 158 zwischen dem unteren Element 132 und
dem seitlichen Element 134 angeordnet und erstreckt sich
radial über
die Kammer 138. Die obere Membran 159 ist zwischen
dem oberen Element 136 und dem seitlichen Element 134 angeordnet
und erstreckt sich radial über
die Kammer 138. Die Befestigungselemente 154 erstrecken
sich durch die Öffnung 166 im
Randabschnitt 164 hindurch. Es sollte einzusehen sein,
dass die Membranen 158 und 159 in den Kerben 156 angeordnet
sind und ihre axiale Bewegung durch die obere und untere Hubbegrenzung 200 und 201 begrenzt
ist. Es sollte auch einzusehen sein, dass die Membranen 158 und 159 relativ
dünne und
gewellte elastische Verformungselemente für eine nachgiebige axiale Freiheit und
eine steife radiale Reaktion sind.
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Unter
Bezugnahme auf 7 umfasst die Dämpferanordnung 110 ein
zentrales Element 172, das die Membranen 158 und 159 an
ihren Zentren verbindet, um einen Mechanismus zum Anbringen der
Kolbenstange an den Membranen 158 und 159 bereitzustellen.
Das zentrale Element 172 ist allgemein zylindrisch geformt
und besitzt einen allgemein kreisförmigen Querschnitt. Das zentrale
Element 172 besitzt eine Vielzahl von Ringnuten 174,
die sich radial darin erstrecken und axial voneinander beabstandet
sind. Das zentrale Element 172 besitzt eine Öffnung 166,
die sich axial hierdurch erstreckt. Das zentrale Element 172 ist
aus einem steifen Material hergestellt. Das zentrale Element 172 ist
in der Kammer 138 des Gehäuses 130 angeordnet
und darin durch einen geeigneten Mechanismus wie z. B. ein Befestigungselement 178,
das sich in die Öffnung 176 hinein
erstreckt und mit der Kolbenstange 20 in Gewindeeingriff
steht, befestigt. Es sollte einzusehen sein, dass sich das zentrale
Element 172 durch die Öffnung 162 in
dem zentralen Abschnitt 160 der Membranen 158 und 159 hindurch
erstreckt. Es sollte auch einzusehen sein, dass die Membranen 158 und 159 beabstandet
sind, um erheblichen Momenten entgegenzuwirken und einer Seitenlast
und Biegemomenten entgegenzuwirken.
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In
einer Ausführungsform
umfasst die Dämpferanordnung 110 ein
Speicherreservoir 180 zum Speichern eines hydraulischen
Fluids und eine Leitung 182, die sich zwischen dem Speicherreservoir 180 und
dem seitlichen Element 134 des Gehäuses 130 erstreckt.
Das Speicherreservoir 180 kann eine optionale Membran 184 umfassen,
die darin angeordnet ist, um das Innere in eine erste Kammer 186 und
eine zweite Kammer 188 zu unterteilen. Die erste Kammer 186 ist
entweder in die Atmosphäre
entlüftet oder
mit einem Gas 190 wie z. B. Stickstoff gefüllt und die
zweite Kammer 188 ist mit einem flüssigen Fluid 192 wie
z. B. einer Hydraulikflüssigkeit
gefüllt.
Die Leitung 182 besitzt einen Durchgang 194, der
sich darin erstreckt, damit das Fluid 192 von der zweiten Kammer 188 durch
die Öffnung 144 in
dem seitlichen Element 134 und in die Kammer 138 des
Gehäuses 130 hinein
strömen
kann. Es sollte einzusehen sein, dass der Durchgang 194 eine
abstimmbare Geometrie besitzt, indem die Querschnittsfläche und
die Länge
des Durchgangs 194 geändert
wird.
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Im
Betrieb der Dämpferanordnung 110 ist
die Dämpferanordnung 110 in
Reihe mit dem Federbein 16 angeordnet. Für dynamische
Auslenkungen geringer Amplitude federt die Dämpferanordnung 110 durch
und stellt die notwendige Dämpfung
bereit. Zum Beispiel bewegen sich (oder federn) die Kolbenstange 20,
die Membranen 158 und 159 und das zentrale Element 172 als
eine Einheit nach oben (durch) und verdrängen das Fluid, das durch die Öffnungen 171 in
der oberen Membran 159 und von der Kammer 138 durch
die Kanäle 144 und 194 und
in die zweite Kammer 188 des Speicherreservoirs 180 hinein
strömt.
Wenn sich die Kolbenstange 20, die Membranen 158 und 159 und
das zentrale Element 172 als eine Einheit nach unten bewegen
oder durchfedern, strömt
das verdrängte
Fluid von der zweiten Kammer 188 des Speicherreservoirs 180 durch
die Kanäle 194 und 144 in
die Kammer 138 hinein und durch die Öffnungen 171 in der
oberen Membran 159 hindurch.
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Bei
größeren Auslenkungen,
nachdem die Hubbegrenzungen der Membranen 158 und 159 in Eingriff
stehen, ist die Dämpferanordnung 110 relativ steif
und das Federbein 16 federt durch, was dazu führt, dass
das Fluid in dem Federbein 16 verdrängt wird. In einer Ausführungsform
besitzt die Dämpferanordnung 110 eine
stark nachgiebige axiale Freiheit wie z. B. ungefähr 5 μm/N bis ungefähr 10 μm/N für Auslenkungen
von weniger als 1 mm, eine Dämpfung bei
ungefähr
1 N-s/mm bis ungefähr
2 N-s/mm für Auslenkungen
von weniger als 1 mm und wird relativ steif wie z. B. mehr als 2000
N/mm für
Amplituden, die größer sind
als 1 mm.
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Die
vorliegende Erfindung wurde auf eine illustrative Weise beschrieben.
Es sollte einzusehen sein, dass die verwendete Terminologie im Sinne
des Wortlauts der Beschreibung und nicht als Einschränkung zu
verstehen ist.
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Im
Licht der obigen Lehre sind zahlreiche Abwandlungen und Änderungen
der vorliegenden Erfindung möglich.
Daher kann die vorliegende Erfindung innerhalb des Umfangs der beiliegenden
Ansprüche anders
ausgeführt
sein als speziell beschrieben.