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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben
einer Membranpumpe.
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Eine
Membranpumpe entspricht im Wesentlichen einer Zylinderkolbenpumpe.
Im Unterschied zu der Zylinderkolbenpumpe umfasst die Membranpumpe
jedoch eine Membran, die einen Kolben der Membranpumpe von einem
Arbeitsvolumen, durch das ein Fluid gefördert wird, von dem Kolben
und dem restlichen Antrieb der Membranpumpe dichtend abtrennt. Die
Membranpumpe findet häufig
Einsatz zum Pumpen von Fluiden, die ohne die Membran die beweglichen
Elemente der Membranpumpe zerstören könnten.
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Bei
einem mager laufenden Ottomotor oder bei einer Diesel-Brennkraftmaschine
kann ein Stickoxidgehalt eines Abgases der entsprechenden Brennkraftmaschine
durch Zumessen von Ammoniak mittels eines SCR-Katalysators in einem
Abgastrakt der Brennkraftmaschine reduziert werden. Zum Pumpen der
Harnstofflösung
wird regelmäßig eine
Membranpumpe verwendet.
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Die
Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Betreiben einer Membranpumpe zu schaffen, die
einfach zu einem sehr präzisen
Fördern
eines Fluids mittels der Membranpumpe beitragen.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch die Merkmale der unabhängigen
Ansprüche.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung zeichnet sich aus durch ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Betreiben einer Membranpumpe. Eine Betriebsspannung, die an
einem elektrischen Anschluss der Membranpumpe anliegt und/oder ein
Betriebsstrom, der über
den elektrischen Anschluss fließt,
werden ermittelt. Die ermittelte Betriebsspannung beziehungsweise
der ermittelte Betriebsstrom werden analysiert. Abhängig von
der Analyse der ermittelten Betriebsspannung beziehungsweise des
ermittelten Betriebsstroms wird ein Betrieb der Membranpumpe geregelt
und/oder diagnostiziert.
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Dies
ermöglicht
einfach die Regelung des Betriebs der Membranpumpe. Ferner ermöglicht dies einfach
die Diagnose der Membranpumpe. Die Regelung der Membranpumpe bezieht
sich insbesondere auf die Regelung einer Istfördermenge, so dass diese zumindest
näherungsweise
eine Sollfördermenge
eines Fluids entspricht, das mit der Membranpumpe gefördert werden
soll. Die Diagnose umfasst ein Erkennen eines Betriebsfehlers der
Membranpumpe und/oder eines Fördermengensensors
zum Ermitteln des Istwerts der Fördermenge.
Der Ausdruck "beziehungsweise" wird in dieser Patentanmeldung
entsprechend seiner ursprünglichen
Bedeutung verwendet, gemäß der das
Adverb "beziehungsweise" zwischen den Elementen
einer mehrteiligen Aussage steht, wenn sie sich auf unterschiedliche
vorher genannte Substantive beziehen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die ermittelte Betriebsspannung
und/oder der ermittelte Betriebsstrom analysiert, indem ein Verlauf
der Betriebsspannung beziehungsweise des Betriebsstroms im Hinblick
auf zumindest eine Steigung des Verlaufs ausgewertet werden. Das
bedeutet in diesem Zusammenhang, dass vorzugsweise mittels eines
Algorithmus, der auf einem Steuergerät abgearbeitet wird, zumindest
eine vorzugsweise mehrere Steigungen in dem Verlauf der Betriebsspannung
beziehungsweise des Betriebsstroms gesucht werden. Abhängig von
den Steigungen kann dann die Membranpumpe geregelt und/oder diagnostiziert
werden. Dies trägt
einfach dazu bei, die ermittelte Betriebsspannung und/oder den ermittelten
Betriebsstrom zu analysieren.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden die ermittelte
Betriebsspannung und/oder der ermittelte Betriebsstrom analysiert,
indem der Verlauf der Betriebsspannung beziehungsweise des Betriebsstroms
im Hinblick auf zumindest ein Plateau des Verlaufs ausgewertet werden.
Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass vorzugsweise ein weiterer
Algorithmus, der auf dem Steuergerät abgearbeitet wird, so ausgebildet
ist, dass er in dem Verlauf der Betriebsspannung beziehungsweise
des Betriebsstroms nach dem Plateau sucht. Die Auswertung des Verlaufs
im Hinblick auf das Plateau kann auch ein Ermitteln einer Entfernung
des Plateaus von der X-Achse umfassen. Dies trägt einfach dazu bei, den ermittelten
Betriebsstrom und/oder die ermittelte Betriebsspannung zu analysieren.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden die ermittelte
Betriebsspannung und/oder der ermittelte Betriebsstrom analysiert,
indem der Verlauf der Betriebsspannung beziehungsweise des Betriebsstroms
im Hinblick auf zumindest einen Maximalwert des Verlaufs ausgewertet
werden. Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass vorzugsweise ein
weiterer Algorithmus so ausgebildet ist, dass dieser in dem Verlauf
zumindest einen Maximalwert findet und diesen für die Regelung und/oder die
Diagnose nutzt.
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In
diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die ermittelte
Betriebsspannung und/oder der ermittelte Betriebsstrom analysiert
werden, indem der Verlauf der Betriebsspannung beziehungsweise des
Betriebsstroms im Hinblick auf zumindest eine Abklingzeit nach Erreichen
des Maximalwerts ausgewertet werden. Das bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass vorzugsweise ein weiterer Algorithmus vorgesehen ist, durch
den der Maximalwert gefunden werden kann und durch den die Abklingzeit
nach Erreichen des Maximalwerts ermittelt wird. Der Maximalwert
und die Abklingzeit können dann
dazu beitragen, die Fördermenge
zu regeln und/oder die Membranpumpe zu diagnostizieren.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Betrieb der
Membranpumpe abhängig
von der Analyse der ermittelten Betriebsspannung beziehungsweise
des ermittelten Betriebsstroms geregelt, indem abhängig von
der Analyse der er mittelten Betriebsspannung beziehungsweise des
ermittelten Betriebsstroms ein Istwert einer Fördermenge der Membranpumpe
ermittelt wird. Ferner wird zum Regeln des Betriebs der Membranpumpe
der ermittelte Istwert der Fördermenge
mit einem vorgegebenen Sollwert der Fördermenge verglichen. Die Betriebsspannung
wird so verändert,
dass sich der Istwert der Fördermenge
an den vorgegebenen Sollwert der Fördermenge annähert. Dies
ermöglicht,
auf einen Fördermengensensor
zum Ermitteln der Fördermenge
zu verzichten und dennoch den Istwert der Fördermenge ermitteln zu können. Dies
trägt dazu
bei, dass die Membranpumpe und/oder die Elektronik zum Betreiben
der Membranpumpe einfach und günstig
sind. Ferner ermöglicht
dies bei Vorhandensein des Fördermengensensors
zum Ermitteln der Fördermenge, den
Fördermengensensor
und/oder den Betrieb der Membranpumpe durch gegenseitige Plausibilisierung
der Istwerte zu diagnostizieren.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird abhängig von
der Analyse der ermittelten Betriebsspannung beziehungsweise des
ermittelten Betriebsstroms der Betrieb der Membranpumpe diagnostiziert,
indem abhängig
von der Analyse der ermittelten Betriebsspannung beziehungsweise
des ermittelten Betriebsstroms ein Istwert einer Fördermenge der
Membranpumpe ermittelt wird und indem der ermittelte Istwert der
Fördermenge
mit einem Istwert der Fördermenge
verglichen wird, der mittels eines Fördermengensensors erfasst wird.
Auf einen fehlerhaften Fördermengensensor
wird erkannt, wenn ein Unterschied zwischen dem ermittelten Istwert
und dem mittels des Fördermengensensors
erfassten Istwerts der Fördermenge
größer als
ein vorgegebener Schwellenwert ist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im Folgenden anhand von schematischen Zeichnungen näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 einen
Schnitt durch eine Membranpumpe,
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2 ein
Ablaufdiagramm eines Programms zum Betreiben der Membranpumpe,
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3 eine
Prinzipskizze einer Regelung der Membranpumpe,
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4 erste
Diagramme einer Betriebsspannung und eines Betriebsstroms der Membranpumpe,
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5 zweite
Diagramme der Betriebsspannung und des Betriebsstroms,
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6 dritte
Diagramme der Betriebsspannung und des Betriebsstroms.
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Elemente
gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Eine
Membranpumpe 2 (1) umfasst eine Zulauf 4 und
einen Ablauf 6. Der Zulauf 4 kommuniziert beispielsweise
mit einem Fluidtank, beispielsweise einem Fluidtank zum Aufnehmen
einer wässrigen
Harnstofflösung.
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Der
Ablauf 6 kommuniziert vorzugsweise über ein Einspritzventil beispielsweise
mit einem Abgastrakt einer Brennkraftmaschine. Die Brennkraftmaschine
kann beispielsweise in einem Kraftfahrzeug angeordnet sein. Zum
Antrieb der Membranpumpe 2 ist eine Spule 8 vorgesehen,
die über
einen elektrischen Anschluss 10 mit elektrischer Energie versorgt
wird.
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Die
elektrische Energie wird zumindest teilweise in magnetische Energie
der Spule 8 umgewandelt. Die magnetische Energie bewirkt
je nach der Richtung eines Stromflusses durch die Spule 8 eine Bewegung
eines Ankers 12 in Richtung hin oder weg von dem Zulauf 4.
Der Anker 12 ist mit einem Förderkolben 14 mechanisch
gekoppelt. Ferner sind der Anker 12 und der Förderkolben 14 beweglich
in entsprechenden Zylindern der Membranpumpe 2 angeordnet.
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Eine
Membran 16 trennt einen Antrieb der Membranpumpe 2,
insbesondere den Kolben 14 und den Anker 12 von
einem Arbeitsvolumen 20 ab. Das Arbeitsvolumen 20 wird über den
Zulauf 4 und ein Zulaufventil 18 mit Fluid versorgt,
beispielsweise mit einer wässrigen
Harnstofflösung.
Bewegt sich der Förderkolben 14 weg
von dem Arbeitsvolumen 20, so dehnt sich die Membran 16 aus.
Dadurch wird ein Unterdruck in dem Arbeitsvolumen 20 erzeugt.
Durch den Unterdruck in dem Arbeitsvolumen 20 wird Fluid über den
Zulauf 4 und das Zulaufventil 18 in das Arbeitsvolumen 20 gesaugt.
In entgegen gesetzter Strömungsrichtung
sperrt das Zulaufventil 18 ab.
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Bewegt
sich der Förderkolben 14 in
Richtung hin zu dem Arbeitsvolumen 20, so entsteht ein Überdruck
in dem Arbeitsvolumen 20. Da das Zulaufventil 18 in
Strömungsrichtung
hin zu dem Zulauf 4 sperrt wird das Fluid über ein
Ablaufventil 22 zu dem Ablauf 6 gefördert. Das
Ablaufventil 22 erlaubt einen Fluidfluss des Fluids aus
dem Arbeitsvolumen 20 hin zu dem Ablauf 6 und
sperrt einen Fluidfluss von dem Ablauf 6 zurück zu dem
Arbeitsvolumen 20.
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Bei
geeigneter Ansteuerung der Spule 8 bewegt sich der mit
dem Anker 12 gekoppelte Förderkolben 14 hin
und her, wobei bei jeder Bewegung Fluid in das Arbeitsvolumen 20 gesaugt
und danach wieder aus dem Arbeitsvolumen 20 herausgedrückt wird.
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Vorzugsweise
sind die Membran 16, das Arbeitsvolumen 20, der
Zu- und der Ablauf 4, 6 so ausgebildet, dass das
zu fördernde
Fluid nicht mit den sich bewegenden Elemente der Membranpumpe 2 in Kontakt
kommt.
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Auf
einem Speichermedium einer Steuereinheit zum Betreiben der Membranpumpe 2 ist
vorzugsweise ein Programm (2) zum Betreiben
der Membranpumpe 2 abgespeichert. Die Steuereinheit kann
auch als Vorrichtung zum Betreiben der Membranpumpe 2 bezeichnet
werden. Das Programm dient dazu, einen Betrieb der Membranpumpe 2 zu diagnostizieren.
Das Diagnostizieren des Betriebs der Membranpumpe 2 umfasst
vorzugsweise das Suchen von fehlerhaften Komponenten der Membranpumpe 2 und/oder
von fehlerhaften Bauelementen der Steuereinheit und/oder gegebenenfalls
ein Überprüfen eines
Fördermengensensors
zum Erfassen eines Istwerts MAS_AV einer Fördermenge, die mit der Membranpumpe 2 gefördert wird
(3).
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Das
Programm wird vorzugsweise in einem Schritt S1 gestartet, in dem
gegebenenfalls Variablen initialisiert werden, immer wenn die Diagnose
des Betriebs der Membranpumpe 2 initiiert wird.
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In
einem Schritt S2 wird ein Betriebsstrom I_P und/oder eine Betriebsspannung
U_P der Membranpumpe 2 ermittelt. Dazu wird beispielsweise
ein Strommessgerät
beziehungsweise ein Spannungsmessgerät an den elektrischen Anschluss 10 angeschlossen
und/oder ein Algorithmus zum Ermitteln des Betriebsstroms I_P und/oder
der Betriebsspannung U_P der Membranpumpe 2 gestartet.
Der Betriebsstrom I_P beziehungsweise die Betriebsspannung U_P werden
vorzugsweise über
eine vorgegebene Zeitdauer überwacht
und ein Verlauf des Betriebsstroms I_P beziehungsweise der Betriebsspannung
U_P wird aufgezeichnet. Alternativ dazu kann der Betriebsstrom I_P
beziehungsweise die Betriebsspannung U_P direkt für die Diagnose
herangezogen werden, ohne aufgezeichnet zu werden.
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In
einem Schritt S3 wird mittels einer Diagnoseanweisung DIAG die Diagnose
des Betriebs der Membranpumpe 2 gestartet. Dazu wird ein
erster Verlauf (4) der Betriebsspannung U_P
beziehungsweise des Betriebsstroms I_P, die in einem ersten Diagramm
dargestellt sind, im Hinblick auf eine Steigung des Verlaufs, ein
Plateau des Verlaufs, einen Maximalwert des Verlaufs und/oder auf
eine Abklingzeit nach Erreichen des Maximalwerts ausgewertet. Das
bedeutet in diesem Zusammenhang, dass vorzugsweise mittels speziell
ausgebildeter Algorithmen die Steigungen, Plateaus, Maximalwerte beziehungsweise
Abklingzeiten nach den Maximalwerten aus den Verläufen heraus
ermittelt werden. Ferner werden den Steigungen, den Plateaus, den Maximalwerten
beziehungsweise den Abklingzeiten feste Diagnoseergebnisse zugeordnet.
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Wird
beispielsweise die Membranpumpe 2 mit einer Rechteckspannung
angesteuert, so ergibt sich in dem Verlauf der Betriebsspannung
nach dem Rechtecksimpuls ein lokales Minimum, das durch die Induktivität der Spule 8 hervorgerufen
wird. Dieses lokale Minimum ist charakteristisch dafür, dass
die Spule 8 bestimmungsgemäß mit Strom durchströmt wird
und somit die Membranpumpe eingeschaltet ist. In dem Verlauf der
Betriebsspannung I_P ergeben sich im fehlerfreien Leerlauf zwei
innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls näherungsweise konstante Steigungen,
die jeweils durch eine erste Tangente T_1 und eine zweite Tangente
T_2 charakterisiert sind. Die zweite Tangente T_2 hat die Steigung
Null und ist somit repräsentativ
für ein
Plateau. Dass das Plateau direkt auf die erste Steigung folgt, ist
repräsentativ
dafür,
dass sich die Membranpumpe 2 im Leerlauf befindet und dass
die Membranpumpe 2 fehlerfrei funktioniert, sofern aktuell
die Membranpumpe 2 im Leerlauf betrieben werden soll. Soll
jedoch die Membranpumpe 2 das Fluid aktuell fördern und
weist der Verlauf des Betriebsstroms I_P direkt nach der ersten
Steigung das Plateau auf, so wird auf einen Fehler der Membranpumpe 2 erkannt.
Beispielsweise kann die Membranpumpe 2 zum Fördern des
Fluids angesteuert werden, schafft jedoch nicht das Fluid anzusaugen,
da beispielsweise das Fluid in dem Fluidtank oder einer Zufuhrleitung
zu dem Zulauf 4 gefroren ist.
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In
einem zweiten Diagramm (5), das im fehlerfreien Betrieb
der Membranpumpe 2 repräsentativ
für eine
Förderung
des Fluids bei halbem maximalen Förderdruck ist, folgt auf die
erste Steigung des Betriebsstroms I_P, die durch eine dritte Tangente
T_3 charakterisiert ist, eine zweite Steigung, die durch eine vierte
Tangente T_4 charakterisiert ist. Erst nach der zweiten Steigung
kommt das Plateau, das durch eine fünfte Tangente T_5 charakterisiert ist.
Die zwei aufeinander folgenden unterschiedlichen Steigungen gefolgt
von dem Plateau sind repräsentativ
dafür,
dass die Membranpumpe 2 das Fluid bestimmungsgemäß fördert.
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Eine
Höhe des
Plateaus und somit ein Abstand des Plateaus zu der X-Achse des zweiten
Diagramms ist repräsentativ
für einen
Istwert MAS_AV der Fördermenge
der Membranpumpe 2. Der Istwert MAS_AV der Fördermenge
kann beispielsweise aus einem Kennfeld ausgelesen werden, dessen
Eingangsgröße der Abstand
des Plateaus zu der X-Achse ist. Das Kennfeld und gegebenenfalls
weitere Kennfelder können
beispielsweise an einem Prüfstand
ermittelt werden. Alternativ dazu kann eine Modellrechnung ermittelt
werden, durch die abhängig von
dem Abstand des Plateaus von der X-Achse der Istwert MAS_AV der
Fördermenge
ermittelt werden kann. Soll die Membranpumpe 2 mit vollem
Druck fördern
oder sich im Leerlauf befinden, so ist das zweite Diagramm repräsentativ
dafür,
dass die Membranpumpe 2 aktuell nicht fehlerfrei betrieben
wird.
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In
einem dritten Diagramm (6) ist lediglich ein Bereich
des Verlaufs des Betriebsstroms I_P erkennbar, der eine näherungsweise
konstante Steigung aufweist. Diese Steigung ist durch eine sechste Tangente
T6 charakterisiert. Dieser Verlauf des Betriebsstroms I_P ist repräsentativ
dafür,
dass die Membranpumpe 2 mit maximaler Förderleistung betrieben wird.
Dies ist regelmäßig repräsentativ
für den fehlerhaften
Betrieb der Membranpumpe 2, da die Membranpumpe 2 aus
Verschleißgründen regelmäßig nicht
mit der maximalen Förderleistung
betrieben wird. Ferner ist dies repräsentativ für den Fehler der Membranpumpe,
wenn aktuell die Membranpumpe 2 lediglich mit beispielsweise
halbem Druck betrieben werden soll oder im Leerlauf betrieben werden
soll.
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Das
Ermitteln des Istwerts MAS_AV der Fördermenge kann beispielsweise
dazu beitragen, einen Fördermengensensor
zum Erfassen der Fördermenge
zu überprüfen oder
einzusparen. Dazu kann der mittels des Betriebsstroms I_P ermittelte
Istwert MAS_AV der Fördermenge
mit einem Istwert der Fördermenge
verglichen werden, der mit dem Fördermengensensor
zum Erfassen der Fördermenge
erfasst wird. Ist ein Unterschied zwischen den beiden Istwerten
größer als
ein vorgegebener Schwellenwert, so ist dies repräsentativ dafür, dass
die Steuereinheit oder der Fördermengensensor
zum Erfassen der Fördermenge
nicht fehlerfrei betrieben werden.
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Ein
Maximalwert des Verlaufs des Betriebsstroms I_P und/oder eine Abklinkzeit
des Betriebsstroms I_P nach dem Maximalwert sind repräsentativ für eine Temperatur
und einen Widerstand der Spule 8. Ist die Temperatur der
Spule zu hoch oder befindet sich der Widerstand der Spule nicht
innerhalb eines vorgegebenen Intervalls, so kann dadurch auf einen fehlerhaften
Betrieb der Membranpumpe 2 geschlossen werden.
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Ein
aktueller Druck, mit dem das Fluid gefördert wird kann durch den Abstand
des Plateaus von der X-Achse und/oder durch den Maximalwert ermittelt
werden. Die Fördermenge
kann durch eine zeitliche Länge
des ersten Hügels,
durch eine Höhe
der negativen Spannung der Pumpe oder durch den Maximalwert ermittelt
werden. Falls ein Druckaufbau erwartet wird, sich die Membranpumpe 2 jedoch
im Leerlauf befindet, so kann dies ein Anzeichen für Luft in
der Membranpumpe 2 oder einer Leitung der Membranpumpe 2 sein.
Falls in einer Zuführleitung
zu der Membranpumpe 2 kein Druckaufbau stattfindet aber intern
in der Membranpumpe 2 ein hoher Druck herrscht, kann beispielsweise
das Fluid eingefroren sein. Dies kann durch Überwachen der Höhe des Betriebsstroms
I_P ermittelt werden. Ein Leck kann erkannt werden durch Vergleich
des ermittelten Drucks mit einem Druck, der mit einem Drucksensor
erfasst wurde. Ferner kann ein Riss der Membran 16 der Membranpumpe 2 erkannt
werden, falls der Verlauf des Betriebsstroms I_P die beiden Steigungen
aufweist, die durch die erste und zweite Tangente T_1, T_2 charakterisiert
sind, jedoch die erste Tangente T_1 steiler ist und/oder der Abstand
der zweiten Tangente T_2 zu der X-Achse kleiner ist als im Leerlaufbetrieb.
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In
einem Schritt S4 kann das Programm beendet werden. Vorzugsweise
wird das Programm regelmäßig während des
Betriebs der Membranpumpe 2 abgearbeitet. Dabei können mehrere
oder nur eine der genannten Diagnosen durchgeführt werden.
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Alternativ
oder zusätzlich
kann der Istwert MAS_AV der Fördermenge
dazu verwendet werden, eine tatsächliche
Fördermenge
der Membranpumpe 2 auf einen vorgegebenen Sollwert MAS_SP
der Fördermenge
zu regeln. Der Sollwert MAS_SP der Fördermenge kann beispielsweise
durch einen Stickoxidgehalt eines Abgases in dem Abgastrakt der Brennkraftmaschine
ermittelt werden. An einem ersten Additionspunkt A1 wird abhängig von
dem Istwert MAS_AV und dem Sollwert MAS_SP der Fördermenge ein Unterschied DELTA
ermittelt. Der Unterschied DELTA dient als Eingangssignal für einen
Regler 32. Ein Ausgangssignal des Reglers 32,
das sich beispielsweise auf die Betriebsspannung U_P oder den Betriebsstrom
I_P auswirkt, dient als Eingangssignal für eine Regelstrecke STR. Die
Regelstrecke STR umfasst in diesem Zusammenhang die Membranpumpe 2.
Als Ausgangssignal der Membranpumpe 2 wird der Betriebsstrom
I_P an dem elektrischen Anschluss 10 ermittelt. An einem
Abzweig A2 wird der ermittelte Betriebsstrom I_P zu einer Recheneinheit 30 geleitet,
die beispielsweise von der Steuereinheit umfasst ist. In der Recheneinheit 30 wird
abhängig von
dem Betriebsstrom I_P der Istwert MAS_AV der Fördermenge ermittelt.
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Die
Regelung des Betriebs der Membranpumpe 2, insbesondere
die Regelung der Fördermenge,
die mit der Membranpumpe 2 gefördert wird, ermöglicht ein
sehr präzises
Einstellen der tatsächlichen
Fördermenge.
Dies kann dazu beitragen, dass das Abgas der Brennkraftmaschine
vorzugsweise möglichst
wenig Schadstoffe aufweist.
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Alternativ
zu dem Strommessgerät
kann der Betriebsstrom I_P mittels einer Endstufe ermittelt werden,
die die Membranpumpe 2 mit Energie versorgt. In diesem
Zusammenhang kann ein Ausgangsstrom der Endstufe mit einer vorgegebenen Maximalwertbegrenzung
begrenzt sein. Dies bewirkt, dass die Endstufe jedes mal beim Erreichen
eines Ausgangsstroms, der die Maximalwertbegrenzung überschreitet,
die Energiezufuhr unterbricht. Da die vorgegebene Maximalwertbegrenzung
bekannt ist, kann dann auf einen aktuellen Wert des Betriebsstroms
I_P rückgeschlossen
werden. Misst man eine Zeitdauer, die vergeht, bis die Endstufe
abschaltet, kann auch eine durchschnittliche Steigung des Verlaufs
des Betriebsstroms I_P ermittelt werden. Der so ermittelte Betriebsstrom
I_P und/oder die so ermittelte Steigung können dann zum Diagnostizieren
des Betriebs der Membranpumpe 2 und/oder zum Regeln der
Fördermenge
herangezogen werden.