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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Die
Definition eines flexiblen Schaltkreises in IPC-T-50-F:
Terms and Definitions for Interconnecting and Packaging Electronic
Circuits, Revision F (Juni 1996) lautet: „A patterned arrangement of
printed wiring utilizing flexible base material with or without
flexible cover lay." Laut
dieser Definition existiert eine Reihe von Grundmaterialelementen,
die einen flexible Schaltkreis ausmachen: ein dielektrisches Substratmaterial,
elektrische Leiter, ein Schutzüberzug,
und Klebstoffe, um die verschiedenen Materialien miteinander zu
verbinden, wobei die Klebstoffe optional sind, da Alternativen zur
Verwendung von Klebstoffen für
das Verbinden verschiedener Materialien miteinander vorliegen.
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Im
Allgemeinen kann das dielektrische Material entweder eine Polymidschicht
sein, wie z.B. Kapton®, Apical® oder
Upilex®,
oder ein Polyester. Was den elektrischen Leiter betrifft, ist das
Material der Wahl allgemein Kupfer, von dem mehrere Typen zur Verfügung stehen.
Was den flexiblen Schaltkreis selbst betrifft, liegen mehrere generische
Variationen vor, wie z.B. einseitiger Aufbau, doppelseitiger Aufbau,
mehrschichtiger Aufbau, und starr-flexibler Aufbau. Im Fall von
starr-flexiblen Schaltkreisen können starre
und flexible Substrate übereinander
geschichtet sein, wobei das starre Substrat typischerweise FR-4
ist, das Material, das normalerweise in gedruckten Leiterplatten
(Printed Circuit Boards – PCBs)
zu finden ist. Zusammen bilden diese Materialien einen Grund-Verbundkörper eines
flexiblen Schaltkreises, der als einfache Leitungsanordnung oder,
nach dem Anbringen weiterer Vorrichtungen direkt auf dem flexiblen
Schaltkreisverbundkörper
oder Schaltkreislaminat, als flexible endgültige Schaltkreisanordnung benutzt
wird.
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Die
Vorteile flexibler Schaltkreise liegen darin, dass sie wesentlich
dünner
und leichter sind als standardmäßige starre
PCBs, und dort benutzt werden können,
wo Raum wertvoll ist, indem der flexible Schaltkreis um Ecken herum
gebogen oder gefaltet werden kann, um in einen wesentlich kleineren
Raum zu passen, als er für
einen starren PCB erforderlich wäre.
Flexible Schaltkreise werden in vielen Arten von Anwendungen benutzt,
und ihre Auslegung basiert teilweise auf der Anzahl von Biegezyklen,
die während
ihrer erwarteten Lebensdauer erforderlich sind, und die zwischen
einigen Malen während
der Montage, d.h. einmaligem Biegen zum Einpassen oder Montieren
(statischem Biegen) bis hin zu einer Vielzahl von Biegungen reichen
kann, d.h. wiederholtem Biegen über
viele Zyklen hinweg (dynamischem Biegen).
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Mit
Fortschritten in der Oberflächenmontagetechnik
(Surface Mount Technology – SMT)
liegt die Möglichkeit
vor, zahlreiche andere elektrische Bauteile auf einem flexiblen
Schaltkreisverbundkörper
zu montieren, z.B. Widerstände,
Kapazitäten, Strom-Treiber
Integrierte Schaltkreise (ICs), Steuerungs- und andere ICs. Außerdem zählen zu
diesen elektrischen Bauteilen Leuchtdioden (LEDs). LEDs sind im
Allgemeinen Miniaturhalbleitervorrichtungen, die eine Form der Elektrolumineszenz
verwenden, die sich aus der elektronischen Erregung eines Halbleitermaterials
ergibt, um sichtbares Licht zu erzeugen. Anfangs war die Benutzung
dieser Vorrichtungen hauptsächlich
auf das Anzeigen von Funktionen an elektronischen Geräten beschränkt, und
die abgegebenen Farben waren Rot und Grün. Mit verbesserter Technik
wurden LEDs leistungsfähiger,
und sind nun in einem breiten Farbspektrum erhältlich, einschließlich Blau
und Weiß.
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Mit
der Fähigkeit,
weißes
Licht zu erzeugen, existiert nun die Möglichkeit, LEDs anstelle von
Glühlampen
und Leuchtstoffröhren
zur Beleuchtung zu benutzen, einschließlich der Benutzung in Außenbeleuchtungsanwendungen.
Die Vorteile der Benutzung von LEDs zur Beleuchtung liegen darin,
dass sie weitaus effizienter sind als übliche Beleuchtung, robust
und sehr kompakt sind, und wesentlich länger halten als Glühlampen
oder Leuchtstoffröhren
oder -lampen.
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Angesichts
dieser Eigenschaften der LEDs und der verschiedenen heute verfügbaren Farben werden
LEDs zunehmend in vielen Anwendungen eingesetzt, darunter Anwendungen,
die flexible Schaltkreise benutzen. Ein Beispiel eines flexiblen Schaltkreises
ist das flexible LED-Array (oder Flex-LED), wobei es sich um eine Reihe aus
LEDs handelt, die längs
angeordnet sind, wobei jede LED der Flex-LED elektrisch mit den
benachbarten LEDs verbunden ist, und so eine elektrische Verbindung herstellt,
wodurch jede LED der Flex-LED eine Vorspannung oder Bissspannung
aufweist. Die Flex-LED kann auch ein Verkapselungsmaterial, das jede
LED abdeckt, wobei es sich um jedes beliebige Verkapselungsmaterial
handeln kann, das für
eine LED benutzt wird, wie z.B. ein optisch klares Epoxidharz- oder
Silikonsystem, und ein flexibles Substrat aufweisen, an dem die
LEDs befestigt sind. Die Flex-LED kann auch in einem wasserdichten,
witterungsbeständigen
transparenten Gehäuse
untergebracht sein, das aus jedem beliebigen polymerischen transparenten
Material hergestellt sein kann. Die Flex-LED kann in verschiedenen
standardisierten Leuchtstreifenlängen
im Handel erhältlich
sein, derart, dass diese Leuchtstreifen durchschnitten oder durchbohrt
werden können,
so dass der Benutzer mehrere Leuchtstreifen verbinden kann, und
die Flex-LED an seine jeweiligen Installationsanforderungen anpassen
kann.
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In 1A ist
eine schematische Darstellung gezeigt, die ein Beispiel eines Längsschnitts
durch eine bekannte Flex-LED 100 darstellt. Die Flex-LED 100 ist
ein Ausschnitt aus einem Flex-LED-Streifen, der eine Standardlänge aufweisen
kann, das heißt, die
Flex-LED 100 zeigt nur einen Abschnitt eines längeren Streifens,
der mehrere LEDs aufweist, die äquidistant
durchgehend auf dem Flex-LED-Streifen angeordnet sind. Dieser Flex-LED-Streifen
kann geschnitten werden, um die gewünschte Länge zu erhalten, und mehrere
Streifen können
mit Hilfe standardisierter Bindeglieder (nicht dargestellt) miteinander
verbunden werden.
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Die
Flex-LED 100 kann ein Substrat 102 aufweisen,
wobei es sich um einen flexiblen Schaltkreis Verbundkörper handeln
kann, der ein flexibles Dielektrikum und elektrische Leiter aufweist.
An dem Substrat 102 ist eine Mehrzahl von LEDs 104 befestigt.
Ein Bonddraht 106 kann eine der zwei elektrischen Verbindungen
bereitstellen, die für
jede LED 104 benötigt
werden, beispielsweise eine Anodenverbindung. Eine Kathodenverbindung
kann an der Unterfläche
jeder LED 104 angeordnet sein, in Form einer Rückseitenmetallisierung
(nicht dargestellt), die implementiert sein kann, indem ein leitfähiges Material
an der Unterseite jeder LED 104 befestigt wird. Die gesamte
Anordnung der LEDs 104 und des Substrats 102 kann
dann in einem Verkapselungsmaterial 108 verkapselt werden,
das auf die Fläche
der Anordnung aufgebracht wird. Außerdem kann die gesamte Anordnung
einschließlich
des Verkapselungsmaterials 108 auch in einem transparenten
Gehäuse (nicht
dargestellt) untergebracht sein.
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1B zeigt
eine seitliche Breitenquerschnittansicht der Flex-LED 100.
In 1B weist die Flex-LED 100 eine LED 104 auf,
die an einem Substrat 102 befestigt ist. Dieses Packet
(package) kann von einem Verkapselungsmaterial 108 abgedeckt sein.
Der Bonddraht 106 komplettiert die elektrische Verbindung
mit einem elektrischen Leiter (nicht dargestellt). In 1A zeigen
die Pfeile 112 die Primärrichtung
der Biegung der Flex-LED 100 an. Indem sich die Flex-LED 100 in
Richtung der Pfeile 112 biegt, werden die Bonddrähte 106 dazu
tendieren sich zu strecken, und bei einem wiederholten Biegen der
Flex-LED 100 liegt
eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit vor, dass die Bonddrähte 106 brechen oder
funktionsunfähig
werden.
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In 1C ist
eine schematische Darstellung gezeigt, die ein anderes Beispiel
eines Längsschnitts durch
eine bekannte Flex-LED 100 darstellt. Wie in 1A ist
die Flex-LED 100 ein Ausschnitt eines Flex-LED-Streifens,
der eine Standardlänge
aufweisen kann, das heißt,
die Flex-LED 100 zeigt nur einen Abschnitt eines längeren Streifens,
der eine Mehrzahl von LEDs aufweist, die äquidistant durchgehend auf
dem Flex-LED-Streifen angeordnet sind. Die Flex-LED 100 kann ein Substrat 102 aufweisen,
das ein flexibles Dielektrikum und elektrische Leiter aufweisen
kann. An dem Substrat 102 sind eine Mehrzahl von LEDs 104 befestigt.
Ein Bonddraht 106 kann eine der zwei elektrischen Verbindungen
bereitstellen, die für
jede LED 104 benötigt
werden, beispielsweise eine Anodenverbindung. Die andere Verbindung,
in diesem Fall eine Kathodenverbindung für jede LED 104, kann
dann durch den Bonddraht 110 bereitgestellt werden. Die
gesamte Anordnung der LEDs 104 und des Substrats 102 kann
dann in einem Verkapselungsmaterial 108 verkapselt sein,
das auf die Fläche
der Anordnung aufgebracht ist. Außerdem kann die gesamte Anordnung
einschließlich
des Verkapselungsmaterials 108 auch in einem transparenten
Gehäuse
(nicht dargestellt) untergebracht werden.
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Die
Pfeile 112 zeigen die Primärrichtung der Biegung der Flex-LED 100.
Indem sich die Flex-LED 100 in Richtung der Pfeile 112 biegt,
werden die Bonddrähte 106 und 108 dazu
tendieren sich zu strecken, und bei einem wiederholten Biegen der Flex-LED 100 liegt
eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit vor, dass die Bonddrähte 106 brechen oder
funktionsunfähig
werden.
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Ein ähnliches
Problem sowohl bei flexiblen als auch starren Schaltkreisen liegt
in Bezug auf Vias vor. Vias sind im Allgemeinen Löcher, die durch
eine flexible Schaltung oder ein PCB gebohrt wurden, durchmetallisiert
wurden, und dann mit einem Polymer gefüllt wurden, das leitfähig oder
nicht leitfähig sein
kann, um eine vertikale elektrische Verbindung oder eine Wärmeverbindung
zwischen verschiedenen Schichten des flexiblen Schaltkreises oder
dem PCB bereitzustellen. In 2 ist eine
schematische Darstellung gezeigt, die ein Beispiel eines Ausschnitts
eines bekannten flexiblen Schaltkreises darstellt. Der flexible
Schaltkreis 200 kann ein Dielektrikum 202 aufweisen,
das mit einem oberen Leiter 204 auf der Oberseite, und
einem unteren Leiter 206 auf der Unterseite laminiert ist.
Der flexible Schaltkreis 200 kann auch ein Via 208 aufweisen,
das durchmetallisiert 210 und mit einem Füllstoff 212 gefüllt sein kann.
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Wenn
sich der flexible Schaltkreis 200 in Richtung der Pfeile 214 biegt,
kann sich der Füllstoff 212 von
der Kante des Via 208 lösen,
und so Risse und Sprünge
in dem durch Kreis 216 angezeigten Bereich erzeugen. Bei
wiederholtem Biegen des flexiblen Schaltkreises 200 liegt
eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit dafür
vor, dass die Risse in dem flexiblen Schaltkreis 200 auftreten,
die schließlich
zu seinem Versagen führen
können.
Insbesondere wenn das Via zur Wärmedissipation
benutzt wird, kann die Tendenz zum Auftreten solcher Risse noch
wahrscheinlicher sein.
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In 3 ist
eine schematische Darstellung gezeigt, die ein Beispiel eines Ausschnitts
einer bekannten flexiblen gedruckten Leiterplatte (FPC) 300 darstellt.
Die FPC 300 zeigt eine Seitenansicht eines Ausschnitts
eines flexiblen Schaltkreises, der eine Standardlänge aufweisen
kann, das heißt,
die FPC 300 zeigt nur einen Ausschnitt eines längeren Streifens,
der ein Array aufweist, das an ein dünnes, flexibles Dielektrikum
gebonded ist. Ein Dielektrikum 302 ist zwischen einer oberen
Metallschicht 304 und einer unteren Metallschicht 306 angeordnet.
An der oberen Metallschicht 304 kann eine Komponente 308 befestigt
sein, bei dem es sich beispielsweise um eine LED handeln kann. Ein
Bonddraht 310 kann eine der zwei elektrischen Verbindungen
bereitstellen, die für
die Komponente 308 erforderlich sind, beispielsweise eine
Anodenverbindung. Eine Kathodenverbindung kann dann an der Unterfläche des
Bauteils 308 angeordnet werden, in Form einer Rückseitenmetallisierung
(nicht dargestellt), die implementiert sein kann, indem ein leitfähiges Material
an der Unterseite der Komponente 308 befestigt wird. Die gesamte
Anordnung kann dann von einem Verkapselungsmaterial 312 abgedeckt
werden.
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Neben
den Problemen, die durch ein wiederholtes Biegen der Flex-LEDs und
flexiblen Schaltkreise verursacht werden, weisen diese Vorrichtungen auch
das Problem der Wärmedissipation
auf. Insbesondere erzeugen LEDs Wärme, und bei den LED-Arrays,
die in flexiblen Schaltkreisen vorhanden sind, ist dieses Problem
sogar noch größer. Allgemein
neigen LED-Vorrichtungen zu Schäden
aufgrund einer Aufstauung von Wärme,
die innerhalb der Vorrichtungen erzeugt wird, sowie von Wärme durch
Sonnenlicht im Fall von Außenbeleuchtungsanwendungen.
Obwohl metallisierte LED-Substrate nützliche Konstruktionselemente
sind, die in LED-Vorrichtungen eingebaut werden können und dazu
dienen können,
Wärme abzuführen, sind
diese Elemente oft nicht ausreichend, um angemessen moderate Temperaturen
in den Vorrichtungen aufrechtzuerhalten. Eine übermäßiger Wärmestauung kann trotzdem zu
einer Verschlechterung der Materialien führen, die in den LED-Vorrichtungen benutzt werden,
z.B. der Verkapselungsmaterialien der LED. Wenn LEDs an flexiblen
Schaltkreisverbundkörpern befestigt
sind, die auch andere elektrische Bauteile aufweisen können, nehmen
die Wärmeabführungsprobleme
stark zu.
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Deshalb
besteht ein fortwährender
Bedarf nach Verbesserung des Designs flexibler Schaltkreise und
Flex-LEDs, um Schäden
an diesen Vorrichtungen zu reduzieren, die durch ein wiederholten oder
starkes Biegen verursacht werden und die während der Herstellung, Prüfung, Installation
oder dem Betrieb auftreten können
und um die Dissipationseigenschaften dieser Vorrichtungen zu verbessern.
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KURZDARSTELLUNG
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Allgemein
sind ein System und ein Verfahren zum Verbessern der Zuverlässigkeit
flexibler Schaltkreise und ihrer Wärmedissipationseigenschaften durch
neues Ausrichten des Drahtbondings in diesen Vorrichtungen und durch
Hinzufügen
und Umpositionieren redundanter Vias in dem flexiblen Schaltkreislaminat
(flexible-circuit laminate), die zur Wärmedissipation benutzt werden,
offenbart. Bei einer flexiblen LED-Vorrichtung ist das Drahtbonding für jede LED senkrecht
zu der Richtung der primären
Biegung ausgerichtet, d.h. senkrecht zu der Längsachse der Flex-LED. Außerdem kann
ein flexibler Schaltkreis mehrere Vias aufweisen, die zur Wärmedissipation benutzt
werden, und die nahe einer Komponente angeordnet sind, die an dem
flexiblen Schaltkreis Laminat befestigt ist, um die Wärmedissipation
zu verbessern.
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In
einem anderen Beispiel einer Implementierung kann eine elektrische
Verbindung ohne ein Via hergestellt werden, indem eine elektrische
Verbindung auf der Oberfläche
des flexiblen Schaltkreis Laminats verwendet wird.
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Andere
Systeme, Verfahren und Merkmale der Erfindung sind oder werden Fachleuten
durch Betrachten der nachfolgenden Figuren und der detaillierten
Beschreibung ersichtlich. Es ist vorgesehen, dass alle zusätzlichen
Systeme, Verfahren, Merkmale und Vorteile Teil dieser Beschreibung
sind, innerhalb des Umfangs der Erfindung liegen, und von den begleitenden
Ansprüchen
geschützt
werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Die
Erfindung lässt
sich durch Bezugnahme auf die folgenden Figuren besser nachvollziehen.
Die Komponenten in den Figuren sind nicht unbedingt maßstabsgetreu,
wobei die Betonung stattdessen auf der Veranschaulichung der Grundgedanken
der Erfindung liegt. In den Figuren weisen gleiche Bezugszeichen
in den verschiedenen Ansichten auf korrespondierende Teile hin.
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1A zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein Beispiel einer Implementierung
einer bekannten Flex-LED darstellt.
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1B zeigt
eine Querschnitt-Endansicht der bekannten Flex-LED-Vorrichtung aus 1A.
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1C zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein anderes Beispiel einer Implementierung einer
bekannten Flex-LED mit zwei Bonddrähten pro LED darstellt.
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2 zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein Beispiel einer Implementierung
einer bekannten gedruckten Leiterplatte darstellt.
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3 zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein Beispiel eines bekannten
flexiblen Schaltkreises (flexible circuit) darstellt.
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4A zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein Beispiel einer Implementierung
einer erfindungsgemäßen Flex-LED
darstellt.
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4B zeigt
eine Querschnitt-Endansicht der Flex-LED aus 4A.
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4C zeigt
eine Querschnitt-Endansicht der Flex-LED mit einem gefüllten Via.
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5A zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts eines Beispiels einer
Implementierung eines flexiblen Schaltkreises mit mehreren Vias.
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5B zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts eines anderen Beispiels
einer Implementierung eines flexiblen Schaltkreises, welches mehrere
Vias aufweist.
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6 zeigt
eine Querschnitt-Seitenansicht, die ein Beispiel einer Implementierung
eines flexiblen Schaltkreises zeigt, welcher mehrere Vias für Wärmeverbindungen
und elektrische Verbindungen aufweist.
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7A zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Beispiels einer Implementierung
eines flexiblen Schaltkreises, welcher mehrere Vias aufweist.
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7B zeigt
eine Draufsicht eines Beispiels eines Vialayouts für den flexiblen
Schaltkreis aus 7A.
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8 zeigt
eine perspektivische Ansicht, die ein anderes Beispiel einer Implementierung
eines flexiblen Schaltkreises ohne Vias darstellt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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In
der folgenden Beschreibung von Beispielen für Implementierungen wird auf
die begleitenden Figuren Bezug genommen, die einen Teil dieser Beschreibung
bilden, und die veranschaulichend spezifische Implementierungen
der Erfindung zeigen, welche benutzt werden mögen. Es können auch andere Implementierungen
benutzt werden, und es mögen strukturelle Änderungen vorgenommen
werden, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Allgemein
sind ein System und ein Verfahren zum Verbessern der Wärmedissipations-
oder Wärmeabführungseigenschaften
flexibler Schaltkreise (flexible circuits) durch Hinzufügen und
Umpositionieren von Vias, die zur Wärmedisspitation benutzt werden,
und der Zuverlässigkeit
dieser Vorrichtungen durch Hinzufügen mehrerer elektrischer Vias
sowie durch neues Ausrichten der Drahtbondings in diesen Vorrichtungen
offenbart. Bezug nehmend auf 4A ist
eine Querschnitt-Seitenansicht gezeigt, die ein Beispiel einer Implementierung
einer Flex-LED 400 gemäß der Erfindung
darstellt. Die Flex-LED 400 mag ein Substrat 402 aufweisen,
das ein flexibles Dielektrikum und elektrische Leiter aufweisen
mag. An dem Substrat 402 ist eine Mehrzahl von LEDs 404 befestigt.
Ein Bonddraht 406 mag eine der zwei elektrischen Verbindungen
bereitstellen, die für
jede der LEDs 404 benötigt
werden, beispielsweise eine Anodenverbindung. Eine Kathodenverbindung
mag dann an der unteren Oberfläche
oder Unterfläche
der LED 404 angeordnet werden, in Form einer Rückseitenmetallisierung
(nicht dargestellt), die implementiert sein mag, indem ein leitfähiges Material
an der Unterseite oder Boden jeder LED 404 befestigt ist,
und indem die LED 404 auf dem Elektroden- und Wärmedissipationspad 414 angebracht wird.
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In 4A ist
der Drahtbondingdraht 406 für jede LED 404 senkrecht
zur Richtung des primären Biegens
ausgerichtet, d.h. senkrecht zur Längsachse der Flex-LED 400.
In einer anderen Ausführungsform mag
ein Zweidraht-Bond-LED-Chip
implementiert sein, bei dem sowohl die Anoden- als auch die Kathodenelektrodenkontakte
auf derselben Seite des LED-Chips angeordnet sind, d.h. auf der
oberen Oberfläche
oder Oberseite. Wenn zwei Bonddrähte pro
LED-Chip vorliegen, sind beide Bonddrähte so angeordnet, dass sie
im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse
des Flex-Streifens verlaufen.
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Die
gesamte Anordnung oder Baugruppe mag in einer Verkapselung oder
einem Verkapselungsmaterial 408 verkapselt sein. In einer
anderen Ausführungsform
mögen das
Verkapselungsmaterial und die Anordnung in einem transparenten Gehäuse (nicht
dargestellt) untergebracht sein. 4B zeigt eine
Querschnitt-Endansicht der Flex-LED 400 über ihre
Breitenerstreckung. In 4B weist die Flex-LED 400 eine
LED 404 auf, die an einem Substrat 402 befestigt
ist. Dieses Paket mag in einem Verkapselungsmaterial 408 verkapselt
sein. Der Bonddraht 406 vervollständigt eine elektrische Verbindung zu
einer zweiten Elektrode 416 im Substrat 402. Die andere
elektrische Verbindung besteht mit einer ersten Elektrode 414,
bei der es sich um ein vollständig gefülltes Via
handeln mag, z.B. ein Sackloch (blind via) oder ein gefülltes Via,
d.h. ein Via, das durch ein Loch gebildet wird, das durch das Substrat 402 gebohrt
wird, und dann mit einem leitfähigen
Metall wie Kupfer, Silber usw. durchmetallisiert wird, und mit einem
Harz-/Verschlussmaterial gefüllt
wird.
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In 4A zeigen
die Pfeile 412 die primäre Biegerichtung
der Flex-LED 400 an. In 4B ist
der Bonddraht 406 in einer Ausrichtung an der LED 404 befestigt
und mit der zweiten Elektrode 416 verbunden, die senkrecht
zur Ebene der Richtung des primären
Biegens liegt, das heißt,
der Ebene, die durch die Pfeile 412 definiert ist. Auf
diese Weise wird ein Biegen in dieser Ebene den Bonddraht 406 nicht
beeinflussen und wird ihn keiner Belastung aussetzen.
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In 4C ist
eine Querschnitt-Endansicht gezeigt, die ein anderes Beispiel einer
Implementierung der Flex-LED Vorrichtung aus 4A darstellt. Wie
in 4B ist der Bonddraht 406 in einer Ausrichtung
an der LED 404 befestigt und mit der zweiten Elektrode 416 verbunden,
die senkrecht zu der Ebene der primären Biegerichtung verläuft, das
heißt,
der Ebene, die durch die Pfeile 412 definiert ist. Die
Verbindung zu der ersten Elektrode 414 wird über das Via 418 hergestellt,
welches unter der LED 404 positioniert ist. Auf diese Weise
wird ein Biegen in dieser Ebene den Verbindungsdraht 406 nicht
beeinflussen und wird ihn keiner Belastung aussetzen.
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In 5A ist
eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts gezeigt, die ein
Beispiel eines flexiblen Schaltkreises 500 mit mehreren
Vias gemäß der Erfindung
darstellt. Der flexible Schaltkreis 500 mag ein Substrat 502 aufweisen,
an dem eine Komponente 504, z.B. eine LED, befestigt sein
mag. Ein Bonddraht 506 mag eine elektrische Verbindung
für die Komponente 504 mit
einem Anodenpad 510 bereitstellen, wobei eine Verbindung
mit einem Kathodenpad 508 an der unteren Oberfläche oder
Unterseite der Komponente 504 unter Benutzung einer Rückseitenmetallisierung
(nicht dargestellt) hergestellt ist.
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Der
flexible Schaltkreis 500 mag auch vier Via 514 aufweisen,
die nahe der LED angeordnet sein mögen, welche an dem flexiblen
Schaltkreis befestigt ist. Beispielsweise kann der flexible Schaltkreis
mehrere redundante Vias 514 aufweisen, die zur Wärmedissipation
benutzt werden, und die nahe der Komponente 504 in etwa
gleichen Abständen
von dieser angeordnet sind. Mit dieser Konfigurierung mehrerer Wärmevias,
die zur Wärmedissipation
benutzt werden, unterliegen wenigstens zwei dieser Vias keinem Stress
durch wiederholtes oder starkes Biegen des flexiblen Schaltkreises,
von denen sie ein Teil sind.
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In 5B ist
eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts gezeigt, die ein
anderes Beispiel eines flexiblen Schaltkreises 500 mit
mehreren Vias gemäß der Erfindung
darstellt. Eine Komponente 504, z.B. eine LED, mag an einem
Substrat 502 befestigt sein, wobei ein Bonddraht 506 eine
elektrische Verbindung für
die Komponente 504 mit einem Anodenpad 510 bereitstellt,
und ein Bonddraht 512 eine elektrische Verbindung mit einem
Kathodenpad 508 bereitstellt. Wie in 5A mag
der flexible Schaltkreis 500 mehrere redundante Vias 514 aufweisen, die
zur Wärmedissipation
benutzt werden, und die nahe der Komponente 504 in etwa
gleichem Abstand von dieser angeordnet sind, so dass der Stress
vermieden werden kann, der durch wiederholtes oder starkes Biegen
des flexiblen Schaltkreises verursacht wird, von dem sie ein Teil
sind.
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Bezug
nehmend auf 6 ist eine Querschnitt-Seitenansicht
gezeigt, die ein Beispiel einer Implementierung eines flexiblen
Schaltkreises mit mehreren Vias für Wärme- und elektrische Verbindungen
darstellt. Der flexible gedruckte Schaltkreis (FPC) 600 mag
ein Dielektrikum 604 aufweisen, das zwischen einer oberen
Metallschicht 606 und einer unteren Metallschicht 602 angeordnet
ist. An der oberen Metallschicht 606 mag eine Komponente 608 befestigt
sein, bei der es sich beispielsweise um eine LED handeln mag. Ein
Bonddraht 610 mag eine der zwei elektrischen Verbindungen
bereitstellen, die für die
Komponente 608 benötigt
werden, beispielsweise eine Anodenverbindung. Eine Kathodenverbindung
mag dann auf der unteren Oberfläche
oder Unterseite der Komponente 608 in Form einer Rückseitenmetallisierung
(nicht dargestellt) angeordnet sein, die durch Befestigen eines
leitfähigen
Materials an der Unterseite der Komponente 608 implementiert sein
mag. Die gesamte Anordnung mag dann von einem Verkapselungsmaterial 612 abgedeckt
sein.
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Der
FPC 600 mag auch Vias 614 und 616 zur Wärmedissipation
aufweisen, die durch das Dielektrikum 604 hindurch verlaufen,
und Wärme
von der Komponente 608 durch die obere Schicht 606 an
die untere Schicht 602 abführen, bei der es sich um eine Aluminium-
oder Kupferplatte handeln mag. Für
die andere elektrische Verbindung, d.h. in diesem Beispiel die Kathodenverbindung,
kann der FPC 600 ein Sackloch 618 unter der Komponente 608 aufweisen, die
eine elektrische Verbindung zur unteren Schicht 602 bereitstellt.
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In 7A ist
eine perspektivische Ansicht gezeigt, die ein Beispiel einer anderen
Implementierung eines Flex-Schaltkreises darstellt, die mehrere Vias aufweist.
Der Flex-Schaltkreis 700 mag ein Substrat 702 aufweisen,
auf dem eine Komponente 704, z.B. eine LED, befestigt sein
mag. Ein Bonddraht 706 mag für die Komponente 704 eine
elektrische Verbindung mit einem Anodenpad 710 bereitstellen,
während
eine Verbindung zu einem Kathodenpad 708 an der Unterseite
der Komponente 704 mit Hilfe einer Rückseitenmetallisierung (nicht
dargestellt) hergestellt ist. In einer Ausführungsform mögen das
Substrat 702 und die LED 704 in ein Verkapselungsmaterial 712 verkapselt
sein. In einer anderen Ausführungsform
mag das Substrat 720 in einem transparenten Gehäuse (nicht
dargestellt) untergebracht sein, das dann mit einem Verkapselungsmaterial
gefüllt
werden kann.
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Der
Flex-Schaltkreis 700 mag mehrere Vias aufweisen, die durch
das Substrat 702 hindurch gebohrt sind, z.B. die Vias 714,
die in elektrischer Verbindung mit dem Anodenpad 710 stehen
mögen,
und Vias 716, die in elektrischer Verbindung mit dem Kathodenpad 708 stehen
mögen.
Diese Vias mögen auch
dazu konfiguriert sein, einen Weg zur Wärmedissipation von der Komponente 704 bereitzustellen, indem
sie mit einem wärmeleitenden
Material gefüllt sind.
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Der
Flex-Schaltkreis 700 mag ferner ein Sackloch (nicht dargestellt)
aufweisen, das unter der Komponente 704 angeordnet ist,
und das eine elektrische Verbindung von der Komponente 704 an
eine Masseebene (nicht dargestellt) unter dem Substrat 702 bereitstellt. 7B zeigt
eine Draufsicht, die ein Beispiel eines Vialayouts für den Flex-Schaltkreis 700 aus 7A zeigt.
Die Vias 714 und 716 mögen für Wärmeverbindungen konfiguriert
sein, während das
Sackloch 718 für
eine elektrische Verbindung für die
Komponente (nicht dargestellt) konfiguriert sein mag, das an dem
Kathodenpad 708 befestigt ist.
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In 8 ist
eine perspektivische Ansicht gezeigt, die ein Beispiel einer Implementierung
eines Flex-Schaltkreises ohne Vias darstellt. Der Flex- Schaltkreis 800 mag
ein Substrat 802 aufweisen, auf dem eine Komponente 804,
z.B. eine LED, befestigt sein mag. Ein Bonddraht 806 kann
eine elektrische Verbindung für
die Komponente 804 mit einem Anodenpad 810 bereitstellen,
während
eine Verbindung mit einem Kathodenpad 808 an der unteren
Oberfläche
der Komponente 804 mit Hilfe einer Rückseitenmetallisierung (nicht
dargestellt) hergestellt ist. In einer ersten Ausführungsform
mögen das Substrat 802 und
die LED 804 mit einem Verkapselungsmaterial 812 verkapselt
sein. In einer zweiten Ausführungsform
mögen das
Substrat 802 und die LED 804 in einem transparenten
Gehäuse
(nicht dargestellt) untergebracht sein, das dann mit einem Verkapselungsmaterial
gefüllt
werden mag.
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Bei
dem Flex-Schaltkreis 800 wird die elektrische Verbindung
durch externe Abschlüsse 814 und 816 elektrischer
Terminals aus dem Flex-Schaltkreis 800 geführt, ohne
Vias oder Lötpads
zu benutzen. Die elektrischen Anschlüsse mögen so angeordnet sein, dass
sie auf derselben Seite des Flex-Schaltkreises 800 aus
dem Flex-Schaltkreis 800 geführt werden.
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Während die
vorstehenden Beschreibungen sich auf die Benutzung einer LED als
die Komponente beziehen, die an einer Flex-LED und einem flexiblen
Schaltkreis befestigt ist, ist der Gegenstand nicht auf LEDs als
Komponente, die in einem flexiblen Schaltkreis benutzt wird, oder
auf Flex-LEDs oder flexible gedruckte Schaltkreise als Substrat
beschränkt. Jede
beliebige elektronische Komponente und jeder beliebige Typ von Substrat,
die von den Funktionalitäten
profitieren können,
die von den oben beschriebenen Komponenten bereitgestellt werden,
können als
die Elemente der Erfindung implementiert werden. Die oben beschriebenen
flexiblen Schaltkreise betreffen dünne Verbundschaltkreise (laminated
circuits) mit einer geringen Dicke im Vergleich zu üblichen
PCBs, und mögen
oder mögen
nicht in der Endanwendung sehr viele Male einem Biegen oder Knicken
ausgesetzt sein. In Endanwendungen mögen sie in sich in einem finalen
Zustand oder einer finalen Form der Biegung oder Krümmung befinden,
um sich an eine bestimmte Form anzupassen, die gerade Abschnitte,
gekrümmte
Abschnitte oder Kombinationen derselben aufweist.
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Außerdem versteht
es sich, dass die vorstehende Beschreibung zahlreicher Implementierungen der
Veranschaulichung und Beschreibung dient. Sie ist nicht erschöpfend und
beschränkt
die beanspruchten Erfindungen nicht auf die im Einzelnen offenbarten
Formen. Modifikationen und Variationen sind angesichts der oben
stehenden Beschreibung möglich,
oder mögen
durch Ausüben
der Erfindung erlangt werden. Die Ansprüche und ihre Äquivalente definieren
den Umfang der Erfindung.