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DE102007044359A1 - LDS Stecker - Google Patents

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DE102007044359A1
DE102007044359A1 DE200710044359 DE102007044359A DE102007044359A1 DE 102007044359 A1 DE102007044359 A1 DE 102007044359A1 DE 200710044359 DE200710044359 DE 200710044359 DE 102007044359 A DE102007044359 A DE 102007044359A DE 102007044359 A1 DE102007044359 A1 DE 102007044359A1
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DE
Germany
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plug
contact pin
electrical connection
circuit carrier
contact
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200710044359
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English (en)
Inventor
Udo Schulz
Heinrich Barth
Andre Lischeck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R13/00Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
    • H01R13/648Protective earth or shield arrangements on coupling devices, e.g. anti-static shielding  
    • H01R13/658High frequency shielding arrangements, e.g. against EMI [Electro-Magnetic Interference] or EMP [Electro-Magnetic Pulse]
    • H01R13/6598Shield material
    • H01R13/6599Dielectric material made conductive, e.g. plastic material coated with metal
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R12/00Structural associations of a plurality of mutually-insulated electrical connecting elements, specially adapted for printed circuits, e.g. printed circuit boards [PCB], flat or ribbon cables, or like generally planar structures, e.g. terminal strips, terminal blocks; Coupling devices specially adapted for printed circuits, flat or ribbon cables, or like generally planar structures; Terminals specially adapted for contact with, or insertion into, printed circuits, flat or ribbon cables, or like generally planar structures
    • H01R12/70Coupling devices
    • H01R12/71Coupling devices for rigid printing circuits or like structures
    • H01R12/72Coupling devices for rigid printing circuits or like structures coupling with the edge of the rigid printed circuits or like structures
    • H01R12/722Coupling devices for rigid printing circuits or like structures coupling with the edge of the rigid printed circuits or like structures coupling devices mounted on the edge of the printed circuits
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    • HELECTRICITY
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    • H01R13/035Plated dielectric material
    • HELECTRICITY
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    • H01R2201/26Connectors or connections adapted for particular applications for vehicles

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  • Coupling Device And Connection With Printed Circuit (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektrischen Kontaktierung eines Schaltungsträgers, beispielsweise als Teil eines Motor-Steuerungsgeräts, mithilfe eines Steckers aus Kontaktpins, insbesondere Metallstiften oder Metallzungen, die in einer beispielsweise in der Spritzgusstechnik hergestellten Fassung sitzt. Die elektrische Verbindung zwischen dem Schaltungsträger und den Kontaktpins des Steckers erfolgt nicht wie im Stand der Technik über den Metallstift selbst oder eine auf herkömmlichem Wege gefertigte metallische Leiterbahnstruktur, sondern nutzt in erfinderischer Weise die Erkenntnis aus, dass die neuartige Laser-Direkt-Strukturierung in vorteilhafter Weise zum Einprägen von Leitungsstrukturen in den Kunststoff genutzt werden kann, um so eine Kosten und Flächen sparende Verbindung herzustellen, die auf der Oberfläche des Schaltungsträgers mittels der Reflow-Löttechnik ralisiert werden kann.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einer bekannten Vorrichtung zum Herstellen von elektrischen Kontakten mittels Steckverbindungen bei Schaltungsträgern in Motor-Steuerungsgeräten. Ein solches Gerät ist durch die DE 33 10 477 A1 bekannt. Gemäß dieser Lösung kommt eine Leiste aus Metallzungen in einer Kunststofffassung zum Einsatz, wobei die elektrische Kontaktierung mit dem Schaltungsträger durch eine Durchstecklötung erfolgt. Durch die Einfassung werden eine mechanische Stabilisierung und eine elektrische Abschirmung erreicht.
  • In der DE 296 19 867 U1 wird eine Leiste aus Metallzungen in einem Steckerkörper offenbart, die über eine Beschichtung zur Abschirmung von elektromagnetischen Störeinflüssen aus der Umgebung und elektromagnetischer Abstrahlung vom Schaltungsträger nach außen verfügt.
  • Eine Vielzahl von weiteren Steckervarianten ist je nach Anwendungsfall bekannt. So offenbart beispielsweise EP 1 480 294 einen Steckverbinder mit Durchstecklötung und elektromagnetischer Abschirmfunktion. Die Metallstifte der Fassung werden dabei durch ein Loch des Schaltungsträgers geführt und durch selektives Löten fixiert und elektrisch mit der Schaltung verbunden. Durch eine Ummantelung der Stifte im Außenbereich der Fassung mit Metall wird die elektrische Abschirmung erreicht.
  • Desweiteren sind Steckervarianten bekannt, die ohne Durchstecklötung auskommen. Hierzu werden die Metallstifte auf der Oberfläche des Schaltungsträgers angebracht. Die elektrische Kontaktierung mit der Schaltung erfolgt jeweils über die Metallstifte und Lötstellen auf der Oberfläche des Schaltungsträgers.
  • Die aus dem Stand der Technik bekannten Steckervarianten haben den Nachteil eines hohen fertigungstechnischen Aufwands und hoher Kosten. Die Signalführung über die Metallstifte hin zum Schaltungsträger bringt einen hohen Raum- und Flächenbedarf mit sich und erschwert eine wirkungsvolle Abschirmung.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum elektrischen Anschluss von Schaltungsträgern, beispielsweise in Motor-Steuerungsgeräten, an die Peripherie zum Gegenstand. Die elektrische Verbindung geschieht mittels wenigstens einer elektrisch leitenden Kontaktvorrichtung, im Folgenden Kontaktpin genannt, die in einer Fassung sitzt. Kern der Erfindung ist die Nutzung der Laser-Direkt-Strukturierung zur Ausbildung von Leiterbahnen auf oder innerhalb des Steckers, um die Signalführung zwischen dem wenigstens einen Kontaktpin und dem Schaltungsträger zu realisieren.
  • Die Laser-Direkt-Strukturierung ist ein beispielsweise aus der EP 1 383 360 bekanntes Verfahren das auf der Oberfläche eines aus Thermoplasten bestehenden Formteils mit einem Laser ein Schaltungsbild einprägt. Der Laser verdampft dabei die oberste Polymerschicht und aktiviert die in den Thermoplasten enthaltenen metallorganischen Komplexverbindungen. Die somit eingeprägten Strukturen werden schließlich in einem Metallisierungsbad mit einer Kupferschicht überzogen.
  • Statt der in DE 296 19 867 U1 verwendeten Durchstecktechnik ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Oberflächenmontage mittels einer Metallisierung wenigstens einer Kontaktfläche auf dem Körper der Fassung, über die im Reflow-Verfahren die Verlötung mit den Anschlussstellen auf dem Schaltungsträger erfolgt.
  • Statt den herkömmlichen Metallpins zur Signalführung zwischen Kabelbaum und Schaltungsträger werden in der Fassung Metallpins nur noch zur elektrischen Kontaktierung innerhalb der Fassung verwendet, die Weiterleitung des wenigstens einen Signals geschieht über wenigstens eine durch die Laser-Direkt-Strukturierung gebildete Leiterbahn.
  • Durch die Laser-Direkt-Strukturierung können während der Verarbeitung des Steckers oder bereits im Herstellungsprozess des Steckers passive Bauelemente auf der Steckerfassung integriert werden, beispielsweise zur elektromagnetischen Abschirmung. Hierzu kommen als Bauelemente häufig Kondensatoren, Widerstände und Spulen zum Einsatz, die bei geeigneter Verschaltung und je nach der elektrotechnischen Eigenschaft des zu übertragenden Signals einen Filterschaltkreis implementieren, der störende Signalkomponenten dampft oder unterdrückt. Enthält das Signal beispielsweise Frequenzanteile über einer Grenze, die je nach Anwendungsfall variieren kann und in der Regel oberhalb von 100 Mhz liegt, so können diese Signalanteile zu einer unerwünschten elektromagnetischen Störabstrahlung über die als Antenne wirkende Leiterbahn führen. In einem solchen Anwendungsfall wird durch eine Tiefpass-Filterung der hochfrequente Anteil aus dem Spektrum des zu übertragenden Signals herausgefiltert.
  • Wie aus der EP 1 480 294 B1 bekannt ist, wird im Stand der Technik bei Steckern zur elektromagnetischen Abschirmung wenigstens einer signalführenden Verbindungsleitung von einem Kontaktpin zu einer Kontaktfläche häufig eine Ummantelung der Verbindungsleitung aus Metall verwendet, die idealerweise über den gesamten Bereich verläuft, in dem sich die Leitungsführung erstreckt. In der DE 296 19 867 U1 entspricht dieser Bereich dem gesamten Raum über der Kontaktierzone, der vom Rand der Fassung und der Kontaktierzone begrenzt wird und diesen wie ein hohler Quader umschließt. Durch den Einsatz der Laser-Direkt-Strukturierung ist eine solche Maßnahme zur elektromagnetischen Abschirmung überflüssig, so dass der im Stand der Technik für die Abschirmung benötigte Raum frei wird und in vorteilhafter und kostensenkenden Weise für alternative Zwecke benutzt werden kann.
  • Die Nutzung der Laser-Direkt-Strukturierung verringert weiterhin in vorteilhafter Weise den Raum- und Flächenbedarf durch den Entfall der Durchsteckmontage. Dies führt zu einem Flächenzugewinn auf der Unterseite des Schaltungsträgers, der beispielsweise als zusätzliche Bestückungsfläche genutzt werden kann. Weiterhin ergibt sich ein Zugewinn an Verdrahtungskapazitäten in den Innenlagen des Schaltungsträgers, da keine die Innenlagen-Verdrahtung einschränkenden Bohrungen für die Durchstecktechnik erforderlich sind.
  • Eine weitere Kostensenkung ergibt sich aufgrund des geringeren Kupferanteils im Bereich der wenigstens einen Kontaktfläche und den Entfall des selektiven Lötens zugunsten der Reflow-Löttechnik. Bei dieser Technik wird zuerst ein Weichlot in Form einer klebrigen Lotpaste auf den zu verlötenden Stellen aufgetragen, beispielsweise mittels Schablonendruck. Beim Bestücken der Bauteile bleiben diese auf den Kontaktflächen kleben, so dass die Bauteile nicht in einem getrennten Schritt auf dem Schaltungsträger fixiert werden müssen. Schließlich wird das Lot aufgeschmolzen, wobei dieser Schritt bei mehreren oder allen Bauteilen gleichzeitig erfolgen kann. Im Gegensatz dazu erfor dert das selektive Löten in vielen Anwendungsfällen eine für jede Kontaktfläche getrennte, Zeit und Kosten in Anspruch nehmende Vorgehensweise.
  • Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die verbesserte Temperaturwechselfestigkeit. Da die im Stand der Technik verwendete Vielzahl von verschiedenen Materialien bei Steckern verschiedene Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten aufweisen, kommt es im Stand der Technik bei Änderungen der Umgebungstemperatur oder bei Temperaturverläufen über die Materialien hinweg häufig zu thermischen Verspannungen und infolge dessen zu Defekten und Störungen. Im Gegensatz dazu kommen in der vorliegenden Erfindung weniger und thermisch homogenere Stoffe zum Einsatz, so dass weniger Verspannungen und eine bessere Temperaturwechselfestigkeit gegeben sind.
  • Zunächst wird der Grundkörper der Steckerleiste, eine Fassung und eine Schaltungsträger-Kontaktierungszone umfassend, hergestellt, was bevorzugt im Wege des Kunststoffspritzgussverfahrens erfolgt. Anschließend erfolgt eine Laser-Direkt-Strukturierung, im nächsten Herstellungsschritt die Herstellung einer Verbindungsstruktur auf dem zuvor spritzgegossenen Steckerleisten-Grundkörper. Die Laser-Direkt-Strukturierung prägt die Verbindungsstruktur in das Material der Steckerleiste ein, die anschließend metallisiert wird. Das Metallisieren kann über eine Beschichtung mit einer dünnen Kupferschicht oder einem anderen leitfähigen Metall oder Metalllegierung erfolgen. Danach schließlich erfolgt das als Stichen bezeichnete Einpressen des wenigstens einen Kontaktpins in das Grundmaterial der bevorzugt spritzgegossenen Steckerleiste, welche die Fassung und die Schaltungsträger-Kontaktierungszone umfasst.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 Eine Messerleiste gemäß des Standes der Technik in Seitenansicht,
  • 2 einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung in 4 in Seitenansicht,
  • 3 eine Variante der Erfindung in Form eines abgeflachte Metallpins umfassenden Steckers und
  • 4 die erfindungsgemäße Vorrichtung als Teil eines Motor-Steuerungsgerätes.
  • In der 1 ist ein Stecker 1 nach dem Stand der Technik gezeigt, umfassend eine Fassung 4, Kontaktstifte 5, eine in herkömmlicher Weise hergestellten Leiterbahnstruktur 2 zur elektrischen Verbindung der Kontaktstifte 5 mit für die Durchsteckmontage vorgesehenen Lötstiften 6, die zur Verlötung mit einem Schaltungsträger 3 durch Bohrlöcher im Schaltungsträger 3 gesteckt werden können.
  • Ausführungsformen
  • In der 2 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Steckers gezeigt. Eine Fassung 100 enthält in einen Steckerboden 113 verankerte Kontaktpins 101. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet die Fassung 100 dabei ganz oder teilweise einen im Spritzgießverfahren hergestellten Kunststoff, wobei hierfür eine Vielzahl an etablierten Techniken zur Verfügung steht, beispielsweise Thermoplast-Spritzgießen oder Mehrkomponenten-Spritzgießen. Die Verankerung der Kontaktpins 101 im Steckerboden 113 geschieht typischerweise durch kraftschlüssiges Einpressen (Stichen) in den Kunststoff, wobei jedoch auch andere Techniken möglich sind. So können die Kontaktpins 101 beispielsweise in den Steckerboden 113 durch Einschmelzen oder Einschrumpfen kraftschlüssig, formschlüssig oder auch stoffschlüssig verankert werden.
  • Die Kontaktpins 101 können in beliebiger Zahl und Anordnung im Steckerboden 113 angeordnet werden, beispielsweise sind vierreihige Anordnungen von Kontaktpins 101, wie in 2 dargestellt, möglich, die in der Regel einen identischen Abstand h zueinander aufweisen. Typischerweise werden die Kontaktpins 101 kontaktseitig bündig angeordnet, so dass die in einen Hohlraum 110 in der Fassung 100 reichenden Kontaktpins 101 eine identische Länge 1 aufweisen. Eine Öffnung 111 im Stecker 106 ermöglicht ein Endringen von Kontaktpins (nicht dargestellt) eines Gegensteckers 109, so dass eine kraftschlüssige elektrische Verbindung zwischen den Kontaktpins 101 des Steckers 106 und des Gegensteckers 109 hergestellt wird. Ein Haltebolzen 112 sorgt für eine passgenaue Aufsteckung des Gegensteckers 109 auf das Gehäuse 100 des Steckers 106, sowie mechanische Stabilität. Wenngleich die Kontaktpins 101 in der Darstellung gemäß 2 allesamt eine identische Länge 1 aufweisen, können die Kontaktpins 101 auch unterschiedliche Längen 1 aufweisen.
  • Weitere Ausführungsformen sind bezüglich der Form des Gegensteckers 109 und des Haltebolzens 112 möglich. So kann der Gegenstecker 109 statt für eine Aufsteckung beispielsweise auch dafür ausgelegt sein, in den Hohlraum 110 des Steckers 106 formschlüssig und den Hohlraum 110 vollständig ausfüllend eingesteckt zu werden. Abhängig von der Ausführungsform des Gegensteckers 109 variiert auch die Form des Haltebolzens 112.
  • Sowohl die Kontaktpins 101 des Steckers 106 als auch die Kontaktpins des Gegensteckers 109 können auf verschiedene Weise bezüglich Form, Größe, Material und Oberflächenbeschaffenheit ausgeführt sein, ohne vom Kern der Erfindung abweichen. Neben massiven Metallausführungen sind beispielsweise Kunststoffe mit Metallüberzug möglichen, ebenso Kontaktpins 101, die keine elektrische Verbindung herstellen, sondern nur einer reibungsbehafteten mechanischen Kontaktierung zwecks Stabilität dienen. In solchen Fällen können die Kontaktpins 101 und die Kontaktpins des Gegensteckers 109 auch aus elektrisch nicht leitenden Stoffen oder Stoffzusammensetzungen gefertigt werden.
  • Weiterhin kann die Form der Kontaktpins 101 des Steckers und der Kontaktpins des Gegensteckers 109 eine Vielzahl von Varianten aufweisen. Neben runden, spitz zulaufenden Kontaktstiften oder Kontaktnadeln können beispielsweise auch abgeflachte Kontaktzungen eingesetzt werden.
  • Wie in 2 dargestellt ist, weist der Steckerboden 113 ein im Wesentlichen L-förmiges Aussehen auf. In den bevorzugt im Wege des Spritzgussverfahrens gefertigten Steckerboden 113 des Steckers 106 gemäß der Darstellung in 2 sind die Kontaktpins 101 eingepresst und stehen in einer identischen Länge 1 über den in einen Hohlraum 110 des Steckers 106 begrenzenden Boden hervor. Wie der Darstellung gemäß 2 weiterhin zu entnehmen ist, sind die in 2 dargestellten vier Kontaktpins 101 in einem identischen Abstand h zueinander beabstandet. Auf der vom Hohlraum 110 abgewandten Seite des Steckerbodens 113 verläuft die Leiterbahnstruktur 103. Die Leiterbahnstruktur 103 wird am Steckerboden 113 auf der vom Hohlraum 110 abgewandeten Seite bevorzugt durch Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) erzeugt. Dadurch können heute eingesetzte Steckerpins eingespart werden. Wie aus der Darstellung gemäß 2 hervorgeht, ist die im Wege der Laser-Direkt-Strukturierung aufgebrachte Leiterbahnstruk tur 103, die entweder im Wege des Einprägens oder des Aufbringens auf dem Steckerboden 113 erzeugt) wird, mittels Kontaktflächen 102 (Lötpads) mit dem Schaltungsträger 104 kontaktiert. Zusätzlich können während der Metallisierung der Leiterbahnstruktur 103 Bauelemente 108, z. B. passive Bauelemente für Abschirmungszwecke integriert werden. Die Kontaktflächen 102 zwischen der im Bereich der Kontaktierungszone 107 um den Steckerboden 113 herumgeführten Leiterbahnstruktur 103, d. h. die Lot-Pads 102, werden wie SMD-Bau-Elemente (surface mounted devices) zum Beispiel im Reflow-Verfahren verlötet.
  • Dadurch kann in vorteilhafter Weise der Kupferanteil in der Kontaktierungszone, d. h. im Bereich der Kontaktflächen 102 zwischen dem Schaltungsträger 104 und der Leiterbahnstruktur 103 reduziert werden. Des Weiteren kann ein ansonsten vorgesehener Prozessschritt selektives Löten entfallen. Da die Durchsteck-Montage entfällt, können dem Schaltungsträger 104 ein Zugewinn von Bestückungsfläche z. B. an der Unterseite erreicht werden, sowie ein Zugewinn an Verdrahtungsfläche. Des Weiteren können passive Bauelemente 108 – wie in 2 dargestellt –, die ansonsten auf dem Schaltungsträger 104 angeordnet werden, nunmehr auf der Leiterbahnstruktur 103 am Steckerboden 113 bzw. an der Innenseite des Steckerbodens 113 auf der vom Hohlraum 110 abgewandten Seite untergebracht werden, was zu einer Minimierung des Flächenbedarfes für Passivbauelemente 108 am Schaltungsträger 104 führt.
  • Die in 2 dargestellte Anordnung wird folgendermaßen gefertigt: Zunächst wird ein Grundkörper des Steckers 106 umfassend Fassung 100 und Steckerboden 113 bevorzugt im Wege des Spritzgießverfahrens spritzgegossen. An diesem Grundkörper, die Fassung 100 und den L-förmig konfigurierten Steckerboden 113 umfassend, wird die Kontaktierungszone 107 ausgebildet. Im Wege der Laser-Direkt-Strukturierung wird im nächsten Herstellungsschritt die Leiterbahnstruktur 103 an der Innenseite des L-förmig ausgeführten Steckerbodens 113 erzeugt. Diese kann entweder an der Innenseite des Steckerbodens 113 aufgeprägt oder auf andere Weise auf diesen aufgebracht werden. Nach der Laser-Direkt-Strukturierung erfolgt ein Metallisieren der zuvor aufgebrachten, sei es eingeprägten oder auf anderem Wege erzeugten Leiterbahnstruktur 103. Das Metallisieren kann z. B. durch Beschichtung mit einem metallischen Film aus Kupfer oder einer anderen leitfähigen Beschichtung realisiert werden. Daran schließt sich ein als „Stichen" bezeichnetes Einpressen des wenigstens einen Kontaktpins 101 in den Grundkörper, d. h. in den Steckerboden 113, an. Wie in 2 dargestellt, sind die dort dargestellten Kontaktpins 101 allesamt derart in den Steckerboden 113 eingesteckt, dass die Kontaktpins 101 um die identische Länge 1 in den Hohlraum 110 der Fassung 100 hineinragen.
  • Während bei der in 1 dargestellten Ausführungsform eine Kontaktierung der Kontaktpins 5 über die Lötstifte 6 mit dem Schaltungsträger 3 erfolgt, verläuft bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung die Kontaktierung der Kontaktpins 101 über die Leiterbahnstruktur auf der Innenseite des L-förmig ausgeführten Steckerbodens. Kontaktpins 6, wie sie bei der Lösung gemäß 1 aus dem Stande der Technik erforderlich sind, können bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausführungsform des Steckers 106 gemäß 2 entfallen.
  • Im Gegensatz zum Stand der Technik gemäß 1 wird eine Leiterbahnstruktur 103 zu einem Schaltungsträger 104 über Kontaktflächen 102 mithilfe von Laser-Direkt-Strukturierung hergestellt. Der Stecker 106 verfügt idealerweise über eine Kontaktierzone 107, die eine Verteilung der Kontaktflächen 102 auf dem Schaltungsträger 104 ermöglicht, wobei die Kontaktflächen 102 typischerweise als Lot-Bumps ausgeführt sind. In einer Variante der Erfindung kommen Bauelemente 108, zum Beispiel Kondensatoren, Widerstände und Spulen, zum Einsatz, die vorzugsweise zur elektromagnetischen Abschirmung des Steckers 106 dienen und als passive Bauelemente ausgeführt sind.
  • Das Gehäuse 300 umschließt den Schaltungsträger 104 und Teile des Steckers 106, wobei Form, Größe, Material und Zusammensetzung des Gehäuses 300 je nach Anwendungsfall variieren können. Typischerweise ist das Gehäuse 300 aus Metall, bildet einen quaderförmigen, hohlen Kasten, der an seinen Rändern den Schaltungsträger 104, die Kontaktierzone 107, Teile des Steckerbodens 113 und der Fassung 100 formschlüssig umgibt. Anwendung findet eine solche Zusammensetzung beispielsweise in Kraftfahrzeugen als Steuerungsgerät.
  • In 3 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Steckers 106 abgebildet. Die Fassung 100 umgibt den Holraum 110, in dem sich als abgeflachte Metallzungen ausgeführte Kontaktpins 101 befinden, in diesem Fall in zweireihiger Anordnung mit horizontalem Abstand d von Kontaktpin 101 zu Kontaktpin 101. Der Haltebolzen 112 ist auf der Oberseite und der Unterseite der Fassung 100 ausgeführt, kann jedoch auch seitlich am linken oder rechten Rand der Fassung 100 angebracht sein. Die auf dem Schaltungsträger 104 zu montierende Kontaktzone 107 ist vorzugsweise auf der Unterseite mit den in 2 abgebildeten Kontaktflächen 102 versehen.
  • Gemäß 4 ist ein Motor-Steuerungsgerät 310 dargestellt, für das der erfindungsgemäße Stecker einen wichtigen Bestandteil bildet. Die Kontaktpins 101 sind in dieser Va riante abgeflacht, können jedoch in jeder im Zusammenhang mit 2 erläuterten Form und Anordnung geartet sein, ohne vom Kern und Wesen der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die Schnittlinie II kennzeichnet einen Ausschnitt, der in 2 als Seitenansicht zu sehen ist, die Anzahl von Reihen von Kontaktpins 101 kann ebenfalls variieren, ohne vom Kern und Wesen der Erfindung abzuweichen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 3310477 A1 [0001]
    • - DE 29619867 U1 [0002, 0008, 0011]
    • - EP 1480294 [0003]
    • - EP 1383360 [0007]
    • - EP 1480294 B1 [0011]

Claims (10)

  1. Vorrichtung, insbesondere Stecker (106), Steckerleiste oder Steckermodul mit mindestens einem Stecker zur Aufnahme einer Gegenstecker-Vorrichtung, die eine elektrische Verbindung zu einer mindestens eine Leitung führenden Schicht (104), insbesondere zu einem Schaltungsträger, herstellt, die elektrische Verbindung über mindestens einen Kontaktpin (101) in einer Fassung (100) des Steckers (106) hergestellt wird, indem der mindestens eine Kontaktpin (101) in der Fassung (100) mindestens ein Kontaktpin im Gegenstecker (109) elektrisch leitend kontaktiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Weiterleitung des über den wenigstens einen Kontaktpin (101) übertragenen elektrischen Signals mithilfe einer Leiterbahnstruktur (103) erfolgt, die mit der Technik der Laser-Direkt-Strukturierung in die Fassung (100) eingeprägt ist oder auf diese aufgebracht ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (106) zumindest teilweise aus einem im Wege der Spritzgusstechnik hergestellten Kunststoff gefertigt ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verbindung des wenigstens einen elektrischen Signals zur mindestens eine Leitung führenden Schicht (104) über mindestens eine Kontaktfläche (102) auf der Oberfläche der mindestens eine Leitung führenden Schicht (104) erfolgt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Fassung (100) elektronische Bauelemente platziert werden.
  5. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den elektronischen Bauelementen (108) um Mittel zur elektromagnetischen Abschirmung handelt.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der mindestens eine Leitung führenden Schicht (104) um ein Teil eines Steuergerätes (310) handelt.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Gegenstecker (109) um einen Kabelbaumstecker handelt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem wenigstens einen Kontaktpin (101) um eine abgeflachte Metallzunge oder einen Metallstift mit rundem, rechteckigem oder ovalem Querschnitt handelt.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die leitungsführende Schicht (104) als Leiterplatte (Printed Circuit Board) ausgeführt ist.
  10. Gerät zur Fahrzeugsteuerung (310), dadurch gekennzeichnet, dass zur elektrischen Kontaktierung mit der Peripherie ein Stecker (106) gemäß einem oder mehrerer der vorangehenden Ansprüche verwendet wird.
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