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DE102007032810B3 - Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls, Master-Modul sowie modular aufgebautes Installationsgerät - Google Patents

Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls, Master-Modul sowie modular aufgebautes Installationsgerät Download PDF

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DE102007032810B3
DE102007032810B3 DE102007032810A DE102007032810A DE102007032810B3 DE 102007032810 B3 DE102007032810 B3 DE 102007032810B3 DE 102007032810 A DE102007032810 A DE 102007032810A DE 102007032810 A DE102007032810 A DE 102007032810A DE 102007032810 B3 DE102007032810 B3 DE 102007032810B3
Authority
DE
Germany
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slave module
module
slave
control element
channel
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE102007032810A
Other languages
English (en)
Inventor
Norbert Fichtner
Franz Schott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schweiz AG
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, wobei dem Bussystem zumindest ein Slave-Modul und zumindest ein Master-Modul zugeordnet sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Master-Modul zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls sowie ein modular aufgebautes Installationsgerät in Reiheneinbauform, mit einem Slave-Modul und einem Master-Modul.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, wobei dem Bussystem zumindest ein Slave-Modul und zumindest ein Master-Modul zugeordnet sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Master-Modul zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls sowie ein modular aufgebautes Installationsgerät in Reiheneinbauform, mit einem Slave-Modul und einem Master-Modul.
  • Bei kommunikativen Installationsgeräten in Reiheneinbauform, die modular aufgebaut sind, gibt es einen Master, das Master-Modul, und ergänzbare, z. B. ansteckbare, Slave-Module. Für die Kommunikation zwischen dem Master-Modul und dem Slave-Modul muss das Master-Modul das Slave-Modul adressieren. Diese Kommunikation kann dabei über ein Bussystem oder in einfachster Form über einzelne Leitungen erfolgen.
  • Höhere Anforderungen an Flexibilität und Komfort der Elektroinstallation, verbunden mit dem Wunsch nach Minimierung des Energiebedarfes, haben zur Entwicklung der Gebäudesystemtechnik geführt. Dem darin verwendeten Bussystem liegt ein gemeinsames europäisches Konzept zugrunde, der European Installation Bus (KNX EIB). Informationen zum Europäischen Installations-Bus enthält z. B. der Prospekt "Europäischer Installations-Bus: Technische Informationen", European Installations Bus Association (EIBA), Brüssel, 259900/66006 Wü 7/99 2.5.
  • Durch ein derartiges Bussystem lassen sich alle betriebstechnischen Funktionen und Abläufe über eine gemeinsame Leitung steuern, überwachen und melden. Dadurch kann die Energiezuleitung ohne Umwege direkt zu den Verbrauchern, d. h. insbesondere den Slave-Modulen, geführt werden. Ein weiterer Vorteil eines derartigen Bussystems ist, dass sich die Elektroinstallation in einem Gebäude wesentlich einfacher realisieren, später problemlos erweitern und modifizieren lässt.
  • Bei einer Nutzungsänderung oder Änderung der Raumaufteilungen kann eine schnelle und problemlose Anpassung des Bussystems durch einfache Neuzuordnung, d. h. Umparametrierung, der Busteilnehmer erfolgen, ohne dass Leitungen neu verlegt werden müssen. Diese Neuzuordnung wird z. B. mit Hilfe eines am Bussystem angeschlossenen Computers und der darauf installierten Projektierungs- und Inbetriebnahme-Software ETS (Engineering Tool Software) durchgeführt, die bereits für die Erstinbetriebnahme benötigt wird.
  • Über einen gemeinsamen Übertragungsweg, den Bus, können alle angeschlossenen Busteilnehmer Informationen austauschen. Die Datenübertragung erfolgt entsprechend des Busprotokolls se riell und nach exakt festgelegten Regeln. Dabei wird die zu übertragende Information in ein Telegramm verpackt und über den Bus von einem Sensor (Befehlsgeber) zu einem oder mehreren Aktoren (Befehlsempfänger) transportiert. Die Sensoren und Aktoren stellen die Slave-Module dar.
  • Jedes Slave-Modul kann eindeutig adressiert werden. Dafür hat jedes Slave-Modul eine eindeutige physikalische Adresse. Diese physikalische Adresse hat das Slave-Modul bei der Herstellung erhalten oder generiert sie sich beim ersten Einschalten automatisch. Über eine Enumerationsfunktion können alle Slave-Module gefunden werden. Sie sind dafür für das Master-Modul eindeutig ansprechbar.
  • Es ist bekannt Slave-Modulen durch manuelle Einstellung, z. B. durch DIL- bzw. DIP-Schalter, eine Position bzw. eine Positionsnummer zuzuordnen. DIP-Schalter, sind kleine Schalter, die beispielsweise auf einer Hauptplatine oder anderen Leiterplatten verwendet werden, um bestimmte Grundeinstellungen vorzunehmen. Die Abkürzung DIP steht für Dual-In-line-Package, also eine Bauform mit zwei parallel angeordneten Anschlussreihen.
  • Die physikalische Position (Adresse) bzw. Positionsnummer ist eine logische Nummer, die einen Teilnehmer, d. h. ein Slave-Modul, innerhalb eines dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystems mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls eindeutig kennzeichnet.
  • Für eine einfache Konfiguration der Slave-Module muss die Position bzw. die Positionsnummer der Slave-Module bekannt sein. Bei bekannter Position bzw. bekannter Positionsnummer kann eine Zuordnung zu einem Slave-Modul bzw. einem Kanal eines Slave-Moduls erfolgen.
  • Aus der US 6,901,439 B1 ist ein Verfahren zum Hinzufügen einer Einrichtung zu einem Netzwerk bekannt. Dort ist offenbart, dass vorhandene Tasten und LED's der Einrichtung für den Installations- bzw. Einbindungsprozess genutzt werden können. So ist beispielsweise bekannt, dass eine Taste gedrückt und gedrückt gehalten wird, bis der Anmeldestatus der Einrichtung visuell, beispielsweise durch ein LED, angezeigt wird. Ferner ist offenbart, dass ein sogenannter „pull switch" für eine längere Zeit gedrückt wird, um die Einrichtung an das Netzwerk anzubinden.
  • Aus der US 5,980,078 A ist ein Prozesssteuerungssystem offenbart, bei dem Geräte des Systems abgetastet und konfiguriert werden. So tastet das Steuerung- bzw. Kontrollsystem Geräte ab, die an das System angeschlossen sind, aber nicht konfiguriert sind. Das zu konfigurierende Gerät wird zunächst in einem sogenannten „standby"-Betrieb gehalten und Informationen werden von dem zu konfigurierenden Gerät zu dem Steuerung- bzw. Kontrollsystem übertragen, bevor es durch das Steuerung- bzw. Kontrollsystem automatisch konfiguriert wird.
  • Aus der WO 2008/011593 A2 ist ein System und ein Verfahren zum Adressieren von einsetzbaren Modulen bekannt. Die Zuordnung von einzelnen Adressen zu Slave-Modulen durch Master-Module ist dort offenbart. Durch die Zuordnung der Adressen kann diese von dem Master-Modul genutzt werden, um mit den Slave-Modulen zu kommunizieren.
  • Aus dem angeführten Stand der Technik geht jedoch nicht hervor, wie ein Master-Modul einem Slave-Modul bzw. einem Kanal eines Slave-Moduls einfach und schnell eine physikalische Position innerhalb des Bussystems zuordnen kann.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Verfahren und ein Master-Modul zur einfachen und schnellen Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur einfachen und schnellen Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem zu schaffen, so dass durch eine Software eine eindeutige Zuordnung zu dem Slave-Modul bzw. einem Kanal des Slave-Modul ermöglicht wird. Ferner soll ein modular aufgebautes Installationsgerät geschaffen werden, welches einfach und schnell an ein dezentrales, ereignisgesteuertes Bussystem angebunden werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1, durch ein Master-Modul mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 8 sowie durch ein modular aufgebautes Installationsgerät mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 11 gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen. Merkmale und Details die im Zusammenhang mit dem Verfahren beschrieben sind gelten dabei selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Master-Modul und dem modular aufgebauten Installationsgerät, und jeweils umgekehrt.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, wo bei dem Bussystem zumindest ein Slave-Modul und zumindest ein Master-Modul zugeordnet sind, gelöst, wobei an dem Master-Modul folgende Schritte nacheinander ausgeführt werden:
    • a) Auswählen eines Inbetriebnahmemodus durch Betätigung wenigstens eines ersten Bedienelementes des Master-Moduls;
    • b) Anwählen des zumindest einen Slave-Moduls durch einfache oder mehrfache Betätigung eines zweiten Bedienelementes des Master-Moduls;
    • c) Automatische Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul durch Betätigung des ersten Bedienelementes oder eines dritten Bedienelementes, wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist.
  • Durch ein derartiges Verfahren kann einfach und schnell eine Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem geschaffen werden, so dass durch eine Software eine Zuordnung zu dem Slave-Modul ermöglicht wird. Ferner soll ein modular aufgebautes Installationsgerät geschaffen werden, welches einfach und schnell an ein dezentrales, ereignisgesteuertes Bussystem angebunden werden kann.
  • Von einem Master-Modul können eine Vielzahl verschiedener Slave-Module angesteuert werden und diesen ein Position bzw. eine Positionsnummer innerhalb des Bussystems, an dem sie angeschlossen sind, zugeordnet werden. Ein derartiges Verfahren ermöglicht eine dezentrale Zuordnung der Position eines Slawe-Moduls innerhalb eines Bussystems, da das Master-Modul ebenfalls an dem Bussystem angeschlossen ist.
  • Ein Slave-Modul kann ein Sensor-Modul, d. h. ein Befehlsgeber, oder ein Aktor-Modul, d. h. ein Befehlsempfänger, sein. Sensor-Module können beispielsweise Elemente zur Umwandlung physikalischer Größen in elektrische Werte sein. Dies können Tast-, Temperatur- oder Helligkeitssensoren sein. Als Teilnehmer des Bussystems verarbeiten sie physikalische Kenngrößen und senden gegebenenfalls ein Telegramm auf der Busleitung des Bussystems. Aktoren sind Teilnehmer des Bussystems, die Informationen empfangen, verarbeiten und Funktionen ausführen.
  • Die Aktoren empfangen über die Busleitung Schaltbefehle, die beispielsweise bei Betätigung von Tastsensoren und von Schaltern auf Tasterschnittstellen ausgelöst oder von Wind und Helligkeitssensoren abgesetzt werden. Nach dem Empfang decodieren die Schaltaktoren diese Befehle und führen dann die gewünschte Funktion aus. Beispielswiese schalten sie eine Leuchte oder Leuchtengruppe ein oder aus.
  • Die Aktoren verfügen alle über einen integrierten Busankoppler, benötigen jeweils nur eine einzige Applikation und werden einfach über eine Busklemme angeschlossen. Daneben lassen sich per Software zahlreiche Eigenschaften einstellen: So können die Ausgänge der Schaltaktoren als Schließer oder Öffner definiert und je nach Bedarf mit einigen Funktionen frei belegt werden. Außerdem kann ihnen jeweils eine Zeitfunktion zugewiesen werden. Auch das Verhalten der Ausgänge für Busspannungsausfall und -wiederkehr lässt sich softwaremäßig bestimmen.
  • Aktoren können beispielsweise Leuchten, Jalousien, Klimaanlagen, Lüftungen, Heizungen oder Motoren sein. Sensoren sind beispielsweise Thermostate, Infrarotbefehlsgeber, Windmesser oder Helligkeitssensoren.
  • Das Bussystem ist bevorzugt das Europäische Installations-Bussystem (EIB). Andere Bussysteme sind selbstverständlich ebenfalls einsetzbar.
  • Bei dem Verfahren wird zunächst ein Inbetriebnahmemodus durch Betätigung wenigstens eines ersten Bedienelementes des Master-Moduls ausgewählt. Das Bedienelement kann im einfachsten Fall ein Tastelement sein. Nach Auswählen des Inbetriebnahmemodus werden alle an das Bussystem angekoppelten Slave-Module aufgelistet. Ein Slave-Modul wird dann durch einfache oder mehrfache Betätigung eines zweiten Bedienelementes des Master-Moduls angewählt. D. h., es werden nacheinander alle noch nicht angewählten Slave-Module angezeigt. Dies kann beispielsweise auf einer Anzeigeeinrichtung des Master-Moduls oder an den Slave-Modulen selbst erfolgen. Die Slave-Module können beispielsweise kleine Lampen aufweisen, die leuchten, wenn das jeweilige Slave-Modul angewählt wird. Ist das gewünscht Slave-Modul angewählt, erfolgt in einem nächsten Schritt eine automatischen Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul durch Betätigung des ersten Bedienelementes oder eines dritten Bedienelementes, wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist. D. h., nach dem Selektieren eines Slave-Moduls wird die physikalische Position des Slave-Moduls in dem Bussystem durch Betätigung des ersten Bedienelementes oder eines dritten Bedienelementes festgelegt. Die Positionsfolge ist bevorzugt eine Zahlenfolge, die in der Regel mit 1 beginnt. Ist in dem Bussystem noch gar keinem Slave-Modul eine Position zugeteilt worden, erhält das angewählte Slave-Modul die erste Position aus der Positionsfolge. Beispielsweise erhält das erste angewählte Slave-Modul die Positionsnummer 1. Nach der automatischen Zuordnung der Position bzw. der Positionsnummer zu dem ersten angewählten Slave-Modul kann durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes des Master-Moduls ein nächstes Slave-Modul angewählt werden, falls ein weiteres Slave-Modul vorhanden ist. Nach der Anwahl eines nächsten Slave-Moduls kann wiederum durch die Betäti gung des ersten Bedienelementes oder des dritten Bedienelementes die Position dieses Slave-Moduls festgelegt werden, wobei dieses dann die nächste freie Positionsnummer aus der Positionsfolge, beispielsweise die Positionsnummer 2, erhält. So kann nach und nach allen an das Bussystem angekoppelten Slave-Modulen eine Position in dem Bussystem zugeordnet werden. Dabei wird dem nächsten angewählten Slave-Modul, welchem noch keine Position zugeordnet wurde, die in der Positionsfolge nächste, noch nicht vergebene Positionsnummer zugeordnet. Auf diese Art und Weise kann einfach und schnell jedem an das Bussystem angekoppelten Slave-Modul ein Position zugeordnet werden und zwar so, wie es der Nutzer wünscht. Die Reihenfolge der Slave-Module, d. h. die Position der Slave-Module, kann je nach den Wünschen des Installateurs individuell festgelegt werden.
  • Zur automatischen Zuordnung der physikalischen Position zu den Slave-Modulen kann beispielsweise das erste Bedienelement betätigt werden. Dabei erkennt das Master-Modul, dass, nachdem ein Slave-Modul angewählt worden ist, durch die Betätigung des ersten Bedienelementes eine Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul erfolgen soll. Das Master-Modul weiß bei der Betätigung des ersten Bedienelementes, nachdem zuvor das zweite Bedienelement betätigt wurde, dass eine physikalische Position zu dem Slave-Modul zugeordnet werden soll. Alternativ kann die automatische Zuordnung durch die Betätigung eines weiteren Bedienelementes, d. h. eines dritten Bedienelementes, erfolgen. Hierbei hat dann das dritte Bedienelement nur die Funktion des Zuordnens der Position zu dem jeweils angewählten Slave-Modul. Das erste Bedienelement dient dann nur dazu, dass der Inbetriebnahmemodus ausgewählt wird.
  • Zur Durchführung des Verfahrens sind minimal zwei Bedienelemente erforderlich. D. h., es ist ausreichend, wenn das Master-Modul ein erstes und ein zweites Bedienelement aufweist. Dabei übernimmt das erste Bedienelement die Funktion des Auswählens des Inbetriebnahmemodus sowie der automatischen Zuordnung der physikalischen Position des angewählten Slave-Moduls. Das zweite Bedienelement dient zum Anwählen eines Slave-Moduls.
  • Die Bedienelemente können einfache Tastenelemente, wie Drucktasten oder Tasten auf einem Touchscreen, sein. Dabei können durch die Betätigung des zweiten Bedienelementes die Slave-Module nur in einer Richtung nacheinander angewählt werden. Das eine zweite Bedienelement ermöglicht es nicht, dass die Slave-Modul in umgekehrter Reihenfolge angewählt werden können.
  • Derartige Slave-Module weisen einen Kanal auf, so dass dem Kanal die Positionsnummer des Slave-Moduls zugeordnet wird.
  • Bevorzugt ist des Weiteren ein Verfahren, bei dem das Auswählen des Inbetriebnahmemodus durch eine längere Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch eine Betätigung von zwei bis fünf Sekunden, erfolgt oder dass das zweite Bedienelement zwei Tastenelemente aufweist, wobei das Auswählen des Inbetriebnahmemodus durch gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente erfolgt. Dieses Verfahren nutzt das zweite Bedienelement für unterschiedliche Funktionen. Die erste Funktion ist das Auswählen des Inbetriebnahmemodus. Die zweite Funktion das Anwählen eines Slave-Moduls. Durch eine längere Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch eine Betätigung des zweiten Bedienelementes über zwei bis fünf Sekunden, wird der Inbetriebnahmemodus des Bussystems ausgewählt. Nachdem der Inbetriebnahmemodus ausgewählt worden ist, kann durch „normale" Betätigung des zweiten Bedienelementes eines der Slave-Module angewählt werden. Hierfür wird das zweite Bedienelement einfach oder mehrfach betätigt, bis das gewünscht Slave-Modul angewählt ist. Nach der Anwahl eines der Slave-Moduls wird diesem automatisch eine physikalische Position in dem Bussystem zugeordnet, wenn das erste oder alternativ ein drittes Bedienelement betätigt wird.
  • Alternativ zu der längeren Betätigung des zweiten Bedienelementes kann das Auswählen des Inbetriebnahmemodus auch durch die gleichzeitige Betätigung zweier Tastenelemente des zweiten Bedienelementes erfolgen. D. h., bei dieser Alternative weist das zweite Bedienelement zwei Tastenelemente auf, die gleichzeitig betätigt werden müssen, um die Funktion des Auswählens des Inbetriebnahmemodus zu realisieren.
  • Bei diesem Verfahren weisen die Slave-Module ebenfalls einen Kanal auf, so dass nach der Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul die Position des Kanals der Position des Slave-Moduls innerhalb des Bussystems entspricht.
  • Weiterhin bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem durch einfache oder mehrfache Betätigung des ersten Tastenelementes des zweiten Bedienelementes mehrere Slave-Module nacheinander angewählt werden bzw. durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Tastenelementes des zweiten Bedienelementes mehrere Slave-Module in umgekehrter Reihenfolge angewählt werden. Durch die zwei Tastenelemente des zweiten Bedienelementes ist es möglich, die an das Bussystem angekoppelten Slave-Module in zwei Richtungen anzuwählen. Normalerweise kann ein Slave-Modul erst dann wieder angewählt werden, wenn durch mehrfaches Betätigen des zweiten Bedienelementes das Slave-Modul wieder an der Reihe ist. D. h., sind beispielsweise dreizehn Slave-Module an das Bussystem angekoppelt, würden nacheinander alle dreizehn Slave-Module angewählt werden müs sen bis das gewünschte Slave-Modul wieder auftaucht, um diesem eine physikalische Position zuzuordnen. Durch das zweite Tastenelement können die Slave-Module in umgekehrter Reihenfolge selektiert werden. D. h., ist durch zu schnelles Betätigen des ersten Tastenelementes das gewünschte Slave-Modul übergangen worden, kann durch Betätigung des zweiten Tastenelementes das übergangene Slave-Modul schnell wieder angewählt werden, da durch Betätigung des zweiten Tastenelementes des zweiten Bedienelementes die Slave-Module in umgekehrter Reihenfolge angewählt werden kann. Es kann durch die Betätigung des zweiten Tastenelementes sozusagen ein Schritt rückwärts erfolgen.
  • Besonderes bevorzugt ist ferner ein Verfahren, bei dem das erste oder das dritte Bedienelement zwei Tastenelemente aufweisen, wobei durch eine gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente des ersten oder des dritten Bedienelementes ein Kanalauswahlmodus für das angewählte Slave-Modul ausgewählt wird, wobei nach der Auswahl des Kanalauswahlmodus durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente des zweiten Bedienelementes, der Kanal oder die Kanäle des angewählten Slave-Moduls angewählt wird/werden und wobei nach der Anwahl eines Kanals des angewählten Slave-Moduls durch Betätigung des ersten oder des dritten Bedienelementes, insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente des ersten oder des dritten Bedienelementes, die Zuordnung der physikalischen Position des angewählten Kanals bestimmt wird. Die zuvor erwähnten Bedienelemente können vorteilhafterweise auch zur Auswahl des Kanalauswahlmodus sowie zur Zuordnung der physikalischen Position des angewählten Kanals genutzt werden. Weist ein Slave-Modul mehrere Kanäle auf, so kann jedem Kanal eine physikalische Position zugeordnet werden. So kann ein Slave-Modul beispielsweise 2, 4, 8 oder auch mehr Kanäle aufweisen.
  • Das erste oder das dritte Bedienelement weisen jeweils zwei Tastenelemente auf. Durch eine gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente des ersten oder des dritten Bedienelementes wird ein Kanalauswahlmodus für das angewählte Slave-Modul ausgewählt. Je nachdem wie viele Kanäle ein Slave-Modul aufweist, können diese durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch eine einfache oder mehrfache Betätigung einer der beiden Tastenelemente des zweiten Bedienelementes, angewählt werden. Nach der Anwahl, d. h. der Selektion eines gewünschten Kanals, wird diesem durch erneute Betätigung des ersten oder des dritten Bedienelementes, insbesondere durch die Betätigung eines der beiden Tastenelemente des ersten oder des dritten Bedienelementes, eine physikalische Position zugewiesen. Auf diese Art und Weise kann nacheinander allen Kanälen eines Slave-Moduls eine physikalische Position, d. h. eine Positionsnummer, zugeordnet werden. Bevorzugt ist bei der Anwahl der Kanäle, dass Kanäle, denen bereits eine physikalische Position zugeordnet worden ist, nicht erneut angewählt werden können. Kanäle denen eine physikalische Position zugeordnet ist können gesondert angesteuert werden, so dass die physikalische Position nachträglich geändert werden kann.
  • Ein Verfahren, bei dem jedem Kanal eines Slave-Moduls eine Kontrolllampe, insbesondere eine LED, zugeordnet ist, und dass die Kontrolllampe eines Kanals aufleuchtet, wenn dieser Kanal durch die Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch Betätigung einer der beiden Tastenelemente des zweiten Bedienelementes, angewählt wird, ist besonders bevorzugt. Hierdurch kann der Installateur erkennen, welchem Kanal des angewählten Slave-Moduls die physikalische Position zugeordnet wird. Eine Kontrolllampe sitzt vorteilhafterweise direkt an jedem Kanal. Hierdurch lässt sich auch über eine größere Distanz erkennen, welcher Kanal angewählt wurde, um die physikalische Position zuzuordnen. Dabei kann das Master-Modul beispielsweise in einer Distanz von einem oder mehreren Meter(n) von dem jeweiligen Slave-Modul entfernt angeordnet sein. Besonders eignen sich LED-Lampen, da diese keine zusätzliche Wärme erzeugen.
  • Nach der automatischen Zuordnung der physikalischen Position zu einem Slave-Modul, wird dieses Slave-Modul nicht mehr zur erneuten Anwahl durch das zweite Bedienelement bereitgestellt. Gleiches gilt für einen Kanal eines Slave-Moduls. Nach der Zuordnung der physikalischen Position zu einem Kanal, wird dieser bei der weiteren Selektion übergangen.
  • Bevorzugt ist ferner ein Verfahren, bei dem die Zuordnung einer physikalischen Position eines Slave-Moduls nach der Anwahl des Slave-Moduls durch eine längere Betätigung des ersten oder des dritten Bedienelementes, insbesondere durch eine Betätigung von zwei bis fünf Sekunden, gelöscht wird. Auf diese Art und Weise kann ein physikalische Position bzw. eine Positionsnummer geändert werden. Soll beispielsweise ein Slave-Modul anstelle eines anderen Slave-Moduls eine bestimmte Positionsnummer innerhalb des Bussystems erhalten, so muss zunächst die bereits vergebene Positionsnummer wieder freigegeben werden. D. h., die physikalische Position eines Slave-Moduls kann nach der Anwahl dieses Slave-Moduls durch eine längere Betätigung des ersten oder des dritten Bedienelementes, insbesondere durch eine Betätigung von zwei bis fünf Sekunden, gelöscht werden. Danach kann diese physikalische Position bzw. die Positionsnummer erneut einem Slave-Modul zugeordnet werden. Die gelöscht Positionsnummer bildet dabei in der Positionsfolge, die die noch zu vergebenen Positionsnum mern enthält, die nächstmögliche freie Positionsnummer, so dass diese automatisch als erstes wieder vergeben wird.
  • Gemäß des zweiten Aspektes der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Master-Modul zur Zuordnung einer physikalischen Adresse zu zumindest einem Slave-Modul und zur Zuordnung der physikalische Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, gelöst, wobei das Master-Modul wenigstens zwei Bedienelemente zur Durchführung eines der zuvor geschilderten Verfahren aufweist. D. h., zur Durchführung eines der Verfahren sind wenigstens zwei Bedienelemente erforderlich. So ist es ausreichend, wenn das Master-Modul das zweite und das dritte Bedienelement aufweist. Durch abwechselnde Betätigung der Bedienelemente bzw. durch längere Betätigung eines der Bedienelemente können alle zuvor erwähnten Verfahrensschritte durchgeführt werden. So kann beispielsweise durch eine längere Betätigung des zweiten Bedienelementes, insbesondere durch eine Betätigung des zweiten Bedienelementes über 2 bis 5 Sekunden, der Inbetriebnahmemodus ausgewählt werden. Danach kann durch eine einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes des Master-Moduls ein Slave-Modul angewählt werden. Das sogenannte Selektieren erfolgt durch eine kurze Betätigung des zweiten Bedienelementes. Anschließend kann durch Betätigung des dritten Bedienelementes eine automatische Zuordnung einer physikalischen Position zu dem Slave-Modul erfolgen, wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist.
  • Weist das Master-Modul ein weiteres Bedienelement, d. h. das erste Bedienelement, auf, so kann beispielsweise das erste Bedienelement zur Auswahl des Inbetriebnahmemodus genutzt werden. Nach der Auswahl des Inbetriebnahmemodus können das zweite und dritte Bedienelement wie zuvor geschildert genutzt werden. D. h., durch eine einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes des Master-Moduls kann ein Slave-Modul angewählt werden. Anschließend kann durch Betätigung des dritten Bedienelementes eine automatische Zuordnung einer physikalischen Position zu dem Slave-Modul erfolgen, wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist. Die Positionsfolge weist bevorzugt eine alphanumerische Ziffer auf.
  • Bevorzugt ist ferner ein Master-Modul, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eines der Bedienelemente und/oder zwei der Bedienelemente und/oder alle drei Bedienelemente zwei Tastenelemente aufweist/aufweisen. Durch ein derartig ausgebildetes Master-Modul kann die Durchführung des zuvor geschilderten Verfahrens benutzerfreundlicher gestaltet werden.
  • So ist ein Master-Modul denkbar, welches zwei Bedienelemente aufweist, wobei beide Bedienelemente jeweils zwei Tastenelemente aufweisen. D. h., es ist ein Master-Modul denkbar mit einem zweiten Bedienelement mit zwei Tastenelementen und einem dritten Bedienelement mit zwei Tastenelementen. Zur Auswahl des Inbetriebnahmemodus werden beide Tastenelemente des zweiten Bedienelementes gleichzeitig betätigt. Danach wird durch einfaches und mehrmaliges Betätigen eines der zwei Tastenelemente des zweiten Bedienelementes ein Slave-Modul angewählt, wobei die Slave-Module in zwei unterschiedliche Richtungen aufgerufen werden können. Mittels der beiden Tastenelemente des zweiten Bedienelementes können die Slave-Module in beiden Richtungen angewählt werden. Fall das Slave-Modul nur einen Kanal besitzt, kann dem Kanal die gleiche physikalischen Position bzw. die gleiche Positionsnummer zu geordnet werden, wie dem Slave-Modul. Dies erfolgt durch Betätigung eines der beiden Tastenelemente des dritten Bedienelementes. Weist das Slave-Modul mehr als einen Kanal auf, können die Kanäle durch einfaches oder mehrmaligen Betätigen eines der beiden Tastenelemente des dritten Bedienelementes angewählt werden und nach der Anwahl durch Betätigung eines der Tastenelemente des zweiten Bedienelementes mit der physikalischen Position versehen werden.
  • Die Bedienelemente können in Form von Drucktasten oder Druckschaltern ausgebildet sein. Ferner können die Bedienelemente Tasten auf einem Touchscreen sein.
  • Gemäß des dritten Aspektes der Erfindung wird die Aufgabe durch ein modular aufgebautes Installationsgerät in Reiheneinbauform, mit einem Slave-Modul und einem Master-Modul, gelöst, wobei das Master-Modul wie zuvor beschrieben und zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens ausgebildet ist. Die Slave-Module können Sensoren, d. h. Befehlsgeber, oder Aktoren, d. h. Befehlsempfänger, sein. Die Aktoren können beispielweise Dimmer, Schalter, Regler von Leuchten, Jalousien, Alarmanlagen, Klimaanlagen, Lüftungen, Heizungen oder Motoren sein. Sensoren sind beispielsweise Thermostate, Infrarotbefehlsgeber, Windmesser oder Helligkeitssensoren. Reiheneinbauform bedeutet, dass derartige Geräte ausgelegt sind, um in einem Verteilerschrank, insbesondere an einer Halte- bzw. Hutschiene, befestigt zu werden. Die Slave-Module und das Master-Modul weisen an der Vorderseite die Bedienelemente auf. Auch ggf. vorhandenen Kontrolllampen sind bevorzugt an der Vorderseite des jeweiligen Moduls vorgesehen.
  • Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 ein Master-Modul mit drei Bedienelementen;
  • 2 ein Master-Modul mit zwei Bedienelementen;
  • 3 ein Master-Modul mit zwei Bedienelementen mit jeweils zwei Tastenelementen;
  • 4 ein Master-Modul mit zwei Bedienelementen mit jeweils zwei Tastenelementen eines Touch-Screens.
  • In der 1 ist ein Master-Modul 1 mit drei Bedienelementen 2, 3, 4 dargestellt. Durch eine Betätigung des ersten Bedienelementes 4 des Master-Moduls 1 wird der Inbetriebnahmemodus zur Inbetriebnahme der an dem nicht dargestellten Bussystem angekoppelten Slave-Module ausgewählt. Nach der Auswahl des Inbetriebnahmemodus werden die an das Bussystem angekoppelten Slave-Module durch einfache oder mehrfache Betätigung eines zweiten Bedienelementes 2 des Master-Moduls 1 angewählt bzw. selektiert. Nach der Anwahl eines Slave-Moduls erfolgt eine automatische Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul durch Betätigung des dritten Bedienelementes 3, wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist. Dies ist bevorzugt eine alphanumerische Zahl, beginnend mit 1. D. h., das erste angewählte Slave-Modul erhält durch Betätigung des dritten Bedienelementes 3 die Position bzw. die Positionsnummer 1. Das nächste angewählte Slave-Modul erhält die Position bzw. die Positionsnummer 2, bis jedem an das Bussystem angekoppelten Slave-Modul eine physikalische Position bzw. eine Positionsnummer aus der Positionsfolge zugeordnet ist. Nach der Zuordnung der physikalischen Position bzw. der Positionsnummer zu jedem Slave- Modul kann per Software jedes Slave-Modul angesteuert und in Betrieb genommen werden.
  • In der 2 ist ein Master-Modul 1 mit nur zwei Bedienelementen 2, 3 dargestellt. Zur Durchführung des Verfahrens zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul ist es auch möglich nur zwei Bedienelemente 2, 3 zu verwenden. Die Auswahl des Inbetriebnahmemodus zur Inbetriebnahme der an dem nicht dargestellten Bussystem angekoppelten Slave-Module erfolgt in einem ersten Schritt durch eine längere Betätigung des Bedienelementes 2. Nach der Auswahl des Inbetriebnahmemodus wird durch Betätigung des Bedienelementes 2 ein Slave-Modul angewählt. Ist dieses angewählt, erfolgt eine automatische Zuordnung der physikalischen Position des angewählten Slave-Moduls durch Betätigung des Bedienelementes 3. Die Zuordnung der physikalischen Position zu einem Slave-Modul erfolgt somit durch anwechselnde Betätigung der beiden Bedienelemente 2 und 3. Dabei übernimmt das Bedienelement 2 die Funktion des Auswählens des Inbetriebnahmemodus und dient zum Anwählen eines Slave-Moduls. Das Bedienelement 3 übernimmt die automatische Zuordnung der physikalischen Position des angewählten Slave-Moduls.
  • In den 3 und 4 sind bevorzugte Master-Module 1 zur Durchführung des Verfahrens dargestellt. In beiden 3 und 4 weisen die Master-Module 1 jeweils zwei Bedienelemente 2, 2 auf. Jedes der Bedienelemente 2, 3 weist zwei Tastenelemente 20 und 21 bzw. 30 und 31 auf. Dadurch, dass die Bedienelemente 2, 3 jeweils zwei Tastenelemente 20, 21 bzw. 30, 31 aufweisen, können die Slave-Module bzw. die Kanäle der Slave-Module in beiden Richtungen angewählt werden. D. h., soll beispielsweise das Slave-Modul X angewählt werden, ist aber durch zu häufiges Betätigen des Tastenelementes 20 das nächste Slave-Modul Y angewählt, so kann durch die Betätigung des Tastenelementes 21 das vorherige angewählte Slave-Modul X nochmals angewählt werden. Alternativ könnte das Tastenelement 20 so häufig betätigt werden, wie Slave-Module vorhanden sind, bis das Slave-Modul X wieder angewählt werden kann. Dies wäre aber deutlich aufwendiger, als die einmalige Betätigung des Tastenelementes 21, welches einen Schritt rückwärts ermöglicht. Weisen die Slave-Module mehrere Kanäle auf, so muss jedem Kanal eine physikalischen Position bzw. Positionsnummer zugeordnet werden. Nach der Anwahl eines Slave-Moduls durch Betätigung des zweiten Bedienelementes 2 kann durch eine gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente 30, 31 des dritten Bedienelementes 3 ein Kanalauswahlmodus für das angewählte Slave-Modul ausgewählt werden. Nach der Auswahl des Kanalauswahlmodus werden durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes 2, insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente 20, 21 des zweiten Bedienelementes 2, der Kanal oder die Kanäle des angewählten Slave-Moduls angewählt. Nach der Anwahl eines Kanals des angewählten Slave-Moduls wird durch Betätigung des dritten Bedienelementes 3, insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente 30, 31 des dritten Bedienelementes 3, die physikalische Position des angewählten Kanals bestimmt. Ein Slave-Modul kann beispielsweise 2, 4, 8 oder auch mehr Kanäle aufweisen. In 3 sind die Tastenelemente 20, 21 des zweiten Bedienelementes 2 sowie die Tastenelemente 30, 31 des dritten Bedienelementes 3 als aus dem Gehäuse des Master-Moduls 1 vorstehende Druckschalter ausgebildet. In 4 sind die Tastenelemente 20, 21 des zweiten Bedienelementes 2 sowie die Tastenelemente 30, 31 des dritten Bedienelementes 3 in einem Touch-Screen 5 angeordnet.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Zuordnung einer physikalischen Position zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, wobei dem Bussystem zumindest ein Slave-Modul und zumindest ein Master-Modul zugeordnet sind, gekennzeichnet durch folgende an dem Master-Modul (1) nacheinander ausgeführte Schritte: a) Auswählen eines Inbetriebnahmemodus durch Betätigung wenigstens eines ersten Bedienelementes (4) des Master-Moduls (1); b) Anwählen des zumindest einen Slave-Moduls durch einfache oder mehrfache Betätigung eines zweiten Bedienelementes (2) des Master-Moduls (1); c) Automatische Zuordnung der physikalischen Position zu dem Slave-Modul durch Betätigung des ersten Bedienelementes (4) oder eines dritten Bedienelementes (3), wobei die Position die Startposition bzw. die der Startposition nächstfolgende freie physikalische Position einer Positionsfolge ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswählen des Inbetriebnahmemodus durch eine längere Betätigung des zweiten Bedienelementes (2), insbesondere durch eine Betätigung von zwei bis fünf Sekunden, erfolgt oder dass das zweite Bedienelement (2) zwei Tastenelemente (20, 21) aufweist, wobei das Auswählen des Inbetriebnahmemodus durch gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente (20, 21) erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch einfache oder mehrfache Betätigung des ersten Tastenelementes (20) des zweiten Bedienelementes (2) mehrere Slave-Module nacheinander angewählt werden bzw. durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Tastenelementes (21) des zweiten Bedienelementes (2) mehrere Slave-Module in umgekehrter Reihenfolge angewählt werden.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bedienelement (4) zwei Tastenelemente oder das dritte Bedienelement (3) zwei Tastenelemente (30, 31) aufweisen, wobei durch eine gleichzeitige Betätigung beider Tastenelemente des ersten Bedienelementes (4) oder beider Tastenelemente (30, 31) des dritten Bedienelementes (3) ein Kanalauswahlmodus für das angewählte Slave-Modul ausgewählt wird, wobei nach der Auswahl des Kanalauswahlmodus durch einfache oder mehrfache Betätigung des zweiten Bedienelementes (2), insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente (20, 21) des zweiten Bedienelementes (2), der Kanal oder die Kanäle des angewählten Slave-Moduls angewählt wird/werden und wobei nach der Anwahl eines Kanals des angewählten Slave-Moduls durch Betätigung des ersten Bedienelementes (4) oder des dritten Bedienelementes (3), insbesondere durch eine der beiden Tastenelemente des ersten oder durch eine der beiden Tastenelemente (30, 31) des dritten Bedienelementes (3), die physikalische Position dem angewählten Kanal zugeordnet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Kanal eines Slave-Moduls eine Kontrolllampe, insbesondere eine LED, zugeordnet ist, und dass die Kontrolllampe eines Kanals aufleuchtet, wenn dieser Kanal durch die Betätigung des zweiten Bedienelementes (2), insbesondere durch Be tätigung einer der beiden Tastenelemente (20, 21) des zweiten Bedienelementes (2), angewählt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach der automatischen Zuordnung der physikalischen Position zu einem Slave-Modul, dieses Slave-Modul nicht mehr zur erneuten Anwahl durch das zweite Bedienelement (2) bereitgestellt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung einer physikalischen Position eines Slave-Moduls nach der Anwahl des Slave-Moduls durch eine längere Betätigung des ersten Bedienelementes (4) oder des dritten Bedienelementes (3), insbesondere durch eine Betätigung von zwei bis fünf Sekunden, gelöscht wird.
  8. Master-Modul zur Zuordnung einer physikalischen Adresse zu zumindest einem Slave-Modul und/oder zur Zuordnung einer physikalischen Position wenigstens eines Kanals zumindest eines Slave-Moduls in einem dezentralen, ereignisgesteuerten Bussystem mit serieller Datenübertragung zum Steuern, Überwachen und Melden betriebstechnischer Funktionen des zumindest einen Slave-Moduls, dadurch gekennzeichnet, dass das Master-Modul (1) wenigstens zwei Bedienelemente (2, 3) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 2 bis 7 aufweist.
  9. Master-Modul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Master-Modul (1) ein weiteres Bedienelement (4) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 aufweist.
  10. Master-Modul nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Bedienelemente oder zwei der Bedienele mente oder alle drei Bedienelemente zwei Tastenelemente aufweist/aufweisen.
  11. Modular aufgebautes Installationsgerät in Reiheneinbauform, mit einem Slave-Modul und einem Master-Modul, dadurch gekennzeichnet, dass das Master-Modul (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10 und zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist.
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