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DE102007032616A1 - Verfahren zur Mobilfunkkommunikation zwischen Mitgliedern einer Gruppe und Kommunikationssystem zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Mobilfunkkommunikation zwischen Mitgliedern einer Gruppe und Kommunikationssystem zur Durchführung des Verfahrens Download PDF

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Publication number
DE102007032616A1
DE102007032616A1 DE102007032616A DE102007032616A DE102007032616A1 DE 102007032616 A1 DE102007032616 A1 DE 102007032616A1 DE 102007032616 A DE102007032616 A DE 102007032616A DE 102007032616 A DE102007032616 A DE 102007032616A DE 102007032616 A1 DE102007032616 A1 DE 102007032616A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
user
message
distribution list
communication
communication system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102007032616A
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Krenner
Jochen Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KLIQME GbR (VERTRETUNGSBERECHTIGTE GESELLSCHAFTER JOCHEN SCHMIDT
KLIQME GbR VERTRETUNGSBERECHTI
CHRISTIAN KRENNER
Christian Krenner 86609 Donauworth)
Original Assignee
KLIQME GbR (VERTRETUNGSBERECHTIGTE GESELLSCHAFTER JOCHEN SCHMIDT
KLIQME GbR VERTRETUNGSBERECHTI
CHRISTIAN KRENNER
Christian Krenner 86609 Donauworth)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KLIQME GbR (VERTRETUNGSBERECHTIGTE GESELLSCHAFTER JOCHEN SCHMIDT, KLIQME GbR VERTRETUNGSBERECHTI, CHRISTIAN KRENNER, Christian Krenner 86609 Donauworth) filed Critical KLIQME GbR (VERTRETUNGSBERECHTIGTE GESELLSCHAFTER JOCHEN SCHMIDT
Priority to DE102007032616A priority Critical patent/DE102007032616A1/de
Publication of DE102007032616A1 publication Critical patent/DE102007032616A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04WWIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
    • H04W4/00Services specially adapted for wireless communication networks; Facilities therefor
    • H04W4/06Selective distribution of broadcast services, e.g. multimedia broadcast multicast service [MBMS]; Services to user groups; One-way selective calling services
    • H04W4/08User group management
    • HELECTRICITY
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    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/02Details
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    • H04W8/18Processing of user or subscriber data, e.g. subscribed services, user preferences or user profiles; Transfer of user or subscriber data
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Mobilfunkkommunikation zwischen Mitgliedern einer Gruppe, wobei - die Gruppenmitglieder in einer Verteilerliste gelistet sind, welche auf einem Datenbankserver hinterlegt und verwaltet wird, - jedem Gruppenmitglied wenigstens ein Kommunikationsendgerät zugeordnet ist, welches über ein Mobilfunknetz mit dem Datenbankserver kommunizieren kann, - und wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: . Anlegen von Benutzerkonten auf dem Datenbankserver, wobei jedes Benutzerkonto eine Benutzeridentifikation und wenigstens eine zugehörige Mobilfunknummer umfasst, welche dem Kommunikationsendgerät des Benutzers zugeordnet ist, . Anlegen von Verteilerlisten von Gruppenmitgliedern, wobei jeder Benutzer, der über ein Benutzerkonto auf dem Datenbankserver verfügt, berechtigt ist, solche Verteilerlisten anzulegen, und in einer Verteilerliste nur solche Gruppenmitglieder gelistet werden können, die über ein Benutzerkonto auf dem Datenbankserver verfügen, . Absenden einer Nachricht an die Verteilerliste durch einen in der Verteilerliste als Gruppenmitglied gelisteten Benutzer, . Weiterleiten der an die Verteilerliste gesandten Nachricht über Mobilfunk an das jeweilige Kommunikationsendgerät von allen in dieser Verteilerliste gelisteten Gruppenmitgliedern.

Description

  • In den letzten zehn Jahren hat sich die Kommunikationswelt drastisch verändert. Mobilfunktelefone haben einen unaufhörlichen Siegeszug angetreten. Nahezu jeder Bundesbürger besitzt mittlerweile ein Mobiltelefon. Die erste Generation Jugendlicher wird langsam erwachsen, die mit dem Mobilfunktelefon als Kommunikationsmedium aufgewachsen sind. Diese Jugendlichen sind es gewohnt, das Kommunikationsmedium der Mobilfunktelefone stets und überall zu nutzen. Während ältere Generationen die Telefonie zwangsläufig mit Sprachkommunikation in Verbindung brachten, nutzt die junge Generation die volle Bandbreite der Kommunikation, die moderne Mobilfunktelefone bieten. Mehrwertdienste wie SMS und MMS, die Kommunikation auch dann erlauben, wenn der Gesprächspartner vorübergehend nicht erreichbar ist, werden häufig benutzt. Das dahinter liegende Konzept der asynchronen Kommunikation wurde von den modernen Anwendern intuitiv verinnerlicht. Gleichzeitig haben diese Anwender ein neues Gefühl für die Wertigkeit der Kommunikation entwickelt. Das Mobilfunktelefon ist zum Lifestyle-Objekt geworden, das nicht mehr nur Kommunikationswerkzeug sondern ein Gerät zum Ausdruck der Persönlichkeit geworden ist. Käuflich erwerbbare Klingeltöne und Mobilfunktelefonlogos, Spiele für das Mobilfunktelefon, die Verbreitung von Digitalkameras und MP3-Player in Mobilfunktelefonen etc. haben diese Entwicklung zusätzlich unterstützt und machen das Mobilfunktelefon zum universellen Lifestyle-Endgerät.
  • Gleichzeitig hat sich der Lebensstil der Anwender an die ständige Erreichbarkeit angepasst. Während vor wenigen Jahren eine Gruppe noch Treffpunkt und -zeit eines abendlichen Beisammenseins im Voraus vereinbaren musste und sich diese Kriterien nach Verlassen des Hauses mangels Erreichbarkeit nicht mehr oder nur schwer durch "Rundrufe" per Telefon ändern ließen, werden Treffen und Verabredungen heutzutage "ad hoc" vereinbart. Durch die gestiegene Mobilität der Mobilfunkanwender reicht es aus, schnell den Gruppenmitgliedern je eine SMS oder MMS zu senden, um diese zu einem neuen Treffpunkt einzuladen.
  • An dieser Stelle setzt die im Folgenden vorgestellte Erfindung an, deren Aufgabe darin besteht, die Kommunikation von Gruppenmitgliedern innerhalb einer "Gruppe" – also einem fest definierte Benutzerkreis – stark zu vereinfachen und für alle Teilnehmer transparenter und vor allem kostengünstiger zu machen. Weiterhin soll das erfindungsgemäße Verfahren einfach in der Benutzung, vom Benutzer schnell und intuitiv erlernbar und auf andere Anwendungen in die verschiedensten Bereiche des Alltags, die einer schnellen Verbreitung des Verfahrens förderlich sind, einfach übertragbar sein.
  • Nachfolgend wird das Grundkonzept und verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
  • 1. Fachliche Konzeption
  • 1.1. Die Kommunikation innerhalb einer Gruppe
  • Grundlage des erfindungsgemäßen Verfahrens ist der Wunsch, die Kommunikation innerhalb von Gruppen zu vereinfachen. Hierfür wird das Konzept der Verteilerlisten auf die Mobilfunktelefon-Kommunikation übertragen und an diese Kommunikationsform angepasst.
  • Die Mitglieder einer Gruppe richten dazu über ein Webinterface eine "Verteilerliste" ein, welche eine "Benutzeridentifikation" (Mitgliedsnummer), eines jeden Mitglieds enthält. Jedem Mitglied der Gruppe ist eine eineindeutige Benutzeridentifikation zugeordnet. Für den Erhalt einer "Benutzeridentifikation" ist die Anmeldung und Eintragung eines Benutzerkontos auf einem Datenbankserver erforderlich, wobei der Zugang zu dem Server bevorzugt über eine Webseite erfolgt, die über das Internet abrufbar ist. Mit der Eintragung des Benutzerskontos auf dem Datenbankserver kommt zwischen dem Benutzer und dem Anbieter, der das Kommunikationssystem verwaltet, ein Vertrag zustande, der die Rechten und Pflichten von Anbieter und Benutzer und auch das vom Benutzer zu entrichtende Nutzungsentgelt regelt. Die Benutzeridentifikation gilt im Kommunikationssystem als zentrale Referenz für den jeweiligen Benutzer. Über sie erfolgt eine Zuordnung zu einer (internen und für Abrechnungszwecke genutzten) Kundennummer, zu der im Benutzerkonto die persönlichen Daten des Benutzers gespeichert und die Abrechung der in Anspruch genommenen Leistungen der Verbindungen abgewickelt werden.
  • Ähnlich wie beim Skype-System kann der Benutzer beliebige Identifikationskennzeichen oder „Nicknames" in sein Benutzerkonto eingeben und auf die Verteilerlisten setzen. Der entsprechende Benutzer erhält eine Nachricht über das (von ihm selbst oder Anderen) angelegte Benutzerkonto und kann diesem zustimmen und dadurch dem Kommunikationssystem als Teilnehmer beitreten oder es ablehnen. Dies ist bevorzugt auch online möglich. Jeder mit einem Benutzerkonto registrierte Benutzer kann seine Mitgliedschaft in einer oder mehreren Verteilerlisten einsehen und verwalten.
  • Ein Benutzer kann auch mehrere Benutzeridentifikationen besitzen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und eindeutigen Zuordnung ist jedoch zwischen jedem Benutzer und seiner Benutzeridentifikation eine eineindeutige 1:1-Beziehung vorzuziehen.
  • Jeder Benutzeridentifikation ist im Benutzerkonto wenigstens eine Mobilfunknummer zugeordnet. Da ein Benutzer mehrere Mobilfunktelefone mit unterschiedlichen Rufnummern, bspw. für geschäftliche oder private Zwecke, haben kann, kann sich daraus eine mehrschichtige Struktur ergeben.
  • Nachrichten, die an alle Mitglieder einer Gruppe gesendet werden sollen, werden per Mobilfunktelefon (SMS, MMS, GPRS, UMTS, Wimax oder über ein spezielles Client-Programm, das bspw. in Java programmiert auf dem Mobilfunktelefon oder einem PC zum Einsatz kommt) nicht mehr an einzelne Personen, sondern an die „Verteilerliste" geschickt. In der Verteilerliste, welche auf dem Datenbankserver hinterlegt ist und dort verwaltet wird, sind alle Mitglieder der Gruppe gelistet. Das Kommunikationssystem sorgt dafür, dass die Nachrichten an alle Mitglieder der Verteilerliste weitergeleitet werden (wiederum endgeräteabhängig per SMS, MMS, GPRS, UMTS, Wimax oder über ein spezielles Client-Programm) und auf deren Kommunikationsendgeräte (Mobilfunktelefone oder Computer) erscheinen. Jedes Mitglied der Gruppe kann eine Antwort auf die empfangene Nachricht an die übrigen Gruppenmitglieder schicken, wobei diese Antwort über die Verteilerliste an alle Mitglieder der Gruppe, die in dieser Verteilerliste stehen, weiter geleitet wird. Denkbar ist auch eine automatisierte Rückmeldung, welche Kommunikationsendgeräte der Verteilerliste gegenwärtig auf Empfang sind.
  • Aus einer ursprünglichen 1:1-Kommunikation per SMS/MMS wird somit eine echte n:n-Kommunikation, bei der alle Gruppenmitglieder alle Nachrichten und Antworten, die innerhalb der Gruppe verschickt werden, erhalten. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
    • – Während sich beim normalen SMS-Versand keine n:n-Kommunikation realisieren lässt, da Antworten jeweils nur an den (einzelnen) Absender der Nachricht versendet werden, ist dies beim erfindungsgemäßen Verfahren möglich. Dadurch wird die asynchrone Kommunikation innerhalb einer räumlich verteilten Gruppe ermöglicht.
    • – Die Kosten für jeden Teilnehmer sinken drastisch. Während das Versenden einer SMS-Nachricht an beispielsweise 10 Teilnehmer einer Gruppe 10 x die SMS-Gebühr umfasst, muss beim erfindungsgemäßen Verfahren nur eine Nachricht (per SMS, MMS, GPRS, UMTS, Wimax oder über ein spezielles Client-Programm) an die Verteilerliste geschickt werden, um alle Gruppenmitglieder zu erreichen.
    • – Nachrichten können über das erfindungsgemäße Verfahren auch am PC zu Hause über das Webinterface bzw. ein auf dem PC installiertes Client-Programm empfangen und beantwortet werden. Dann entfallen sogar die Kosten für die SMS zur Verteilerliste.
  • Ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung soll dies verdeutlichen:
    Eine Gruppe mit einer vorgegebenen Anzahl von Mitgliedern möchte sich spontan verabreden. Um Telefonkosten zu sparen, geschieht dies üblicherweise ad hoc per SMS. Oftmals geschieht dies erst dann, wenn ein Mitglied der Gruppe an einem interessanten Ort (z. B. Party oder Disko) eingetroffen ist und die anderen Mitglieder der Gruppe hinzuholen möchte.
  • Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Kommunikationsverfahren gelingt dies nur, indem ein erstes Mitglied der Gruppe eine SMS an alle anderen Mitglieder der Gruppe versendet. Da die Gruppe aus bspw. 10 Mitgliedern besteht, sind 10 SMS-Nachrichten zu einem angenommenen Preis von bspw. 14 Cent pro SMS nötig. Insgesamt fallen also Kosten in Höhe von 1,40 Euro an. In einem Beispielsfall erreicht das erste Mitglied auf diese Weise bspw. nur 8 der insgesamt 10 Mitglieder seiner Gruppe. Die beiden fehlenden Gruppenmitglieder sitzen bspw. zu Hause am PC und haben ihr Mobilfunktelefon ausgeschaltet oder nicht in Griffweite. Eine Antwort erhält der Absender der SMS, also das erste Gruppenmitglied, bspw. von drei Mitgliedern der Gruppe. Zwei der drei Antwortenden schlagen einen anderen Treffpunkt vor. Da sie nur die SMS des Absenders (erstes Mitglied) kennen, antworten sie nur ihm. Der Absender der ursprünglichen Nachricht (erstes Mitglied) lässt sich von einem neuen Treffpunkt überzeugen, müsste aber, um wiederum alle Gruppenmitglieder zu informieren, wieder zehn SMS-Nachrichten verschicken. Da er nur von drei Mitgliedern Antwort erhalten hat, unterlässt er dies aber, da er Kosten sparen möchte und nicht sicher ist, ob die anderen Mitglieder überhaupt erreichbar sind. Am Ende trifft er zwar am neu vereinbarten Treffpunkt ein, trifft dort aber nur eines der insgesamt 10 Gruppenmitglieder an. Die anderen haben sich zwischenzeitlich an einem dritten Treffpunkt getroffen. Immerhin vier der zehn Gruppenmitglieder treffen sich schließlich am ursprünglich in der ersten (Ausgangs)Nachricht vorgesehenen Treffpunkt und wundern sich, dass der Absender der Ausgangsnachricht (erstes Gruppenmitglied) dort nicht auftaucht. Sie haben von der weiteren Kommunikation nichts mitbekommen.
  • Das Beispiel zeigt eingängig, wie schwierig es sich gestaltet, mit den aktuell verfügbaren Möglichkeiten der Mobilkommunikation eine Gruppenkommunikation ähnlich einer Konferenzschaltung zu ermöglichen. Dies gilt für nahezu jede denkbare Ad-hoc-Situation, in der mehrere Mitglieder einer Gruppe koordiniert werden sollen und lässt sich somit auch auf andere Szenarien übertragen (Vereinskommunikation, asynchrone geschäftliche Kommunikation mit mehreren Mitarbeitern an verschiedenen Standorten).
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich dies nun viel eleganter lösen: Der Absender der ursprünglichen Nachricht sendet seine Nachricht an die Verteilerliste, in die er zuvor alle Mitglieder seiner Gruppe eingetragen hat. Er hat hierzu bspw. mit der in seinem Mobilfunktelefon integrierten Kamera ein Foto des Orts geschossen, an dem er die Gruppe versammeln möchte. Das Photo schickt er über das Client-Programm auf seinem Mobilfunktelefon (alternativ als MMS, GPRS- oder UMTS-Nachricht) mit einem Text an das Kommunikationssystem. Das Kommunikationssystem sorgt für die Weiterverteilung der Nachricht an alle Mitglieder der Gruppe. Auch die beiden Gruppenmitglieder, die zu Hause am PC ohne Mobilfunktelefonempfang sitzen, erhalten die Nachrichten über das Client-Programm, das auf dem PC installiert ist oder über eine Internetseite des Kommunikationssystems, auf der sie gerade eingeloggt sind. welche sie über eingehende Nachrichten informiert. Obgleich der Absender seine Ursprungsnachricht an alle Gruppenmitglieder versendet hat, bezahlt er nur die Kosten für eine Nachricht (bspw. eine MMS). Wie im Beispiel oben, antworten wieder drei Gruppenmitglieder. Diese antworten aber nicht dem Absender direkt, sondern senden ihre Antwort an die Verteilerliste. Jedes Mitgliede der Gruppe erhält dann alle drei Antworten.
  • Da eines der Mitglieder einen Alternativort für das Treffen vorschlägt, übersendet der Absender der Ursprungsnachricht eine weitere Nachricht an die Verteilerliste. Er nutzt hierzu eine spezielle Funktion Kommunikationssystems, die "VoteMessage". Mit dieser stellt er die beiden vorgeschlagenen Orte zur Abstimmung unter den Gruppenmitgliedern. Jedes Gruppenmitglied kann für einen der beiden Orte stimmen, wodurch eine Abstimmung und Mehrheits entscheidung entsteht. Auch für die „VoteMessage" entstehen wieder nur Kosten für eine Nachricht. Von den insgesamt zehn Grupenmitgliedern des Beispielfalles antworten sieben direkt auf die „VoteMessage". Drei stimmen für Ort 1, vier für Ort 2, wodurch die Entscheidung für Ort 2 fällt. Die verbleibenden drei Mitglieder verweigern die „Votemessage" und antworten, dass Sie am heutigen Treffen nicht teilnehmen können. Auch diese Antwort erhalten wieder alle Teilnehmer, allerdings nur in Form einer Zusammenfassung der Abstimmung. Die sieben Teilnehmer der Gruppe treffen sich kurz darauf an Ort 2. Die asynchrone Gruppenkommunikation hat funktioniert!
  • Das Beispiel zeigt, wie einfach und schnell sich Gruppenkommunikation mit dem erfindungsgemäßen Verfahren realisieren lässt. Das Verfahren des „Antwortens an die Gruppe" ist für jeden Benutzer intuitiv verständlich und sofort eingänglich. Das Kommunikationssystem sorgt für die Verteilung der Nachrichten, die sowohl als SMS (nur Textnachrichten) als auch als MMS (Bild- und/oder Tonnachrichten) versandt werden können. Über ein Client-Programm, das auf leistungsstärkeren Mobilfunktelefonen oder auf anderen Kommunikationsendgeräten, wie z. B. PCs läuft, kann ebenfalls am Kommunikationssystem teilgenommen werden. Diese Kommunikationsendgeräte mit Client-Programmen bieten mehr Funktionalität und erlauben weiterführende Dienste wie beispielsweise die vorbeschriebene „VoteMessage". Solche Mehrwertdienste erlauben es, eine komplexere Gruppenkommunikation wie z. B. eine Abstimmung durchzuführen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des Kommunikationssystems zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass auf den Kommunikationsendgeräten ein Client-Programm installiert ist, mit dem auch GPRS und/oder UMTS-Nachrichten zur Datenübertragung versendet und empfangen werden können. Bei dieser Ausführungsform müssen dann nicht mehr die teuren SMS/MMS-Nachrichten versendet werden und die innerhalb der SMS und MMS-Standards festgelegten Größenbeschränkungen entfallen.
  • Die Kosten, die für die Benutzer entstehen, entsprechen nur einem Bruchteil der Kosten, die in Beispiel 1 angefallen sind, obgleich die Kommunikation in Beispiel 1 nicht funktionierte.
  • 2.2. Die Verwaltung der Verteilerliste
  • Jeder Benutzer mit einem Benutzerkonto kann selbst eine Verteilerliste anlegen. Er nutzt hierzu die Internetseite, die vom Betreiber des Kommunikationssystem bereit gestellt wird. Der Benutzer muss hierzu zunächst ein Benutzerkonto im Kommunikationssystem anlegen, welches dann auf dem Datenbankserver des Systems hinterlegt wird. Das Benutzerkonto umfasst die persönlichen Daten des Benutzers und seine Bankverbindung, sowie eine oder mehrere Mobilfunknummern. Beim Anlegen seines Benutzerkontos wird die eingegebene Mobilfunknummer überprüft, indem eine SMS mit einem Bestätigungscode an das Mobilfunktelefon mit der eingetragenen Mobilfunknummer geschickt wird. Der Code muss vom Mobilfunktelefon abgelesen und innerhalb eines definierten Zeitraums in das Kommunikationssystem eingegeben werden. Erst danach wird das Benutzerprofil aktiviert und der Benutzer erhält seine eigene, eindeutige Benutzeridentifikation.
  • Um nun mit einer Gruppe kommunizieren zu können, legt der Benutzer, der über ein Benutzerkonto im System verfügt, eine Verteilerliste an. Er wird für die von ihm angelegte Verteilerliste Verwalter der Liste („Verwalter” oder „Moderator"). Um der Liste, die er mit einem Listennamen versehen kann, Mitglieder hinzuzufügen, gibt er die Mobilfunknummern der Mitglieder in die Verteilerliste ein. Bei jeder hinzugefügten Mobilfunknummer wird geprüft, ob diese bereits einer Benutzeridentifikation im System entspricht. Falls ja, erhält der jeweilige Benutzer, der dann über ein Benutzerkonto verfügt, eine Einladungsnachricht. Diese entspricht dem Typ der vorbeschriebenen „Votemessage", mit der der Benutzer, der diese Einladungsnachricht empfängt, entscheiden kann, ob er an der Verteilerliste teilnehmen möchte oder nicht. Jede Verteilerliste kann je nach gewähltem Tarif eine maximale Teilnehmeranzahl enthalten. Die Begrenzung der Mitgliederzahl einer Verteilerliste soll das Erstellen riesiger Verteilerlisten, die z. B. für Spam-Zwecke benutzt werden könnten, vermeiden.
  • Die missbräuchliche Benutzung des Kommunikationssystems für die Versendung von Spammail ist ohnehin kaum möglich, da ein Benutzer seine Mitgliedschaften in Verteilerlisten selbst verwalten kann (bspw. über die Internetseite). Wird einem Mitglied einer Verteilerliste die Mitgliedschaft zu „unseriös", kann diese jederzeit beendet werden. Ferner kann jeder Benutzer im System über einen Aliasnamen („Nickname") oder über eine individuelle Benutzer-Identifaktion im System kommunizieren und sein Name oder seine Mobilfunknummer muss nicht veröffentlicht werden, so dass die Identität des Benutzers verborgen bleiben kann.
  • Entspricht der in einer Verteilerliste eingegebenen Mobilfunknummer noch keine Benutzeridentifikation, so wird an die eingegebene Mobilfunknummer lediglich eine unverbindliche SMS verschickt, mit der zur Einrichtung eines Benutzerkontos über die Internetseite des Kommunikationssystems eingeladen wird. Der eingeladene Benutzer kann sich dann im System durch Anlegen eines Benutzerkontos registrieren und danach an der Verteilerliste teilnehmen. Die Mobilfunknummer wird für einen vorgegebenen Zeitraum, bspw. 30 Tage im Kommunikationssystem anonym als anhängig ("Pending") gespeichert. Meldet sich der eingeladene Benutzer mit dieser Mobilfunknummer tatsächlich im System an, wird seine neu erstellte Benutzeridentifikation automatisch in die einladende Verteilerliste aufgenommen. Andernfalls wird die Mobilfunknummer wieder aus dem Kommunikationssystem und insbesondere der Verteilerliste entfernt.
  • In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, in dem auf den Kommunikationsendgeräten ein Client-Programm installiert ist, kann das Verwalten und Eintragen von Verteilerlisten direkt über das Client-Programm erfolgen, das bspw. auf einem Java-fähigen Mobilfunktelefon oder Organizer läuft.
  • Jedes Mitglied einer Verteilerliste kann jederzeit über die Internetseite des Kommunikationssystems einsehen, welchen Verteilerlisten es angehört und welche er selbst erstellt hat. Über die Internetseite kann auch jederzeit die Mitgliedschaft an einer Verteilerliste beendet werden. Zudem kann jeder Benutzer selbst erstellte Verteilerlisten löschen, da er Verwalter der Liste ist. Die Teilnehmer erhalten hierüber zunächst keine Nachricht, können dies aber über die Zugehörigkeit zur Verteilerliste über die Internetseite mit dem eigenen Benutzerkonto prüfen. Versuchet ein Benutzer eine Nachricht an eine bereits gelöschte Verteilerliste zu senden, erhält er eine Meldung über deren Löschung.
  • In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, in dem auf den Kommunikationsendgeräten ein Client-Programm installiert ist, kann die Teilnahme an Verteilerlisten direkt über das Client-Programm erfolgen, das bspw. auf einem Java-fähigen Mobilfunktelefon oder Organizer läuft.
  • 2.3. Nachrichtenarten
  • In dem Kommunikationssystem können beispielsweise folgende Nachrichtenarten versendet und empfangen werden:
    • 1. Textnachricht (mit Längenbeschränkung einer SMS)
    • 2. Multimedia-Nachricht (Bilder, Töne)
    • 3. Mehrwert-Nachricht (z. B. eine „VoteMessage" oder eine Einladungsnachricht „InviteMessage", die eine Text- oder Multimedia-Nachricht mit einer vordefinierten Aktion verbinden)
    • 4. Positions-Nachricht (Übertragung von GPS-Koordinaten, Voraussetzung dafür ist ein GPS-fähiges Kommunikationsendgerät;
    • 5. zahlreiche weitere Nachrichtentypen, die bspw. aus einer Kombination der Nachrichtentypen 1–4 bestehen, die durch die Benutzer selbst entwickelt und erstellt werden können. Weiter unten wir gezeigt, wie anhand von Nachrichtenbausteinen innerhalb eines geschickt implementierten Kommunikationssystems nahezu beliebige weitere Nachrichtentypen erstellt werden könnten.
  • Die Nachrichten können direkt als SMS oder MMS an das Kommunikationssystem über eine Mehrwertnummer gesendet werden. Die Zuordnung zur Benutzeridentifikation des Absenders erfolgt über die Mobilfunknummer des Mobilfunktelefons, von dem die Nachricht versendet worden ist. Ist dieser keine Benutzeridentifikation zugeordnet, wird die Nachricht verworfen. Auf diese Weise wird die Teilnahme am Kommunikationssystem auch mit älteren Mobilfunktelefonen möglich, auf denen ein Client-Programm nicht ausgeführt werden kann Mehrwertnachrichten müssen in diesem Fall aber mit einem Schlüsselwort eingeleitet werden und einer bestimmten Syntax entsprechen.
  • Bei Verwendung von leistungsfähigen Mobilfunktelefonen, wie z. B. Smartphones oder UMTS-fähigen Mobilfunktelefonen können mithilfe des Client-Programms Nachrichten direkt an die Verteilerliste versendet werden. Der Absender muss hierzu weder die Mehrwertnummer des Kommunikationssystems kennen, noch sich um Syntaxvorgaben für Mehrwertnachrichten kümmern. Außerdem erlaubt das Client-Programm auch die Verwaltung von Verteilerlisten.
  • Beim Versand einer Nachricht an das Kommunikationssystem via SMS bezahlt der Absender die Kosten für eine SMS bzw. MMS gemäß des von ihm mit seinem Mobilfunkprovider vereinbarten Tarifs oder einen speziell für die Nutzung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems vereinbarten Tarif.
  • 2.4. Durchführung von „Chats"
  • Die oben beschriebenen Szenarien erörtern Szenarien, in denen die Kommunikation mit wenigen Nachrichten bereits zu Ende geführt werden kann, weil eine Entscheidung, Verabredung oder ein Treffpunkt vereinbart werden soll.
  • Denkbar ist ebenso, dass das erfindungsgemäße Kommunikationssystem als Chat-System zwischen den Benutzern genutzt wird. Für diesen Zweck sollte das Client-Programm weiterführende Funktionen besitzen, bspw. sog. „Emoticons" (wie z. B. „Smilies") um Stimmungen auszudrücken, die entsprechend grafisch dargestellt werden. Auch das Hervorheben von Textteilen (farbig, fett etc.) wäre sinnvoll. Das Client-Programm sollte hierzu (endgeräteabhängig) nach Möglichkeit mehrere Chatzeilen anzeigen können, denen der jeweilige Name des Benutzers (oder ein Kürzel) vorangestellt wird, so dass der Verlauf des Gesprächs, an dem ja mehrere Benutzer teilnehmen, nachvollzogen werden kann.
  • 2.5. Abgrenzung vom Stand der Technik
  • 2.5.1. Abgrenzung zu Instant Messengern
  • Anders als das erfindungsgemäße Kommunikationssystems sind sog. „Instant Messaging-Systeme" wie „ICQ", „Microsoft Messenger" oder „Apple iChat" zunächst rein computerbasiert und benötigen in der Regel eine permanente Internet-Verbindung. Diese sind daher nur bedingt auf die asynchrone Gruppenkommunikation ausgerichtet. Obgleich verschiedene Instant Messaging Systeme bereits den Versand von SMS-Nachrichten erlauben, ist dies nur als funktionale Erweiterung zu sehen. Das Versenden und vor allem der Empfang von SMS-Nachrichten ist bei den Instant Messaging Systemen in der Regel nicht integriert. Eine Gruppenkommunikation mit mobilen Benutzern ist nicht vorgesehen.
  • 2.5.2. Abgrenzung zu Gruppen-SMS-Systemen
  • Die Mobilfunknetzbetreiber bieten seit geraumer Zeit die Funktionalität der "Gruppen-SMS" an. Auf äußerst komplexe Art und Weise lassen sich hierbei Empfängergruppen bilden, die eine versendete SMS erhalten. Das System wird dabei nicht durch einen Client unterstützt.
  • Vielmehr muss der Kunde durch spezielle Textnachrichten zunächst die Gruppe im System des Mobilfunknetzbetreibers definiert werden. Die Nachricht kann dann an die Gruppe gesendet werden. Kosten fallen in der Höhe der Einzel-SMS-Nachrichten an, die an die Gruppe gesendet werden, so dass keine Kostenvorteile entstehen. Auch der Rückversand von Nachrichten durch die Empfänger an die ganze Gruppe wird nicht unterstützt. Insofern ist die Gruppen-SMS eher ein Mittel für den Massenversand von SMS-Nachrichten. Features, wie Sie durch das erfindungsgemäße System (gerade in Verbindung mit einem eigenen Client-Programm) möglich werden, sind damit nicht zu realisieren. Übersichtstabelle Abgrenzung zu anderen Kommunikationssystemen:
    KliqMe Instant Mess. Push Email Gruppen-SMS
    direkte Kommunikation mit Einzelnutzem o x x -
    einfache Gruppendefinition x o o o
    1:1-Kommunikation o x x -
    1:n Kommunikation in der Gruppe x o x x
    n:n Kommunikation in der Gruppe x o -
    verschiedene Nachrichtentypen x 0 o -
    komplexe Nachrichtentypen mit Workflow x - -
    endgeräteunabhängige Kommunikation x o o -
    individuelle Entwicklungen seitens User x o - -
    hardwareübergreifendes System x - -
    • x = möglich
    • o = bedingt möglich
    • - = nicht möglich
  • 3. Technisches Konzept
  • Im folgenden wird die Architektur des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems näher erläutert.
  • 3.1. Backend
  • Das Backend des erfindungsgemäßen Systems kann mit der im Internetumfeld üblichen LAMP (Linux/Apache/MySQL (evtl. auch gleich eine leistungsfähigere DB)/PHP oder JSP (Java Server Pages)) oder äquivalenten Technologien aufgebaut werden. Diese Plattform ist ausgereift und wird von praktisch allen Internet-Providern angeboten.
  • Kostenintensiv wird sich hierbei vor allem die Anbindung an einen Mobilfunkanbieter gestalten. Dies ist jedoch vornehmlich dann der Fall, wenn das Kommunikationssystem vornehmlich über SMS/MMS benutzbar sein soll. Wird gleich zu Beginn eine größere Ausbaustufe mit GPRS-/UMTS-fähigem Client realisiert, so stellt sich die Anbindung dieses Clients weit einfacher dar. In diesem Fall ist die Verbindung zum Client lediglich eine IP-Verbindung. Diese Variante zieht jedoch höhere Kosten im Bereich der Entwicklung des Clients nach sich.
  • Das Backend besteht vornehmlich aus drei Komponenten, nämlich einem Kommunikationsserver, einem Applikationsserver und einem Datenbankserver.
  • Der Kommunikationsserver regelt die Kommunikation mit den GSM/UMTS-Netzen der Netzanbieter und stellt verschiedene Nachrichtenübertragungskanäle (SMS, GPRS, UMTS, Wimax) zur Verfügung. Der Kommunikationsserver ist dafür zuständig, die unterschiedlichen Kommunikationskanäle gegenüber dem Applikationsserver (siehe unten) transparent erscheinen zu lassen.
  • Der Applikationsserver ist die eigentliche ausführende Instanz des Backends. Der Applikationsserver stellt (in Verbindung mit einem Webserver) die Internetseite des Kommunikationssystems zur Verfügung und enthält die eigentliche Anwendungslogik.
  • Die Datenverwaltung erfolgt innerhalb einer Datenbank, die von einem Datenbankserver verwaltet wird.
  • Die Applikationslogik des Systems stellt drei Funktionsebenen bzw. Module zur Verfügung, nämlich ein Nachrichtenmodul („Nachrichtenmodul"), ein Verwaltungsmodul und dein Abrechnungsmodul („Accounting und Billing-Modul"). Das Nachrichtenmodul kümmert sich um die eigentliche Verwaltung, Verarbeitung und Aufbereitung der Nachrichten, die im System versendet werden. Hier entstehen bspw. auch die Mehrwertnachrichten wie z. B. eine „VoteMessage". Das Verwaltungsmodul stellt die für die Verwaltung von Verteilerlisten, Benutzerprofilen und allgemeinen Benutzerdaten nötigen Funktionen zur Verfügung. Das Abrechnungsmodul kümmert sich um das Einloggen ins Kommunikationssystem, die Abrechung sowie die Rechnungsstellung gegenüber den Benutzern. Im Abrechnungsmodul könnten auch Funktionen zur Erstellung von Nutzungsstatistiken angesiedelt sein.
  • 3.2. Frontend/Clients
  • Wird der Versand von Nachrichten im System per SMS/MMS realisiert, ist auf dem Mobilfunktelefon kein spezieller Client (Clientprogramm) nötig. Dies hat den Vorteil, dass kein Mobilfunktelefonbesitzer vom Kommunikationssystem ausgeschlossen wird. Selbst ältere Mobilfunktelefone können als Endgerät zum Einsatz kommen. Nachteilig wirkt sich jedoch die Bindung an die ungünstigen SMS/MMS-Tarife der Mobilfunkbetreiber aus, da konsequenterweise auch ausgehende Nachrichten an Mobilfunktelefone per SMS/MMS zugestellt werden müssten. Zudem müsste für Mehrwertnachrichten eine spezielle Syntax etabliert werden, die es dem Backend erlaubt, beispielsweise eine per SMS/MMS gesendete „Votemessage" auch als solche zu erkennen.
  • Die zweite Variante ist die konsequente Entwicklung und Etablierung eines (z. B. Java-basierten) Client-Programms. Die meisten Mobilfunktelefone besitzen mittlerweile ausreichend Rechenleistung, um einen solchen Client zu unterstützen. Große Vorteile wären hierbei die bessere Ausnutzbarkeit der multimedialen Fähigkeiten moderner Mobilfunktelefone. Auch könnten zahlreiche Mehrwertnachrichten-Typen entwickelt werden. Über das Client-Programm wäre eine engere Kopplung zwischen Client und Backend möglich und die laufende Weiterentwicklung kann leichter verbreitet werden (durch automatische oder halbautomatische Updates).
  • Der größte Vorteil eines dedizierten Clients auf den Kommunikationsendgeräten ergibt sich jedoch aus dem Wegfall der Zwangskopplung zu den (teuren) SMS/MMS-Diensten der Netzbetreiber. Der Datenverkehr zwischen den Mobilfunktelefonen der Nutzer und dem Backend würde per GPRS/UMTS erfolgen, wäre also reiner IP-Verkehr. Hier ist der Datentarif des Mobilfunknetzbetreibers allerdings ein Kostenfaktor für den Nutzer, nicht für den Betreiber.
  • Denbar ist auch eine Kombination aus beiden Varianten. Der volle Funktionsumfang erschließt sich hierbei nur für Nutzer moderner und leistungsfähiger Mobilfunktelefone, die das Client-Programm ausführen können. Dennoch stellt das Kommunikationssystem eine abgespeckte Funktionalität per SMS/MMS bereit.
  • Auch auf dem PC kann das erfindungsgemäße Kommunikationsverfahren verfügbar sein. Hier wäre zwischen einer webbasierten Variante und einem speziell entwickelten Clientprogramm zu unterscheiden. Die webbasierte Variante bietet Vorteile im Bereich der Verwaltung von Verteilerlisten, hat jedoch Nachteile im Bereich der Interaktivität mit anderen Benutzern. Die Variante eines speziellen Clientprogramms wiederum bietet Vorteile im Bereich der Interaktivität (Versand und Empfang von Nachrichten in Echtzeit), hat jedoch Nachteile im Bereich des hierfür nötigen Entwicklungsaufwandes und eventueller Sicherheitsbedenken (Spyware, Profilierung, etc.).
  • Denkbar ist auch, das Clientprogramm auf einem mobilen Datenträger bspw. einem USB Stick anzubieten, der rechnerunabhängig läuft, was die Benutzung auf verschiedenen Computern , bspw. in Internet-Cafes oder auf einem Privat- und einem Firmenrechner, ermöglicht. Solche Client-Programme sind auch für andere Kommunikationsendgeräte wie PDAs/Smartphones, iPods/iPhones, Blackberrys etc. denkbar.
  • 3.3. Figur von Nutzungsszenarien
  • Um die Funktionsweise der in den Kapiteln 3.1 und 3.2 beschriebenen Architektur zu verdeutlichen, sollen im folgenden typische Abläufe, wie sie im Kommunikationssystem üblich sein werden, anhand der genannten Komponenten dargestellt werden, wobei Bezug genommen wird, auf die begleitenden Diagramme, welche zeigen:
  • 1 zeigt den schematischen Versand einer Nachricht an eine Verteilerliste;
  • 2 zeigt schematisch die Anmeldung eines neuen Benutzers im System;
  • 3 zeigt schematisch die Verwaltung von Verteilerlisten;
  • Es wird zunächst anhand von 1 die Basisfunktionalität, nämlich der Versand einer Nachricht von einem registrierten Benutzer an eine Verteilerliste, beschrieben. Weitergehende Szenarien befassen sich mit der Registrierung eines neuen Benutzers im Kommunikationssystem (2) sowie mit der Erstellung und Verwaltung einer Verteilerliste (3). Dies sind die grundlegenden Funktionen, die den Hauptanteil der Nutzung des Systems ausmachen werden.
  • 3.3.1. Versand einer Nachricht
  • 1 zeigt den schematischen Versand einer Nachricht an eine Verteilerliste. In der 1 sind die oben genannten Front- und Backend-Komponenten dargestellt. Des Weiteren sind zur Verdeutlichung des Konzepts zwei Verteilerlisten dargestellt. Verteilerliste 1 umfasst die Benutzer A, B und C und Verteilerliste 2 umfasst die Benutzer D, E und F sowie ebenfalls Benutzer A. Diese Darstellung wird auch für die nachfolgenden Szenarien in den Kapitel 3.3.2 bis 3.3.4 Verwendung finden. Da der Versand einer Nachricht nur innerhalb einer Verteilerliste möglich und sinnvoll ist, wird nur Verteilerliste 1 betrachtet.
  • Benutzer A möchte eine Nachricht an alle Mitglieder seiner Verteilerliste senden. Hierbei ist es zunächst egal, auf welchem Wege die Nachricht versendet wird, d. h. per SMS oder mit Hilfe des Client-Programms auf seinem Mobilfunktelefon via GPRS oder UMTS. Auch der Nachrichtentyp ist zunächst unerheblich. Benutzer A erstellt die Nachricht und versendet diese an Verteilerliste 1. Die Nachricht wird hierzu von seinem Mobilfunktelefon über das Netz des Mobilfunkbetreibers zum Backend gesendet (Schritt 1). Dort kommt die Nachricht zunächst beim Kommunikationsserver an. Dieser erkennt die Nachricht, decodiert sie und übermittelt die Nachrichteninformationen (in erster Linie Nachrichtentyp, Empfänger-Verteilerliste sowie den eigentlichen Nachrichteninhalt) an den Applikationsserver (Schritt 2).
  • Der Applikationsserver überprüft nun zunächst, ob Benutzer A überhaupt Mitglied der Verteilerliste ist, an die er seine Nachricht versenden möchte. Ist dies nicht der Fall, wird die Nachricht verworfen. Ist A jedoch Mitglied der Verteilerliste, so besitzt er auch die Berechtigung, Nachrichten an die Verteilerliste zu senden. In diesem Fall wird die Nachricht durch das Nachrichtenmodul ausgewertet (Schritt 3). Je nach Nachrichtentyp muss der Inhalt der Nachricht zunächst aufbereitet werden (z. B. bei einer „VoteMessage") oder kann unverändert weiter geleitet werden. Das Nachrichtenmodul erledigt diese Arbeit und erzeugt dadurch die Nachricht, die an die anderen Mitglieder der Verteilerliste gesendet wird.
  • Ist dies erledigt, so werden mit Hilfe der in der Datenbank gespeicherten Informationen die restlichen Teilnehmer der Verteilerliste ermittelt (Schritt 4). Diese sind die Empfänger der aufbereiteten Nachricht. Diese wird nun auf demselben Wege in umgekehrter Richtung versendet: Der Applikationsserver übergibt die Nachricht an den Kommunikationsserver (Schritt 5), dieser wiederum übersendet die Nachricht über das Netz des Mobilfunkproviders an alle anderen Mitglieder der Verteilerliste (Schritt 6). Je nach genutzter Verbindung kann der Kommunikationsserver den Erfolg des Versands überprüfen. Ist dies erledigt, werden in dem Abrechnungsmodul die entsprechenden Logs fortgeschrieben, die später zur Abrechnung, Rechnungsstellung und ggf. zur Erstellung von Statistiken verwendet werden (Schritt 7).
  • Im Falle einer einfachen Text- oder Bildnachricht ist damit der Ablauf erledigt. Im Falle einer komplexeren Mehrwertnachricht kann es jedoch erforderlich sein, Antworten der anderen Mitglieder der Verteilerliste abzuwarten und diese wiederum in aufbereiteter Form dem ursprünglichen Sender (also Benutzer A) oder sogar allen Mitgliedern der Verteilerliste zu übersenden. Ein typischer Fall wäre die „VoteMessage", bei der erst die Antwort aller Mitglieder der Verteilerliste über das Abstimmungsergebnis entscheidet. In diesem Fall muss der Applikationsserver anhand des Nachrichtentyps erkennen, dass mit den jeweiligen zugehörigen Antworten entsprechende Aktionen nötig sind. Nachrichten benötigen deshalb eindeutige Identifikationen, um die ursprüngliche Nachricht sowie die dazu gehörenden Folgenachrichten einander zuordnen zu können. Im Applikationsserver kann der Ablauf einer Mehrwertnachricht wie beispielsweise einer „Votemessage" mit Hilfe eines Ablaufplans (Workflow) oder anhand von aufeinanderfolgenden Statuszuständen, die die jeweilige Weiterverarbeitung der Nachricht bestimmen, realisiert werden. Am Beispiel der „Votemessage" soll dies beispielhaft verdeutlicht werden:
    • – Status 1: „Votemessage" von Benutzer A wurde aufbereitet an die Mitglieder der Verteilerliste versendet.
    • – Status 2: Die Antworten auf die „Votemessage" sind von den restlichen Benutzern eingetroffen.
    • – Status 3: Das Resultat der Abstimmung wurde an alle Teilnehmer der Verteilerliste versendet.
  • Da Vorkehrungen getroffen werden, dass Nachrichten und zugehörige Antworten stets einander zugeordnet werden können, ist es möglich, über die Vergabe von aufeinander folgenden Statuszuständen, die an bestimmte Verarbeitungsschritte gekoppelt sind, zahlreiche weitere Mehrwertnachrichtentypen zu erstellen.
  • So wäre es denkbar, dass eigene Nachrichtentypen von den Benutzern selbst erstellt und verwendet werden. Solche Nachrichten bestünden dann wiederum aus Ablaufplänen (Workflows) und damit verknüpften Einzelanwendungen.
  • 3.3.2. Anmeldung eines neuen Benutzers im System
  • In 2 ist die Anmeldung eines neuen Benutzers im System schematisch dargestellt. Möchte sich ein neuer Benutzer im Kommunikationssystem anmelden, so sind zunächst zwei Fälle zu unterscheiden:
    • 1. Der Benutzer wird einem anderen Benutzer, der bereits über ein Benutzerkonto verfügt, eingeladen.
    • 2. Der Benutzer hat von der Existenz des Kommunikationssystems erfahren und meldet sich spontan an.
  • Im Fall 1 wird der einladende Benutzer den eingeladenen Benutzer zunächst beim Kommunikationssystem bekannt machen. Aufbauend auf dem bereits in Kapitel 3.3.1 dargestellten Szenario möchte beispielsweise „Benutzer D", der Mitglied und Verwalter („Verwalter") der Verteilerliste 2 ist, den noch nicht im Kommunikationssystem registrierten Benutzer X einladen. Er tut dies entweder über sein Client-Programm auf seinem Mobilfunktelefon oder über das Webportal des Systems (Schritt 1). Da der eingeladene Benutzer X dem Kommunikationssystem noch nicht bekannt ist und dementsprechend noch nicht über ein Benutzerkonto mit einer Benutzeridentifikation verfügt, gibt Benutzer E hierzu die (ihm bekannte) Mobilfunknummer vom eingeladenen Benutzer X an. Der Kommunikationsserver, der die Nachricht enthält, prüft gemeinsam mit dem Backend, ob diese Mobilfunknummer bereits im Kommunikationssystem mit einer Benutzeridentifikation (von der Benutzer E vielleicht nichts weiß) verknüpft ist (Schritt 2). Ist dies der Fall kann Benutzer X, der dann bereits über ein Benutzerkonto verfügt, prinzipiell gleich der Verteilerliste hinzugefügt werden. Ist X jedoch noch nicht im Kommunikationssystem registriert, erhält X zunächst nur eine Einladungsnachricht, bspw. per SMS, vom Kommunikationsserver (Schritt 3). Diese lädt ihn ein, sich im System über das Webinterface anzumelden (Schritt 4). Das System wartet nun einen vorgegebenen Zeitraum (z. B. 30 Tage) darauf, dass sich X auch wirklich im System anmeldet und ein Benutzerkonto einrichtet. Während dieser Wartezeit bleibt seine Mobilfunknummer im Kom munikationssystem als anhängig („pending") gespeichert. Nach ergebnislosem Ablauf der Wartezeit wird die Mobilfunknummer von X verworfen und die Einladung erlischt.
  • Schritt 4 ist gleichzeitig der erste Schritt, der im o. g. Fall 2 zu tätigen wäre. Hier erfährt Benutzer X ohne Einladung auf anderem Wege vom System und möchte sich anmelden. Er tut dies über das Webinterface des Kommunikationssystems.
  • Bei der Anmeldung hat der Benutzer im Schritt 4 Angaben zu seiner Person sowie zur gewünschten Zahlungsweise für die anfallenden Kosten zu machen. Zu den Angaben gehört bspw. ein vom Benutzer gewählter Benutzername sowie Angaben zu seinem Mobilfunktelefontyp (woraus das Kommunikationssystem schließen kann, ob beispielsweise das Client-Programm auf dem Mobilfunktelefon zum Einsatz kommen kann). Besonders wichtig ist hierbei die Angabe seiner Mobilfunknummer. Im Fall 1 (Einladung durch Dritten) ist diese dem System bereits bekannt, im Fall 2 (spontane Anmeldung) noch nicht. Zur Prüfung, ob die angegebene Mobilfunknummer existiert, erhält Benutzer X über den Kommunikationsserver eine SMS an die von ihm angegebene Mobilfunknummer gesendet (Schritt 5). Diese SMS enthält einen Bestätigungscode, den Benutzer X innerhalb einer vorgegebenen Frist von z. B. 24 Stunden im Webportal eingeben muss (Schritt 6). Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass X auch tatsächlich in Besitz des Mobilfunktelefons ist, dessen Nummer er bei seiner Anmeldung angibt. Nach Eingabe des Bestätigungscodes werden auch die Konto- und /oder Kreditkarteninformationen des Benutzers geprüft (Schritt 7). Danach ist der Benutzer im Kommunikationssystem angelegt und er verfügt über ein gültiges Benutzerkonto mit einer Benutzeridentifikation. Seine (neue) Benutzeridentifikation erhält der Benutzer per SMS an das Mobilfunktelefon gesendet.
  • Das Kommunikationssystem muss dabei berücksichtigen, dass Benutzer durchaus mehrere Mobilfunktelefone besitzen können, die alle innerhalb des Systems (z. B. in Verbindung mit verschiedenen Verteilerlisten) Verwendung finden sollen. Wichtig ist jedoch stets, dass eine eindeutige Zuordnung zwischen Benutzeridentifikation, Mobilfunknummer und Benutzer (und auch dessen Zahlungsdaten) möglich ist.
  • 3.3.3. Verwaltung von Verteilerlisten
  • In 3 ist die Verwaltung von Verteilerlisten schematisch dargestellt.
  • Im System angemeldete Benutzer können nicht nur Mitglieder einer Verteilerliste sein, sondern auch neue Verteilerlisten anlegen. In diesem Fall wird der anlegende Benutzer automatisch Verwalter („Verwalter") dieser Liste. Es obliegt ihm zukünftig, andere Mitglieder in die Liste aufzunehmen.
  • Möchte ein Verwalter einer Verteilerliste eine neue Verteilerliste anlegen, so kann er dies über das Webinterface oder ggf. auch über das Client-Programm auf seinem Mobilfunktelefon erledigen. Die Verteilerliste erhält von ihm einen Listennamen und vom System eine eindeutige Listenidentifikationsbezeichnung zugewiesen. Die Listenidentifikationsbezeichnung identifiziert bei der späteren Kommunikation die Liste und damit die in der Verteilerliste enthaltenen Mitglieder.
  • Zu „leben" beginnt die Liste jedoch erst, wenn weitere Benutzer vom Verwalter in eine Liste aufgenommen werden oder zur Teilnahme eingeladen werden.
  • Die Anbahnung der Aufnahme in eine Liste kann auf verschiedene Weise geschehen, beispielsweise:
    • – über persönlichen/verbalen Kontakt zwischen dem Verwalter und einem Interessenten
    • – zwischen einem zunächst anonymen Interessenten und dem Verwalter über das Internetportal des Kommunikationssystems
    • – über eine Internetseite, die einen Link zur Internetseite des Kommunikationssystems enthält.
  • In jedem Fall kann nur dann ein neues Mitglied in eine Verteilerliste aufgenommen werden, wenn dieses bereits als Benutzer im System registriert und validiert ist und somit ein gültiges Benutzerkonto mit einer Benutzeridentifikation besitzt.
  • Die Aufnahme eines neuen Benutzers kann vom Verwalter über das WebPortal oder das Client-Programm auf dem Mobilfunktelefon erfolgen. Der Verwalter muss hierzu entweder die Benutzeridentifikation oder einen dieser zugeordneten Namen des Interessenten oder dessen Mobilfunknummer kennen (Schritt 1). Im Beispiel ist dies wiederum Benutzer D (der Verwalter der Verteilerliste ist), der Benutzer X nach seiner Anmeldung (vgl. Kapitel 3.3.2) in die Verteilerliste 2 aufnehmen möchte.
  • Das Kommunikationssystem prüft, ob Benutzer D überhaupt berechtigt ist, weitere Benutzer in die Verteilerliste 2 aufzunehmen (Schritt 2), d. h. es wird geprüft ob Benutzer D der Verwalter der Verteilerliste 2 ist. Da Benutzer D Verwalter der Verteilerliste 2 ist, besitzt er diese Berechtigung. Das System prüft des Weiteren, ob der von D angegebene Benutzer X überhaupt im System existiert, d. h. ob er über ein gültiges Benutzerkonto verfügt (dies ist vor allem dann wichtig, wenn D nur eine Mobilfunknummer aber keinen Namen oder keine Benutzeridentifikation des Benutzers angegeben hat) (Schritt 3).
  • Das Kommunikationssystem sendet daraufhin eine Einladungsnachricht vom Typ „JoinMessage" an den Benutzer X. Die Einladungsnachricht („JoinMessage") erlaubt dem Benutzer X lediglich, die Aufnahme in die Verteilerliste anzunehmen oder abzulehnen (Schritt 4).
  • Nachdem die Aufnahme eines Benutzers voraussetzt, dass dieser bereits registrierter und validierter Benutzer im System ist, würde sich der erneute Versand einer Bestätigungsnachricht erübrigen. Verfügt der Benutzer noch nicht über ein gültiges Benutzerkonto, würde der Prozess wie in Kapitel 3.3.2 beschrieben fortgesetzt.
  • Über das WebPortal sowie das Client-Programm sind alle Benutzer mit einem gültigem Benutzerkonto in der Lage, jederzeit festzustellen, in welchen Verteilerlisten sie eingetragen sind und welchen Status sie besitzen (Nutzer oder Verwalter). Verwalter besitzen zudem die Möglichkeit, Benutzer jederzeit aus einer Liste zu streichen.

Claims (17)

  1. Verfahren zur Mobilfunkkommunikation zwischen Mitgliedern einer Gruppe, wobei – die Gruppenmitglieder in einer Verteilerliste gelistet sind, welche auf einem Datenbankserver hinterlegt und verwaltet wird, – jedem Gruppenmitglied wenigstens ein Kommunikationsendgerät zugeordnet ist, welches über ein Mobilfunknetz mit dem Datenbankserver kommunizieren kann, – und wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: – Anlegen von Benutzerkonten auf dem Datenbankserver, wobei jedes Benutzerkonto eine Benutzeridentifikation und wenigstens eine zugehörige Mobilfunknummer umfasst, welche dem Kommunikationsendgerät des Benutzers zugeordnet ist, – Anlegen von Verteilerlisten von Gruppenmitgliedern, wobei jeder Benutzer, der über ein Benutzerkonto auf dem Datenbankserver verfügt, berechtigt ist, solche Verteilerlisten anzulegen und in einer Verteilerliste nur solche Gruppenmitglieder gelistet werden können, die über ein Benutzerkonto auf dem Datenbankserver verfügen, – Absenden einer Nachricht an die Verteilerliste durch einen in der Verteilerliste als Gruppenmitglied gelisteten Benutzer, – Weiterleiten der an die Verteilerliste gesandten Nachricht über Mobilfunk an das jeweilige Kommunikationsendgerät von allen in dieser Verteilerliste gelisteten Gruppenmitgliedern.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der an die Verteilerliste gesandten Nachricht um eine Textnachricht, insbesondere eine SMS, oder um eine Multimedia-Nachricht umfassend Text-, Bild-, Ton und/oder Positionsdaten handelt und insbesondere eine MMS und/oder um eine Nachricht in einem proprietären Format, die einen der vorgenannten oder auch anderen Nachrichteninhalt transportieren kann und per GRPS- oder UMTS-Datentransfer zugestellt wird.
  3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlegen der Benutzerkonten auf dem Datenbankserver über das Internet, insbesondere über eine Website erfolgt, über welche der Benutzer Zugriff auf den Datenbankserver hat.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlegen der Benutzerkonten neben der Benutzeridentifikation und der Mobilfunknummer des Benutzers auch seine Bankverbindung im Benutzerkonto hinterlegt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlegen eines neuen Benutzerkontos die vom neuen Benutzer angegebene Mobilfunknummer überprüft wird, indem eine Testnachricht, welche bevorzugt einen Bestätigungscode enthält, an die diese Mobilfunknummer gesandt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das neue Benutzerkonto nur dann angelegt wird, wenn die Testnachricht innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne beim Empfänger angekommen und insbesondere die Bestätigungsnachricht von dem der Mobilfunknummer zugeordneten Kommunikationsendgerät eingetroffen ist.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfänger einer von der Verteilerliste weiter geleiteten Nachricht diese Nachricht beantworten können, wobei die Antwortnachricht an die Verteilerliste gesandt und von dort an alle Gruppenmitglieder der Verteilerliste weiter geleitet wird. 2
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einem der Kommunikationsendgeräte ein Clientprogramm installiert ist, welches in der Lage ist GPRS und/oder UMTS-Daten zu empfangen und an andere Kommunikationsgeräte zu übertragen.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anlegen einer neuen Verteilerliste ein Benutzer, der über ein Benutzerkonto verfügt, eine Anzahl von Gruppenmitgliedern, die ebenfalls alle über ein Benutzerkonto verfügen, in eine Liste einträgt, welche dann auf dem Datenbankserver als neue Verteilerliste hinterlegt wird, wobei zum Eintragen der Gruppenmitglieder in die Verteilerliste entweder deren Benutzeridentifikation oder die dieser Benutzeridentifikation zugeordneten Mobilfunknummer oder ein dieser Benutzeridentifikation zugeordneter Benutzername eingetragen wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlegen einer neuen Verteilerliste bei jedem neu hinzugefügten Gruppenmitglied geprüft wird, ob es sich um einen Benutzer handelt, der über ein auf dem Datenbankserver hinterlegtes Benutzerkonto verfügt.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Anlegen einer neuen Verteilerliste jedes Gruppenmitglied, welches in der neuen Verteilerliste gelistet ist, eine Einladungsnachricht zur Teilnahme an der Verteilerliste erhält, welche von dem jew. Gruppenmitglied zum Zwecke der Zu- oder Absage beantwortet werden kann.
  12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn in der Verteilerliste die Mobilfunknummer eines neu hinzugefügten Gruppenmitglieds eingetragen worden ist, welches nicht über ein Benutzerkonto verfügt, zunächst eine Einladungsnachricht an die Mobilfunknummer dieses neu hinzugefügten Gruppenmitglieds gesendet wird, mit der dieses Gruppenmitglied zur Einrichtung eines Benutzerkontos aufgefordert wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das neu hinzugefügte Gruppenmitglied, welches nicht über ein Benutzerkonto verfügt, wieder aus der Verteilerliste gestrichen wird, wenn nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne von diesem Gruppenmitglied ein Benutzerkonto eingerichtet wird.
  14. Kommunikationssystem zur Durchführung des Verfahrens nach einem der voranstehenden Ansprüche, umfassend – einen Kommunikationsserver, der eine Mobilfunkkommunikation mit einem Mobilfunknetz, insbesondere einem GSM- oder UMTS-Netz ermöglicht und Nachrichtenübertragungskanäle, insbesondere für SMS, MMS, GPRS, Wimax und/oder UMTS-Nachrichten zur Verfügung stellt, – einen Applikationsserver, auf dem ein Applikationsprogramm zur Durchführung des Verfahrens nach einem der voranstehenden Ansprüche läuft und welcher eine Internetseite bereit stellt, über welche die Benutzer mit dem Kommunikationssystem kommunizieren können, – und den Datenbankserver, auf dem die Daten der Benutzer des Kommunikationssystems in Form der Benutzerkonten sowie die Verteilerlisten hinterlegt sind, – sowie eine Mehrzahl von den Benutzern des Kommunikationssystems zugeordneten Kommunikationsendgeräten.
  15. Kommunikationssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Applikationsprogramm, welches auf dem Applikationsserver gespeichert ist, folgende Module umfasst: – ein Nachrichtenmodul, das die Nachrichten, die über das Kommunikationssystem versandt werden, erstellt, verwaltet, verarbeitet und/oder aufbereitet; – ein Verwaltungsmodul, welches die auf dem Datenbankserver hinterlegten Datenbanken, insbesondere die Benutzerkonten und die Verteilerlisten verwaltet und/oder bearbeitet; – Ein Abrechnungsmodul, welches die Abrechnung der Gebühren ausführt, die den Benutzern des Kommunikationssystems, die über ein Benutzerkonto verfügen, für die Nutzung in Rechnung gestellt werden.
  16. Kommunikationssystem nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Kommunikationsendgeräten der Benutzer um Mobilfunktelefone und bevorzugt um GPRS oder UMTS-fähige Mobilfunktelefone, oder um Computer mit einem Zugang zu einem Mobilfunknetz oder dem Internet handelt.
  17. Kommunikationssystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einem der Kommunikationsendgeräte ein Clientprogramm installiert ist, welches die Datenübertragung, insbesondere von GPRS- bzw. UMTS-Daten, zu und von dem Kommunikationssystem steuert.
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