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DE102007032302A1 - Verfahren zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage - Google Patents

Verfahren zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage Download PDF

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DE102007032302A1
DE102007032302A1 DE102007032302A DE102007032302A DE102007032302A1 DE 102007032302 A1 DE102007032302 A1 DE 102007032302A1 DE 102007032302 A DE102007032302 A DE 102007032302A DE 102007032302 A DE102007032302 A DE 102007032302A DE 102007032302 A1 DE102007032302 A1 DE 102007032302A1
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DE
Germany
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sub
measurement request
image data
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measurement
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007032302A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Böing
Till Hoenig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Priority to US12/171,339 priority patent/US20090016584A1/en
Publication of DE102007032302A1 publication Critical patent/DE102007032302A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B6/00Apparatus or devices for radiation diagnosis; Apparatus or devices for radiation diagnosis combined with radiation therapy equipment
    • GPHYSICS
    • G16INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR SPECIFIC APPLICATION FIELDS
    • G16HHEALTHCARE INFORMATICS, i.e. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR THE HANDLING OR PROCESSING OF MEDICAL OR HEALTHCARE DATA
    • G16H30/00ICT specially adapted for the handling or processing of medical images
    • G16H30/20ICT specially adapted for the handling or processing of medical images for handling medical images, e.g. DICOM, HL7 or PACS

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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage (1) zur Erzeugung von Bilddaten (BD<SUB>A</SUB>, BD<SUB>B</SUB>) beschrieben, bei dem eine Mehrzahl von Messanforderungsbefehlen (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) an die bildgebende medizintechnische Anlage (1) übermittelt wird und bei dem in Abhängigkeit von den Messanforderungsbefehlen (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) die medizintechnische Anlage (1) so gesteuert wird, dass Rohdaten (RD) für die verschiedenen Messanforderungsbefehle (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) in einer gemeinsamen Messung akquiriert werden und für jeden der Messanforderungsbefehle (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) auf Basis der Rohdaten (RD) Bilddaten (BD<SUB>A</SUB>, BD<SUB>B</SUB>) rekonstruiert werden. Dabei werden jeweils die für die einzelnen Messanforderungsbefehle (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) rekonstruierten Bilddaten (BD<SUB>A</SUB>, BD<SUB>B</SUB>) in getrennten, den einzelnen Messanforderungsbefehlen (MB<SUB>A</SUB>, MB<SUB>B</SUB>) zugeordneten Studien (S<SUB>A</SUB>, S<SUB>B</SUB>) zusammengefasst und in einer Speichereinheit (16) hinterlegt und/oder an eine Befundungsstation übermittelt. Außerdem wird eine Steuereinrichtung (10) zur Steuerung einer medizintechnischen Anlage (1) mit einem solchen Verfahren beschrieben.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Steuereinrichtung zur Steuerung einer medizintechnischen Anlage zur Erzeugung von medizintechnischen Bilddaten und eine medizintechnische Anlage mit einer solchen Steuereinrichtung.
  • Bildgebende Systeme wie Computertomographen, Magnetresonanzsysteme etc. nehmen heute im medizinischen Bereich eine bedeutende Rolle ein. Die von den bildgebenden Systemen erzeugten Darstellungen der inneren Organe und Strukturen des Patienten werden zur Diagnose von Krankheitsursachen, zur Planung und Durchführung von Operationen oder auch zur Vorbereitung von therapeutischen Maßnahmen angewandt. Die neue Generation von Computertomographiesystemen erlaubt dabei ebenso wie Magnetresonanzsysteme großvolumige Untersuchungen, die im Maximalfall Ganzkörperuntersuchungen sein können.
  • Um eine Untersuchung durchzuführen, werden bei den meisten Kliniken oder größeren radiologischen Praxen zunächst Untersuchungsanforderungen erstellt, die in Form von Messanforderungsbefehlen in der Regel über ein Krankenhausinformationssystem, beispielsweise ein RIS (Radiologieinformationssystem), an die jeweilige bildgebende Anlage gesendet werden. An der bildgebenden Anlage wird dann in Abhängigkeit von diesem Messanforderungsbefehl die Messung durchgeführt, um die notwendigen Bilddaten zur Erfüllung des Untersuchungsauftrags zu erstellen. Dabei werden die Messanforderungsbefehle im RIS häufig in Form einer sogenannten „Worklist" aufbereitet und dann an das jeweilige bildgebende System transferiert. Je nach Klinik- bzw. Praxisorganisation kann dabei eine Kombinationsuntersuchung, wie z. B. die häufig durchgeführte Thorax-Abdomen-Kombi-Untersuchung, als einzelne Messanforderungsbefehle oder als multipler Messanforderungsbefehl in der Worklist eingetragen sein.
  • Um eine gewisse Kompatibilität zu wahren, arbeiten die meisten Systeme und Netzwerke bei der Aufbereitung und Speicherung der Bilddaten nach dem sogenannten DICOM-Standard (DICOM = Digital Imaging and Communications in Medicine = Digitale Bildverarbeitung und Kommunikation in der Medizin). Dabei ist jeder Messauftrag (im DICOM-Standard als „Requested Procedure" bezeichnet), welcher durch das RIS in Form eines Messanforderungsbefehls übermittelt wird, durch eine sogenannte Auftragsnummer (üblicherweise auch „Accession Number" genannt) eindeutig identifizierbar. Bei der Durchführung einer Messung zur Erzeugung von Bilddaten für einen bestimmten Untersuchungsauftrag wird an dem bildgebenden System eine sogenannte „Studie" erzeugt. Gemäß dem DICOM-Standard sind solche Studien Ergebnis-Ordner, die sämtliche zu einem bestimmten Untersuchungsauftrag erzeugten Bilddaten in Form von Bildserien enthalten. Diese Studie enthält zudem die wesentlichen Informationen über den Auftrag einschließlich der Auftragsnummer. Die Studie wird dann zur Befundung an eine Befundungsstation gesendet, an welcher der zuständige Radiologe die Bilddaten beurteilt und seinen Befund ebenfalls gemäß dem DICOM-Standard in eine Datei schreibt, die Teil der Studie ist. Dabei ist der DICOM-Standard derart festgelegt, dass pro Studie exakt ein Befund erlaubt ist. Aus diesem Grunde werden derzeit sämtliche Ergebnisse einer Messung in nur einer Studie gespeichert, und zwar auch dann, wenn im Rahmen der Messung mehrere Messanforderungsbefehle bearbeitet wurden und/oder es sich beispielsweise um eine Kombinationsuntersuchung handelt.
  • Diese Situation ist in 1 dargestellt. Gezeigt sind hier schematisch die Situationen am RIS, aus welchem die Untersuchungsaufträge kommen, am bildgebenden System (hier einem Computertomographen (CT)), welches die Aufträge empfängt und die Messung und Bildrekonstruktion durchführt, und im PACS (Picture Archiving and Communication System = Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem), über das die erzeugten Bilder gespeichert bzw. an Befundungsstationen gesendet werden.
  • Im RIS existieren zwei Messanforderungsbefehle MBTh, MBAb, für zwei Untersuchungsaufträge, hier z. B. für den Thoraxbereich und für den Abdomenbereich. Jede von ihnen hat eine eigene Auftragsnummer ANTh, ANAb, und einen eigenen Studien-Identifizierungscode ICTh, ICAb, (auch „Study Instance UID" genannt). Da die Messungen sinnvollerweise zusammengefasst werden sollen, um die Röntgenbelastung für den Patienten so gering wie möglich zu halten, werden diese Studien am Computertomographen zu einer Studie S zusammengefasst, der ein neuer Studien-Identifizierungscode ICN zugewiesen wird. Die Auftragsnummern ANTh, ANAb, welche eine Zuordnung zum ursprünglichen Messanforderungsbefehl MBTh, MBAb erlauben, gehen dabei verloren. In dieser Studie SN werden sämtliche Bildserien, d. h. die Bilddaten BDTh, die den Thorax betreffen, und die Bilddaten BDAb, die den Abdomenbereich betreffen, zusammengefasst. Die Studie SN wird dann über das PACS gespeichert bzw. an eine Befundungsstation gesendet.
  • Ein großes Problem ist bei dieser Verfahrensweise, dass die Auftragsnummer verloren geht und der Studien-Identifizierungscode geändert wird. Die Auftragsnummer spielt in den meisten Krankenhausinformationssystemen und PACS-Systemen eine wichtige Rolle und es gehen mit dem Verlust dieser Nummer wertvolle Informationen, wie beispielsweise eine dezidierte Studienbeschreibung, eine ursprüngliche Begründung, warum die betreffende Untersuchung überhaupt angefordert wurde etc., verloren. Insbesondere, wenn die erzeugten Bildserien von unterschiedlichen Experten befundet werden, fehlt die Referenz zu den ursprünglichen Anforderungsdaten und somit eine durchgängige Möglichkeit zur Dokumentation der gesamten Untersuchung, was zum einen für die Klinikorganisation, zum anderen aber auch für den Patienten nachteilig sein kann, da hier zusätzliche Daten nicht mehr eindeutig zugeordnet werden können.
  • Zudem ist es in großen Kliniken und radiologischen Praxen mit dedizierten Radiologie-Abteilungen, z. B. für den Thoraxbe reich, den Abdomenbereich, den neurologischen Bereich etc., sinnvoll, die für die einzelnen Aufträge erzeugten Bilddaten in die jeweiligen Spezialabteilungen zu senden, so dass die Radiologen nur jeweils die Bilder zur Befundung zugeteilt bekommen, für die sie jeweils das Spezialwissen besitzen. Es kann dann jeder Radiologe einen Befund zu der ihm zugeteilten Körperregion bzw. dem ihm zugewiesenen Untersuchungsauftrag erstellen.
  • Wegen dieser Problematik werden basierend auf den ursprünglichen Anforderungsdaten häufig nachträglich zusätzliche Studien erzeugt und dann die Bildserien „manuell" geeignet auf die Studien verteilt. Dieses Verfahren ist in 2 dargestellt. Im RIS und am CT ist die Situation wie bei dem ursprünglichen Verfahren nach 1. Für die Speicherung und Verteilung im PACS werden nun aber aus der Studie SN wieder manuell zwei Studien STh, SAb erzeugt, in die jeweils die passenden Bilddaten BDTh, BDAb eingeordnet werden.
  • Abgesehen davon, dass es sich hierbei um ein außerordentlich personalaufwändiges Verfahren handelt, hat diese Lösung weitere gravierende Nachteile. So sind, solange die Daten bei der Rohdatenakquisition und der Rekonstruktion der Bilddaten nur am CT vorhanden sind, die Anforderungsinformationen (beispielsweise in Form der Anforderungsnummer) und damit der Zugriff auf die ursprünglichen Untersuchungsanforderungen nicht vorhanden.
  • Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der sog. MPPS-Service (MPPS = Modality Performed Procedure Step = modalitätsdurchgeführter Untersuchungsschritt) nicht genutzt werden kann. Mit Hilfe der für diesen Service zuständigen, im DICOM-Standard vorgesehenen MPPS-Module können wichtige Daten, wie z. B. die applizierte Dosis, die benötigten Verbrauchsmaterialien, insbesondere Kontrastmittel etc. und vor allem auch Informationen, welche Daten auf dem Gerät letztlich erzeugt wurden, unmittelbar an ein zentrales System und/oder an ein klinisches Informationssystem weitergegeben, dort dokumen tiert und für weitere Auswertungen genutzt werden. Da mit dem in 2 dargestellten Verfahren die Daten am medizintechnischen System selbst nur einen temporären Zustand haben und die Bildserien später in andere Studien verschoben werden, kann hier die dafür erforderliche MPPS-Meldung nicht erfolgen. Sie würde ansonsten später zu Inkonsistenzen zwischen dem RIS und dem PACS führen.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein alternatives, komfortableres Verfahren und eine entsprechende Steuereinrichtung zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage zur Erzeugung von Bilddaten anzugeben, mit dem die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 sowie durch eine Steuereinrichtung gemäß Patentanspruch 7 gelöst.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird, wenn eine Mehrzahl von Messanforderungsbefehlen an die bildgebende medizintechnische Anlage übermittelt wird, in Abhängigkeit von diesen Messanforderungsbefehlen die medizintechnische Anlage zwar so gesteuert, dass Rohdaten für die verschiedenen Messanforderungsbefehle in einer gemeinsamen Messung akquiriert werden. Damit ist sichergestellt, dass keine unnötigen Messungen erforderlich sind, welche den Patienten zusätzlich belasten würden. Zum anderen werden aber für jeden der Messanforderungsbefehle auf Basis der Rohdaten Bilddaten rekonstruiert und dabei jeweils die für die einzelnen Messanforderungsbefehle rekonstruierten Bilddaten in getrennten, den einzelnen Messanforderungsbefehlen zugeordneten Studien zusammengefasst und in einer Speichereinheit für eine spätere Befundung hinterlegt und/oder direkt an eine Befundungsstation übermittelt.
  • Anders als bei den bisherigen Verfahren, welche durch die Standardisierungsgremien propagiert werden, werden die Bildserien für die einzelnen Aufträge eben nicht in einer Studie zusammengefasst, sondern von vornherein separat an der medizintechnischen Anlage verarbeitet. Alle Anforderungsattribute, insbesondere die Auftragsnummer und alle zugehörigen Informationen wie der Grund für die Ausführung der Untersuchung etc. können somit eins zu eins in die jeweiligen Studien überführt werden und stehen dem Befunder von Anfang an zur Verfügung und können dementsprechend auch ordnungsgemäß protokolliert werden. Insbesondere können in üblicher Weise MPPS-Daten für die Untersuchung erzeugt und den einzelnen Studien zugeordnet werden. Diese MPPS-Daten sind durchgängig konsistent und können entsprechend im RIS oder PACS ausgewertet werden.
  • Durch die separate Behandlung der einzelnen Messanforderungsbefehle bei der Bilddatenrekonstruktion und Zuordnung in die verschiedenen Studien ist insbesondere gewährleistet, dass seitens des RIS alle Planungsdaten in den jeweiligen Studien hinterlegt werden können. Die erzeugten Studien können ohne weiteres selektiv an die spezialisierten Befundungsstationen geschickt werden. Ein besonderer Vorteil dieses Verfahren kann zudem darin bestehen, dass keine Verletzung der bestehenden Datenstandards erfolgt, sondern dass die mit dem neuen Verfahren erzeugten Bilddaten und Bildserien bzw. erstellten Studien im Sinne der Standards valide sind.
  • Eine erfindungsgemäße Steuereinrichtung zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage muss zur Durchführung des Verfahrens eine geeignete Schnittstelle zur Erfassung einer Mehrzahl von Messanforderungsbefehlen für eine durchzuführende Messung aufweisen. Sie benötigt weiterhin eine Akquisitionssteuereinheit, welche in Abhängigkeit von den Messanforderungsbefehlen die medizintechnische Anlage so steuert, dass Rohdaten für die verschiedenen Messanforderungsbefehle in einer gemeinsamen Messung akquiriert werden. Außerdem benötigt die Steuereinrichtung erfindungsgemäß eine Bilddaten-Rekonstruktionseinheit, welche für jeden der Messanforderungsbefehle auf Basis der Rohdaten Bilddaten rekonstruiert und dabei jeweils die für die einzelnen Messanforderungsbe fehle rekonstruierten Bilddaten in getrennten, den einzelnen Messanforderungsbefehlen zugeordneten Studien zusammenfasst, d. h. entsprechend gesammelt in einem Speicher hinterlegt und/oder über ein Netzwerk an andere Einheiten versendet bzw. in einem PACS zur Verfügung stellt.
  • Eine erfindungsgemäße medizintechnische bildgebende Anlage benötigt außer den üblichen Komponenten zur Akquisition der Daten, d. h. bei einer Computertomographie-Anlage einen CT-Scanner oder bei einem Magnetresonanztomographen einen MR-Scanner, eine erfindungsgemäß ausgestattete Steuereinrichtung.
  • Bei der bildgebenden Anlage handelt es sich bevorzugt um ein Computertomographie-System, da es bei solchen Systemen aufgrund der Röntgenbelastung besonders wichtig ist, dass verschiedene Untersuchungen möglichst innerhalb einer Messung durchgeführt werden können.
  • Ein Großteil der zuvor genannten Komponenten der Steuereinrichtung, insbesondere die Akquisitionssteuereinheit und die Bilddaten-Rekonstruktionseinheit, können ganz oder teilweise in Form von Softwaremodulen in einem Prozessor einer entsprechenden Steuereinrichtung realisiert werden. Dies ist insoweit vorteilhaft, da durch eine Softwareinstallation auch bereits vorhandene Steuereinrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nachgerüstet werden können. Die Erfindung umfasst daher auch ein Computerprogrammprodukt, welches direkt in einem Prozessor einer programmierbaren Steuereinrichtung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage ladbar ist mit Programmcode-Mitteln, um alle Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens auszuführen, wenn das Programm in der Steuereinrichtung ausgeführt wird.
  • Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. Dabei kann die erfindungsgemäße Steuereinrichtung bzw. die erfindungsgemäße medizintechnische bildgebende Anlage auch analog zu den abhängigen Verfahrensansprüchen weitergebildet sein.
  • Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vor der Messung am bildgebenden System zunächst für jeden der Messanforderungsbefehle eine Studie generiert, welcher später die zugehörigen Bilddaten zugeordnet werden. Dabei kann vorzugsweise ein dem Messanforderungsbefehl zugeordneter Identifizierungscode automatisch mit der zugehörigen Studie verknüpft werden, so dass zu jedem Zeitpunkt der Zusammenhang zwischen der ursprünglichen Messanforderung und den hierfür generierten Bilddaten besteht.
  • Besonders bevorzugt werden für verschiedene Messanforderungsbefehle zu erzeugende gleiche Bilddaten nur einmal rekonstruiert und es werden für die verschiedenen Studien Kopien dieser Bilddaten angefertigt und den verschiedenen Studien zugeordnet. Um welche Bilddaten es sich hierbei handelt, hängt von der Art der durchzuführenden Untersuchungen ab. Ein typisches Beispiel ist das in nahezu jeder Messung anzufertigende Übersichtsbild, auch „Topogramm" genannt. Dieses wird in der Regel in einer Vormessung vor der eigentlichen Hauptmessung ermittelt. Es kann dann anhand des Topogramms festgelegt werden, in welchem Bereich welche Bilder, beispielsweise wie viele Schichten mit welchem Abstand etc., zu erzeugen sind. Bei diesem Verfahren werden also bei einer Rohdaten-Akquisition in einer separaten Vormessung zunächst Rohdaten zur Rekonstruktion von Übersichtsbilddaten akquiriert. Dabei werden bevorzugt die daraus ermittelten Übersichtsbilddaten kopiert und den verschiedenen Studien zugeordnet. Ebenfalls kann eine Dokumentation der Untersuchung, das sogenannte "Patient protocol" (= Patienten Protokoll) kopiert und allen zugehörigen Studien zugewiesen werden.
  • Bei einem bevorzugten Verfahrensablauf werden nach einer Akquisition der Rohdaten jeweils die Bilddaten für die verschiedenen Messanforderungsbefehle nacheinander in getrennten Rekonstruktionsdurchläufen aus den Rohdaten rekonstruiert und in der dem jeweiligen Messanforderungsbefehl zugeordneten Studie zusammengefasst. Das heißt, es werden beispielsweise nach der Rohdatenakquisition zunächst in einem ersten Rekonstruktionsdurchlauf sämtliche Bilddaten für einen ersten Messanforderungsbefehl rekonstruiert und in einer ersten Studie hinterlegt. Danach werden in einem zweiten Rekonstruktionsdurchlauf sämtliche Bilddaten für einen zweiten Messanforderungsbefehl rekonstruiert und in einer zweiten Studie hinterlegt. Dieses Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis für jeden der Messanforderungsbefehle die zugehörigen Bildserien rekonstruiert und in der zugehörigen Studie hinterlegt sind.
  • Üblicherweise stehen in medizintechnischen Anlagen wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen verschiedene Messprotokolle bzw. Steuerprotokolle bereit, in denen für bestimmte Untersuchungsarten genau festgelegt ist, mit welchen Steuerparametern die Messung auszuführen ist. Der Bediener braucht dann nur noch eines dieser Messprotokolle auszuwählen, kann ggf. die dort hinterlegten Steuerdaten modifizieren und die nachfolgende Messung wird dann automatisch auf Basis dieses Messprotokolls durchgeführt. D. h. die medizintechnische Anlage wird letztlich auf Basis dieses Messprotokolls automatisch gesteuert.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind daher vorzugsweise in einer Speichereinheit eine Anzahl von Messprotokollen für verschiedene Messanforderungsbefehle hinterlegt, wobei die Messprotokolle zusätzlich Steuerdaten für die Bildrekonstruktion und die Zuordnung der rekonstruierten Bilddaten zu den Studien enthalten. Das heißt, der Bediener kann auf Basis der Messanforderungsbefehle ein geeignetes Messprotokoll auswählen, welches in der Lage ist, die medizintechnische Anlage so zu steuern, dass eine Messung für sämtliche Messanforderungsbefehle auf einmal durchgeführt wird, und welches auch die Rekonstruktion automatisch so steuert, dass die entsprechenden Bildserien für die verschiedenen Messanforderungsbefehle erzeugt und automatisch in die passenden Studien zusammenge fasst werden. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung des Arbeitsablaufs für den Bediener an der Anlage selbst.
  • Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung der Erstellung einer Studie aus verschiedenen Untersuchungsanforderungen, wie sie derzeit nach dem Stand der Technik durchgeführt wird,
  • 2 eine Darstellung, wie nach dem derzeitigen Stand der Technik eine gemäß dem Verfahren in 1 erzeugte Studie wieder in zwei Studien zerlegt wird,
  • 3 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erzeugung von zwei unterschiedlichen Studien für zwei verschiedene Untersuchungsanforderungen,
  • 4 ein Ablaufplan für einen möglichen Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 5 eine grob schematische Darstellung eines bildgebenden Systems mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Bei den folgenden Erläuterungen wird davon ausgegangen, dass es sich bei der bildgebenden Anlage um ein Computertomographie-System handelt. Grundsätzlich ist das Verfahren aber auch an anderen bildgebenden Anlagen einsetzbar.
  • Die Verfahren gemäß den 1 und 2, wie sie derzeit nach dem Stand der Technik durchgeführt werden, wurden bereits oben ausführlich erläutert. 1 zeigt das ursprünglich gemäß dem DICOM-Standard vorgesehene Verfahren, bei dem zwei Untersuchungsanforderungen, z. B. für eine Thoraxuntersuchung und eine Abdomenuntersuchung, am CT zusammengefasst werden und letztlich die Bildserien in einer Studie S zusammengefasst an das PACS übergeben werden. 2 zeigt eine etwas veränderte Variante, bei der in gleicher Weise wie in dem Verfahren gemäß 1 die Bildserien für die beiden Untersuchungsanforderungen in einer Studie S zunächst vom CT zusammengefasst werden und anschließend dann manuell im PACS in zwei Studien STh, SAb wieder zerlegt werden. Wie bereits oben erläutert, bringt dieses Verfahren nicht nur einen erheblichen Arbeitsaufwand, sondern auch weitere Nachteile mit sich, insbesondere die fehlende Zuordnung und die nicht eindeutige Dokumentation der gesamten Untersuchung.
  • Wie aus 3 zu ersehen, wird dagegen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bereits am CT selbst, d. h. bei der Rohdatenakquisition und insbesondere der späteren Rekonstruktion, die Anlage so gesteuert, dass automatisch für jeden der vom RIS übergebenen Messanforderungsbefehle MBA, MBB eine eigene Studie SA, SB, erzeugt wird. Dabei werden die Bilddaten BDA für den ersten Messanforderungsbefehl MBA in der ersten Studie SA zusammengefasst und die Bilddaten BDB für den zweiten Messanforderungsbefehl MBB in der zweiten Studie SB zusammengefasst. Diese getrennten Studien werden dann an das PACS übergeben und können dort völlig getrennt behandelt werden, wobei sichergestellt ist, dass in den an das PACS gelieferten Studien SA, SB sämtliche Attribute der ursprünglichen Messanforderungsbefehle MBA, MBB nicht verloren gegangen sind, sondern den Studien SA, SB wieder zugeordnet sind. Durch das erfindungsgemäße Verfahren am CT-System selbst ist dennoch sichergestellt, dass die eigentliche Datenakquisition kombiniert erfolgt und die Belastung für den Patienten minimal ist.
  • Wie in 3 dargestellt, ist jeder Messanforderungsbefehl MBA, MBB mit einer Anforderungsnummer ANA, ANB und zusätzlich einem Studien-Identifizierungscode ICA, ICB versehen. Sowohl die Anforderungsnummer ANA, ANB als auch der Studien-Identifizierungscode ICA, ICB werden am CT unmittelbar den jeweiligen Studien SA, SB zugeordnet und stehen somit auch später im PACS wieder zur Verfügung. Somit ist eine eindeutige Zuordnung zu den ursprünglichen Untersuchungsanforderungen bzw. Messanforderungsbefehlen MBA, MBB gegeben.
  • In 3 ist zum Vergleich mit den 1 und 2 lediglich ein Beispiel mit nur zwei Messanforderungsbefehlen MBA, MBB dargestellt. Es ist aber ohne weiteres möglich, dass auch mehr als zwei Messanforderungsbefehle bzw. Untersuchungsanforderungen an das CT für eine einzige Messung gesandt werden und gemeinsam die Rohdaten für diese Untersuchungsanforderungen gemessen werden.
  • 4 zeigt einen möglichen Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens, insbesondere am CT selbst. Dargestellt ist hier einmal die Datenübergabe vom RIS in eine sog. CT-Worklist-Datenbank CTW des Computertomographen (CT). Bei der Untersuchung am CT kann auf diese CT-Worklist-Datenbank CTW zugegriffen werden, um die durchzuführende Messung zu planen (als Bereich CTP eingezeichnet) und letztlich die eigentliche Datenakquisition CTA durchzuführen. Die CT-Worklist-Datenbank CTW bildet somit die Schnittstelle zwischen dem RIS und dem eigentlichen CT, an dem die CT-Akquisitionsplanung CTP und die CT-Akquisition CTA stattfindet.
  • In einem ersten Schritt I wird vom CT aus die aktuelle Worklist beim RIS angefordert. Im Schritt II wird die Worklist gesendet. Diese Worklist enthält eine Vielzahl von Messaufträgen für das CT, in der Regel nach Patienten sortiert, wobei u. a. auch für ein- und denselben Patienten mehrere Messanforderungsbefehle enthalten sein können.
  • Wenn nun der Bediener des CTs im Schritt III einen Patienten selektiert, für den mehrere Messanforderungsbefehle MBA, MBB vorgegeben sind, so werden diese Messanforderungsbefehle MBA, MBB an die CT-Akquisitionsplanung CTP übergeben und müssen dort für die durchzuführende Messung berücksichtigt werden.
  • In einem ersten Schritt IV werden während der CT-Akquisitionsplanung CTP am CT bereits zwei Studien SA, SB angelegt, wobei es sich hierbei zunächst um Ordner handelt, welchen nur die Daten der jeweiligen Messanforderungsbefehle MBA, MBB wie z. B. die Anforderungsnummern ANA, ANB, aber noch keinerlei Bilddaten zugeordnet sind. Anschließend werden im Schritt V ein oder mehrere geeignete Untersuchungsprotokolle ausgewählt, um die gemäß den Messanforderungsbefehlen MBA, MBB vorgegebenen Untersuchungen durchzuführen, d. h. die benötigten Rohdaten zu akquirieren und die Bilddaten daraus zu rekonstruieren.
  • Im Schritt VI werden dann entsprechende Steuerbefehle zur Messung eines Topogramms an den CT-Scanner gesendet. Im Schritt VII erfolgt dann die eigentliche Akquisition der Rohdaten für das Topogramm in einer Vormessung Mv und gleichzeitig die Rekonstruktion der Übersichtsbilddaten, um das Topogramm T zu erstellen. Dieses Topogramm T wird vorzugsweise zunächst in der Studie gespeichert, zu der der nächste Tomogrammeintrag im Protokoll zugewiesen ist, beispielsweise zur ersten Studie SA.
  • Nachdem im Schritt VIII die Vormessung und Topogramm-Bilddatenerzeugung abgeschlossen wurde, kann im Schritt IX die eigentliche Hauptmessung MH geplant werden, so dass im Schritt X die entsprechenden Steuerbefehle für die CT-Akquisition an das CT gesandt werden.
  • Anschließend wird im Schritt XI die eigentliche Hauptmessung MH durchgeführt. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Ganzkörperspiralmessung handeln, so dass ausreichend Daten aufgezeichnet werden, um damit die Bilddaten für den ersten Untersuchungsauftrag MBA, beispielsweise eine Thoraxuntersuchung, und den zweiten Messanforderungsbefehl MBB, beispielsweise eine Abdomenuntersuchung, zu erzeugen. Im Schritt XII werden dann die Rohdaten für die spätere Rekonstruktion hinterlegt.
  • Die Schritte IV, V und IX können an der Bedieneinheit des CTs vom Bediener manuell, halbautomatisch oder auch vollautomatisch durchgeführt werden. In der Regel wird es so sein, dass die Auswahl der zu erzeugenden Bilderserien und deren Zuordnung zu einer Anforderung bzw. Studie für einen bestimmten Untersuchungsauftrag nur einmal vorgenommen werden muss und bei nachfolgenden Untersuchungen, die auf Aufträgen mit der gleichen Untersuchungskombination basieren, dies automatisch erfolgen kann. Dies hängt aber u. a. auch davon ab, in welcher Form zuvor geeignete Messprotokolle hinterlegt werden, um Messungen für verschiedene Kombinationen von Messanforderungsbefehlen durchzuführen.
  • Nachdem die Rohdaten im Schritt XII zur Verfügung gestellt wurden, kann dann im Schritt XIII für die Studie SA eine anteilige Spiralrekonstruktion initialisiert und in einem ersten Rekonstruktionsdurchlauf RA durchgeführt werden. Dabei werden die Bilddaten BDA, d. h. eine Bildserie, für den ersten Messanforderungsbefehl MBA rekonstruiert, wobei die Bilder in dem existierenden Topogramm T referenziert sind. Die Bilddaten BDA werden dann gemeinsam mit dem bereits in der Studie SA eingeordneten Topogramm T in der Studie SA hinterlegt. Im Schritt XV wird beispielsweise die komplette Studie SA zu einer Befundungsstation für den betreffenden Anforderungstyp, beispielsweise bei einer Thoraxuntersuchung in eine Spezialabteilung für Thoraxuntersuchungen, gesendet.
  • Im Schritt XVI ist dann die Bilddatenrekonstruktion für die erste Studie SA beendet und es kann im Schritt XVII eine anteilige Spiralkonstruktion für die zweite Studie SB, beispielsweise für eine Abdomenuntersuchung, initialisiert werden. Hierbei wird dann in einem ersten Schritt XVIII eine Kopie des bisherigen Topogramms T erzeugt und diese Topogrammkopie T' in der Studie SB hinterlegt. Anschließend wird im Schritt XIX eine neue Bildserie rekonstruiert, d. h. es werden die Bilddaten BDB für die zweite Studie SB erzeugt und im Schritt XX diese Bilddaten ebenfalls in der Studie SB zum Topogramm T' hinterlegt. Dabei enthält das kopierte Topogramm T' auch die Referenzen für die erzeugten Bilddaten BDB der zweiten Studie SB. Die komplette Studie SB wird im Schritt XX an eine weitere Befundungsstation, beispielsweise eine Befundungsstation in einer Spezialabteilung für Abdomenuntersuchungen, transferiert. Im Schritt XXI ist dann die gesamte Untersuchung beendet.
  • 5 zeigt grob schematisch ein Computertomographiesystem 1 mit einer Steuereinrichtung 10 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Computertomographiesystem 1 weist in üblicher Weise einen Scanner 2 mit einer Gantry auf, in der eine Röntgenquelle 3 rotiert, die jeweils einen Patienten durchstrahlt, welcher mittels einer Liege 5 in einen Messraum der Gantry hineingeschoben wird, so dass die Strahlung auf einen der Röntgenquelle 3 jeweils gegenüberliegenden Detektor 4 trifft. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 5 nur um ein Beispiel eines CTs handelt und die Erfindung auch an beliebigen CT-Konstruktionen, beispielsweise mit ringförmigem feststehendem Röntgendetektor und/oder mehreren Röntgenquellen genutzt werden kann.
  • Ebenso sind bei der Steuereinrichtung 10 nur die Komponenten dargestellt, die für die Erläuterung der Erfindung wesentlich sind. Grundsätzlich sind derartige CT-Systeme und zugehörige Steuereinrichtungen dem Fachmann bekannt und brauchen daher nicht im Detail erläutert zu werden.
  • Eine Kernkomponente der Steuereinrichtung 10 ist hier ein Prozessor 11, auf dem verschiedene Komponenten in Form von Softwaremodulen realisiert sind. Die Steuereinrichtung 10 weist weiterhin eine Terminalschnittstelle 14 auf, an die ein Terminal 20 angeschlossen ist, über das ein Bediener die Steuereinrichtung 10 und somit das Computertomographiesystem 1 bedienen kann. Eine weitere Schnittstelle 15 ist eine Netzwerkschnittstelle zum Anschluss an einen Datenbus 21, um so eine Verbindung zu einem RIS bzw. PACS herzustellen. Über diesen Bus 21 können beispielsweise die Messanforderungsbe fehle MBA, MBB übernommen und dann mittels des Terminals 20 für eine durchzuführende Messung selektiert werden.
  • Über eine Steuerschnittstelle 13 kann von der Steuereinrichtung 10 der Scanner 2 angesteuert werden, d. h. es werden z. B. die Rotationsgeschwindigkeit der Gantry, die Verschiebung der Patientenliege 5 und die Röntgenquelle 3 selbst gesteuert. über eine Akquisitionsschnittstelle 12 werden die Rohdaten RD aus dem Detektor 4 ausgelesen. Weiterhin weist die Steuereinrichtung 10 eine Speichereinheit 16 auf, in der u. a. verschiedene Messprotokolle MP hinterlegt sind.
  • Als eine Softwarekomponente ist auf dem Prozessor 11 u. a. eine Messsteuereinheit 17 implementiert. Diese Messsteuereinheit 17 steuert über die Steuerschnittstelle 13 auf Basis eines oder mehrerer ausgewählter Messprotokolle MP, welche ggf. vom Bediener über das Terminal 20 modifiziert wurden, den Scanner 2 an, um eine Messung durchzuführen und Daten zu akquirieren.
  • Eine weitere Komponente auf dem Prozessor 11 ist eine Bilddaten-Rekonstruktionseinheit 18, mit welcher aus den über die Datenakquisitions-Schnittstelle 12 erhaltenen Rohdaten RD die gewünschten Bilddaten rekonstruiert werden. Diese Bilddaten-Rekonstruktionseinheit 18 weist hier in Form eines Softwaremoduls eine Studien-Zuordnungseinheit 19 auf, welche dafür sorgt, dass die rekonstruierten Bilddaten für einen bestimmten Messanforderungsbefehl MBA, MBB einer zugehörigen Studie SA, SB zugeordnet werden. Diese Studien-Zuordnungseinheit 19 weist auch die Funktionalität auf, dass rekonstruierte Bilddaten, welche in beiden Studien SA, SB benötigt werden, beispielsweise ein Topogramm, entsprechend oft kopiert und den Studien zugewiesen werden.
  • Die fertigen Studien SA, SB können dann beispielsweise in der Speichereinheit 16 hinterlegt bzw. zwischengespeichert werden. Sie können zudem sofort bzw. später von der Speichereinheit 16 aus über den Datenbus 21. an Befundungsstationen, Mas senspeichereinheiten oder sonstige Ausgabeeinheiten und Workstations übermittelt werden, d. h. sie können letztlich dem PACS übergeben werden.
  • Bei dem oben beschriebenen Verfahren bereitet das Computertomographiesystem 1 selbst (bzw. die Steuereinheit des Computertomographiesystems 1) die Untersuchungsergebnisse in Form von Studien SA, SB exakt in der Weise auf, wie das RIS ursprünglich die Untersuchungsaufträge in Form von Messanforderungsbefehlen MBA, MBB strukturiert hat. Der große Vorteil dieses Verfahrens ist, dass sich das Computertomographiesystem an der Auftragsstruktur des RIS orientiert. Damit besteht für die Kliniken und radiologischen Praxen die Flexibilität, die Aufträge in der für sie zweckmäßigen Weise zu definieren. Es können somit Aufträge erstellt werden, die mit nur einer einzigen Messung durchgeführt und automatisch den richtigen Stellen zugeordnet werden. Es können aber auch nach wie vor Aufträge in verschiedenen Messungen bearbeitet werden. Dabei ist es auch möglich, zwei dedizierte einzelne Aufträge erst an dem Computertomographiesystem für eine Messung zusammenzufassen, wenn sie sich hierfür eignen. Weiterhin ist es möglich, wie bisher die dedizierten Aufträge getrennt abzuarbeiten. Vorzugsweise werden aber aus Gründen der geringeren Strahlenbelastung alle Aufträge soweit wie möglich in einer Messung zusammengefasst, um unnötige Akquisition von Rohdaten zu vermeiden. Durch die hohe Flexibilität sind im Übrigen patientenspezifische Abweichungen von vorab eingerichteten Standardverfahren möglich, bei denen für ganz bestimmte Patienten spezifische Messanforderungsbefehle definiert und an die jeweiligen computertomographischen Systeme gesendet werden. An einem Befundungsarbeitsplatz können die mit einem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführten Bildserien sehr einfach abgefragt werden, wobei die Zuordnung problemlos durch die Verwendung der ursprünglichen Auftragsnummer möglich ist.
  • Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorhergehend detailliert beschriebenen Verfahren sowie bei dem dargestellten Computertomographiesystem 1 le diglich um Ausführungsbeispiele handelt, welche vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.

Claims (10)

  1. Verfahren zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage (1) zur Erzeugung von Bilddaten (BDA, BDB), bei dem eine Mehrzahl von Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) an die bildgebende medizintechnische Anlage (1) übermittelt wird, bei dem in Abhängigkeit von den Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) die medizintechnische Anlage (1) so gesteuert wird, dass Rohdaten (RD) für die verschiedenen Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) in einer gemeinsamen Messung akquiriert werden, und bei dem für jeden der Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) auf Basis der Rohdaten (RD) Bilddaten (BDA , BDB) rekonstruiert werden und dabei jeweils die für die einzelnen Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) rekonstruierten Bilddaten (BDA , BDB) in getrennten, den einzelnen Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) zugeordneten Studien (SA, SB) zusammengefasst werden und in einer Speichereinheit (16) hinterlegt und/oder an eine Befundungsstation übermittelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Messung am bildgebenden System (1) für jeden der Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) eine Studie (SA, SB) generiert wird, welcher später die zugehörigen Bilddaten (BDA, BDB) zugeordnet werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für verschiedene Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) zu erzeugende gleiche Bilddaten (T) nur einmal rekonstruiert werden und für verschiedene Studien (SB) Kopien (T') dieser Bilddaten (T) hinterlegt werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Akquisition der Rohdaten (RD) in einer Vormessung (Mv) Rohdaten (RD) zur Rekonstruktion von Übersichtsbilddaten (T) akquiriert werden und die daraus ermittelten Übersichtsbilddaten (T) kopiert und den verschiedenen Studien (SA, SB) zugeordnet werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer Akquisition der Rohdaten (RD) jeweils die Bilddaten (BDA , BDB) für die verschiedenen Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) nacheinander in getrennten Rekonstruktionsdurchläufen (RA, RB) aus den Rohdaten (RD) rekonstruiert und in einer dem jeweiligen Messanforderungsbefehl (MBA, MBB) zugeordneten Studie (SA, SB) zusammengefasst werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass einem Messanforderungsbefehl (MBA, MBB) ein Identifizierungscode (ICA, ICB) zugeordnet ist und dieser Identifizierungscode (ICA, ICB) mit der zugehörigen Studie verknüpft wird.
  7. Steuereinrichtung (10) zur Steuerung einer medizintechnischen bildgebenden Anlage (1) mit – einer Schnittstelle (14, 16) zur Erfassung einer Mehrzahl von Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) für eine durchzuführende Messung, – einer Akquisitionssteuereinheit (17), welche in Abhängigkeit von den Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) die medizintechnische Anlage so steuert, dass Rohdaten (RD) für die verschiedenen Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) in einer gemeinsamen Messung akquiriert werden, – einer Bilddatenrekonstruktionseinheit (18), welche für jeden der Messanforderungsbefehle (MBA) auf Basis der Rohdaten (RD) Bilddaten (BDA, BDB) rekonstruiert und dabei jeweils die für die einzelnen Messanforderungsbefehle (MBA, MBB) rekonstruierten Bilddaten (BDA , BDB) in getrennten, den einzelnen Messanforderungsbefehlen (MBA, MBB) zugeordneten Studien (SA, SB) zusammenfasst.
  8. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Speichereinheit (18) mit einer Anzahl von Messprotokollen (MP) für verschiedene Messanforderungsbefehle, wobei die Messprotokolle (MP) jeweils Steuerdaten für die Bildrekonstruktion und die Zuordnung der rekonstruierten Bilddaten zu den Studien (SA, SB) enthalten.
  9. Medizintechnische Anlage (1) mit einer Steuereinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 7 oder 8.
  10. Computerprogrammprodukt, welches direkt in einen Prozessor (11) einer programmierbaren Steuereinrichtung (10) einer medizintechnischen bildgebenden Anlage (1) ladbar ist, mit Programmcode-Mitteln, um alle Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 auszuführen, wenn das Programm in der Steuereinrichtung (10) ausgeführt wird.
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