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DE102007031321A1 - Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung sowie Verfahren zu deren Montage - Google Patents

Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung sowie Verfahren zu deren Montage Download PDF

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DE102007031321A1
DE102007031321A1 DE200710031321 DE102007031321A DE102007031321A1 DE 102007031321 A1 DE102007031321 A1 DE 102007031321A1 DE 200710031321 DE200710031321 DE 200710031321 DE 102007031321 A DE102007031321 A DE 102007031321A DE 102007031321 A1 DE102007031321 A1 DE 102007031321A1
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DE
Germany
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sealing
area
sealing element
axle
bearing
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200710031321
Other languages
English (en)
Inventor
Mehmet Dipl.-Ing. Bostancioglu
Bernhard Dipl.-Ing. Zeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Daimler AG
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Publication date
Application filed by Daimler AG filed Critical Daimler AG
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Publication of DE102007031321A1 publication Critical patent/DE102007031321A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D7/00Steering linkage; Stub axles or their mountings
    • B62D7/18Steering knuckles; King pins

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering-Linkage Mechanisms And Four-Wheel Steering (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung einer Achse, insbesondere einer Vorderachse für einen Lastkraftwagen, mit einem Dichtungselement (32, 46), mittels welchem eine Lagerstelle (16) eines über einen Achsschenkelbolzen (12) drehbar mit einem Achskörper (14) verbundenen Achsschenkels (10) abgedichtet ist, wobei das Dichtungselement (32, 46) zur Aufbringung einer Dichtungskraft vorgespannt ausgebildet ist, wobei ein Dichtungsbereich (38, 50) des Dichtungselements (32, 46) mittels der Dichtungskraft dichtend mit einem Gegendichtungsbereich (42) zusammenwirkt. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer derartigen Dichtungsanordnung.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung einer Achse, insbesondere einer Vorderachse für einen Lastkraftwagen, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer derartigen Dichtungsanordnung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 9 angegebenen Art.
  • Eine solche Dichtungsanordnung bzw. ein derartiges Verfahren sind beispielsweise bereits aus der DE 197 38 114 A1 als bekannt zu entnehmen. Die dortige Achsschenkel/Achsschenkelbolzenlagerung soll wartungsfrei ausgebildet sein, indem eine obere und eine untere Lagerstelle jeweils eine Hülse aufweisen, innerhalb welcher ein jeweils zugeordnetes Radiallager – beispielsweise ein Nadellager – untergebracht ist. Innerhalb der unteren Hülse ist zudem ein Radiallager untergebracht. Jeder der beiden Hülsen ist dabei in eine zugeordnete Lagerbohrung des Achsschenkels eingepasst und topfförmig ausgebildet, so dass sie mit ihrem Boden die benachbarte äußere Stirnfläche des Achsschenkelbolzens überdeckt. Der Innenraum der jeweiligen Hülse wird dabei über ein zugeordnetes Dichtungsorgan zur Achsfaust bzw. zum Achskörper hin abgedichtet.
  • Als problematisch bei dieser Dichtungsanordnung bzw. dem Montageverfahren hierzu ist jedoch der Umstand anzusehen, dass diese äußerst aufwendig gestaltet ist und darüber hinaus – bedingt insbesondere durch das zusätzliche Vorsehen der jeweiligen Hülsen – einen hohen Platzbedarf, insbesondere im Bereich der Lagerstelle, aufweist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Dichtungsanordnung sowie ein Verfahren zu deren Montage der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchen die Herstellungs- und Montagekosten erheblich zu reduzieren sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Dichtungsanordnung sowie ein Verfahren zur Montage einer derartigen Dichtungsanordnung mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 bzw. 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen angegeben.
  • Um eine Dichtungsanordnung zu schaffen, welche bedeutend einfacher herstellbar und montierbar ist, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, das Dichtungselement – mittels welchem die Lagerstelle des über den Achsbolzen drehbar mit dem Achskörper verbundenen Achsschenkels abgedichtet ist – zur Aufbringung einer Dichtungskraft vorgespannt auszubilden, wobei ein Dichtungsbereich des Dichtungselements mittels der Dichtungskraft dichtend mit einem Gegendichtungsbereich – beispielsweise des Achskörpers – zusammenwirkt. Mit anderen Worten ist es erfindungsgemäß vorgesehen, ein Dichtungselement einzusetzen, welches entsprechend vorgespannt ausgebildet ist und demzufolge beispielsweise nach dem Einbau und der Einstellung der Lagerung entspannt werden kann, um somit einen notwenigen Dichtungsraum zu begrenzen, der im Anschluss daran auf einfache Weise mit einem Schmiermittel befüllt werden kann.
  • Die Vorspannung des Dichtungselements sorgt somit einerseits für die Aufbringung einer Dichtungskraft zur Abdichtung des Dichtungsraumes und andererseits zur Überwindung eines Abstandes, welcher zunächst benötigt wird, um beispielsweise die Lagerung – insbesondere das Achsfaustspiel – einzustellen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung hat es sich darüber hinaus als vorteilhaft gezeigt, wenn das Dichtungselement einen Balgbereich aufweist, welcher zur Aufbringung der Dichtungskraft dient. Somit kann auf einfache Weise ein Dichtungselement geschaffen werden, welches partiell – nämlich im Balgbereich – elastisch ausgebildet ist, um hierdurch die notwenige Dichtungskraft und den Längenausgleich zur Überwindung des Abstands zum Gegendichtungsbereich hin dient.
  • Alternativ hierzu kann das Dichtungselement auch einen entsprechenden Tellerfederbereich aufweisen, welcher sich insbesondere durch Aufbringung besonders zuverlässiger Dichtungskräfte auszeichnet. Ein derartiger Tellerfederbereich wird üblicherweise durch ein entsprechend federndes, aber dennoch steifes Material wie beispielsweise einem Federstahl gebildet.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Dichtungselement einen Tragbereich, mittels welchem der Dichtungsbereich getragen ist. Ein derartiger Tragbereich kann beispielsweise aus einem Stahlwerkstoff hergestellt sein, welcher über den Lebenszyklus des Dichtungselements relativ geringem Verschleiß ausgesetzt ist. Somit ist über den Tragbereich eine zuverlässige Abstützung des Dichtungselements insgesamt gegeben.
  • Der Tragbereich kann dabei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung alternativ an einem Lager, insbesondere einem Axiallager, oder aber am zugeordneten Achsschenkel abgestützt sein. In jedem Fall endet das Dichtungselement jedoch bevorzugterweise im Bereich der Lagerstelle, um so eine kostengünstige Herstellung und eine bauraumsparende Anordnung des Dichtungselements zu gewährleisten.
  • Schließlich hat sich eine Dichtungsanordnung als vorteilhaft gezeigt, bei der der Gegendichtungsbereich durch eine Nut oder dergleichen umlaufende Vertiefung innerhalb der Achsfaust gebildet ist, da hierdurch eine besonders zuverlässige Dichtung zu gewährleisten ist.
  • Die vorstehend im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung erläuterten Vorteile gelten in ebensolcher Weise für das Verfahren gemäß Patentanspruch 9. Dieses zeichnet sich zur Gewährleistung einer günstigen Herstellung und Montage insbesondere dadurch aus, dass das Dichtungselement vorgespannt und nach der Einstellung der Lagerung entspannt wird. Die Vorspannung des Dichtungselements kann dabei beispielsweise bereits extern beim Zulieferer oder aber bei der Montage selbst erfolgen. Durch die Vorspannung ist es somit möglich, im Anschluss an die Montage des Dichtungselements die Einstellung der Lagerung – und insbesondere des Achsfaustspiels – vorzunehmen, und im Anschluss daran den Dichtungsraum durch Entspannen des Dichtungselements zu verschließen. Nachdem der Dichtungsraum verschlossen ist, kann dieser dann in einem weiteren Verfahrensschritt mit einem entsprechen Schmiermittel wie Fett oder dergleichen befüllt werden.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in:
  • 1 eine schematische und ausschnittsweise Schnittansicht durch eine untere Lagerstelle eines über einen Achsschenkelbolzen drehbar mit einer Achsfaust verbundenen unteren Achsschenkels mit einem Dichtungselement, mittels welchem ein Axiallager zur Achsfaust hin abgedichtet ist, wobei das Dichtungselement vorliegend in einem Tellerfederbereich vorspannbar ausgebildet ist; und in
  • 2 eine schematische Schnittansicht durch die Lagerstelle des über einen Achsschenkelbolzen drehbar mit der Achsfaust verbundenen Achsschenkels gemäß 1, wobei ein alternatives Dichtungselement vorgesehen ist, welches in einem Balgbereich vorspannbar abgebildet ist.
  • In den 1 und 2 ist jeweils in einer ausschnittsweisen und schematischen Schnittansicht einer von zwei Achsschenkeln, nämlich ein unterer Achsschenkel 10, dargestellt, welcher über einen Achsschenkelbolzen 12 drehbar mit einem Achskörper 14, welcher vorliegend als Achsfaust ausgebildet ist, verbunden ist. Die beiden Achsschenkel 10 sind dabei vorliegend einer Achse in Form einer drehbaren Vorderachse eines Lastkraftwagens oder eines Omnibusses zugeordnet.
  • Im Bereich einer Lagerstelle 16 des über den Achsschenkelbolzen 12 drehbar mit dem Achskörper 14 verbundenen Achsschenkels 10 sind in den 1 und 2 unterschiedliche, in Axialrichtung wirkende Lager 18 bzw. 20 vorgesehen, welche jeweils im Wesentlichen zwischen einer unteren Stirnseite 22 des Achskörpers 14 und einer korrespondierenden oberen Stirnseite 24 des unteren Achsschenkels 10 angeordnet sind.
  • Des Weiteren ist sowohl aus 1 wie auch aus 2 jeweils ein zweireihiges Nadellager 26 zumindest ausschnittsweise erkennbar, über welches der untere Achsschenkel 10 radial am Achsschenkelbolzen 12 bzw. am Achskörper 14 abgestützt ist.
  • Weiterhin ist aus 1 wie auch aus 2 ein Achsmaul 28 erkennbar, welches zwischen den voneinander beabstandeten Achsschenkeln, dem nicht sichtbaren oberen Achsschenkel und dem unteren Achsschenkel 10, ausgespart ist und in welches der Achskörper 14 eintaucht.
  • Des Weiteren ist sowohl aus 1 wie auch aus 2 eine Abstimmscheibe 30 in Form einer Passscheibe erkennbar, mittels welcher die Lagerung im Bereich der Lagerstelle 16 – und insbesondere ein Achskörperspiel bzw. ein Achsfaustspiel – einstellbar ist.
  • Speziell auf 1 kommend, ist dort ein Lager 18 mit Welzkörpern in Form von Kegelrollen vorgesehen. Des Weiteren ist aus 1 ein Dichtungselement 32 erkennbar, welches über einen Tragbereich 34 am Lager 18 abgestützt ist. Hierzu umfasst der Tragbereich 34 einen um das Lager 18 umlaufenden Ringschenkel 36. Der Tragbereich 34, welcher demzufolge vorliegend ebenfalls komplett um das Lager 18 umlaufend ausgebildet ist, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem federnden Metallwerkstoff gebildet. Natürlich wären auch andere Werkstoffe denkbar.
  • Durch den Tragbereich 34 ist ein Dichtungsbereich 38 getragen, welcher ebenfalls ringförmig um das Lager 18 umlaufend ausgebildet ist. Der Tragbereich 34 ist dabei über eine Teillänge innerhalb des Dichtungsbereichs 38 angeordnet. Der Dichtungsbereich 38 kann im vorliegenden Fall aus einem elastisch nachgiebigen Material, beispielsweise einem entsprechend resistenten Gummimaterial, bestehen. Natürlich sind auch hier andere Materialien denkbar.
  • Aus 1 ist zudem erkennbar, dass im vorliegenden Fall das Dichtungselement 32 einen Tellerfederbereich 40 umfasst, in welchem das Dichtungselement 32 vorgespannt werden kann. Hierdurch ist es möglich, das Dichtungselement 32 bzw. insbesondere dessen Dichtungsbereich 38 aus einer mit dünnen Linien gezeichneten Stellung A, in welcher der Dichtungsbereich 38 einen Abstand zum Achskörper 14 aufweist, in eine mit dickeren Linien gezeichnete Stellung B zu bringen, in welcher der Dichtungsbereich 38 dichtend mit einem Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 zusammenwirkt. Mit anderen Worten ist der Tellerfederbereich 40 so ausgebildet, dass sich hierdurch das Dichtungselement 32 in die Stellung A vorspannen und anschließend in die Stellung B zumindest teilweise entspannen lässt. In der Stellung A weist der Dichtungsbereich 38 demzufolge einen Abstand zum Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 auf, während in der Stellung B der Dichtungsbereich 38 dichtend mit dem Gegendichtungsbereich 42 zusammenwirkt, so dass insgesamt ein Dichtungsraum 44 für das Lager 18 entsteht. Durch den Tellerfederbereich 40 bzw. die Vorspannung des Dichtungselements 32 wird somit einerseits die Überwindung des Abstands des Dichtungsbereichs 38 in der Stellung A zum Gegendichtungsbereich 42 hin überwunden und andererseits eine entsprechende Dichtungskraft in der Stellung B erzeugt, mittels welcher der Dichtungsbereich 38 gegen den Gegendichtungsbereich 42 gedrückt ist. Nachdem das Dichtungselement 32 bzw. insbesondere der Dichtungsbereich 38 die Stellung B erreicht hat und demzufolge der Dichtungsraum 44 geschlossen ist, kann dieser mit einem Schmiermittel, beispielsweise mit Fett, befüllt werden. Hierzu kann das Dichtungselement 32 mit einem entsprechenden Schmiernippel versehen sein.
  • In 2 ist demgegenüber ein Dichtungselement 46 in einer alternativen Ausführungsform gezeigt, welches über einen Tragbereich 48 an der oberen Stirnseite 24 des Achsschenkels 10 abgestützt bzw. zwischen dieser und dem Lager 20 eingeklemmt ist. Der Tragbereich 48 ist wiederum als das Lager 20 umlaufendes Ringelement ausgebildet. Der Tragbereich 48 besteht im vorliegenden Fall wieder aus einer Metalllegierung. An den Tragbereich 48 schließt sich ein Dichtungsbereich 50 an, wobei der Tragbereich 48 wiederum über einen kurzen Längenbereich in den Dichtungsbereich hineinragt.
  • Des Weiteren ist aus 2, rechts, erkennbar, dass das Dichtungselement 46 bzw. deren Dichtungsbereich 50 einen umlaufenden Balgbereich 52 umfasst, über welchen das Dichtungselement 46 bzw. deren Dichtungsbereich 50 wiederum vorspannbar ist. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß 1, bei welchem der Tragbereich 34 bis in den Tellerfederbereich 40 hineinragt, ist im Balgbereich 52 der Tragbereich 48 nicht mehr vorgesehen. Mit anderen Worten wird der Balgbereich 52 ausnahmslos durch den elastisch nachgiebigen Dichtungsbereich 50 gebildet, welcher beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial bestehen kann. Natürlich wäre es auch denkbar, dass der Tragbereich 48 bis in den Balgbereich 52 hineinragt. Ebenfalls wäre es bei der Ausführungsform gemäß 1 denkbar, dass der dortige Tragbereich 34 nicht bis in den Tellerfederbereich 40 hineinragt.
  • In 2, rechts, ist nun erkennbar, dass mittels des Balgbereichs 52 der Dichtungsbereich 50 aus der mit dünnen Linien dargestellten Stellung A in die mit dickeren Linien dargestellt Stellung B überführbar ist. In der Stellung A weist der Dichtungsbereich 50 wiederum einen Abstand zum Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 auf, während in der Stellung B der Dichtungsbereich 50 dichtend an dem Gegendichtungsbereich 42 anliegt. Mit anderen Worten wird auch im vorliegenden Fall im Balgbereich 52 eine Vorspannung erzeugt, wobei der Balgbereich 42 bzw. das Dichtungselement 46 aus der Stellung A in die Stellung B entspannt werden kann, so dass sich ein Dichtungsraum 54 für das Lager 20 verschließen lässt. Dieser Dichtungsraum 54 kann nach dem Überführen des Dichtungsbereichs in die Stellung B mit einem Schmiermittel, beispielsweise mit Fett, befüllt werden. Das Lager 20 kann – wie in 2 dargestellt – mit Welzkörpern versehen oder aber auch als Gleitlager ausgebildet sein.
  • Sowohl aus 1 wie auch aus 2 ist erkennbar, dass der Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 als Nut oder dergleichen umlaufende Vertiefung ausgebildet ist, wodurch der jeweilige Dichtungsbereich 38, 50 endseitig labyrinthartig innerhalb des Achskörpers 14 aufgenommen ist.
  • Durch die Dichtungselemente 32 bzw. 46 kann dabei ein Montageverfahren bewerkstelligt werden, welches nachfolgen näher erläutert werden soll:
    Bei der Montage der Achsschenkel 10 an dem Achskörper 14 – unter Vermittlung des Achsschenkelbolzens 12 – wird auch das jeweilige Lager 18 bzw. 20 und das jeweilige Dichtungselement 32 bzw. 46 montiert. Das jeweilige Dichtungselement 32 bzw. 46 wird dabei entweder vorgespannt in der Stellung A angeliefert oder aber während der Montage selbst in die Stellung A vorgespannt. In dieser Stellung A, in welcher der jeweilige Dichtungsbereich 38, 50 vom korrespondierenden Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 beabstandet ist, ist eine Einstellung des Achskörperspiels bzw. Achsfaustspiels, also des Spiels zwischen dem Achskörper 14 und dem korrespondierenden Achsschenkel 10, möglich. Dieses Spiel wird bei der Montage durch die entsprechende Abstimmscheibe 30 ausgeglichen. Während der Einstellung bzw. Abstimmung der Lagerung ist somit das Dichtungselement 32 bzw. 46 in der Stellung A vorgespannt.
  • Nachdem die Lagerung eingestellt bzw. abgestimmt ist, kann die im Tellerfederbereich 40 bzw. Balgbereich 52 induzierte Vorspannung zumindest teilweise entspannt werden, wodurch insbesondere der jeweilige Dichtungsbereich 38 bzw. 50 über den Spalt zwischen dem Achskörper 14 und dem korrespondierenden Achsschenkel 10 schnappt und die Abstimmscheibe 30 umschließt. Mit andern Worten umschließt das Dichtungselement 32 bzw. 46 in fertigmontiertem Zustand – also in der Stellung B – den Spalt zwischen dem Achskörper 14 und dem Achsschenkel ringförmig und greift in den nutförmigen Gegendichtungsbereich 42 des Achskörpers 14 ein. Nachdem hierdurch der durch das Dichtungselement 32, 46 gebildete Dichtungsraum 44 bzw. 54 geschlossen ist, kann dieser mit einem Schmiermittel befüllt werden. Hierdurch ergibt sich die gewünschte wartungsarme Dichtungsanordnung bzw. Lagerstelle 16.
  • Zur Vorspannung des Tellerfederbereichs 40 bzw. des Balgbereichs 52 kann eine entsprechende Vorspannhilfe verwendet werden, welche entfernt wird, wenn der jeweilige Dichtungsbereich 38 bzw. 50 aus der Stellung A in die Stellung B überführt werden soll. Somit ist insgesamt ein Verfahren möglich, bei welchem beispielsweise zunächst vorgespannte Dichtungselemente 32, 46 montiert, anschließend die Abstimmscheibe 30 und der Achsschenkelbolzen 12 eingesetzt und anschließend die Vorspannung des Dichtungselements 32, 46 aufgehoben werden kann, so dass mittels diesem die Lagerstelle 16 bzw. der Spalt zwischen dem Achskörper 14 und dem Achsschenkel 10 abgedichtet ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19738114 A1 [0002]

Claims (11)

  1. Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung einer Achse, insbesondere einer Vorderachse für einen Lastkraftwagen, mit einem Dichtungselement (32, 46), mittels welchem eine Lagerstelle (16) eines über einen Achsschenkelbolzen (12) drehbar mit einem Achskörper (14) verbundenen Achsschenkels (10) abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) zur Aufbringung einer Dichtungskraft vorgespannt ausgebildet ist, wobei ein Dichtungsbereich (38, 50) des Dichtungselements (32, 46) mittels der Dichtungskraft dichtend mit einem Gegendichtungsbereich (42) zusammenwirkt.
  2. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (46) zur Aufbringung der Dichtungskraft einen Balgbereich (52) aufweist.
  3. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32) zur Aufbringung der Dichtungskraft einen Tellerfederbereich (40) aufweist.
  4. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) einen Tragbereich (34, 48) aufweist, mittels welchem der Dichtungsbereich (38, 50) getragen ist.
  5. Dichtungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbereich (34) an einem Lager (18) abgestützt ist.
  6. Dichtungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbereich (48) am zugeordneten Achsschenkel (10) abgestützt ist.
  7. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) im Bereich der Lagerstelle (16) endet.
  8. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendichtungsbereich (42) durch eine Nut oder dergleichen umlaufende Vertiefung innerhalb des Achskörpers (14) gebildet ist.
  9. Verfahren zur Montage einer Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung einer Achse, insbesondere einer Vorderachse für einen Lastkraftwagen, bei welchem ein Dichtungselement (32, 46) an einer Lagerstelle (16) eines über einen Achsschenkelbolzen (12) drehbar mit einem Achskörper (14) verbundenen Achsschenkels (10) montiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) vorgespannt und nach Einstellung der Lagerung entspannt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) vor oder nach der Montage vorgespannt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (32, 46) nach Einstellung eines Achskörperspiels entspannt wird.
DE200710031321 2007-07-05 2007-07-05 Dichtungsanordnung an einer Achsschenkelbolzenlagerung sowie Verfahren zu deren Montage Withdrawn DE102007031321A1 (de)

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