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Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung beziehen sich auf einen Bildsensor, auf
ein Verfahren zum Betreiben eines Bildsensors und auf ein Computerprogramm.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur zeitverzögerten Integration
mit CMOS-Schaltungen mit geschalteten Kondensatoren (CMOS-Switched-Capacitor-Schaltungen).
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Bei
einigen Anwendungen ist es vorteilhaft bzw. erforderlich, Bilder
in bewegungs-synchronisierter Weise aufzunehmen. Beispielsweise
wird bei so genannten TDI-Verfahren, also Verfahren zur zeit-verzögerten Integration,
ein Objekt gegenüber
einem Bildsensor verschoben. Bewegt sich das Abbild eines Objekts
gegenüber
dem Bildsensor, so ist es häufig
wünschenswert,
das sich bewegende Objekt nahezu verzerrungsfrei aufzunehmen.
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Zur
Aufnahme von Bildern sind aus der Technik, der wissenschaftlichen
Literatur und aus verschiedenen Patentschriften bereits CMOS-Bildsensoren
bekannt.
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Verfahren
zur zeitverzögerten
Integration (also TDI-Verfahren)
hingegen werden bisher fast ausschließlich bei CCD-Sensoren (also
Sensoren mit einer ladungsgekoppelten Einrichtung) realisiert. Diese
besitzen einige inhärente
Nachteile. Durch das Einerkettenverfahren gehen beispielsweise bei
jedem Schiebetakt Ladungen verloren, was auch als Verschmieren bzw. „Smearing" bezeichnet wird.
Bei hoher Objektgeschwindigkeit bzw. einem großen Abbildungsmaßstab überstreicht
beispielsweise ein Objekt schnell mehrere Zeilen, unter Umständen alle
Zeilen einer Sensormatrix. Bei Akkumulation über viele Zeilen hinweg sind
entsprechend viele Schiebeoperationen auszuführen. Durch Verschmieren bzw. „Smearing" geht damit beispielsweise
ein bedeutender Teil der Photoladungen verloren, wodurch ein Vorteil
durch eine Akkumulation stark nivelliert wird. Aus diesem Grund
gibt es nur sehr wenige Hersteller, die TDI-CCD-Sensoren anbieten,
wie z. B. Fairchild und Hamamatsu. Diese Hersteller verfügen über Spezialprozesse,
mit denen die Verschmierungsrate bzw. die „Smear-Rate" unter großem prozesstechnischem
Aufwand verringert wird. Die Sensoren sind entsprechend hochpreisig.
Multizeilen- bzw. Flächensensoren
mit mehreren tausend Pixeln kosten beispielsweise gegenwärtig etwa
zwischen 2.000 Dollar und 5.000 Dollar pro Stück.
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Aus
diesem Grund werden in machen Fällen
alternativ Hochgeschwindigkeits-CMOS-/CCD-Sensoren mit Akkumulation
in einem Kamerasystem eingesetzt. Dieses Konzept besitzt ebenfalls
signifikante Nachteile. So steht aufgrund einer schnellen Auslese
nur eine sehr kurze Belichtungszeit zur Verfügung. Ebenso sind die Einzelsignale
aufgrund der hohen Auslesebandbreite verrauscht.
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Die
US 6,906,749 B1 beschreibt
einen CMOS TDI-Bildgebungssensor.
Ein Spaltenabschnitt des CMOS TDI-Sensors umfasst einen Spaltenbus, eine
Spalte von Pixeln, eine Mehrzahl von ersten Schaltern, eine Spalte
von Akkumulatoren, eine Mehrzahl von zweiten Schaltern, eine Mehrzahl
von dritten Schaltern und einen Ausgangsbus. Jeder der Mehrzahl
von ersten Schaltern ist zwischen den Spaltenbus und ein zugehöriges Pixel
der Spalte von Pixeln geschaltet. Jeder der Mehrzahl von zweiten
Schaltern ist zwischen den Spaltenbus und einen entsprechenden Akkumulator
der Spalte von Akkumulatoren gekoppelt. Im Betrieb ist zu jeder
Zeit nur ein Schalter der Mehrzahl von ersten Schalten eingeschaltet,
um das Spannungssignal von einem entsprechenden Pixel mit dem Spaltenbus
zu koppeln, während
alle übrigen
Schalter der Mehrzahl von ersten Schaltern ausgeschaltet sind, um
den Spaltenbus von allen übrigen
Pixeln zu isolieren. Nur einer der Mehrzahl von zweiten Schaltern
ist eingeschaltet, um das Signal auf dem Spaltenbus mit einem Akkumulator
zu verbinden, während
alle übrigen
Schalter der Mehrzahl von zweiten Schaltern ausgeschaltet sind,
um den Bus von allen übrigen
Akkumulatoren zu isolieren. Eine Hauptsteuerschaltung umfasst ein
erstes und ein zweites Schieberegister, um die Mehrzahl von ersten
Schaltern und die Mehrzahl von zweiten Schaltern zu steuern, um
ein Signal von jedem Pixel der Spalte von Pixeln in einen entsprechenden
Akkumulator der Spalte von Akkumulatoren zu koppeln.
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Die
US 6,678,048 B1 beschreibt
einen Sensor zur spektralen Bildgebung mit einer Zeit-Verzögerungs-Integration.
Ein Teleskop fokussiert ein Bild auf zumindest ein TDI-Feld, das
mit einem multispektralen Filter bedeckt ist, das unterschiedliche
Bandbreiten von Licht auf die Reihen in dem TDI-Feld passieren lässt. Eine
variable Verstärkung
des TDI-Feldes ermöglicht
es, unterschiedliche Zeilen von Pixeln individuell zu dämpfen. Die
Dämpfungen
sind eine Funktion der Größen der
positiven und negativen Komponenten eines spektralen Basisvektors.
Der spektrale Basisvektor ist so aufgebaut, dass seine positiven
Elemente die Anwesenheit eines Ziels betonen, und so dass seine
negativen Elemente die Anwesenheit der Bestandteile eines Hintergrunds
betonen.
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In
Anbetracht der obigen Ausführungen
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Konzept zum Aufnehmen eines gegenüber einem Bildsensor bewegten
Bildes zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Bildsensor gemäß Anspruch 1, Anspruch 22,
Anspruch 23 oder Anspruch 24, ein Verfahren zum Betreiben eines
Bildsensors gemäß Anspruch
19 und durch ein Computerprogramm gemäß Anspruch 21 gelöst.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung schafft einen Bildsensor mit einer Mehrzahl
von Bildelementen, die ausgelegt sind, um zugehörige Bildelement-Signale zu
liefern, die von jeweiligen auf die Bildelemente einfallenden Lichtintensitäten abhängig sind.
Der Bildsensor umfasst ferner eine Akkumulationsschaltung mit einer
Mehrzahl von Ladungsspeicherelementen. Die Akkumulationsschaltung
ist ausgelegt, um während
einer Phase Ladungen auf den Ladungsspeicherelementen in Abhängigkeit
von Bildelement-Signalen jeweils zugeordneter Bildelemente zu verändern. Ferner
ist die Akkumulationsschaltung ausgelegt, um eine Zuordnung zwischen
Ladungsspeicherelementen und zugeordneten Bildelementen in aufeinander
folgenden Phasen zu verändern,
so dass in einem Betrieb eine Ladung auf einem der Ladungsspeicherelemente von
Bildelementsignalen mehrere Bildelemente in einer Mehrzahl von Phasen
abhängt.
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Einige
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung basieren auf der Erkenntnis, dass ein
gegenüber
dem Bildsensor bewegtes Bild mit besonders guter Qualität aufgenommen
werden kann, wenn eine Ladung auf einem Ladungsspeicherelement in
Abhängigkeit
von Bildelementsignalen mehrerer Bildelemente in einer Mehrzahl
von Phasen gebildet wird, und wenn ferner eine Zuordnung zwischen
Ladungsspeicherelementen und Bildelementen im Laufe der Bewegung
des Objekts verändert
bzw. an die Bewegung des Objekts angepasst wird. Beispielsweise
ermöglicht
es die genannte Anordnung, dass ein Bildpunkt, der sich im Bezug
auf den Bildsensor bewegt, in verschiedenen Bildaufnahme-Phasen
jeweils zu einer Ladung der gleichen Ladungsspeichereinrichtung
beiträgt.
Durch die Veränderung
von Ladungen eines Ladungsspeicherelements über mehrere Phasen hinweg ergibt
sich somit beispielsweise eine effektive Belichtungszeit, die beispielsweise
länger
als eine einzelne Phase ist. Durch die Veränderung der Zuordnung zwischen
Ladungsspeicherelementen und jeweils zugeordneten Bildelementen
kann im Übrigen
erreicht werden, dass ein Bildpunkt eines bewegten Objekts innerhalb
einer gewissen Zeitdauer im Wesentlichen zu einer Ladung eines einzigen
Ladungsspeicherelements beiträgt.
Somit wird es bei einigen Ausführungsbeispielen
ermöglicht,
auch von gegenüber
dem Bildsensor bewegten Bildern unter Verwendung des Bildsensors
ein scharfes Abbild zu erhalten.
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Ferner
ermöglicht
der oben beschriebene Bildsensor beispielsweise eine Realisierung
in einer CMOS-Technologie, da beispielsweise die Ladungsspeicherung
in dem Ladungsspeicherelement sowie die veränderbare Zuordnung zwischen
La dungsspeicherelementen und Bildelementen effizient in einer CMOS-Technologie
mit geschalteten Kondensatoren realisiert werden kann. Ferner kann
unter Verwendung des oben beschriebenen Konzepts bei einigen Ausführungsbeispielen
ein Qualitätsverlust
durch ein Verschmieren von Ladung vermieden werden, da bei einigen
Ausführungsbeispielen
keine Notwendigkeit besteht, eine Ladung möglichst vollständig weiterzuleiten.
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Ferner
ermöglicht
das oben beschriebene Konzept eine besonders kostengünstige Realisierung,
da sowohl die Realisierung von Ladungsspeicherelementen als auch
die Realisierung einer veränderbaren
Zuordnung zwischen Ladungsspeicherelementen und Bildelementen in
einer herkömmlichen
Technologie mit geringen Kosten implementierbar ist.
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Ferner
kann durch die Realisierung einer veränderbaren Zuordnung zwischen
Ladungsspeicherelementen und zugeordneten Bildelementen ein Eimerkettenprinzip
ersetzt werden, wie es beispielsweise in CCD-TDI-Sensoren eingesetzt
wird. Damit entfällt
bei einigen Ausführungsbeispielen
die Notwendigkeit, aufwändige
Prozessschritte, die zur Herstellung eines CCD-Bildsensors erforderlich
sind, anzuwenden.
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Bei
einigen Ausführungsbeispielen
kann im Übrigen
eine Arbeitsgeschwindigkeit durch Vermeidung des Einkettenprinzips
wesentlich erhöht
werden.
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Gemäß einigen
weiteren Ausführungsbeispielen
schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines
Bildsensors mit einer Mehrzahl von Bildelementen, die ausgelegt
sind, um zugehörige
Bildelement-Signale zu liefern, die von auf die Bildelemente einfallenden
Lichtintensitäten
abhängig
sind, und mit einer Mehrzahl von Ladungsspeicherelementen. Das Verfahren
umfasst beispielsweise ein Verändern
von Ladungen auf den Ladungsspeicherelementen in Abhängigkeit
von Bildelement-Signalen jeweils zugeordneter Bildelemente. Eine
Zuordnung zwischen Ladungsspeicherele menten und jeweils zugeordneten
Bildelementen ist dabei durch eine erste Zuordnungsvorschrift festgelegt.
Das Verfahren umfasst ferner ein Erhalten einer veränderten Zuordnungsvorschrift, die gegenüber der
ersten Zuordnungsvorschrift verändert
ist. Die veränderte Zuordnungsvorschrift
beschreibt eine Zuordnung zwischen Ladungsspeicherelementen und
jeweils zugeordneten Bildelementen für einen folgenden Schritt des
Veränderns
von Ladungen. Die oben genannten Schritte des Veränderns von
Ladungen sowie des Erhaltens einer veränderten Zuordnungsvorschrift
werden bei einem Ausführungsbeispiel
einmal oder mehrmals wiederholt, wobei die erhaltene veränderte Zuordnungsvorschrift jeweils
an die Stelle die vorher verwendeten (ersten) Zuordnungsvorschrift
tritt.
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Die
vorliegende Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
ein Computerprogramm. Weitere Ausführungsbeispiele sind im Übrigen durch
die abhängigen
Patentansprüche
definiert.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beiliegenden Figuren näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Bildsensors, gemäß einem
Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
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2 eine
tabellarische Darstellung einer möglichen Zuordnung zwischen
Bildelementen und Ladungsspeicherelementen für verschiedene Phasen, gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3 eine
schematische Darstellung eines Bewegungsvorschubs bei einer Bildauslese
mit zeitverzögerter
Integration (TDI-Bildauslese);
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4 ein
Schaltbild eines Bildsensors, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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5a eine
graphische Darstellung von Signalverläufen, wie sie bei einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Schaltungsanordnung gemäß der 4 auftreten
können;
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5b eine
graphische Darstellung von Steuerungsabläufen, wie sie bei einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung in der Schaltungsanordnung gemäß der 4 auftreten
können;
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6 eine
schematische Darstellung einer Objektinspektionseinrichtung unter
Verwendung eines TDI-CMOS-Sensors,
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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7 ein
Blockschaltbild einer Architektur eines 128×2.048-TDI-Sensors, gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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8a eine
graphische Darstellung von Signalverläufen für eine Intrazeilen-Belichtung;
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8b eine
graphische Darstellung von Signalverläufen für eine Mehrzeilen-Belichtung;
und
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9 ein
Flussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Bildsensors,
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt
ein Blockschaltbild eines Bildsensors, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Der Bildsensor gemäß 1 ist in
seiner Gesamtheit mit 100 bezeichnet. Der Bildsensor 100 umfasst
drei Bildelemente bzw. Bildgebungselemente 110, 120, 130.
Das erste Bildelement 110 ist beispielsweise ausgelegt,
um ein erstes Bild elementsignal 112 zu liefern, das von
einer auf das erste Bildelement 110 einfallenden Lichtintensität abhängig ist.
In ähnlicher
Weise ist das zweite Bildelement 120 ausgelegt, um ein
zugehöriges
zweites Bildelementsignal 122 zu liefern, das von einer
auf das zweite Bildelement 120 einfallenden Lichtintensität abhängig ist.
Das dritte Bildelement 130 schließlich ist ausgelegt, um ein
drittes Bildelementsignal 132 zu liefern, das von einer
auf das dritte Bildelement 130 einfallenden Lichtintensität abhängig ist.
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Der
Bildsensor 100 umfasst ferner eine Akkumulationsschaltung 140.
Die Akkumulationsschaltung 140 umfasst ein erstes Ladungsspeicherelement 150,
z. B. einen ersten Akkumulationskondensator, ein zweites Ladungsspeicherelement 160,
z. B. einen zweiten Akkumulationskondensator, und ein drittes Ladungsspeicherelement 170,
z. B. einen dritten Akkumulationskondensator.
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Die
Akkumulationsschaltung 140 ist ausgelegt, um während einer
Phase Ladungen auf den Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170 in
Abhängigkeit
von den Bildelementsignalen 112, 122, 132 jeweils
zugeordneter Bildelemente 110, 120, 130 zu
verändern.
In anderen Worten, in der genannten Phase besteht eine Zuordnung
zwischen Bildelementen 110, 120, 130 und
Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170,
so dass beispielsweise jedem der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 wenigstens
ein Bildelement 110, 120, 130 zugeordnet
ist. Alternativ dazu kann beispielsweise jedem der Bildelemente 110, 120, 130 höchstens
eines der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 zugeordnet
sein. Bei einem Ausführungsbeispiel
existiert beispielsweise eine Mehrzahl von Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170,
so dass jedem der Mehrzahl von Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170 genau
eines der Bildelemente 110, 120, 130 zugeordnet
ist. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
existiert beispielsweise eine Mehrzahl von Bildelementen 110, 120, 130,
so dass jedem Bildelement aus der Mehrzahl von Bildelementen genau
eines der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 zugeordnet
ist. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
kann eine Eins-zu-Eins-Zuordnung
von Bildelementen 110, 120, 130 zu Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170,
bestehen, so dass jedem Bildelement 110, 120, 130 genau
ein Ladungsspeicherelement 150, 160, 170 zugeordnet
ist, und dass ferner jedem der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 genau
ein Bildelement 110, 120, 130 zugeordnet
ist. Andere Zuordnungen sind allerdings möglich, beispielsweise eine
Zuordnung von mehreren Bildelementen zu einem Ladungsspeicherelement.
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Bei
dem in der 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist beispielsweise dem ersten Ladungsspeicherelement 150 in
der ersten Phase das erste Bildelement 110 zugeordnet.
Dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 ist beispielsweise
in der ersten Phase das zweite Bildelement 120 zugeordnet.
Dem dritten Ladungsspeicherelement 170 ist beispielsweise
in der ersten Phase das dritte Bildelement 130 zugeordnet.
Die entsprechende Zuordnung ist beispielsweise anhand der gestrichelten
Pfeile angedeutet.
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Ferner
ist die Akkumulationsschaltung 140 ausgelegt, um die Zuordnung
zwischen Ladungsspeicherelementen und zugeordneten Bildelementen
in aufeinander folgenden Phasen zu verändern, so dass in einem Betrieb
eine Ladung auf einen der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 von
Bildelementsignalen mehrerer Bildelemente in einer Mehrzahl von
Phasen abhängt.
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Bei
dem anhand der 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist beispielsweise in einer zweiten Phase, die auf die erste Phase
folgt, das zweite Bildelement 120 dem ersten Ladungsspeicherelement 150 zugeordnet.
Ferner ist beispielsweise in der zweiten Phase das dritte Bildelement 130 dem
zweiten Ladungsspeicherelement 160 zugeordnet. Die entsprechende
Zuordnung ist beispielsweise durch Pfeile mit dem Muster -·-·„ dargestellt.
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Ferner
ist beispielsweise in einer dritten Phase die Zuordnung zwischen
Bildelementen und Ladungsspeicherelementen noch einmal verändert. So
ist beispielsweise in der dritten Phase das dritte Bildelement 130 dem
ersten Ladungsspeicherelement 150 zugeordnet, wie beispielsweise
durch einen Pfeil mit dem Muster „-··-··" dargestellt ist.
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Basierend
auf der oben beschriebenen Zuordnung zwischen Bildelementen 110, 120, 130 und
Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170 wird
im Folgenden beschrieben, wie beispielsweise die Inhalte der Ladungsspeicherelemente 150, 160, 170 erzeugt
werden.
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In
der ersten Phase ist beispielsweise das erste Bildelement 110 zu
dem ersten Ladungsspeicherelement 150 zugeordnet, so dass
eine in dem ersten Ladungsspeicherelement 150 enthaltene
bzw. gespeicherte Ladung in der ersten Phase in Abhängigkeit
von dem Bildelementsignal 112 des ersten Bildelements 110 verändert (bzw.
aufgebaut) wird. In der zweiten Phase ist das erste Ladungsspeicherelement 150 ferner
dem zweiten Bildelement 120 zugeordnet, so dass in der
zweiten Phase die in dem ersten Ladungsspeicherelement 150 gespeicherte
Ladung in Abhängigkeit
von dem zweiten Bildelementsignal 122 des zweiten Bildelements 120 verändert wird.
Ferner ist in der dritten Phase dem ersten Ladungsspeicherelement 150 das
dritte Bildelement 130 zugeordnet, so dass eine in dem
ersten Ladungsspeicherelement 150 gespeicherte Ladung in
der dritten Phase in Abhängigkeit
von dem dritten Bildelementsignal 132 des dritten Bildelements 140 verändert wird.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die in dem ersten Ladungsspeicherelement 150 gespeicherte
Ladung in der ersten Phase in Abhängigkeit von dem ersten Bildelementsignal 112 verändert wird,
in der zweiten Phase in Abhängigkeit
von dem zweiten Bildelementsignal 122 verändert wird
und in der dritten Phase in Abhängigkeit
von dem dritten Bildelementsignal 132 verändert wird.
Wird beispielsweise davon ausgegangen, dass das erste Ladungsspeicherelement 150 während des
Verlaufs der ersten Phase, der zweiten Phase und der dritten Phase
nicht zurückgesetzt
wird, so trägt
das erste Ladungsspeicherelement 150 nach Ablauf der genannten
drei Phasen eine Ladung, die von einer in der ersten Phase an dem
ersten Bildelement 110 anliegenden Lichtintensität, von einer
in der zweiten Phase an dem zweiten Bildelement 120 anliegenden Lichtintensität und ferner
von einer in der dritten Phase an dem Ort des dritten Bildelements
anliegenden Lichtintensität
abhängig
ist. Bewegt sich das Abbild eines Objektpunkts beispielsweise so über den
Sensor, dass das Abbild sich in der ersten Phase an dem Ort des
ersten Bildelements 110 befindet, dass das Abbild sich
in der zweite Phase an dem Ort des zweiten Bildelements 120 befindet,
und dass das Abbild sich in der dritten Phase an dem Ort des dritten
Bildelements 130 befindet, so beschreibt die Ladung auf
dem Ladungsspeicherelement 150 im Wesentlichen den genannten
Objektpunkt, dessen Abbild sich über
der Zeit bewegt.
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Im
Hinblick auf das zweite Ladungsspeicherelement 160 ist
anzumerken, dass diesem in der ersten Phase das zweite Bildelement 120 zugeordnet
ist, und dass diesem ferner in der zweiten Phase das dritte Bildelement 130 zugeordnet
ist. Dem zweiten Bildelement 160 kann ferner beispielsweise
in der dritten Phase ein viertes Bildelement zugeordnet sein, das
hier nicht gezeigt ist. Die Ladung des zweiten Ladungsspeicherelements 160 wird
beispielsweise in der ersten. Phase im Wesentlichen in Abhängigkeit
von dem zweiten Bildelementsignal 122 verändert. In
der zweiten Phase wird die in dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 gespeicherte
Ladung im Wesentlichen in Abhängigkeit
von dem dritten Bildelementsignal 132 verändert. Somit ist
beispielsweise eine Ladung, die in dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 nach
Abschluss der zweiten Phase gespeichert ist, beispielsweise abhängig von
dem zweiten Bildelementsignal 122 in der ersten Phase und
von dem dritten Bildelementsignal 132 in der zweiten Phase.
Somit ist beispielsweise die in dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 nach
Abschluss der zweiten Phase gespeicherte Ladung abhängig von
einer Licht- Intensität an dem
Ort des zweiten Bildelements 120 in der ersten Phase, und
ferner abhängig
von einer Lichtintensität
an dem Ort des dritten Bildelements 130 in der zweiten
Phase. Bewegt sich somit beispielsweise ein Abbild eines weiteren
Objektpunkts so über
den Bildsensor 100, dass das Abbild in der ersten Phase
an dem Ort des zweiten Bildelements 120 ist, und dass das
Abbild in der zweiten Phase an dem Ort des dritten Bildelements 130 ist,
so ist beispielsweise die in dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 nach
Abschluss der zweiten Phase gespeicherte Ladung im Wesentlichen
von dem genannten Abbild des weiteren Objektpunkts abhängig. Somit
ist die in dem zweiten Ladungsspeicherelement 160 nach
Abschluss der zweiten Phase gespeicherte Ladung eine gute Beschreibung
für das
genannte Abbild, das sich über
den Bildsensor 100 bewegt.
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Zusammenfassend
ist somit festzuhalten, dass durch die oben beschriebene selektive
und zeitlich veränderliche
Zuordnung zwischen Ladungsspeicherelementen 150, 160, 170 und
Bildelementen 110, 120, 130 erreicht
werden kann, dass beispielsweise in einer ersten Phase dem ersten
Ladungsspeicherelement 150 genau ein Bildelement 110 zugeordnet
ist, dass in einer zweiten Phase dem ersten Ladungsspeicherelement 150 genau
ein anderes Bildelement 120 zugeordnet ist, und dass dem
ersten Ladungsspeicherelement 150 in einer dritten Phase
genau ein weiteres anderes Bildelement 130 zugeordnet ist.
Damit ist bei einem Ausführungsbeispiel
eine Veränderung
der in dem ersten Ladungsspeicherelement 150 gespeicherten
Ladung (abgesehen von einem möglichen
Rücksetzvorgang
und auch abgesehen von parasitären
Effekten) im Wesentlichen bzw. ausschließlich abhängig von dem Bildelementsignal
des in der jeweiligen Phase zugeordneten Bildelements. Entsprechendes
gilt im Übrigen
beispielsweise auch für
das zweite Ladungsspeicherelement 160 und das dritte Ladungsspeicherelement 170.
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Zusammenfassend
ist im Übrigen
festzuhalten, dass aufgrund der selektiven und zeitlich (zwischen verschiedenen
Phasen) veränderlichen
Zuordnung zwischen Bildelementen und Ladungsspeicherelementen ein
Ladungsspeicherelement selektiv und zeitlich veränderlich durch Bildelementsignale
von verschiedenen Bildelementen beeinflusst wird. Daraus ergibt
sich die Möglichkeit,
eine scharfe Bildinformation im Hinblick auf ein Objekt, dessen
Abbild sich im Bezug auf eine Bildgebungsoberfläche des Bildsensors 100 bewegt,
zu erhalten.
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Im Übrigen sei
darauf hingewiesen, dass im Rahmen der obigen Beschreibung beispielsweise
(auf der die Bildelemente angeordnet sind), davon ausgegangen wird,
dass ein Bildelement, das einem Ladungsspeicherelement in einer
bestimmten Phase nicht zugeordnet ist, während dieser Phase keinen bzw.
nur einen vernachlässigbaren
Einfluss auf eine Veränderung
der in dem betreffenden Bildelement gespeicherten Ladung hat. Dies
ist aber nicht zwingend erforderlich, und es sind andere Ausführungsbeispiele
denkbar.
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Im
Folgenden wird anhand der 2 eine mögliche Zuordnung
zwischen Bildelementen und Ladungsspeicherelementen beschrieben. 2 zeigt
eine graphische Darstellung einer möglichen Zuordnung zwischen
Bildelementen und Ladungsspeicherelementen, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Das anhand der 2 gezeigte
Ausführungsbeispiel
bezieht sich auf einen Bildsensor (bzw. auf ein Bildsensor-Teil),
der acht zusammengehörige
bzw. zusammengruppierte Bildelemente umfasst. Die Bildelemente sind
mit Z1 bis Z8 bezeichnet.
Ferner wird davon ausgegangen, dass acht Ladungsspeicherelemente vorhanden
sind, die mit C1 bis C8 bezeichnet
sind. Im Übrigen
wird davon ausgegangen, dass beispielsweise eine Eins-zu-Eins-Zuordnung
zwischen Bildelementen und Ladungsspeicherelementen besteht. In
verschiedenen Zeilen der tabellarischen Darstellung gemäß der 2 sind
beispielsweise diejenigen Ladungsspeicherelemente angegeben, die
in den verschiedenen Phasen (Phase 1 bis Phase 8) den entsprechenden
Bildelementen zugeordnet sind. Beispielsweise beschreibt eine erste
Zeile 8101 , welche Ladungsspeicherelemente
in dem ersten Bildelement Z1 in den verschiedenen
Phasen zugeordnet sind. Entsprechend bezieht sich eine Zn-te Zeile 810n (n = 1, ..., 8) auf ein n-tes Bildelement.
Eine erste Spalte 8201 beschreibt,
welche Ladungsspeicherelemente C1–C8 den verschiedenen Bildelementen Z1–Z8 in der ersten Phase (Phase 1)
zugeordnet sind. Weitere Spalten 8202 –8208 beschreiben die Zuordnung für verschiedene
weitere Phasen. In der ersten Phase, die durch die Spalte 8201 beschrieben wird, sind beispielsweise
den Bildelementen Z1–Z8 die
Ladungsspeicherelemente C1–C8 zugeordnet. In der zweiten Phase 8202 ist beispielsweise dem ersten Bildelement
Z1 das achte Ladungsspeicherelement C8 zugeordnet. In der zweiten Phase sind ferner
dem zweiten bis achten Bildelement C2–Z8 das erste bis siebte Ladungsspeicherelement
C1–C7 zugeordnet. Für weitere Phasen ist die entsprechende
Zuordnung aus der tabellarischen Darstellung 800 ersichtlich.
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Aus
der tabellarischen Darstellung 800 ist beispielsweise ersichtlich,
dass bei einem Ausführungsbeispiel
die Zuordnung zwischen Bildelementen und Ladungsspeicherelementen
beim Übergang
von einer vorausgehenden Phase zu einer nachfolgenden Phase zyklisch
rotiert. Wird beispielsweise davon ausgegangen, dass die Bildelemente,
beispielsweise aufgrund ihrer geometrischen Anordnung, eine geordnete
Folge, beginnend bei einem ersten Bildelement (beispielsweise dem
ersten Bildelement Z1) und endend bei einem
letzten Bildelement (beispielsweise dem achten Bildelement Z8) bilden, so wird beispielsweise bei einem
Ausführungsbeispiel
einem auf ein vorhergehendes Bildelement (z. B. Z2)
folgenden Bildelement (z. B. Z3) in einer folgenden
Phase (z. B. Phase 2) das gleiche Ladungsspeicherelement zugeordnet,
das dem vorhergehenden Bildelement in der vorhergehenden Phase zugeordnet
war. Dem ersten Bildelement wird in der folgenden Phase im Übrigen ein
Ladungsspeicherelement zugeordnet, das in der vorhergehenden Phase
dem letzten Bildelement zugeordnet war.
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Allerdings
sein darauf hingewiesen, dass die entsprechende Zuordnung beispielsweise
auch in der Reihenfolge vertauscht sein kann, so dass beispielsweise
einem vorhergehenden Bildelement in einer nachfolgenden Phase (z.
B. Phase 2) das gleiche Ladungsspeicherelement zugeordnet wird,
das dem nachfolgenden Bildelement (z. B. Z2)
in der vorhergehenden Phase (z. B. Phase 1) zugeordnet war. In diesem
Fall wird beispielsweise dem letzten Bildelement in der nachfolgenden
Phase das gleiche Ladungsspeicherelement zugeordnet, das dem ersten
Bildelement in der vorhergehenden Phase zugeordnet war.
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Es
sei allerdings darauf hingewiesen, dass bei einigen Ausführungsbeispielen
auch Abänderungen
in der zyklischen Zuordnung vorhanden sein können. So können beispielsweise mehr Ladungsspeicherelemente als
Bildelemente vorhanden sein, wobei dennoch eine zyklische Zuordnung
vorliegen kann.
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Im
Folgenden wird anhand der 3 beschrieben,
wie sich beispielsweise ein Abbild eines Objekts über einen
Bildsensor hinwegbewegen kann. Zu diesem Zweck zeigt die 3 eine
schematische Darstellung, die die Bewegung des Objekts beschreibt.
Die schematische Darstellung gemäß der 3 ist
in ihrer Gesamtheit mit 300 bezeichnet. Die schematische
Darstellung 300 zeigt einen Bildsensor 310, der
beispielsweise acht Zeilen 3201 –3208 aufweist. Der Bildsensor 310 weist
ferner beispielsweise 2.048 Spalten 3301 –3302.048 auf. Acht Bildelemente der ersten
Spalte 3301 sind beispielsweise
mit Z1–Z8 (in einer Draufsicht auf den Bildsensor) bezeichnet.
Die Bildelemente sind im Übrigen
beispielsweise in der gezeigten Weise angeordnet, so dass beispielsweise
die Bildelemente Z1–Z8 entlang
einer Linie bzw. entlang einer Spalte des Bildsensors angeordnet sind.
Ein Objekt bzw. ein sich bewegendes Abbild eines Objekts ist im Übrigen mit 340 bezeichnet.
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Eine
erste schematische Darstellung 350 beschreibt einen Zustand
zu einem Zeitpunkt t0 + 5 μs, eine zweite
graphische Darstellung 360 beschreibt einen Zustand zu
einem Zeitpunkt t0 + 10 μs, eine dritte graphische Darstellung 370 beschreibt
einen Zustand zu einem Zeitpunkt t0 + 40 μs und eine
vierte graphische Darstellung 380 beschreibt einen Zustand
zu einem Zeitpunkt t0 + 75 μs.
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Geht
man beispielsweise von einem in einem modernen Fertigungsprozess
entworfenen quadratischen CMOS-Pixel (z. B. den Bildelementen Z1–Z8) mit 10 μm
Kantenlänge
aus, und nimmt man weiter an, dass Hochgeschwindigkeitsapplikationen
in der Inspektion beispielsweise bei Objektvorschubsgeschwindigkeiten
von ein bis zwei m/s arbeiten, so ergibt sich bei einem vereinfachedn
angenommenen Abbildungsmaßstab
von 1 für
eine Geschwindigkeit von 2 m/s eine zeilensynchronisierte Geschwindigkeit
von 2 μm/μs, oder – bezogen
auf eine Bildelement-Teilung bzw. Pixel-Teilung (Pixel-Pitch) von 10 μm–10 μm/5 μs. Bei einer
beispielhaft angenommenen Akkumulation über acht Zeilen leitet sich
daraus beispielsweise eine Anforderung ab, acht Zeilen in 5 μs auszulesen.
Ferner folgt beispielsweise für
eine komplette Akkumulationssequenz eine Dauer von acht Zeilen mal
5 μs = 40 μs. Bei einem
Ausführungsbeispiel
hat somit beispielsweise nach 40 μs eine
erste Zeile des Objekts (bzw. des Abbilds des Objekts) einen TDI-Bildausschnitt
komplett passiert, ist fertig akkumuliert und kann ausgelesen werden
bzw. wird ausgelesen.
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Ferner
wird beispielsweise das Objektbild nun sukzessive Zeile für Zeile
weiter akkumuliert. Anders ausgedrückt, nach acht Zyklen hat sich
das Objekt (bzw. dessen Abbild) beispielsweise komplett in den TDI-Bereich
hineinbewegt, wie dies beispielsweise in der dritten graphischen
Darstellung 370 gezeigt ist (unter der Voraussetzung, dass
die Geschwindigkeit des Objektabbilds bei quadratischem Pixel genau
einen Zeilenabstand bzw. eine Bildelementteilung (Pixel-Pitch) in
5 μs beträgt). Zusammenfassend
lässt sich
so mit festhalten, dass die 3 einen
beispielhaften Bewegungsvorschub bei einer TDI-Bildauslese zeigt.
Die 3 illustriert dabei eine Bewegungssequenz mit
synchron ablaufender Akkumulation in einer CDS-Stufe für den Fall einer
monochromen Auslese.
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Im Übrigen sein
darauf hingewiesen, dass die graphische Darstellung der 3 auch
eine Zuordnung zwischen Bildelementen Z1–Z8 und Ladungsspeicherelementen C1–C8 zeigt. Die gezeigte Zuordnung kann beispielsweise
an die Stelle der anhand der 2 beschriebenen
Zuordnung treten. Alternativ kann aber auch die anhand der 2 beschriebene
Zuordnung verwendet werden.
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4 zeigt
ein Schaltbild eines Bildsensors, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
zeigt die 4 ein Bildelement bzw. ein Pixel
mit einer korrelierten Doppelabtaststufe und einem Akkumulationsspeicher.
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Die
Schaltungsanordnung gemäß der 4 bzw.
der Bildsensor gemäß der 4 ist
in seiner Gesamtheit mit 400 bezeichnet. Der Bildsensor 400 umfasst
beispielsweise ein erstes Bildelement 410, ein zweites
Bildelement 412 und ein drittes Bildelement 414.
Bei einem Ausführungsbeispiel
sind die Bildelemente 410, 412, 414 im
Wesentlichen identisch aufgebaut, so dass im Folgenden nur das erste
Bildelement 410 beschrieben werden wird. Ein Bildsignalausgang 420 des
ersten Bildelements 410, ein Bildsignalausgang 422 des zweiten
Bildelements 412 und ein Bildsignalausgang 432 des
dritten Bildelements 414 sind beispielsweise mit einer
gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt bzw. elektrisch
wirksam verbunden. Die Spaltenleitung 430 ist ferner beispielsweise über eine
Stromquelle 432, die einen Arbeitspunktstrom IBias liefert,
mit einem Bezugspotential GND verbunden.
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Der
Bildsensor 400 umfasst ferner eine Akkumulationsschaltung 440.
Ein Eingang 442 der Akkumulationsschaltung 440 ist
beispielsweise über
einen Koppelkondensator 444 und einen (optionalen) ersten
Schalter 446 mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt.
Dabei ist ein erster Anschluss des Speicherkondensators 444 mit
dem Eingang 442 der Akkumulationsschaltung 440 gekoppelt,
und ein zweiter Anschluss des Speicherkondensators 444 ist
direkt oder über
den optionalen ersten Schalter 446 mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt.
Ferner ist der zweite Anschluss des Speicherkondensators 444 optional über einen
zweiten Schalter 448 mit dem Bezugspotential GND gekoppelt.
Es sei darauf hingewiesen, dass der erste Schalter 446 beispielsweise
mit einem Steuersignal ϕ1 angesteuert
wird, während
hingegen der zweite Schalter 448 beispielsweise mit einem
Steuersignal ϕ2 angesteuert wird.
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Im
Folgenden wird stellvertretend für
die mehreren vorhandenen Bildelemente 410, 412, 414 die
innere Struktur des ersten Bildelements 410 beispielhaft
erläutert.
Bei dem ersten Bildelement 410 kann es sich beispielsweise
um eine Drei-Transistor-Zelle mit Rollender-Verschluss-Technik (rolling
shutter-Technik) handeln. Das erste Bildelement 410 umfasst
beispielsweise eine Photodiode 450, wobei ein Anodenanschluss
der Photodiode mit dem Bezugspotential GND gekoppelt ist, und wobei
ein Kathodenanschluss der Photodiode 450 mit einem Speicherknoten 452 gekoppelt
ist. Parallel zu der Photodiode ist ferner ein Speicherkondensator 454 geschaltet,
der ausgelegt ist, um basierend auf einem von der Photodiode gelieferten
Photostrom Iph eine entsprechende Photospannung
Uph zu speichern. Der Speicherknoten 454 ist
ferner mit einem Source-Anschluss eines Rücksetztransistors 456 gekoppelt.
Ein Drainanschluss des Rücksetztransistors 456 (Q1) ist im Übrigen mit einem beispielsweise
positiven Versorgungspotential VDD verbunden.
Ein Gateanschluss des Rücksetztransistors 456 ist
beispielsweise mit einem „Rücksetzen"-Signal verbunden,
das ein Rücksetzen
des Bildelements 410 steuert. Das Bildelement 410 umfasst ferner
einen Spannungsfolger-Transistor 458, bei dem es sich beispielsweise
ebenso um einen NMOS-Feldeffekttransistor
handelt. Ein Gate-Anschluss des Spannungsfolgertransistors 458 ist
beispielsweise mit dem Speicherknoten 454 gekoppelt. Ein
Drain-Anschluss des Spannungsfolgertransistors 458 ist
beispielsweise mit dem Potential VDD gekoppelt.
Ein Source-Anschluss des Spannungstransistors ist ferner mit einem
ersten Kanalanschluss eines Schalttransistors 460 gekoppelt.
Ein zweiter Kanalanschluss des Schalttransistors 460 ist
beispielsweise mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt.
An einem Gateanschluss des Schalttransistors 460 liegt
im Übrigen
ein Signal „Auswahl" an, das den Schalttransistor 460 einschaltet
oder ausschaltet und somit eine Kopplung zwischen dem erstem Bildelement 410 und
der Spaltenleitung 430 aktiviert oder deaktiviert.
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Im
Hinblick auf die Funktionsweise des Bildelements 410 ist
festzuhalten, dass bei einem Rücksetzen (also
bei Aktivierung des Signals „Rücksetzen" an dem Gateanschluss
des Rücksetztransistors 456)
der Kondensator 454 aufgeladen wird. Wird anschließend an
das Rücksetzen
die Photodiode 450 beleuchtet, so entlädt die Photodiode 450 durch
ihren Photostrom Iph den Kondensator 454.
Somit liegt an dem Speicherknoten 454 nach dem Rücksetzen
ein Rücksetzpotential
an. Im Anschluss an das Rücksetzen
verändert
sich das Potential in Abhängigkeit
von dem von der Photodiode 450 gelieferten Photostrom in
Abhängigkeit
von einer Lichtintensität
des auf die Photodiode 450 fallenden Lichts. Somit stellt
sich nach einer bestimmten Belichtungszeit ein von der Lichtintensität abhängiger Spannungspegel
an dem Speicherknoten 454 ein. Ist der Schalter 460 geschlossen,
so wirkt der Spannungsfolgertransistor 458 in Verbindung
mit der Stromquelle 432 als Source-Folger, so dass eine
auf der Spaltenleitung 430 abliegende Spannung im Wesentlichen
der Spannung an dem Speicherknoten 454 folgt. Somit kann
die gemeinsame Spaltenleitung 430 auf einen Spannungspegel
ge bracht werden, der von der Spannung an den Speicherknoten 454 abhängig ist.
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Im
Folgenden werden Details der Akkumulationsschaltung 440 beschrieben.
Die Akkumulationsschaltung 440 umfasst einen Operationsverstärker 470,
der beispielsweise einen invertierenden Eingang (–) und einen
nicht-invertierenden Eingang (+) sowie einen Ausgang aufweist. Der
invertierende Eingang (–)
des Operationsverstärkers 470 ist
beispielsweise mit dem Eingang 442 der Akkumulationsschaltung 440 gekoppelt. Der
nicht-invertierende Eingang (+) des Operationsverstärkers 470 ist
beispielsweise mit dem Bezugspotential GND (oder einem anderen vorgegebenen
Potential) gekoppelt. Die Akkumulationsschaltung 440 umfasst
einen Rückkopplungspfad-Schalter 472,
der zwischen den invertierenden Eingang (–) des Operationsverstärkers 470 und
den Ausgang des Operationsverstärkers 470 gekoppelt
ist, um den invertierenden Eingang (–) mit dem Ausgang zu verbinden.
Der Rückkopplungspfad-Schalter
wird beispielsweise durch ein Steuersignal 43 angesteuert.
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Der
Akkumulationsschaltung 440 umfasst ferner eine Mehrzahl
von geschalteten Kondensatoranordnungen (auch kurz als geschaltete
Kondensatoren bezeichnet). Beispielsweise sind in 4 drei
geschaltete Kondensatoranordnungen 474, 476, 478 gezeigt,
die jeweils in einen Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470,
also zwischen den invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 470 und
den Ausgang des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden können.
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Die
geschalteten Kondensatoranordnungen 474, 476, 478 sind
von ihrer Struktur her gleich aufgebaut, so dass im Folgenden nur
die Struktur der ersten geschalteten Kondensatoranordnung 474 beschrieben
wird. Die erste geschaltete Kondensatoranordnung 474 umfasst
einen zugehörigen
Eingang 474a und einen zugehörigen Ausgang 474b.
Ferner umfasst die erste geschaltete Kondensatoranordnung 474 einen
zugehörigen inneren
Knoten 474c. Die erste geschaltete Kondensatoran ordnung 474 umfasst
ferner einen ersten Schalter 474d, einen (optionalen) zweiten
Schalter 474e und einen Kondensator 474f. Der
erste Schalter 474d ist dabei zwischen den Eingangsanschluss 474a und
den inneren Knoten 474c geschaltet. Der Kondensator 474f ist ferner
zwischen den inneren Knoten 474c und den Ausgangsanschluss 474b geschaltet.
Der optionale zweite Schalter 474e ist beispielsweise zwischen
den inneren Knoten 474c und ein vorgegebenes Potential,
beispielsweise das Bezugspotential GND, geschaltet. Der erste Schalter 474d wird
beispielsweise durch ein Steuersignal ϕ41 angesteuert,
und der zweite Schalter 474e wird beispielsweise durch
ein weiteres Steuersignal ϕ51 angesteuert.
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Somit
kann der Kondensator 474f der ersten geschalteten Kondensatoranordnung 474 durch
Schließen
des ersten Schalters 474d der ersten geschalteten Kondensatoranordnung
in den Rückkopplungszweig des
Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden. Durch Schließen
des zweiten Schalters 474e (beispielsweise bei geöffnetem
ersten Schalter 474d) kann ferner der Kondensator 474f auf
die Ausgangsspannung an dem Ausgang des Operationsverstärkers 470 vorgeladen
werden. Somit kann beispielsweise der Kondensator 474f in
einen Rücksetz-Zustand
versetzt werden.
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Zusammenfassend
ist somit festzuhalten, dass der Kondensator 474f durch
Aktivierung des Steuersignals ϕ41 in
den Rückkopplungszweig
des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden kann, und dass ferner der Kondensator 474f durch
Aktivieren des Steuersignals ϕ51 in
einen Rücksetz-Zustand versetzt
werden kann.
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In
entsprechender Weise kann beispielsweise ein Kondensator 476f durch
Aktivieren eines Steuersignals ϕ42 in
den Rückkopplungszweig
des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
und durch Aktivieren eines Steuersignals ϕ52 in
einen Rücksetz-Zustand
gebracht werden. Ein Kondensator 478f der dritten geschalteten Kondensatorschaltung 478 kann
ferner durch Aktivierung eines Steuersignals ϕ48 in
den Rückkopplungszweig des
Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden und im Übrigen
durch Aktivieren eines Steuersignals ϕ58 in
einen Rücksetzzustand
gebracht werden.
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Der
Operationsverstärker 470 kann
beispielsweise in Verbindung mit einem in den Rückkopplungszweig eingeschalteten
Kondensator (beispielsweise dem Kondensator 474f, dem Kondensator 476f oder
dem Kondensator 478f) bei geöffnetem Rückkopplungspfad-Schalter 472 im
Wesentlichen als ein Strom-Integrierer mit niedriger Eingangsimpedanz
wirken, so dass beispielsweise ein über den Eingang 442 gelieferter
Strom zu einer Veränderung
einer Ladung, die in dem in den Rückkopplungszweig eingeschalteten
Kondensator gespeichert ist, führt.
In anderen Worten, eine Ladung, die der Akkumulationsschaltung in
diesem Zustand über den
Eingang 442 zugeführt
wird, wird in dem in den Rückkopplungszweig
eingeschalteten Kondensator gespeichert bzw. akkumuliert.
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Die
Akkumulationsschaltung 440 umfasst im Übrigen optional eine Ausleseschaltung 480,
die mit dem Ausgang des Operationsverstärkers 470 gekoppelt
ist, um die an dem Ausgang des Operationsverstärkers 470 anliegende
Spannung abzutasten und zwischenzuspeichern. Beispielsweise umfasst
die Ausleseschaltung 480 eine Mehrzahl von Ausleseanordnungen 482, 484, 486,
von denen hier nur beispielhaft eine beschrieben wird. Die Ausleseanordnung 482 umfasst
beispielsweise einen Abtastschalter 482a, einen inneren
Knoten oder Speicherknoten 482b, einen Leseschalter 482c und
eine Auslesekapazität 482d.
Der Abtastschalter 482a ist beispielsweise zwischen den
Ausgang eines Operationsverstärkers 470 und
den inneren Konten oder Speicherknoten 482b geschaltet.
Ferner ist die Auslesekapazität 482d zwischen
den inneren Knoten oder Speicherknoten 482b und ein festes
Potential (beispielsweise das Bezugspotential GND) geschaltet. Der
Leseschalter 482c ist ferner zwischen den inneren Knoten
oder Speicherknoten 482b und einen Ausgangsanschluss 490 der
Akkumulationsschaltung 440 geschaltet. Der Abtastschalter 482 wird beispielsweise
durch ein Signal „SH<1>" angesteuert, und der Leseschalter 482c wird
beispielsweise durch ein Signal „Lese<1>" angesteuert. Die
weiteren Ausleseschaltungsanordnungen 482, 486 sind
im Übrigen
parallel zu der oben beschriebenen ersten Ausleseschaltungsanordnung 482 geschaltet.
Die entsprechenden Ausleseschalter der zweiten und dritten Ausleseschaltungsanordnung
werden beispielsweise durch Signale „SH<2>" bzw. „SH<8>" angesteuert, wie dies aus der 4 ersichtlich
ist. Leseschalter der Ausleseschaltungsanordnungen 482, 486 werden
im Übrigen
durch entsprechende Lesesignale „Lese<2>" bzw. „Lese<8>" angesteuert. Somit ist die Ausleseschaltung 480 insgesamt
konfiguriert, um durch entsprechendes Schließen der Abtastschalter das Ausgangssignal
des Operationsverstärkers 470 zu
verschiedenen Zeitpunkten abzutasten und um die zu den Abtastzeitpunkten
an dem Ausgang des Operationsverstärkers 470 anliegende
Spannung auf entsprechenden Auslesekondensatoren 482d zwischenzuspeichern.
Die auf dem Auslesekondensator 482d zwischengespeicherte
Spannung kann im Übrigen
durch ein Schließen
der Ausleseschalter bzw. Leseschalter 482c an den Ausgang 490 der
Akkumulationsschaltung 440 ausgegeben werden.
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Basierend
auf der obigen Beschreibung wird im Folgenden anhand von verschiedenen
Zeitablaufs-Diagrammen die Funktionsweise des Bildsensors 400 näher erläutert. So
zeigt die 5a eine graphische Darstellung
von Zeitverläufen
von verschiedenen Signalen, die beispielsweise in den Bildsensor 400 gemäß der 4 auftreten
können.
Die graphische Darstellung gemäß der 5 ist in ihrer Gesamtheit mit 500 bezeichnet.
In der 5 beschreibt eine gemeinsame
Abszisse 510 die Zeit. Eine erste Signalverlaufsdarstellung 520 beschreibt
die Auswahlsignale der Bildelemente 410, 412, 414.
Diesbezüglich
sei darauf hingewiesen, dass bei einem Ausführungsbeispiel zu einem Zeitpunkt
beispielsweise höchstens
ein Bildelement aus einer Mehrzahl von mit einer gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelten
Bildelemente 410, 412, 414 ausgewählt ist. In
anderen Worten, Bildele mente 410, 412, 414,
die mit einer gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt
sind, erhalten separate Auswahlsignale, von denen höchstens
eines aktiv ist, um ein Bildelement auszuwählen. Die Auswahlsignale dienen
somit dazu, eines der Bildelemente auszuwählen. Ist beispielsweise in
der Signalverlaufsdarstellung 520 für die Auswahlsignale ein Wert
von „Z1„ angegeben,
so zeigt dies an, dass das erste Bildelement Z1 ausgewählt ist,
während
hingegen die anderen mit der gleichen gemeinsamen Spaltenleitung
verbundenen Bildelemente nicht ausgewählt sind. Entsprechend zeigt
ein Wert von „Z2„ an,
dass ein zweites Bildelement (beispielsweise das Bildelement 412)
ausgewählt
und somit mit der gemeinsamen Spaltenleitung gekoppelt ist, während hingegen
die anderen Bildelemente nicht ausgewählt sind.
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Eine
zweite Signalverlaufsdarstellung 530 beschreibt im Übrigen ein
Ansteuersignal „Rücksetzen", das beispielsweise
den Rücksetztransistor 456 ansteuert.
Beispielsweise können
die „Rücksetzen"-Signale für alle Bildelemente
gleich sein, oder es können
einzelne Bildelemente mit separaten „Rücksetzen"-Signalen versorgt werden.
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Eine
dritte Signalverlaufsdarstellung 540 beschreibt einen zeitlichen
Verlauf eines Ansteuersignals ϕ3, das
beispielsweise den Rückkopplungspfad-Schalter 472 ansteuert.
Eine vierte Signalverlaufsdarstellung 550 beschreibt im Übrigen die
Ansteuersignale für
die schaltbaren Kondensatoranordnungen 474, 476, 478.
Die Signale ϕ4n geben somit an,
welcher der Kondensatoren 474f, 476f, 478f in
den Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
ist. So ist im Regelfall davon auszugehen, dass zu einem Zeitpunkt höchstens
eines der Ansteuersignale ϕ41, ϕ42, ..., ϕ48 (insgesamt
auch als ϕ4n bezeichnet) aktiv
ist. So weist beispielsweise eine Angabe „C2" in der vierten Signalverlaufsdarstellung 450 darauf
hin, dass beispielsweise der Kondensator 476f (auch mit
C2 bezeichnet) durch Aktivierung des zugehörigen Steuersignals φ42 in den Rückkopplungspfad des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
ist, während hingegen
die anderen Kondensatoren 470f, 478f nicht in
den Rückkopplungspfad
eingeschaltet sind. Eine Angabe „C1" in der vierten Signalverlaufsdarstellung 450 zeigt
hingegen an, dass die Kapazität 474f (auch
als C1 bezeichnet) in dem Rückkopplungspfad
eingeschaltet ist, während
hingegen die anderen Kapazitäten 476f, 478f nicht
in den Rückkopplungspfad
eingeschaltet sind.
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Im
Folgenden wird anhand der 5a eine
Phase bei dem Betrieb der Schaltungsanordnung 400 beschrieben.
Unter einer Phase wird hierbei beispielsweise ein „Zeilenzyklus" verstanden. Während einer
Phase werden beispielsweise mehrere (oder gar alle) an der gemeinsamen
Spaltenleitung 430 angeschlossenen Bildelemente ausgewertet,
und es werden während
einer Phase beispielsweise Ladungen auf den Kondensatoren 474f, 476f, 478f der
geschalteten Kondensatoranordnung 472, 474, 476 in
Abhängigkeit
von Signalen der Bildelemente 410, 412, 414 verändert. Die
erste Phase umfasst beispielsweise einen ersten Schritt, in dem beispielsweise
Signale von einem ersten Bildelement 410 ausgewertet werden,
und einen zweiten Schritt, in dem beispielsweise Signale von dem
zweiten Bildelement 412 ausgewertet werden. Der erste Schritt
ist in der graphischen Darstellung 500 der 5a mit 560 bezeichnet,
und der zweite Schritt ist mit 562 bezeichnet.
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Im
Folgenden werden Details im Hinblick auf den ersten Schritt 560 erläutert. Während des
ersten Schritts 560 ist beispielsweise das erste Bildelement 410 ausgewählt, wie
aus dem in der ersten Zeitverlaufsdarstellung 520 dargestellten
Zeitverlauf des „Auswahl"-Signals ersichtlich
ist. In anderen Worten, es ist beispielsweise der Auswahlschalter 460 des
ersten Bildelements 410 geschlossen, so dass das erste
Bildelement 410 mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt
ist. In einer ersten Teilphase 570 des ersten Schritts 560 ist
beispielsweise das Ansteuersignal ϕ3 aktiv,
so dass der Rückkopplungspfad-Schalter 472 geschlossen ist.
Folglich ist der Operationsverstärker 470 unmittelbar
zurückgekoppelt,
so dass an dem invertierenden Eingang (–) des Operationsverstärkers 470 eine
Spannung anliegt, die sich von einer an dem nicht-invertierenden Eingang
(+) des Operationsverstärkers 470 anliegenden
Spannung im Wesentlichen um die Offset-Spannung des Operationsverstärkers 470 unterscheidet.
Im Übrigen
ist während
des ersten Schritts (wie auch, bevorzugt, während den folgenden Schritten)
das Ansteuersignal ϕ1 aktiv, so
dass der Schalter 446 geschlossen ist. An dem Ausgang 420 des
ersten Bildelements 410 liegt beispielsweise eine Spannung
an, die im Wesentlichen auf der Spannung an dem Speicherknoten 454 des
ersten Bildelements 410 basiert, und die somit beispielsweise
von einer auf die Photodiode 450 (während eines Belichtungszeitraums)
auftreffenden Lichtintensität
abhängig
ist. Somit wird die Speicherkapazität 444 auf eine Spannung
aufgeladen, die im Wesentlichen gleich einer Potentialdifferenz
eines auf der gemeinsamen Spaltenleitung 430 vorliegenden
Potentials und eines an dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 470 anliegenden
Potentials ist. An dem Ende der ersten Teilphase 570 wird
sodann das Ansteuersignal ϕ3 deaktiviert,
so dass der Rückkopplungspfadschalter 472 geöffnet wird.
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Während einer
sich an die erste Teilphase 570 anschließenden zweiten
Teilphase 572 wird im Übrigen das
Signal „Rücksetzen" aktiviert, wodurch
beispielsweise der Rücksetztransistor 456 aktiv
wird. Damit verändert
sich beispielsweise die Spannung auf der gemeinsamen Spaltenleitung 430 auf
einen Rücksetzwert.
Bei einem Ausführungsbeispiel
bleibt die auf dem Speicherkondensator 444 gespeicherte
Ladung zunächst
noch näherungsweise
konstant, da ja innerhalb der zweiten Teilphase 572 beispielsweise
sowohl das Steuersignal ϕ3 als
auch die Steuersignale ϕ41–ϕ48 inaktiv sind.
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In
einer dritten Teilphase 575 wird beispielsweise das Steuersignal ϕ42 aktiviert, und es wird somit der zweite
Kondensator 476f (C2) in den Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet.
Daraufhin kommt es zu ei nem Ladungsausgleich zwischen dem Speicherkondensator 444 und
dem Kondensator 476f (C2). Eine
Ladung, die dem Kondensator 476f (C2)
zugeführt
wird, ist beispielsweise zumindest näherungsweise proportional zu
einer Differenz zwischen einem Potential, das die gemeinsame Spaltenleitung 430 während der
ersten Teilphase 570 annimmt, und einem Potential, das
die gemeinsame Spaltenleitung 430 in der dritten Teilphase 574 (also
bei aktiviertem „Rücksetzen"-Signal) annimmt. Somit wird insgesamt
die Ladung auch dem Kondensator 476f (C2)
in Abhängigkeit
von dem Signal an dem Ausgang 420 des ersten Bildelements 410 verändert. Die
Ladungen auf den übrigen
in den Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470 einschaltbaren
Kondensatoren 474f, 478f bleiben im Übrigen im
ersten Schritt 560 (abgesehen von parasitären Veränderungen)
im Wesentlichen unverändert,
da beispielsweise während
des ersten Schritts die Steuersignale ϕ41, ϕ51, ϕ48 und ϕ58 inaktiv sind.
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An
einem Ende der dritten Teilphase 574 wird beispielsweise
das Steuersignal ϕ42 deaktiviert,
so dass kein Kondensator mehr in den Rückkopplungspfad des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
ist. Im Anschluss an die dritte Teilphase 574 wird im Übrigen das „Rücksetzen"-Signal deaktiviert,
wie dies beispielsweise aus der zweiten Signalverlaufsdarstellung 530 ersichtlich
ist.
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Im Übrigen wird
im Hinblick auf die relativen Zeitgebungsverhältnisse auf die Signalverlaufsdarstellung 520, 530, 540, 550 verwiesen.
Die Zeitverlaufsdarstellungen 520, 530, 540, 550 umfassen
im Übrigen
beispielhafte (aber nicht zwingende) Angaben, die Zeitintervalle
zwischen bestimmten Flanken der gezeigten Signale beschreiben.
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Zeitabläufe in dem
zweiten Schritt 562 entsprechen im Übrigen im Grundsatz den Zeitabläufen in
dem ersten Schritt 560. Allerdings ist beispielsweise in
dem zweiten Schritt 562 das zweite Bildelement 412 (Z2) ausgewählt
(während
die übrigen
mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 koppelbaren Bildelemente
beispielsweise durch Öffnen
der entsprechenden Schalter von der gemeinsamen Spaltenleitung 430 getrennt sind).
Ferner wird in dem zweiten Schritt 562 die Ladung des Kondensators 574f (C1) verändert,
nicht hingegen die Ladung des Kondensators 476f (C2). Die entsprechenden Zeitverläufe der
Ansteuersignale sind im Übrigen aus
den Zeitverlaufsdarstellungen 520, 530, 540, 550 ersichtlich.
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Ferner
zeigt die graphische Darstellung 500 auch noch einen ersten
Schritt 580 einer zweiten Phase. In dem ersten Schritt 580 der
zweiten Phase ist wiederum, genau wie in dem ersten Schritt 560 der
ersten Phase, das erste Bildelement 410 ausgewählt, wie
in der ersten Signalverlaufsdarstellung 520 ersichtlich
ist (Z1). Allerdings wird in dem ersten
Schritt 580 der zweiten Phase, anders als in dem ersten
Schritt 560 der ersten Phase, der Kondensator 478f (C8) in den Rückkopplungspfad des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet. Folglich
wird in dem ersten Schritt 580 der zweiten Phase die Ladung
des Kondensators 478f (C8) in Abhängigkeit
von Signalen, die von dem ersten Bildelement 410 geliefert
werden, verändert.
Somit ist ganz allgemein ersichtlich, dass in der zweiten Phase
eine Zuordnung zwischen Bildelementen und zugeordneten Kondensatoren,
die in den Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden, gegenüber
der ersten Phase verändert.
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Im
Folgenden wird anhand der 5b eine
beispielhafte Zuordnung zwischen Bildelementen und in den Rückkopplungspfad
des Operationsverstärkers 470 eingeschalteten
Kondensatoren beschrieben. Dabei wird beispielhaft davon ausgegangen,
dass acht Bildelemente Z1–Z8 mit der gemeinsamen Spaltenleitung 430 gekoppelt
sind, und dass ferner acht verschiedene Kondensatoren C1–C8 in den Rückkopplungszweig des Operationsverstärkers 470 eingeschaltet
werden können,
wobei beispielsweise Steuersignale ϕ41–ϕ48 (allgemein als ϕ4n bezeichnet)
verwendet werden, um beispielsweise genau einen der Kondensatoren
C1–C8 in den Rückkopplungszweig des Operationsverstärkers 470 einzuschalten.
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Die
graphische Darstellung der 5b ist
in ihrer Gesamtheit mit 590 bezeichnet. Eine erste Zeile 592 beschreibt,
welches der Bildelemente Z1–Z8 in einem bestimmten Schritt (z. B. in dem
ersten Schritt S1 bis hin zu dem achten Schritt S8) einer bestimmten
Phase (beispielsweise von Phase 1 bis Phase 8) ausgewählt wurde.
Die Auswahl erfolgt mit Hilfe von geeigneten Steuersignalen, wie
dies anhand der 4 und 5a bereits erläutert wurde.
Beispielsweise kann in dem ersten Schritt der Phasen jeweils das
erste Bildelement Z1 ausgewählt sein,
wie dies aus der 5b ersichtlich ist. Ganz allgemein
kann beispielsweise in mehreren Phasen in dem n-ten Schritt das
n-te Bildelement Zn ausgewählt sein.
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Eine
zweite Zeile 594 beschreibt, welche der Kondensatoren C1–C8 in den jeweiligen Schritten der verschiedenen
Phasen ausgewählt
sind. Details im Hinblick auf die Zeitverläufe betreffend die Auswahl
von Kondensatoren wurden schon oben anhand der 4 und 5a erläutert. Wie
aus der 5b ersichtlich ist, werden beispielsweise
während
der ersten Phase in den einzelnen acht Schritten der ersten Phase
nacheinander die Kondensatoren C1–C8 ausgewählt.
In den zweiten Phasen wird in dem ersten Schritt S1 der Kondensator
C8 ausgewählt, und anschließend werden
nacheinander die Kondensatoren C1–C7 ausgewählt.
In einer achten Phase hingegen werden in den ersten sieben Schritten
S1 bis S7 nacheinander die Kondensatoren C2–C8 ausgewählt,
und anschließend
wird der Kondensator C1 ausgewählt. Aus
der 5b ist ersichtlich, dass eine Zuordnung zwischen
Bildelementen und in den Rückkopplungszweig
eingeschalteten Kondensatoren zwischen den unterschiedlichen Pfaden
zyklisch verändert
wird, wie dies beispielsweise aus der 5b ersichtlich
ist und auch schon anhand der der 2 erläutert wurde.
-
Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass die 3, 4, 5a und 5b eine
Bewegungssequenz mit synchron ablaufenden Akku mulationen in einer
CDS-Stufe für
einen Fall einer monochromen Auslese illustrieren. So wurde anhand
der 3 als auch anhand der 5a ein
Bewegungsvorschub bei einer TDI-Bildauslese ersichtlich.
-
Ohne
Beschränkung
der Allgemeinheit gilt das hier erläuterte Verfahren auch für eine Farbauslese. Eine
TDI-Belichtungssequenz
beginnt beispielsweise zu einem Zeitpunkt t0.
Nach t0 + 5 μs (bzw. zum Zeitpunkt t0 + 5 μs)
hat das Objekt (beispielsweise das in 3 gezeigte
Objekt) eine erste Zeile einer für
die zeitverzögerte
Integration interessierenden Region (TDI-ROI) überstrichen. 5a zeigt
beispielsweise ein Zeitschema einer Akkumulation im Detail für einen
Zeitraum ab t0 + 5 μs. Am Schluss, also beispielsweise
nach acht Zyklen, wurde beispielsweise jede der acht Zeilen der
Objektebene mindestens zweimal bei Verwendung von RBB-Filtern akkumuliert.
Eine erste Zeile der Objektebene wurde bei einem Erreichen der achten
Zeile der ausgewählten
Region von Interesse (ROI, region of interest) auf dem Chip letztmalig,
also zum zweiten (achten) Mal oder nach 40 μs akkumuliert. Ab der nächsten Zeile
kann damit mit einer Auslese der ersten Zeile begonnen werden. Somit
stehen für
eine Auslese beispielsweise 5 μs
zur Verfügung,
bis eine nächste
fertig akkumulierte Zeile ausgelesen wird. Eine Analogpipeline ist
beispielsweise aufgefüllt,
und die mit den Akkumulationskapazitäten (beispielsweise C1–C8) korrespondierenden Abtast- und Haltekapazitäten (beispielsweise
CH1–CH8) werden akkumuliert und ausgelesen. Dies
entspricht beispielsweise einer Zeilenauslesezeit von 5 μs. Der oben
beschriebene Vorgang läuft
beispielsweise zyklisch weiter, bis er durch eine Aktion von Außen (beispielsweise durch
Anhalten des Inspektionsobjekts) unterbrochen wird. Ebenso kann
beispielsweise eine TDI-Auslese in eine äußere Regelschleife, die eine
variable Objektgeschwindigkeit berücksichtigt, eingebunden sein.
-
Eine
analoge Ausleseschaltung, welche beispielsweise ein verschachteltes
TDI-Ausleseverfahren auf einem Chip reali siert, ist in 4 gezeigt.
Die Schaltung gemäß der 4 nutzt
die Möglichkeit,
einen Signalpfad für
Akkumulatorkapazitäten
bzw. Akkumulationskapazitäten
C1–C8 in der CMOS-Technik mit geschalteten Kondensatoren
(auch als CMOS Switched-Capacitor-Technik bezeichnet) auszulegen.
Ein Standard-CMOS-Bildelement bzw. Standard-CMOS-Pixel, welches
in dem gezeigten Beispiel als Drei-Transistorzelle mit „Rollendem-Verschluss"-Technik (auch als „Rolling-Shutter-Technik bezeichnet)
ausgeführt
ist, wird über
eine CDS-Stufe (korrelierte
Doppelt-Abtast-Stufe bzw. Correlated-Double-Sampling-Stufe) ausgelesen. Das
Bildelement bzw. das Pixel kann alternativ ebenso als Vier-Transistor-Zelle
mit einem synchronen Verschluss (Shutter) oder als gepinnte Photodiode
(pinned Photodiode), Photogate oder mit N-Wannen-Photodiode ausgelegt sein. In
einer spaltenparallelen Anordnung wird beispielsweise das Bildelement
bzw. das Pixel auf die zugehörige
CDS-Stufe ausgelesen und ein Signalwert wird je nach Lage eines
Objekts auf einer der Rückkoppelkapazitäten C1–C8 aufakkumuliert.
-
Im
Folgenden wird eine Funktionsweise zunächst anhand eines linear integrierenden
Bildelements (Pixels) mit rotierendem Verschluss (rolling shutter)
beschrieben. Für
eine akkumulierte Spannung gilt beispielsweise:
-
Pixel
einer ersten Zeile (Zeile 1) werden beispielsweise auf die Speicherkapazität 444 (CS) der jeweiligen Spalte übertragen, wobei beispielsweise
das Signal „Auswahl" sowie ferner die
Signale ϕ1 und ϕ3 aktiv bzw. in einem High-Zustand sind. Sind
die jeweiligen Signale „Auswahl" sowie ϕ1 und ϕ3 aktiv
bzw. in einem High-Zustand, so bleiben bei spielsweise die Speicherkapazitäten 474f, 476f, 478f bzw.
C1–C8 noch entladen bzw. in einem Rücksetzzustand
oder Reset-Zustand.
-
Nachfolgend
wird bei aktiviertem „Auswahl"-Signal die Phase
(bzw. das Signal) ϕ1 deaktiviert.
Ferner werden beispielsweise ϕ41 und
das Signal „Rücksetzen" („Reset") aktiviert. Damit
erfolgt beispielsweise eine Auslese eines Rücksetzzustands bzw. Reset-Zustands
des Bildelements bzw. Pixels, wodurch beispielsweise additive Fehler
und niederfrequente Rauschanteile unterdrückt werden (so genannter CDS-Zyklus).
In dem vorliegenden Schaltzustand wird beispielsweise eine Ladungsdifferenz
aus Signalzustand und Rücksetzzustand
bzw. Reset-Zustand des Pixels auf der Speicherkapazität 474f (C1) der CDS-Stufe abgelegt. Eine äquivalente
Spannung ist beispielsweise um einen Offset eines Bildelement-Source-Folgers bzw. Pixel-Source-Folgers 458 (Q2) korrigiert. Hiermit kann beispielsweise
ein von dem Bildelement bzw. Pixel herrührendes festes Muster-Rauschen
(fixed pattern noise) kompensiert werden. Nach erfolgtem korrelierten
Doppeltabtasten (CDS) für
eine erste Zeile Z1 wiederholt sich der
Vorgang nach einem Zeilenzyklus, der durch eine Objektgeschwindigkeit
vorgegeben ist. Bei dem beschriebenen Beispiel beträgt die Zeilenzykluszeit
beispielsweise 625 ms. Nach beispielsweise 5 μs = 8·625 ns hat das Objekt die
zweite Zeile Z2 (beziehungsweise eine Zeile, die
das zweite Bildelement Z2 umfasst) beispielsweise
komplett überstrichen
und eine Auslese der Zeile Z2 beginnt. Zunächst werden
wieder Ausgangssignale der Bildelemente bzw. Pixel spaltenparallel
auf jeweilige Abtastkapazitäten
bzw. Sample-Kapazitäten Cs übertragen
(wobei beispielsweise die Signale „Auswahl" sowie ϕ1 und ϕ3 aktiv bzw. in einem „High”-Zustand sind). Danach erfolgt eine Offsetkompensation
und eine Akkumulation. Diesmal erfolgt jedoch, das sich das Objekt
weiterbewegt hat, eine Akkumulation der Pixelzeile Z2 auf
den Kapazitäten 474f (C1) der Spaltenparallelen CDS-Stufen, und die Akkumulation
der Pixelzeile Z1 auf den Kapazitäten 476f (C2).
-
Gegenüber einer
externen digitalen Akkumulation eines konventionellen Bildsensors
stellt dies einen erheblichen Vorteil dar, da bei einigen Ausführungsbeispielen
der Erfindung die analoge Signalverarbeitung komplett auf dem Sensorchip
realisiert ist. Ferner wird ein Signal des Photodetektors (beispielsweise
die in dem Bildelement bzw. Pixel integrierte Ladung) bereits bei
einer Auslese mittels des Sourcefolgers 458 (Q2)
in eine Spannung gewandelt. Diese wird erst in der CDS-Stufe wieder
zurück
in eine Ladung konvertiert und dort paketweise aufakkumuliert. Ein
Eimerkettenprinzip, welches ladungsgekoppelte Einrichtungen (CCDs)
benutzt, und welches einen erheblichen Nutzsignalverlust nach sich
zieht, wird damit prinzipbedingt umgangen.
-
An
die CDS-Stufe ist im Übrigen
eine analoge Zwischenpufferstufe mit Kondensatoren CH1–CH8 angeschlossen, die in Verbindung mit Schaltern
SH<1> bis SH<8> fertig akkumulierte
Signale für
eine Auslese zwischenspeichert.
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Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass Verbesserungen gegenüber den herkömmlichen
Lösungen durch
Implementierung des TDI-Verfahrens in einer CMOS-Sensorik unter
anderem in einer optimierten Signalgewinnung durch Umgehung eines
Eimerkettenprinzips sowie in den verglichen mit CCD-TDI-Sensoren wesentlich
höheren
Arbeitsgeschwindigkeiten bestehen.
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Im
Folgenden wird anhand der 6 und 7 ein
Ausführungsbeispiel
eines TDI-CMOS-Sensors mit 128 × 2.048
Pixeln beschrieben. 6 zeigt eine schematische Darstellung
eines TDI-CMOS-Sensors für eine
Objektinspektion. Die Sensoranordnung gemäß der 6 ist in
ihrer Gesamtheit mit 600 bezeichnet. Die Anordnung 600 umfasst
einen TDI-CMOS-Sensor 610, der beispielsweise 128 Zeilen
und 2.048 Spalten aufweist. Die Anordnung 600 umfasst ferner
eine Optik 620, die ausgelegt ist, um einen Ausschnitt
eines Inspektionsobjekts 630 auf eine Sensoroberfläche des
TDI-CMOS-Sensors 610 abzubilden. Beispielsweise kann die Optik 620 ausgelegt
sein, um eine TDI-Region-von-Interesse (TDI-ROI bzw. TDI-Region
of Interest) auf eine empfindliche Sensoroberfläche des TDI-CMOS-Sensors abzubilden.
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Auf
der Basis der vorgenannten Betrachtungen kann beispielsweise eine
Architektur eines TDI-CMOS-Sensors am Beispiel einer Objektinspektion
konzipiert werden. 6 zeigt dies schematisch für den Fall
einer Oberflächenkontrolle
auf einem schnell laufenden Förderband.
Das Förderband,
welches die zu inspizierenden Objekte (auch als Inspektionsobjekte 630 bezeichnet),
wie z. B. Banknoten, Druckerzeugnisse, Baugruppen oder ähnliches
trägt,
hat beispielsweise eine Transportgeschwindigkeit VObjekt.
Mittels einer Synchronisations- und/oder Steuereinheit, die hier
nicht gezeigt ist, wird beispielsweise ein Zeilenauslesetakt. des TDI-CMOS-Sensors
der Transportgeschwindigkeit nachgeregelt. Für eine Bildaufnahmeoperation
und eine Ausleseoperation kommt beispielsweise das oben erläuterte sukzessiv
ablaufende TDI-Verfahren zur Anwendung.
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7 zeigt
ein Blockschaltbild eines Bildsensors gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. In anderen Worten, 7 zeigt
eine Architektur eines für
die oben genannte Anwendung verwendeten TDI-Bildsensors exemplarisch
für eine
Auslese nach einen Prinzip des „rollenden Verschlusses".
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Der
Bildsensor gemäß der 7 ist
in seiner Gesamtheit mit 700 bezeichnet. Der Bildsensor 700 umfasst
beispielsweise eine 128×2.048-Elektrodenmatrix 710.
Die Elektrodematrix 710 umfasst beispielsweise eine Matrix
von Bildelementen bzw. von Pixeln, wie sie beispielsweise anhand
der 4 beschrieben wurden. Der Bildsensor 700 umfasst
ferner einen Auswahl-Decoder 720, der beispielsweise ausgelegt
ist, um sieben Auswahl-Adress-Signalen (z. B. Auswahl-Adress-Signale „Auswahl_adr<0:6>") zu empfangen und basie rend darauf,
beispielsweise eines von 128 Auswahlsignalen (z. B. von Auswahlsignalen „Auswahl
1: 128") zu aktivieren.
Der Auswahldecoder 720 kann beispielsweise konfiguriert
sein, um Auswahlsignale für
verschiedene Bildelemente zu erzeugen, die in der 4 mit „Auswahl" bezeichnet sind,
und die den Schalttransistor 460 der jeweiligen verschiedenen
Bildelemente ansteuern.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Rücksetz-Decoder 724,
der beispielsweise ausgelegt ist, um sieben Rücksetz-Adress-Signale (z. B. Rücksetz-Adress-Signale „Rücksetz_adr<0:6>") zu empfangen und basierend darauf
beispielsweise eines von 128 Rücksetzsignalen
(z. B. von Rücksetz-Signalen „Rücksetz1:128") zu aktivieren.
In die Bildung der Rücksetzsignale
(Rücksetz1:128)
kann im Übrigen
beispielsweise eine UND-Verknüpfung
mit einem Belichtungssignal 726 eingehen, wie im Folgenden
noch beschrieben wird. Die Rücksetzsignale
(Rücksetz1:128)
können
beispielsweise dem Signal „Rücksetzen" entsprechen, wie
es im Hinblick auf das Bildelement 410 beschriebe ist.
-
Ferner
kann die Elektrodenmatrix 710 optional konfiguriert sein,
um ein Verschlusssignal 728 zu empfangen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Block 740 mit
1×10.24-CDS-Stufen
mit je 3×16-RGB-Akkumulatoren.
Der Block 740 ist mit der Elektrodenmatrix 710 gekoppelt,
um beispielsweise parallel 1.024 Bildelementspannungen bzw. Pixelspannungen
Upixel zu empfangen. Die Bildelementspannungen
Upixel entsprechen beispielsweise den in
der 4 gezeigten Pixelspannungen Upixel.
In anderen Worten, der Block 740 umfasst beispielsweise
1.024 Akkumulationsschaltungen 440, wie sie in der 4 gezeigt
sind. Der Block 740 ist beispielsweise konfiguriert, um
ein Steuersignal ϕ1, zusätzliche
Steuersignale ϕ21–ϕ28
sowie ein Rücksetzsignal für eine Leseleitung
(„Rücksetz_Leseleitung") zu empfangen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Block 750 von
RGB-Analogspeichern.
Der Block 750 umfasst beispielsweise eine 3×16×1.024-Kapazitätsbank.
Der Block 750 kann somit beispielsweise der Ausleseschaltung 480 gemäß der 4 entsprechen.
Der Block 750 ist beispielsweise mit dem Block 740 gekoppelt,
um von dem Block 740 1.024 parallele Ausgangsspannungssignale
UCDS zu empfangen. Bei den Signalen UCDS kann es sich beispielsweise um die in
der 4 dargestellt Ausgangsspannungen des Operationsverstärkers 470 handeln.
Der Block 750 ist im Übrigen
konfiguriert, um ein Abtast-Steuersignal (bzw. eine Mehrzahl von Abtast-Steuersignalen) ϕSH zu empfangen, die beispielsweise den in
der 4 gezeigten Abtast-Steuersignalen „SH<1>" bis SH<8>" entsprechen können. Ferner
ist der Block 750 beispielsweise konfiguriert, um ein oder mehrere
Lese-Steuersignale ϕLESE zu empfangen. Die Lesesteuersignale
können
beispielsweise von ihrer Funktion her den in der 4 gezeigten
Signalen „Lese<1>" bis „Lese<8>" entsprechen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Analog-zu-Digital-Wandler 760,
der beispielsweise mit dem Block 750 gekoppelt ist, um
von dem Block 750 1.024 parallele Analogspannungen Uanalog zu empfangen. Die Analogspannungen
Uanalog können beispielsweise der in
der 4 gezeigten Ausgangsspannung Uout entsprechen.
Bei dem Analog-zu-Digital-Wandler 760 kann es sich beispielsweise
um einen 1×N-Analog/Digitalwandler
nach dem Prinzip der sukzessiven Annäherung (SAR-A/D-Wandler) oder um
einen 1×1.024-Rampen-Analog/Digital-Wandler (ADC) handeln.
Der Analog/Digital-Wandler 760 ist beispielsweise ausgelegt,
um ein Analog/Digital-Wandler-Steuersignal
bzw. Analog/Digital-Wandler-Taktsignal ϕADC zu
empfangen. Ferner kann der Analog-zu-Digital-Wandler 760 ausgelegt
sein, um ein Konversions-Signal „konv" zu empfangen. Der Analog-zu-Digital-Wandler 760 ist
im Übrigen
ausgelegt, um digitale Ausgangsdaten 762 basierend auf
den analogen Spannungssignalen Uanalog bereitzustellen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner beispielsweise einen digitalen
Spaltenscanner 770, der beispielsweise ausgelegt ist, um
ein Spalten-Steuersignal ϕspalte sowie
ein Spalteninformationssignal 772 von einem Spaltendecoder 774 zu
empfangen. Der digitale Spaltenscanner 740 ist beispielsweise
ausgelegt, um eine Spaltenadresse in Form von 1.024 parallelen Signalen
an den Analog-zu-Digital-Wandler 760 zu liefern. Ferner ist
der digitale Spaltenscanner 770 beispielsweise ausgelegt,
um eine weitere Spaltenauswahlinformation in Form von beispielsweise
1.024 parallelen Signalen an den Block 750 zu liefern.
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Der
Spaltendecoder 774 ist beispielsweise konfiguriert, um
eine Spaltenadresse („Spalten_adr<0:9>") zu empfangen und basierend auf der
Spaltenadresse die Information 772 für den Spaltenscanner 770 bereitzustellen.
Der Spaltendecoder 774 ist ferner konfiguriert, um ein
Signalspeicher-Signal bzw. Latch-Signal zu empfangen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Referenz- und Arbeitspunkt-Einstellungsblock 780,
der beispielsweise konfiguriert ist, um ein externes Referenzsignal
Ref_ext zu empfangen. Der Referenz- und Arbeitspunkt-Einstellungsblock 780 umfasst
beispielsweise eine Bandabstands-Referenz sowie analoge Arbeitspunktschaltungen
bzw. Bias-Schaltungen.
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Der
Bildsensor 700 umfasst ferner einen Steuerblock 790,
der beispielsweise ein digitales Taktgeneratornetzwerk sowie Treiberstufen
umfasst. Der digitale Steuerblock 790 ist beispielsweise
ausgelegt, um ein Ausleserichtungs-Signal 792, ein Rücksetzsignal
oder Reset-Signal 794, einen Pixeltakt 796 und
ein Zeilentriggersignal 798 zu empfangen. Ferner ist der
Steuerblock 790 beispielsweise konfiguriert, um die Steuersignale ϕ1, ϕ21–ϕ28 sowie das Rücksetzsignal für die Leseleitung
zu erzeugen und den jeweiligen Blöcken, wie in der 7 gezeigt,
zuzuführen.
Ferner ist der Steuerblock 790 konfiguriert, um das Abtast-
und Halte-Steuersignal ϕSH und das Lese-Steuersignal ϕlese zu erzeugen und dem Block 750 bereitzustellen.
Zudem ist der Steuerblock 790 konfiguriert, um ein Analog-Digital-Wandler-Steuersignal ϕADC sowie ein Konversions-Steuersignal „konv" zu erzeugen und
dem Analog-zu-Digital-Wandler 760 zuzuführen. Zudem ist der Steuerblock 790 konfiguriert,
um das Spalten-Steuersignal ϕspalte für den digitalen
Spaltenscanner 770 und das Signalspeicher-Steuersignal
für den
Spaltendecoder 774 zu erzeugen.
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Im Übrigen sei
darauf hingewiesen, dass ein tatsächlicher Bildsensor die Schaltungsanordnung 700 gemäß der 7 beispielsweise
zweifach umfassen kann, wie dies durch eine Symmetrieachse 799 angedeutet
ist. So kann beispielsweise ein erster Schaltungsteil für eine Verarbeitung
von Signalen von 128 × 1.024 Bildelementen
verantwortlich sein, und ein zweiter Schaltungsteil kann für eine Verarbeitung
von Signalen von weiteren 128 × 1.024
Bildelementen verantwortlich sein.
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Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass die 7 eine Architektur
eines 128×2.048-TDI-Sensors bzw.
eine Hälfte
der Architektur zeigt.
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Eine
Funktionalität
eines synchronen Verschlusses (Shutters) lässt sich beispielsweise durch
eine Modifikation eines Zeilenadressdecoders und durch Modifikation
bzw. Ergänzung
eines Pixels um einen Verschluss-Transistor (Shutter-Transistor) mit Speicherkapazität realisieren.
Ebenso ist es alternativ möglich,
die oben genannten Pixelprinzipien (z. B. Photogate, gepinnte Photodiode)
zu verwenden. Eine übrige
Ausleseschaltung bleibt in diesen Fällen gleich.
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Ein
wahlfreier Pixelzugriff kann beispielsweise in CMOS-Technik durch Decodernetzwerke
erzielt werden. Der Sensor bzw. Bildsensor wird dabei mit einer
Auswahladresse für
Zeilen und Spalten geladen. Diese wird decodiert und an die Matrix
angelegt. Alternativ dazu kann auch eine Schieberegister-basierte
Konfiguration verwendet werden. Dann wird allerdings das komplette
Bild ausgelesen, bevor man wieder auf das interessierende Pixel
zugreifen kann.
-
Um
für den
TDI-Sensor eine größtmögliche Flexibilität zu erzielen,
wird beispielsweise eine Decoder-Architektur eingesetzt, welche
ebenfalls in einem einfachen Schiebemodis (ähnlich einer Schieberegisterarchitektur)
arbeiten kann. Für
eine pixeltaktgenaue Steuerung der Belichtungszeit kann ein zusätzliches
Signal „Belichtung" verwendet werden,
welches beispielsweise mit dem Pixeltakt einsynchronisiert wird.
Ein Signal „Zeilentrigger" bestimmt beispielsweise
einen Zeitpunkt, ab dem eine nächstfolgende
TDI-Sequenz akkumuliert wird. Damit kann beispielsweise vermieden
werden, dass Schwankungen einer Transportbandgeschwindigkeit das
akkumulierte Signal verzerren. Dieses Signal wird beispielsweise
permanent mittels einer Regelvorrichtung (die hier nicht gezeigt
ist) nachgeführt.
Es wird also beispielsweise das Zeilentriggersignal kontinuierlich
an eine Geschwindigkeit angepasst, mit der sich Abbilder von den
Objekten über
die Oberfläche des
Bildsensors bewegen.
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Daneben
ist beispielsweise für
jede individuelle Akkumulationssequenz eine identische Belichtungszeit
gewährleistet.
Eine Anzahl an SAR-Spaltenwandlern (also an Analog-Digital-Wandlern, die nach
dem Verfahren der sukzessiven Approximation arbeiten) oder (je nach
Wahl) an Rampenwandlern oder ähnlichen
Analog-Digital-Wandlern variiert beispielsweise je nach Kanalbreite
(von einkanalig bis 1.024-fach spaltenparallel). Ein Einstellung
der Belichtungszeit geschieht beispielsweise pixeltaktgenau.
-
8a zeigt
einen graphische Darstellung von Signalverläufen, wie sie beispielsweise
in dem Bildsensor 700 gemäß 7 auftreten
können.
Die graphische Darstellung gemäß 8a ist
in ihrer Gesamtheit mit 800 bezeichnet. Die graphische
Darstellung 800 beschreibt beispielsweise Signalverläufe für den Fall
einer Intra-Zeilen-Belichtung. In anderen Worten, 8a zeigt
eine pixeltakt-genaue Ein stellung einer Belichtungszeit für den Fall
einer Intra-Zeilen-Belichtung,
wobei eine Belichtungszeit kleiner als eine Zeilenzeit bzw. kleiner
als 625 ns ist. Eine erste Signalverlaufdarstellung 810 beschreibt
eine durch das Signal „Rücksetz_adr" beschriebene Rücksetz-Adresse,
eine zweite Signalverlaufdarstellung 820 beschreibt einen
Zeitverlauf, der durch das Signal „Auswahl_adr" dargestellten Auswahladresse,
und eine dritte Signalverlaufsdarstellung 830 beschreibt einen
Zeitverlauf des Belichtungs-Signals 726.
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8b zeigt
eine graphische Darstellung von Signalverläufen, wie Sie beispielsweise
in dem Bildsensor 700 auftreten können.
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Die
graphische Darstellung der 8b ist
in ihrer Gesamtheit mit 850 bezeichnet und beschreibt beispielsweise
den Fall einer Belichtung für
mehrere Zeilen-Zeiten. Eine erste Signalverlaufsdarstellung 860 beschreibt
das Signal „Rücksetz_adr", eine zweite Signalverlauf-Darstellung 870 beschreibt
das Signal „Auswahl_adr", und eine dritte
Signalverlaufdarstellung 880 beschreibt das Signal „Belichtung". Für eine Auslese
von acht Zeilen innerhalb von 5 μs
können
somit beispielsweise maximal 5 μs
Belichtungszeit innerhalb einer TDI-Pipelinesequenz erreicht werden.
Die Belichtungszeit kann allerdings beispielsweise beliebig erhöht werden.
Je nach Wahl kann beispielsweise bei Belichtungszeiten größer als
5 μs ein
Bewegungsvorschub des Objekts gestoppt oder verlangsamt werden.
-
Zusammenfassend
ist somit festzuhalten, dass beispielsweise durch eine voneinander
unabhängige bzw.
zeitlich gegeneinander um mindestens einen Schritt verschobene Erzeugung
der Signale „Auswahl" (bzw. „Auswahl
adr") und „Rücksetzen" (bzw. „Rücksetz adr") eine besonders
vorteilhafte Einstellung der Belichtungszeit erfolgen kann. Eine
erste zeitliche Lage des „Rücksetzen"-Signals in Bezug
auf das „Auswahl"-Signal ist in der 8a für eine Intrazeilen- Belichtung gezeigt,
und eine zweite relative Lage des „Rücksetz"-Signals im Bezug auf das „Auswahl"-Signal ist in der 8b für eine Mehrzeilen-Belichtung
gezeigt.
-
Im
Folgenden wird kurz beschrieben, wie ein TDI-CMOS Sensor für verschiedene
beziehungsweise für
beliebige Pixel-Matrizen
implementiert werden kann. Neben dem oben beschriebenen Beispiel
eines CMOS-TDI-Sensors mit 128 × 2048
Pixeln lässt
sich sowohl die Wahl des Pixelprinzips als auch die Anzahl der Pixel
innerhalb fabrikationstechnischer Grenzen variieren. Mit modernen
Herstellungsprozessen ist es beispielsweise möglich, Matrizen mit bis zu
4000 × 8000
Pixeln zu fertigen. Ebenso ist auch eine Speichertiefe eines TDI-Akkumulators
nicht auf 8 Stufen limitiert. Vielmehr sind beispielsweise bei hoch
integrierten Prozessen, welche über
Metall-Metall-Kapazitäten
oder Poly-Polysilizium-Kapazitäten verfügen, Speichertiefen
bis zu 512 und mehr Stufen möglich.
Als Pixelprinzipien kommen neben einem linear integrierenden Pixel
mit oder ohne synchronem Verschluss (shutter) beispielsweise folgende
Pixelprinzipien in Frage:
- 1. Gepinnte Photodiode
(auch als „pinned
photodiode" bezeichnet);
- 2. Photogate;
- 3. N-Wannendiode oder P-Wannendiode;
- 4. Rückseitenbeleuchtete
Photodiode; oder
- 5. Ladungsschaukeldetektoren.
-
Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass eine CMOS-Bildsensorik
im Vergleich zu CCD-Bildsensoren innovative Alternativen bietet,
um zeitverzögert
belichtete Objekte aufzunehmen. Damit wird eine Möglichkeit geschaffen,
das gemessene optische Signal durch sowohl schaltungstechnische als
auch algorithmische Methoden zu verbessern. Dies ist beispielsweise
von großer
Wichtigkeit bei einer Aufnahme Bewegungs-synchronisierter Grauwertbilder.
Bei den oben beschriebenen sogenannten zeitverzögerten Integrationsverfahren
beziehungsweise TDI-Verfahren wird ein Objekt mit oder gegen eine
Ausleserichtung einer Bildsensormatrix mit der selben synchronisierten
Geschwindigkeit verschoben. Auf diese Art ist es möglich, sich
schnell bewegende Objekte nahezu verzerrungsfrei aufzunehmen. Dies
ist unter anderem in der Inspektion und in der Qualitätskontrolle
sehr wichtig, da hier viele Objekte in möglichst kurzer Zeit geprüft werden
sollen. Auch eine Topographievermessung aus einem Flugzeug heraus
oder aus dem Orbit bedarf in manchen Fällen einer Bewegungs-synchronen
Belichtung, um eine Bewegung des Aufnehmers (zum Beispiel eines
Flugzeugs oder eines Satelliten) mit einer aufgrund der geringen
detektierten Lichtmenge sehr langen Belichtungszeit zu synchronisieren.
Weitere Anwendungsgebiete, die unter anderem durch die CMOS-Technik möglich werden,
sind beispielsweise:
- – Inspektionssysteme und Positionierungssysteme;
- – Automobilsysteme
beziehungsweise automotive Systeme, wie beispielsweise Fahrspurerkennungssysteme,
Vor-Unfall-Sensorik
und Fußgängerschutz;
- – Topographievermessung;
und
- – Alle
Applikationen, die nach hoher Empfindlichkeit bei gleichzeitig schneller
Bewegung verlangen.
-
Gemäß einigen
Ausführungsbeispielen
der Erfindung wird eine CMOS-Schaltungstechnik mit geschalteten
Kondensatoren (auch als CMOS-SC-Schaltungstechnik bezeichnet) bei
einem TDI-Verfahren
angewendet. Somit ergeben sich bei einigen Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung einige oder mehrere der folgenden Effekte:
- 1. Die CMOS-Schaltungstechnik mit geschalteten Kondensatoren
unterliegt prinzipbedingt keiner oder nur einer vernachlässigbaren
Verschmierungs-Problematik.
- 2. Die CMOS-Schaltungstechnik mit geschalteten Kondensatoren
lässt eine
theoretisch unbegrenzte Anzahl an Akkumulationssequenzen zu.
- 3. Die CMOS-Schaltungstechnik mit geschalteten Kondensatoren
ist wesentlich kostengünstiger
als eine herkömmliche
TDI-CCD-Technik.
- 4. Die CMOS-Schaltungstechnik mit geschalteten Kondensatoren
ist für
Hochgeschwindigkeitsanwendungen geeignet.
-
Zusammenfassend
ist ferner festzuhalten, dass der bei manchen Ausführungsbeispielen
eingesetzte Ansatz, eine Akkumulation korrespondierender Pixel direkt
auf einem Sensorchip durchzuführen,
erhebliche Vorteile gegenüber
einer Teilbildauslese und externen Akkumulation in einem System
bietet. Beispielsweise sinken bei manchen Ausführungsbeispielen die Geschwindigkeitsanforderungen,
da für
eine analoge Akkumulation auf dem Sensor eine volle Parallelität der Signalvorverarbeitung
zur Verfügung
steht. Einem bei einer externen Akkumulation hohen Zeitmultiplex
steht somit bei einer Akkumulation direkt auf dem Sensorchip (auch
als „On-Chip Akkumulation" bezeichnet) ein
hoher Ortsmultiplex durch eine spaltenweise Anordnung von Signalverarbeitungsstufen
gegenüber.
-
9 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Bildsensors,
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Es wird davon ausgegangen, dass das
Verfahren in Verbindung mit einem Bildsensor eingesetzt wird, der
eine Mehrzahl von Bildelementen aufweist, die ausgelegt sind, um zugehörige Bildelement-Signale
zu liefern, die von auf die Bildelemente einfallenden Lichtinten sitäten abhängig sind.
Ferner wird davon ausgegangen, dass der Bildsensor eine Mehrzahl
von Ladungsspeicherelementen aufweist. Das Verfahren gemäß der 9 ist
in seiner Gesamtheit mit 900 bezeichnet. Das Verfahren 900 umfasst
in einem ersten Schritt 910 ein Verändern von Ladungen auf Ladungsspeicherelementen
in Abhängigkeit von
Bildelement-Signalen
jeweils zugeordneter Bildelemente. Eine Zuordnung zwischen Ladungsspeicherelementen
und jeweils zugeordneten Bildelementen ist dabei durch eine erste
Zuordnungsvorschrift festgelegt. Das Verfahren 900 umfasst
in einem zweiten Schritt 920 ein Erhalten einer veränderten
Zuordnungsvorschrift, die gegenüber
der ersten Zuordnungsvorschrift verändert ist. Die veränderte Zuordnungsvorschrift
beschreibt eine Zuordnung zwischen Ladungsspeicherelementen und
jeweils zugeordneten Bildelementen für einen folgenden Schritt des
Veränderns
von Ladungen. Das Verfahren 900 umfasst ferner in einem
dritten Schritt 930 ein Wiederholen des Veränderns von
Ladungen auf Ladungsspeicherelementen (also beispielsweise des ersten
Schritts 910) und des Erhaltens einer veränderten
Zuordnungsvorschrift (also beispielsweise des Schritts 920).
-
Das
Verfahren 900 gemäß 9 kann
beispielsweise um all diejenigen Schritte und Merkmale ergänzt werden,
die im Rahmen der vorliegenden Beschreibung auch im Hinblick auf
die entsprechenden Vorrichtungen beschrieben wurden.
-
Ferner
kann das Verfahren zum Betreiben eines Bildsensors auch durch ein
Computerprogramm, das beispielsweise der Ansteuerung eines Bildsensors
dient, realisiert werden.
-
In
anderen Worten, die erfindungsgemäße Vorrichtung (z. B. die Vorrichtung
zur Erzeugung von Steuersignalen für den Bildsensor) und das erfindungsgemäße Verfahren
(Beispielsweise das Verfahren zum Betrieb des Bildsensors) kann
in Hardware oder in Software implementiert werden. Die Implementation
kann auf einem digitalen Speichermedium, beispielsweise einer Diskette,
einer CD, einer DVD, einem ROM, einem PROM, einem EPROM, einem EEPROM,
oder einem FLASH-Speicher,
mit elektronisch auslesbaren Steuersignalen erfolgen, die so mit
einem programmierbaren Computersystem zusammenwirken können, dass
das entsprechende Verfahren ausgeführt wird. Allgemein besteht
die vorliegende Erfindung somit auch in einem Computer-Programm-Produkt
mit auf einem maschinenlesbaren Träger gespeicherten Programmcode
zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
wenn das Computerprogramm-Produkt auf einem Rechner abläuft. In
anderen Worten ausgedrückt,
die Erfindung kann als ein Computer-Programm mit einem Programmcode
zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
realisiert werden, wenn das Computer-Programm auf einem Computer
abläuft.