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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung einer Objektszene, sowie einen Lenkflugkörper mit einer derartigen Vorrichtung.
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Eine Vorrichtung zur Erfassung einer Objektszene ist beispielsweise aus der
EP 1 241 486 B1 bekannt. Die dort beschriebene Vorrichtung umfasst ein abbildendes optisches System mit einer als Cassegrain-Optik ausgebildeten Eintrittsoptik, welche eine Mittenausnehmung aufweist, wobei in der Mittenausnehmung eine Separationsoptik angeordnet ist. Die Mittenausnehmung bildet dabei eine Aperturtrennung für eine von außen einfallende Strahlung, die über einen Strahlengang einer Detektoreinheit zugeführt wird, und für das Licht eines Laseremitters, welches über eine Faserzuführung zur Separationsoptik geleitet und von dort aus überwiegend nach außen abgestrahlt wird, aus. Über die Separationsoptik wird ein geringer Anteil des von dem Laseremitter abgestrahlten Lichtes abgezweigt und als Referenzsignal zur Detektoreinheit zurückgeleitet.
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Weiterhin ist aus der
DE 33 17 232 A1 eine Vorrichtung zur Erfassung einer Objektszene bekannt, die im Gegensatz zu der vorbeschriebenen Vorrichtung aus der
EP 1 241 486 B1 ein Laser-Sende-Empfangssystem mit separaten Empfangseinheiten aufweist, die jedoch seitlich beabstandet vom zentralen Empfangsstrahlengang angeordnet sind.
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Aus der
DE 101 17 147 A1 ist ein Dual-Mode-Suchkopf bekannt, bei dem Laserstrahlung über eine Lichtleitfaser und eine Sendeoptik direkt in Richtung der Objektszene gesendet und die von einem Ziel reflektierte Laserstrahlung über einen dichroitischen Spiegel auf einen Detektor umgelenkt wird.
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Aus der
US 4 325 638 A ist ein elektrooptisches Distanzmessgerät bekannt, bei dem die Sendestrahlung über eine Lichtleitfaser geführt und von einer Kathetenseite eines Prismas in Messrichtung umgelenkt wird und bei dem die Empfangsstrahlung von der anderen Kathetenseite dieses Prismas in Richtung einer zweiten Lichtleitfaser umgelenkt und über diese zum Detektor geleitet wird.
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Eine erste Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst kompakte Vorrichtung zur Erfassung einer Objektszene anzugeben, welche sowohl ein aktives als auch ein passives optisches Sensorsystem aufweist.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Lenkflugkörper anzugeben, welcher mit einem möglichst kompakten Suchkopf versehen ist, der sowohl ein aktives als auch ein passives optisches Sensorsystem aufweist.
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Die erste Aufgabe wird mit einer Vorrichtung zur Erfassung einer Objektszene gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass eine passive Sensorik mit einer aktiven Sensorik im Bereich der Eintrittsoptik integriert darstellbar ist, indem mit Hilfe der Separationsoptik die von der Emittereinheit abgestrahlten und zurückreflektierten Strahlen aus der über den gemeinsamen Empfangsstrahlengang eingehenden Gesamtstrahlung spektral abgefiltert und über eine Faserzuführung einer separaten Detektoreinheit zugeleitet werden. Das Restspektrum der Eingangsstrahlung wird zu einer oder mehreren Detektoreinheit(en) der passiven Sensorik weitergeleitet. Zugleich ist die Separationsoptik dazu ausgebildet, die über eine weitere Faserzuführung zugeleitete Strahlung der Emittereinheit so umzulenken, dass sie entlang der zentralen optischen Achse der Vorrichtung abgestrahlt wird. Die Separationsoptik übernimmt somit eine Doppelfunktion.
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Vorzugsweise ist die Eintrittsoptik als eine Cassegrain-Optik mit einem konkav-parabolischen Hauptspiegel und einem konvex-hyperbolischen Fangspiegel ausgebildet. Eine einfallende Strahlung läuft über den Hauptspiegel zum Fangspiegel und von dort aus in den Empfangsstrahlengang, der in einer Mittenausnehmung durch den Hauptspiegel führt. Durch diese zweifache Umlenkung ist die Längenausdehnung einer Cassegrain-Optik relativ gering. Bei der Verwendung einer Cassegrain-Optik als Eintrittsoptik weist bereits der Hauptspiegel eine Mittenausnehmung auf, vor der die Separationsoptik mit vernachlässigbarem Abbildungsverlust angeordnet werden kann. Der Ausgangsstrahlengang wird mittels der Separationsoptik durch eine weitere Mittenausnehmung des Fangspiegels entlang der zentralen optischen Achse auf das Zielgebiet gerichtet.
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In einer vorteilhaften Ausführung der Vorrichtung ist eine Fokussierungsoptik zur Bündelung eines von der Emittereinheit emittierten Strahls vorgesehen. Der emittierte Strahl wird koaxial zur zentralen optischen Achse der Vorrichtung abgestrahlt, so dass eine solche Fokussierungsoptik in Abstrahlungsrichtung konzentrisch im Bereich der Mittenausnehmung angeordnet ist und der strahlumlenkenden Separationsoptik in Abstrahlungsrichtung optisch nachgeschaltet ist.
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Die Separationsoptik weist eine beidseitig reflektierende Schicht auf, wobei über eine erste Seite der Schicht ein über die Faserzuführung von der Emittereinheit zugeleiteter Strahl zur Sendeoptik lenkbar ist, und über die zweite Seite der Schicht ein über die Eintrittsoptik eintretender Strahl zur Einkopplung in die mit der Detektoreinheit optisch verbundene Faserzuführung lenkbar ist.
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Hierzu ist in einer zweckmäßigen Ausgestaltung die beidseitig reflektierende Schicht in einem Winkel von 45° zur zentralen optischen Achse der Vorrichtung angeordnet, so dass der Emissionsstrahl orthogonal zur zentralen optischen Achse auf die erste Seite der reflektierenden Schicht trifft und in eine Abstrahlungsrichtung koaxial zur zentralen optischen Achse gelenkt wird.
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Wird bei einer derartigen Anordnung der beidseitig reflektierenden Schicht das Teilspektrum der Eingangsstrahlung, welches im Wesentlichen dem Spektralbereich des Emissionssignals entspricht, entlang der zentralen optischen Achse auf die gegenüberliegende zweite Seite der reflektierenden Schicht gelenkt, so kann die Faserzuführung, die zur Detektoreinheit der aktiven Sensorik führt, gegenüberliegend zur Faserzuführung von der Emittereinheit und orthogonal zur zentralen optischen Achse angeordnet sein.
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Durch diese Anordnung wird eine besonders einfache und somit kompakte Realisierung der Separationsoptik ermöglicht.
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In einer geeigneten Weiterbildung der Separationsoptik ist die beidseitig reflektierende Schicht als eine Teilfläche eines Prismas oder als eine Innenfläche eines Strahlteilerwürfels ausgebildet.
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Bevorzugterweise umfasst die Separationsoptik eine teilreflektierende Schicht, über welche eine über die Eintrittsoptik einfallende Strahlung mit vorgegebener Frequenz zur Separationsoptik lenkbar ist. Eine solche teilreflektierende Schicht ist beispielsweise durch einen dichroitischen Filter gegeben, der die gewünschte Frequenz reflektiert und die übrigen Frequenzen im Wesentlichen passieren lässt.
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Eine derartige teilreflektierende Schicht ist vorzugsweise im Bereich der Mittenausnehmung in einer zur zentralen optischen Achse orthogonal liegenden Ebene angeordnet, und zwar zweckmäßigerweise derart, dass die einfallende Eingangsstrahlung mit einer Frequenz im Bereich der Emissionsfrequenz in Richtung der zentralen optischen Achse zur Separationsoptik hin zurückreflektiert wird. Die übrigen Frequenzen passieren die teilreflektierende Schicht und wandern entlang des Eingangsstrahlengangs zu den Detektoreinheiten, die der passiven Sensorik zugeordnet sind.
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Zweckdienlicherweise ist die beidseitig reflektierende Schicht und/oder die teilreflektierende Schicht speziell zu einer Reflektion in einem schmalen Frequenzband ausgebildet, insbesondere zu einer Reflektion monochromatischen Lichtes mit einer vorgegebenen Frequenz. Hierbei ist die Frequenz insbesondere durch die Emittereinheit vorgegeben.
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Als Emittereinheit ist bevorzugt eine im Wesentlichen monochromatische Lichtquelle, insbesondere eine Laserquelle, vorgesehen. Monochromatisches Licht ist für die aktive Sensorik insbesondere vorteilhaft, da die zurück gestreuten Emissionssignale besonders einfach identifizierbar und herausfilterbar sind. Durch das Herausfiltern nur eines schmalen Frequenzbandes wird das komplementäre Spektrum nur geringfügig eingeschränkt und somit wird die passive Sensorik, die Signale aus diesem komplementären Spektrum detektiert, höchstens geringfügig beeinträchtigt.
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Zweckmäßigerweise ist die mit der Separationsoptik über eine Faserzuführung optisch verbundene Detektoreinheit zur Detektion der von der Emittereinheit abgestrahlten Strahlung vorgesehen, insbesondere zur Laufzeitmessung eines emittierten Strahlungssignals. Daher ist die Detektoreinheit bevorzugterweise zur Auswertung insbesondere der Signalfrequenzen in einem schmalen Frequenzband um die vorgegebene Frequenz der Emittereinheit ausgebildet. Aus der Ermittlung der Laufzeit eines Emissionssignals ist die Distanz zu einem das Signal reflektierende Hindernis ermittelbar.
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Geeigneterweise sind die Emittereinheit und die oder jede Detektoreinheit auf einem Rollrahmen mit einer Rollachse angeordnet, gegenüber dem die Eintrittsoptik um eine zur Rollachse im Wesentlichen orthogonal liegende Schwenkachse drehbar gelagert ist. Insbesondere können somit die Lichtleitfasern ohne weitere optische Verbindungselemente wie Spiegel, Prismen oder dergleichen von der Separationsoptik bis zur Emittereinheit/Detektoreinheit verlegt werden.
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In einer alternativen Ausgestaltung der Vorrichtung ist auch eine strukturfeste Installation der Emittereinheit und der oder jeder Detektoreinheit realisierbar.
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Vorteilhafterweise ist eine Auswerteeinheit zur Signalauswertung der an der oder jeder Detektoreinheit empfangenen Strahlungssignale vorgesehen. Insbesondere ist eine solche Auswerteeinheit zur Ermittlung der Laufzeit eines von der Emittereinheit ausgesandten Lichtsignals ausgebildet. Weiterhin ist die Auswerteeinheit geeigneterweise zur Auswertung der über die weiteren, der passiven Sensorik zugeordneten Detektoreinheiten empfangenen Signale ausgebildet.
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Bevorzugt ist eine Steuereinheit vorgesehen, die zur Aktivierung der Emittereinheit in Abhängigkeit von Auswertedaten der Auswerteeinheit ausgebildet ist.
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Zur Abstandsbestimmung eines Hindernisses sind zunächst die Auswertedaten der passiven Sensorik vorgesehen. Insbesondere die von einem Objekt ausgesandte Infrarotstrahlung wird zur Objekterfassung herangezogen. Die Identifikation und insbesondere die Entfernungsbestimmung ist hierbei jedoch nicht für jede Anwendung hinreichend genau. Ab einem vorgebbaren Entfernungsschwellwert, der aus den Detektordaten der passiven Sensorik ermittelt ist, aktiviert die Steuereinheit dann die Emittereinheit, so dass durch die zurückreflektierten Emissionssignale eine relativ genaue Entfernungsinformation gewonnen werden kann. Diese wird dann ausgewertet und steht der Steuereinheit für fortgesetzte Prozessentscheidungen zur Verfügung.
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Die zweite Aufgabe wird mit einem Lenkflugkörper gemäß Anspruch 12 gelöst.
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Durch diese Ausgestaltung ist insbesondere eine kompakte Laserannäherungssensorik in Verbindung mit einer passiven Sensorik, insbesondere einer passiven Infrarotsensorik, realisierbar.
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Durch die kompakte Ausgestaltung der Vorrichtung eignet sich diese ideal für die Verwendung in einem Suchkopf für Lenkflugkörper. Durch die Integration der Separationsoptik in die Mittenausnehmung und Verbindung dieser mit Faserzuführungen kann der in einem Lenkflugkörper für einen Suchkopf zur Verfügung stehende Bauraum optimal ausgenutzt werden. Emittereinheit und auf Zielstrahlung der Emittereinheit ansprechende Detektoreinheit können an Stellen angeordnet werden, die nicht zwingend im vordersten Bereich eines Suchkopfes gelegen sein müssen, da die Signalweiterleitung emittierter bzw. zu detektierender Strahlung über die Faserzuführungen erfolgt.
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Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung diskutiert. Dabei zeigen
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1 eine Vorrichtung im Längsschnitt entlang der zentralen optischen Achse in schematischer Darstellung,
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2 einen Teilausschnitt der Vorrichtung nach 1 im Bereich der Eintrittsoptik mit Lichtleitfaserzuführungen und mit einer schematischen Darstellung des Eingangsstrahlenganges, und
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3 einen Lenkflugkörper mit einem Strukturgehäuse, einen innerhalb des Strukturgehäuses koaxial angeordneten und um eine Rollachse drehbar gelagerten Rollrahmen und eine Vorrichtung nach 1.
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Einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist eine Vorrichtung 1 im Längsschnitt entlang der zentralen optischen Achse x schematisch dargestellt.
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Die Vorrichtung 1 umfasst eine Eintrittsoptik 2 mit einer Mittenausnehmung 3, eine im Bereich der Mittenausnehmung 3 angeordnete Separationsoptik 4, eine Laser-Emittereinheit 5 und zumindest zwei Detektoreinheiten 6, 7. Die Laser-Emittereinheit 5 und die Detektoreinheit 6 bilden einen Teil einer aktiven Sensorik 8 aus. Die Detektoreinheit 7 ist einer passiven Sensorik 9 zugeordnet. Die Eintrittsoptik 2 ist als eine Cassegrain-Optik ausgebildet, mit einem konkavparabolischen Hauptspiegel 10 und mit einem konvex-hyperbolischen Fangspiegel 11. Der Hauptspiegel 10 und der Fangspiegel 11 weisen jeweils kreisförmige Ausnehmungen 12 bzw. 13 auf, die die Mittenausnehmung 3 in Abhängigkeit von der Position bezüglich der zentralen optischen Achse x begrenzen. Eine entlang der zentralen optischen Achse einfallende Strahlung 14 wird zunächst am Hauptspiegel 10 reflektiert und zum Fangspiegel 11 geleitet und wird dort in den zentralen Bereich der Mittenausnehmung 3 zur Weiterverarbeitung zurückreflektiert.
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Die Separationsoptik 4 umfasst eine dichroitische Platte 15, eine Kollimationslinse 16 und ein Prisma 17 mit einem dreieckförmigen Querschnitt, welches eine beidseitig reflektierende Beschichtung 18 auf der Hypotenusenseite aufweist. Mit dem Prisma 17 optisch endseitig verbunden sind zwei Lichtleitfasern 19a und 19b, wobei die Lichtleitfaser 19a zur Laser-Emittereinheit 5 führt, und die Lichtleitfaser 19b zur Detektoreinheit 6 führt. Der Separationsoptik 4 ist eine Fokussierungslinse 20 vorgeschaltet, die zur Zielfokussierung eines Emissionsstrahls 21 ausgebildet ist. In der Mittenausnehmung 3 im Bereich zwischen der dichroitischen Platte 15 und der Detektoreinheit 7 sind weitere optische Mittel 22 angeordnet, die gegebenenfalls zur optischen Selektion/Verzweigung ausgebildet sind. Nach außen hin ist die Vorrichtung 1 durch einen gekrümmten Glasdom 23 abgeschlossen und ist durch diesen vor äußeren Einflüssen geschützt.
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Die entlang der zentralen optischen Achse (inverse x-Richtung) einfallende Strahlung 14, beispielsweise eine Infrarotstrahlung, die über den Hauptspiegel 10 und den Fangspiegel 11 der Cassegrain-Optik in die Mittenausnehmung geleitet wird, passiert die dichroitische Platte 15 und propagiert als Eingangsstrahlung 14a in den Bereich, in dem weitere schematisch eingezeichnet optische Mittel 22 angeordnet sind, und wird von diesen optischen Mitteln 22 auf die Detektoreinheit 7, die der passiven Sensorik 9 zugeordnet ist, fokussiert. In der Detektoreinheit 7 wird die Eingangsstrahlung 14a erfasst und die daraus gewonnenen optischen Daten 24 werden an eine Auswerteeinheit 25 übermittelt. Dort wird ein Lagebild erstellt, in welchem insbesondere die Entfernung zu Hindernissen und/oder Zielen codiert ist. Das Lagebild weist Unschärfen auf, die durch die Grenze der Interpretierbarkeitsgenauigkeit der von den Hindernissen und/oder den Zielen ausgesandten (Infrarot-)Strahlung herrühren. Unterschreitet die aus dem Lagebild erhaltene Entfernung zu einem Hindernis oder einem Ziel einen hinterlegten Schwellwert, ab welchem eine präzisere Entfernungsinformation zur Verfügung gestellt werden muss, so wird über eine Datenverbindung 26 eine Steuereinheit 27 informiert, welche durch einen Steuerimpuls 28 die Laser-Emittereinheit 5 aktiviert. Die Laser-Emittereinheit 5 sendet Pulse monochromatischen Lichtes mit einer bekannten Frequenz aus. Über die Lichtleitfaser 19a wird dieses Licht zu der Separationsoptik 4 geleitet, und trifft nach dem Austreten aus der Lichtleitfaser 19a auf die erste Kathetenseite des Prismas 17, die in der Darstellung im Wesentlichen parallel zur zentralen optischen Achse x liegt. Während des Durchlaufs durch das Prisma 17 wird das emittierte Licht innenseitig an der beidseitig reflektierende Beschichtung 18 auf der Hypotenusenseite des Prismas 17 reflektiert und tritt als Emissionsstrahl 21 auf der zweiten Kathetenseite des Prismas 17 aus. Durch die Fokussierungslinse 20 wird der Emissionsstrahl 21 gebündelt und tritt in der Darstellung in der Richtung der zentralen optischen Achse x nach vorne aus der Vorrichtung 1 aus.
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Sobald die Laser-Emittereinheit 5 aktiviert ist, sind in der in die Eintrittsoptik 2 einfallenden Strahlung 14 an Hindernissen und/oder Zielen zurückgestreute und/oder zurückreflektierte Anteile des Emissionsstrahls 21 enthalten. Diese Anteile dringen über den Hauptspiegel 10 und den Fangspiegel 11 der Cassegrain-Optik bis zur dichroitischen Platte 15 vor. Die dichroitische Platte 15 ist dazu ausgebildet, die Frequenzen des Gesamtspektrums, die in einem schmalen Band um die Emissionsfrequenz der Laser-Emittereinheit 5 liegen, als Teilstrahlung 14b zurückzureflektieren. Somit werden die zurückgestreuten und/oder zurückreflektierten Anteile des Emissionsstrahls 21 an der dichroitischen Platte 15 von der restlichen einfallenden Strahlung 14 abgefiltert und werden als Teilstrahlung 14b von außen auf die beidseitig reflektierende Beschichtung 18 auf der Hypotenusenseite des Prismas 17 gelenkt, dort um im Wesentlichen 90° umgelenkt, dann in die Lichtleitfaser 19b eingekoppelt und über die Lichtleitfaser 19b an die Detektoreinheit 6 übermittelt. Die Detektoreinheit 6 ist speziell zur Detektion von Lichtanteilen des Emissionsstrahls 21 ausgebildet, und übermittelt die daraus gewonnenen optischen Daten 30 an die Auswerteeinheit 25. Anhand einer Pulsmodulation des Emissionsstrahls 21 kann in der Auswerteeinheit 25 die Lichtlaufzeit des Emissionsstrahls 21 ermittelt und daraus die Entfernung der Vorrichtung zu dem reflektierenden Hindernis berechnet werden. Das aus der passiven Sensorik 9 bekannte Lagebild wird somit räumlich lokal präzisiert.
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2 zeigt in einer perspektivischen Darstellung einen Teilausschnitt der Vorrichtung nach 1 im Bereich der Eintrittsoptik 2 mit den Lichtleitfasern 19a und 19b. Sichtbar sind die Eintrittsoptik 2 und die Mittenausnehmung 3. Der Hauptspiegel 10 und der Fangspiegel 11 sind über ein Gestänge 31 miteinander verbunden und aneinander gehalten. Im Bereich der Mittenausnehmung 3 zwischen dem Hauptspiegel 10 und dem Fangspiegel 11 ist die Separationsoptik 4 angeordnet, die die dichroitische Platte 15, die Kollimationslinse 16 und das Prisma 17 mit dem dreiecksförmigen Querschnitt umfasst, wobei das Prisma 17 an der Hypotenusenseite mit einer beidseitig reflektierenden Schicht bzw. Beschichtung 18 beschichtet ist. Weiterhin sichtbar ist in schematischer Darstellung der Strahlengang des Emissionsstrahls 21. Der Emissionsstrahl 21 wird zunächst aus der Lichtleitfaser 19a ausgekoppelt und durch das Prisma 17 geleitet, wobei er an der Schicht 18 innenseitig bezüglich des Prismas 17 um ca. 90° reflektiert wird. Nach dem Austreten aus dem Prisma 17 propagiert der Emissionsstrahl 21 durch die Mittenausnehmung 13 des Fangspiegels 11, wird durch die Fokussierungslinse 20 gebündelt und tritt vorderseitig aus der Vorrichtung 1 aus.
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Die von einem Hindernis zurückreflektierten Anteile des Emissionsstrahls 21 treten mit der einfallenden Strahlung 14 in die Eintrittsoptik 2 ein, werden als Teilstrahlung 14b an der dichroitischen Platte 15 reflektiert, an der Beschichtung 18 außenseitig bezüglich des Prismas 17 um ca. 90° reflektiert, so dass die Teilstrahlung 14b in die Lichtleitfaser 19b eingekoppelt wird. Die übrigen Anteile des Spektrums der einfallenden Strahlung 14 passieren als Eingangsstrahlung 14a die dichroitische Platte 15 ungehindert und werden durch die Mittenausnehmung 12 des Hauptspiegels 10 zur fortgesetzten Informationsverarbeitung weitergeleitet (vgl. 1).
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Weiterhin ist die Ausrichtung der zentralen optischen Achse x angezeigt. Sichtbar ist in dieser Darstellung die geringfügige Verkippung der Ausrichtung des Emissionsstrahls 21 gegenüber der zentralen optischen Achse x, was daraus resultiert, dass die Eintrittsoptik 2 um eine in der zur zentralen optischen Achse x orthogonalen Ebene E liegende Nickachse y schwenkbar ist. Dies ist in 3 näher erläutert.
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3 zeigt einen Lenkflugkörper 32 mit einem Strukturgehäuse 33, einen innerhalb des Strukturgehäuses 33 koaxial angeordneten und um eine Rollachse x' drehbar gelagerten Rollrahmen 34 und schematisch eine Vorrichtung 1 nach 1. Die Rollachse ist dabei koaxial zur zentralen optischen Achse x angeordnet. Weiterhin ist ein Drehgestell 35 ausgebildet, welches gegenüber dem Rollrahmen 34 um die Schwenkachse y' um 180° schwenkbar gelagert ist.
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Dadurch, dass der Rollrahmen 34 gegenüber dem Strukturgehäuse 33 um die Rollachse x' um 360° drehbar ist, lässt sich die Schwenkachse y' koaxial zu einer beliebigen, orthogonal zur zentralen optischen Achse x liegenden Nickachse y – die in der gewählten Darstellung senkrecht aus der Bildebene herauszeigt – ausrichten. Die Vorrichtung 1 verteilt sich sowohl auf das Drehgestell 35, in welchem insbesondere die Eintrittsoptik 2 angeordnet ist, als auch auf den Rollrahmen, in welchem insbesondere die Laser-Emittereinheit 5, die Detektoreinheiten 6 und 7, sowie die Auswerteeinheit 25 und die Steuereinheit 27 angeordnet ist. Als informationsverbindende Elemente zwischen der Eintrittsoptik 2 auf dem Drehgestell 35 und der Laser-Emittereinheit 5 bzw. der Detektoreinheit 6 fungieren die Lichtleitfasern 19a bzw. 19b. Durch die Flexibilität der Lichtleitfasern 19a und 19b wird die Schwenkbarkeit des Drehgestells 35 gegenüber dem Rollrahmen 34 nicht beeinträchtigt. Bei einer alternativen, strukturfesten Anordnung der Laser-Emittereinheit 5 bzw. der Detektoreinheit 6 müssten weitere optische Übertragungselemente vorgesehen sein, da eine unmittelbare Verbindung über Lichtleitfasern dann nicht mehr möglich wäre.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Eintrittsoptik
- 3
- Mittenausnehmung
- 4
- Separationsoptik
- 5
- Laser-Emittereinheit
- 6
- Detektoreinheit
- 7
- Detektoreinheit
- 8
- aktive Sensorik
- 9
- passive Sensorik
- 10
- Hauptspiegel
- 11
- Fangspiegel
- 12
- Mittenausnehmung des Hauptspiegels
- 13
- Mittenausnehmung des Fangspiegels
- 14
- einfallende Strahlung
- 14a
- Eingangsstrahlung
- 14b
- Teilstrahlung
- 15
- dicroitische Platte
- 16
- Kollimationslinse
- 17
- dreiecksförmiges Prisma
- 18
- beidseitig reflektierende Schicht
- 19a
- Lichtleitfaser
- 19b
- Lichtleitfaser
- 20
- Fokussierungslinse
- 21
- Emissionsstrahl
- 22
- weitere optische Mittel
- 23
- Glasdom
- 24
- optische Daten
- 25
- Auswerteeinheit
- 26
- Datenverbindung
- 27
- Steuereinheit
- 28
- Steuerimpuls
- 30
- optische Daten
- 31
- Gestänge
- 32
- Lenkflugkörper
- 33
- Strukturgehäuse
- 34
- Rollrahmen
- 35
- Drehgestell
- x
- zentrale optische Achse
- x'
- Rollachse
- y
- Nickachse
- y'
- Schwenkachse
- E
- zur zentrale optische Achse orthogonale Ebene