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DE102007039982B3 - Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung der von scheibenförmigen Objekten gewonnenen optischen Messerwerte - Google Patents

Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung der von scheibenförmigen Objekten gewonnenen optischen Messerwerte Download PDF

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DE102007039982B3
DE102007039982B3 DE102007039982A DE102007039982A DE102007039982B3 DE 102007039982 B3 DE102007039982 B3 DE 102007039982B3 DE 102007039982 A DE102007039982 A DE 102007039982A DE 102007039982 A DE102007039982 A DE 102007039982A DE 102007039982 B3 DE102007039982 B3 DE 102007039982B3
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disc
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Detlef Dipl.-Ing. Michelsson
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KLA Tencor MIE GmbH
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Vistec Semiconductor Systems GmbH
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    • G01N21/95Investigating the presence of flaws or contamination characterised by the material or shape of the object to be examined
    • G01N21/9501Semiconductor wafers

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung von optischen Messwerten aus mindestens einem Bild eines scheibenförmigen Objektes, umfassend die folgenden Schritte: - Aufnehmen des mindestens einen Bildes des mindestens einen scheibenförmigen Objektes, wobei aus dem mindestens einen aufgenommenen Bild eine Vielzahl von optischen Messwerten erzeugt werden; - Erzeugen eines Ergebnisbildes, wobei einem Bereich der Fläche des scheibenförmigen Objektes, dessen optische Messwerte innerhalb eines vorbestimmten Intervalls liegen, ein Farb- oder Helligkeitswert zugeordnet wird, der aus einer vorbestimmten Palette ausgewählt wird; und - Variation mindestens eines Abbildungsparameters in Abhängigkeit der erfassten und ausgewerteten optischen Messwerte und/oder in Abhängigkeit einer visuellen Kontrolle des Ergebnisbildes durch eine Bedienperson.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung der von scheibenförmigen Objekten gewonnenen optischen Messwerte.
  • In der Halbleiterfertigung werden Wafer während des Fertigungsprozesses in einer Vielzahl von Prozessschritten sequentiell bearbeitet. Mit zunehmender Integrationsdichte steigen die Anforderungen an die Qualität der auf den Wafern ausgebildeten Strukturen. Um die Qualität der ausgebildeten Strukturen überprüfen und eventuelle Defekte finden zu können, ist das Erfordernis an die Qualität, die Genauigkeit und die Reproduzierbarkeit der den Wafer handhabenden Bauteile und Prozessschritte entsprechend hoch. Dies bedeutet, dass bei der Produktion eines Wafer mit der Vielzahl von Prozessschritten und der Vielzahl der aufzutragenden Schichten an Photolack eine zuverlässige und frühzeitige Erkennung von Defekten besonders wichtig ist. Bei der optischen Erkennung von Fehlern gilt es dabei die systematischen Fehler durch die Dickenschwankungen bei der Belackung der Halbleiterwafer zu berücksichtigen, um somit eine Markierung von Stellen auf dem Halbleiterwafer zu vermeiden, die keinen Fehler beinhalten.
  • Mittels einer sog. Makroinspektion werden Halbleiteroberflächen optisch erfasst, um Defekte zu erkennen. Auf diese Weise werden bspw. Waferoberflächen abgetastet. Die erfassten Defekte werden auf einem Waferübersichtsbild dargestellt. Bei einigen der durchlaufenen Prozessschritte sind die resultierenden Übersichtsbilder sehr kontrastschwach, so dass die Defekte oftmals nur schwer zu erkennen sind. Allerdings sind Algorithmen bekannt, mit deren Hilfe Defekte aufgefunden und als solche identifiziert werden können, die mit dem menschlichen Auge nicht zuverlässig zu erkennen und als Defekt zu identifizieren wären. Da auch automatisch bzw. mittels geeigneter Algorithmen erkannte Defekte von einem sog. Operator überprüft und ggf. als Defekt bestätigt werden müssen, ist es wünschenswert, die Abbildungsgüte der erfassten Defekte zu verbessern.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 10 307 454 A1 offenbart ein Verfahren, eine Vorrichtung und eine Software zur optischen Inspektion der Oberfläche eines Halbleitersubstrats sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines strukturierten Halbleitersubstrats unter Verwendung eines solchen Verfahrens bzw. einer solchen Vorrichtung. Bei dem Verfahren wird zur optischen Inspektion von der Oberfläche eines Halbleitersubstrats ein Bild aufgenommen. Das Bild besteht aus einer Vielzahl von Bildpunkten mit jeweils zumindest drei zugeordneten Intensitäten unterschiedlicher Wellenlänge, die als Farbwerte bezeichnet werden. Aus den Farbwerten wird durch Transformation in einen Farbraum, der von einer Intensität und von Farbkoordinaten aufgespannt wird, eine Häufigkeitsverteilung von Bildpunkten mit gleichen Farbkoordinatenwerten berechnet. Die so berechnete Häufigkeitsverteilung wird für einen Vergleich mit einer zweiten entsprechend berechneten Häufigkeitsverteilung oder einer aus dieser abgeleiteten Größe verwendet. Dieses Verfahren ermöglicht keinen visuellen Vergleich oder keine visuelle Begutachtung eines scheibenförmigen Substrats.
  • Makroskopische Bilder von Halbleiterwafern zeigen, dass die Homogenität der Schichten oder Layer sich radial ändert. Insbesondere bei der Belackung treten in den vom Mittelpunkt des Wafers entfernten Bereichen veränderte Homogenitäten auf. Wird wie bisher eine einheitliche Empfindlichkeit über den gesamten Radius des Wafers für die Bewertung von Bildern der aufgenommenen Wafer verwendet, so kommt es vor, dass die Abweichungen am Rand immer, jedoch Defekte im Inneren (nahe am Mittelpunkt des Wafers) nicht detektiert werden. Wird eine hohe Empfindlichkeit gewählt, um Defekte in homogenen Gebieten sicher zu detektieren, so treten in den Randbereichen verstärkte Fehldetektionen auf, da die inhomogenen Randbereiche nicht immer als Fehler zu bewerten sind. Um dies zu verhindern, kann man die Randbereiche komplett ausklammern. Jedoch werden dann dort keine echten Fehler gefunden. Wählt man dagegen eine geringere Empfindlichkeit so kommt es zwar zu keinen Fehldetektionen mehr, jedoch können Fehler in den homogenen Gebieten nicht gefunden werden.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 103 31 686.8 A1 offenbart ein Verfahren zur Bewertung von aufgenommenen Bildern von Wafern oder anderen scheibenförmigen Objekten. Dem Aufnehmen des Bildes mindestens eines Referenzwafers schließt sich das Ermitteln und Darstellen der radialen Verteilung der Messwerte des Referenzwafers als eine radiale Homogenitätsfunktion auf einem Userinterface an. Ein radial abhängiges Empfindlichkeitsprofil wird unter Berücksichtigung der gemessenen radialen Homogenitätsfunktion des Referenzwafers verändert. Mindestens ein Parameter des Empfindlichkeitsprofils wird variiert, wodurch ein erlerntes Empfindlichkeitsprofil visuell aus dem Vergleich mit der radialen Homogenitätsfunktion bestimmt wird. Dieses Verfahren zeigt ebenfalls kein Bild des gesamten Wafers, an Hand dessen dann das Bild oder die Bilder bezüglich der Defekte bewertet werden.
  • Das U.S. Patent 7,065,460 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Inspektion von Halbleiterbauelementen. Mit der Vorrichtung werden die elektrischen Eigenschaften des Halbleiterprodukts untersucht. Den aus der Untersuchung gewonnenen Messergebnissen werden zur Darstellung auf einem Display unterschiedliche Farben zugeordnet.
  • Die anschauliche Darstellung von Messgrößen in Form von Kurven in Diagrammen ist nur für eine Dimension der Verteilung der Messpunkte sinnvoll. Sind die Messpunkte räumlich verteilt, so müssen sie durch eine Abbildung auf eine Dimension reduziert werden. Dadurch geht Information verloren. Auch eine Darstellung in einem 3-D Plot liefert nicht immer eine anschauliche Darstellung, da es zu Überdeckungen kommt. Ein Zusammenhang zwischen Ausgangsinformationen und Messgrößen ist nur schwer möglich. Die Darstellung in Form von Zahlen lässt keine Rückschlüsse auf die räumliche Verteilung der Messwerte zu.
  • Zur Verbesserung der Abbildungsgüte der optisch erfassten Waferoberflächen sind seit einiger Zeit Bildbearbeitungsverfahren bekannt, mit denen die Ergebnisbilder bearbeitet werden können, um die nachträgliche Beurteilung zu erleichtern und um die Entscheidungsfindung für den Operator zuverlässiger und weniger fehlerträchtig zu machen. Allerdings verzögern die nachträglichen Bildverarbeitungsverfahren die Verarbeitungs- und Inspektionsgeschwindigkeit, da die Bildaufnahme und die Bildbearbeitung zeitlich und ggf. auch örtlich getrennt sind. Eine schnelle Beurteilung der erfassten Bilder kann aus diesem Grund oftmals nicht stattfinden. Wurden bspw. Waferoberflächen gefunden, die eine Weiterverarbeitung der betroffenen Wafer zumindest teilweise als fragwürdig erscheinen lassen, muss unter Umständen der Produktionsprozess angehalten werden, um die nachträgliche Beurteilung der Bilder abzuwarten. Die Erstellung und Optimierung von Rezepten wird auf diese Weise erschwert.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird daher darin gesehen, ein verbessertes Verfahren zur optischen Inspektion und Fehlererkennung anzugeben, das eine beschleunigte Defekterkennung bei gleich bleibend hoher Zuverlässigkeit in der Defekterkennung erlaubt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung von optischen Messwerten aus mindestens einem Bild eines scheibenförmigen Objektes gelöst, das die folgenden Schritte umfasst: Zunächst wird mindestens ein Bild des mindestens einen scheibenförmigen Objektes aufgenommen, wobei aus dem mindestens einen aufgenommenen Bild eine Vielzahl von optischen Messwerten erzeugt werden. Anschließend wird ein Ergebnisbild erzeugt, wobei einem Bereich der Fläche des scheibenförmigen Objektes, dessen optische Messwerte innerhalb eines vorbestimmten Intervalls liegen, ein Farb- oder Helligkeitswert zugeordnet wird, der aus einer vorbestimmten Palette ausgewählt wird. Schließlich wird wenigstens ein Abbildungsparameter in Abhängigkeit der erfassten und ausgewerteten optischen Messwerte und/oder in Abhängigkeit einer visuellen Kontrolle des Ergebnisbildes durch eine Bedienperson variiert. Dieser Abbildungsparameter kann bspw. ein Kontrast, eine Helligkeit, eine Gammakorrektur, eine Farbbalance und/oder eine Farbsättigung des Ergebnisbildes sein. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest einer der Parameter manuell oder programmgesteuert variiert werden kann. Wahlweise können auch mehrere oder alle Parameter manuell oder programmgesteuert variiert werden.
  • Die gewünschte oder sinnvolle Modifikationen der Bilddaten kann von der zuständigen Bedienperson zuvor eingestellt oder automatisch ausgewählt werden. So können von einem Prozessingenieur bspw. verschiedene Parameter definiert werden, mit denen die kritischen Defekte des zu untersuchenden Prozessschrittes optimal sichtbar gemacht werden können. Diese Parameter können insbesondere der Kontrast, die Helligkeit, die Gammakorrektur, die Farbbalance sowie die Farbsättigung sein. Mit Hilfe dieses Parametersatzes kann der Operator das Ergebnisbild so verändern, dass eine visuelle Beurteilung besser und zuverlässiger erfolgen kann.
  • Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das aufgenommene Bild des scheibenförmigen Substrats und das Ergebnisbild auf einem Display eines Systems zur optischen Inspektion eines scheibenförmigen Substrats dargestellt werden, wobei zur Beurteilung von Fehlern auf dem scheibenförmigen Substrat zwischen dem aufgenommenen Bild des scheibenförmigen Substrats und dem Ergebnisbild umgeschaltet werden kann. Die Wahl der Parameter zur Bildbeeinflussung ist dem Benutzer selbst überlassen. Weiterhin ist es sinnvoll, wenn zwischen einer unmodifizierten und einer modifizierten Anzeige mit variierten Abbildungsparametern umgeschaltet werden kann. Auf diese Weise kann der Benutzer die Parameter zur Bildbeeinflussung je nach Bedarf und Erkennbarkeit der zu erfassenden Fehlstellen individuell anpassen.
  • Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das scheibenförmige Objekt auf einem Tisch aufgelegt ist, wobei der Tisch in einer ersten Richtung X und einer zweiten Richtung Y verfahren wird, dass eine Bildaufnahmeeinrichtung vorgesehen ist, wobei ein Bildfeld der Bildaufnahmeeinrichtung kleiner ist als die gesamte Oberfläche des scheibenförmigen Substrats, und dass zur Aufnahme der gesamten Oberfläche des scheibenförmigen Substrats das scheibenförmige Substrat mit der Bildaufnahmeeinrichtung meanderförmig abgescannt wird.
  • Vorzugsweise besitzt das Ergebnisbild die gleiche Form wie das aufgenommene Bild des scheibenförmigen Objekts. Das scheibenförmige Objekt kann insbesondere ein Flat-Panel-Display sein. Das scheibenförmige Objekt ist typischerweise ein Wafer oder ein anderes Halbleiterelement.
  • Die gezeigte Aufbereitung des Bildes verbessert das Signal/Rausch-Verhältnis allerdings nicht. Deshalb sollte die Aufbereitung auch nicht vor der eigentlichen Fehlerdetektion durchgeführt werden. Dagegen kann es vorkommen, dass die Aufbereitung des Bildes zu einer Wertebereichsüberschreitung, also zu Sättigung bestimmter Bildbereiche führt, die sich aber im Zusammenhang der visuellen Beurteilung der Defektstellen in Kauf nehmen lassen.
  • Um die Beurteilung des Originalbildes zu ermöglichen, kann vorzugsweise jederzeit zwischen der Originaldarstellung und der aufbereiteten Ansicht umgeschaltet werden. Somit können auch Bildbereiche beurteilt werden, die durch die Aufbereitung gesättigt und damit weniger deutlich sind. Das Originalbild wird dabei nicht verändert.
  • Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Systems zur Detektion von Fehlern auf Wafern oder scheibenförmigen Substraten;
  • 2a zeigt eine Darstellung der Art der Aufnahme der Bilder oder Bilddaten eines Wafers;
  • 2b zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Wafer;
  • 3 zeigt eine Bildschirmdarstellung einer optisch erfassten Waferoberfläche ohne Kontrastverstärkung;
  • 4 zeigt die Bildschirmdarstellung der Waferoberfläche gemäß 1, jedoch mit Kontrastverstärkung.
  • Die schematische Darstellung der 1 zeigt ein System 1 zur Detektion von Fehlern auf Wafern. Das System 1 besteht z. B. aus mindestens einem Kassettenelement 3 für die Halbleitersubstrate bzw. Wafer. In einer Messeinheit 5 werden Bilder bzw. Bilddaten von den einzelnen Wafern aufgenommen. Zwischen dem Kassettenelement 3 für die Halbleitersubstrate bzw. Wafer und der Messeinheit 5 ist ein Transportmechanismus 9 vorgesehen. Das System 1 ist von einem Gehäuse 11 umschlossen, wobei das Gehäuse 11 eine Grundfläche 12 definiert. Im System 1 ist ferner ein Computer 15 integriert, der die Bilder bzw. Bilddaten von den einzelnen gemessenen Wafern aufnimmt und verarbeitet. Das System 1 ist mit einem Display 13 und einer Tastatur 14 versehen. Mittels der Tastatur 14 kann der Benutzer Dateneingaben zur Steuerung des Systems oder auch Parametereingaben zur Auswertung der Bilddaten von den einzelnen Wafern machen. Auf dem Display 13 werden dem Benutzer des Systems mehrere Benutzerinterfaces dargestellt.
  • Die Darstellung der 2a zeigt eine schematische Ansicht der Art und Weise, wie von einem Wafer 16 die Bilder und/oder Bilddaten erfasst werden. Der Wafer 16 ist auf einem Tisch 20 aufgelegt, der im Gehäuse 11 in einer ersten Richtung X und einer zweiten Richtung Y verfahrbar ist. Die erste und die zweite Richtung X, Y sind senkrecht zueinander angeordnet. Über der Oberfläche 17 des Wafers 16 ist eine Bildaufnahmeeinrichtung 22 vorgesehen, wobei das Bildfeld der Bildaufnahmeeinrichtung 22 kleiner ist als die gesamte Oberfläche 17 des Wafers 16. Um die gesamte Oberfläche 17 des Wafers 16 mit der Bildaufnahmeeinrichtung 22 zu erfassen, wird der Wafer 16 meanderförmig abgescannt. Die einzelnen nacheinander erfassten Bildfelder werden zu einem gesamten Bild der Oberfläche 17 eines Wafers 16 zusammengesetzt. Dies geschieht ebenfalls mit dem im Gehäuse 11 vorgesehenen Computer 15. Um eine Relativbewegung zwischen dem Tisch 20 und der Bildaufnahmeeinrichtung 22 zu erzeugen, wird in diesem Ausführungsbeispiel ein X-Y-Scanningtisch verwendet, der in den Koordinatenrichtungen X und Y verfahren werden kann. Die Kamera 23 ist hierbei gegenüber dem Tisch 20 fest installiert. Selbstverständlich kann auch umgekehrt der Tisch 2 fest installiert sein und die Bildaufnahmeeinrichtung 22 für die Bildaufnahmen über den Wafer 16 bewegt werden. Auch eine Kombination der Bewegung der Kamera 23 in eine Richtung und des Tisches 20 in der dazu senkrechten Richtung ist möglich.
  • Der Wafer 16 wird mit einer Beleuchtungseinrichtung 23 beleuchtet, die zumindest Bereiche auf dem Wafer 16 beleuchtet, die dem Bildfeld der Bildaufnahmeeinrichtung 22 entsprechen. Durch die konzentrierte Beleuchtung, die zudem auch mit einer Blitzlampe gepulst sein kann, sind Bildaufnahmen on-the-fly möglich, bei denen also der Tisch 20 oder die Bildaufnahmeeinrichtung 22 ohne für die Bildaufnahme anzuhalten verfahren werden. Dadurch ist ein großer Waferdurchsatz möglich. Natürlich kann auch für jede Bildaufnahme die Relativbewegung zwischen Tisch 20 und Bildaufnahmeeinrichtung 22 angehalten werden und der Wafer 16 auch in seiner gesamten Oberfläche 17 beleuchtet werden. Der Tisch 20, die Bildaufnahmeeinrichtung 22 und die Beleuchtungseinrichtung 23 werden vom Computer 15 gesteuert. Die Bildaufnahmen können durch den Computer 15 in einem Speicher 15a abgespeichert und gegebenenfalls auch von dort wieder aufgerufen werden.
  • 2b zeigt die Draufsicht auf einen Wafer 16, der auf einen Tisch 20 aufgelegt ist. Der Wafer 16 besitzt einen Mittelpunkt 25. Auf dem Wafer 16 werden Schichten aufgetragen, die dann in einem weiteren Arbeitsgang strukturiert werden. Ein strukturierter Wafer umfasst eine Vielzahl von strukturierten Elementen.
  • Die 3 zeigt eine Bildschirmdarstellung einer Waferoberfläche 30, die mehrere Defektstellen 32 und 34 aufweist, die jeweils mit einer ellipsenförmigen Umrandung gekennzeichnet sind. Im vorliegenden Zusammenhang sollen lediglich die beiden größeren Defektstellen 32 am oberen rechten Rand der runden Waferoberfläche 30 sowie 34 am unteren rechten Rand betrachtet werden. Die kleineren Fehlstellen im mittleren rechten Randbereich werden hier nicht näher betrachtet, wenngleich das erfindungsgemäße Verfahren auch diese Fehlstellen besser erkennbar machen kann. Während die obere 32 der beiden größeren Fehlstellen mittels der gezeigten Darstellung noch gut erkennbar und einer weiteren Auswertung ohne Probleme zugänglich ist, können hinsichtlich der Ausprägung und Ausdehnung der unteren Fehlstelle 34 Zweifel beim Betrachter und/oder beim verwendeten Bildverarbeitungsprogramm auftreten. Bei der nur schwach erkennbaren unteren Defektstelle 34 kann es notwendig sein, die Waferverarbeitung anzuhalten, um die Ausdehnung und das Vorhandensein der Fehlstelle eindeutig zu klären, da andernfalls die Gefahr besteht, dass auch die fehlerhaften Bereiche belichtet und weiteren Prozessschritten unterzogen und ggf. zu spät als defekt ausgesondert werden.
  • Die Bildschirmdarstellung der 4 verdeutlicht eine Abbildung der Waferoberfläche 30, bei der die Defektstellen 32, 34 jeweils mittels einer Kontrastverstärkung hervorgehoben sind. Während die obere Defektstelle 32 am rechten oberen Waferrand nun noch deutlicher wird, tritt die untere Defektstelle 34 am rechten unteren Waferrand nun erst deutlich hervor, so dass damit zweifelsfrei das Vorhandensein und die Ausdehnung der Defektstelle 34 bestimmt werden kann.
  • Die in 4 dargestellte verbesserte Bildschirmdarstellung der Defektstellen 32 und 34 auf der Waferoberfläche 30 kann wahlweise auch durch andere Modifikationen der Bilddaten gewonnen werden, die von der zuständigen Bedienperson zuvor eingestellt oder automatisch ausgewählt werden können. So können von einem Prozessingenieur verschiedene Parameter definiert werden, mit denen die kritischen Defekte des zu untersuchenden Prozessschrittes optimal sichtbar gemacht werden können. Diese Parameter können insbesondere der Kontrast, die Helligkeit, die Gammakorrektur, die Farbbalance sowie die Farbsättigung sein. Mit Hilfe dieses Parametersatzes kann der Operator das Ergebnisbild so verändern, dass eine visuelle Beurteilung besser und zuverlässiger erfolgen kann.
  • Die gezeigte Aufbereitung des Bildes verbessert das Signal/Rausch-Verhältnis allerdings nicht. Deshalb sollte die Aufbereitung auch nicht vor der eigentlichen Fehlerdetektion durchgeführt werden. Dagegen kann es vorkommen, dass die Aufbereitung des Bildes zu einer Wertebereichsüberschreitung, also zu Sättigung bestimmter Bildbereiche führt, die sich aber im Zusammenhang der visuellen Beurteilung der Defektstellen in Kauf nehmen lassen.
  • Um die Beurteilung des Originalbildes zu ermöglichen, kann vorzugsweise jederzeit zwischen der Originaldarstellung und der aufbereiteten Ansicht umgeschaltet werden. Somit können auch Bildbereiche beurteilt werden, die durch die Aufbereitung gesättigt und damit weniger deutlich sind. Das Originalbild wird dabei nicht verändert.

Claims (10)

  1. Verfahren zur optischen Inspektion und Visualisierung von optischen Messwerten aus mindestens einem Bild eines scheibenförmigen Objektes, umfassend die folgenden Schritte: – Aufnehmen des mindestens einen Bildes des mindestens einen scheibenförmigen Objektes, wobei aus dem mindestens einen aufgenommenen Bild eine Vielzahl von optischen Messwerten erzeugt werden; – Erzeugen eines Ergebnisbildes, wobei einem Bereich der Fläche des scheibenförmigen Objektes, dessen optische Messwerte innerhalb eines vorbestimmten Intervalls liegen, ein Farb- oder Helligkeitswert zugeordnet wird, der aus einer vorbestimmten Palette ausgewählt wird; und – Variation mindestens eines Abbildungsparameters in Abhängigkeit von den erfassten und ausgewerteten optischen Messwerten und/oder in Abhängigkeit einer visuellen Kontrolle des Ergebnisbildes durch eine Bedienperson.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abbildungsparameter ein Kontrast, eine Helligkeit, eine Gammakorrektur, eine Farbbalance und/oder eine Farbsättigung des Ergebnisbildes ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Parameter manuell oder programmgesteuert variiert werden kann.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere oder alle Parameter manuell oder programmgesteuert variiert werden können.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgenommene Bild des scheibenförmigen Substrats und das Ergebnisbild auf einem Display eines Systems zur optischen Inspektion eines scheibenförmigen Substrats dargestellt werden, wobei zur Beurteilung von Fehlern auf dem scheibenförmigen Substrat zwischen dem aufgenommenen Bild des scheibenförmigen Substrats und dem Ergebnisbild umgeschaltet werden kann.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer unmodifizierten und einer modifizierten Anzeige mit variierten Abbildungsparametern umgeschaltet werden kann.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Objekt auf einem Tisch aufgelegt ist, wobei der Tisch in einer ersten Richtung X und einer zweiten Richtung Y verfahren wird, dass eine Bildaufnahmeeinrichtung vorgesehen ist, wobei ein Bildfeld der Bildaufnahmeeinrichtung kleiner ist als die gesamte Oberfläche des scheibenförmigen Substrats, und dass zur Aufnahme der gesamten Oberfläche des scheibenförmigen Substrats das scheibenförmige Substrat mit der Bildaufnahmeeinrichtung meanderförmig abgescannt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ergebnisbild die gleiche Form besitzt wie das aufgenommene Bild des scheibenförmigen Objekts.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Objekt ein Flat-Panel-Display ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Objekt ein Wafer ist.
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