-
Die
Erfindung betrifft ein Hörhilfegerätesystem,
umfassend wenigstens ein Hörhilfegerät mit einem Eingangswandler
zur Aufnahme eines Eingangssignals und Wandlung in ein elektrisches
Eingangssignals, einer Signalverarbeitungseinheit zur Verarbeitung
und Verstärkung
des elektrischen Eingangssignals und Abgabe eines elektrischen Ausgangssignals
und einem Hörer
zur Wandlung des elektrischen Ausgangssignals in ein akustisches
Ausgangssignal.
-
Hörhilfegeräte werden
in unterschiedlichen Leistungsklassen angeboten. Diese unterscheiden sich
insbesondere durch den jeweils verwendeten Hörer-Typ, von dem die maximale
Ausgangsleistung und der maximal erzeugbare Schalldruckpegel abhängen. Bei
hinter dem Ohr tragbaren Hörhilfegeräten, bei
denen sich der Hörer
bei getragenem Hörhilfegerät in einem
Ohrstück
im Ohrkanal des Benutzers befindet, sogenannte RIC-BTE-(Receiver-in-Canal-behind-the-Ear-)Hörgeräte, können unterschiedlich
leistungsfähige
Hörgeräte in einfacher
Weise durch die Verwendung unterschiedlicher Ohrstücke mit
unterschiedlichen Hörern
erzeugt werden. In der Regel ist das Ohrstück mittels Steckverbindung
lösbar
mit dem Hörgerätegehäuse verbunden,
so dass ein Austausch beispielsweise durch den Akustiker erfolgen
kann. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass auch die Signalverarbeitungseinheit
des betreffenden Hörhilfegerätes an den
verwendeten Hörer
angepasst wird. Ist die Verstärkung
eines akustischen Eingangssignals durch das Hörhilfegerät nicht an den verwendeten
Hörer angepasst,
kann unter Umständen
eine Überschreitung
der Unbehaglichkeitsschwelle des Benutzers, ja sogar eine Schädigung des
Gehörs
erfolgen. Daher besteht der Wunsch, dass eine automatische Anpassung
der Signalverarbeitung und insbesondere der Verstärkung an
den verwendeten Hörer
erfolgt.
-
Aus
der
CH 673 366 A5 ist
ein Hörgerät mit Stellern
zum Verändern
der Signalübertragungseigenschaften
des Hörgerätes bekannt.
Das bekannt Hörgerät kann mit
einer unterschiedlichen Anzahl an Stellern bestückt werden und es können einem
Steller unterschiedliche Steller-Funktionen zugewiesen werden. Die
Steller umfassen Steller-Kontakte, die mit einer Platine des Hörgerätes verlötet sind.
Für Hörgeräte mit unterschiedlichen
Steller-Funktionen sind die Steller mit unterschiedlichen Abdeckhauben abdeckbar,
die Kontaktelemente in unterschiedlich kodierter Form umfassen.
Insbesondere werden unterschiedlichen Stellern durch die Anzahl
der Kontaktzungen der den Stellern jeweils zugewiesenen Kontaktelemente
unterschiedliche Steller-Funktionen zugeordnet.
-
Aus
der
EP 0 480 097 A1 ist
ein Hörgerät mit einem
Mikrofon, einem Verstärker,
einem Hörer
und wenigstens einem Datenspeicher bekannt, bei dem detaillierte
Hörgerätmerkmale
erleichtert, insbesondere in großer Anzahl feststellbar sein
sollen. Dazu bildet der Datenspeicher einen Bestandteil einer Identifizierungseinrichtung
und speichert wenigstens ein Hörgerätemerkmal,
das zur Identifizierung des Hörgerätes über ein
dem Hörgerät zugeordnetes Ausgabemittel
der Identifizierungseinrichtung ausgebbar ist.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine fehlerhafte Anpassung der
Signalverarbeitungseinheit eines Hörhilfegerätes an den verwendeten Hörer zu vermeiden.
-
Diese
Aufgabe wird durch ein Hörhilfegerät mit den
Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst.
-
Die
Grundidee der Erfindung besteht darin, Mittel vorzusehen, mittels
derer der jeweils im Hörhilfegerät verwendete
Hörer-Typ automatisch erkannt werden
kann.
-
Die
Erfindung bietet den Vorteil, dass durch die automatische Erkennung
des jeweiligen Hörer-Typs
die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Anpassung minimiert wird.
Der betreffende Hörer-Typ
wird automatisch erkannt und auch die Anpassung an den erkannten
Hörer-Typ
erfolgt vorzugsweise automatisch. Eine fehlerhafte Anpassung der
Signalverarbeitungseinheit an den jeweils verwendeten Hörer-Typ
wird dadurch weitgehend ausgeschlossen.
-
Für die Unterscheidung
unterschiedlicher Hörer-Typen
kommen unterschiedliche Informationsträger in Frage, die eine von
dem Hörhilfegerätesystem
automatisch erfassbare und für
den jeweiligen Hörer-Typ
charakteristische Information tragen.
-
Eine
Ausführungsform
hierzu sieht ein dem Hörer
zugeordnetes elektrotechnisches Bauteil mit einer vom jeweiligen
Hörer-Typ
abhängigen
elektrischen Eigenschaft vor, wobei das Hörhilfegerät über Mittel zum Erfassen der
elektrischen Eigenschaft verfügt,
anhand derer auf den verwendeten Hörer-Typ zurückgeschlossen werden kann.
Bei dem elektrotechnischen Bauteil kann es sich um ein bei einem Hörer ohnehin
vorhandenes elektrotechnisches Bauteil handeln, z. B. die Hörer-Wicklung.
Diese hat eine für
den jeweiligen Hörer-Typ
charakteristische Impedanz, die mittels einer von dem Hörhilfegerätesystem durchgeführten Impedanzmessung
automatisch erfasst werden kann. Aus der gemessenen Impedanz kann
wiederum auf den verwendeten Hörer-Typ
rückgeschlossen
werden. Eine Impendanzmessung durch das Hörhilfegerätesystem ist allerdings verhältnismäßig aufwändig. Einfacher
ist es, den Hörern
zusätzliche,
rein zur Unterscheidung unterschiedlicher Hörer-Typen dienende, elektrotechnische
Bauelemente zuzuordnen. Beispielsweise kann in oder an dem Gehäuse eines
jeden Hörers
ein Widerstand mit einem für
den jeweiligen Hörer-Typ
charakteristischen Wert angeordnet werden, dessen Wert durch das
Hörhilfegerätesystem
erfassbar ist. Sollen beispielsweise die Hörer „Typ 1", „Typ
2" und „Typ 3" unterschieden werden,
so können
diese mit unterschiedlichen Widerständen, z. B. 10 kOhm, 100 kOhm,
1 MOhm, verknüpft
werden, so dass durch Ermittlung des Widerstandswertes eine eindeutige
Erkennung des jeweiligen Typs möglich
ist. Die Widerstandsmessung und die damit verbundene automatische
Hörer-Typ-Erkennung
sind mit verhältnismäßig einfachen
Mitteln möglich.
Selbstverständlich
sind aber auch andere elektrotechnische Bauelemente und deren elektrische
Eigenschaften (Induktivität, Kapazität, elektrische
Verbindung mehrerer Kontakte etc.) als Informationsträger möglich.
-
Eine
andere Ausführungsform
sieht mechanische Mittel vor, anhand derer unterschiedliche Hörer-Typen
automatisch von einem Hörhilfegerätesystem
gemäß der Erfindung
erkannt werden können. Beispielsweise
kommen hierbei Gehäuseanformungen
oder – Aussparungen
in Betracht, mittels derer eine für den verwendeten Hörer-Typ
charakteristische und von dem Hörhilfegeräte system
automatisch erfassbare Information bereitgestellt wird.
-
Eine
besonders einfach zu realisierende Möglichkeit unter Verwendung
mechanischer Mittel als Informationsträger besteht in einer bestimmten Ausgestaltung
der an einem verwendeten Hörer
vorhandenen Anschlusspins und insbesondere in der Verwendung unterschiedlich
langer Anschlusspins. Unterschiedliche Längen der Anschlusspins können in
einfacher Weise erfasst und daraus unterschiedliche Hörer-Typen
abgeleitet werden.
-
In
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verfügt das Hörhilfegerät selbst über die
erforderlichen Mittel zum automatischen Erkennen des verwendeten
Hörer-Typs.
Es ist aber auch möglich,
dass das Hörhilfegerätesystem
gemäß der Erfindung
neben dem wenigstens einen Hörhilfegerät ein Programmiergerät zur Programmierung und/oder
Anpassung des betreffenden Hörhilfegerätes umfasst
und die Mittel zum automatischen Erkennen des verwendeten Hörer-Typs
zumindest teilweise in das Programmiergerät ausgelagert sind. So ist es
beispielsweise möglich,
dass das Hörhilfegerät lediglich über elektrische
Kontakte und Leitungen verfügt,
die eine Verbindung eines dem verwendeten Hörer zugeordneten Widerstandes
mit dem Programmiergerät
erlauben, die Ermittlung des Widerstandswertes und die damit verbundene
automatische Erkennung des Hörer-Typs
jedoch in dem Programmiergerät
erfolgen. Ferner ist es möglich,
dass das Hörhilfegerät über Mittel
zum Erfassen einer für
den jeweiligen Hörer
charakteristischen Information umfasst, wobei im Hörhilfegerät dann jedoch
lediglich Daten bezüglich
dieser Information gespeichert werden, die aus dem Hörgerät ausgelesen
werden können,
und die Auswertung dieser Daten außerhalb des Hörgerätes, z.
B. in dem Programmiergerät
erfolgt.
-
Ebenso
wie das automatische Erkennen des verwendeten Hörer-Typs erfolgt auch die automatisch Anpassung
der Signalverarbeitungseinheit des Hörhilfegerätes an den erkannten Hörer- Typ vorzugsweise
selbsttätig
durch das Hörhilfegerät. Dadurch
ist gewährleistet,
dass die Signalverarbeitungseinheit des Hörhilfegerätes auch nach einem Austausch
des verwendeten Hörers
stets korrekt an den jeweiligen Hörer-Typ angepasst ist.
-
Neben
der automatischen Anpassung der Signalverarbeitung an den verwendeten
Hörer durch das
Hörhilfegerät selbst
kann die Information über den
verwendeten Hörer-Typ
auch in einem mit dem betreffenden Hörhilfegerät verbundenen Programmiergerät ausgewertet
und gegebenenfalls angezeigt werden. Entsprechende Einstellungen
können dann
manuell von dem Bediener des Programmiergerätes vorgenommen werden. Vorteilhaft
erfolgt jedoch eine automatische Anpassung der Signalverarbeitungseinheit
des Hörhilfegerätes an den
verwendeten Hörer
durch das Programmiergerät.
Fehlerhafte Einstellungen werden damit auch bei der Bedienung des
Anpassgerätes
weitgehend vermieden.
-
Die
Erfindung kann besonders vorteilhaft bei einem hinter dem Ohr tragbaren
Hörhilfegerät verwendet
werden, bei dem sich der Hörer
in einem in dem Ohr tragbaren Ohrstück befindet (RIC-BTE). Da bei
diesen Hörhilfegeräten das
Ohrstück
mit dem Hörer
in der Regel lösbar
mit dem hinter dem Ohr tragbaren Gehäuse des Hörhilfegerätes verbunden ist, kann der
Hörer besonders
einfach ausgetauscht werden. Damit steigt jedoch auch die Gefahr,
dass die Signalverarbeitung in einem betreffenden Hörhilfegerät nicht
ordnungsgemäß an den
verwendeten Hörer
angepasst wird. Eine automatische Erkennung des verwendeten Hörer-Typs
sowie eine automatische Anpassung der Signalverarbeitungseinheit
gemäß der Erfindung
wirken dieser Gefahr entgegen.
-
Weiterhin
kann die Erfindung besonders vorteilhaft bei allen modular aufgebauten
Hörgeräten verwendet
werden, bei denen ein Hörermodul
lösbar mit
dem Hörhilfegerät verbindbar
ist. Dabei kann es sich sowohl um ein in dem Ohr tragbares Hörhilfegerät (IdO)
als auch ein hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät (HdO) handeln.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
-
1 ein
hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät mit einem
in dem Ohr tragbaren Ohrstück,
-
2 eine
Anschlusseinheit für
Hörer unterschiedlichen
Typs,
-
3 bis 5 Hörer unterschiedlichen Typs,
-
6 eine
Tabelle für
die Auswertelogik der Hörer-Anschlusseinheit
gemäß 2,
-
7 eine
Hörer-Anschlusseinheit
mit mehrstufigen Kontakten, und
-
8 ein
Hörhilfegerätesystem
mit einem Hörhilfegerät und einem
Programmiergerät.
-
1 zeigt
ein Hörhilfegerätesystem
gemäß der Erfindung,
welches lediglich ein Hörhilfegerät 1 mit
einem hinter dem Ohr tragbaren Geräteteil 2 und einem
in dem Ohr tragbaren Ohrstück 3 umfasst.
Zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals und Wandlung in ein
elektrisches Eingangssignal ist das Mikrofon 4 mit der
Schalleintrittsöffnung 5 vorhanden. Dieses
ist mittels elektrischer Leitungen 6 mit einer Signalverarbeitungseinheit 7 verbunden.
In der Signalverarbeitungseinheit 7 wird das von dem Mikrofon 4 abgegebene
elektrische Eingangssignal in Abhängigkeit von der Signalfrequenz
verarbeitet und verstärkt
und über
elektrische Leitungen 8 und 13 sowie Kontakte 9 einem
Hörer 10 zugeführt, der
das von der Signalverarbeitungseinheit 7 erzeugte elektrische
Ausgangssignal in ein akustisches Ausgangssignal wandelt und über einen
Schallkanal 11 in den Gehörgang eines Benutzers abgibt.
-
Bei
dem Hörhilfegerät 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel
befindet sich der Hörer 10 in
dem Ohrstück 3.
Es handelt sich demnach bei dem Hörhilfegerät 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel
um ein sogenanntes RIC-BTE. Zur Verbindung des hinter dem Ohr tragbaren
Geräteteils 2 mit
dem im Ohr tragbaren Ohrstück 3 ist
ein Verbindungsstück 12 vorhanden,
in dem die elektrischen Leitungen 13 zur Verbindung der
Signalverarbeitungseinheit 7 mit dem Hörer 10 verlaufen.
Das Verbindungsstück 12 ist
lösbar
mit dem Geräteteil 2 verbunden.
Hierfür
sind sowohl an dem Geräteteil 2 als
auch an dem Verbindungsstück 12 entsprechende
Kontakte 9 vorhanden.
-
Das
Hörhilfegerät 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel
umfasst ferner eine Batterie 14 zur Spannungsversorgung
der elektronischen Komponenten des Hörhilfegerätes 1 sowie einen
Schalter 15, mit dem das Hörhilfegerät ein- und ausgeschaltet wird
und unterschiedliche Hörprogramme
zur Anpassung der Signalverarbeitungseinheit 7 an unterschiedliche
Hörumgebungen
eingestellt werden können.
-
Die
Signalverarbeitungseinheit 7 des Hörhilfegerätes 1 ist programmierbar.
Dadurch kann die Signalverarbeitung in der Signalverarbeitungseinheit 7 an
den individuellen Hörverlust
eines Benutzers angepasst werden. Darüber hinaus ist eine Anpassung der
Signalverarbeitungseinheit 7 an die bei dem Hörhilfegerät 1 verwendeten
elektronischen Bauteile und insbesondere den verwendeten Hörer 10 möglich. Zum
automatischen Erkennen des in dem Hörhilfegerät 1 verwendeten Hörer-Typs
umfasst das Hörhilfegerät 1 eine
Anschlusseinheit 20, die in 2 näher erläutert ist.
-
2 zeigt
in schematischer Darstellung die Anschlusseinheit 20 des
Hörhilfegerätes 1,
die mit Hörern
unterschiedlichen Typs verbunden werden kann und die den jeweiligen
Hörer-Typ automatisch erkennt.
Die Anschlusseinheit 20 umfasst Anschlussbuchsen 21 und 22,
in die Anschlusspins A und B eines Hörers 10 einführbar sind.
Zur Unterscheidung unterschiedlicher Hörer-Typen können sich die Anschlusspins
A und B hin sichtlich ihrer Länge
unterscheiden. Um beispielsweise vier unterschiedliche Hörer-Typen
mit jeweils zwei Anschlusspins unterscheiden zu können, sind
zwei unterschiedliche Längen
der verwendeten Anschlusspins A und B ausreichend. Im Ausführungsbeispiel
gemäß 2 wird ein
Hörer 10 mit
einem langen Anschlusspin A und einem kurzen Anschlusspin B mit
der Anschlusseinrichtung 20 verbunden. Es handelt sich
dabei exemplarisch um einen Hörer
vom Typ „T3". Wie aus der Figur
ersichtlich ist, kontaktieren die Anschlusspins A und B nach dem
Einführen
des Hörers 10 in
die Anschlusseinheit 20 die Kontakte KA bzw. KB. Darüber hinaus
wird der Miniaturschalter SA durch den Anschlusspin A geschlossen
wo hingegen der Miniaturschalter SB geöffnet bleibt. Die Auswertelogik 23 setzt
die erkannten Schalterstellungen in logische Pegel um, die über eine
Schnittstelle 24 und die Leitungen 13 und 8 an
die Signalverarbeitungseinheit 7 des Hörhilfegerätes 1 übermittelt
werden. In der Signalverarbeitungseinheit 7 werden anhand
der übermittelten
Logikpegel zu dem erkannten Hörer-Typ korrespondierende
Parameter generiert und in der Signalverarbeitungseinheit 7 automatisch
eingestellt.
-
In
den 3 bis 5 sind die drei weiteren mit
zwei Anschlusspins A und B, die jeweils zwei unterschiedliche Längen aufweisen
können,
unterscheidbaren Hörer-Typen
dargestellt. Dabei zeigen 3 einen
Hörer des
Typs „T2" mit einem kurzen Anschlusspin
A und einem langen Anschlusspin B, 4 einen
Hörer des
Typs „T1" mit einem kurzen Anschlusspin
A und einem kurzen Anschlusspin B und 5 einen
Hörer des
Typs „T4" mit einem langen
Anschlusspin A und einem langen Anschlusspin B.
-
6 zeigt
zur weiteren Verdeutlichung der automatischen Hörer-Typ-Erkennung in tabellarischer
Form eine Zuordnung der Schalterstellungen der Schalter SA und SB
zu den jeweiligen, von dem Hörhilfegerät 1 automatisch
erkennbaren Hörer-Typen.
Die Zuordnung gemäß der gezeigten
Tabelle entspricht der Zuordnung der Hörertypen gemäß den 2 bis 5.
Bei einem kurzen Anschlusspin A bzw. B bleibt der korrespondierende Schalter
SA bzw. SB in der Buchse 21 bzw. 22 geöffnet (entsprechend
dem Eintrag „open" in der Tabelle gemäß 6),
bei einem langen Anschlusspin A bzw. B ist der korrespondierende
Schalter SA bzw. SB in der Buchse 21 bzw. 22 geschlossen
(entsprechend dem Eintrag „close" in der Tabelle gemäß 6).
Durch die spezielle mechanische Ausgestaltung der Anschlusspins
A und B werden somit in Verbindung mit der Auswertelogik 23 vier
unterschiedliche Hörer-Typen
zuverlässig
erkannt. Dadurch kann die Signalverarbeitung des betreffenden Hörhilfegerätes automatisch
an den jeweils verwendeten Hörer-Typ angepasst werden.
So werden durch die Erfindung fehlerhafte Einstellungen bezüglich des
verwendeten Hörers
verhindert.
-
Alternativ
zu dem gezeigten Ausführungsbeispiel
kann sich die Auswertelogik auch in dem Geräteteil 2 des Hörhilfegerätes 1,
vorzugsweise integriert in der Signalverarbeitungseinheit 7,
befinden.
-
7 zeigt
eine alternative Ausgestaltung der Anschlusseinheit 20'. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel
gemäß 2 wird
hierbei eine mehrstufige Kontaktanordnung mit hintereinander liegenden
Kontakte KA1', KA2' bzw. KB1', KB2' in den Anschlussbuchsen 21' bzw. 22' verwendet.
Die Ermittlung der Längen
der Anschlusspins A und B des verwendeten Hörers 10 kann dabei
z. B. dadurch ermittelt werden, dass geprüft wird, ob zwischen den Kontakten
KA1', KA2' bzw. KB1', KB2' jeweils eine elektrische
Verbindung besteht. Die Prüfung
kann beispielsweise nach jedem Einschalten des betreffenden Hörhilfegerätes erfolgen,
bevor ein elektrisches Ausgangssignal an den Hörer 10 abgegeben wird.
Auch bei dieser Ausführungsform
erfolgt die Auswertung vorzugweise mittels einer Auswertelogik 23', die sich im
Ausführungsbeispiel
direkt in der Anschlusseinheit 20' befindet.
-
Die
Verwendung unterschiedlich langer Hörer-Anschlusspins ist nur ein
Beispiel aus einer Vielzahl möglicher
mechanischer Ausprägungen,
anhand derer das Hörhilfegerätesystem
unter schiedliche Hörer-Typen
unterscheiden kann. Außerdem muss
sich diese Ausprägung
nicht direkt an dem Hörer
befinden. So ließe
sich beispielsweise die Codierung bezüglich des verwendeten Hörer-Typs
vorteilhaft ebenso im Bereich der Kontaktanordnung 39 anbringen,
insbesondere wenn das Ohrstück 33 und das
Verbindungsstück 42 als
Baueinheit ausgebildet sind.
-
Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt 8. Dabei umfasst das erfindungsgemäße Hörhilfegerätesystem
ein Hörhilfegerät 31,
das entsprechend dem Hörhilfegerät 1 gemäß 1 ein hinter
dem Ohr tragbares Geräteteil 32 mit
einem Mikrofon 34, einer Schalleintrittsöffnung 35,
einer Signalverarbeitungseinheit 37, einer Batterie 44 und
einem Schalter 45 umfasst. Ferner umfass das Hörhilfegerät 31 ein
lösbar
mit dem Geräteteil 32 verbindbares
Ohrstück 33,
das einen Hörer 40 mit
einer Schallauslassöffnung 41 umfasst.
Die elektrische Verbindung des Ohrstücks 33 mit dem Geräteteil 32 erfolgt über ein
Verbindungsstück 42,
in dem elektrische Leiter 43 verlaufen, die den Hörer 40 über Leitungen 38 und
Kontakte 39 mit der Signalverarbeitungseinheit 37 des
Hörhilfegerätes 31 verbinden.
-
Zur
Unterscheidung unterschiedlicher Hörer-Typen befindet sich in
dem Hörer 40 ein
Widerstand 46, der über
die elektrischen Leiter 43, 38 und 47,
die Kontakte 39, einen Programmieranschluss 48 und
ein Programmierkabel 49 mit einem Programmiergerät 50 verbunden
werden kann. In dem Programmiergerät 50 wird automatisch
der Wert des Widerstandes 46 ermittelt, woraus das Programmiergerät 50 den
verwendeten Hörer-Typ erkennt. Weiterhin bestimmt
das Programmiergerät 50 automatisch
in Abhängigkeit
des erkannten Hörer-Typs
Parameter zur Steuerung der Signalverarbeitung in der Signalverarbeitungseinheit 37,
die von dem Programmiergerät 50 auf
das Hörhilfegerät 31 übertragen
werden. Somit erfolgt bei dem Hörhilfegerätesystem
gemäß 8,
das neben dem Hörhilfegerät 31 das
Programmiergerät 50 umfasst,
eine automatische Anpassung der Signalverarbeitung an den verwendeten Hörer-Typ.
-
Bei
einer alternativen Ausgestaltung umfasst das Hörhilfegerät 31 Mittel zum Bestimmen
des Wertes des Widerstandes 46, wobei der ermittelte Wert
in einem Speicher der Signalverarbeitungseinheit 37 abgelegt
wird. Zur automatischen Bestimmung geeigneter Parameter zur Steuerung
der Signalverarbeitung in Abhängigkeit
des verwendeten Hörer-Typs wird
der gespeicherte Wert über
den Programmieranschluss 48 und das Programmierkabel 49 auf
das Programmiergerät 50 übertragen.
-
Die
Ausführungsbeispiele
zeigen nur eine kleine Auswahl möglicher
mechanischer oder elektrischer Ausprägungen, die von dem Hörhilfegerät bzw. einem
damit verbindbaren Programmiergerät mittels entsprechender Sensoren
automatisch erkannt und in entsprechende Werte von Parametern zur
Anpassung der Signalverarbeitung in dem Hörhilfegerät an den verwendeten Hörer herangezogen
werden können.
Insbesondere ist es auch nicht erforderlich, dass diese Aufprägungen wie
in den Ausführungsbeispielen
(unterschiedliche Längen
der Anschlusspins; Verbindung mit unterschiedlichen Widerständen) direkt an
den jeweiligen Hörer
gekoppelt sind. So ist es beispielsweise auch möglich, das Ohrstück mit dem
darin befindlichen Hörer
und dem Verbindungsstück
als eigenständige
Baueinheit zu betrachten, die die für den jeweiligen Hörer-Typ
charakteristische Ausprägung
an anderer Stelle als in direkter Verbindung mit dem Hörer vorsieht.
So kann sich beispielsweise eine besondere mechanische Ausprägung in
Form einer bestimmten Anzahl detektierbarer Rastnasen im Bereich
der Kontakte 9 bzw. 39 befinden oder ein detektierbarer
Widerstand kann sich an anderer Stelle der beschriebenen Baueinheit
als in direktem Kontakt mit dem Hörer befinden.