DE102007039265A1 - Messanordnung mit Zustanderkennung bei Kalibrierung - Google Patents
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Abstract
Messanordnung mit einem Sensor 1 zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums, wobei der Sensor einen Wandler 3 zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist, eine Übertragungsfunktion des Wandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, so dass der Sensor zu kalibrieren ist, und der Sensor 1 bei einer Kalibrierung bzw. Justierung einem Messmedium ausgesetzt wird, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Messanordnung eine Datenverarbeitungseinrichtung 8 zugeordnet ist, die dazu geeignet ist, anhand von zeitabhängigen Sensorsignalen, die bei einer Kalibrierung in Antwort auf das Kalibriermedium ausgegeben werden, ein Zeitverhalten des Sensorsignals zu bestimmen oder in Abhängigkeit des Zeitverhaltens eine Reststandzeit oder eine verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme zu ermitteln.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Messanordnung mit einem Sensor zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums, wobei der Sensor ein Wandler zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist, eine Übertragungsfunktion des Wandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, sodass der Sensor zu kalibrieren ist, und der Sensor bei einer Kalibrierung einem Kalibriermedium ausgesetzt wird, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist. Derartige Sensoren können beispielsweise PH-Sensoren oder andere potensymetrische Sensoren sein, wobei die Kalibrierung dazu dient, Nullpunkt und Steilheit des messgrößenabhängigen Signals zu erfassen und gegebenenfalls die Übertragungsfunktion des Wandlers zu korrigieren. Es ist bekannt, dass Nullpunkt und Steilheit des Messsignals Informationen über die Reststandzeit des Messsignals enthalten, wie beispielsweise in der Offenlegungsschrift
DE 102 39 610 offenbart ist. Demnach lässt sich aus der Entwicklung von Nullpunkt und Spanne von Kalibrierung zu Kalibrierung eine Prognose für die Reststandzeit eines PH-Sensors ableiten. - Wenngleich die beschriebene Abschätzung der Reststandzeit anhand der Kalibrierdaten für Nullpunkt und Spanne für viele Messstellen eine zuverlässige Prognose der Reststandzeit ermöglichen, wird hierbei vernachlässigt, dass die Kalibrierung selbst unter bestimmten Randbedingungen fehlerbehaftet sein kann, sodass sich Elektroden für bestimmte Messstellen ab einem bestimmten Standzeit praktisch nicht mehr mit vertretbarem Aufwand kalibrieren lassen.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Messanordnung bereitzustellen, welche diese mögliche Fehlerquelle berücksichtigt.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Messanordnung gemäß des unabhängigen Patenanspruchs 1, durch den Sensor gemäß des unabhängigen Patentanspruchs 11 und durch das Verfahren gemäß des unabhängigen Patentanspruchs 14.
- Die Erfindung offenbart eine Messanordnung mit einem Messumformer zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums, wobei
der Sensor einen Wandler zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist;
eine Übertragungsfunktion des Messwandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, sodass der Sensor zu kalibrieren ist, und
der Sensor bei einer Kalibrierung einem Kalibriermedium ausgesetzt wird, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Messanordnung eine Datenverarbeitungseinrichtung zugeordnet ist, die dazu eingerichtet ist, anhand von zeitabhängigen Sensorsignalen, die bei einer Kalibrierung in Antwort auf das Kalibriermedium ausgegeben werden, ein Zeitverhalten des Sensorsignals zu bestimmen und in Abhängigkeit des Zeitverhaltens eine Reststandzeit oder eine verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme zu ermitteln. - Der Sensor der erfindungsgemäßen Messanordnung kann beispielsweise einen potentiometrischen Sensor, insbesondere einen pH-Sensor umfassen.
- Die Datenverarbeitungseinrichtung kann insbesondere einen Mikroprozessor umfassen.
- Gemäß einer ersten Weiterbildung der Erfindung ist die Datenverarbeitungseinrichtung in einer übergeordneten Einheit, insbesondere einem Messumformer angeordnet, an welchen der Sensor über ein Kabel angeschlossen ist. Der Messumformer kann beispielsweise jener sein, mit dem der Sensor im Messbetrieb eingesetzt wird, oder ein Messumformer, der im wesentlichen ausschließlich zu Kalibrierzwecken eingesetzt wird, beispielsweise in einem Kalibrierlabor, oder einer Werkstatt. In diesem Fall kann der Messumformer auch in eine größere Einheit integriert sein, beispielsweise in einen Kalibrierroboter.
- Gemäß einer zweiten Weiterbildung der Erfindung kann die Datenverarbeitungseinrichtung für den Benutzer unlösbar mit dem Sensor verbunden sein.
- Die Messanordnung umfasst gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ferner einen ersten Datenspeicher, der dazu eingerichtet ist, die zeitabhängigen messgrößeabhängigen Signale bei einer Kalibrierung zu speichern. Dieser erste Datenspeicher kann beispielsweise ein Flash-Speicher, ein EEPROM, oder ein RAM sein.
- Die Datenverarbeitungseinrichtung ist vorzugsweise dazu eingerichtet, anhand der gespeicherten Signale die Zeitkonstante einer Sprungantwort zu bestimmen, und die Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme anhand der bestimmten Zeitkonstante zu ermitteln.
- Die Zeitkonstante der Sprungantwort und/oder die daraus resultierende Reststandzeit bzw. Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme kann in geeigneter Weise gespeichert werden. Hierzu kann die Messanordnung beispielsweise einen zweiten Datenspeicher aufweisen, der für einen Benutzer unlösbar mit der Sensoreinrichtung verbunden ist, wobei die Zeitkonstante der Sprungantwort und/oder die daraus resultierende Reststandzeit bzw. Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme vorzugsweise gemeinsam mit anderen Kalibrierdaten, beispielsweise Nullpunkt und Steilheit eines pH-Sensors, in dem zweiten Datenspeicher abgespeichert werden.
- In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet, die Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme anhand des zeitlichen Verlaufs der Zeitkonstanten, das heißt unter Berücksichtigung der aktuellen Zeitkonstante und gespeicherten Zeitkonstanten früherer Kalibrationen zu ermitteln.
- In einer Weiterbildung der Erfindung gehen neben der Zeitkonstanten bzw. neben der Historie der Zeitkonstanten noch die Kalibrierdaten bzw. die Historie der Kalibrierdaten in die Ermittlung der Reststandzeit bzw. der verbleibenden Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme ein.
- Schließlich kann in einer anderen Ausgestaltung der Erfindung die ermittelte Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme mit einer Belastung des Sensors gewichtet werden, das heißt, wenn der Sensor einer größeren Belastung ausgesetzt ist, fällt die prognostizierte Reststandzeit kürzer aus als im Falle einer moderaten Umgebung. Für einen pH-Sensor sind typische Belastungsparameter insbesondere die Temperatur und der pH-Wert, wie beispielsweise in den Offenlegungsschriften
DE 10 2004 063 468 A1 undDE 10 2004 063 469 A1 offenbart ist. - Die Erfindung stellt ferner einen Sensor zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums bereit, wobei der Sensor einen Wandler zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist, und eine Übertragungsfunktion des Wandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, so dass der Sensor zu kalibrieren ist, und der Sensor bei einer Kalibrierung einem Messmedium auszusetzen ist, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist, wobei das Sensorsignal, welches bei einer Kalibrierung in Antwort auf das Kalibriermedium ausgegeben wird, ein charakteristisches Zeitverhalten aufweist, wobei der Sensor ferner einen Datenspeicher umfasst, der dazu eingerichtet ist, einen Wert des charakteristischen Zeitverhaltens abzuspeichern.
- Schließlich offenbart die Erfindung ein Verfahren zum Ermitteln einer Reststandzeit oder einer verbleibenden Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme eines Sensors, welches die folgenden Schritte umfasst: Kalibrieren eines Sensors in einem Kalibriermedium, welches hinsichtlich eines physikalischen Parameters einen definierten Wert aufweist; Erfassen des zeitlichen Verlauf des Sensorsignals in Antwort auf die Beaufschlagung des Sensors mit dem Kalibriermedium; Bestimmen des Zeitverhalten des Sensorsignals anhand des zeitlichen Verlauf des Sensorsignals und ermitteln einer Reststandzeit des Sensors oder einer verbleibenden Zeit bis zu seiner Wartungsmaßnahme anhand des Zeitverhalten des Sensorsignals während der Kalibrierung.
- Der Begriff Kalibrierung im Sinne der Erfindung ist breit zu verstehen, er umfasst einerseits die reine Überprüfung der Abweichung der Übertragungsfunktion vom Sollwert und andererseits auch die Nachregulierung bzw. Justage der Übertragungsfunktion.
- Die Erfindung wird nun anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
-
1 : typische Verläufe von Kalibrierkurven von pH-Sensoren unterschiedlichen Alters; -
2 : die Reststandzeit eines pH-Sensors als Funktion der Zeitkonstanten; und -
3 : eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Messanordnung - Die in
1 dargestellten Kurven zeigen die typischen Verläufe des Spannungssignals bei Mehrpunktkalibrationen von pH-Sensoren unterschiedlichen Alters. Wie in den Kurven klar erkennbar, benötigen die Sensoren nach einem Wechsel zu einem Kalibriermedium mit einem anderen pH-Wert unterschiedlich lange, gegen die neue Sollspannung zu konvergieren. Mit zunehmendem Alter der pH-Sensoren bzw. pH-Elektroden, konvergieren die Messsignale langsamer. - Für die vorliegende Erfindung ist die so genannte Sprungantwort des Sensorsignals von Interesse. Eine charakteristische Größe einer Sprungantwort kann beispielsweise deren Zeitkonstante sein, welche beschreibt, wie lange das Sensorsignals benötigt, einem Sprung der Messgröße zu folgen. Hierzu kann beispielsweise anhand einiger Signalwerte unter Annahme eines Modells für die Sprungantwort eine Zeitkonstante τ ermittelt werden, die eine Kenngröße für die Sprungantwort darstellt. Ein Beispiel für ein solches Modell für eine Sprungantwort ist die Exponentialfunktion, also wobei U neu / soll das neue Sollsignal, U alt / soll das alte Sollsignal und τ die Zeitkonstante der Sprungantwort ist.
-
2 stellt einen exemplarischen Verlauf der verbleibenden Zeit R des Sensors bis zu einer Wartungsmaßnahme oder zum Austausch des Sensors als Funktion der Zeitkonstanten τ dar. Der Anlass für den Austausch ist dabei nicht unbedingt die Zeitkonstante als solche, sondern gegebenenfalls eine andere charakteristische Größe des Sensors, die mit der Zeitkonstanten korreliert. Durch statistische Analysen eines Sensortyps in einem spezifischen Messmedium, ist es möglich, die Reststandzeit eines Sensors bis zum Verletzen eines Gütekriteriums mit der Zeitkonstanten der Sprungantwort für diese Konstellation von Sensortyp und Messmedium zu korrelieren. Daher kann bei Überschreitung eines bestimmten Grenzwerts der Zeitkonstanten davon ausgegangen werden, dass der Sensor nach einer Vorwarnzeit ein Gütekriterium absehbar verletzen wird. Dem entsprechend ist die Messeinrichtung vorzugsweise dazu ausgelegt, einen Alarm auszugeben und auf die erforderliche Maßnahme, sei es Wartung oder Austausch des Sensors, hinzuweisen. - In einer Weiterbildung der Erfindung wird die Reststandzeit mit einer Belastung B des Sensors gewichtet, das heißt, wenn der Sensor einer belastenden Umgebung ausgesetzt ist, fällt die prognostizierte Reststandzeit kürzer aus, als im Falle einer moderaten Umgebung. Bei einem pH-Sensor gehen in diese Belastungsschätzung insbesondere die Temperatur und der pH-Wert ein. Damit gilt beispielsweise für die Reststandzeit R(τ):
- In einer anderen Weiterbildung der Erfindung wird nicht nur der aktuelle Wert der Zeitkonstanten τ berücksichtig, um die Reststandzeit bzw. die Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme zu ermitteln, sondern es werden auch Historiendaten zur Zeitkonstanten τ berücksichtigt, so dass im Ergebnis der Trend der Zeitkonstanten τ(t) bzw. dτ/dt in die Ermittlung der Reststandzeit bzw. der Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme eingeht.
- Nach derzeitigem Verständnis des Hintergrunds der Erfindung ist der Zusammenhang zwischen der Reststandzeit und der Zeitkonstanten τ nicht allgemein gültig für eine Elektrode in beliebigen Messmedien, sondern im Wesentlichen für die Kombination eines Elektrodentyps in einem bestimmten Messmedium, bzw. an einer bestimmten Messstelle. Die Relevanz der vorliegenden Erfindung tritt insbesondere bei stark alkalischen Medien mit hoher Ionenstärke auf, bei denen es zu Anreicherungen der Medienionen im Diaphragma zwischen der Referenzhalbzelle einer Einstabmesskette und dem Messmedium kommen kann, wodurch die Diffusionsprozesse, die zu einer effektiven Einstellung des Referenzpotentials erforderlich sind, beeinträchtigt werden.
- So werden bei einer neuen Elektrode beispielsweise 95% des Signalssprungs in weniger als 5 Sekunden und 99% des Signalssprungs in etwa 20 Sekunden vollzogen. Bei Elektroden mit einer langen Einsatzzeit in stark alkalischen Medien hoher Ionenstärke kann es dagegen vorkommen, dass sich das Referenzpotential, gegen welches das pH-Potential gemessen wird, selbst nach Stunden nicht stabilisiert hat.
- Damit ist eine Kalibrierung im Ergebnis nicht mehr praktikabel. Je nach Güteanforderung an die Messgenauigkeit kann mit der erfindungsgemäßen Messanordnung signalisiert werden, dass in absehbarer Zeit eine Wartung bzw. eine Reinigung der Elektrode erforderlich wird.
-
3 . zeigt schließlich eine erfindungsgemäße Messanordnung mit einem pH-Sensor1 , der zum Kalibrieren an einem Messumformer2 angeschlossen ist. Der pH-Sensor1 umfasst beispielsweise eine Einstabmesskette3 und einen Sensorkopf4 , in dem eine Schaltung5 mit einem Mikroprozessor6 zur Vorverarbeitung der Signale der Einstabmesskette vorgesehen ist. Die Vorverarbeitung umfasst eine Impedanzwandlung und eine A/D-Wandlung, um Messsignale sicherer vom pH-Sensor zu einer übergeordneten Einheit übertragen zu können. Der Datenaustausch zwischen dem pH-Sensor1 und dem Messumformer2 kann insbesondere über eine induktiv koppelnde Schnittstelle erfolgen, wie beispielsweise in der OffenlegungsschriftEP 1 206 012 offenbart ist. Der Datenaustausch zwischen dem pH-Sensor1 und dem Messumformer2 wird seitens des pH-Sensors1 von dem Mikroprozessor6 gesteuert. - Während der Kalibrierung wird das digitalisierte Messsignal U(pH, t) an den Messumformer
2 übertragen, wo es zur Auswertung (zwischen-)gespeichert wird. Der Messumformer4 enthält einen zweiten Mikroprozessor8 , welcher anhand des Messsignals U(pH, t) den Nullpunkt N, die Steilheit S und die Zeitkonstante τ des pH-Sensors bestimmt. Die Werte N, S und τ und/oder die von τ abhängige Standzeit R werden zum pH-Sensor übertragen und dort gemeinsam mit dem Zeitpunkt der Kalibrierung in dem Datenspeicher7 des Mikroprozessors6 gespeichert. - Wenn nun für den pH-Sensor
1 nach erfolgter Kalibrierung der Messbetrieb am gleichen Messumformer oder an einen anderen Messumformer initialisiert wird, wird aus dem Datenspeicher8 des pH-Sensors die Standzeit bis zum Austausch bzw. bis zu einer Wartungsmaßnahme ausgelesen. Nach Ablauf dieser Zeit, sei es vollständig oder bis auf ein Vorwarnintervall, generiert der Messumformer ein entsprechendes Signal, um auf das Erfordernis der anstehenden Maßnahme hinzuweisen. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- - DE 10239610 A [0001]
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- - DE 102004063469 A1 [0015]
- - EP 1206012 [0031]
Claims (15)
- Messanordnung mit einem Sensor (
1 ) zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums, wobei der Sensor einen Wandler (3 ) zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist, eine Übertragungsfunktion des Wandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, sodass der Sensor zu kalibrieren ist, und der Sensor (1 ) bei einer Kalibrierung bzw. Justierung einem Messmedium ausgesetzt wird, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Senor eine Datenverarbeitungseinrichtung (8 ) zugeordnet ist, die dazu geeignet ist, anhand von zeitabhängigen Sensorsignalen, die bei einer Kalibrierung in Antwort auf das Kalibriermedium ausgegeben werden, ein Zeitverhalten des Sensorsignals zu bestimmen, oder in Abhängigkeit des Zeitverhaltens einer Reststandzeit oder eine verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme zu ermitteln. - Messanordnung nach Anspruch 1, weiterhin umfassend einen Datenspeicher, der dazu eingerichtet ist, die zeitabhängigen von der Messgröße abhängigen Signale bei einer Kalibrierung zu speichern, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung ferner dazu eingerichtet ist, anhand der gespeicherten Signale die Zeitkonstante einer Sprungantwort zu bestimmen, und die Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme anhand der bestimmten Zeitkonstante zu ermitteln.
- Messanordnung nach Anspruch 2, die ferner einen Datenspeicher (
7 ) umfasst, welcher dazu eingerichtet ist, die bestimmte Zeitkonstante und/oder die Reststandzeit bzw. die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme abzuspeichern. - Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (
8 ) dazu eingerichtet ist, die Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme anhand des zeitlichen Verlaufs der Zeitkonstanten zu ermitteln. - Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, dass neben der Zeitkonstanten bzw. der Historie der Zeitkonstanten weiterhin die Kalibrierdaten bzw. die Historie der Kalibrierdaten in die Ermittlung der Reststandzeit oder einer verbleibenden Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme eingehen.
- Messanordnung nach einer der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (
8 ) dazu eingerichtet ist, die ermittelte Reststandzeit oder die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme mit einer Belastung des Sensors (1 ) zu gewichten. - Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sensor einen potentiometrischen Sensor, insbesondere einen pH-Sensor umfasst.
- Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Datenspeicher (
7 ), welcher dazu eingerichtet ist, die bestimmte Zeitkonstante und/oder die Reststandzeit bzw. die verbleibende Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme abzuspeichern, für den Benutzer unlösbar mit dem Sensor (1 ) verbunden ist. - Messanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (
8 ) in einer übergeordneten Einheit, insbesondere einem Messumformer (2 ) angeordnet ist, an welchen der Sensor über ein Kabel angeschlossen ist. - Messanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung für den Benutzer unlösbar mit dem Sensor verbunden ist.
- Sensor zum Erfassen von Messwerten eines physikalischen oder chemischen Parameters eines Mediums, wobei der Sensor einen Wandler zum Ausgeben eines messgrößenabhängigen Signals aufweist, und eine Übertragungsfunktion des Wandlers zwischen der Messgröße und dem Signal veränderlich ist, so dass der Sensor zu kalibrieren ist, und der Sensor bei einer Kalibrierung einem Messmedium auszusetzen ist, welches hinsichtlich des Parameters einen definierten Wert aufweist, wobei das Sensorsignal, welches bei einer Kalibrierung oder Justierung in Antwort auf das Kalibriermedium ausgegeben wird, ein charakteristisches Zeitverhalten aufweist, wobei der Sensor ferner einen Datenspeicher umfasst, der dazu eingerichtet ist, einen Wert des charakteristischen Zeitverhaltens abzuspeichern.
- Sensor nach Anspruch 11, wobei der Sensor ein potentiometrischer Sensor, insbesondere ein pH-Sensor ist.
- Sensor nach Anspruch 11 oder 12, der Wert des charakteristischen Zeitverhaltens, eine Zeitkonstante einer Exponentialfunktion ist.
- Verfahren zum Ermitteln einer Reststandzeit oder einer verbleibenden Zeit bis zu einer Wartungsmaßnahme eines Sensors, umfassend: Kalibrieren eines Sensors in einem Kalibriermedium, welches hinsichtlich eines physikalischen Parameters einen definierten Wert aufweist; Erfassen des zeitlichen Verlauf des Sensorsignals in Antwort auf die Beaufschlagung des Sensors mit dem Kalibriermedium; Bestimmen des Zeitverhalten des Sensorsignals anhand des zeitlichen Verlauf des Sensorsignals; und Ermitteln einer Reststandzeit des Sensors oder einer verbleibenden Zeit bis zu seiner Wartungsmaßnahme anhand des Zeitverhalten des Sensorsignals während der Kalibrierung.
- Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Bestimmen des Zeitverhaltens die Ermittlung der Zeitkonstanten einer Exponentialfunktion umfasst.
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| DE102007039265A DE102007039265A1 (de) | 2007-08-20 | 2007-08-20 | Messanordnung mit Zustanderkennung bei Kalibrierung |
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