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DE102007039215A1 - Zweirohr-Schwingungsdämpfer - Google Patents

Zweirohr-Schwingungsdämpfer Download PDF

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DE102007039215A1
DE102007039215A1 DE102007039215A DE102007039215A DE102007039215A1 DE 102007039215 A1 DE102007039215 A1 DE 102007039215A1 DE 102007039215 A DE102007039215 A DE 102007039215A DE 102007039215 A DE102007039215 A DE 102007039215A DE 102007039215 A1 DE102007039215 A1 DE 102007039215A1
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DE
Germany
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chamber
valve device
flow
vibration damper
tube
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007039215A
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English (en)
Inventor
Kai Reinbothe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
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Publication of DE102007039215A1 publication Critical patent/DE102007039215A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/10Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium using liquid only; using a fluid of which the nature is immaterial
    • F16F9/14Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect
    • F16F9/16Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts
    • F16F9/18Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts with a closed cylinder and a piston separating two or more working spaces therein
    • F16F9/185Bitubular units
    • F16F9/187Bitubular units with uni-directional flow of damping fluid through the valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Abstract

Ein Zweirohr-Schwingungsdämpfer umfasst ein Zylinderrohr (2), ein in dem Zylinderrohr (2) angeordnetes Innenrohr (3), das einen Arbeitsraum innerhalb des Innenrohrs (3) von einer zwischen dem Zylinderrohr (2) und dem Innenrohr (3) gebildeten Ausgleichskammer (4) trennt, eine Kolbenstange (5), die in den Arbeitsraum eintaucht, einen Kolben (6) an der Kolbenstange (5), der den Arbeitsraum in eine erste Kammer (7) und eine zweite Kammer (8) unterteilt, eine erste Ventileinrichtung (11) zwischen der ersten Kammer (7) und der Ausgleichskammer (4), welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der ersten Kammer (7) zu der Ausgleichskammer (4) gestattet, eine zweite Ventileinrichtung (13) an dem Kolben (6), welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der zweiten Kammer (8) zu der ersten Kammer (7) gestattet, und eine dritte Ventileinrichtung (15) zwischen der Ausgleichskammer (4) und der zweiten Kammer (8). Die dritte Ventileinrichtung (15) gestattet ein Durchströmen von Arbeitsmedium sowohl von der Ausgleichskammer (4) zu der zweiten Kammer (8) sowie in umgekehrter Richtung. Der Durchströmquerschnitt der dritten Ventileinrichtung (15) in Richtung der Ausgleichskammer (4) ist derart gewählt, dass bei einer Bewegung des Kolbens (6) das Durchströmvolumen durch die dritte Ventileinrichtung (15) kleiner ist als das Durchströmvolumen durch die erste Ventileinrichtung (11) in Richtung der Ausgleichskammer (4). Dies ermöglicht die ...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer, umfassend ein Zylinderrohr, ein in dem Zylinderrohr angeordnetes Innenrohr, das einen Arbeitsraum innerhalb des Innenrohrs von einer zwischen dem Zylinderrohr und dem Innenrohr gebildeten Ausgleichskammer trennt, eine Kolbenstange, die in den Arbeitsraum eintaucht, einen Kolben an der Kolbenstange, der den Arbeitsraum in eine erste Kammer und eine zweite Kammer unterteilt, eine erste Ventileinrichtung zwischen der ersten Kammer und der Ausgleichskammer, welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der ersten Kammer zu der Ausgleichskammer gestattet, eine zweite Ventileinrichtung an dem Kolben, welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der zweiten Kammer zu der ersten Kammer gestattet, und eine dritte Ventileinrichtung zwischen der Ausgleichskammer und der zweiten Kammer.
  • Ein entsprechender Zweirohr-Schwingungsdämpfer ist aus der DE 198 49 429 A1 bekannt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass das Arbeitsmedium im Dämpfer in einer Richtung zirkuliert wird. Bei diesem Dämpfer wird hierzu die erste Ventileinrichtung durch eine Düse gebildet, die zweite Ventileinrichtung durch ein Rückschlagventil und die dritte Ventileinrichtung durch ein weiteres Rückschlagventil, das ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der Ausgleichskammer zu der zweiten Kammer gestattet.
  • In der Druckstufe bleibt die dritte Ventileinrichtung geschlossen, während ein dem Raumvolumen der eintauchenden Kolbenstange entsprechendes Volumen an Arbeitsmedium über die erste Ventileinrichtung in die Ausgleichskammer verdrängt wird.
  • In der Zugstufe, in der die zweite Kammer auf Kosten der ersten Kammer expandiert wird, kann Arbeitsmedium lediglich über die Düse der ersten Ventileinrichtung aus der ersten Kammer verdrängt werden, während über die dritte Ventileinrichtung Arbeitsmedium in die zweite Kammer gesaugt wird. Das in die zweite Kammer eintretende Volumen an Arbeitsmedium ist proportional zur Fläche des Kolbens, während das aus der ersten Kammer ausgeschobene Volumen proportional zur Flächendifferenz zwischen dem Kolben und der Kolbenstange ist.
  • Arbeitsmedium wird somit stets von der ersten Kammer in die Ausgleichskammer überführt und kann von dort lediglich über die zweite Kammer in den Arbeitsraum zurückkehren. Durch diese Zirkulation lässt sich eine gute Wärmeabfuhr aus dem Arbeitsraum innerhalb des Innenrohrs realisieren.
  • Ein Nachteil des in der DE 198 49 429 A1 vorgeschlagenen Zweirohr-Schwingungsdämpfers besteht jedoch darin, dass die minimal einstellbare Druckstufenkennung durch die Einstellung der Zugstufenkennung festgelegt wird, da die erste Ventileinrichtung für beide Bewegungsrichtungen die gleiche ist.
  • Ein weiterer Schwingungsdämpfer mit einer Zirkulation des Arbeitsmediums ist aus der DE 20 51 858 A bekannt.
  • Ferner ist in der DE 24 56 002 A1 ein Zweirohrdämpfer beschrieben, der in der Art einer Kolbenpumpe arbeitet. Zur Kühlung des in der Druckstufe über das Bodenventil verdrängten Arbeitsmediums dient ein Kühlkreislauf, der über einen externen Kühler geführt ist. Das Arbeitsmedium gelangt von diesem Kühler über ein weiteres Bodenventil in der Zugstufe in den Arbeitsraum zurück. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Kühlung muss bei der in der DE 24 56 002 A1 vorgeschlagenen Lösung der Hauptstrom des in der Druckstufe verdrängten Arbeitsmediums über das Bodenventil in den Kühler geleitet werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schwingungsdämpfer der eingangs genannten Art im Hinblick auf die Einstellung eines unterschiedlichen Ansprechverhaltens in der Zug- und Druckstufe weiter zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Schwingungsdämpfer gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Dämpfer zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die dritte Ventileinrichtung ein Durchströmen von Arbeitsmedium sowohl von der Ausgleichskammer zu der zweiten Kammer sowie in umgekehrter Richtung gestattet, und der Durchströmquerschnitt der dritten Ventileinrichtung in Richtung der Ausgleichskammer derart gewählt ist, dass bei einer Bewegung des Kolbens das Durchströmvolumen durch die dritte Ventileinrichtung kleiner ist, als das Durchströmvolumen durch die erste Ventileinrichtung in Richtung der Ausgleichskammer.
  • Dies ermöglicht gegenüber Zweirohr-Schwingungsdämpfern herkömmlicher Bauart, bei denen der Austausch an Arbeitsmedium vorwiegend über die dritte Ventileinrichtung erfolgt, eine Zirkulation des Arbeitsmediums, indem überwiegend abgekühltes Arbeitsmedium in den Arbeitsraum gesaugt und erwärmtes Arbeitsmedium abgeführt wird.
  • Durch die Ermöglichung eines beschränkten Durchströmvolumens von der zweiten Kammer in die Ausgleichskammer lassen sich die Dämpferkennlinien in der Zug- und Druckstufe in Bezug auf das Ansprechverhalten unterschiedlich konfigurieren, womit gegenüber dem in der der DE 198 49 429 A1 vorgeschlagenen Schwingungsdämpfer eine deutliche Verbesserung erzielt wird.
  • Zwar wird so in einem in gewissem Umfang erwärmtes Arbeitsmedium in die zweite Kammer zurückgesaugt. Gleichwohl läuft bei der erfindungsgemäßen Lösung der Hauptstrom aus dem Arbeitsraum heraus stets über die erste Ventileinrichtung.
  • Die erfindungsgemäße Lösung vereint so ein gutes Kühlverhalten mit einer flexibleren Gestaltung der Dämpferkennlinien.
  • Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen angegeben.
  • So wird das Verhältnis des Durchströmvolumens zwischen der ersten Ventileinrichtung und der dritten Ventileinrichtung bei einem Komprimieren der zweiten Kammer vorzugsweise größer als 2 zu 1, und weiter bevorzugt größer als 5 zu 1 gewählt.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung ist der Dämpfer derart konfiguriert, dass in der Druckstufe das Volumen der zweiten Kammer verkleinert wird.
  • Die erste Ventileinrichtung kann beispielsweise in eine Kolbenstangenführung integriert sein, welche den Arbeitsraum des Innenrohrs in einer Richtung abdichtet.
  • Es ist jedoch auch möglich, die erste Ventileinrichtung zwischen einer Kolbenstangenführung, welche den Arbeitsraum des Innenrohrs in einer Richtung abdichtet, und dem Innenrohr anzuordnen, oder aber die erste Ventileinrichtung an Wandabschnitten des Innenrohrs vorzusehen.
  • Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung ist die erste Ventileinrichtung als Rückschlagventil ausgebildet, so dass ein Rückströmen von Arbeitsmedium und ein Ansaugen von Luft bei einer Expansion der ersten Kammer ausgeschlossen ist.
  • Die dritte Ventileinrichtung wird vorzugsweise als Bodenventileinrichtung ausgebildet.
  • Dabei kann das in Richtung der Ausgleichskammer öffnende Ventil der dritten Ventileinrichtung ein Rückschlagventil mit einem Voröffnungsquerschnitt sein, so dass sich das Ansprechverhalten des Dämpfers gut einstellen lässt.
  • Vorzugsweise umfasst die dritte Ventileinrichtung für jede Durchströmrichtung unabhängige Rückschlagventile.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
  • 1 eine Längsschnittansicht eines Ausführungsbeispiels für einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
  • Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer 1, der beispielsweise in einer Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs eingesetzt werden kann.
  • Der in 1 schematisch dargestellte Dämpfer 1 umfasst ein äußeres Zylinderrohr 2 als Behälter, in dem ein zylindrisches Innenrohr 3 angeordnet ist.
  • Das Innenrohr 3 trennt einen mit Arbeitsmedium gefüllten Arbeitsraum innerhalb des Innenrohrs 3 von einer Ausgleichskammer 4, die zwischen einer Innenwand des Zylinderrohrs 2 und dem Außenumfang des Innenrohrs 3 gebildet wird.
  • Weiterhin umfasst der Schwingungsdämpfer 1 eine Kolbenstange 5, die in den Arbeitsraum eintaucht. An der Kolbenstange 5 befindet sich ein Kolben 6, der den Arbeitsraum in eine erste Kammer 7 und eine zweite Kammer 8 unterteilt.
  • Die Kolbenstange 5 ist mittels einer Kolbenstangenführung 9 geführt, welche das Innenrohr 3 in einer Richtung abschließt. Das gegenüberliegende Ende des Innenrohrs 3 ist ebenfalls abgeschlossen.
  • Zur Ermöglichung einer Zirkulation von Arbeitsmedium während eines Druck-Zug-Hubs des Kolbens 6 sind die Ausgleichskammer 4 und die weiteren Kammern 7 und 8 durch Ventileinrichtungen miteinander verbunden, deren Zusammenwirkung nachfolgend näher erläutert wird.
  • Eine erste Ventileinrichtung 11 ist zwischen der ersten Kammer 7 und der Ausgleichskammer 4 angeordnet. Diese gestattet ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der ersten Kammer 7 zu der Ausgleichskammer 4. Ein Durchströmen in entgegengesetzter Richtung ist, bis auf einen gegebenenfalls vorhandenen begrenzten Voröffnungsquerschnitt an der ersten Ventileinrichtung 11, nicht möglich.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die erste Ventileinrichtung 11 in die Kolbenstangenführung 9 integriert und wird durch eines oder mehrere Rückschlagventile 12 gebildet.
  • In Abwandlung des Ausführungsbeispiels kann die erste Ventileinrichtung 11 jedoch auch zwischen der Kolbenstangenführung 9 und dem Innenrohr 3 angeordnet sein. Ferner ist es möglich, die erste Ventileinrichtung 11 an Wandabschnitten des Innenrohrs 3 vorzusehen.
  • Eine zweite Ventileinrichtung 13 befindet sich unmittelbar an dem Kolben 6 und gestattet ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der zweiten Kammer 8 zu der ersten Kammer 7. In umgekehrter Richtung sperrt die vorzugsweise ebenfalls als Rückschlagventil 14 ausgebildete zweite Ventileinrichtung 13 weitestgehend ab. Gegebenenfalls kann an der zweiten Ventileinrichtung 13 ein begrenzter Voröffnungsquerschnitt zur Kennlinienmodifikation vorgesehen sein, durch den die grundsätzliche Funktion des Rückschlagventils 14 jedoch nicht beeinträchtigt wird.
  • Weiterhin ist eine dritte Ventileinrichtung 15 zwischen der Ausgleichskammer 4 und der zweiten Kammer 8 vorgesehen. Diese kann, wie hier beispielhaft gezeigt, in einer das Innenrohr 3 abschließenden Bodenwand des Dämpfers 1 angeordnet sein, wie dies von Zweirohrdämpfern grundsätzlich bekannt ist. Es ist jedoch prinzipiell auch möglich, die dritte Ventileinrichtung teilweise oder ganz an Wandabschnitten des Innenrohrs 3 vorzusehen.
  • Die dritte Ventileinrichtung 15 gestattet ein Durchströmen von Arbeitsmedium sowohl von der Ausgleichskammer 4 zu der zweiten Kammer 8 sowie in umgekehrter Richtung. Zur Gewährleistung einer Zirkulation des Arbeitsmediums in einer Richtung würde man normalerweise lediglich ein Durchströmen von der Ausgleichskammer 4 zu der zweiten Kammer 8 zulassen.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedoch ein kontrolliertes Durchströmvolumen in Gegenrichtung ausdrücklich erwünscht.
  • Um gleichwohl die Zirkulationsrichtung aufrecht zu erhalten, ist der Durchströmquerschnitt der dritten Ventileinrichtung 15 in Richtung der Ausgleichskammer 4 derart gewählt, dass bei einer Bewegung des Kolbens 6 das Durchströmvolumen durch die dritte Ventileinrichtung 15 kleiner ist, als das Durchströmvolumen durch die erste Ventileinrichtung 11 in Richtung der Ausgleichskammer 4.
  • Die dritte Ventileinrichtung 15 umfasst dementsprechend zwei unterschiedliche Ventile 16 und 17, die unabhängig voneinander in der Druck- und Zugstufe des Dämpfers 1 ein Durchströmen ermöglichen. Vorzugsweise sind beide Ventile 16 und 17 als Rückschlagventile ausgeführt, die in entgegengesetzte Richtungen wirken.
  • Über die unabhängigen Ventile 16 und 17, die jeweils auch mehrfach vorhanden sein können, lassen sich in der Druck- und Zugstufe des Dämpfers 1 betragsmäßig unterschiedliche Dämpferkennlinien realisieren, die sich insbesondere im Hinblick auf die minimal einstellbare Kennung unterscheiden. So kann beispielsweise durch die Ausgestaltung eines Voröffnungsquerschnitt an dem in Richtung der Ausgleichskammer 4 öffnenden Ventil 16 der dritten Ventileinrichtung 15 das Ansprechen des Dämpfers beim Einfedern sehr fein und unabhängig von Dämpfungsverhalten beim Ausfedern eingestellt werden. Insbesondere kann in der Druckstufe eine weichere Anfangskennung als in der Zugstufe realisiert werden.
  • Das hierfür benötigte Durchströmvolumen am Ventil 16 ist im Vergleich zum Durchströmvolumen am Ventil 12 der ersten Ventileinrichtung klein, so dass die durch die Zirkulation ermöglichte Kühlwirkung aufrechterhalten bleibt. Das Verhältnis des Durchströmvolumens zwischen der ersten Ventileinrichtung 11 und der dritten Ventileinrichtung 15 bei einem Komprimieren der zweiten Kammer 8 ist hierzu jedenfalls größer als 2 zu 1 zu wählen. Vorzugsweise kommen jedoch größere Verhältnisse von mehr als 5 zu 1 zur Anwendung.
  • Die Funktionsweise des Dämpfers in der Druckstufe ist in 1 in der rechten Schnitthälfte dargestellt. Durch ein Einfedern des Dämpfers wird der Kolben 6 in Richtung der Bodenventileinrichtung bewegt und damit die erste Kammer 7 expandiert sowie die zweite Kammer 8 komprimiert. Infolge der Abstimmung der Öffnungsquerschnitte an den Ventileinrichtungen 11, 13 und 15 wird über die erste Ventileinrichtung 11 erster Volumenstrom VD1 aus der ersten Kammer 7 in Richtung der Ausgleichskammer 4 abgeführt. Parallel hierzu wird gleichzeitig über die dritte Ventileinrichtung 15 ein zweiter Volumenstrom VD2 an Arbeitsmedium aus der zweiten Kammer 8 in die Ausgleichskammer 4 verdrängt. Dabei entspricht das zeitliche Integral über die beiden Volumenströme VD1 und VD2 dem Raumvolumen des während der Druckstufe zusätzlich in das Innenrohr 3 eintauchenden Abschnitts der Kolbenstange 5. Das Verhältnis VD1/VD2 liegt dabei in der oben genannten Größenordnung von mehr als 2 zu 1.
  • In 1 ist für die Druckstufe das Ausmaß des über die dritte Ventileinrichtung 15 in die Ausgleichskammer 4 abgegebenen Volumens durch ein Flächenäquivalent X angegeben. Wie 1 zeigt, verändert sich durch die Einstellung des Überströmquerschnitts des entsprechenden Ventils 16 der dritten Ventileinrichtung 15 nicht nur das über die erste Ventileinrichtung 11 abgeführte Volumen an Arbeitsmedium, sondern auch das Durchströmvolumen an der zweiten Ventileinrichtung 13, was zur weiteren Modifikation des Kennlinienverlaufs genutzt werden kann.
  • Würde man das in Richtung der Ausgleichskammer 4 öffnende Ventile 16 vollständig sperren, d. h. das Flächenäquivalent X zu Null wählen, entspräche der aus der ersten Kammer 7 abgeführte Volumenstrom VD1 dem Produkt aus der Kolbengeschwindigkeit vD und dem Kolbenstangenquerschnitt AS. Durch den Kolben 6 würde in diesem Fall ein größerer Volumenstrom VDK hindurchtreten, der dem Produkt aus der Kolbengeschwindigkeit vD und der Differenz aus dem Kolbenquerschnitt AK und dem Kolbenstangenquerschnitt AS entspräche.
  • Im Vergleich zu einem solchen Zustand wird bei der erfindungsgemäßen Lösung Arbeitsmedium aus der zweiten Kammer 8 über das Ventil 16 in die Ausgleichskammer 4 verdrängt und damit eine Unabhängigkeit des Ansprechverhaltens in der Druckstufe von dem Ansprechverhalten in der Zugstufe erzielt.
  • Zwar wird das so in die Ausgleichskammer 4 verdrängte Volumen an erwärmtem Arbeitsmedium in der nachfolgenden Zugstufe wieder in die zweite Kammer 8 zurückgeführt, jedoch ist dieses Volumen verhältnismäßig klein und damit für die Kühlwirkung der grundsätzlich aufrechterhalten Zirkulationsrichtung von untergeordneter Bedeutung.
  • Die Zugstufe ist in 1 in der linken Schnitthälfte dargestellt. Hierbei wird der Kolben 6 in Richtung der ersten Ventileinrichtung 11 bewegt und damit das Raumvolumen der ersten Kammer 7 verringert, das der zweiten Kammer 8 hingegen entsprechend vergrößert. Da die zweite Ventileinrichtung 13 im Kolben 6 hierbei absperrt, wird durch das in Richtung der zweiten Kammer 8 öffnende Ventil 17 der dritten Ventileinrichtung Arbeitsmedium angesaugt, das sich in der Ausgleichskammer 4 abgekühlt hat. Gleichzeitig wird aus der ersten Kammer 7 verdrängtes, erwärmtes Arbeitsmedium über die erste Ventileinrichtung 11 in die Ausgleichskammer 4 überführt. Bei einem zur Druckstufe vergleichbaren Hub in der Zugstufe beträgt das durch das Ventil 17 in die zweite Kammer 8 angesaugte Volumen ein Vielfaches, in der Regel mehr als das sechsfache und vorzugsweise mehr als das zehnfache des durch das Ventil 16 verdrängten Volumens.
  • Die Erfindung wurde vorstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Sie ist jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfasst alle durch die Ansprüche definierten Ausgestaltungen.
  • 1
    Zweirohr-Schwingungsdämpfer
    2
    Zylinderrohr
    3
    Innenrohr
    4
    Ausgleichskammer
    5
    Kolbenstange
    6
    Kolben
    7
    erste Kammer des Arbeitsraums
    8
    zweite Kammer des Arbeitsraums
    9
    Kolbenstangenführung
    11
    erste Ventileinrichtung
    12
    Rückschlagventil
    13
    zweite Ventileinrichtung
    14
    Rückschlagventil
    15
    dritte Ventileinrichtung
    16
    Rückschlagventil, öffnend von der zweiten Kammer 8 zur Ausgleichskammer 4
    17
    Rückschlagventil, öffnende von der Ausgleichskammer 4 zur zweiten Kammer 8
    AK
    Kolbenquerschnittsfläche
    AS
    Querschnittsfläche der Kolbenstange
    VD
    Kolbengeschwindigkeit in der Druckstufe
    VD1
    Volumenstrom der ersten Kammer durch die erste Ventileinrichtung in der Druckstufe
    VD2
    Volumenstrom der zweiten Kammer durch die dritte Ventileinrichtung in der Druckstufe
    VDK
    Volumenstrom durch die zweite Ventileinrichtung im Kolben in der Druckstufe
    vZ
    Kolbengeschwindigkeit in der Zugstufe
    VZ1
    Volumenstrom der ersten Kammer durch die erste Ventileinrichtung in der Zugstufe
    VZ2
    Volumenstrom der zweiten Kammer durch die dritte Ventileinrichtung in der Zugstufe
    X
    Flächenäquivalent
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19849429 A1 [0002, 0006, 0012]
    • - DE 2051858 A [0007]
    • - DE 2456002 A1 [0008, 0008]

Claims (10)

  1. Zweirohr-Schwingungsdämpfer, umfassend: – ein Zylinderrohr (2), – ein in dem Zylinderrohr (2) angeordnetes Innenrohr (3), das einen Arbeitsraum innerhalb des Innenrohrs (3) von einer zwischen dem Zylinderrohr (2) und dem Innenrohr (3) gebildeten Ausgleichskammer (4) trennt, – eine Kolbenstange (5), die in den Arbeitsraum eintaucht, – einen Kolben (6) an der Kolbenstange (5), der den Arbeitsraum in eine erste Kammer (7) und eine zweite Kammer (8) unterteilt, – eine erste Ventileinrichtung (11) zwischen der ersten Kammer (7) und der Ausgleichskammer (4), welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der ersten Kammer (7) zu der Ausgleichskammer (4) gestattet, – eine zweite Ventileinrichtung (13) an dem Kolben (6), welche ein Durchströmen von Arbeitsmedium lediglich in Richtung von der zweiten Kammer (8) zu der ersten Kammer (7) gestattet, und – eine dritte Ventileinrichtung (15) zwischen der Ausgleichskammer (4) und der zweiten Kammer (8), dadurch gekennzeichnet, dass – die dritte Ventileinrichtung (15) ein Durchströmen von Arbeitsmedium sowohl von der Ausgleichskammer (4) zu der zweiten Kammer (8) sowie in umgekehrter Richtung gestattet, und – der Durchströmquerschnitt der dritten Ventileinrichtung (15) in Richtung der Ausgleichskammer (4) derart gewählt ist, dass bei einer Bewegung des Kolbens (6) das Durchströmvolumen durch die dritte Ventileinrichtung (15) kleiner ist, als das Durchströmvolumen durch die erste Ventileinrichtung (11) in Richtung der Ausgleichskammer (4).
  2. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Durchströmvolumens zwischen der ersten Ventileinrichtung (11) und der dritten Ventileinrichtung (15) bei einem Komprimieren der zweiten Kammer (8) größer als 2 zu 1, vorzugsweise größer als 5 zu 1 ist.
  3. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer derart konfiguriert ist, dass in der Druckstufe das Volumen der zweiten Kammer (8) verkleinert wird.
  4. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (11) in eine Kolbenstangenführung (9) integriert ist, welche den Arbeitsraum des Innenrohrs (3) in einer Richtung abdichtet.
  5. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (11) zwischen einer Kolbenstangenführung (9), welche den Arbeitsraum des Innenrohrs (3) in einer Richtung abdichtet, und dem Innenrohr (3) angeordnet ist.
  6. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (11) an Wandabschnitten des Innenrohrs (3) vorgesehen ist.
  7. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (11) als Rückschlagventil ausgebildet ist.
  8. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Ventileinrichtung (15) als Bodenventileinrichtung ausgebildet ist.
  9. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das in Richtung der Ausgleichskammer (4) öffnende Ventil (16) der dritten Ventileinrichtung (15) ein Rückschlagventil mit Voröffnungsquerschnitt ist.
  10. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Ventileinrichtung (15) in der Zug- und Druckstufe des Dämpfers unabhängig voneinander wirkende Rückschlagventile (16, 17) aufweist.
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