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Stand der Technik
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Die
Erfindung betrifft eine Kontaktbaugruppe nach der Gattung des unabhängigen
Patentanspruchs 1 und ein zugehöriges Fluidaggregat nach der
Gattung des unabhängigen Patentanspruchs 10.
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Eine
herkömmliche Kontaktbaugruppe für ein Fluidaggregat,
welches ein Anbausteuergerät und einen Fluidblock umfasst
und beispielsweise in einem Antiblockiersystem (ABS) oder einem
Antriebsschlupfregelsystem (ASR-System) oder einem elektronischen
Stabilitätsprogrammsystem (ESP-System) eingesetzt wird,
ist in 1a bis 1c dargestellt.
Wie aus 1a und 1c ersichtlich
ist, umfasst die herkömmliche Kontaktbaugruppe 30 zur
elektrischen Kontaktierung eines Anbausteuergerät 10 mit
einem Fluidblock 20 mehrere Kontaktfederelemente 31,
die von einem Trägerelement 37 gehalten sind.
Die Kontaktfederelemente 31 weisen jeweils einen Federarm 32 mit
einem oberen Kontaktbereich 35 und einen Kontaktarm 33 mit
einem unteren Kontaktbereich 35' auf, der einen axialen
Abstand zum ersten Kontaktbereich 35 aufweist. Der Fluidblock 20 weist
zur elektrischen Kontaktierung mit dem Anbausteuergerät 10 erste
Kontaktflächen 21 auf, und das Anbausteuergerät 10 weist
zur elektrischen Kontaktierung mit dem Fluidblock 20 Lötflächen 11 auf.
Das Trägerelement 37 der herkömmlichen
Kontaktbaugruppe 30 weist an den Seitenrändern
jeweils eine Befestigungshülse 36.1 und einen
Führungszapfen 36.2 auf. Die Kontaktbaugruppe 30 wird
durch Aufpressen der Befestigungshülsen 36.1 auf
entsprechende Befestigungszapfen 13, die im Bereich der
Lötflächen 11 angeordnet sind, mit dem
Anbausteuergerät 10 verbunden. Anschließend werden
die unteren Kontaktbereiche 35' der Kontaktbaugruppe 30 durch
einen Lötvorgang über korrespondierende Lötstellen 12 mit
den Lötflächen 11 des Anbausteuergerätes 10 fest
verbunden. Dann wird das Anbausteuergerät 10 auf
den Fluidblock 20 aufgesetzt und mit diesem verbunden.
Durch das Aufsetzen des Anbausteuergerätes werden die als
Kontaktkalotten ausgeführten ersten Kontaktbereiche 35 der
Federarme 32 auf die korrespondierenden Kontaktflächen 21 des
Fluidblocks 20 aufgelegt, wodurch die elektrischen Verbindungen
zwischen dem Anbausteuergerät 10 und dem Fluidblock 20 hergestellt werden.
Während des Aufsetzvorgangs erleichtern die Führungszapfen 36.2,
die in entsprechende nicht dargestellte Führungshülsen
eingeschoben werden, die richtige Positionierung des Anbausteuergeräts 10.
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Da
die Kontaktfederelemente 31 mit einem Federarm 32 während
des Betriebs sehr stark beansprucht werden, können diese
nur aus einem Werkstoff mit hoher Festigkeit gefertigt werden, beispielsweise
aus Federstahl. Ein Problem bei diesem hochfesten dünnen
Edelstahl ist die Ausformung der definierten Kontaktkalotte 35.
Auch die durch Vergolden des Edelstahls aufgebrachte Kontaktoberfläche
ist schwierig herzustellen. Zudem ist ein aufwändiger Lötvorgang
zur elektrischen Kontaktierung des Anbausteuergerätes 10 mit
dem Fluidblock 20 erforderlich.
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In
der Offenlegungsschrift
DE
199 17 941 A1 wird ein Bremsgerät für
ein Fahrzeugbremssystem mit mindestens einem Drucksensor zur Bremsdruckmessung
und mit einer Steuerelektronik zur Messwertauswertung und Steuersignalgenerierung
beschrieben. Bei dem beschriebenen Bremsgerät wird die
Steuerelektronik zur vereinfachten vollautomatischen Montage des
Bremsgerätes in einem über den mindestens einen
Drucksensor gestülpten Gehäuse untergebracht,
und die elektrische Verbindung zwischen dem Drucksensor und der
Steuerelektronik wird mittels Federkontaktstifte selbsttätig
hergestellt. Das Gehäuse wird dabei auf einem Hydraulikblock des
Bremsgerätes, in dem der mindestens eine Drucksensor eingesetzt
ist, befestigt, so dass sich die Federkontaktstifte stirnseitig
mit einem definierten Anlagedruck an den einander gegenüberliegenden Kontaktflächen
des Drucksensors und der Steuerelektronik abstützen. Hierbei
sind die Federkontaktstifte in Führungen eingesteckt, die
in einem Isolierstück ausgebildet sind, wobei die Federkontaktstifte
jeweils eine Kontakthülse mit einliegender Kontaktfeder
und mindestens einen in der Kontakthülse axial verschiebbaren
Stößel aufweisen, der von der Kontaktfeder in
Ausschieberichtung aus der Führungshülse beaufschlagt
ist. Da die elektrische Kontaktierung zwischen dem Drucksensor und
der Steuerelektronik über die Kontaktfeder selbstständig
hergestellt wird, kann hier der aufwändige Lötprozess
entfallen. Der aus Kontakthülse, Kontaktfeder und Stößel
aufgebaute Federkontaktstift ist jedoch aufwändig aufgebaut
und teuer.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
erfindungsgemäße Kontaktbaugruppe mit den Merkmalen
des unabhängigen Patentanspruchs 1 hat demgegenüber
den Vorteil, dass Kontaktfederelemente jeweils einteilig ausgeführt
sind, wobei ein erster Kontaktbereich über ein Federelement
direkt mit einem zweiten Kontaktbereich verbunden ist. Dadurch wird
in vorteilhafter Weise ebenfalls eine selbsttätige elektrische
Kontaktierung von zwei Baugruppen ohne aufwändigen Lötvorgang
ermöglicht. Zudem ermöglicht der einfache Aufbau
des Kontaktfederelements eine kostengünstige Herstellung
der erfindungsgemäßen Kontaktbaugruppe. Die Kontaktfederelemente
werden von einem Trägerelement gehalten, wobei nach dem
Zusammenbau der beiden Baugruppen der erste Kontaktbereich auf einer
korrespondierenden ersten Kontaktfläche einer ersten Baugruppe
aufliegt, und der zweite Kontaktbereich auf einer zweiten Kontaktfläche
einer zweiten Baugruppe aufliegt. Der axiale Abstand zwischen den
korrespondierenden ersten und zweiten Kontaktbereichen des Kontaktfelderelements
und eine damit korrespondierende Kontaktauflagekraft stellt sich
in Abhängigkeit von dem verwendeten Federelement ein.
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Die
erfindungsgemäße Kontaktbaugruppe kann beispielsweise
in einem Fluidaggregat zur elektrischen Kontaktierung eines Fluidblocks
und eines Anbausteuergeräts verwendet werden. Der Fluidblock
weist zu elektrischen Kontaktierung mit dem Anbausteuergerät
erste Kontaktflächen auf, und das Anbausteuergerät
weist zur elektrischen Kontaktierung mit dem Fluidblock zweite Kontaktflächen
auf, wobei die ersten Kontaktflächen des Fluidblocks über die
erfindungsgemäße Kontaktbaugruppe mit den zweiten
Kontaktflächen des Anbausteuergeräts elektrisch
verbunden sind.
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Durch
die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen und Weiterbildungen sind vorteilhafte Verbesserungen
der im unabhängigen Patentanspruch 1 angegebenen Kontaktbaugruppe möglich.
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Besonders
vorteilhaft ist, dass das Trägerelement der Kontaktbaugruppe
als Kunststoffspritzteil ausgeführt ist, das an beiden
Seitenrändern mechanische Verbindungselemente aufweist,
die mit korrespondierenden Verbindungselementen der zweiten Baugruppe
zusammenwirken, um eine lösbare mechanische Verbindung
zwischen der Kontaktbaugruppe und der zweiten Baugruppe zu ermöglichen.
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In
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kontaktbaugruppe
sind die mechanischen Verbindungselemente am Trägerelement
jeweils als Führungsnase ausgeführt, und die korrespondierenden Verbindungselemente
der zweiten Baugruppe sind jeweils als Führungsschiene
ausgeführt. Zudem sind die Führungsnasen in den
korrespondierenden Führungsschienen so beweglich gelagert,
dass die Kontaktbaugruppe in eine Richtungsachse beweglich geführt
ist. Durch die bewegliche Lagerung der Kontaktbaugruppe in Richtung
der Kontaktflächen der Baugruppen, kann sich die Kontaktbaugruppe
auf eine Mittelstellung so zentrieren, dass die gegenüberliegenden
Enden der Federelemente gleichmäßig belastet werden.
Alternativ können die mechanischen Verbindungselemente
am Trägerelement jeweils als Befestigungshülse
ausgeführt werden, und die korrespondierenden Verbindungselemente
der zweiten Baugruppe können jeweils als korrespondierende Befestigungszapfen
ausgeführt werden. Zur Verbindung der Kontaktbaugruppe
mit der zweiten Baugruppe können die Befestigungshülsen
der Kontaktbaugruppe einfach auf die korrespondierenden Befestigungszapfen
der zweiten Baugruppe aufgepresst werden. Die Befestigungshülsen
können beispielsweise so auf die Befestigungszapfen aufgepresst
werden, dass sich zwischen den korrespondierenden Kontaktbereichen
der Kontaktbaugruppe und den Kontaktflächen der zweiten
Baugruppe eine vorgebbare Kontaktauflagekraft ergibt.
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In
weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kontaktbaugruppe
umfasst das Federelement zwei symmetrische Federarme, auf die ein
Gesamtfederweg des Federelements aufgeteilt ist, wobei der erste
Kontaktbereich eines oberen Federarms und der zweite Kontaktbereich
eines unteren Federarms jeweils als vergoldete Kontaktkalotte ausgeführt
sind. Die einzelnen Federelemente können beispielsweise
zu einem Kontaktfederkamm zusammengefasst werden, der in das als
Kunststoffspritzteil ausgeführte Trägerelement
eingelegt wird. Die einzelnen Federelemente des Kontaktfederkamms
werden dann nach dem Spritzvorgang durch korrespondierende Freibohrungen
von einander elektrisch isoliert. Durch die erfindungsgemäße
Kontaktbaugruppe mit den symmetrischen Federarmen wird eine höhentoleranzunabhängige
elektrische Verbindung ermöglicht, so dass große
Unebenheiten der Kontaktflächen bei einer für
die elektrische Verbindung gleichzeitig wirkenden Kontaktauflagekraft
ausgeglichen werden können. Die teileübliche Ebenheit
der Kontaktflächen ist daher völlig ausreichend
und muss im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktbaugruppen
nicht ständig überwacht werden. Da der Federweg
des Federelements auf zwei symmetrische Federarme aufgeteilt wird,
können die Spannungen in den Federarmen in vorteilhafter
Weise soweit reduziert werden, dass anstelle des Feder stahls wieder andere
Werkstoffe, wie beispielsweise Federbronze, verwendet werden können.
Durch die Verwendung von Federbronze als Werkstoff für
die Federelemente können die als Kontaktkalotte ausgeführten
Kontaktbereiche sauber ausgeprägt werden, was bei einer dünnen
harten Stahlfeder nur schwer möglich ist. Zudem lässt
sich die Federbronze einfacher in Form bringen. Die Ausführungsform
der Federelemente mit zwei symmetrischen Federarmen kann in besonders
vorteilhafter Weise mit der oben beschriebenen Verwendung von Führungsnasen
und Führungsschienen zur beweglichen Lagerung der Kontaktbaugruppe
in der zweiten Baugruppe kombiniert werden, da durch die bewegliche
Lagerung der Kontaktbaugruppe in Richtung der Kontaktflächen
der Baugruppen die Kontaktbaugruppe auf eine Mittelstellung zentriert
wird, so dass die bei Belastung auftretenden Federkräfte
gleichmäßig auf die beiden Federarme verteilt
werden können.
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Alternativ
kann das Federelement als Spiralfeder mit einer oberen Hakenöse
und einer unteren Hakenöse ausgeführt werden,
wobei ein vergoldeter Bogen der oberen Hakenöse den ersten
Kontaktbereich bildet, und ein vergoldeter Bogen der unteren Hakenöse
den zweiten Kontaktbereich bildet. Hierbei weist das Trägerelement
eine Bodenwanne und einen Deckel auf, die jeweils Bohrungen zur
Aufnahme der einzelnen Federelemente umfassen, wobei die unteren
Hakenösen jeweils durch einen Führungsschlitz
am Ende der Aufnahmebohrung in der Bodenwanne eingeführt
sind, und wobei die oberen Hakenösen jeweils durch einen
Führungsschlitz am Ende der Aufnahmebohrung im Deckel eingeführt
sind. Die einzelnen Federelemente werden zuerst der Bodenwanne zugeführt,
die dann über entsprechende mechanische Befestigungselemente
mit dem Deckel verrastet wird. Die als Spiralfeder mit den Hakenösen ausgeführten
Federelemente können kostengünstig vollautomatisch
in einem Wickelautomat hergestellt werden. Zudem ist durch die Hakenösen
kein teures Anschleifen der Spiralfeder notwendig. Des Weiteren werden
die einzelnen Federelemente in vorteilhafter Weise durch die Hakenösen
und die korrespondierenden Führungsschlitze jeweils so
geführt, dass sie nicht zur Seite kippen können.
Die Verwendung von Federbronze als Material für die Federelemente
ermöglicht in vorteilhafter Weise eine einfach auszuführende
Oberflächenvergoldung der Kontaktbereiche.
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Vorteilhafte,
nachfolgend beschriebene Ausführungsformen der Erfindung
sowie die zu deren besserem Verständnis oben erläuterten,
herkömmlichen Ausführungsbeispiele sind in den
Zeichnungen dargestellt. In den Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen
Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1a bis 1c zeigen
schematische Darstellungen einer herkömmlichen Kontaktbaugruppe
für ein Fluidaggregat.
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2a bis 2d zeigen
schematische Darstellungen eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Kontaktbaugruppe für
ein Fluidaggregat.
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3a bis 3c zeigen
schematische Darstellungen eines zweiten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Kontaktbaugruppe für
ein Fluidaggregat.
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Ausführungsformen
der Erfindung
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Wie
aus 2a bis 2d ersichtlich
ist, umfasst ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kontaktbaugruppe 40 zur elektrischen Kontaktierung eines
Anbausteuergerätes 10' mit dem Fluidblock 20 mehrere
Kontaktfederelemente 41, die von einem Trägerelement 47 gehalten
sind. Der Unterschied zwischen dem in 1a dargestellten
Anbausteuergerät 10 und dem Anbausteuergerät 10' gemäß 2d besteht
darin, dass die Lötflächen 11 des Anbausteuergerätes 10 aus 1a im
Anbausteuergerät 10' gemäß 2d als
vergoldete Kontaktflächen ausgeführt sind. Der
Fluidblock 20 ist gegenüber 1b unverändert
ausgeführt. Die einzelnen Kontaktfederelemente 41 sind
jeweils einteilig ausgeführt und weisen einen ersten Kontaktbereich 45 auf,
der über ein Federelement 44 direkt mit einem zweiten
Kontaktbereich 45' verbunden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Federelement als Spiralfeder 44 mit einer oberen
Hakenöse 42 und einer unteren Hakenöse 43 ausgeführt.
Hierbei bildet, wie aus 2c ersichtlich
ist, ein vergoldeter Bogen der oberen Hakenöse 42 den
ersten Kontaktbereich 45, und ein vergoldeter Bogen der
unteren Hakenöse 43 bildet den zweiten Kontaktbereich 45'. Wie
aus 2a und 2b ersichtlich
ist, weist das als Kunststoffspritzteil ausgeführte Trägerelement 47 eine
Bodenwanne 47.1 und einen Deckel 47.2 auf, die
jeweils Bohrungen 47.7, 47.8 zur Aufnahme der einzelnen
Federelemente 44 umfassen. Die unteren Hakenösen 43 sind
jeweils durch einen Führungsschlitz 47.3 am Ende
der Aufnahmebohrung 47.7 in der Bodenwanne 47.1 eingeführt,
und die oberen Hakenösen 42 sind jeweils durch
einen Führungsschlitz 47.4 am Ende der Aufnahmebohrung 47.8 im
Deckel 47.2 eingeführt. Bei der Montage der Kontaktbaugruppe 40 werden
die einzelnen Federelemente 44 zuerst der Bodenwanne 47.1 zugeführt,
die dann über entsprechende mechanische Befes tigungselemente 47.5, 47.6 mit
dem Deckel 47.2 verrastet wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Befestigungselemente an der Bodenwanne 47.1 als
Befestigungszapfen 47.5 und am Deckel 47.2 als
Befestigungshülsen 47.6 ausgeführt, in
denen die Befestigungszapfen 47.5 verrasten. Zudem weist
das Trägerelement 47 an beiden Seitenrändern
mechanische Verbindungselemente 46 auf, die hier als Befestigungshülsen 46 ausgeführt
sind und mit korrespondierenden nicht dargestellten Verbindungselementen des
Anbausteuergerätes 10' zusammenwirken, um eine
lösbare mechanische Verbindung zwischen der Kontaktbaugruppe 40 und
dem Anbausteuergerät 10' zu ermöglichen.
Die nicht dargestellten Verbindungselemente des Anbausteuergerätes 10' können
analog zu den Verbindungselementen des Anbausteuergerätes 10 als
Befestigungszapfen 13 ausgeführt werden, auf welche
die Befestigungshülsen 46 der Kontaktbaugruppe 40 so
aufgepresst sind, dass sich zwischen den korrespondierenden Kontaktbereichen 45' der
Kontaktbaugruppe 40 und den Kontaktflächen des
Anbausteuergerätes 10' eine vorgebbare Kontaktauflagekraft
ergibt. Hierbei bilden die vergoldeten Bögen der unteren
Hakenösen 43 die zweiten Kontaktbereiche 45',
die nach der Montage der Kontaktbaugruppe 40 mit dem Anbausteuergerät 10' auf korrespondierenden
Kontaktflächen des Anbausteuergerätes 10' aufliegen.
Nach dem Einbau der Kontaktbaugruppe 40 wird das Anbausteuergerät 10' auf den
Fluidblock 20 aufgesetzt und mit diesem verbunden. Durch
das Aufsetzen des Anbausteuergerätes 10' werden
die ersten Kontaktbereiche 45 der Federelemente 44 auf
die korrespondierenden Kontaktflächen 21 des Fluidblocks 20 aufgelegt,
wodurch die elektrischen Verbindungen zwischen dem Anbausteuergerät 10' und
dem Fluidblock 20 hergestellt werden. Durch den Zusammenbau
des Anbausteuergerät 10' mit dem Fluidblock 20 wird
das Federelement 44 zusammengedrückt, wodurch
der axiale Abstand der oberen und unteren Kontaktbereiche 45 und 45' verkleinert
und eine gewünschte Kontaktauflagekraft erzeugt werden.
Hierbei bilden die vergoldeten Bögen der oberen Hakenösen 42 die
ersten Kontaktbereiche 45, die nach dem Verbinden des Anbausteuergerätes 10' mit
dem Fluidblock 20 auf den korrespondierenden ersten Kontaktflächen 21 des Fluidblocks 20 aufliegen.
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Wie
aus 3a bis 3c ersichtlich
ist, umfasst ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kontaktbaugruppe 50 zur elektrischen Kontaktierung eines
Anbausteuergerät 10'' mit dem Fluidblock 20 analog
zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß 2a bis 2d mehrere
Kontaktfederelemente 51, die von einem Trägerelement 57 gehalten
sind. Der Unterschied zwischen dem in 3a dargestellten
Anbausteuergerät 10'' und dem Anbausteuergerät 10 gemäß 1a besteht
darin, dass die Lötflächen 11 des An bausteuergerätes 10 aus 1a im
Anbausteuergerät 10'' gemäß 3a analog
zum Anbausteuergerät 10' gemäß 2d als vergoldete
Kontaktflächen 11' ausgeführt sind. Zudem
sind die als Befestigungszapfen 13 ausgeführten
Befestigungselemente des Anbausteuergerätes 10 gemäß 1a im
Anbausteuergerät 10'' gemäß 3a als
Führungsschienen 13' ausgeführt. Der Fluidblock 20 ist
gegenüber 1b unverändert ausgeführt.
Die einzelnen Kontaktfederelemente 51 sind analog zum ersten
Ausführungsbeispiel jeweils einteilig ausgeführt
und weisen einen ersten Kontaktbereich 55 auf, der über
ein Federelement 54 direkt mit einem zweiten Kontaktbereich 55' verbunden
ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Federelement 54 zwei
symmetrische Federarme 52, 53, auf die ein Gesamtfederweg
des Federelements 54 aufgeteilt ist, wobei der erste Kontaktbereich 55 eines oberen
Federarms 52 und der zweite Kontaktbereich 55' eines
unteren Federarms 53 jeweils als vergoldete Kontaktkalotte
ausgeführt sind. Wie weiter aus 3a bis 3c ersichtlich
ist, sind die einzelnen Federelemente 54 zu einem Kontaktfederkamm
zusammengefasst, der in das als Kunststoffspritzteil ausgeführte
Trägerelement 57 eingelegt ist, wobei die einzelnen
Federelemente 54 des Kontaktfederkamms nach dem Spritzvorgang
durch korrespondierende Freibohrungen 58 von einander elektrisch
isoliert werden. Analog zum ersten Ausführungsbeispiel weist
das als Kunststoffspritzteil ausgeführte Trägerelement 57 an
beiden Seitenrändern mechanische Verbindungselemente 56 auf,
die mit den korrespondierenden Verbindungselementen 13' des
Anbausteuergerätes 10'' zusammenwirken, um eine
lösbare mechanische Verbindung zwischen der Kontaktbaugruppe 50 und
dem Anbausteuergerät 10'' zu ermöglichen.
Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die
mechanischen Verbindungselemente am Trägerelement 57 jeweils
als Führungsnasen 56 ausgeführt, und
die korrespondierenden Verbindungselemente des Anbausteuergerätes 10'' sind
jeweils als Führungsschienen 13' ausgeführt.
Die Führungsnasen 56 sind in den korrespondierenden
Führungsschienen 13' so beweglich gelagert, dass
die Kontaktbaugruppe 50 nach dem Einsetzen der Führungsnasen 56 in
die korrespondierenden Führungsschienen 13' in
eine Richtungsachse beweglich geführt ist. Nach dem Einbau
der Kontaktbaugruppe 50 in das Anbausteuergerät 10'' liegen
die als Kontaktkalotte ausgeführten zweiten Kontaktbereiche 55' auf korrespondierenden
Kontaktflächen 11' des Anbausteuergerätes 10'' auf.
Anschließend wird das Anbausteuergerät 10'' auf
den Fluidblock 20 aufgesetzt und mit diesem verbunden.
Durch das Aufsetzen des Anbausteuergerätes 10'' auf
den Fluidblock 20 werden die ersten Kontaktbereiche 55 der
Federelemente 54 auf die korrespondierenden Kontaktflächen 21 des
Fluidblocks 20 aufgelegt, wodurch die elektrischen Verbindungen
zwischen dem Anbausteuergerät 10'' und dem Fluidblock 20 hergestellt
werden. Durch den Zusammenbau des Anbausteuergerät 10'' mit
dem Fluidblock 20 werden die beiden symmetrischen Federarme 52, 53 der
Kontaktbaugruppe 50 zusammengedrückt, so dass
sich der axiale Abstand der unteren und oberen Kontaktbereiche 55' und 55 der
Kontaktfederelemente 51 verkleinert. Die Federelemente 51 werden
von den elektrischen Kontaktflächen 11' des Anbausteuergerätes 10'' und
von den elektrischen Kontaktflächen 21 des Fluidblocks
zusammengedrückt. Da die Kontaktbaugruppe 50 in Richtung
der Kontaktflächen 11' und 21 durch die Führungsschienen 13' und
die Führungsnasen 56 beweglich gelagert ist, wird
sich die Kontaktbaugruppe 50 auf eine Mittelstellung so
zentrieren, dass die gegenüberliegenden Federarme 52, 53 gleichmäßig belastet
werden.
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Die
erfindungsgemäße Kontaktbaugruppe für
ein Fluidaggregat ermöglicht eine kostengünstige elektrische
Kontaktierung eines Fluidblocks und eines Anbausteuergerätes,
die ohne aufwändigen Lötvorgang eine sichere verschleißfreie
elektrische Verbindung mit einer guten Kontaktqualität
herstellt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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