-
Die
Erfindung betrifft eine Kehlmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 bzw. 10 sowie ein Bohraggregat zur Verwendung bei einer Kehlmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruches 11 bzw. 21.
-
Bei
Kehlmaschinen werden die Werkstücke nacheinander
verschiedenen Werkzeugen zugeführt, mit
denen die Werkstücke
an den in Transportrichtung sich erstreckenden Längsseiten geradegehobelt oder
längsprofiliert
werden. Die so bearbeiteten Werkstücke werden beispielsweise im
Möbelbau oder
für Fenster-
oder Türrahmen
eingesetzt. Häufig müssen in
die Werkstücke
Bohrungen eingebracht werden, um in ihnen Griffe, Scharniere und
dergleichen befestigen zu können.
Dies wird heute auf bzw. mit einer weiteren Maschine durchgeführt. Die
Bearbeitung der Werkstücke
auf zwei Maschinen in zwei Arbeitsgängen ist zeitaufwändig und
teuer. Außerdem
ist für
die beiden Maschinen entsprechender Platz notwendig.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Kehlmaschine
und das gattungsgemäße Bohraggregat
so auszubilden, dass bei geringem konstruktiven Aufwand Bohrungen
in den Werkstücken
problemlos und genau eingebracht werden können.
-
Diese
Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Kehlmaschine
erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 bzw. 10 und beim gattungsgemäßen Bohraggregat
erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 11 bzw. 21 gelöst.
-
Bei
der erfindungsgemäßen Kehlmaschine nach
Anspruch 1 kann in die Kehlmaschine ein Bohraggregat eingewechselt
werden. Es ist darum nicht notwendig, eine eigenständige Maschine
mit Bohraggregat vorzusehen. Das Bohraggregat wird vielmehr dann
eingewechselt, wenn Bohrarbeiten an den in der Kehlmaschine zu bearbeitenden
Werkstücken durchgeführt werden
sollen. Das Einwechseln des Bohraggregates kann von Hand, aber auch
mit entsprechenden Wechselvorrichtungen durchgeführt werden. Die Baugröße der Kehlmaschine
wird durch den Einsatz des Bohraggregates nicht vergrößert.
-
Vorteilhaft
weist wenigstens eine der Spindeln der erfindungsgemäßen Kehlmaschine
eine Werkzeugaufnahme auf, in der normal Hobel- oder Profilfräswerkzeuge
für die
Hobel- bzw. Fräsbearbeitung
aufgenommen sind und in welche das Bohraggregat eingewechselt werden
kann. Dadurch ist keine separate Halterung für das Bohraggregat erforderlich.
Außerdem
können
zur Positionierung des Bohraggregates die ohnehin an der Kehlmaschine vorhandenen
Verstellachsen der diese Werkzeugaufnahme aufweisenden Spindel verwendet
werden.
-
Bei
der erfindungsgemäßen Kehlmaschine nach
Anspruch 10 ist das Bohraggregat Bestandteil der Kehlmaschine. Darum
muss das Bohraggregat bei Bedarf nicht erst eingewechselt werden,
sondern steht sofort zur Verfügung.
-
Das
erfindungsgemäße Bohraggregat
gemäß Anspruch
11 hat den Spannteil, mit dem es in einer Werkzeugaufnahme eingespannt
werden kann. Die Werkzeugaufnahme dient als Halterung für das Bohraggregat,
für das
somit keine zusätzliche
eigenständige
Halterung notwendig ist.
-
Das
erfindungsgemäße Bohraggregat
wird nach Anspruch 21 in einer Kehlmaschine verwendet. Dabei kann
das Bohraggregat als fester Bestandteil oder als auswechselbarer
Bestandteil der Kehlmaschine eingesetzt werden. Ist das Bohraggregat
fester Bestandteil der Kehlmaschine, dann steht das Bohraggregat
jederzeit für
eine entsprechende Bohraufgabe in der Kehlma schine zur Verfügung. Bei
einer anderen vorteilhaften Ausbildung ist es möglich, das Bohraggregat als
auswechselbaren Bestandteil der Kehlmaschine zu verwenden. In diesem
Fall wird das Bohraggregat dann in die Kehlmaschine eingewechselt,
wenn entsprechende Bohrungen am Werkstück vorgenommen werden sollen.
-
Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der
Beschreibung und den Zeichnungen.
-
Die
Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen
-
1 in
perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße Kehlmaschine,
-
2 die
Kehlmaschine gemäß 1,
auf der ein Werkstück
auf einer zweiten Vorschubeinheit querprofiliert wird,
-
3 die
Kehlmaschine gemäß 1,
auf der ein kurzes Werkstück
auf einer zweiten Vorschubeinheit längsbearbeitet wird,
-
4 in
vergrößerter und
perspektivischer Darstellung einen Teil der erfindungsgemäßen Kehlmaschine
mit einem erfindungsgemäßen Bohraggregat,
-
5 den
Teil der Kehlmaschine gemäß 4 in
schräger
Vorderansicht,
-
6 das
Bohraggregat gemäß den 4 und 5 in
verschwenkter Lage zur Herstellung stirnseitiger Bohrungen im Werkstück.
-
Die
Kehlmaschine hat ein Gestell 1, auf dem sich ein Auflagetisch 2 für die zu
bearbeitenden Werkstücke 3 befindet.
Der Auflagetisch 2 ist an seiner in Transportrichtung der
Werkstücke 3 durch
die Kehlmaschine rechten Seite mit einem Anschlaglineal 4 versehen,
an dem die Werkstücke 3 bei
ihrem Transport durch die Kehlmaschine anliegen. Für den Transport
der Werkstücke 3 ist
eine Vorschubeinheit 5 vorgesehen, die einen Träger 6 aufweist,
der im Bereich oberhalb des Auflagetisches 2 angeordnet
ist und Vorschubmotoren 7 für Vorschubwalzen 8 trägt. Sie
liegen auf dem Werkstück 3 auf
und transportieren es durch die Kehlmaschine.
-
Das
Werkstück 3 wird
bei seinem Durchlauf an seinen vier Seiten durch entsprechende Werkzeuge
bearbeitet. Zunächst
wird das Werkstück 3 mit
einem auf einer unteren horizontalen Spindel 9 sitzenden
Werkzeug beim Durchlauf durch die Kehlmaschine bearbeitet. Das auf
dieser Spindel 9 sitzende Werkzeug ist in der Regel ein
Hobelwerkzeug. Mit Abstand hinter der unteren Spindel 9 befindet
sich eine vertikale rechte Spindel 10, auf der ein Werkzeug
sitzt, mit dem die in Vorschubrichtung rechte Längsseite des Werkstückes 3 bearbeitet
wird. In Vorschubrichtung mit geringem Abstand hinter der rechten
Spindel 9 ist die Kehlmaschine mit einer vertikalen linken
Spindel 11 versehen, auf der ein Werkzeug sitzt, mit dem
beim Durchgang die in Vorschubrichtung linke Längsseite des Werkstückes 3 bearbeitet
wird. Die linke Spindel 11 befindet sich in einer Absaughaube 12,
mit der die bei der Bearbeitung anfallenden Späne in bekannter Weise abgesaugt
werden. Schließlich
ist in Vorschubrichtung hinter den Längsprofilierspindeln 10, 11 eine
obere horizontale Spindel 13 vorgesehen, die sich unter
einer weiteren Absaughaube 14 befindet und auf der ein
entsprechendes Werkzeug, beispielsweise ein Hobelwerkzeug, sitzt.
Vorteilhaft befindet sich in Vorschubrichtung hinter der oberen
horizontalen Spindel 13 eine weitere horizontale untere
Spindel 9'.
Das Werkzeugstück 3 wird
somit bei seinem Durchgang durch die Maschine von den auf den Spindeln 9 bis 11 und 13, 9' sitzenden Werkzeugen
an der Ober- und Unterseite sowie an der rechten und linken Längsseite
bearbeitet.
-
Der
Auflagetisch 2 besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen,
von denen der erste Teil vor der unteren Spindel 9 zur
Einstellung der Spanabnahme am Werkstück 3 höhenverstellbar
ist. Das Anschlaglineal 4 besteht ebenfalls im Wesentlichen
aus zwei Teilen 4', 4'', von denen der Teil 4' vor der rechten
vertikalen Spindel 10 zur Einstellung der Spanabnahme in
einer horizontalen Ebene verstellbar ist. Zur Einstellung dieser
Spanabnahmen dienen die Einstellelemente 2a, 4a.
-
Mit
der Kehlmaschine ist es in einfacher Weise möglich, nicht nur die beschriebene
Längsbearbeitung,
sondern auch eine stirnseitige Querbearbeitung sowie Bohrungen am
Werkstück 3 vorzusehen. Die
Kehlmaschine ist mit einer weiteren Vorschubeinheit 15 versehen,
die sich bei der Längsbearbeitung des
Werkstückes
in einer Ruheposition befindet. Vorteilhaft befindet sich die Vorschubeinheit 15 hinter
einer Frontverkleidung 16 (2). Aus
der Ruheposition kann die Vorschubeinheit 15 in die in 2 dargestellte
Arbeitsposition verschwenkt werden, in der mit ihr die Stirnseiten
des Werkstückes 3 bearbeitet werden
können.
Die Frontverkleidung 16 hat einen unteren Verkleidungsteil 17,
der sich über
die Länge der
Kehlmaschine erstreckt und im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet
ist. An den Verkleidungsteil 17 schließt nach oben eine Bedienseite 18 an,
an der sich die zur Bedienung der Kehlmaschine notwendigen Betätigungselemente,
Schalter, Hebel und dergleichen befinden. Die Vorschubeinheit 15 ist
um eine horizontale Achse 25 zwischen der Ruhe- und der
Arbeitsposition schwenkbar. Die Achse 25 ist an Seitenplatten 26 vorgesehen,
die am Maschinengestell 1 befestigt sind und sich hinter
einer (nicht dargestellten) Seitenverkleidung der Maschine befinden. Damit
die Vorschubeinheit 15 in die Arbeitsposition geschwenkt
werden kann, wird zuvor der Verkleidungsteil 17 der Frontverkleidung 16 um
eine horizontale Achse 27 am unteren Rand (2)
weggeschwenkt, so dass die Vorschubeinheit 15 am Verkleidungsteil 17 vorbei
aufwärts
geschwenkt werden kann.
-
Die
Vorschubeinheit 15 wird nach dem Hochschwenken gegen die
Kraft von (nicht dargestellten) Verstellzylindern oder Gewichtsausgleichselementen,
wie Gasfedern, so weit zurückgeschoben,
bis sie auf dem Maschinengestell aufliegt und auf diesem arretiert
werden kann. Die Vorschubeinheit 15 hat einen Auflagetisch 28,
dessen Oberseite eine Arbeitsebene 29 bildet. Der Auflagetisch 28 wird
auf der Vorschubeinheit 15 längs zweier Führungen 30, 31 bei der
Querbearbeitung des Werkstückes 3 verfahren. Die
Führungen 30, 31 erstrecken
sich parallel zur Vorschubrichtung der Werkstücke 3 bei deren Längsprofilierung.
Die Führungen 30, 31 sind
vorteilhaft Kugelführungen,
mit denen der Auflagetisch 28 leichtgängig verschoben werden kann.
Das Werkstück 3 wird
auf dem Auflagetisch 28 festgespannt. Hierfür ist auf
dem Auflagetisch 28 eine entsprechende Klemmeinrichtung 32 vorgesehen.
-
Der
Auflagetisch 28 kann von Hand, motorisch oder über eine
Hilfsvorrichtung bei der Querbearbeitung des Werkstückes 3 längs der
Führungen 30, 31 verschoben
werden. Bei einem motorischen Antrieb ist die Kehlmaschine mit einer
entsprechenden ansteuerbaren Achse versehen. Auf dem Auflagetisch 28 ist
eine Werkstückanlage 33 vorgesehen, an
der das Werkstück 3 bei
der Querbearbeitung anliegt. Die Werkstückanlage 33 kann relativ
zur Vorschubrichtung des Auflagetisches 28 verschwenkt werden.
In 2 erstreckt sich die Werkstückanlage 33 senkrecht
zur Vorschubrichtung des Werkstückes 3 bei
dessen Längsprofilierung.
Mit einer Arretierung 34 ist die Werkstückanlage 33 auf dem
Auflagetisch 28 lagegesichert. Die Werkstückanlage 33 ist
mit der Arretierung 34 fest verbunden. Der Auflagetisch 28 ist
an seiner Oberseite mit einer teilkreisförmigen Vertiefung 35 (3)
versehen, in der die Arretierung 34 bei entsprechendem
Verschwenkwinkel der Werkstückanlage 33 verstellbar
ist.
-
Für die Querbearbeitung
des Werkstückes 3 (2)
wird die linke vertikale Spindel 11 unter Berücksichtigung
des Flugkreises des auf ihr sitzenden Werkzeuges in eine feste Lage
bezüglich
des Anschlaglinealteils 4'' gebracht. Das
Anschlaglinealteil 4'' bildet den
horizontalen Bezugspunkt der Kehlmaschine. Die Werkstücke 3 werden
durch einen (nicht dargestellten) Anschlag, der vorzugsweise einstellbar
ist, in Bezug auf diesen Bezugspunkt und damit in Bezug auf die
Spindel 11 und das Querbearbeitungswerkzeug eingestellt.
Diese Positionierung kann auch optisch, vorzugsweise mit Hilfe eines
auf das Werkstück 3 projizierten
Laserstrahls erfolgen. Der Laser ist ebenfalls in Bezug auf den
maschinenfesten Teil 4'' des Anschlaglineals 4 eingestellt.
-
Vor
dem Hochschwenken der Vorschubeinheit 15 in die Arbeitsposition
wird die der linken Spindel 11 zugeordnete Absaughaube 12 umgesetzt,
so dass das auf der Spindel 11 sitzende Werkzeug die Stirnseite
des Werkstückes 3 bearbeiten
kann. Der Auflagetisch 28 mit dem aufgespannten Werkstück 3 wird
längs der
Führungen 30, 31 an
dem auf der Spindel 11 sitzenden Werkzeug vorbeigeführt, das die
entsprechende Stirnseite des Werkstückes 3 bearbeitet.
Mit Hilfe der Werkstückanlage 33 und
des (nicht dargestellten) Anschlages kann das Werkstück 3 für diese
Querbearbeitung genau ausgerichtet und mit Hilfe der Klemmeinrichtung 32 festgeklemmt
werden.
-
In 3 ist
die Werkstückanlage 33 in
Vorschubrichtung nach vorn so weit verschwenkt worden, dass sie
sich in Vorschubrichtung des Auflagetisches 28 und damit
parallel zum Anschlaglineal 4 erstreckt. Das Werkstück 3 ist
mit der Klemmeinrichtung 32 auf dem Auflagetisch 28 festgeklemmt
und hat nur eine geringe Länge.
Das Werkstück 3 kann kürzer sein
als der Abstand der Transportwalzen 8 voneinander. Da sich
die Werkstückanlage 33 in
Vorschubrichtung des Auflagetisches 28 erstreckt, wird beim
Vorschub die Längsseite
des Werkstückes 3 durch
das auf der linken Spindel 11 sitzende Werkzeug bearbeitet.
Mit der Vorschubeinheit 15, die an und für sich für die Querbearbeitung
der Werkstücke 3 vorgesehen
ist, ist in diesem Falle eine Längsbearbeitung
der Werkstücke
möglich.
Die Spindel 11 befindet sich hierbei in Vorschubrichtung
des Werkstückes 3 an
der rechten Seite und bearbeitet dementsprechend die rechte Werkstückseite.
Der Auflagetisch 28 kann wiederum durch Handvorschub, motorisch
oder mittels der Vorschubhilfsvorrichtung 36 verfahren
werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
wird zum Vorschub des Auflagetisches 28 die Vorschubhilfsvorrichtung 36 eingesetzt,
die mittels der Transportwalzen 8 in der nachfolgend beschriebenen
Weise betätigt
wird.
-
Die
Hilfsvorrichtung 36 hat etwa H-Form, mit einer Leiste 37,
die sich in Transportrichtung des Auflagetisches 28 erstreckt
und mit ihrem einen Ende auf dem Auflagetisch 28 befestigt
ist. Gegenüberliegend,
in Richtung Anschlaglineal 4 ist die Hilfsvorrichtung 36 mit
einer weiteren Leiste 38 versehen, die auf dem Auflagetische 2 aufliegend
verschoben wird. Die beiden Leisten 37, 38 sind
durch eine senkrecht zu ihnen liegende Leiste 39 miteinander
verbunden. Die Leiste 38 wird so weit längs des Anschlaglineals 4 verschoben,
bis sie von den Vorschubwalzen 8 erfasst wird. Mit ihnen
wird dann die gesamte Hilfsvorrichtung 36 in Vorschubrichtung
transportiert. Damit kann der gleiche Antrieb, der für das Werkstück 3 bei der
Längsbearbeitung
verwendet wird, auch für
den Antrieb zur Querbearbeitung des Werkstückes 3 eingesetzt
werden. Die Querleiste 39 ist fest mit der Leiste 38,
jedoch lösbar
mit der Leiste 37 verbunden. Dadurch ist es möglich, die
Querleiste 39 sowie die Leiste 38 in Vorschubrichtung
relativ zur Leiste 37 so einzustellen, dass die Transportwalzen 8 bei
unterschiedlicher Breite der Werkstücke 3 die Leiste 38 erfassen
und somit über
die Hilfsvorrichtung 36 den Auflagetisch 28 mit
dem aufgespannten Werkstück 3 in
Vorschubrichtung verfahren kann. Die Querleiste 39 kann
in jeder Lage an der Leiste 37 festgeklemmt werden. Da
die Querleiste 39 stufenlos längs der Leiste 37 verschoben
werden kann, ist eine genaue Einstellung der Maschine auf die quer
zu bearbeitenden Werkstücke 3 gewährleistet.
Vorteilhaft besteht die Leiste 38 aus Kunststoff, so dass
die Vorschubwalzen 8 und der Auflagetisch 2 nicht
beschädigt werden
oder vorzeitig verschleißen.
-
Die
Hilfsvorrichtung 36 kann mit der Leiste 37 problemlos
auf dem Auflagetisch 28 befestigt und von ihm auch wieder
abgenommen werden.
-
Die
Stellung der Werkstückanlage 33 entsprechend 3 ist
für kurze
Werkstücke
oder auch für
schwer transportierbare Werkstücke
vorgesehen. Die Werkstückanlage 33 erstreckt
sich in Vorschubrichtung des Werkstückes 3, das längsprofiliert
wird.
-
In
der beschriebenen Stellung der Werkstückanlage 33 nach 3 kann
das Werkstück 3 auch
mit einem Bohraggregat 40 gebohrt werden. Es wird in eine
Werkzeugaufnahme 41 der vertikalen Spindel 11 eingespannt,
in der sich sonst das Werkzeug der vertikalen Spindel 11 befindet.
Es wird beim Einsatz des Bohraggregates 40 aus der Werkzeugaufnahme 41 entfernt,
die vorteilhaft eine HSK-Werkzeugaufnahme ist. Das Bohraggregat 40 wird
in der Werkzeugaufnahme 41 in herkömmlicher Weise gespannt. An
der Spindel 11 befindet sich eine Verdrehsicherung 42,
mit der das Bohraggregat 40 exakt in 90°-Richtung gegenüber dem
Werkstück 3 ausgerichtet
ist. Die Verdrehsicherung 42 wird durch wenigstens einen
axialen Ansatz 42 einer Spindelhülse 43 der Spindel 11 gebildet.
Der Ansatz 42 greift in eine Ausnehmung 44 einer
Sicherungslasche 45 ein, die am unteren Ende einer U-förmigen Aufnahme 50 des
Bohraggregates 40 befestigt ist. Ein Ständer 46 hat zwei zueinander
parallele Schenkel 47, 48, die durch wenigstens
eine Querstrebe 49 miteinander verbunden sind. Die beiden
Schenkel 47, 48, die sich etwa über einen
Winkelbereich von 90° erstrecken, liegen
mit ihrem unteren Ende in der U-förmigen Aufnahme 50,
an deren Unterseite der in die Werkzeugaufnahme 41 einzuspannende
Spannteil, vorzugsweise der HSK-Konus,
vorgesehen ist. Die Aufnahme 50 hat die beiden parallel
zueinander sowie zur Vorschubrichtung des Auflagetisches 28 liegenden Schenkel 51, 52,
die durch einen Boden 53 miteinander verbunden sind. Die
Schenkel 47, 48 des Ständers 46 liegen senkrecht
zu den Schenkeln 51, 52 der Aufnahme 50.
Der Ständer 46 ist
um eine horizontale Achse 54 gegenüber der Aufnahme 50 schwenkbar.
Die Schwenkachse 54 liegt senkrecht zur Vorschubrichtung
des Auflagetisches 28 sowie zu den Schenkeln 51, 52 der
Aufnahme 50.
-
Am
oberen Ende des Ständers 46 ist
um eine horizontale Achse 55 schwenkbar ein Träger 56 gelagert.
An ihm ist eine Bohreinheit 57 vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel
drei Bohrwerkzeuge 58 bis 60 aufweist. Ihre Drehachsen
liegen parallel zueinander. Die Bohrwerkzeuge können gleich ausgebildet sein,
können
aber, wie den 4 bis 6 beispielhaft
entnommen werden kann, auch unterschiedlich gestaltet sein, je nach
der zu erfüllenden Bohraufgabe.
Die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 liegen senkrecht zur
Oberseite des Werkstückes 3.
Die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 haben einen gemeinsamen
Antrieb 61, der auf dem Träger 56 gelagert ist.
Die Achse des Antriebes 61 liegt parallel zu den Drehachsen
der Bohrwerkzeuge 58 bis 60, so dass ein problemloser
Antrieb der Bohrwerkzeuge möglich
ist.
-
Der
Träger 56 hat
einen Tragteil 62, durch den eine Antriebswelle 63 des
Antriebes 61 ragt (5). Die
Antriebswelle 63 ragt in ein Getriebegehäuse 64,
in dem die Antriebswelle 63 über das Getriebe mit den Bohrwerkzeugen 58 bis 60 antriebsverbunden
sind. Der Antrieb 61 mit der Bohreinheit 57 lässt sich
in Achsrichtung der Bohrwerkzeuge relativ zum Träger 56 während des
Bohrvorganges verschieben. Hierfür
ist eine Handhabe 65 vorgesehen, die als Bohrbetätigung dient.
Die Handhabe 65 hat zwei zueinander parallele Schenkel 66, 67,
die am freien Ende um eine Achse 68 schwenkbar mit einem Anschlusselement 69 des
Trägers 56 verbunden sind.
Am anderen Ende sind die beiden Schenkel 66, 67 durch
ein Griffstück 70 miteinander
verbunden. Im Bereich zwischen dem Griffstück 70 und der Schwenkachse 68 sind
die Schenkel 66, 67 mit dem Antrieb 61 gelenkig
verbunden. Die Schenkel 66, 67 verlaufen beiderseits
des Antriebes 61 und sind um eine parallel zur Schwenkachse 68 liegende
Achse 71 mit dem Antrieb 61 verbunden. In der
Ausgangslage ist die Handhabe 65 schräg aufwärts gerichtet (4),
wodurch die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 mit Abstand
oberhalb des Werkstückes 3 liegen.
Für den Bohrvorgang
wird die Handhabe 65 am Griffstück 70 um die Achse 68 nach
unten geschwenkt. Über
die Schwenkachsen 71 wird der Antrieb 61 und die
Bohreinheit 57 nach unten verschoben, wobei die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 in
die Oberseite des Werkstückes 3 die
entsprechenden Bohrungen einbringen.
-
Damit
die Bohreinheit 57 in der in 4 dargestellten
Ausgangslage gehalten wird, ist wenigstens eine Führungsstange 72 mit
wenigstens einer Druckfeder vorgesehen, die sich auf dem Tragteil 62 abstützt und
mit einer den Antrieb 61 umgebenden Tragplatte 73 verbunden
ist. Die Führungsstange 72 ist
so ausgebildet, dass sie die Handhabe 65 in Richtung auf
die in 3 dargestellte Ausgangslage belastet. Für den Bohrvorgang
muss die Handhabe 65 gegen die Kraft der Führungsstange 72 nach
unten bewegt werden.
-
Der
Träger 56 kann
um die Achse 55 gegenüber
dem Ständer 46 verschwenkt
werden. Da außerdem
der Ständer 46 um
die Achse 54 gegenüber der
Aufnahme 50 geschwenkt werden kann, lassen sich die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 in
die unterschiedlichsten Lagen einstellen, so dass im Werkstück 3 die Bohrungen
in unterschiedlichen Lagen und Positionen angebracht werden können. In
der Stellung gemäß den 4 und 5 liegen
die Drehachsen der Bohrwerkzeuge 58 bis 60 vertikal.
In diesem Falle werden in der den Bohrwerkzeugen zugewandten Seite
des Werkstückes 3 die
entsprechenden Bohrungen eingebracht.
-
6 zeigt
das Bohraggregat 40 in einer verschwenkten Lage. Der Ständer 46 ist
um die Achse 54 gegenüber
der Aufnahme 50 nach unten in eine horizontale Lage verschwenkt
worden. Der Träger 56 hat
seine Lage bezüglich
des Ständers 46 behalten.
Dadurch liegen die Bohrwerkzeuge der Bohreinheit 57 horizontal
und erstrecken sich in Vorschubrichtung des Auflagetisches 28.
Mit den Bohrwerkzeugen können
in dieser Lage in die Stirnseite 74 des Werkstückes 3 Bohrungen
eingebracht werden. Mit der Handhabe 65 wird die Bohreinheit
gegen die Kraft der Druckfeder der Führungsstange 72 verschwenkt,
wodurch der Antrieb 61 zusammen mit der Bohreinheit 57 gegen
die Stirnseite 74 des Werkstückes 3 bewegt wird.
-
Wird
der Träger 56 gegenüber dem
Ständer 46 um
die Achse 55 geschwenkt (4 und 5), können die
Bohrwerkzeuge 58 bis 60 in eine Schräglage bezüglich des
Werkstückes 3 eingestellt werden.
-
Bei
einer einfachen Ausführung
lässt sich
der Träger 56 gegenüber dem
Ständer 46 in
Zwischenlagen verstellen, indem ein Steckbolzen 77, welcher am
Ständer 46 vorgesehen
ist, durch Öffnungen 78 im
Tragteil 62 des Trägers 56 gesteckt
wird. In gleicher Weise kann der Ständer 46 in unterschied lichen Schwenklagen
an der Aufnahme 50 mittels eines Steckbolzens 79 arretiert
werden.
-
Aufgrund
der beiden rechtwinklig zueinander liegenden Schwenkachsen 54, 55 des
Bohraggregates 40 lassen sich die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 problemlos
in die gewünschten
Stellungen relativ zum Werkstück 3 verstellen.
-
4 zeigt
auch eine Werkzeugaufnahme 75 für die rechte Spindel 10 der
Kehlmaschine. In die Werkzeugaufnahme 75 kann in gleicher
Weise wie in die Werkzeugaufnahme 41 ein Bohraggregat eingesetzt
werden. Die Werkzeugaufnahme 75 ist wie die Werkzeugaufnahme 41 vorteilhaft
eine HSK-Aufnahme,
mit der ein rascher Werkzeugwechsel möglich ist. Die übrigen Spindeln
der Kehlmaschine sind im Ausführungsbeispiel
herkömmliche
Spindeln, d. h. sie haben keine HSK-Werkzeugaufnahme. Die Werkzeuge
werden hier auf einem Aufnahmedorn der Spindel gespannt. Auch die
rechte Spindel könnte eine
solche herkömmliche
Spindel sein. Vorteilhaft weist mindestens eine der Spindeln der
Kehlmaschine, vorzugsweise die linke Vertikalspindel, die HSK-Werkzeugaufnahme
auf. Es können
aber auch alle Spindeln der Kehlmaschine mit einer solchen Werkzeugaufnahme
ausgestattet sein. Die Spindeln mit der HSK-Werkzeugaufnahme, im
Ausführungsbeispiel
die linke Spindel 10 und die rechte Spindel 11,
bestehen in bekannter Weise im Wesentlichen aus der Spindelhülse 43 und
einer in dieser drehbar gelagerten Spindelwelle 80, in
welche die Werkzeugaufnahme 41, 75 und ein HSK-Spannsystem integriert
ist.
-
Das
Bohraggregat 40 lässt
sich in der Werkzeugaufnahme 41 problemlos mit Hilfe einer
Löseeinheit 76 spannen
und lösen,
wie sie in 6 für die Werkzeugaufnahme 75 dargestellt
ist. Solche Löseeinheiten 76 sind
bekannt und werden darum nicht näher
erläutert.
Da mittels der Löseeinheit 76 ein
rascher Werkzeugwechsel möglich
ist, kann die Kehlmaschine universal eingesetzt werden. Sie kann
somit nicht nur die Werkstücke 3 im
Durchlaufverfahren an allen Seiten bearbeiten, sondern durch einen
raschen und einfachen Werkzeugwechsel lassen sich mit dem Bohraggregat 40 am
Werkstück 3 erforderliche
Bohrungen innerhalb kürzester
Zeit mit hoher Genauigkeit herstellen.
-
Im
beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Bohraggregat 40 mittels
der Verdrehsicherung drehfest und genau positioniert mit der Spindelhülse 43 verbunden.
Grundsätzlich
ist es aber auch möglich,
die jeweilige Spindelachse als Positionierachse einzusetzen. In
diesem Falle ist eine mechanische Verdrehsicherung nicht erforderlich.
-
Die
Bohreinheit 57 muss nicht zwangsläufig um die beiden rechtwinklig
zueinander liegenden Achsen 54, 55 schwenkbar
sein. Es ist auch möglich, das
Werkstück 3 in
unterschiedliche Position in Bezug auf die Bohrwerkzeuge 58 bis 60 einzustellen.
-
Damit
die Bohrungen im Werkstück 3 durch das
Bohraggregat 40 an der gewünschten Stelle eingebracht
werden können,
wird vorteilhaft eine Bohrschablone eingesetzt, die von Hand an
das Werkstück
gehalten wird.
-
Das
Werkstück 3 kann
aber auch an der gewünschten
Stelle schnell und genau gebohrt werden, indem es in einer definierten
Lage auf dem Auflagetisch 28 an der Werkstückanlage 33 und
einem nicht dargestellten Längenanschlag
gespannt wird. Der Auflagetisch 28 kann in Längsrichtung,
das heißt
in Vorschubrichtung, beispielsweise in Verbindung mit einem Wegmesssystem
positioniert werden; die Bohreinheit kann über die Verstellmöglichkeiten
der Spindel quer zur Vorschubrichtung des Werkstückes radial vor und zurück sowie
senkrecht dazu axial auf und ab eingestellt werden. Eine solche
Art der Positionierung ist bekannt und wird darum auch nicht näher erläutert. Damit
lässt sich
die Position der Bohrungen exakt einstellen und festlegen.
-
Es
ist weiter möglich,
das Bohraggregat 40 als festen Bestandteil der Kehlmaschine
vorzusehen. Dann muss das Bohraggregat 40 nicht eingewechselt
werden, wenn Bohrungen am Werkstück 1 angebracht
werden sollen. Das Bohraggregat 40 ist in diesem Fall so
vorgesehen, dass es die anderen Bearbeitungen am Werkstück 1 nicht
behindert.