-
Die
aerodynamische Belastbarkeit und die Effizienz von Strömungsarbeitsmaschinen,
beispielsweise Bläsern, Verdichtern, Pumpen und Ventilatoren,
wird durch das Wachstum und die Ablösung von Grenzschichten
auf den Schaufeln sowie auf den Naben- und Gehäusewänden
begrenzt. Der Stand der Technik hält für dieses
fundamentale Problem nur bedingt Lösungen bereit. Eine
Quelle der in Strömungsarbeitsmaschinen entstehenden Verluste
besteht in der Leckageströmung um Schaufeldeckbänder,
wie sie häufig am inneren Schaufelende von Statoren oder
auch am äußeren Schaufelende von Rotoren zu finden
sind. Die Leckageströmung wird üblicherweise durch
Dichtspitzen, die innerhalb der Kavität, in die das Deckband
eingebettet ist, angeordnet sind, klein gehalten. Die Leckageströmung
kann dennoch, insbesondere in aerodynamisch sehr hoch belasteten Schaufelreihen,
die durch einen hohen statischen Druckanstieg und somit einen hohen
Antrieb für die Leckageströmung gekennzeichnet
sind, sehr schädliche Auswirkungen auf das Leistungsverhalten
der Strömungsarbeitsmaschine haben.
-
-
Die 1a zeigt
schematisch einen Abschnitt einer Strömungsarbeitsmaschine,
bestehend aus einer Rotorschaufelreihe und einer Statorschaufelreihe.
Besonders hervorgehoben ist die Deckbandanordnung am äußeren
Schaufelende des Rotors. Nach dem Stand der Technik besteht die
Deckbandanordnung aus einer großen Kavität, die
im Gehäuse vorgesehen ist und das Deckband zur Schaffung
einer möglichst glatten äußeren Hauptströmungspfadbegrenzung
vollständig in sich aufnimmt.
-
Die 1b zeigt
schematisch einen Abschnitt einer Strömungsarbeitsmaschine,
bestehend aus einer festen Statorschaufelreihe und einer Rotorschaufelreihe.
Besonders hervorgehoben ist die Deckbandanordnung am inneren Schaufelende
des festen Stators. Nach dem Stand der Technik besteht die Deckbandanordnung
aus einer großen Kavität, die in der Nabe vorgesehen
ist und die das Deckband zur Schaffung einer möglichst
glatten inneren Hauptströmungspfadbegrenzung vollständig
in sich aufnimmt.
-
Die 1c zeigt
schematisch einen Abschnitt einer Strömungsarbeitsmaschine,
bestehend aus einer Reihe verstellbarer (variabler) Statoren und einer
Rotorschaufelreihe. Besonders hervorgehoben ist die Deckbandanordnung
am inneren Schaufelende des Verstellstators. Nach dem Stand der
Technik besteht die Deckbandanordnung auch hier aus einer großen
Kavität, die in der Nabe vorgesehen ist und die das Deckband
zur Schaffung einer möglichst glatten inneren Hauptströmungspfadbegrenzung
vollständig in sich aufnimmt.
-
Die 1d zeigt,
stellvertretend für Deckbänder von verstellbaren
oder festen Rotoren und Statoren, eine Anordnung aus drei Schaufelreihen am
Rand des Hauptströmungspfades einer Strömungsarbeitsmaschine,
bestehend aus einer stromauf liegenden Schaufelreihe, einer Schaufelreihe
mit Deckband und einer stromab liegenden Schaufelreihe. Es kann
sich bei dieser Darstellung sowohl um eine Region am Gehäuse
als auch eine Region an der Nabe der Strömungsarbeitsmaschine
handeln.
-
Das
Deckband ist in ein umgebendes Bauteil oder eine umgebende Baugruppe
(Rotornabe oder Gehäuse) eingebettet und fügt
sich nach dem Stand der Technik ohne Überstand glatt in
den Verlauf des Hauptströmungspfades ein. Das Deckband
kann massiv oder auch (wie hier nicht gezeigt) hohl gestaltet sein
und besteht aus einem oder mehreren Bauteilen. Die zwischen dem
Deckband und dem umgebenden Bauteil auftretende Leckageströmung
(kleine Pfeile), die entgegen der Hauptströmungsrichtung (dicker
Pfeil) verläuft, wird durch eine Anzahl von Dichtspitzen
gemindert. Die Dichtspitzen können am umgebenden Bauteil
oder auch (wie hier nicht dargestellt) am Deckband selbst angeordnet
sein. Zwischen dem umgebenden Bauteil und dem Deckband besteht üblicherweise
eine Relativbewegung. Im Bereich des Deckbandes sind die Vorderkante
(VK) und Hinterkante (HK) der betrachteten Schaufelreihe angedeutet.
Ein dünner langer Pfeil charakterisiert die randnahe Strömung
entlang der im Wesentlichen glatt verlaufenden Berandung des Hauptströmungspfades.
Die Ringkanalabschnitte vor und hinter der dargestellten Schaufelreihe
mit Deckband können entweder unbeschaufelt ausgeführt
sein oder mit mindestens einer weiteren Schaufelreihe versehen sein.
-
Bei
Deckbandanordnungen nach dem Stand der Technik ist der Leckagestrom
im Wesentlichen durch den Spalt gegeben, den die Dichtspitzen mit der
ihnen gegenüberliegenden Kontur bilden. Dabei steigt der
Leckagestrom mit der aerodynamischen Belastung, die für
die mit Deckband versehene Schaufelreihe gewählt wird,
stark an. Die Folge sind schlechte Betriebskennwerte im Hinblick
auf den Wirkungsgrad, die Stabilität und die Weite des
Betriebsbereichs der Strömungsarbeitsmaschine.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schaufelreihen von Strömungsarbeitsmaschinen
wie Bläser, Verdichter, Pumpen und Ventilatoren axialer oder
halbaxialer Bauart mit gasförmigem oder flüssigem
Arbeitsmedium. Die Strömungsarbeitsmaschine kann eine oder
mehrere Stufen mit jeweils einem Rotor und einem Stator umfassen,
in Einzelfällen wird die Stufe lediglich durch einen Rotor
gebildet. Der Rotor besteht aus einer Anzahl von Schaufeln, die mit
der rotierenden Welle der Maschine verbunden sind und Energie an
das Arbeitsmedium abgeben. Der Rotor kann mit oder ohne Deckband
am äußeren Schaufelende ausgeführt sein.
Der Stator besteht aus einer Anzahl feststehender Schaufeln, die
nebenseitig wie gehäuseseitig mit festem oder freiem Schaufelende
ausgeführt sein können. Die Rotortrommel und die
Beschaufelung sind üblicherweise von einem Gehäuse
umgeben. Die Maschine kann auch einen Stator vor dem ersten Rotor,
ein sogenanntes Vorleitrad aufweisen. Mindestens ein Stator oder
Vorleitrad kann -abweichend von der unbeweglichen Fixierungdrehbar
gelagert sein, um den Anstellwinkel zu verändern. Eine
Verstellung erfolgt beispielsweise durch eine von außerhalb
des Ringkanals zugängliche Spindel. Alternativ kann die
besagte Strömungsarbeitsmaschine bei Mehrstufigkeit zwei
gegenläufige Wellen besitzen, so dass die Rotorschaufelreihen
von Stufe zu Stufe die Drehrichtung wechseln. Hierbei existieren
keine Statoren zwischen aufeinander folgenden Rotoren. Schließlich kann
die Strömungsarbeitsmaschine alternativ eine Nebenstromkonfiguration
derart aufweisen, dass sich der einstromige Ringkanal hinter einer
bestimmten Schaufelreihe in zwei konzentrische Ringkanäle aufteilt,
die ihrerseits mindestens jeweils eine weitere Schaufelreihe beherbergen. 2 zeigt
beispielhaft vier mögliche Konfigurationen der Strömungsarbeitsmaschine.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strömungsarbeitsmaschine
sowie ein zugehöriges Deckband zu schaffen, welches sich
durch einen erhöhten Wirkungsgrad und optimierte Strömungsverhältnisse
auszeichnet.
-
Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Hauptanspruchs gelöst,
die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
-
Erfindungsgemäß ist
für den Einsatz in einer Strömungsarbeitsmaschine
eine Schaufeldeckbandanordnung geschaffen, die durch Generierung eines
Fluidsperrstrahls die Leckage durch die Kavität um das
Deckband unterbindet.
-
Im
einzelnen umfasst die vorliegende Erfindung die Gestaltung des Deckbandes
der Schaufelreihe (Rotor oder Stator) einer Strömungsarbeitsmaschine
derart, dass
- a.) die das Deckband bildende
Baugruppe an mindestens einem Ort des Umfangs eine Innenkammer aufweist,
- b.) die Innenkammer entweder durch mindestens eine Schaufel
oder durch mindestens eine zusätzliche Zuleitung mit Fluid
versorgt wird,
- c.) die Innenkammer des Deckbandes über mindestens
einen Auslasskanal mit dem Hauptströmungspfad oder der
das Deckband umgebenden Kavität verbunden ist und auf diese
Weise ein Fluidsperrstrahl ausgebildet wird, mit, dessen Hilfe eine
Leckageströmung durch die das Deckband umgebenden Kavität
unterbunden wird.
-
Im
Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit den Figuren beschrieben. Dabei zeigt:
-
1a:
Schaufel nach dem Stand der Technik, Rotor;
-
1b:
Schaufel nach dem Stand der Technik, fester Stator;
-
1c:
Schaufel nach dem Stand der Technik, Verstell-Stator;
-
1d:
Schaufeldeckbandkonfiguration, Stand der Technik;
-
2:
mögliche Konfigurationen erfindungsrelevanter Strömungsarbeitsmaschinen;
-
3a:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, ohne Anströmschräge,
Variante 1;
-
3b:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, ohne Anströmschräge,
Variante 2;
-
3c:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, ohne Anströmschräge,
Variante 3;
-
4a:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit Anströmschräge
am Hauptströmungspfad, Variante 1;
-
4b:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit Anströmschräge
am Hauptströmungspfad, Variante 2;
-
4c:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit Anströmschräge
in der Kavität;
-
4d:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit Anströmschräge
am Boden der Kavität;
-
5a:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit kombinerter
Dichtspitze und Anströmschräge am Boden der Kavität;
-
5b:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit kombinerter
Dichtspitze und Anströmschräge nahe des Hauptströmungspfades,
Variante 1;
-
5c:
Erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, mit kombinerter
Dichtspitze und Anströmschräge nahe des Hauptströmungspfades,
Variante 2;
-
6a:
Räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen
Deckbandes, beispielhaft für Anordnungen nach 3c und 4a;
-
6b:
Räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen
Deckbandes, periodisch variierende Weite des Auslasses.
-
Eine
konventionelle Deckbandkonfiguration nach dem Stand der Technik,
wie sie in 1d gezeigt ist, sieht im Bereich
der Hinterkante der betreffenden Schaufelreihe einen ungehinderten
Eintritt der Randströmung in die Deckbandkavität
vor, ohne dass die rezirkulierende Leckageströmung aktiv
beeinflusst wird.
-
Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, vom Deckband aus einen Fluidsperrstrahl entstehen zu lassen,
der den Leckagestrom verringert oder idealerweise unterbindet. Dies
kann praktisch auf jeder der vier in 1d bezeichneten
Seiten des Deckbandes Innenseite geschehen:
- 1.)
auf der Innenseite (an den Hauptströmungspfad grenzend);
- 2.) auf der Rückseite (stromabwärts weisend);
- 3.) auf der Außenseite (zum Kavitätenboden
weisend);
- 4.) auf der Frontseite (stromaufwärts weisend).
-
Besonders
vorteilhaft ist die Anordnung des Sperrstrahls auf Innen-, Rück-,
oder Außenseite.
-
Erfindungsgemäße
Deckbandkonfigurationen sind in 3a bis 6 dargestellt. Die stromauf und stromab
der betrachteten Schaufelreihe liegenden Bereiche des Hauptströmungspfades
können selbstverständlich, auch wenn hier nicht
mehr dargestellt, weitere Schaufelreihen beherbergen. Entscheidend
für die vorliegende Erfindung ist die Gestaltung des Deckbandes
der betrachteten Schaufelreihe.
-
Die 3a bis 3c zeigen
beispielhaft erfindungsgemäße Deckbandkonfigurationen,
die im Vergleich zur konventionellen Bauweise der Strömungsarbeitsmaschine
keine zusätzlichen Änderungen der Bauteile in
der Umgebung des Deckbandes erfordern.
-
3a zeigt
eine Anordnung aus einem Teil des Hauptströmungspfades
und das mit Deckband versehene Ende einer Schaufelreihe mit seiner
Vorderkante (VK) und Hinterkante (HK). Zwei dicke Pfeile deuten
die Hauptströmung in der Strömungsarbeitsmaschine
an. Die hier dargestellte erfindungsgemäße Lösung
sieht vor, dass das Deckband mindestens eine Innenkammer aufweist,
die sich über die Gesamtheit oder nur Teile des Umfangs
erstreckt. Die Innenkammer wird durch mindestens eine Schaufel der
zum Deckband gehörigen Schaufelreihe oder durch mindestens
eine zusätzliche Leitung mit Fluid versorgt (siehe gestrichelter
Pfeil). Die Innenkammer steht über mindestens einen Auslasskanal
mit dem Hauptströmungspfad in Verbindung und besitzt eine Öffnung
auf der Innenseite des Deckbandes.
-
Erfindungsgemäß ist
es besonders vorteilhaft, wenn die Öffnung eines solchen
Auslasses im Bereich der Hinterkante vorgesehen ist und eine düsenartige
Form aufweist. Der aus der Öffnung strömende Fluidstrahl
versperrt aufgrund seines geradlinigen Verlaufes entlang des Ringkanals
den Zugang zur Deckbandkavität und unterbindet auf diese
Weise einen gegen die Hauptströmungsrichtung weisenden Leckagestrom
durch die Kavität. In besonderer Ausführung der
Erfindung kann es, speziell aus Gründen der Verschleißminderung,
vorteilhaft sein, die nach dem Stand der Technik stets vorgesehenen
und hier gestrichelt am Boden der Kavität angedeutet Dichtspitzen
nicht vorzusehen.
-
Die 3b zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals stromab der Hinterkante auf
der Innenseite des Deckbandes angeordnet ist und so den Fluidsperrstrahl
sehr nahe am Zugang zur Kavität erzeugt.
-
Die 3c zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals stromab der Hinterkante
auf der Rückseite des Deckbandes angeordnet ist und so
den Fluidsperrstrahl ebenfalls sehr nah am Zugang zur Kavität erzeugt.
Diese Anordnung erfordert erfindungsgemäß im Bereich
der Hinterkante der Schaufelreihe mit Deckband ein Vorstehen des
Deckbandes in den Hauptströmungspfad zum Zwecke der Ausbildung
eines erforderlichen Absatzes und Sicherstellung eines ungestörten
Einströmens des Sperrstrahls in den weiteren Verlauf des
Hauptströmungspfades.
-
Die 4a zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals stromab der Hinterkante
auf der Rückseite des Deckbandes angeordnet ist und so
den Fluidsperrstrahl ebenfalls sehr nah am Zugang zur Kavität erzeugt.
Diese Anordnung sieht erfindungsgemäß kein Vorstehen
des Deckbandes in den Hauptströmungspfad zum Zwecke der
Ausbildung eines erforderlichen Absatzes vor, sondern stellt ein
ungestörtes Einströmen des Sperrstrahls in den
weiteren Verlauf des Hauptströmungspfades durch Vorsehung
einer Anströmschräge an dem das Deckband umgebenden
Bauteil vor, die gegebenenfalls auch in den beschaufelten Bereich
einer eventuell stromab angeordneten Schaufelreihe hineinreichen
kann. Die Anströmschräge befindet sich in direkter
Verlängerung und Umgebung der Ausströmrichtung
des Fluidstrahls aus der Auslassöffnung.
-
Die 4b zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals stromab der Hinterkante
auf der Rückseite des Deckbandes angeordnet ist. Diese
Anordnung sieht erfindungsgemäß zur Sicherstellung
eines ungestörten Einströmens des Sperrstrahls
in den weiteren Verlauf des Hauptströmungspfades einer
Anströmschräge an dem das Deckband umgebenden Bauteil
vor, die sich weit in Richtung des Kavitätenbodens fortsetzt
und gegebenenfalls auch in den beschaufelten Bereich einer eventuell
stromab angeordneten Schaufelreihe hineinreichen kann.
-
Die 4c zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals in Nähe der
schräg orientierten Außen- beziehungsweise Rückseite
des Deckbandes angeordnet ist. Diese Anordnung sieht erfindungsgemäß eine
der Auslassöffnung gegenüberliegende Kontur der
Kavität vor, die als Anströmschräge dient
und auf diese Weise sichergestellt, dass die Sperrwirkung erreicht
wird und das Fluid des Sperrstrahls den Weg zum Hauptströmungspfad
findet.
-
Die 4d zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals in Nähe der
Rückseite des Deckbandes auf der Außenseite des
Deckbandes angeordnet ist. Diese Anordnung sieht erfindungsgemäß eine
der Auslassöffnung etwa gegenüberliegende Anströmschräge
vor, die vom Boden der Kavität ausgeht. Auf diese Weise
wird sichergestellt, dass die Sperrwirkung erreicht wird und das
Fluid des Sperrstrahls den Weg zum Hauptströmungspfad findet.
-
Die 5a zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals auf der Außenseite
des Deckbandes angeordnet ist. Diese Anordnung sieht erfindungsgemäß eine
der Auslassöffnung etwa gegenüberliegende Anströmschräge
vor, die gleichzeitig Teil einer Dichtspitze am Boden der Kavität
ist. Auf diese Weise wird auf baulich besonders günstige
Weise sichergestellt, dass bei Vorhandensein von Dichtspitzen die Sperrwirkung
erreicht wird und das Fluid des Sperrstrahls den Weg zum Hauptströmungspfad
findet.
-
Die 5b zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals in Nähe der
Rückseite des Deckbandes auf der Außenseite des
Deckbandes angeordnet ist.
-
Diese
Anordnung sieht erfindungsgemäß eine der Auslassöffnung
etwa gegenüberliegende Anströmschräge
vor, die gleichzeitig Teil einer Dichtspitze mit möglichst
großer Nähe zum Hauptströmungspfad ist.
Zum Boden der Kavität hin existiert mindestens ein weiterer
Absatz.
-
Die 5c zeigt
eine erfindungsgemäße Deckbandkonfiguration, bei
der die Öffnung des Auslasskanals in Nähe der
Rückseite des Deckbandes auf der Außenseite des
Deckbandes angeordnet ist. Diese Anordnung sieht erfindungsgemäß eine
der Auslassöffnung etwa gegenüberliegende Anströmschräge
vor, die gleichzeitig Teil einer Dichtspitze mit möglichst
großer Nähe zum Hauptströmungspfad ist. Die
Deckbandaußenseite und die Kavitätenoberfläche
sind hier V-förmig gestaltet.
-
Die 6a zeigt
in räumlicher Darstellung ein erfindungsgemäßes
Deckband am Beispiel der Anordnung nach 3c oder 4a.
Erkennbar sind die Enden dreier Schaufeln einer mit Deckband versehenen
Schaufelreihe mit stromaufwärts gerichtetem Blick auf die
Hinterkanten der Schaufeln. Der Schnitt durch die Anordnung von
Schaufel und Deckband am linken Rand der Abbildung zeigt schematisch
die Führung von Fluid durch mindestens eine der Schaufeln
zur Innenkammer des Deckbandes und das Ausströmen des Fluidsperrstrahls
durch die Auslassöffnung an der Rückseite des
Deckbandes.
-
Erfindungsgemäß kann
vorteilhaft mindestens ein weiterer von einer der Innenkammern ausgehender
Auslass vorgesehen sein, der entweder an derselben Seite oder an
einer anderen Seite des Deckbandes angeordnet ist, beispielsweise:
- a.) ein Auslass auf der Innenseite in Kombination mit
einem Auslass auf der Rückseite des Deckbandes;
- b.) ein Auslass auf der Rückseite in Kombination mit
einem Auslass auf der Außenseite des Deckbandes (wie in 6a gepunktet
an gedeutet);
- c.) zwei Auslässe auf der Innenseite in Maschinenachsrichtung
hintereinander;
- d.) zwei Auslässe auf der Rückseite in Schaufelhöhenrichtung übereineinander,
usw.
-
In
der in 6a gewählten Darstellung
besteht die Auslassöffnung aus einem achsensymmetrischen,
durchgehenden Schlitz konstanter Weite. Erfindungsgemäß sind
jedoch ebenfalls funktional ähnlich wirkende Auslassöffnungen,
wie:
- a.) ein in Umfangsrichtung unterbrochener Schlitz;
- b.) ein in Umfangsrichtung unterbrochener Schlitz, wobei die
Anzahl der Unterbrechungen als Einfaches oder Vielfaches der Anzahl
der Schaufeln gegeben ist;
- c.) eine Lochreihe in Umfangsrichtung;
- d.) eine Anordnung aus geneigten und gegebenenfalls in Umfangsrichtung überlappenden Schlitzen;
usw.
-
Die
im Zusammenhang mit 6a geschilderten Merkmale mehrfacher
Auslässen sowie funktionalähnlicher Auslassformen
gelten selbstverständlich nicht nur für die dargestellte
Formation mit Auslass an der Deckbandrückseite, sondern
für alle weiteren als erfindungsgemäß dargelegten
Auslassanordnungen.
-
Die 6b zeigt
schließlich eine Anordnung ähnlich wie in 6a,
jedoch mit einer periodisch in Umfangsrichtung variierenden Weite
des Auslasses. Erfindungsgemäß besonders günstig
ist es, wenn die Periode, mit der die Auslassweite schwankt, im
Wesentlichen übereinstimmt mit der von den zugehörigen
Schaufeln der Schaufelreihe vorgegebenen Teilung, d. h. S ungefähr
gleich oder gleich P.
-
Weitere Beschreibung der Erfindung:
-
Punkt 1:
-
Deckband
einer Schaufelreihe von verdrehbaren oder unverdrehbar fixierten
Stator- oder Rotorschaufeln für die Verwendung in einer
Strömungsarbeitsmaschine, insbesondere in einem Flugtriebwerkverdichter,
mit besonderer Gestaltung zur Reduzierung rezirkulierender Leckageströme
durch die Deckbandkavität und dadurch gekennzeichnet, dass:
- a.) die das Deckband bildende Baugruppe über der
Gesamtheit oder einen Teil des Umfangs mindestens eine Innenkammer
aufweist;
- b.) die mindestens eine Innenkammer entweder durch mindestens
eine Schaufel oder durch mindestens eine zusätzliche Zuleitung
aus einer zur Verfügung stehenden Quelle mit Fluid versorgt wird;
- c.) die mindestens eine Innenkammer über mindestens
einen Auslass mit dem die Schaufeln umgebenden Hauptströmungspfad
oder der das Deckband umgebenden Kavität verbunden ist;
- d.) der mindestens eine Auslass sich über die Gesamtheit
oder einen Teil des Umfangs erstreckt und an einer der vier Seiten
des Deckbandes (Innen-, Rück-, Außen-, Frontseite)
angeordnet ist;
- e.) die Form des Auslasses und die Form der Auslassöffnung
so beschaffen sind, dass vom Auslass ein Fluidsperrstrahl ausgeht;,
der eine Rezirkulation von Fluid durch die Deckbandkavität
unterbindet.
-
Punkt 2:
-
Deckband
nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Auslass
zur Sperrstrahlerzeugung am Hauptströmungspfad auf der Deckbandinnenseite
in Nähe der Schaufelhinterkante angeordnet ist.
-
Punkt 3:
-
Deckband
nach Punkt 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein
Auslass zur Sperrstrahlerzeugung in unmittelbarer Nähe
des Hauptströmungspfades auf der Deckbandrückseite angeordnet
ist und das Deckband in diesem Bereich zur Ermöglichung
einer ungestörten Ausbreitung des Fluidsperrstrahls entlang
der Begrenzung des Hauptströmungspfades einen Absatz (Überstand)
aufweist.
-
Punkt 4:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Auslass zur Sperrstrahlerzeugung in unmittelbarer Nähe des
Hauptströmungspfades auf der Deckbandrückseite
angeordnet ist und in direkter Verlängerung des Auslasskanals
eine Anströmschräge an dem das Deckband umgebenden
Bauteil geschaffen ist, gegen die der Fluidsperrstrahl gerichtet
ist und die im weiteren Verlauf ein Anschmiegen des Fluidsperrstrahls
an die Begrenzung des Hauptströmungspfades sicherstellt.
-
Punkt 5:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Auslass zur Sperrstrahlerzeugung auf der Deckbandaußenseite
angeordnet ist und in direkter Verlängerung des Auslasskanals
an dem das Deckband umgebenden Bauteil eine Anströmschräge
geschaffen ist, gegen die der Fluidsperrstrahl gerichtet ist und
die im weiteren Verlauf ein Anschmiegen des Fluidsperrstrahls an
die Begrenzung der Deckbandkavität und eine Zuführung
des Sperrstrahlfluids zum Hauptströmungspfad sicherstellt.
-
Punkt 6:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anströmschräge an eine als Dichtspitze ausgeformte
Erhebung der das Deckband umgebenden Kavitätenkontur grenzt und
auf diese Weise eine örtlich und funktionell kombinierte
Wirkung von Dichtspitze und Sperrstrahl erreicht wird.
-
Punkt 7:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Meridianschnitt der
Strömungsarbeitsmaschine betrachtet mindestens ein weiterer
von einer der Innenkammern ausgehender Auslass an anderer Position
auf einer der Deckbandseiten vorgesehen ist.
-
Punkt 8:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Auslassöffnung durch einen achsensymmetrischen, in Umfangsrichtung
durchgehenden Schlitz konstanter Weite gebildet wird.
-
Punkt 9:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Auslassöffnung durch einen achsensymmetrischen, in Umfangsrichtung
unterbrochenen Schlitz konstanter Weite gebildet wird.
-
Punkt 10:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anzahl der Unterbrechungen als Einfaches oder Vielfaches der Anzahl
der Schaufeln der betreffenden Schaufelreihe mit Deckband gegeben
ist.
-
Punkt 11:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Auslassöffnung durch eine in Umfangsrichtung verlaufenden
Reihe von Löchern gegeben ist.
-
Punkt 12:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Auslassöffnung durch eine in Umfangsrichtung orientierte
Gruppierung von gegen die Umfangsrichtung geneigten und gegebenenfalls
in Umfangsrichtung überlappenden Schlitzen gegeben ist.
-
Punkt 13:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Weite der Auslassöffnung periodisch in Umfangsrichtung
schwankt und der Umfangswinkelbetrag bzw. die Umfangslänge
der Schwankungsperiode P im Wesentlichen mit dem Umfangswinkelbetrag
bzw. der Umfangslänge einer Schaufelteilung S übereinstimmt
oder ein Vielfaches bildet.
-
Punkt 14:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
Auslasskanal zur Auslassöffnung hin einen kontrahierenden
und damit düsenförmigen Querschnittsverlauf besitzt.
-
Punkt 15:
-
Deckband
nach einem der Punkte 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass außer
in Kombination mit einer Anströmschräge, die die
Wirksamkeit des Fluidsperrstrahls sichert, keine weiteren Dichtspitzen am
Deckband oder an der Kavitätenkontur vorgesehen sind.
-
Die
vorliegende Erfindung erlaubt eine deutlich höhere aerodynamische
Belastbarkeit von Rotoren und Statoren in Strömungsarbeitmaschinen,
bei gleichbleibendem oder erhöhtem Wirkungsgrad. Bei Einsatz
des Konzeptes im Hochdruckverdichter eines Flugtriebwerkes mit rund
25000 Pfund Schub ist eine Reduzierung des spezifischen Kraftstoffverbrauches
von bis zu 0,5% zu erwarten.
-
- 1
- Schaufel
- 2
- Deckband
- 3
- Ausnehmung
- 4
- Gehäuse
- 5
- Nabe
- 6
- Maschinenachse
- 7
- Innenkammer
- 8
- Auslass
- 9
- Kavität
- 10
- Anströmschräge
- 11
- Auslass
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1531234
B1 [0002]
- - US 6508624 B2 [0002]
- - WO 01/83950 A1 [0002]