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System und Verfahren zum Bereitstellen einer fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung
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Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum Bereitstellen einer Bedienungsanleitung für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie des Oberbegriffs des Patentanspruchs 6.
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Bisher werden Kraftfahrzeuge meist mit in Papierform erzeugten Bedienungsanleitungen ausgeliefert. Diese sind in der Regel so ausgelegt, dass in ihr eine Vielzahl, in der Regel alle, Merkmale des Fahrzeugs beschrieben werden, die in irgendeiner Ausstattungsvariante eines Kraftfahrzeugmodells auftreten. Für einen Nutzer ist es daher schwierig, sich die nötigen Informationen zu beschaffen, die speziell die Ausstattungsvariante seines Fahrzeugs betreffen. Je umfangreicher die Ausstattungsmerkmale werden und je variantenreicher die Ausstattung eines Kraftfahrzeugmodells ist, desto umfangreicher werden die gedruckten Bedienungsanleitungen und desto schwieriger wird das Auffinden der benötigten Informationen.
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Aus der
DE 199 49 495 A1 ist ein Verfahren zur Erstellung von schriftlichen Unterlagen für ein in der Serie und am Fließband hergestelltes Produkt bekannt, wobei während des Produktionsvorgangs unmittelbar am Fließband ein Produktbuch erzeugt wird, wobei die wesentlichen technischen Merkmale des Produkts in das Produktbuch aufgenommen werden, die für die Benutzung und/oder Bedienung des Produkts relevanten Hinweise in dem Produktbuch vermerkt werden, und die für das jeweilige Produktexemplar charakteristischen, individuellen Ausstattungseigentümlichkeiten in das diesem Produktexemplar speziell zugeordnete und auf dieses Produktexemplar zugeschnittene Produktbuch aufgenommen werden. Dieses Verfahren ermöglicht es zwar, ein produktbezogenes, d.h. fahrzeugspezifisches, Produkthandbuch zu erstellen. Jedoch ist die Herstellung eines ansprechenden, eine hohe Druckqualität aufweisenden Produkthandbuchs, welches fahrzeugindividuell am Fließband hergestellt wird, wirtschaftlich kaum zu realisieren.
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Der Artikel von Herlyn, Wilmjakob. „Individuelle Bedienungsanleitung für variantenreiche Serienprodukte" Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb, vol. 100, no. 5, 2005, pp. 291-298. https://doi.org/10.3139/104.100899 wird - am Beispiel von Fahrzeugen - gezeigt, wie eine individuelle Bedienungsanleitung auf Basis einer SGML/XML-basierten DTD (Document Type Definition) generiert werden kann, die mit den Produkteigenschaften attributiert ist.
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Neuere Überlegungen gehen daher dahin, ein Bedienhandbuch elektronisch bereitzustellen, d.h. in einer Form, in der es über eine Anzeigevorrichtung darstellbar ist.
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Aus der
DE 100 06 351 A1 ist eine Vorrichtung zum Abrufen von Informationen zur Funktion und Bedienung verschiedener Einrichtungen eines Kraftfahrzeugs beschrieben, wobei das
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Kraftfahrzeug mit mindestens einem Fahrzeugbus ausgestattet ist, an den verschiedene Komponenten der Fahrzeugelektronik angeschlossen sind. Die Vorrichtung umfasst eine Informationsbasis, in der Informationen zur Funktion und Bedienung verschiedener Einrichtungen des Kraftfahrzeugs abgespeichert sind, einen an die Informationsbasis angeschlossenen Mikrorechner, Eingabemittel zum Abrufen von Informationen von der Informationsbasis und Ausgabemittel zur Wiedergabe der abgerufenen Informationen. Bei der beschriebenen Vorrichtung ist beschrieben, dass der Mikrorechner an den Fahrzeugbus angeschlossen und so programmiert ist, dass der Informationsbedarf des Benutzers durch Auswertung der von den einzelnen Komponenten der Fahrzeugelektronik an den Fahrzeugbus gelieferten Daten ermittelt wird und entsprechende Informationen automatisch von der Informationsbasis abgerufen und wiedergegeben werden. Diese beschriebene Vorrichtung hilft zwar beim Auffinden der benötigten Informationen, in dem Fall, dass an eine Fahrzeugkomponente ein Fehlerzustand aufgetreten ist, zu dem ein Nutzer Funktions- oder Bedienungsinformationen benötigt. Das Problem, dass ein Nutzer einen Problemfall unabhängigen Informationsbedarf hat, ist nicht adäquat gelöst.
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Aus der
US 6 618 630 B1 ist eine Benutzerschnittstelle für ein Prozesssteuernetzwerk bekannt, bei der ein Controller mit Feldgeräten kommuniziert und einen Status von diesen abfragen kann. Ein ähnliches System ist aus der
US 2004/0098143 A1 bekannt.
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Der Erfindung liegt somit die technische Aufgabe zugrunde, ein System und ein Verfahren zu schaffen, die eine fahrzeugspezifische Bedienungsanleitung bereitstellen.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 erfindungsgemäß gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Vorgeschlagen wird somit ein System zum Bereitstellen einer Bedienungsanleitung für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine in einem Speicher abgelegte Informationsbasis, in der Informationsmodule für die möglichen verbauten Komponenten und Bauteile des Kraftfahrzeugs vorgehalten sind, wobei die Informationsmodule Bedieninformationen und sonstige nützliche Informationen umfassen, mit dem Fahrzeugdatenbussystem verknüpfte Komponenten, wobei eine der Komponenten ein Entscheidersystem umfasst, das anhand einer Auswertung einer Kommunikation mit den Komponenten des Kraftfahrzeugs und/oder der Komponenten untereinander eine Bedienungsanleitung bereitstellt, wobei vorgesehen ist, dass das Entscheidersystem ausgebildet ist, beim Auswerten der Kommunikation die im Kraftfahrzeug verbauten Komponenten und Bauteile über ausgetauschte Informationen, welche es dem Entscheidersystem ermöglichen, die einzelnen verbauten Komponenten zu identifizieren, automatisch zu identifizieren und in die Bedienungsanleitung nur Informationsmodule der verbauten Komponenten und Bauteile einzufügen, um eine fahrzeugspezifische Bedienungsanleitung bereitzustellen. Es wird somit ein Verfahren zum Bereitstellen einer Bedienungsanleitung für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, bei dem Informationsmodule für die möglichen verbauten Komponenten und Bauteile des Kraftfahrzeugs in einer in einem Speicher abgelegten Informationsbasis vorgehalten werden, wobei die Informationsmodule Bedieninformationen und sonstige nützliche Informationen umfassen. Ein Entscheidersystem, das in einer der Komponenten des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist, wertet eine Kommunikation mit über ein Fahrzeugdatenbussystem verknüpften Komponenten aus und stellt basierend auf der Auswertung eine Bedienungsanleitung bereit. Hierbei ist vorgesehen, dass das Entscheidersystem beim Auswerten der Kommunikation, die im Kraftfahrzeug verbauten Komponenten und Bauteile über ausgetauschte Informationen, welche es dem Entscheidersystem ermöglichen, die einzelnen verbauten Komponenten zu identifizieren, automatisch identifiziert und in die Bedienungsanleitung nur Informationsmodule der verbauten Komponenten und Bauteile einfügt, um eine fahrzeugspezifische Bedienungsanleitung bereitzustellen. Der entscheidende Vorteil des vorgeschlagenen Systems und des vorgeschlagenen Verfahrens liegt darin, dass das Entscheidersystem die Bedienungsanleitung auch an nach einer Auslieferung aus einem Produktionswerk vorgenommene Veränderungen automatisch anpasst. Wird beispielsweise ein ursprünglich verbautes Autoradio ausgetauscht und in den für das Autoradio vorgesehenen Bauraum beispielsweise ein Navigationssystem eingebaut, so erkennt das Entscheidersystem anhand der über den Fahrzeugdatenbus geführten Kommunikation, dass das Autoradio nicht mehr vorhanden ist und statt dessen ein Navigationssystem eingefügt worden ist. Folglich sorgt das Entscheidersystem dafür, dass die Bedienungsanleitung entsprechend angepasst wird und die sich auf das Autoradio beziehenden Informationsmodule entfernt werden und stattdessen Informationsmodule eingefügt werden, die das Navigationssystem beschreiben. Ferner ist die Erfindung so ausgebildet, dass sie nicht nur die Komponenten erkennt, die über das Fahrzeugdatenbussystem kommunizieren, sondern auch Bauteile, die nicht kommunikationstechnisch ausgerüstet sind. Alle diese Ausstattungsmerkmale werden hier unter dem Betriff Bauteile zusammengefasst.
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Um jederzeit in der Lage zu sein, eine vollständige Bedienungsanleitung bereitzustellen, ist bei einer Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass das Entscheidersystem eine Verbauliste in dem Speicher ablegt, in dem erkannte verbaute Komponente und Bauteile aufgelistet sind. In eine solche Liste können vor allen Dingen die Bauteile aufgenommen werden, die nicht selbstständig über den Fahrzeugdatenbus mit anderen Komponenten kommunizieren können. Dieses sind beispielsweise insbesondere mechanische Bauteile, die keine elektronischen Komponen ten umfassen, die über einen Fahrzeugdatenbus angesteuert werden. Die Informationen über diese Bauteile können einer oder mehreren Komponenten für die Zwecke der Erzeugung einer vollständigen Bedienungsanleitung zugeordnet sein, die über eine Kommunikation mit dem Entscheidersystem diesem ermöglichen, die verbauten Bauteile zu identifizieren.
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Um insbesondere solche Bauteile identifizieren zu können, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass das Entscheidersystem aktiv eine Kommunikation mit den mit dem Datenbus verknüpften Komponenten ausführt, um Informationen über verbaute Komponenten und Bauteile auszutauschen. Bei dieser Weiterbildung wird das Entscheidersystem die einzelnen über das Fahrzeugdatenbussystem miteinander verknüpften Komponenten vorzugsweise periodisch abfragen, um Informationen über verbaute Bauteile bzw. die Komponente selbst auszutauschen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die Informationsbasis eine fahrzeuginteme Datenbank umfassen, die insbesondere auf einem Wechselspeichermedium abgelegt ist. Bei dem Wechselspeichermedium kann es sich beispielsweise um eine CD oder eine DVD oder auch um eine Speicherkarte handeln. Um jedoch auch eine Aktualisierung zu ermöglichen, wenn Fahrzeugkomponenten eingebaut werden, die nach einem Produktionsdatum des Kraftfahrzeugs entwickelt wurden, sieht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass eine Kommunikationseinheit in dem Kraftfahrzeug vorgesehen ist, um von einer fahrzeugextemen Datenbank Informationsmodule abzurufen. Erkennt das Entscheidersystem, dass dem Fahrzeugsystem eine Komponente oder ein Bauteil zugefügt wurden, zu dem keine geeigneten Informationsmodule in einer fahrzeugintemen Datenbank vorhanden sind, so wird das Entscheidersystem über die Kommunikationseinheit des Kraftfahrzeugs die notwendigen Informationsmodule von einer fahrzeugextemen Datenbank abrufen.
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Um eine schnelle Verfügbarkeit der Bedienungsanleitung zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn das Entscheidersystem ausgebildet ist, ein Anleitungsgerüst in dem Speicher abzulegen, in dem die zur fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung gehörigen Informationsmodule aufgeführt sind. Der benötigte Rechenaufwand zur Ermittlung der einzelnen Informationsmodule kann hierdurch im Abfragefall durch den Nutzer, d.h. den Bedienfall, in dem der Nutzer Informationen aus der Bedienungsanleitung abrufen will, deutlich reduziert werden. In dem Anleitungsgerüst können Verweise in die Informationsbasis hinterlegt sein. Ferner können aber auch schon logische Gruppierungen einzelner Informationsmodule in dem Anleitungsgerüst enthalten sein. Das Anleitungsgerüst kann somit bereits eine Grob- bis Feingliederung der Bedienungsanleitung umfassen sowie eine logische Struktur der Bedienungsanleitung abbilden.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigt:
- 1 eine schematische Darstellung eines Systems zum Bereitstellen einer fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung in einem Kraftfahrzeug.
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In 1 ist ein System 1 zum Bereitstellen einer fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung in einem Kraftfahrzeug 2 schematisch dargestellt. Das Kraftfahrzeug umfasst mehrere Komponenten 3, die über ein Fahrzeugdatenbussystem 4 kommunikationstechnisch miteinander verbunden sind. Das Fahrzeugdatenbussystem 4 kann einen oder mehrere Fahrzeugdatenbusse umfassen, die miteinander gekoppelt sind. Die Fahrzeugdatenbusse des Fahrzeugdatenbussystems 4 können nach unterschiedlichen Standards betrieben werden. Am gebräuchlichsten sind Feldbussysteme nach dem CAN-Standard oder dem Flexray-Standard. Die Komponenten 3 sind in der Regel als Steuergeräte ausgebildet. Eine Komponente 3' umfasst ein Entscheidersystem 5. Das Entscheidersystem 5 überwacht eine Kommunikation auf dem Fahrzeugdatenbussystem 4 und/oder führt eine aktive Kommunikation mit den Komponenten 3 aus. Hierbei werden Informationen ausgetauscht, die es dem Entscheidersystem ermöglichen, die einzelnen verbauten Komponenten 3 zu identifizieren. Ferner werden Informationen ausgetauscht, die eine Identifikation von Bauteilen 6 ermöglicht, die nicht selbstständig über das Fahrzeugdatenbussystem 4 mit den Komponenten 3 kommunizieren können. Diese Bauteile 6 sind einzelnen Komponenten zugeordnet, die dem Entscheidersystem 5 für ein Erstellen der fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung die notwendigen Informationen über das Fahrzeugdatenbussystem 4 zur Verfügung stellen. Bei einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass sämtliche Bauteile dem Entscheidersystem 5 und/oder der Komponente 3', in der das Entscheidersystem 5 umfasst ist, zugeordnet sind. Das Entscheidersystem 5 ist mit einem Speicher 7 gekoppelt. Der Speicher 7 kann unterschiedliche Speichermedien umfassen. Beispielsweise kann der Speicher 7 ein Wechselspeichermedium 8 umfassen. Darüber hinaus kann der Speicher 7 beispielsweise einen Flash-Speicher 9 umfassen, der einerseits permanent und andererseits überschreibbar ist. Sind sämtliche Bauteile 6 bei einer Ausführungsform, bei der sämtliche Bauteile 6 dem Entscheidersystem 5 bzw. der Komponente 3' zugeordnet sind, die das Entscheidersystem 5 umfasst, können Informationen über die verbauten Bauteile 6 beispielsweise in dem Flash-Speicher 9 abgelegt sein.
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In dem Speicher 7 sind ferner Informationsmodule abgelegt, die Bedieninformationen und sonstige nützliche Informationen umfassen, die ein Fahrer einer Bedienungsanleitung entnehmen möchte. Hierbei sind in dem Speicher 7 auch vorzugsweise Informationsmodule von Komponenten oder Bauteilen abgelegt, die nicht in dem Fahrzeug aktuell verbaut sind. Der Vorteil beispielsweise einer auf einem Wechselspeichermedium 8 bereitgestellten Informationsbasis liegt darin, dass diese in großen Stückzahlen für alle oder eine Vielzahl von Varianten eines Fahrzeugmodells kostengünstig und produktionseffizient hergestellt werden kann. Anhand der Informationen, die das Entscheidersystem 5 aus der über das Fahrzeugdatenbussystem 4 abgewickelten Kommunikation mit den Komponenten 3 oder der Komponenten 3 untereinander ermittelt hat, erzeugt das Entscheidersystem 5 vorzugsweise eine Verbauliste, die in dem Speicher 7 abgelegt wird. In diese Verbauliste können zusätzlich die dem Entscheidersystem 5 zugeordneten Bauteile eingetragen sein, die nicht erst anhand einer Kommunikation mit den Komponenten 3 oder der Komponenten 3 untereinander ermittelt sind. Ferner kann das Entscheidersystem 5 alternativ oder zusätzlich ein Anleitungsgerüst in dem Speicher 7 ablegen, in dem zumindest die zu der fahrzeugspezifischen Bedienungsanleitung gehörenden Informationsmodule aufgeführt sind.
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Eine der Komponenten 3" ist vorzugsweise als Ausgabevorrichtung ausgebildet. Bei der dargestellten Ausführungsform umfasst die als Ausgabevorrichtung ausgebildete Komponente 3" eine Anzeigevorrichtung 10 sowie eine über einen Lautsprecher dargestellte Audioausgabeeinheit 11.
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Um Nutzereingaben erfassen zu können, ist die Komponente 3''' als Erfassungsvorrichtung ausgebildet. Die als Erfassungsvorrichtung ausgebildete Komponente 3''' umfasst beispielsweise ein oder mehrere Bedienelemente 12, ein mit einer Texterkennungseinheit 13 gekoppeltes Mikrofon 14 zum Erfassen gesprochener Nutzereingaben sowie vorzugsweise eine berührungsempfindliche Positionsbestimmungseinheit 15, die vorzugsweise mit der Anzeigevorrichtung 10 als Touchscreen ausgebildet ist. Über die als Erfassungsvorrichtung ausgebildete Komponente 3''' kann eine Nutzereingabe erfasst werden, die eine Informationsanforderung umfasst. Das Entscheidersystem 5 stellt hierauf die entsprechend der Nutzeranforderung gewünschte Information in Form von Informationsmodulen bereit und gibt diese über die als Ausgabevorrichtung ausgebildete Komponente 3" aus. Die Informationsmodule können Texte, Animationen, filmische Sequenzen, akustische Informationen und/oder Kombinationen hiervon umfassen. Dem Nutzer werden nur Informationsmodule von Komponenten 3 und Bauteilen 6 des Kraftfahrzeugs 2 angezeigt, die in diesem Kraftfahrzeug 2 verbaut sind.
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Wird nach einer Auslieferung des Kraftfahrzeugs 2 an den Nutzer das Kraftfahrzeug 2 umgerüstet, indem beispielsweise ein Notrad durch einen vollwertigen Ersatzreifen ersetzt wird, so kann über einen Diagnosetester 16 diese Information dem Kraftfahrzeug 2 zugefügt werden. Der Diagnosetester ist über ein Kommunikationsnetz 17 mit einer fahrzeugextemen Kommunikationseinheit 18 verbunden. Über die fahrzeugexterne Kommunikationseinheit 18 kann mit einer als fahrzeuginterner Kommunikationseinheit ausgebildeten Komponente 3IV eine vorzugsweise drahtlose Kommunikationsverbindung ausgebildet werden. Beispielsweise wird das als vollständiges Reserverad ausgebildete Bauteil 6'' der als fahrzeugintemen Kommunikationseinheit ausgebildeten Komponente 3IV zugeordnet und eine Zuordnung des als Notrad ausgebildeten Bauteils 6' aufgehoben. Das Entscheidersystem, welches eine Kommunikation auf dem Datenbussystem 4 überwacht, kann hierdurch Kenntnis von dieser Veränderung der verbauten Bauteile 6', 6'' Kenntnis erlangen. Es ist vorgeshen, dass das Entscheidersystem 5 über eine aktiv ausgeführte Kommunikation mit der als fahrzeuginternen Kommunikationseinheit ausgebildeten Komponente 3IV und hierbei eine Änderung der verbauten Bauteile 6', 6" erkennt.
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Wird dem Kraftfahrzeug 2 ein Bauteil 6 oder eine Komponente 3 zugefügt, zu dem oder zu der kein entsprechendes Informationsmodul in der Informationsbasis fahrzeugintern vorhanden ist, so wird über die als Kommunikationseinheit ausgebildete Komponente 3IV mit der fahrzeugextemen Kommunikationseinheit 18 und über das Kommunikationsnetz 17 eine Verbindung zu einer fahrzeugexternen Datenbank 19 aufgebaut, von der entsprechende Informationsmodule abgerufen werden. Es versteht sich für den Fachmann, dass die fahrzeugexterne Datenbank 19 auch über ein anderes Kommunikationsnetz und eine andere Kommunikationseinheit als die fahrzeugexterne Kommunikationseinheit 16 eine Verbindung mit der fahrzeuginternen Kommunikationseinheit aufbauen kann.
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Die beschriebene Ausführungsform ist lediglich beispielhaft. Die einzelnen aufgeführten Merkmale können in beliebiger Kombination zur Verwirklichung der Erfindung genutzt werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- System zum Bereitstellen einer Bedienungsanleitung
- 2
- Kraftfahrzeug
- 3
- Komponenten
- 4
- Fahrzeugdatenbussystem
- 5
- Entscheidersystem
- 6
- Bauteile
- 7
- Speicher
- 8
- Wechselspeichermedium
- 9
- Flash-Speicher
- 10
- Anzeigevorrichtung
- 11
- Audioausgabeeinheit
- 12
- Bedienelemente
- 13
- Spracherkennungseinheit
- 14
- Mikrofon
- 15
- Positionsbestimmungseinheit
- 16
- Diagnosetester
- 17
- Kommunikationsnetz
- 18
- fahrzeugexterne Kommunikationseinheit
- 19
- fahrzeugexteme Datenbank