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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Beatmungsanfeuchter gemäß Anspruch
1.
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Die
menschliche Nase dient unter physiologischen Bedingungen der aktiven
Erwärmung und Befeuchtung der Atemluft. Die künstliche
Beatmung von Patienten erfordert es jedoch, die Nase zu überbrücken
und die Atemluft direkt mit einem Tubus (Schlauch) in die menschliche
Luftröhre zu leiten. Die Inspirationsluft muss deshalb
bei der künstlichen Beatmung zur Erhaltung der Lungenfunktion
auf physiologische Werte befeuchtet und wahlweise auch erwärmt
werden.
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Bekannte
Beatmungsanfeuchter verfügen über eine Befeuchtungskammer
als Hohlraum mit einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung
für die Atemluft. Auf dem Boden der Befeuchtungskammer befindet
sich zu verdampfendes Wasser. Nachteiligerweise kann aufgrund der
eingeschränkten Kontaktfläche zwischen dem Wasser
und der Luft einerseits und der hohen Strömungsgeschwindigkeit
der Atemluft bzw. der kurzen Aufenthaltszeit der Atemluft in der
Befeuchtungskammer andererseits der Dampf im Allgemeinen nicht vollständig
von der Atemluft aufgenommen werden, so dass ein ausreichender Anfeuchteffekt
nicht gewährleistet ist. Des Weiteren ist die notwendige
homogene Luft-Dampf-Vermischung nicht zufriedenstellend möglich.
Außerdem kann das Wasser beim Aufprallen des Luftstrahls
aus der Einlassöffnung zum Spritzen gebracht werden.
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Zur
Verminderung dieser Nachteile hat man bereits vorgesehen, in der
Befeuchtungskammer einen Führungskörper einzusetzen,
der die Strömung der Atemluft in der Befeuchtungskammer
kanalisiert. Die Führung der Atemluft erfolgt dabei dahingehend, dass
ein direktes Aufprallen der Atemluft auf das Wasser vermieden wird
und die Atemluft entlang einer die Befeuchtungskammer einschließenden
Wandung zur Wasseroberfläche geleitet wird, um den notwendigen
Kontakt zwischen der Atemluft und der Wasseroberfläche
zu erhalten. Die relativ geringen Querschnittsflächen der vom
Führungskörper gebildeten Atemluftkanäle
in der Befeuchtungskammer führen zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten
und damit sehr kurzen Aufenthaltszeiten, so dass die Dampfaufnahme
der Atemluft an der Wasseroberfläche sehr eingeschränkt
ist.
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Zur
Vermeidung von Spritzwasser in den an der Ein- und Auslassöffnung
angeschlossenen Rohrleitungen ist es bekannt, Prallplatten als Abschirmung
gegen das Wasserspritzen anzubringen. Diese Prallplatten verursachen
einen nachteiligen zusätzlichen Strömungswiderstand
für die Atemluft und erfordern einen zusätzlichen
Konstruktions- und Herstellungsaufwand.
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Die
US 4,225,542 zeigt einen
gattungsbildenden Beatmungsanfeuchter. Die Befeuchtungskammer weist
einen ringförmigen Querschnitt auf. Die äußere
Begrenzung der Befeuchtungskammer wird von einem Wasser absorbierenden
Material gebildet. Das im Boden der Befeuchtungskammer befindliche
Wasser ist mit dem Wasser absorbierenden Material in Kontakt, so
dass das Wasser im Wasser absorbierenden Material aufsteigen kann.
Im Inneren der Befeuchtungskammer ist konzentrisch ein Rohr angeordnet,
durch das die zu befeuchtende Atemluft in den unteren Bereich der
Befeuchtungskammer eingeleitet wird. Am oberen Ende der Befeuchtungskammer
strömt die befeuchtete Luft wieder aus, so dass die Strömungsrichtung
der Atemluft in der Befeuchtungskammer vertikal von unten nach oben
verläuft.
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Des
Weiteren ist aus der
US 3,954,920 ein gattungsgemäßer
Beatmungsanfeuchter mit einer im Querschnitt rechteckigen Befeuchtungskammer
bekannt. Im Boden der Befeuchtungskammer befindet sich Wasser. Die
Deckwandung der Befeuchtungskammer weist eine Einlass- und Auslassöffnung
zum Ein- und Ausleiten der Atemluft auf. Wasser absorbierendes Material
ist in der Befeuchtungskammer vertikal ausgerichtet und taucht im
unteren Bereich in das Wasser ein, so dass es vom absorbierenden
Material zum Verdampfen aufgenommen werden kann.
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Nachteiligerweise
bewirkt in beiden gattungsbildenden Dokumenten die vertikale Ausrichtung
des Wasser absorbierenden Materials in der Befeuchtungskammer im
oberen Bereich des absorbierenden Materials einen geringen Sättigungsgrad
mit Wasser aufgrund der in diesem Bereich notwendigen großen
Steigstrecke des Wassers. Damit verfügt das absorbierende
Material nur im unteren, dem Wasser nahen Bereich über eine
hohe Verdampfungsleistung. Des Weiteren ist kein Schutz gegen ein
von der einströmenden Atemluft verursachtes Wasserspritzen
vorhanden, weil nur ein geringer Anteil der Oberfläche
des Wassers vom absorbierenden Material abgedeckt ist. Die Geometrie
des absorbierenden Materials verursacht eine ungünstige
Luftströmung, die eine zuverlässige homogene Luft-Dampf-Vermischung
nicht gewährleistet.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen
Beatmungsanfeuchter zur Verfügung zu stellen, bei der mit
einem geringen konstruktiven Aufwand eine hohe Verdunstungsleistung bei
einem homogenen Luft-Dampf-Gemisch erreicht werden kann. Des Weiteren
soll Spritzwasser in der Befeuchtungskammer vermieden und der Beatmungsanfeuchter
kostengünstig in der Herstellung sein.
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Diese
Aufgabe wird gelöst mit einem Beatmungsanfeuchter, umfassend
eine Befeuchtungskammer, eine Einlasseinrichtung, z. B. eine Einlassöffnung
oder ein Einlassventil, zur Zuführung von zu befeuchtender
Atemluft in die Befeuchtungskammer, eine Auslasseinrichtung, z.
B. eine Auslassöffnung oder ein Auslassventil, zum Ausleiten
der befeuchteten Atemluft aus der Befeuchtungskammer, einen die Befeuchtungskammer
begrenzenden Boden zur Aufnahme von zu verdampfenden Wasser, von
dem Boden in der Befeuchtungskammer aufgenommenes, zu verdampfendes
Wasser zum Befeuchten der Atemluft und wenigstens einen Verteiler
mit Kapillar- und/oder Saugwirkung, der dahingehend in der Befeuchtungskammer
angeordnet ist, dass dieser in Kontakt zu dem Wasser steht zur Aufnahme
von Wasser in den Verteiler und in Kontakt zur Atemluft in der Befeuchtungskammer
steht zum Verdampfen des aufgenommenen Wassers auf der Oberfläche des
Verteilers in die Atemluft, wobei der wenigstens eine Verteiler
wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 90%, insbesondere 100%,
der Oberfläche des Wassers abdeckt.
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Das
Abdecken der Oberfläche des Wassers mit dem Verteiler gestattet
es, dass die in die Befeuchtungskammer einströmende Atemluft
kein Spritzwasser verursacht. Hierzu sind die von der einströmenden
Luft betroffenen Abschnitte der Oberfläche des Wassers
mit dem Verteiler abzudecken. Des Weiteren weist die Oberfläche
des Verteilers gegenüber der Oberfläche des Wassers
eine größere Verdunstungsoberfläche auf,
so dass die Verdunstungsleistung des Beatmungsanfeuchters insgesamt
erhöht wird. Unter dem Abdecken der Oberfläche
des Wassers mit dem Verteiler wird das unmittelbare Abdecken der
Oberfläche des Wassers, d. h. die Unterseite des Verteilers
befindet sich im Wasser, als auch das mittelbare Abdecken der Oberfläche
des Wassers, d. h. die Unterseite des Verteilers befindet sich oberhalb
der Oberfläche des Wassers, verstanden. Beim mittelbaren
Abdecken der Oberfläche des Wassers mit dem Verteiler erfolgt
die Aufnahme des Wassers in den Verteiler durch einen partiellen
Kontakt des Verteilers mit dem Wasser, z. B. durch Rippen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist die maximale Ausdehnung oder die
Summe aus den maximalen Ausdehnungen des wenigstens einen Verteilers in
horizontaler Richtung größer als die maximale Ausdehnung
oder die Summe aus den maximalen Ausdehnungen des wenigstens einen
Verteilers in vertikaler Richtung. Die geringe vertikale Ausdehnung
des Verteilers gegenüber der horizontalen Ausdehnung des
Verteilers bewirkt, dass das Wasser nur eine geringe Strecke aufsteigen
muss und somit auch im oberen Bereich des Verteilers, insbesondere den
oberseitigen Ausstülpungen, ein hoher Sättigungsgrad
des Verteilers mit Wasser an der Oberfläche vorhanden ist,
so dass an der gesamten Oberfläche des Verteilers eine
hohe Verdampfungsleistung erzielt werden kann.
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Vorzugsweise
sind an der Oberseite des wenigstens einen Verteilers Ausstülpungen
vorgesehen, die z. B. als Rippen oder Raster oder im Querschnitt
als Dreiecke oder Halbkreise ausgebildet sind. Die Ausstülpungen
erhöhen die Oberfläche des Verteilers, so dass
eine größere Oberfläche zum Verdampfen
von Wasser vorhanden ist. Des Weiteren werden Mikrowirbel zwischen
den Ausstülpungen gebildet, welche die Luft-Dampf-Vermischung
verbessern und die Verdampfungsleistung aufgrund der längeren
Kontakt- und Aufenthaltszeit der Atemluft an der Oberfläche
des Verteilers erhöhen.
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In
einer ergänzenden Ausführungsform sind an der
Unterseite des wenigstens einen Verteilers Ausstülpungen
vorgesehen, die z. B. als Rippen oder Raster oder im Querschnitt
als Dreiecke oder Halbkreise ausgebildet sind. Die Ausstülpungen
an der Unterseite des Verteilers erhöhen das kapillare Saugvermögen
des Verteilers, so dass mehr Wasser vom Verteiler aufgenommen werden
kann. Damit werden der Feuchtigkeitsgrad an der Oberfläche
des Verteilers und auch die Verdampfungsleistung des Verteilers
erhöht.
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Zweckmäßig
ist der wenigstens eine Verteiler an einem Gehäuse des
Beatmungsanfeuchters vorzugsweise lösbar befestigt. Die
Lagefixierung des Verteilers bewirkt, dass bei einer Schräglage
des Beatmungsanfeuchters kein Wasser in die Einlass- und Auslassöffnung
und damit insbesondere in den an der Auslassöffnung angeschlossenen
Tubus (Schlauch) eindringen kann, sofern die Oberfläche des
Wassers vollständig vom Verteiler abgedeckt ist. Die lösbare
Befestigung des Verteilers, beispielsweise mittels einer Rast- oder
Schraubverbindung, ermöglicht es, den Verteiler einfach
und schnell auszutauschen. Im Allgemeinen ist nach einer bestimmten Benutzungszeit
des Beatmungsanfeuchters ein Austausch des Verteilers, z. B. aus
hygienischen Gründen, erforderlich.
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Insbesondere
ist an der Ein- und/oder Auslasseinrichtung eine Trennwand vorhanden,
die eine Zirkulationsströmung der Atemluft in der Befeuchtungskammer
unterstützt bzw. verursacht.
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In
einer zusätzlichen Ausgestaltung umfasst der wenigstens
eine Verteiler beispielsweise Baumwollgewebe, einen textilen Stoff,
ein Hochleistungsbindevlies oder ein poröses Material.
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Insbesondere
sind das Wasser und/oder der Verteiler mittels einer Heizung aufheizbar.
Die Heizung kann das Wasser auf höhere Temperaturen, z. B.
60°C, erhöhen, um die Verdampfungsleistung und damit
die relative Luftfeuchtigkeit der befeuchteten Atemluft zu erhöhen.
Außerdem kann damit die Temperatur der an der Auslassöffnung
ausströmenden befeuchteten Atemluft gesteuert werden.
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Vorzugsweise
ist die Heizung in den wenigstens einen Verteiler integriert. Die
Integration der Heizung in den Verteiler gestattet es, die Temperatur überwiegend
in den für die Verdampfungsleistung besonders relevanten
Bereich, nämlich die Oberfläche des Verteilers,
zu erhöhen. Somit kann eine größere Verdampfungsleistung
mit einem relativ geringen Energieaufwand erreicht werden. Des Weiteren wird
die Reaktionszeit zum Erhöhen oder Absenken der relativen
Luftfeuchtigkeit und/oder der Temperatur der befeuchteten Atemluft
verringert.
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In
einer weiteren Ausführungsform weist die Heizung im Wesentlichen
eine zweidimensionale Form auf. Sie ist z. B. als ebene oder gekrümmte
Fläche ausgebildet und/oder mit Öffnungen, z.
B. mit Bohrungen, Schlitzen oder Rechtecken, versehen. Die in dem
Verteiler integrierte Heizung weist im Allgemeinen eine ebene, plattenförmige
Geometrie auf. In Teilbereichen, z. B. in Ausstülpungen,
die im Querschnitt als Halbkreise ausgebildet sind, kann es notwendig
sein, die integrierte Heizung gekrümmt auszubilden. Die Öffnungen
sind notwendig, damit das Wasser ungehindert in insbesondere vertikaler
Richtung durch den Verteiler zur Oberfläche des Verteilers
strömen kann. Vorzugsweise wird die in den Verteiler integrierte
Heizung mittig zwischen der Oberseite und der Unterseite des Verteilers
angeordnet.
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Die
Heizung kann aber auch außerhalb der Befeuchtungskammer
angeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführung ist ein
die Befeuchtungskammer (21) begrenzender Boden (19)
aus Metall ausgebildet, über den die Wärme in
die Befeuchtungskammer geleitet wird.
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Im
Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigt:
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1 einen
schematischen Vertikalschnitt eines Beatmungsanfeuchters,
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2 eine
schematische Draufsicht eines Verteilers mit Kapillar- und/oder
Saugwirkung gemäß 1,
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3 einen
schematischen Vertikalschnitt des Verteilers in einer zweiten Ausführungsform,
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4 einen
schematischen Vertikalschnitt des Verteilers in einer dritten Ausführungsform,
-
5 einen
perspektivische Ansicht des Verteilers in einer vierten Ausführungsform,
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6 eine
Draufsicht einer in den Verteiler integrierten Heizung in einer
ersten Ausführungsform,
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7 eine
Draufsicht der in den Verteiler integrierten Heizung in einer zweiten
Ausführungsform und
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8 eine
Draufsicht der in den Verteiler integrierten Heizung in einer dritten
Ausführungsform.
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In 1 ist
ein schematischer Vertikalschnitt eines Beatmungsanfeuchters 1 zum
Anfeuchten und Erwärmen von zu befeuchtender Atemluft 5 für
eine künstliche Beatmung von Patienten dargestellt. Eine Befeuchtungskammer 21 wird
von einem Gehäuse 12 eingeschlossen. Die Oberseite
des Gehäuses 12 ist mit einer als Einlassöffnung 22 ausgebildeten
Einlasseinrichtung 10 zur Zuführung von zu befeuchtender
Atemluft 5 in die Befeuchtungskammer 21 und mit
einer als Auslassöffnung 23 ausgebildeten Auslasseinrichtung 11 zum
Ableiten einer befeuchteten Atemluft 9 aus der Befeuchtungskammer 21 versehen.
Die zu befeuchtende Atemluft 5 strömt durch die Einlassöffnung 22 in
die Befeuchtungskammer 21 ein und tritt nach der Aufnahme
von Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf als befeuchtete Atemluft 9 aus
der Befeuchtungskammer 21 wieder aus. Außerdem
ist eine Wassereintrittsöffnung 13 zum Einleiten
von Wasser 4 in die Befeuchtungskammer 21 vorhanden. Das
Gehäuse 12 bildet an der Unterseite der Befeuchtungskammer 21 einen
wasserdichten Boden 19 zur Aufnahme des zu verdampfenden
Wassers 4 aus. Die Oberseite bzw. Oberfläche des
Wassers 4 wird von dem scheiben- bzw. tellerförmigen
Verteiler 2 mit Kapillar- und/oder Saugwirkung vollständig
abgedeckt. Der Durchmesser des Verteilers 2 beträgt 105
mm, was einer Standardgröße entspricht. Die maximale
Ausdehnung 25 des Verteilers 2 beträgt
in horizontaler Richtung somit 105 mm (1 und 2).
Des Weiteren ist in 1 die maximale vertikale Ausdehnung 26 des
Verteilers 2 mit senkrecht zu dem scheiben- bzw. tellerförmigen
Verteiler 2 ausgebildeten Rippen 3 bzw. 3' gekennzeichnet.
Der Verteiler 2 ist an der Oberseite 17 mit der
zu befeuchtenden Atemluft 5 in der Befeuchtungskammer 21 und
an der Unterseite 18 mit dem Wasser 4 in Kontakt.
Die Dicke des Verteilers 2, d. h. der Abstand zwischen
der Oberseite 17 und der Unterseite 18, liegt
in einem Bereich von 1 bis 2 mm. Der Verteiler 2 ist vorzugsweise
so in der Befeuchtungskammer 21 angeordnet, dass eine Wasseroberfläche
des Wassers 4 sich zwischen der Oberseite 17 und
der Unterseite 18 des Verteilers 2 befindet. Mit
dieser Anordnung des Verteilers 2 wird ein Wasserspritzen
des Wassers 4 bei Eintritt der zu befeuchtenden Atemluft 5 durch
die Einlassöffnung 22 der Einlasseinrichtung 10 der
Befeuchtungskammer 21 wirksam verhindert. Der Verteiler 2 nimmt
aufgrund seiner Kapillar- und/oder Saugwirkung das Wasser 4 auf
und treibt es zur Oberseite 17 des Verteilers 2.
An der Oberseite 17 des Verteilers 2, die mit
der zu befeuchtenden Atemluft 5 in Kontakt befindlich ist,
kann das vom Verteiler 2 aufgesaugte Wasser 4 verdampfen
und damit die zu befeuchtende Atemluft 5 befeuchten. Das
Verdampfen des Wassers 4 erfolgt ausschließlich
mittelbar durch den Verteiler 2 mit Kapillarwirkung (1 und 2).
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Die
Oberseite 17 des Verteilers 2 ist mit als oberseitige
Rippen 3 ausgebildeten Ausstülpungen 16 versehen.
Die oberseitigen Rippen 3 mit einer Höhe von 10
mm vergrößern die Verdunstungsfläche des
Verteilers 2, um eine größere Verdunstungsleistung
des Beatmungsanfeuchters 1 zu erhalten. Die Abstände
zwischen den einzelnen Rippen 3 betragen 15 mm. Darüber
hinaus verlaufen die Rippen 3 in einem rechten Winkel zur
horizontalen Komponente der Strömungsrichtung der Zirkulation 6 in
der Befeuchtungskammer 21 (1), so dass
sich zwischen den Rippen 3 Mikrowirbel 7 ausbilden.
Die Mikrowirbel 7 verlängern die Aufenthaltszeit
der Luft, verbessern eine Durchmischung des Luft-Dampf-Gemisches
und erhöhen die Verdunstungsleistung je Flächeneinheit
der Verdunstungsfläche des Verteilers 2 (1).
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Die
Unterseite 18 des Verteilers 2 mit Kapillarwirkung
ist mit als unterseitige Rippen 3' ausgebildeten Ausstülpungen 16 versehen.
Die unterseitigen Rippen 3' erhöhen die mit Wasser 4 benetzte
Oberfläche des Verteilers 2, das Aufnahmevermögen
von Wasser 4 des Verteilers 2 und vergrößern
die Wassersättigung an der Oberseite 17 des Verteilers 2.
Die unterseitigen Rippen 3' sind versetzt zu den oberseitigen
Rippen 3 angeordnet. Die Rippen 3' verhindern ein
Hin- und Herschwappen des Wassers 4, wie bspw. bei einem
Transport des Beatmungsanfeuchters 1. Mit dem erfindungsgemäßen
Beatmungsanfeuchter 1 kann ein Eindringen von Wasser durch
die Auslassöffnung 23 der Auslasseinrichtung 11 und
damit in den Atemschlauch wirksam verhindert werden. Die Rippen 3' sind
vorzugsweise von dem Boden 19 der Befeuchtungskammer 21 beabstandet
angeordnet (1). Diese Anordnung gewährleistet
eine gleichmäßige Verteilung des Wassers 4 zwischen den
von den Rippen 3 gebildeten Kammern. In einer weiteren
Ausführung stehen die Rippen 3' mit dem Boden 19 der
Befeuchtungskammer 21 in Kontakt, wobei die Rippen jeweils
Aussparungen im Bereich des Bodens 19 aufweisen, durch
die sich das Wasser 4 zwischen den von den Rippen 3' gebildeten
Kammern verteilen kann (nicht dargestellt). Diese Ausführung
gewährleistet eine hohe Stabilität des Verteilers 2 in
der Befeuchtungskammer 21. Die maximale Ausdehnung 26 des
Verteilers 2 in vertikaler Richtung entspricht dem Abstand
zwischen den Enden der oberseitigen Rippen 3 und unterseitigen
Rippen 3' (1).
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Die
Ausstülpungen 16 des Verteilers 2 können
auch im Querschnitt als Dreiecke 14 (3),
als Halbkreise 15 und Rippen 3' (4)
und als Rippen 3, 3', die in einem rechtwinkligen
Raster 24 angeordnet sind (5), ausgebildet
sein.
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Eine
Trennwand 8 an der Auslassöffnung 23 erstreckt
sich bis in die Nähe des Verteilers 2, um einen
frühzeitigen Austritt der befeuchteten Atemluft 9 aus
der Auslassöffnung 23 zu verhindern, so dass eine
hohe relative Luftfeuchtigkeit der befeuchteten Atemluft 9 erreicht
wird. Des Weiteren unterstützt die von der Trennwand 8 vorgegebene
Strömungsrichtung der Atemluft 5, 9 in
der Befeuchtungskammer 21 die Bildung einer Zirkulationsströmung 6.
Die Zirkulationsströmung 6 führt zu einem
homogenen Luft-Dampf-Gemisch und erhöht die Verdunstungsleistung,
insbesondere auch durch die Bildung der Mikrowirbel 7 (1).
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In
dem Wasser 4 ist eine elektrische Heizung 20 zur
Erwärmung des zu verdampfenden Wassers 4 und des
Verteilers 2 mit Kapillar- und/oder Saugwirkung auf eine
bestimmte Temperatur, z. B. 60°C, angeordnet (1).
Zur Steuerung der Temperatur des Wassers 4 ist vorzugsweise
ein Temperatursensor in der Befeuchtungskammer 21 vorgesehen
(nicht dargestellt).
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Die
Heizung 20 kann auch in den Verteiler 2 integriert
sein und befindet sich mittig zwischen der Oberseite 17 und
der Unterseite 18 des Verteilers 2 (nicht dargestellt).
Ergänzend kann die in den Verteiler 2 integrierte
Heizung 20 auch analog in den Ausstülpungen 16 angeordnet
sein. Die in den Verteiler 2 integrierte Heizung 20 weist
eine zweidimensionale Form auf und verfügt über Öffnungen 27 senkrecht zur
Ebene der in den Verteiler 2 integrierten Heizung 20,
damit der Verteiler 2 ungehindert von Wasser 4 in sämtlichen
Richtungen, insbesondere in vertikaler Richtung, durchströmt
werden kann. Die in den Verteiler 2 integrierte Heizung 20 kann
aus parallelen Heizdrähten 31 bestehen, die Öffnungen 27 als Schlitze 28 aufweisen
(6). Die Heizdrähte 31 können
auch rasterförmig angeordnet sein, so dass die Öffnungen 27 Rechtecke 29 sind
(7). Des Weiteren kann eine plattenförmige
Heizung 20 mit Bohrungen 30 versehen sein (8).
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In
einer weiteren Ausführung kann der Boden 19 aus
einem Metall ausgeführt sein, so dass eine Wärme
von einer in dem Beatmungsanfeuchter 1 angeordneten Heizung
in die Befeuchtungskammer 21 geleitet werden kann (nicht
dargestellt).
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Die
Temperatur des Wassers 4 bzw. des Verteilers 2 als
Stellgröße ermöglicht die Steuerung der relativen
Luftfeuchtigkeit und/oder der Temperatur, z. B. 37°C, der
befeuchteten Atemluft 9. Eine höhere Temperatur
des Wassers 4 bzw. des Verteilers 2 bewirkt eine
höhere Verdunstungsleistung und eine höhere Temperatur
der befeuchteten Atemluft 9. Des Weiteren können
an der Einlassöffnung 22 und/oder Auslassöffnung 23 Temperatur-
und/oder Feuchtigkeitssensoren und/oder Durchflussmesseinrichtungen
positioniert sein (nicht dargestellt). Vorzugsweise sind Temperatur-
und/oder Feuchtigkeitssensoren auch auf oder in dem Verteiler 2 ausgebildet.
Die Messdaten dieser Sensoren sowie des im Wasser 4 angeordneten
Sensors werden von eine Steuerungseinheit verarbeitet und dienen
zum Steuern und/oder Regeln der Temperatur und der relativen Feuchtigkeit der
befeuchteten Atemluft 9, insbesondere mittels der Temperatur
des Wassers 4 und/oder des Verteilers 2 (nicht
dargestellt).
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Der
Verteiler 2 ist am Gehäuse 12 lösbar
fixiert, so dass bei einer Schräglage des Beatmungsanfeuchters 1 das
Wasser 4 nicht in die Einlassöffnung 22 und
Auslassöffnung 23 eindringen kann. Außerdem
wird dadurch in vorteilhafter Weise vermieden, dass der Luftstrahl
aus der Einlassöffnung 22 ein Spritzen des Wassers 4 verursacht.
Aufgrund der lösbaren Fixierung kann der Verteiler 2 leicht
ausgetauscht werden.
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Der
Verteiler 2 besteht aus einem saugfähigen Material,
z. B. Baumwollgewebe, einem textilen Stoff oder Hochleistungsvlies,
oder aus einem porösen Material. Die Verwendung von biologisch
leicht abbaubaren organischen Stoffen für den Verteiler 2 hat
den Vorteil, dass der Verteiler 2 nach dem Gebrauch leicht
entsorgt werden kann, z. B. mittels Kompostierung.
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Insgesamt
betrachtet sind mit dem erfindungsgemäßen Beatmungsanfeuchter 1 bei
einem geringen konstruktiven Aufwand, d. h. kostengünstig, erhebliche
Verbesserungen möglich. Die Verdampfungsleistung wird erhöht
und eine hohe, zuverlässige Luft-Dampf-Vermischung der
befeuchteten Atemluft 9 erreicht. Des Weiteren wird von der
in die Befeuchtungskammer 21 einströmenden Atemluft 5 gebildetes
Spritzwasser vermieden, so dass kein Wasser 4 in die Auslassöffnung 23 und
den daran angeschlossenen Tubus (Schlauch) eindringen kann.
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- 1
- Beatmungsanfeuchter
- 2
- Verteiler
mit Kapillar- und/oder Saugwirkung
- 3
- Rippen
- 4
- Wasser
- 5
- Zu
befeuchtende Atemluft
- 6
- Zirkulationsströmung
- 7
- Mikrowirbel
- 8
- Trennwand
- 9
- Befeuchtete
Atemluft
- 10
- Einlasseinrichtung
- 11
- Auslasseinrichtung
- 12
- Gehäuse
- 13
- Wassereintrittsöffnung
- 14
- Dreieck
- 15
- Halbkreis
- 16
- Ausstülpungen
- 17
- Oberseite
des Verteilers mit Kapillareffekt
- 18
- Unterseite
des Verteilers mit Kapillareffekt
- 19
- Boden
der Befeuchtungskammer
- 20
- Heizung
- 21
- Befeuchtungskammer
- 22
- Einlassöffnung
- 23
- Auslassöffnung
- 24
- Raster
- 25
- Maximale
Ausdehnung des Verteilers in horizontaler Richtung
- 26
- Maximale
Ausdehnung des Verteilers in vertikaler Richtung
- 27
- Öffnungen
- 28
- Schlitze
- 29
- Rechteck
- 30
- Bohrungen
- 31
- Heizdraht
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 4225542 [0006]
- - US 3954920 [0007]