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Die
Erfindung bezieht sich auf Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Betonbauteil, insbesondere
Betonfertigteil sowie auf eine Schalung zur Verwendung bei diesem
Verfahren gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 17 bzw. 18.
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Insbesondere
bei der Erstellung von Kellerbereichen von Gebäuden oder sogenannter weißer Wannen
aus Beton mit einer Bodenplatte und aufstehenden Wänden und
dabei speziell auch bei der Erstellung von derartigen weißen Wannen
unter Verwendung von vorgefertigten Wandelementen aus Beton (Betonfertigteil),
ist es erforderlich, den jeweiligen Anschlussbereich zwischen aneinander
anschließenden
Wandabschnitten oder Wandelementen, aber auch den Anschlussbereich
zwischen den Wandabschnitten oder Wandelementen und der Bodenplatte
außen,
d. h. durch eine außen
liegende Abdichtung (Außenabdichtung)
abzudichten. Die bisher üblichen
Methoden zur Erstellung der Außenabdichtung
sind relativ aufwendig und können
u. a. auch bei ungünstigen
Witterungsbedingenden, d. h. bei Regen oder tieferen Temperaturen
nicht oder nur bedingt durchgeführt
werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem die Erstellung
einer Außenabdichtung
wesentlich vereinfacht ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein
Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Ein Betonbauteil
sowie eine Schalung zur Verwendung bei diesem Verfahren sind Gegenstand
der Patentansprüche
17 bzw. 18.
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Unter „Innenseite" oder „Abschalseite" einer Schalung oder
eines Abschalelementes ist im Sinne der Erfindung diejenige Seite
der betreffenden Schalung oder des betreffenden Abschalelementes
zu verstehen, die den den Beton aufnehmenden Raum begrenzt und gegen
die der Beton beim Betonieren anliegt.
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Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im
Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 in
vereinfachter Teildarstellung ein in einer Form gefertigtes Betonfertigteil
(Wandelement), zusammen mit der bei der Herstellung im Beton eingebundenem
streifenförmigen
Beschichtung (Klebe- und Abdichtschicht) aus einem geeigneten, selbstklebenden
und abdichtenden Material, beispielsweise aus einer Masse auf Butyl-Basis;
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2 einen
Querschnitt eines Streifenmaterials zur Herstellung der streifenförmigen Beschichtung;
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3 das
Betonfertigteil nach dem Entformen und im gewendetem Zustand;
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4 zwei
auf einer Bodenplatte aufstehend bzw. vertikal angeordnete und als
Wandelemente ausgebildete Betonfertigteile, zusammen mit einer den
vertikalen Anschlussbereich zwischen dem Betonfertigteilen sowie
den horizontalen Anschlussbereich zwischen der Bodenplatte und dem
Betonfertigteilen abdeckende Außenabdichtung;
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5 einen
Schnitt durch eine Abschalung zur Herstellung der Bodenplatte;
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6 einen
Querschnitt eines Dichtungsmaterials zur Verwendung bei der Außenabdichtung;
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7 einen
Schnitt entsprechend der Linie I-I der 4;
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8 einen
Schnitt entsprechend der Linie II-II der 4;
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9 eine
als verlorene Schalung ausgebildete Abschalung, zusammen mit einem
an dieser Schalung vorbereiteten Abdichtelement;
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10 eine
vergrößerte Darstellung
der Schalung der 9;
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11 eine
als verlorene Schalung ausgebildete Abschalung, zusammen mit einem
an dieser Schalung vorbereiteten Abdichtelement bei einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung;
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12 einen
Schnitt im Bereich einer unter Verwendung der Schalung der 11 hergestellten Bodenplatte
und einer aufstehenden Gebäude-
bzw. Kellerwand;
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13 und 14 Darstellungen
wie 11 und 12 bei
einer weiteren Ausführung der
Erfindung.
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In
den Figuren ist 1 ein als Betonbauteil und dabei speziell
als Betonfertigteil hergestelltes Wandelement, welches zusammen
mit mehreren gleichartigen Wandelementen 1 beispielsweise
zur Errichtung der Außenwand
einer so genannten weißen Wanne,
beispielsweise eines Kellerbereichs eines Gebäudes dient und hierfür aufstehend über einer aus
Ortbeton hergestellten Bodenplatte 2 angeordnet wird, und
zwar jeweils zusammen mit einem weiteren, ebenfalls als Betonfertigteil
hergestellten Wandelement 1a, so dass beide voneinander
beabstandeten und parallel zueinander angeordneten Wandelemente 1 und 1a eine
in vertikaler Richtung orientierte verlorene Schalung bilden, deren
Schalungsraum mit Ortbeton 3 ausgefüllt wird.
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Eine
Besonderheit des Wandelementes 1 besteht darin, dass es
an seiner die Außenseite
der weißen
Wanne bildenden Seite 4 mit einer streifenförmigen Beschichtung 5 aus
einem selbstklebenden und isolierenden Material versehen ist. Diese
Beschichtung 5 erstreckt sich bei der dargestellten Ausführungsform
an der Außenseite 4 im
Bereich von drei rechtwinklig aneinander anschließenden Umfangsseiten,
nämlich
an zwei aneinander gegenüberliegenden
Umfangsseiten 1.1 und 1.2, die bei auf der Bodenplatte 3 vertikal
aufstehendem Wandelement 1 die vertikalen Seiten dieses
rechteckförmigen
oder quadratischen Wandelementes 1 bilden, und entlang der
Umfangsseite 1.3, die entlang des Übergangs zwischen dem Wandelement 1 und
der Bodenplatte 2 verläuft.
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Die
jeweils bis an dem Rand des Wandelementes 1 reichende Beschichtung 5 ist
bei der dargestellten Ausführungsform
zweilagig ausgebildet, d. h. sie besteht aus einer Schicht 6 aus
einer selbstklebenden und abdichtenden Masse und einer abziehbaren
Abdeckschicht 7, die die Schicht 6 an der Außenseite
des Wandelementes 1 abdeckt und die erst im Verwendungsfall
abgezogen wird.
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Die
Schicht 6 besteht aus einer Masse, die nicht nur selbstklebend
und gegenüber
Wasser und Feuchtigkeit abdichtend ist, sondern zugleich auch an
dem Beton des Wandelementes 1 haftet und einen festen,
insbesondere auch nicht von Wasser oder Feuchtigkeit hinterkriechbaren
Verbund eingeht. Die Masse ist insbesondere so gewählt, dass
dieser Verbund auch dann erreicht wird, wenn der Beton des Wandelementes 1 zunächst in
noch nicht abgebundenem, d. h. feuchten Zustand gegen die die Schicht 6 bildende
Masse zur Anlage kommt. Als Schicht 6 eignet sich beispielsweise
eine Masse auf Butyl-Basis.
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Die
Abdeckschicht 7 ist von einem geeigneten Flachmaterial
gebildet, welches zwar an der Schicht 6 haftet, sich von
dieser Schicht aber rückstandslos
abziehen lässt.
Geeignete Materialien für die
Schicht 7 sind beispielsweise Oberflächen behandeltes, beispielsweise
Silikon beschichtetes Papier und/oder eine Kunststofffolie.
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Entsprechend
der 1 erfolgt die Herstellung des Wandelementes 1 in
der üblichen,
für die Herstellung
von Betonfertigteilen verwendeten Schalung 8, die aus einem
tischartigen Schalungselement 9 aus Stahl sowie aus seitlichen
Schalungselementen 10 (Abschalungen) besteht. Zur Herstellung
der Beschichtung 5 wird ein diese Beschichtung 5 bildende
Streifenmaterial 5.1 bestehend auch den Schichten 6 und 7 in
die Schalung eingelegt, und zwar derart, dass sich dieses Streifenmaterial
entlang der Seiten 1.1–1.3 des
herzustellenden Wandelementes 1 erstreckt und hierbei mit
der Schicht 7 auf dem die Außenseite 4 des Wandelementes 1 formenden Schalungselement 9 (Schalungstisch)
aufliegt und die Schicht 6 im Innenraum der Schalung 8 zugewandt
ist. Um beim Betonieren des Wandelementes 1 zu verhindern,
dass Beton zwischen das Streifenmaterial 5.1 und das Schalungselement 9 läuft, ist das
Streifenmaterial 5.1 außen liegend durch Festklemmen
zwischen den Schalungselementen 9 und 10 und innen
liegend durch eine Magnetleiste 11 fixiert, und zwar jeweils
an einem über
die Schicht 6 seitlich überstehenden
und sich in Längsrichtung
des Streifenmaterials 5.1 erstreckenden Randbereich 7.1.
Um beim Herstellen des Wandelementes 1 zu vermeiden, dass
Beton zwischen das Schalungselement 9 und das die Abdeckschicht 7 bildende
Flachmaterial eintritt, ist die Magnetleiste 11 so angeordnet,
dass sie den Übergang
zwischen dem Rand des Flachmaterials und dem Schalungselement 9 überlappt,
d. h. sowohl an dem Schalungselement 9 als auch an dem überstehenden
Randbereich 7.1 anliegt. Dies ist in der Praxis ohne Probleme
möglich, da
das die Abdeckschicht 7 bildende Flachmaterial eine äußerst geringe
Dicke aufweist.
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Nach
dem Entschalen des Wandelementes 1 ist das Streifenmaterial 5.1 die
Beschichtung 5 bildend fest im Beton dieses Wandelementes 1 eingebunden.
Die Magnetleiste 11 kann problemlos entnommen werden.
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Bei
Errichten der weißen
Wanne werden die Wandelemente 1 zusammen mit den gleichartigen Wandelementen 1a,
die allerdings die streifenförmige Beschichtung 5 nicht
aufweisen, auf der Bodenplatte 2 derart angeordnet, dass
bei aneinander anschließenden
Wandelementen 1 diese jeweils mit den die streifenförmige Beschichtung 5 aufweisenden
Seiten 1.1 und 1.2 einander benachbart sind, und
zwar entlang einer vertikalen Anschlussfuge und außerdem jedes
Wandelement 1 mit seiner entlang der Umfangsseite 1.3 verlaufenden
Beschichtung 5 der Bodenplatte 2 bzw. einer dort
an der Außenfläche vorgesehenen
Beschichtung 12 benachbart liegt. Die Beschichtung 12 ist
in gleicher Weise ausgebildet wie die Beschichtung 5, d.
h. jede Beschichtung 12 besteht aus einer mit dem Beton
der Bodenplatte 2 verbundenen selbstklebenden und abdichtenden Schicht 13 und
einer Abdeckschicht 14, die wiederum aus dem von der Schicht 13 abziehbaren
Flachmaterial besteht.
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Wie
in der 5 schematisch angedeutet, wird das die Beschichtung 12 bildende
Streifenmaterial 12.1 an der Innenfläche oder Abschalseite der zum
Abschalen der Bodenplatte 2 dienenden Schalung 15 in
geeigneter Weise befestigt, und zwar beispielsweise mit einem Kleber,
wobei die Verbindung zwischen dem Streifenmaterial 12.1 und
dieser Abschalung 15 so gewählt ist, dass nach dem Entfernen der
Abschalung 15 auf jeden Fall die Schicht 13 im Beton
der Bodenplatte 2, bevorzugt aber auch die Abdeckschicht 14 an
der Schicht 13 verbleiben und das Lösen zwischen dieser Abdeckschicht 14 und der
Schalung 15 erfolgt. Die Beschichtung 12 reicht mit
ihrem oberen horizontalen Rand bis an die Oberseite der Bodenplatte 2.
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Wie
allgemein üblich,
werden die Wandelemente 1 und 1a nicht unmittelbar
auf die Oberseite der Bodenplatte 2 aufgesetzt, sondern
unter Verwendung von beispielsweise klotzartigen Abstandselementen,
die in der 4 mit 16 angedeutet
sind. Zum Abdichten des vertikalen Übergangs zwischen zwei einander
anschließenden
Wandelementen 1 sowie des horizontalen Übergangs zwischen den Wandelementen 1 und
der Bodenplatte 2 dient ein streifenförmiges Dichtungsmaterial 17,
welches entsprechend der 6 bei der dargestellten Ausführungsform dreilagig
hergestellt ist, und zwar bestehend aus einer Trägerschicht 18, die
von einem geeigneten Trägermaterial,
aus einer Schicht 19 aus der selbstklebenden und abdichtenden
Masse, beispielsweise auf Butyl-Basis, und aus einer Abdeckschicht 20,
die die Schicht 19 abdeckt und aus einem von der Schicht 19 abziehbaren
Flachmaterial besteht, beispielsweise wiederum aus einem in geeigneter
Weise beschichteten Papier oder einer Kunststofffolie. Die Trägerschicht 18 ist
dabei vorzugsweise von einem auch abdichtenden Material, beispielsweise
von einer geeigneten Kunststofffolie oder von wenigstens einer Gewebeschicht
mit einer wenigstens einseitigen, bevorzugt aber beidseitigen Beschichtung
aus Kunststoff, z. B. aus Polyolefin oder Polyolefin-Basis oder einem
Polyolefin enthaltenden Compound gebildet.
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Nach
dem Aufstellen der Wandelemente 1 und 1a über die
Abstandelemente 16 auf der Bodenplatte 2 werden
zum Abdichten der Übergänge die Abdeckschichten 6 von
den Wandelementen 1 sowie die Abdeckschicht 14 von
der Bodenplatte abgezogen. Anschließend werden die Übergänge mit
dem Dichtungsmaterial 17, von welchem die Abdeckschicht 20 abgezogen
wurde überlappend
verklebt, und zwar derart, dass das Dichtungsmaterial 17 mit seiner
Schicht 19 dicht mit den Schichten 6 der aneinander
anschließenden
Wandelemente 1 bzw. dicht mit den Schichten 6 diese
Wandelemente und der Schicht 13 der Bodenplatte 2 verbunden
ist. Das Abdichten der vertikalen Übergänge zwischen den Wandelementen 1 und
des horizontalen Übergangs zwischen
diesen Wandelementen und der Bodenplatte 2 erfolgt vor
dem Einbringen des Ortbetons 3 in den zwischen den Wandelementen 1 und 1a gebildeten
Schalungsraum, so dass dieser an der Außenseite der weißen Wanne
bereits durch das Dichtungsmaterial 17 abgeschlossen ist
und lediglich an der Innenseite der weißen Wanne ein leistenförmiges Abschalelement 21 erforderlich
ist. Da die Bodenplatte 2 in üblicher Weise über die
Wandelemente 1 etwas vorsteht, ist zur Erzielung eines
eindeutigen Verlaufs des den Anschlussbereiches zwischen den Wandelementen 1 und
der Bodenplatte 2 abdichtenden Dichtungsmaterials 17 innen
liegend eine Dreikantleiste 22 aus einem geeigneten Material,
beispielsweise aus Beton-Werkstoff angeordnet.
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Vorstehend
wurde davon ausgegangen, dass ebenso wie bei der Herstellung der
Wandelemente 1 auch bei der Erstellung der Bodenplatte 2 eine
streifenförmige
Beschichtung 12 an den Umfangsseiten der Bodenplatte 2 erzeugt
wird und dann der Anschlussbereich zwischen dieser Bodenplatte 2 und
der Unterseite der Wandelemente unter Verwendung des streifenförmigen Dichtungsmaterials 17 abgedichtet
wird. Grundsätzlich
besteht aber auch die Möglichkeit,
das den Übergang
zwischen der Unterseite der Wandelemente 1 und der Bodenplatte überbrückende bzw.
abdichtende Dichtungsmaterial bereits bei der Herstellung der Bodenplatte 2 an
dieser vorzusehen und hierbei den Verbund zwischen dem Beton der
Bodenplatte und der selbstklebenden und abdichtenden Masse herzustellen.
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Die 9 und 10 zeigen
hierfür
nochmals eine Schalung 23, die zum seitlichen Abschalen der
Bodenplatte 2 bei deren Herstellung dient und bei dieser
Ausführungsform
als verlorene Schalung ausgebildet ist. Die Schalung 23 besteht
beispielsweise aus einem dem Fachmann unter der Marke „Pecafill" bekannten Material,
welches im Wesentlichen von einem Baustahlgewebe mit aufgeschrumpfter Schrumpffolie
gebildet ist und welches für
die Schalung 23 als Winkelstück geformt ist. Entlang des
oberen Randes 23.1 der Schalung 23 ist an deren
Innen- oder Abschalseite ein streifenförmiges Dichtungsmaterial 24 befestigt,
und zwar mit einem Teil der Breite dieses Materials. Der restliche
Teil des Dichtungsmaterials 24 ist über den oberen Rand 23.1 umgelegt und
befindet sich an der Außenseite
der Schalung 23 bzw. des diese Schalung bildenden Schalungsmaterials.
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Entsprechend
der 10, die die Schalung 23 und das Dichtungsmaterial 24 nochmals
in vergrößerter Darstellung
und im Schnitt wiedergibt, ist dieses Material wenigstens zweilagig
ausgeführt,
d. h. es besteht aus einer Tragschicht 25, die auch als
Abdichtschicht wirksam ist und aus einer Schicht 26 aus der
selbstklebenden und abdichtenden Masse, nämlich beispielsweise aus der
Masse auf Butyl-Basis. Die Trägerschicht 25 ist
dabei vorzugsweise von einem auch abdichtenden Material, beispielsweise
von einer geeigneten Kunststofffolie oder von wenigstens einer Gewebeschicht
mit einer wenigstens einseitigen, bevorzugt aber beidseitigen Beschichtung
aus Kunststoff, z. B. aus Polyolefin oder Polyolefin-Basis oder
einem Polyolefin enthaltenden Compound gebildet.
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Mit
der der Schicht 26 abgewandte Seite ist die Schicht 25 an
der Abschalseite der Schalung 23 befestigt, so dass die
Schicht 26 zumindest im Verwendungsfall an der Abschalseite
der Schalung 23 freiliegt. Beim Betonieren der Bodenplatte 2 wird
die Schicht 26 an ihrem sich im Innenraum der Schalung befindlichen
Teilbereiche im Beton der Bodenplatte 2 eingebunden, bildet
mit dem Beton also einen abgedichteten, auch von Feuchtigkeit und
Wasser nicht hinterkriechbaren Verbund.
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Nach
dem Aufstellen der Wandelemente 1 auf der Bodenplatte 2 kann
dann der Übergang
zwischen den Wandelementen 1 und der Bodenplatte 2 durch
Umklappen des an der Außenseite
der Schalung 23 befindlichen Bereichs des Dichtungsmaterials 24 und
durch Aufkleben der Schicht 26 auf die freigelegten Schichten 6 der
Beschichtungen 5 abgedichtet werden. Um die Handhabung
zu erleichtern, ist auch bei dem Dichtungsmaterial 24 die
Schicht 26 an ihrer freiliegenden Seite zunächst durch
eine Abdeckschicht 27 abgedeckt. Diese wird im Verwendungsfall
abgezogen wird, und zwar beim Erstellen der Bodenplatte 2 zunächst teilweise
derart, dass die Schicht 26 an der Abschalseite der Schalung 23 für die Verbindung
mit dem Beton der Bodenplatte 2 freiliegt. Zum Abdichten
des Übergangs
zwischen der Bodenplatte 2 und den Wandelementen 1 erfolgt dann
ein vollständiges
Abziehen der Abdeckschicht 27. Auch bei dieser Ausführungsform
ist die Verbindung zwischen dem Dichtungsmaterial 24 und
der Abschalseite der Schalung 23 so ausgeführt, dass sie
eine geringere Festigkeit aufweist als der Verbund zwischen dem
Beton und der Schicht 26, so dass bei einer evtl. Relativbewegung
zwischen der Bodenplatte 2 und der Schalung 23 der
Verbund zwischen dem Dichtungsmaterial 24 und dem Beton
gewährleistet ist.
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Es
versteht sich, dass das Dichtungsmaterial 24 selbstverständlich auch
zusammen mit einer Abschalung verwendet werden kann, die nach dem
Fertigstellen der Bodenplatte entfernt wird.
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Die 11 zeigt
in einer perspektivischen Darstellung eine Teillänge einer verlorenen Schalung 28 zum
Abschalen einer Bodenplatte 2. Die Schalung 28 ist
bei dieser Ausführungsform
als U-Profil ausgebildet, und zwar mit zwei Schenkeln 29 und 30 sowie mit
einem diese Schenkel verbindenen Jochabschnitte 31. Im
Detail ist die Schalung 28 so ausgeführt, dass der Schenkel 29 eine
durchgehend, dichte Schalungswand bildet, während der Schenkel 30 und der
Jochabschnitt 31 perforiert oder gitterartig mit einer
Vielzahl von Öffnungen
ausgebildet sind. Als Basis für
die Schalung 28 dient beispielsweise ein gitterartiges
Material, z. B. eine Baustahlmatte, aus der durch Biegen das U-Profil
hergestellt und auf deren Schenkel 29 dann zur Bildung
der geschlossenen Schalungswand eine Schrumpffolie aufgebracht wird.
Ein derartiges, U-förmiges
Schalungsmaterial ist beispielsweise unter der Bezeichnung „Pecafill-Korb" auf dem Markt erhältlich.
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Der
Schenkel 29 ist mit dem Dichtungsmaterial 24 versehen,
wie dies im Zusammenhang mit der 9 für die verlorene
Schalung 23 beschrieben wurde.
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Die
Schalung 28 wird so verwendet, dass die dem Schenkel 30 abgewandte
Außenfläche des Schenkels 28 den
Raum zum Betonieren der Bodenplatte 2 seitlich begrenzt,
also die Abschalfläche
oder Abschalseite der Schalung 28 bildet. Das Dichtungsmaterial 24 besitzt
wiederum den im Zusammenhang mit der 10 beschriebenen
Aufbau, sodass beim Betonieren der Bodenplatte 2 zumindest
die dann frei liegende Schicht 26 an ihrem sich im Innenraum
der Abschalung für
die Bodenplatte 2 befindlichen Teilbereich im Beton der
Bodenplatte eingebunden wird und mit dem Beton einen abgedichteten,
auch von Feuchtigkeit und Wasser nicht hinterkriechbaren Verbund
bildet. Nach dem Aufstellen der Wandelemente 1 auf die
Bodenplatte 2 kann der Übergang
zwischen diesen Wandelementen und der Bodenplatte 2 durch Umklappen
des an der innen liegenden Seite des Schenkels 29 befindlichen
Bereichs des Dichtungsmaterials 24 und durch Aufkleben
der Schicht 26 auf die freiliegenden Schichten 6 der
Beschichtungen 5 abgedichtet werden.
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Das
U-Profil der Schalung 26 bildet einen die Bodenplatte 2 am
Umfang umschließenden,
nach oben offenen Kanal für
eine Dränage.
Hierfür
wird in den Kanal 32 ein Dränagevlies 33 eingelegt,
und zwar derart, dass es zumindest die Innenfläche des Jochabschnittes 31 und
des Schenkels 30 abdeckt und mit einem einen Teil seiner
Breite über
den oberen Rand des Schenkels 30 seitlich wegsteht, wie dies
in der 11 mit 33.1 dargestellt
ist. Das Dränagevlies 33 wird
weiterhin so eingelegt, dass es auch den Übergang zwischen dem Schenkel 29 und
dem Jochabschnitt 31 überlappt.
In den Kanal 32 wird dann ein Dränagerohr 34 verlegt,
und zwar derart, dass es vollständig
von Dränagekies 35 umschlossen
ist. Nach dem Einbringen des Dränagerohres 34 und
nach dem Verfüllen
des Kanals 32 mit Kies 35 wird die Oberseite des
Kanals 32 mit dem überstehenden
Abschnitt 33.1 des Dränagevlieses 33 verschlossen.
Die Enden des Dränagerohres 35 münden beispielsweise
in Inspektions- oder Kontrollschächte
oder in ein das in der Dränage
anfallende Wasser ableitende Abwasserrohr usw.
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Grundsätzlich besteht
bei dieser Ausführungsform
die Möglichkeit,
die Schalung 28 nicht nur mit dem Dichtungsmaterial 24 herzustellen,
sondern zugleich auch mit dem Dränagevlies 33.
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Das
Verlegen der Dränagerohre 34 und
das Auffüllen
der Kanäle 32 der
die Abschalung für
die Betonplatte 2 bildenden Schalungen 28 erfolgt
bevorzugt vor dem Betonieren der Botenplatte 2, sodass allein
schon durch das Verfüllen
der Kanäle 32 eine ausreichende
Standfestigkeit für
die jeweilige Schalung 28 erreicht wird. Um hierbei insbesondere
eine Beschädigung
des Dichtungsmaterials 24 zu vermeiden, kann es zweckmäßig sein,
dieses Material durch ein Schutzprofil 36 aus Kunststoff
abzudecken. Dieses Schutzprofil 36, welches das Dichtungsmaterial 24 dann
beispielsweise auch während
des Transportes und/oder der Lagerung der Schalung 28 schützt, wird
vor dem Betonieren der Bodenplatte 2 entfernt.
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Die 13 zeigt
in einer Darstellung ähnlich 11 eine
Schalung 28a, die sich von der Schalung 28 im
Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass an der dem Schenkel 30 abgewandten
Außenfläche des Schenkels 29 eine
Platte 37 aus einem Wärme
dämmenden
Material, z. B. aus geschäumten
Kunststoff (beispielsweise Styropor) vorgesehen ist. Das Dichtungsmaterial 24 ist
hierbei mit seinem Abschnitt 24.1, der den in den Beton
der Bodenplatte einzubinden Teilbereich der Schicht 26 trägt, an der
dem Schenkel 29 abgewandten und die Abschalseite bildenden
Außenseite
der Platte 37 im Bereich des oberen Plattenrandes 37.1 vorgesehen,
und zwar derart, dass der andere, später zum Abdichten des Übergangs
zwischen der Bodenplatte 2 und den Wandelementen 1 mit
den dortigen Beschichtungen 5 zu verbindende Abschnitt 24.2 auf
dem oberen Plattenrandes 37.1 aufliegt und dort vorzugsweise
durch ein Abdeckprofil 38 aus Kunststoff bis zur Herstellung dieser
Außenabdichtung
geschützt
ist.
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Die 14 zeigt
einen Schnitt durch die Bodenplatte 2 und ein anschließendes Wandelement 1. Nach
dem Abdichten des Übergangs
zwischen Bodenplatte 2 und dem Wandelement 1 durch
das Dichtungsmaterial 24 bzw. durch Aufkleben der Schicht 26 auf
die freiliegenden Schichten 6 der Beschichtungen 5 können zur
Wärmeisolierung
an die Platten 37 weitere Platten 39 an der Außenfläche der
Wandelemente 1 angeschlossen werden.
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Auch
bei dieser Ausführungsform
ist die Schalung 28a wiederum als U-Profil mit einem Kanal 32 für eine Dränage ausgebildet.
Grundsätzlich
besteht aber auch die Möglichkeit,
bei der Schalung 28a auf den Schenkel 29 zu verzichten,
wobei dann die Wärmeisolierung
bzw. die Platten 37 z. B. auf dem Jochabschnitt 31 aufgestellt
sind und sich über
Stützelemente,
beispielsweise über
als Halter für
das Dränagerohr 34 ausgebildete
Stützelemente
am Schenkel 30 abstützen,
wie dies in der 14 mit der unterbrochenen Linie 40 angedeutet
ist.
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Vorstehend
wurde davon ausgegangen, dass die die Beschichtungen 5 aufweisenden
Wandelemente 1 Fertigteile sind. Es versteht sich, dass
die Wandelemente mit den entsprechenden Beschichtungen 5 auch
Wandelemente sein können,
die aus Ortbeton auf der jeweiligen Baustelle hergestellt werden.
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Die
besonderen Vorteile der vorstehend beschriebenen Außenabdichtung
bestehen u. a. darin, dass diese Abdichtung bei Betonbauteilen oder -wänden aus
Ortbeton unmittelbar nach deren Fertigstellung bzw. Entschalen oder
bei Betonfertigteilen unmittelbar nach deren Montage durchgeführt werden
kann. Weiterhin ist die Ausführung
der Außenabdichtung
weitestgehend Wetter- und Temperatur unabhängig, da wesentliche Elemente
dieser Außenabdichtung,
nämlich
u. a. die Beschichtungen 5 und/oder das Dichtungsmaterial 24 bereits
beim Betonieren oder bei der Herstellung der Betonfertigteile im
Fertigbetonwerk vorbereitet und auch die Beschichtung 12 oder
aber das Dichtungsmaterial 24 problemlos bei unterschiedlichen
Wetter- und Temperaturbedingungen an der Bodenplatte 2 vorgesehen
werden können.
Durch die Deckschichten 7, 20 oder 27 ist
die jeweilige Schicht 6, 13 oder 26 aus
der selbstklebenden Masse gegen Wasser und Feuchtigkeit geschützt. Bei
geeigneter Wahl des Materials für diese
selbstklebende Schicht, beispielsweise bei Verwendung einer Masse
auf Butyl-Basis für
diese Schicht, ist eine klebende Wirkung bei nahezu allen Temperatur-
und Witterungsbedingungen gewährleistet,
bei denen üblicherweise
am Bau gearbeitet wird.
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Dadurch,
dass die Außenabdichtung
bereits unmittelbar nach der Montage der Betonfertigteile erfolgen
kann und sämtliche
Mittel für
diese Außenabdichtung
bereits vorbereitet sind, kann das die Montage der Betonfertigteile
vornehmende Personal auch die Außenabdichtung durchführen, so
dass zusätzliches
Personal für
die Außenabdichtung
nicht benötigt
wird. Insbesondere wird es durch die Erstellung der Außenabdichtung
unmittelbar nach der Fertigstellung der Betonbauteile bzw. unmittelbar
nach der Montage der Betonfertigteile auch möglich, dass evtl. weitere erforderliche
Arbeiten, beispielsweise das Einbringen von Ortbeton in den Raum
zwischen äußeren und
inneren als Betonfertigteile ausgebildeten Wandelementen von dem
für die
Montage dieser Wandelemente zuständigen
Baustellenpersonal unmittelbar nach der Erstellung der Außenabdichtung vorgenommen
wird.
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Die
Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen und Abwandlungen möglich sind,
ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke
verlassen wird.
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So
kann beispielsweise auch die Schalung 23 mit einer von
Platten 37 gebildeten Wärmeisolierung
versehen sein, auf der dann in gleicher Weise, wie im Zusammenhang
mit der 13 beschrieben das Dichtungsmaterial 24 aufgebracht
ist.
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Weiterhin
ist es beispielsweise möglich,
das Dichtungsmaterial 24 auch an anderen Betonbauteilen
vorzusehen, beispielsweise bereits bei der Herstellung an den Wandelementen 1 zur
Abdichtung des späteren
Anschlussbereichs zwischen jeweils einem Wandelement 1 und
einem anschließenden Wandelement 1 und/oder
einer Bodenplatte 2 usw.
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Weiterhin
ist es auch möglich,
dass im Abdicht- und Verbindungsbereich nur eine abdichtende und
selbstklebende Beschichtung vorgesehen ist, nämlich z. B. die Schicht 6 bzw. 13 und
keine weitere Beschichtung auf dem Dichtungsmaterial.
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- 1,
1a
- Betonfertigbauteil
bzw. Wandelement
- 1.1,
1.2, 1.3
- Umfangsseite
- 2
- Bodenplatte
- 3
- Ortbeton
- 4
- Außenseite
des Wandelementes 1
- 5
- Beschichtung
im Betonfertigteil bzw. im Wandelement 1
- 5.1
- Streifenmaterial
zur Herstellung der Beschichtung 5
- 6
- Schicht
aus selbstklebender und dichtender Masse
- 7
- Abdeckschicht
- 7.1
- überstehender
Randbereich
- 8
- Schalung
zur Fertigung des Betonfertigteils
- 9,
10
- Schalungselement
- 11
- Magnetleiste
- 12
- Beschichtung
- 12.1
- Streifenmaterial
zur Herstellung der Beschichtung 12
- 13
- Schicht
aus der abdichtenden, selbstklebenden Masse
- 14
- Abdeckschicht
- 15
- Abschalung
zur Herstellung der Bodenplatte
- 16
- Abstandhalter
- 17
- streifenförmiges,
selbstklebendes Dichtungsmaterial
- 18
- Trägerschicht
- 19
- Schicht
aus der abdichtenden, selbstklebenden Masse
- 20
- Abdeckschicht
- 21
- leistenförmigen Abschalelement
- 22
- Dreieckleiste
- 23
- verlorene
Schalung
- 24
- Dichtungsmaterial
- 25
- Tragschicht
- 26
- Schicht
aus der selbstklebenden, abdichtenden Masse
- 27
- Abdeckschicht
- 28,
28a
- Schalung
- 29,
30
- Schenkel
- 31
- Jochabschnitt
- 32
- Kanal
- 33
- Dränagevlies,
Dränagefliesabschnitt
- 34
- Dränagerohr
- 35
- Dränagekies
- 36
- Abdeckprofil
- 37
- Platte
aus Wärme
isolierenden Material
- 37.1
- obere
Kante der jeweiligen Platte 37
- 38
- Abdeckprofil
aus Kunststoff
- 39
- Isolierplatte
- 40
- Abstützelement