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DE102007037074A1 - Verfahren zur auditiven Prüfung transienter Geräusche - Google Patents

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DE102007037074A1
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Andreas Schilp
Markus Schindler
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Bayerische Motoren Werke AG
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Abstract

Derzeit umfasst die Akustikprüfung einzelner Komponenten neben einer messtechnischen Erfassung von Terzspektren auch auditive Prüfungen, also Hörtests. Es hat sich herausgestellt, dass diese Prüfungen bezüglich der akustischen Wertigkeit keine reproduzierbaren Ergebnisse liefern können. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur auditiven Prüfung transienter Geräusche zu schaffen, das durch die Objektivierung der akustischen Wertigkeit reproduzierbare Messgrößen liefert. Erfindungsgemäß werden zur auditiven Prüfung von transienten Geräuschen von mehreren Gegenständen einer Serie zu den Geräuschen objektiv messbare Faktoren, wie Lautheit, Schärfe oder Tonhaltigkeit, ermittelt. Die Faktoren werden dann jeweils mit einem konstanten Regressionskoeffizienten multipliziert und die Produkte miteinander zu einer Vergleichszahl addiert, die die Wertigkeit des jeweiligen Geräuschs ausdrückt. Die Regressionskoeffizienten wurden vorab anhand von einmalig durchgeführten Hörtests ermittelt. Nach diesen einmalig durchgeführten Hörtests ist also keine weitere subjektive Beurteilung der Geräusche mehr erforderlich, sondern bei allen zukünftigen Geräuschmessungen können die einzelnen Faktoren gemessen und daraus die Vergleichszahl berechnet werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur auditiven Prüfung transienter Geräusche.
  • Geräusche im Fahrzeuginnenraum haben unterschiedliche Quellen. Wind- und Reifenrollgeräusche entstehen außerhalb des Fahrzeugs und werden in den Innenraum übertragen. Dabei handelt es sich um primär stationäre Geräusche, die sich also über die Zeit nicht oder nur geringfügig verändern. Bediengeräusche dagegen entstehen im Fahrzeuginnenraum, sie werden beispielsweise durch die Betätigung einer Taste oder eines Hebels erzeugt. Dabei handelt es sich meist um transiente Geräusche, also um einen kurzen, geräuschartigen Vorgang. Transienten sind von kurzer und/oder impulsartiger Natur und enthalten keine vorherrschenden tonalen bzw. periodischen Signalanteile. Das Betätigen eines Schalters besteht üblicherweise aus zwei kurz aufeinander folgenden transienten Geräuschen. Auch das Klappen von Bauteilen eines Fahrzeugs ist ein transientes Geräusch.
  • Derzeit umfasst die Akustikprüfung einzelner Komponenten in einem Kraftfahrzeug neben einer messtechnischen Erfassung von Terzspektren auch auditive Prüfungen, also Hörtests. Es hat sich herausgestellt, dass diese Prüfungen bezüglich der akustischen Wertigkeit keine reproduzierbaren Ergebnisse liefern können. Einerseits gibt es keine ausreichende Korrelation zwischen Terzspektren und wahrgenommener akustischer Wertigkeit, andererseits ist die einzelne Gutachtermeinung für eine vergleichbare, kundennahe Qualitätsmessung statistisch nicht signifikant. Die Ergebnisse sind nicht reproduzierbar und damit als Instrument der Qualitätssicherung fragwürdig. Zudem wird in der Entwicklung und beim Serienstart die Prü fung mehrfach wiederholt. Dies ist kein durchgängiger Prozess und sehr aufwendig. Für die Qualitätssicherung im Werk gibt die auditive Prüfung keine verlässliche Aussage über das betreffende Geräusch.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur auditiven Prüfung transienter Geräusche zu schaffen, das durch die Objektivierung der akustischen Wertigkeit reproduzierbare Messgrößen liefert.
  • Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren zur auditiven Prüfung transienter Geräusche mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß werden zur auditiven Prüfung von transienten Geräuschen von mehreren Gegenständen einer Serie zu den Geräuschen objektiv messbare Faktoren, wie Lautheit und Schärfe, ermittelt. Die Lautheit beschreibt, wie Testpersonen die empfundene Lautstärke von Geräuschen überwiegend beurteilen, also wie laut der Schall subjektiv empfunden wird. Dabei hängt die Lautheit nicht nur vom Schalldruckpegel, sondern auch vom Frequenzspektrum und dem zeitlichen Verhalten des Geräuschs ab. Das bedeutet, dass Schallsignale mit gleichem Schalldruckpegel aber unterschiedlichem Zeitverhalten oder Frequenzspektrum eine sehr unterschiedliche Lautheit aufweisen können. Die Schärfe eines Geräuschs bestimmt einen wesentlichen Teil seiner Klangfarbe. Sie ist ein Indikator für das Verhältnis zwischen tiefen und hohen Frequenzanteilen des Geräuschs. Je stärker hohe Frequenzen in einem Signal enthalten sind, desto schärfer wird es empfunden. Die Schärfe wird auf einer Skala von stumpf bis scharf beschrieben. Beispiele für scharf klingende Geräusche sind das Kreischen einer Säge, ein Zahnarztbohrer, ein zischendes Ventil oder Schleifgeräusche.
  • Die einzelnen Faktoren, wie Lautheit und Schärfe, werden dann jeweils mit einem konstanten Regressionskoeffizienten multipliziert und die Produkte miteinander zu einer Vergleichszahl addiert, die die Wertigkeit des jeweiligen Geräuschs ausdrückt. Die Regressionskoeffizienten wurden vorab anhand von einmalig durchgeführten Hörtests ermittelt. Nach diesen einmalig durchgeführten Hörtests ist also keine weitere subjektive Beurteilung der Geräusche mehr erforderlich, sondern bei allen zukünftigen Geräuschmessungen können die einzelnen Faktoren gemessen werden und daraus die Vergleichszahl berechnet werden. Es kann beispielsweise ein Grenzwert für die Vergleichszahl bestimmt werden, bis zu dem ein Geräusch als fehlerfrei und bei dessen Überschreiten ein Geräusch als fehlerhaft zu beurteilen ist. So kann in der Serienproduktion eine permanente auditive Prüfung transienter Geräusche erfolgen, ohne dass zusätzliche Hörtests mehr erforderlich sind. Zusätzlich dient die Vergleichszahl als Indikator, als wie wertig oder wie lästig ein Geräusch empfunden wird.
  • Wird ein physikalischer Reiz in Form einer Schallwelle im Gehör aufgenommen, findet oberhalb der Hörschwelle eine Verarbeitung und schließlich ein Wahrnehmungsprozess im Gehirn statt. Die Wahrnehmung von Schall ist dabei prinzipiell individuell verschieden und hängt stark von der aktuellen Situation ab. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren für diese Variabilität gehören prägende Erfahrungen, die jeweils spezifische Umgebung sowie die mentale Verfassung. Ist ein dargebotenes Geräusch bekannt oder wird vor dem Hören eine Erwartungshaltung aufgebaut, ist in jedem Fall eine veränderte Wahrnehmung wahrscheinlich. Die Schwierigkeit, menschliche Wahrnehmungen anhand des akustischen Erregerschalls zu prognostizieren, ist beträchtlich.
  • Erfindungsgemäß wird die Abwesenheit von lästigen Fehlern in Funktionsgeräuschen als erste Grenzziehung zwischen akzeptablen und nicht akzeptablen Geräuschen dargestellt. Wird also die Art und Auftretungshäufigkeit dieser Lästigkeitsmuster ermittelt, können vorhandene Geräusche bezüglich ihrer Lästigkeit eingeordnet werden. Eine Minderung von diesen Lästigkeitsmustern hat im Allgemeinen eine Erhöhung des Wertigkeitseindrucks zur Folge. Verwendet man den Begriff Wertigkeit als wertfreie Dimensionsbezeichnung so verläuft eine gedachte Wertigkeitsgerade von der Lästigkeit bis zur Hochwertigkeit. Die Lästigkeit ist somit der Eindruck einer minderen akustischen Wertigkeit. Werden in einem Klang lästige Geräuschanteile wahrgenommen und überschreiten sie einen Schwellwert, sind sie prinzipiell ein Ausschlusskriterium für qualitätssichernde Maßnahmen.
  • Der direkte Zusammenhang zwischen der Lästigkeit und der Lautheit eines stationären Geräuschs ist in verschiedenen Studien bewiesen worden. Wenn ein Geräusch als zu laut empfunden wird, gilt es automatisch auch als lästig. Genauso wie der Lautstärkepegel ist die DIN-Lautheit eine objektive Größe. Unabhängig vom Mess system und bei definierten Grenzen der Signaleigenschaften sind die Messwerte reproduzierbar und somit vergleichbar. Scharte Geräusche gelten ebenfalls als lästig.
  • Auch Geräusche mit starken tonalen Komponenten werden in der Regel als lästig empfunden. Die Tonhaltigkeit ist dabei ein Maß für in einem Geräusch vorkommende Einzeltöne. Es existieren unterschiedliche Verfahren zur Berechnung der Tonhaltigkeit eines Schallsignals.
  • Auch Geräusche mit einer bestimmten Frequenz- und/oder Amplitudenrnodulation gelten als lästig. Dazu zählen beispielsweise raue Geräusche. Bei modulierten Schallen wird ab einer Modulationsfrequenz von ca. 20 Hz eine Klangfarbenänderung wahrgenommen. Im Gegensatz zu Modulationen unterhalb dieser Flimmergrenze kann hier die Schwankung nicht mehr "verfolgt" werden. Rau gelten im Allgemeinen Geräusche, die durch Modulationen bis zu 300 Hz vom reinen Ton zum komplexen Ton verändert werden.
  • Jede der vorgestellten psychoakustischen Größen ist ein abstraktes Modell einer speziellen Wahrnehmungsdimension. Durch eine geschickte Kombination dieser und abgeleiteter Größen entsteht erfindungsgemäß eine Metrik für ein komplexeres Wahrnehmungsmuster. Dieses Muster kann zum Beispiel die Wahrnehmung Wertigkeit oder Lastigkeit sein.
  • Ausgehend von den Erkenntnissen der Psychoakustik können für eine Modellierung Vermutungen über Abhängigkeiten angestellt werden. Einerseits wird angenommen, dass bei steigender Lautheit die Störwirkung der Geräusche zunimmt. Andererseits wird angenommen, dass eine zunehmende Schärfe einen signifikanten und direkten Bezug zur "Minderwertigkeit" der Klänge hat.
  • Um dies auch in einem objektiven Auswahlverfahren zu bestätigen wird eine Variablenausschlussberechnung durchgeführt. Dabei wird die Regressionsmethode "schrittweise" verwendet. In diesem Verfahren werden schrittweise Modelle gebildet, die noch nicht im Modell enthaltende unabhängige Variablen aufnehmen und entsprechend ihrer Aussagekräftigkeit für die abhängige Variable "Skala" ein- oder ausschließen. Das Verfahren endet, wenn alle Variablen untersucht wurden.
  • Mit der Regression wird die Stärke der Abhängigkeit zwischen einer abhängigen und einer (einfache Regression) oder mehrerer (multiple Regression) unabhängigen Größen untersucht. Im hier vorliegenden Fall ist der Skalenwert der subjektiven Rangreihenfolge die abhängige Größe. Dabei wird versucht den Sachverhalt "Wertigkeit" mit den gemessenen Größen bestmöglich, d. h. mit möglichst kleinem quadratischem Fehler zu bestimmen. Die Bedingung für derartige Annäherungen ist, dass beide Größen auf metrischem Niveau vorliegen.
  • Die lineare Regressionsanalyse stellt eine lineare Abhängigkeit zwischen Variablen in einer Gerade dar. Ein Zusammenhang mit mehreren Variablen wird als "multiple Regression" bezeichnet. Vor der Schätzung der Regressionfunktion wird für jede unabhängige Variable ein Diagramm angelegt, in dem die y-Achse mit dem Skalenwert und die x-Achse mit der zu prüfenden Größe gebildet wird. Dann werden die Messdaten in Form von Punkten für jedes Geräusch eingetragen. Für die Schätzung wird nun eine Gerade so hineingelegt, dass alle Punkte ideal angenähert werden. Dies ist natürlich schwer möglich. Es soll also eine Funktion berechnet werden, die eine Gerade mit minimalen Fehlern zu den Stichproben aufweist. Die Grundfunktion der linearen Regression lautet: Y = b0 + b1X1 + b2X2 + bkXk
  • b0
    Konstante zur Anpassung der Gerade an den Schnittpunkt mit der Y-Achse
    b
    Regressionskoeffizient
    X
    unabhängige Variable
    k
    Anzahl der unabhängigen Variablen
  • Die unabhängigen Variablen wurden bereits weiter oben vorgestellt, es handelt sich hierbei um die Lautheit, Schärfe, Tonhaltigkeit und Frequenz- und Amplitudenmodulationen, wie beispielsweise Rauigkeit, die alle objektiv direkt oder indirekt messbar sind. Die Variablen zur Beurteilung eines transienten Geräuschs unterscheiden sich dabei deutlich von den Variablen zur Beurteilung eines quasi-stationären Geräuschs. Während bei quasi-stationären Geräuschen Faktoren wie Leiern, Wummern, etc. eine große Rolle spielen, sind bei transienten Geräuschen vor allem die Schärfe und Lautheit maßgeblich.
  • Bei der linearen Regressionsanalyse wird dabei vorausgesetzt, dass die einzelnen Variablen voneinander völlig unabhängig sind. In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass es bei der Beurteilung der Wertigkeit eines Geräuschs häufig leichte Abhängigkeiten zwischen einzelnen Faktoren, wie beispielsweise zwischen der Schärfe und der Lautheit gibt. Um diese leichten Abhängigkeiten zu berücksichtigen, kann zu der Vergleichszahl Y, die die Wertigkeit des Geräuschs ausdrückt, auch noch das Produkt zweier Faktoren, das mit einem Regressionskoeffizienten multipliziert ist, dazu addiert werden.
  • Dass zu der Vergleichszahl das Produkt zweier Faktoren, das mit einem konstanten Regressionskoeffizienten multipliziert wird, addiert wird.
  • So kann sich beispielsweise bei dem Geräusch eines Schalters im Innenraum eines Kraftfahrzeugs die Lautheit und die Schärfe als besonders störend bei einem Geräusch herausstellen. Alle anderen Faktoren wie beispielsweise die Tonhaltigkeit weisen keine nennenswerte Korrelation zur Minderwertigkeit auf.
  • Das Modell der Minderwertigkeit –W kann dann beispielsweise lauten: –W = 3,484 – 0,111·Lautheit – 0,888·Schärfe
  • Anhand dieser Formel kann zukünftig jeder weiterer Schalter beurteilt werden, ohne dass subjektive Hörprüfungen erforderlich sind.
  • Die Erfindung wird nun anhand der auditiven Prüfung eines elektrischen Schalters näher erläutert: Die Erzeugung der entstehenden Geräusche ist ein komplexer Vorgang, der durch zahlreiche Faktoren beeinflusst wird. Eine Klassifikation der Schaltergeräusche ist zweckmäßig. Es muss das reale System hinreichend analysiert werden, damit das Verfahren entsprechend ausgelegt werden kann.
  • In einem Hörversuch wird nun der subjektive sowie individuelle Qualitätseindruck der Geräusche erfasst. Dazu gibt es verschiedene Methoden. Wird diese Befragung mit einer statistisch validen Mehrheit und mit genau definierten Umgebungsparametern durchgeführt, können die Ergebnisse dieses Hörversuchs von dem nominalen Skalenniveau auf das metrische Skalenniveau gehoben werden. Das metri sche Skalenniveau macht es erst möglich, ein Verfahren für die subjektive Wertigkeit in direkter Abhängigkeit zu anderen metrischen Größen zu finden.
  • Um verallgemeinerungsfähige Ergebnisse aus einem Hörversuch zu erhalten, wird eine statistisch ausreichend große Anzahl Probanden nach ihrem Höreindruck befragt bezüglich der Faktoren Lautheit, Schärfe, Tonhaltigkeit und Rauigkeit. Die Fragebögen werden dann bezüglich ihrer Verwertbarkeit geprüft und fließen anschließend in einem Mittelwert zusammen. Dies stellt einen ersten Zugewinn an Objektivität dar und ist Grundlage für die Bildung einer Rangreihenfolge, die entsprechend dem abgefragten Kriterium von einer minimalen bis maximalen Ausprägung reicht. Dies ist der wichtigste Schritt im Objektivierungsverfahren.
  • Anschließend werden nun für die Faktoren Lautheit, Schärfe, Tonhaltigkeit und Rauigkeit die Regressionskoeffizienten ermittelt. Diese Regressionskoeffizienten sagen aus, in welchem Maße die einzelnen Faktoren zu einem minderwertigen Höreindruck beitragen. Aus der Summe der Produkte der einzelnen gemessenen Faktoren mit ihrem jeweiligen Regressionskoeffizienten lässt sich eine objektive Zahl ermitteln, die der Minderwertigkeit des Geräuschs entspricht.
  • Nach der einmaligen subjektiven Hörprüfung und der Ermittlung der Regressionskoeffizienten daraus liegt also eine objektive Formel zur Beurteilung des Geräuschs vor, sodass bei anderen Schaltern keine subjektive Hörprüfung zur auditiven Beurteilung mehr erforderlich ist.

Claims (7)

  1. Verfahren zur auditiven Prüfung von transienten Geräuschen von mehreren Gegenständen einer Serie, wobei zu den Geräuschen objektiv messbare Faktoren, wie Lautheit, Schärfe oder Tonhaltigkeit ermittelt werden, die dann jeweils mit einem konstanten Regressionskoeffizienten multipliziert und die Produkte miteinander zu einer Vergleichszahl addiert werden, die die Wertigkeit des jeweiligen Geräuschs ausdrückt, wobei die Regressionskoeffizienten anhand von einmalig durchgeführten Hörtests ermittelt wurden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu der Vergleichszahl zur Korrektur noch eine Konstante addiert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Faktoren zumindest Lautheit und Schärfe berücksichtigt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich die Faktoren Tonhaltigkeit und/oder Frequenz- und Amplitudenmodulationen berücksichtigt werden.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Faktoren nicht berücksichtigt werden, wenn der jeweilige Regressionskoeffizient sehr klein ist, der einzelne Faktor also zur Wertigkeit des Geräuschs praktisch nichts beiträgt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu der Vergleichszahl das Produkt zweier Faktoren, das mit einem konstanten Regressionskoeffizienten multipliziert wird, addiert wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur auditiven Prüfung von Schaltern im Innenraum eines Kraftfahrzeugs eingesetzt wird.
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