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DE102007035958A1 - Befestigungsvorrichtung - Google Patents

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DE102007035958A1
DE102007035958A1 DE200710035958 DE102007035958A DE102007035958A1 DE 102007035958 A1 DE102007035958 A1 DE 102007035958A1 DE 200710035958 DE200710035958 DE 200710035958 DE 102007035958 A DE102007035958 A DE 102007035958A DE 102007035958 A1 DE102007035958 A1 DE 102007035958A1
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Germany
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fastening device
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head
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DE200710035958
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Inventor
Michael Wüste
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Weber Schraubautomaten GmbH
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Weber Schraubautomaten GmbH
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B23/00Details of, or accessories for, spanners, wrenches, screwdrivers
    • B25B23/02Arrangements for handling screws or nuts
    • B25B23/04Arrangements for handling screws or nuts for feeding screws or nuts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Spanners, Wrenches, And Screw Drivers And Accessories (AREA)

Abstract

Befestigungsvorrichtungen zum Einbringen von Verbindungsmitteln, wobei entlang eines Verschiebeweges einer Werkzeugaufnahme zwischen einer zurückgezogenen und einer vorgeschobenen Endlage wenigstens eine durch einen überwindbaren Anschlag festlegbare Zwischenlage vorgesehen ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Handschrauber nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Solche Handschrauber sind aus dem Stand der Technik bekannt und finden bevorzugt im Bereich automatisierter Fügetechnik Anwendung. Eine an sich bekannte Handschraubereinheit umfasst dabei einen Kopf, der zur temporären Aufnahme bzw. Bereitstellung von Verbindungsmitteln, insbesondere Schrauben, ausgebildet ist. Um die Schraube in eine Aufnahme (Blech, Holz, Gewinde etc.) einzuschrauben, wird sie an ihrem Schraubenkopf von einem Werkzeug mit einem Drehmoment beaufschlagt. Typischerweise handelt es sich dabei um einen Bit. Durch Rotation des Bits wird die Schraube eingeschraubt. Anschließend wird das Werkzeug (Bit) in eine zurückgezogene Position bewegt, um im Kopf der Handschraubereinheit vorübergehend Raum zu schaffen, um eine weitere Schraube zuzuführen bzw. dort zu halten, bis der nächste Schraubvorgang erfolgt.
  • Aus der Praxis ist für derartige Vorrichtungen das Problem bekannt, dass Befestigungsmittel nach ihrer Bereitstellung im Vorrichtungskopf vorrübergehend fixiert werden sollen, um ein Zurückrutschen in den Kopf zu vermeiden. Herkömmlicherweise wird zu dieser Fixierung die Werkzeugaufnahme mittels Gegenzylinder oder beweglichen Anschlägen entsprechend bewegt bzw. angeordnet. Dies ist jedoch mit großem mechanischen Aufwand durch zusätzliche Betätigungselemente und mit hohem Platzbedarf verbunden. Auch muss eine zusätzliche Pneumatik vorgesehen werden mit Ventilen, Betätigungselementen, Dichtmitteln etc. Diese sind dabei insbesondere im vorderen Bereich des Handschraubers angeordnet, der im Betrieb oft erheblich verschmutzt werden kann. Schäden an der Pneumatik und an den empfindlichen Dichtmitteln sind die Folge.
  • Weiterhin muss bei unterschiedlichen Anwendungen (bspw. unterschiedliche Schraubenlängen) der vorgegebene Anschlag durch Verwendung eines darauf abgestimmten Werkzeugs nutzbar gemacht werden, so dass beispielsweise die Länge eines Schrauberbits bei jeder Anwendung angepasst werden muss.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Befestigungsvorrichtung anzubieten, die die vorgenannten Nachteile überwindet, leichter und vielseitiger anwendbar ist als die bisher bekannten Vorrichtungen und darüber hinaus einfach und kostengünstig montierbar ist.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch eine Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1.
  • Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass ein überwindbarer Anschlag entlang des Verschiebeweges der Werkzeugaufnahme zur Festlegung einer Zwischenlage der Werkzeugaufnahme vorgesehen werden kann. Die dadurch definierte Zwischenlage soll dabei genau der Position der Werkzeugaufnahme entsprechen, in welcher die im Vorrichtungskopf aufgenommene Schraube im gewünschten Maße fixiert wird („festvorstehende Schraube"). Ein solche festvorstehende Schraube, die teilweise vorne aus dem Kopf herausragt, lässt sich mit dem Handschrauber leichter positionieren. Sie kann bspw. leicht in eine dafür vorgesehene Öffnung oder ein Gewinde eingefädelt. werden Im Gegensatz zum Stand der Technik wird hier also ein Anschlag vorgesehen, der für die verschiebliche Wergzeugaufnahmen eine Zwischenlage definiert, um in dieser Lage das im Vorrichtungskopf bereitgestellte Befestigungsmittel sicher zu fixieren bzw. für den anschließenden Befestigungsvorgang stabil zu halten. Der Anschlag ist erfindungsgemäß als überwindbarer Anschlag ausgebildet, der seine Funktion bspw. bei ausreichend großer Beaufschlagungskraft verliert.
  • Dabei gelangt die Werkzeugaufnahme entlang einer Längsbewegung in Richtung auf den Vorrichtungskopf zunächst an diesen überwindbaren Anschlag und verharrt dort. Im Kopfbereich der Vorrichtung wird dabei die Schraube durch das von der Werkzeugaufnahme gehaltene Werkzeug fixiert bzw. gegen Klinken gedrückt, welche die Schraube in Position halten. Übersteigt die die Werkzeugaufnahme beaufschlagende Schubkraft jedoch einen einstellbaren oder vorgegebenen Grenzwert, so bewegt sich die Werkzeugaufnahme erfindungsgemäß über diesen Anschlag hinaus weiter in Richtung auf den Vorrichtungskopf. Diese Bewegung kommt insbesondere für die Durchführung des tatsächlichen Befestigungs- bzw. Verschraubungsvorgang in Frage, bei dem die Schraube aus dem Vorrichtungskopf nach vorn herausgedrückt bzw. herausgedreht wird.
  • Der besondere Vorteil einer solchen Vorrichtung mit überwindbaren Anschlag liegt unter anderem darin, dass für die Einnahme der Zwischenstellung („festvorstehende Schraube") kein Gegenzylinder oder kein im eigentlichen Sinne „beweglicher" Anschlag erforderlich ist. Stattdessen wird auf besonders elegante Weise entlang des Verschiebewegs der Werkzeugaufnahme ein überwindbares „Hindernis” ausgebildet, welches nicht – wie beim Stand der Technik – für jeden einzelnen Vorgang aktiv durch aufwändige mechanische Hilfsmittel in eine Sollposition gebracht bzw. aus dieser hinausbewegt werden muss. Mit Einsparung der separaten Pneumatikeinheit entfallen auch die zugehörigen Bedienelemente und Dichtmittel, die bisher oft verschmutzten und dadurch beschädigt werden konnten. Dies vereinfacht den konstruktiven Aufbau der Befestigungsvorrichtung erheblich, reduziert die Baulänge, das Gewicht, verringert die Montagezeit und die Kosten und erleichtert die Handhabung des Geräts.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Handschraubers gegenüber dem Stand der Technik: Bei herkömmlichen Schraubern ohne festvorstehende Position schlägt das Werkzeug bei seiner Vorwärtsbewegung zum Kopf hin mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit bzw. ungebremst auf den Schraubenkopf auf. Ähnliches gilt bei festvorstehenden Werkzeughaltern, welche in ihrer Position mechanisch verriegelt sind. Wenn diese Verriegelung gelöst wird, bewegt sich die Werkzeugaufnahme ruckartig nach vorne und schlägt mit dem Werkzeug auf die Schraube auf.
  • Die erfindungsgemäße Ausführung des Schrauber erlaubt dagegen ein „weiches" Anfahren des Werkzeughalters aus der Zwischenlage heraus, da die Federkraft des überwindbaren Anschlags nicht schlagartig, sondern allmählich überwunden wird (Gleichwohl kann dieses „Anfahren" in Sekundenbruchteilen geschehen).
  • Weiterhin kann das Werkzeug besser in das Angriffsmerkmal der Schraube eingreifen („Finden"), wenn es langsam auf die Schraube zubewegt wird. Beispielsweise kann das Werkzeug in der Zwischenlage unmittelbar vor dem Schraubenkopf liegen oder diesen berühren. Bewegt sich das Werkzeug (ggfls. unter Rotation) dann aus der „festvorstehenden" Zwischenlage weiter in Richtung zum Schraubenkopf, vermag es leicht und ohne „Schlagen” in das Angriffsmerkmal der Schraube einzugreifen.
  • Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung sieht dabei einen Vorrichtungskopf vor, in dem Befestigungs- oder Verbindungsmittel vorrätig gehalten werden können, um sie in eine nicht näher bestimmte Aufnahme einzubringen, insbesondere einzuschrauben. Die Vorrichtung weist eine Längsachse und einen um die Längsachse ausgebildeten Grundkörper auf. Weiterhin ist eine Werkzeugaufnahme vorgesehen, welche aus einer vorgeschobenen Lage in eine zurückgezogene Lage relativ zum Grundkörper entlang der Längsachse verschiebbar ist. Nimmt die Werkzeugaufnahme mit einem darin eingesetzten Werkzeug die zurückgezogene Lage ein, so wird im Vorrichtungskopf entsprechend Raum freigemacht für die Zuführung bzw. Bereithaltung eines Befestigungs- oder Verbindungsmittels, insbesondere einer Schraube. Bewegt sich die Werkzeugaufnahme mit einem eingesetzten (und bspw. rotierenden) Werkzeug entlang ihres Verschiebeweges weiter in Richtung auf die vorgeschobene Lage, so vermag das Werkzeug die Schraube dabei aus dem Kopf herauszudrücken bzw. in eine entsprechende Aufnahme einzuschrauben.
  • Wenn im Vorrichtungskopf ein Befestigungsmittel zugeführt werden soll, wird zunächst durch Zurückziehen des Werkzeugs in die zurückgezogene Position der dafür nötige Raum im Kopf geschaffen. Durch die erfindungsgemäße Zwischenlage wird der Vorschub der Werkzeugaufnahme in Richtung zum Vorrichtungskopf in zwei Wegstrecken aufgeteilt. Den ersten Teil dieser Strecke bis zum überwindbaren Anschlag legt die Werkzeugaufnahme zurück, um dann ein in dem Vorrichtungskopf vorrätig gehaltenes Befestigungsmittel in seiner Lage fixiert und stabil zu halten („fest vorstehend"). Den zweiten Teil der Strecke, von der Zwischenlage bis zur vorgeschobenen Endlage der Werkzeugaufnahme, durchfährt die Werkzeugaufnahme zum Einschrauben bzw. zur Durchführung der Befestigung, wobei das Befestigungsmittel den Vorrichtungskopf verlässt.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Werkzeugaufnahme durch wenigstens ein Rückstellmittel mit einer Rückstellkraft beaufschlagbar, um die Werkzeugaufnahme in Richtung auf die vorgeschobene und/oder zurückgezogene und/oder dazwischenliegende Zwischenlage zu drängen. Zweck eines wenigstens einen solchen Rückstellmittels soll es sein, die Werkzeugaufnahme in eine der vorgeschriebenen Positionen zu drängen, sofern keine äußeren Kräfte Einfluss nehmen. Insbesondere könnte die Werkzeugaufnahme also beispielsweise durch eine Schraubenfeder in die zurückgezogene Position gedrängt werden und dort solange verharren, bis zusätzlich eingebrachte Kräfte diese Federkraft überwinden und die Werkzeugaufnahme in Richtung zum Vorrichtungskopf verschieben. Umgekehrt ist auch die standardmäßige Einnahme der Zwischenlage denkbar, in welche die Werkzeugaufnahme durch geeignete Anordnungen von Rückstellfedern gedrängt wird. Erst durch Einbringen einer Verschiebekraft (in Richtung zum Vorrichtungskopf oder in Richtung auf die zurückgezogene Position) könnte die Werkzeugaufnahme ihre Zwischenlage verlassen. Derartige Rückstellmittel verringern den konstruktiven Aufwand der Befestigungsvorrichtung, da die Werkzeugaufnahme im unbelasteten Zustand stets von alleine die durch die Rückstellmittel bestimmte Ausgangsposition einnimmt. Eine auftretende Verschiebekraft vermag die Werkzeugaufnahme aus der Ruhelage zu verschieben, wobei die Aufnahme nach Fortfall der Verschiebekraft wieder ihre von den Rückstellmitteln bedingte Ausgangslage einnimmt.
  • Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der die wenigstens eine Zwischenlage definierende überwindbare Anschlag durch eine (insbesondere, aber nicht zwingend) vorgespannte Feder gebildet. Dabei kann es sich insbesondere um eine Schraubenfeder mit geeigneter Rückstellkraft handeln. Erfindungsgemäß kann die Rückstellkraft der Feder ausreichend groß gewählt werden, um die Zwischenlage für die Werkzeugaufnahme als überwindbaren Anschlag zu definieren. Die Werkzeugaufnahme kann also auf ihrem Weg in Richtung auf den Vorrichtungskopf gegen diese vorgespannte Feder oder ein von der Feder getragenes Hilfselement stoßen und zunächst in dieser Zwischenlage verharren. Steigt die Schubkraft über die Rückstellkraft der Feder hinaus an, so gibt die vorgespannte Feder weiter nach und erlaubt die Weiterbewegung der Werkzeugaufnahme in Richtung auf den Vorrichtungskopf, um insbesondere die Verschraubung vorzunehmen. Die so gebildeten Anschlagmittel wirken also „autark"; der Anschlag muss nicht aktiv bereitgestellt oder zurückgenommen werden um die Zwischenlage zu definieren. Dies vereinfacht die Befestigungsvorrichtung erheblich gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Varianten.
  • In Fortführung des erfindungsgemäßen Gedankens soll die Lage des Anschlags, welcher die Zwischenlage definiert, in X-Richtung verstellbar sein. Die X-Richtung entspricht dabei der Längsausrichtung der Befestigungsvorrichtung und insbesondere der Verschieberichtung der Werkzeugaufnahme. Sofern der Anschlag verstellbar ausgerichtet ist, können auch unterschiedliche Anwendungen durchgeführt werden, ohne dass das Werkzeug auf die andernfalls erforderliche jeweilige Länge angepasst wird. Stattdessen wird der Anschlag in X-Richtung an die gewünschte Zwischenstellung verschoben, was insbesondere durch Verschraubung entlang eines Gewindes möglich ist.
  • Dabei bietet es sich vorzugsweise an, den Anschlag mittels einer in einer Federhülse angeordneten, vorgespannten Rückstellfeder auszubilden. Durch Veränderung der X- Lage der Federhülse (mit der darin enthaltenen Feder) lässt sich somit der Anschlag selbst in seiner Position verändern und beliebig einstellen. Die Federhülse kann dabei über ein Außengewinde relativ zu einer Gehäusewand der Befestigungsvorrichtung einstellbar ausgebildet sein, um die Zwischenlage definiert festlegen zu können.
  • Gleichzeitig kann die Federhülse auch den Endanschlag, also die vorgeschobene Position der Werkzeugaufnahme bestimmen. Dazu könnte eine der zurückgezogenen Position zugewandte Stirnfläche der Federhülse dienen, gegen die ein Vorschubelement stößt, welches die Werkzeugaufnahme in Richtung zum Kopf vorschiebt.
  • Damit wird größtmögliche Flexibilität auf engem Raum erreicht, wodurch die Befestigungsvorrichtung vielseitig und sehr einfach verwendbar ist. Auch der Zusammenbau ist durch die erfindungsgemäße Ausbildung der einzelnen Komponenten besonders einfach und zeitsparend möglich, wie anhand der 4 und 5 leicht zu ersehen ist.
  • Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zur Verschiebung des Werkzeugs eine Teleskopanordnung vorgesehen. Der von dem Werkzeug bzw. einer das Werkzeug tragenden Aufnahme (Bit-Aufnahme) zurückzulegende Weg wird dabei auf mehrere Teleskopelemente aufgeteilt, die ineinander bzw. relativ zueinander verschieblich in der Befestigungsvorrichtung angeordnet sind. Anstatt den Hub der Werkzeugaufnahme vollständig über einen einzigen Kolben zu erzeugen, sind stattdessen teleskopartig miteinander verbundene Kolbenelemente vorgesehen. Diese können sich in einer ersten (beispielsweise der zurückgezogenen) Lage der Werkzeugaufnahme weitgehend überlagern bzw. ineinander geschachtelt anordnen, während sie zur Einnahme der vorgeschobenen Lage der Werkzeugaufnahme im Wesentlichen hintereinander angeordnet sind.
  • Die vorzugsweise konzentrisch zueinander angeordneten Kolbenelemente sind dabei mit einem geeigneten Mediumdruck beaufschlagbar, und drängen so die Werkzeugaufnahme in Richtung auf eine vorgegebene Position, insbesondere die Zwischenlage und/oder die vorgeschobene Lage. Diese Konstruktion spart erheblichen Bauraum für derartige Befestigungsvorrichtungen und erlaubt ihren Einsatz auch in engen und verwinkelten Bauteilen.
  • Die erste Wegstrecke legt die Werkzeugaufnahme dann nach Druckbeaufschlagung der Kolbenelemente zurück, bis sie den überwindbaren Anschlag erreicht. Reicht die durch den aufgebrachten Druck erzeugte Vorschubkraft nicht aus, um den Anschlag zu überwinden, so verharrt die Werkzeugaufnahme zunächst in dieser Zwischenlage. Ein weiterer Anstieg der aufgebrachten Druckkraft vermag den Anschlag zu überwinden. Nach Überwindung des Anschlags bewegt sich die Werkzeugaufnahme weiter in Richtung Vorrichtungskopf, bis sie einen weiteren derartigen Anschlag oder die vorgeschobene Endlage erreicht. Eine Vorrichtung mit wenigstens einem derartigen überwindbaren Anschlag erlaubt die gezielte und abschnittweise Bewegung der Werkzeugaufnahme entlang der Längsachse X der Vorrichtung und insbesondere die Einnahme der Zwischenlage, um im Vorrichtungskopf eine „festvorstehende Schraube" zu erzielen.
  • Analog bzw. alternativ zu einer teleskopartigen Verschiebung der Werkzeugaufnahme bei im wesentlich „unbeweglichem" Kopf könnte auch der Kopf mit einer solchen Teleskopvorrichtung verschoben werden, während das Werkzeug bzw. die Werkzeugaufnahme im Wesentlichen ortsfest bleiben kann (aber nicht muss). Dann wird der Kopf auf die Werkzeugaufnahme zu- bzw. von dieser fortbewegt, wobei auch die Einnahme einer Zwischenlage mittels geeigneter Anschläge denkbar ist.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Werkzeugaufnahme als Bit-Aufnahme vorgesehen. Dabei handelt es sich vorzugsweise um eine Ausnehmung mit Innenvierkant oder Innensechskant, in welche handelsübliche oder auch speziell gefertigte Bits einsetzbar sind. Je nach Anwendungs- bzw. Verschraubungsfall lässt sich ein solcher Bit leicht auswechseln, ohne dass die Werkzeugaufnahme als solche davon betroffen ist.
  • Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Umsetzung in einer Handschraubereinheit, bei der der Vorrichtungskopf als Schrauberkopf ausgebildet ist, um als Aufnahme von Befestigungs- oder Verbindungsmitteln in Form von Schrauben zu dienen. Eine solche Handschraubereinheit zeichnet sich durch besonders kurze Bauform und geringes Gewicht aus und ermöglicht einen Einsatz auch unter schwierigen räumlichen Bedingungen.
  • Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Nachfolgend soll eine Ausführungsform der Erfindung anhand eines Figurenbeispiels näher erläutert werden. Von den Figuren zeigen:
  • 13 schematische Schnittdarstellungen einer erfindungsgemäßen Handschraubereinheit mit unterschiedlichen Lagen der Werkzeugaufnahme,
  • 4 eine Detailansicht des Handschraubers mit der Werkzeugaufnahme in der Zwischenlage, und
  • 5 eine Detailansicht mit vollständig vorgeschobener Werkzeugaufnahme.
  • 1 zeigt eine Handschraubereinheit 1, der über ein rückwärtiges Ende ein Drehmoment zuführbar ist und die in einem vorderen Kopfbereich 4 zur Aufnahme von Befestigungsmitteln, nämlich Schrauben, ausgebildet ist. Die Handschraubereinheit umfasst einen im Wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Grundkörper 5, der sich in Richtung der zentrischen Längsachse X der Handschraubereinheit erstreckt.
  • Im Inneren der Handschraubereinheit 1 ist eine Werkzeugaufnahme 3 vorgesehen, die zur Aufnahme eines Werkzeugs 16 ausgebildet ist. Dabei handelt es sich im vorliegenden Beispielsfall um einen Bit. Die Werkzeugaufnahme 3 ist in Richtung der Längsachse X verschieblich angeordnet und lässt sich insbesondere in eine zurückgezogene (1), eine vorgeschobene (3) und eine dazwischen liegende Position (2) verschieben. Nimmt die Werkzeugaufnahme 3 die zurückgezogene Position ein, so wird im Kopf 4 der Handschraubereinheit ausreichend Raum gebildet, um eine Schraube 2 zuzuführen, die im Kopf 4 vorübergehend gehalten wird. Bewegt sich das Werkzeug bzw. der Bit in Richtung der vorgeschobenen Lage (in 1 nach rechts), so greift oder beaufschlagt das Werkzeug die Schraube. Über ein dem Werkzeug zugeführtes Drehmoment kann die Schraube dann in eine nicht näher dargestellte Aufnahme eingeschraubt (oder auch herausgeschraubt) werden.
  • 4 zeigt eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung als vergrößerten Ausschnitt. Zu erkennen ist dort die Werkzeugaufnahme 3, die mit einem als Bit ausgeführten Werkzeug 16 bestückt ist.
  • Gegen die Kraft der Feder 15 ist die Werkzeugaufnahme 3 aus der zurückgezogenen Position (1) in eine Zwischenlage gemäß 2 bzw. 4 verschoben. In dieser Zwischenlage wird die im Vorrichtungskopf 4 bereitgestellte Schraube 2 stabil und sicher gehalten, ohne sie aus dem Kopf 4 oder aus den die Schraube haltenden Klinken herauszudrücken.
  • Eine Schubhülse 11, welche die Werkzeugaufnahme 3 über ein Lager mit einer Schubkraft in Richtung nach rechts beaufschlagt, stößt dabei an ein Ringelement 23. Das Ringelement 23 seinerseits wirkt mit einer Anschlaghülse 22 zusammen, welche in Langlöchern einer Federhülse 21 geführt wird. Die im Wesentlichen innerhalb der Federhülse 21 gelagerte Anschlaghülse 22 stützt sich dabei an der ebenfalls innerhalb der Federhülse 21 gelagerten Feder 20 ab. Solange die Schubkraft der Schubhülse 11 die Kraft der vorgespannten Feder 20 nicht übersteigt, verharrt die Werkzeugaufnahme 3 in der 4 dargestellten Zwischenlage.
  • In 5 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in vergrößertem Ausschnitt für den Fall dargestellt, dass die Werkzeugaufnahme die vorgeschobene Endlage einnimmt, so wie dies die 3 zeigt. Ausgehend von der in 4 dargestellten Zwischenlage wurde dabei die Werkzeugaufnahme 3 über die Schubhülse 11 mit zusätzlicher Schubkraft beaufschlagt, so dass die Anschlaghülse 22 gegen die Kraft der Feder 20 nach rechts verschoben wurde, und mit ihr die Werkzeugaufnahme 3.
  • Zu erkennen ist in 5 insbesondere, wie die Anschlaghülse 22 entlang von in der Federhülse 21 ausgebildeten Langlöchern nach rechts verschoben ist und dabei die in der Federhülse 21 gelagerte Feder 20 zusammendrückt. Nachdem also die von links auf die Werkzeugaufnahme aufgebrachte Schubkraft ausreicht, um die Federkraft der Feder 20 zu überwinden, bewegt sich die Werkzeugaufnahme 3 aus der Zwischenstellung heraus weiter nach rechts in Richtung auf die vorgeschobene Endlage. Die Endlage wird dabei definiert durch den Anschlag, den die dem Kopf 4 abgewandte Stirnseite der Federhülse 21 mit der Schubhülse 11 bildet.
  • Wird die Kraft auf die Schubhülse 11 wieder reduziert (beispielsweise durch Reduzierung eines Druckes, der die Schubhülse 11 oder einen damit gekoppelten Kolben beaufschlagt), so drängt die Feder 20 die Werkzeugaufnahme 3 wieder nach links in Richtung auf die Zwischenlage. Wird nach Einnahme der Zwischenlage der Druck weiter reduziert, so wird schließlich die Federkraft der Rückstellfeder 15 ausreichen, um die Schubhülse 11 und damit auch die Werkzeugaufnahme 3 wieder nach links in Richtung auf die zurückgezogene Ausgangslage zu bewegen. In der Praxis kann die Rückbewegung über den gesamten Hub auch durchgehend und ruckfrei erfolgen.
  • Die Federhülse 21 ist über ein nicht näher dargestelltes Gewinde in Längsrichtung X verstellbar. Beispielsweise kann die Federhülse 21 über ein in dem Grundkörper 5 eingebrachtes Innengewinde so in diesen eingeschraubt werden, dass durch Drehung der Federhülse 21 ein axialer Versatz der Hülsen und damit des Zwischenlagen- und Endanschlags erfolgt.
  • Die erfindungsgemäß definierte Zwischenstellung mittels überwindbaren Anschlag vereinfacht die Gewährleistung einer „fest vorstehenden Schraube" im Schrauberkopf, da der Anschlag ohne aktiv zu betätigende Bauelemente bei jeder Längsbewegung der Werkzeugaufnahme in die zurückgezogene Position „automatisch" neu entsteht bzw. gebildet wird.

Claims (10)

  1. Befestigungsvorrichtung (1) zum Einbringen von in einem Vorrichtungskopf (4) vorrätig gehaltenen Befestigungs- oder Verbindungsmitteln (2) in eine zugehörige Aufnahme, a) mit einer Längsachse (X), einem um die Längsachse (X) ausgebildeten Grundkörper (5) und einer Werkzeug-Aufnahme (3) für ein Werkzeug (16), b) wobei die Werkzeug-Aufnahme (3) entlang eines Verschiebeweges in Richtung des Längsachse (X) aus einer vorgeschobenen Lage in eine zurückgezogene, vom Vorrichtungskopf (4) entfernte Lage relativ zum Grundkörper (5) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass c) entlang des Verschiebeweges für die Werkzeug-Aufnahme (3) wenigstens eine durch einen überwindbaren Anschlag festlegbare Zwischenlage vorgesehen ist.
  2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in die Werkzeugaufnahme (3) eingesetztes Werkzeug (16) bei der Bewegung in die zurückgezogene Lage im Vorrichtungskopf (4) einen Raum freigibt für die Zufuhr und/oder Bevorratung eines Befestigungsmittels.
  3. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahme (3) durch wenigstens ein Rückstellmittel (15) mit einer Rückstellkraft beaufschlagbar ist, um die Werkzeugaufnahme (3) in Richtung auf die vorgeschobene und/oder zurückgezogene und/oder die dazwischen liegende Zwischenlage zu drängen.
  4. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag mittels einer vorzugsweise vorgespannten Feder (20) gebildet wird.
  5. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage des Anschlags in X-Richtung verstellbar ist.
  6. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag mittels einer in einer Federhülse (21) angeordneten Rückstellfeder (20) gebildet wird.
  7. Befestigungsvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Federhülse (21) zur Veränderung der Lage des Anschlags in X-Richtung verstellbar ist.
  8. Befestigungsvorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub der Rückstellfeder (20) durch eine in der Federhülse (21) angeordnete, vorzugsweise in Langlöchern der Federhülse (21) geführte Anschlaghülse (22) begrenzt ist.
  9. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschiebung der Werkzeug-Aufnahme (3) eine Teleskopanordnung vorgesehen ist, welche wenigstens zwei relativ zueinander und zum Grundkörper (5) verschiebliche, vorzugsweise mit Druck beaufschlagbare, Kolbenelemente (6, 7) aufweist.
  10. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Handschraubereinheit (1) ist, wobei der Vorrichtungskopf als Schrauberkopf (4) zur Aufnahme von Befestigungs- oder Verbindungsmitteln in Form von Schrauben ausgebildet ist.
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