-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Handschrauber nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
-
Solche
Handschrauber sind aus dem Stand der Technik bekannt und finden
bevorzugt im Bereich automatisierter Fügetechnik Anwendung. Eine an sich
bekannte Handschraubereinheit umfasst dabei einen Kopf, der zur
temporären
Aufnahme bzw. Bereitstellung von Verbindungsmitteln, insbesondere Schrauben,
ausgebildet ist. Um die Schraube in eine Aufnahme (Blech, Holz,
Gewinde etc.) einzuschrauben, wird sie an ihrem Schraubenkopf von
einem Werkzeug mit einem Drehmoment beaufschlagt. Typischerweise
handelt es sich dabei um einen Bit. Durch Rotation des Bits wird
die Schraube eingeschraubt. Anschließend wird das Werkzeug (Bit)
in eine zurückgezogene
Position bewegt, um im Kopf der Handschraubereinheit vorübergehend
Raum zu schaffen, um eine weitere Schraube zuzuführen bzw. dort zu halten, bis
der nächste
Schraubvorgang erfolgt.
-
Aus
der Praxis ist für
derartige Vorrichtungen das Problem bekannt, dass Befestigungsmittel
nach ihrer Bereitstellung im Vorrichtungskopf vorrübergehend
fixiert werden sollen, um ein Zurückrutschen in den Kopf zu vermeiden.
Herkömmlicherweise
wird zu dieser Fixierung die Werkzeugaufnahme mittels Gegenzylinder
oder beweglichen Anschlägen
entsprechend bewegt bzw. angeordnet. Dies ist jedoch mit großem mechanischen
Aufwand durch zusätzliche Betätigungselemente
und mit hohem Platzbedarf verbunden. Auch muss eine zusätzliche
Pneumatik vorgesehen werden mit Ventilen, Betätigungselementen, Dichtmitteln
etc. Diese sind dabei insbesondere im vorderen Bereich des Handschraubers
angeordnet, der im Betrieb oft erheblich verschmutzt werden kann.
Schäden
an der Pneumatik und an den empfindlichen Dichtmitteln sind die
Folge.
-
Weiterhin
muss bei unterschiedlichen Anwendungen (bspw. unterschiedliche Schraubenlängen) der
vorgegebene Anschlag durch Verwendung eines darauf abgestimmten
Werkzeugs nutzbar gemacht werden, so dass beispielsweise die Länge eines
Schrauberbits bei jeder Anwendung angepasst werden muss.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine Befestigungsvorrichtung anzubieten,
die die vorgenannten Nachteile überwindet,
leichter und vielseitiger anwendbar ist als die bisher bekannten
Vorrichtungen und darüber
hinaus einfach und kostengünstig
montierbar ist.
-
Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1.
-
Die
Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass ein überwindbarer
Anschlag entlang des Verschiebeweges der Werkzeugaufnahme zur Festlegung
einer Zwischenlage der Werkzeugaufnahme vorgesehen werden kann.
Die dadurch definierte Zwischenlage soll dabei genau der Position
der Werkzeugaufnahme entsprechen, in welcher die im Vorrichtungskopf
aufgenommene Schraube im gewünschten
Maße fixiert
wird („festvorstehende Schraube"). Ein solche festvorstehende
Schraube, die teilweise vorne aus dem Kopf herausragt, lässt sich
mit dem Handschrauber leichter positionieren. Sie kann bspw. leicht
in eine dafür
vorgesehene Öffnung
oder ein Gewinde eingefädelt.
werden Im Gegensatz zum Stand der Technik wird hier also ein Anschlag
vorgesehen, der für
die verschiebliche Wergzeugaufnahmen eine Zwischenlage definiert,
um in dieser Lage das im Vorrichtungskopf bereitgestellte Befestigungsmittel
sicher zu fixieren bzw. für
den anschließenden
Befestigungsvorgang stabil zu halten. Der Anschlag ist erfindungsgemäß als überwindbarer Anschlag
ausgebildet, der seine Funktion bspw. bei ausreichend großer Beaufschlagungskraft
verliert.
-
Dabei
gelangt die Werkzeugaufnahme entlang einer Längsbewegung in Richtung auf
den Vorrichtungskopf zunächst
an diesen überwindbaren
Anschlag und verharrt dort. Im Kopfbereich der Vorrichtung wird
dabei die Schraube durch das von der Werkzeugaufnahme gehaltene
Werkzeug fixiert bzw. gegen Klinken gedrückt, welche die Schraube in
Position halten. Übersteigt
die die Werkzeugaufnahme beaufschlagende Schubkraft jedoch einen
einstellbaren oder vorgegebenen Grenzwert, so bewegt sich die Werkzeugaufnahme
erfindungsgemäß über diesen
Anschlag hinaus weiter in Richtung auf den Vorrichtungskopf. Diese
Bewegung kommt insbesondere für
die Durchführung
des tatsächlichen
Befestigungs- bzw. Verschraubungsvorgang in Frage, bei dem die Schraube
aus dem Vorrichtungskopf nach vorn herausgedrückt bzw. herausgedreht wird.
-
Der
besondere Vorteil einer solchen Vorrichtung mit überwindbaren Anschlag liegt
unter anderem darin, dass für
die Einnahme der Zwischenstellung („festvorstehende Schraube") kein Gegenzylinder
oder kein im eigentlichen Sinne „beweglicher" Anschlag erforderlich
ist. Stattdessen wird auf besonders elegante Weise entlang des Verschiebewegs der
Werkzeugaufnahme ein überwindbares „Hindernis” ausgebildet,
welches nicht – wie
beim Stand der Technik – für jeden
einzelnen Vorgang aktiv durch aufwändige mechanische Hilfsmittel
in eine Sollposition gebracht bzw. aus dieser hinausbewegt werden muss.
Mit Einsparung der separaten Pneumatikeinheit entfallen auch die
zugehörigen
Bedienelemente und Dichtmittel, die bisher oft verschmutzten und
dadurch beschädigt
werden konnten. Dies vereinfacht den konstruktiven Aufbau der Befestigungsvorrichtung
erheblich, reduziert die Baulänge,
das Gewicht, verringert die Montagezeit und die Kosten und erleichtert
die Handhabung des Geräts.
-
Ein
weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Handschraubers gegenüber dem
Stand der Technik: Bei herkömmlichen
Schraubern ohne festvorstehende Position schlägt das Werkzeug bei seiner
Vorwärtsbewegung
zum Kopf hin mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit bzw. ungebremst
auf den Schraubenkopf auf. Ähnliches
gilt bei festvorstehenden Werkzeughaltern, welche in ihrer Position
mechanisch verriegelt sind. Wenn diese Verriegelung gelöst wird,
bewegt sich die Werkzeugaufnahme ruckartig nach vorne und schlägt mit dem
Werkzeug auf die Schraube auf.
-
Die
erfindungsgemäße Ausführung des Schrauber
erlaubt dagegen ein „weiches" Anfahren des Werkzeughalters
aus der Zwischenlage heraus, da die Federkraft des überwindbaren
Anschlags nicht schlagartig, sondern allmählich überwunden wird (Gleichwohl
kann dieses „Anfahren" in Sekundenbruchteilen
geschehen).
-
Weiterhin
kann das Werkzeug besser in das Angriffsmerkmal der Schraube eingreifen
(„Finden"), wenn es langsam
auf die Schraube zubewegt wird. Beispielsweise kann das Werkzeug
in der Zwischenlage unmittelbar vor dem Schraubenkopf liegen oder diesen
berühren.
Bewegt sich das Werkzeug (ggfls. unter Rotation) dann aus der „festvorstehenden" Zwischenlage weiter
in Richtung zum Schraubenkopf, vermag es leicht und ohne „Schlagen” in das
Angriffsmerkmal der Schraube einzugreifen.
-
Eine
erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
sieht dabei einen Vorrichtungskopf vor, in dem Befestigungs- oder
Verbindungsmittel vorrätig
gehalten werden können,
um sie in eine nicht näher
bestimmte Aufnahme einzubringen, insbesondere einzuschrauben. Die
Vorrichtung weist eine Längsachse
und einen um die Längsachse
ausgebildeten Grundkörper
auf. Weiterhin ist eine Werkzeugaufnahme vorgesehen, welche aus
einer vorgeschobenen Lage in eine zurückgezogene Lage relativ zum
Grundkörper
entlang der Längsachse
verschiebbar ist. Nimmt die Werkzeugaufnahme mit einem darin eingesetzten
Werkzeug die zurückgezogene
Lage ein, so wird im Vorrichtungskopf entsprechend Raum freigemacht
für die
Zuführung
bzw. Bereithaltung eines Befestigungs- oder Verbindungsmittels,
insbesondere einer Schraube. Bewegt sich die Werkzeugaufnahme mit
einem eingesetzten (und bspw. rotierenden) Werkzeug entlang ihres
Verschiebeweges weiter in Richtung auf die vorgeschobene Lage, so
vermag das Werkzeug die Schraube dabei aus dem Kopf herauszudrücken bzw.
in eine entsprechende Aufnahme einzuschrauben.
-
Wenn
im Vorrichtungskopf ein Befestigungsmittel zugeführt werden soll, wird zunächst durch
Zurückziehen
des Werkzeugs in die zurückgezogene Position
der dafür
nötige
Raum im Kopf geschaffen. Durch die erfindungsgemäße Zwischenlage wird der Vorschub
der Werkzeugaufnahme in Richtung zum Vorrichtungskopf in zwei Wegstrecken
aufgeteilt. Den ersten Teil dieser Strecke bis zum überwindbaren
Anschlag legt die Werkzeugaufnahme zurück, um dann ein in dem Vorrichtungskopf
vorrätig
gehaltenes Befestigungsmittel in seiner Lage fixiert und stabil
zu halten („fest
vorstehend"). Den
zweiten Teil der Strecke, von der Zwischenlage bis zur vorgeschobenen Endlage
der Werkzeugaufnahme, durchfährt
die Werkzeugaufnahme zum Einschrauben bzw. zur Durchführung der
Befestigung, wobei das Befestigungsmittel den Vorrichtungskopf verlässt.
-
Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist die Werkzeugaufnahme durch wenigstens ein Rückstellmittel
mit einer Rückstellkraft beaufschlagbar,
um die Werkzeugaufnahme in Richtung auf die vorgeschobene und/oder
zurückgezogene
und/oder dazwischenliegende Zwischenlage zu drängen. Zweck eines wenigstens
einen solchen Rückstellmittels
soll es sein, die Werkzeugaufnahme in eine der vorgeschriebenen
Positionen zu drängen, sofern
keine äußeren Kräfte Einfluss
nehmen. Insbesondere könnte
die Werkzeugaufnahme also beispielsweise durch eine Schraubenfeder
in die zurückgezogene
Position gedrängt
werden und dort solange verharren, bis zusätzlich eingebrachte Kräfte diese
Federkraft überwinden
und die Werkzeugaufnahme in Richtung zum Vorrichtungskopf verschieben.
Umgekehrt ist auch die standardmäßige Einnahme
der Zwischenlage denkbar, in welche die Werkzeugaufnahme durch geeignete
Anordnungen von Rückstellfedern
gedrängt
wird. Erst durch Einbringen einer Verschiebekraft (in Richtung zum
Vorrichtungskopf oder in Richtung auf die zurückgezogene Position) könnte die
Werkzeugaufnahme ihre Zwischenlage verlassen. Derartige Rückstellmittel
verringern den konstruktiven Aufwand der Befestigungsvorrichtung,
da die Werkzeugaufnahme im unbelasteten Zustand stets von alleine
die durch die Rückstellmittel
bestimmte Ausgangsposition einnimmt. Eine auftretende Verschiebekraft
vermag die Werkzeugaufnahme aus der Ruhelage zu verschieben, wobei
die Aufnahme nach Fortfall der Verschiebekraft wieder ihre von den
Rückstellmitteln
bedingte Ausgangslage einnimmt.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird
der die wenigstens eine Zwischenlage definierende überwindbare
Anschlag durch eine (insbesondere, aber nicht zwingend) vorgespannte
Feder gebildet. Dabei kann es sich insbesondere um eine Schraubenfeder
mit geeigneter Rückstellkraft
handeln. Erfindungsgemäß kann die Rückstellkraft
der Feder ausreichend groß gewählt werden,
um die Zwischenlage für
die Werkzeugaufnahme als überwindbaren
Anschlag zu definieren. Die Werkzeugaufnahme kann also auf ihrem
Weg in Richtung auf den Vorrichtungskopf gegen diese vorgespannte
Feder oder ein von der Feder getragenes Hilfselement stoßen und
zunächst
in dieser Zwischenlage verharren. Steigt die Schubkraft über die Rückstellkraft
der Feder hinaus an, so gibt die vorgespannte Feder weiter nach
und erlaubt die Weiterbewegung der Werkzeugaufnahme in Richtung
auf den Vorrichtungskopf, um insbesondere die Verschraubung vorzunehmen.
Die so gebildeten Anschlagmittel wirken also „autark"; der Anschlag muss nicht aktiv bereitgestellt
oder zurückgenommen
werden um die Zwischenlage zu definieren. Dies vereinfacht die Befestigungsvorrichtung
erheblich gegenüber
den aus dem Stand der Technik bekannten Varianten.
-
In
Fortführung
des erfindungsgemäßen Gedankens
soll die Lage des Anschlags, welcher die Zwischenlage definiert,
in X-Richtung verstellbar sein. Die X-Richtung entspricht dabei
der Längsausrichtung
der Befestigungsvorrichtung und insbesondere der Verschieberichtung
der Werkzeugaufnahme. Sofern der Anschlag verstellbar ausgerichtet
ist, können
auch unterschiedliche Anwendungen durchgeführt werden, ohne dass das Werkzeug
auf die andernfalls erforderliche jeweilige Länge angepasst wird. Stattdessen
wird der Anschlag in X-Richtung an die gewünschte Zwischenstellung verschoben,
was insbesondere durch Verschraubung entlang eines Gewindes möglich ist.
-
Dabei
bietet es sich vorzugsweise an, den Anschlag mittels einer in einer
Federhülse
angeordneten, vorgespannten Rückstellfeder
auszubilden. Durch Veränderung
der X- Lage der Federhülse (mit der
darin enthaltenen Feder) lässt
sich somit der Anschlag selbst in seiner Position verändern und
beliebig einstellen. Die Federhülse
kann dabei über
ein Außengewinde
relativ zu einer Gehäusewand
der Befestigungsvorrichtung einstellbar ausgebildet sein, um die
Zwischenlage definiert festlegen zu können.
-
Gleichzeitig
kann die Federhülse
auch den Endanschlag, also die vorgeschobene Position der Werkzeugaufnahme
bestimmen. Dazu könnte
eine der zurückgezogenen
Position zugewandte Stirnfläche
der Federhülse
dienen, gegen die ein Vorschubelement stößt, welches die Werkzeugaufnahme
in Richtung zum Kopf vorschiebt.
-
Damit
wird größtmögliche Flexibilität auf engem
Raum erreicht, wodurch die Befestigungsvorrichtung vielseitig und
sehr einfach verwendbar ist. Auch der Zusammenbau ist durch die
erfindungsgemäße Ausbildung
der einzelnen Komponenten besonders einfach und zeitsparend möglich, wie
anhand der 4 und 5 leicht
zu ersehen ist.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
zur Verschiebung des Werkzeugs eine Teleskopanordnung vorgesehen. Der
von dem Werkzeug bzw. einer das Werkzeug tragenden Aufnahme (Bit-Aufnahme)
zurückzulegende Weg
wird dabei auf mehrere Teleskopelemente aufgeteilt, die ineinander
bzw. relativ zueinander verschieblich in der Befestigungsvorrichtung
angeordnet sind. Anstatt den Hub der Werkzeugaufnahme vollständig über einen
einzigen Kolben zu erzeugen, sind stattdessen teleskopartig miteinander
verbundene Kolbenelemente vorgesehen. Diese können sich in einer ersten (beispielsweise
der zurückgezogenen)
Lage der Werkzeugaufnahme weitgehend überlagern bzw. ineinander geschachtelt
anordnen, während
sie zur Einnahme der vorgeschobenen Lage der Werkzeugaufnahme im
Wesentlichen hintereinander angeordnet sind.
-
Die
vorzugsweise konzentrisch zueinander angeordneten Kolbenelemente
sind dabei mit einem geeigneten Mediumdruck beaufschlagbar, und
drängen
so die Werkzeugaufnahme in Richtung auf eine vorgegebene Position,
insbesondere die Zwischenlage und/oder die vorgeschobene Lage. Diese
Konstruktion spart erheblichen Bauraum für derartige Befestigungsvorrichtungen
und erlaubt ihren Einsatz auch in engen und verwinkelten Bauteilen.
-
Die
erste Wegstrecke legt die Werkzeugaufnahme dann nach Druckbeaufschlagung
der Kolbenelemente zurück,
bis sie den überwindbaren
Anschlag erreicht. Reicht die durch den aufgebrachten Druck erzeugte
Vorschubkraft nicht aus, um den Anschlag zu überwinden, so verharrt die
Werkzeugaufnahme zunächst
in dieser Zwischenlage. Ein weiterer Anstieg der aufgebrachten Druckkraft
vermag den Anschlag zu überwinden.
Nach Überwindung
des Anschlags bewegt sich die Werkzeugaufnahme weiter in Richtung
Vorrichtungskopf, bis sie einen weiteren derartigen Anschlag oder
die vorgeschobene Endlage erreicht. Eine Vorrichtung mit wenigstens
einem derartigen überwindbaren
Anschlag erlaubt die gezielte und abschnittweise Bewegung der Werkzeugaufnahme
entlang der Längsachse
X der Vorrichtung und insbesondere die Einnahme der Zwischenlage,
um im Vorrichtungskopf eine „festvorstehende
Schraube" zu erzielen.
-
Analog
bzw. alternativ zu einer teleskopartigen Verschiebung der Werkzeugaufnahme
bei im wesentlich „unbeweglichem" Kopf könnte auch
der Kopf mit einer solchen Teleskopvorrichtung verschoben werden,
während
das Werkzeug bzw. die Werkzeugaufnahme im Wesentlichen ortsfest
bleiben kann (aber nicht muss). Dann wird der Kopf auf die Werkzeugaufnahme
zu- bzw. von dieser fortbewegt, wobei auch die Einnahme einer Zwischenlage
mittels geeigneter Anschläge
denkbar ist.
-
Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist die Werkzeugaufnahme als Bit-Aufnahme vorgesehen. Dabei handelt es
sich vorzugsweise um eine Ausnehmung mit Innenvierkant oder Innensechskant,
in welche handelsübliche
oder auch speziell gefertigte Bits einsetzbar sind. Je nach Anwendungs-
bzw. Verschraubungsfall lässt
sich ein solcher Bit leicht auswechseln, ohne dass die Werkzeugaufnahme
als solche davon betroffen ist.
-
Die
Erfindung eignet sich insbesondere zur Umsetzung in einer Handschraubereinheit,
bei der der Vorrichtungskopf als Schrauberkopf ausgebildet ist,
um als Aufnahme von Befestigungs- oder Verbindungsmitteln in Form
von Schrauben zu dienen. Eine solche Handschraubereinheit zeichnet
sich durch besonders kurze Bauform und geringes Gewicht aus und
ermöglicht
einen Einsatz auch unter schwierigen räumlichen Bedingungen.
-
Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Nachfolgend
soll eine Ausführungsform
der Erfindung anhand eines Figurenbeispiels näher erläutert werden. Von den Figuren
zeigen:
-
1–3 schematische
Schnittdarstellungen einer erfindungsgemäßen Handschraubereinheit mit
unterschiedlichen Lagen der Werkzeugaufnahme,
-
4 eine
Detailansicht des Handschraubers mit der Werkzeugaufnahme in der
Zwischenlage, und
-
5 eine
Detailansicht mit vollständig
vorgeschobener Werkzeugaufnahme.
-
1 zeigt
eine Handschraubereinheit 1, der über ein rückwärtiges Ende ein Drehmoment
zuführbar
ist und die in einem vorderen Kopfbereich 4 zur Aufnahme
von Befestigungsmitteln, nämlich Schrauben,
ausgebildet ist. Die Handschraubereinheit umfasst einen im Wesentlichen
zylindrisch ausgebildeten Grundkörper 5,
der sich in Richtung der zentrischen Längsachse X der Handschraubereinheit erstreckt.
-
Im
Inneren der Handschraubereinheit 1 ist eine Werkzeugaufnahme 3 vorgesehen,
die zur Aufnahme eines Werkzeugs 16 ausgebildet ist. Dabei handelt
es sich im vorliegenden Beispielsfall um einen Bit. Die Werkzeugaufnahme 3 ist
in Richtung der Längsachse
X verschieblich angeordnet und lässt sich
insbesondere in eine zurückgezogene (1), eine
vorgeschobene (3) und eine dazwischen liegende
Position (2) verschieben. Nimmt die Werkzeugaufnahme 3 die
zurückgezogene
Position ein, so wird im Kopf 4 der Handschraubereinheit
ausreichend Raum gebildet, um eine Schraube 2 zuzuführen, die
im Kopf 4 vorübergehend
gehalten wird. Bewegt sich das Werkzeug bzw. der Bit in Richtung der
vorgeschobenen Lage (in 1 nach rechts), so greift oder
beaufschlagt das Werkzeug die Schraube. Über ein dem Werkzeug zugeführtes Drehmoment kann
die Schraube dann in eine nicht näher dargestellte Aufnahme eingeschraubt
(oder auch herausgeschraubt) werden.
-
4 zeigt
eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
als vergrößerten Ausschnitt.
Zu erkennen ist dort die Werkzeugaufnahme 3, die mit einem
als Bit ausgeführten Werkzeug 16 bestückt ist.
-
Gegen
die Kraft der Feder 15 ist die Werkzeugaufnahme 3 aus
der zurückgezogenen
Position (1) in eine Zwischenlage gemäß 2 bzw. 4 verschoben.
In dieser Zwischenlage wird die im Vorrichtungskopf 4 bereitgestellte
Schraube 2 stabil und sicher gehalten, ohne sie aus dem
Kopf 4 oder aus den die Schraube haltenden Klinken herauszudrücken.
-
Eine
Schubhülse 11,
welche die Werkzeugaufnahme 3 über ein Lager mit einer Schubkraft
in Richtung nach rechts beaufschlagt, stößt dabei an ein Ringelement 23.
Das Ringelement 23 seinerseits wirkt mit einer Anschlaghülse 22 zusammen,
welche in Langlöchern
einer Federhülse 21 geführt wird.
Die im Wesentlichen innerhalb der Federhülse 21 gelagerte Anschlaghülse 22 stützt sich
dabei an der ebenfalls innerhalb der Federhülse 21 gelagerten
Feder 20 ab. Solange die Schubkraft der Schubhülse 11 die
Kraft der vorgespannten Feder 20 nicht übersteigt, verharrt die Werkzeugaufnahme 3 in
der 4 dargestellten Zwischenlage.
-
In 5 ist
die erfindungsgemäße Vorrichtung
in vergrößertem Ausschnitt
für den
Fall dargestellt, dass die Werkzeugaufnahme die vorgeschobene Endlage
einnimmt, so wie dies die 3 zeigt. Ausgehend
von der in 4 dargestellten Zwischenlage
wurde dabei die Werkzeugaufnahme 3 über die Schubhülse 11 mit
zusätzlicher
Schubkraft beaufschlagt, so dass die Anschlaghülse 22 gegen die Kraft
der Feder 20 nach rechts verschoben wurde, und mit ihr
die Werkzeugaufnahme 3.
-
Zu
erkennen ist in 5 insbesondere, wie die Anschlaghülse 22 entlang
von in der Federhülse 21 ausgebildeten
Langlöchern
nach rechts verschoben ist und dabei die in der Federhülse 21 gelagerte Feder 20 zusammendrückt. Nachdem
also die von links auf die Werkzeugaufnahme aufgebrachte Schubkraft
ausreicht, um die Federkraft der Feder 20 zu überwinden,
bewegt sich die Werkzeugaufnahme 3 aus der Zwischenstellung
heraus weiter nach rechts in Richtung auf die vorgeschobene Endlage. Die
Endlage wird dabei definiert durch den Anschlag, den die dem Kopf 4 abgewandte
Stirnseite der Federhülse 21 mit
der Schubhülse 11 bildet.
-
Wird
die Kraft auf die Schubhülse 11 wieder reduziert
(beispielsweise durch Reduzierung eines Druckes, der die Schubhülse 11 oder
einen damit gekoppelten Kolben beaufschlagt), so drängt die
Feder 20 die Werkzeugaufnahme 3 wieder nach links
in Richtung auf die Zwischenlage. Wird nach Einnahme der Zwischenlage
der Druck weiter reduziert, so wird schließlich die Federkraft der Rückstellfeder 15 ausreichen,
um die Schubhülse 11 und
damit auch die Werkzeugaufnahme 3 wieder nach links in
Richtung auf die zurückgezogene
Ausgangslage zu bewegen. In der Praxis kann die Rückbewegung über den
gesamten Hub auch durchgehend und ruckfrei erfolgen.
-
Die
Federhülse 21 ist über ein
nicht näher dargestelltes
Gewinde in Längsrichtung
X verstellbar. Beispielsweise kann die Federhülse 21 über ein
in dem Grundkörper 5 eingebrachtes
Innengewinde so in diesen eingeschraubt werden, dass durch Drehung
der Federhülse 21 ein
axialer Versatz der Hülsen
und damit des Zwischenlagen- und Endanschlags erfolgt.
-
Die
erfindungsgemäß definierte
Zwischenstellung mittels überwindbaren
Anschlag vereinfacht die Gewährleistung
einer „fest
vorstehenden Schraube" im
Schrauberkopf, da der Anschlag ohne aktiv zu betätigende Bauelemente bei jeder
Längsbewegung der
Werkzeugaufnahme in die zurückgezogene
Position „automatisch" neu entsteht bzw.
gebildet wird.